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Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts, Note: 2,0, Universität Rostock, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie soll ich leben? Diese Frage bezieht drei weitere Fragen ein: Was ist Glück? Wie soll ich moralisch richtig handeln? Welche Beziehung besteht zwischen Glück und Moral? Diese Fragen der Ethik sind zu jeder Zeit aktuell und betreffen jeden einzelnen Menschen. Durch den Utilitarismus ist eine Möglichkeit der Orientierung gefunden, diese Fragen der Grundlagen der Moral beantworten zu können. Mills Werk beschreibt nicht den Ist-Zustand der Welt, sondern den Zustand, wie er seiner Meinung nach sein sollte. Der Utilitarismus besagt, dass moralische Richtigkeit Glücksförderlichkeit beruht. Daraus folgt, dass Handlungen, die glücksfördernd sind, moralisch richtig sind und der Utilitarismus das „Prinzip des größten Glücks“ ist. Der Utilitarismus gibt eine Leitlinie für richtiges Handeln. Doch lässt sich die Doktrin auch beweisen und wenn ja: Welche Art von Beweis gibt es für das Nützlichkeitsprinzip? John Stuart Mill versucht in dem vierten Kapitel “Welcherart Beweis sich für das Nützlichkeitsprinzip führen lässt“ auf die Fragen zu antworten und einen Beweis für das Nützlichkeitsprinzip zu geben. Es wirft sich die leitende Frage auf: „Sind John Stuart Mills Argumente des Beweises des Nützlichkeitsprinzips überzeugend?“ Zunächst sind jedoch die Grundzüge der utilitaristischen Theorie Mills und die Bedeutung eines Beweises zu klären. Des Weiteren müssen Mills Argumente für einen Beweis thematisiert und eine kritische Meinung (von G. E. Moore) gegeben werden.
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Veröffentlichungsjahr: 2016
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Inhaltsverzeichnis
1. Einführung in den Utilitarismus
2. Grundzüge der utilitaristischen Theorie Mills
3. Definition „Beweis“
4. Begründung für den Beweis des Nützlichkeitsprinzips aus Mills Sichtweise
5. G. E. Moores Sichtweise über Mills Beweis
6. Eigene Meinung zur Überzeugungskraft Mills Argumente
7. Zusammenfassung: Mills Argumente sind überzeugend
Literaturverzeichnis
Wie soll ich leben? Diese Frage bezieht drei weitere Fragen ein: Was ist Glück? Wie soll ich moralisch richtig handeln? Welche Beziehung besteht zwischen Glück und Moral? Diese Fragen der Ethik sind zu jeder Zeit aktuell und betreffen jeden einzelnen Menschen. Durch den Utilitarismus ist eine Möglichkeit der Orientierung gefunden, diese Fragen der Grundlagen der Moral beantworteten zu können. Mills Werk beschreibt nicht den Ist-Zustand der Welt, sondern den Zustand wie er seiner Meinung nach sein sollte. Der Utilitarismus besagt, dass moralische Richtigkeit Glücksförderlichkeit beruht. Daraus folgt, dass Handlungen, die glücksfördernd sind, moralisch richtig sind und der Utilitarismus das „Prinzip des größten Glücks“[1] ist. Der Utilitarismus gibt eine Leitlinie für richtiges Handeln.
Doch lässt sich die Doktrin auch beweisen und wenn ja: Welche Art von Beweis gibt es für das Nützlichkeitsprinzip? John Stuart Mill versucht in dem vierten Kapitel “Welcherart Beweis sich für das Nützlichkeitsprinzip führen lässt“, auf die Fragen zu antworten und einen Beweis für das Nützlichkeitsprinzip zu geben. Es wirft sich die leitende Frage auf: „Sind John Stuart Mills Argumente des Beweises des Nützlichkeitsprinzips überzeugend?“ Zunächst sind jedoch die Grundzüge der utilitaristischen Theorie Mills und die Bedeutung eines Beweises zu klären. Des Weiteren müssen Mills Argumente für einen Beweis thematisiert und eine kritische Meinung (von G. E. Moore) gegeben werden.
Die teleologische Ethik oder auch Strebensethik behandelt Themen zur Glücksvermehrung. Ein Vertreter dieser ist John Stuart Mill. Mills Werk „Utilitarismus“ gehört zu den Basistexten in der Ethik. Es ist die Lehre, nach der wir den moralischen Wert von Handlungen nur aus deren Folgen erkennen können. Somit sind die Handlungen für Mill richtig, die dazu tendieren, das Glück zu fördern. Glück versteht er als Lust und Freisein von Schmerz. “Das Glück, das den utilitaristischen Maßstab des moralisch richtigen Handelns darstellt, ist nicht das Glück des Handelnden selbst, sondern das Glück aller Betroffenen…“[2] Es soll folglich das Glück der großen Masse vermehrt werden. Unglück definiert er als Schmerz, Unlust sowie das Fehlen von Lust.[3] Lust ist für Mill das Lustvolle, Schöne, Gefällige und Vergnügliche.[4]
„Wenn die Nützlichkeit die letzte Instanz moralischer Verpflichtung ist, dann wird man sich auf die Nützlichkeit berufen dürfen, wenn zwischen unvereinbaren Ansprüchen zu entscheiden ist.“[5] An diesem Zitat wird deutlich, dass das Nützlichkeitsprinzip in der Praxis Anwendung finden kann. Wie oben bereits erwähnt wird die Richtigkeit der Handlung nach deren Folgen beurteilt, da diese im Gegensatz zu Motiven messbar sind und somit den signifikantesten Einfluss auf eine utilitaristische Handlung haben. Um den Utilitarismus auf eine Situation in der Praxis zu beziehen, wird im Folgenden ein Beispiel gegeben. „Falls ein utilitaristischer Hirnchirurg und ein nicht-philosophischer Bettler auf einem vollgesogenen Floß schwimmen, das nur eine Person tragen kann, dann darf der Hirnchirurg den Bettler vom Floß hinunter schubsen. Indem er sein Leben und damit auch seine medizinischen Fähigkeiten rettet, kann er eine größere Zahl mehr Glück bringen als ein Bettler in seinem zukünftigen Leben es je könnte.“[6]
