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Beschreibung

Hans Sterneder war einer der großen Mystiker, Weisen und Eingeweihten des 20. Jahrhunderts. Er empfand es als seine Berufung, den Menschen mit seinen Werken ein Wissen zu bringen, das er selbst als „Menschheits-Urwissen“ bezeichnete. Den Kern dieses „Menschheits-Urwissens“ nannte er Gralsweg, Einweihungsweg, königlicher Pfad oder auch große Verwandlung. Damit meinte er den Weg, „den jeder lichtsuchende Mensch klar und lückenlos gehen kann, um am Ende ein sehender, wissender, bewusst lebender, kosmischer Mensch zu werden." In diesem köstlichen Lesebuch ist aus unterschiedlichen Werken Sterneders vieles zusammengetragen, was der Dichter über den Gralsweg geschrieben hat.

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Seitenzahl: 272

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Der Gralsweg

in den Werken des Dichters

Hans Sterneder

Herausgegeben von

Thomas Eich

Eich-Verlag

Bitte respektieren Sie das Urheberrecht. Sie dürfen dieses E-Book

nicht kopieren, verbreiten, reproduzieren oder zum Verkauf anbieten.

Das betrifft sowohl kommerzielle als auch nicht-kommerzielle Zwecke.

Danke für Ihr Verständnis.

1. E-Book-Auflage 2017

© Thomas Eich-Verlag, Werlenbach 2013

Alle Rechte vorbehalten

Das Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt.

Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig.

Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung durch elektronische Systeme.

Umschlagfoto: © Peter Hermes Furian - Fotolia.com

Umschlaggestaltung, Satz, Datenkonvertierung E-Book: Thomas Eich

Besuchen Sie uns auch im Internet:

www.eich-verlag.de

ISBN 978-3-940964-43-4

Inhalt

Einleitung

Die große Verwandlung

Der Schlüssel zu Menschheitsglück und Erdenfrieden

Vollführt die Verwandlung

Wache, strebe, rufe und lausche!

Herr der drei Reiche

Der älteste Weg der Menschheit

Die drei Tore

Königlich ist dieser Weg

Das Zeichen der Adepten

Die zwölf Stufen

Die zwölf Entwicklungsstufen des Lebens

Der zwölfstufige Weg

Die 1. Stufe:

Widder – Der Egoismus

Ichbehauptung und Ichdurchsetzung

Die Gefangenschaft

Die 2. Stufe:

Stier – Der Stoffwahn

Dornröschenschlaf des Stoffglaubens

Im Ränkespiel von Wahn und Verblendung

Die 3. Stufe:

Zwillinge – Die Ahnung

Das Erwachen der Seele

... dass ein ander Reich es gibt

Die 4. Stufe:

Krebs – Erkennen und Wissen

Am Brunnen des ewigen Lebens

Der Erkenntnis göttlich lichte Gnade

Die 5. Stufe:

Löwe – Der Wille

Das zu schmiedende Schwert

Siegbereit und königlich

Die 6. Stufe:

Jungfrau – Die Reinheit

Bezwingung der Leidenschaften und Versuchungen

Überwindung der Trabanten

Die 7. Stufe:

Waage – Innerer Frieden und Harmonie

Das Tor von der irdischen zur mysthischen Welt

Frei von den dunklen Fesseln dieser Erde

Die 8. Stufe:

Skorpion – Die stoffliche Lust

Vertreibung aus dem Paradies

Der Tanz der Kundry

Die 9. Stufe:

Schütze – Die Sehnsucht

Das Schwert wird neu geschmiedet

Das weiße Feuer des Himmels

Die 10. Stufe:

Steinbock – Die Einsamkeit

Kampf um die letzte, endgültige Befreiung

Überwindung des Herrn des Stoffes

Die 11. Stufe:

Wassermann – Die Erringung der geistigen Welt

Der heimliche Ritter des Heiligen Grals

Das Schreiten in die Stille

Die 12. Stufe:

Fische – Die Meisterschaft

Das goldene Tor der 3. Geburt

Dem Grab entstiegen

Der königliche Pfad

Der Weg der Überwinder

Einweihung und Wiedergeburt

Quellennachweise

Einleitung

Hans Sterneder war einer der großen Mystiker, Weisen und Eingeweihten des 20. Jahrhunderts. Er war nicht nur Dichter und Schriftsteller, er war ein Wissender, ein Künder, ein Lichtträger. Er empfand es als seine Berufung, den Menschen mit seinen Werken ein Wissen zu bringen, das er selbst als „Menschheits-Urwissen“ bezeichnete.

Den Kern dieses „Menschheits-Urwissens“ nannte er Gralsweg, Einweihungsweg, Königlicher Pfad oder auch große Verwandlung. Damit meinte er den geistigen Entwicklungsweg des Menschen aus Egoismus und Stoffgefangenschaft heraus über das Erwachen, das Ringen und schließlich das Überwinden hin zur vollkommenen Wiedergeburt; der Weg, der den Strebenden zum Eingeweihten macht, den Suchenden zum Wissenden und den Überwinder zum König des Grals.

Wer diesen Weg geht, wird zum Meister des Lebens, der alles Schicksalhafte, alles Karma und alles Sündhafte hinter sich gelassen hat, der – angespornt durch das Erkennen der geistigen Welt und die schmerzhafte Läuterung seiner eigenen Verfehlungen – sich emporgerungen hat in die Höhen der vollkommenen Gottverbundenheit, der das Irdisch-Stoffliche bezwungen und das Himmlisch-Geistige sich errungen hat und der eins geworden ist mit dem Göttlichen, mit Gott.

Der Weg

Welchen Stellenwert das Wissen um diesen Weg für Sterneder hatte, geht aus seinem Ende der 1940er Jahre verfassten „Bericht über mein Schaffen und meine Entdeckungen“ hervor. Dort schreibt er unter anderem:

„Die Bücher, die durch Jahrhunderte über das kosmische Geistwissen geschrieben worden sind, sind Legion! Unendlich viele dieser Bücher sind flüchtig, oberflächlich und seicht. Sehr viele sind verschleiert, verborgen und zu schwer, so wie die Werke des Giganten Paracelsus. Und viele andere wieder sind derart abstrakt oder trocken gelehrt, dass die breite Masse an sie nicht herankann.

Und fast jedes dieser Werke bringt nur einen kleineren oder größeren Teil dieser Materie.

Keines aber bringt das Wichtigste: jene Auszüge und Zusammenstellungen aus dem riesenhaften Urschatz, die klar, verballt und lückenlos das ergeben würden, was ich ‚den WEG‘ nennen möchte.

Jenen Weg, den jeder lichtsuchende Mensch klar und lückenlos gehen kann, um am Ende ein sehender, wissender, bewusst lebender, kosmischer Mensch zu werden.

Diese Werke müssen aus der unausschöpfbaren Fülle der Materie streng gesichtet das herausheben, was das ‚Urgerüst‘ dieses kosmischen Weltwissens ist und somit den ‚Weg‘, also das Erkenntnisgut für die innere Entwicklung zum kosmisch-geistigen Menschen liefert.

Der Leser muss durch diese Werke das erhalten, was man bei den alten Kulturvölkern den ‚EINWEIHUNGSWEG‘ der Priesterschulen nannte. Zu diesem Zwecke darf die Darstellung nicht in abstrakter, wissenschaftlich-trockener Form erfolgen, sondern muss mit den Mitteln der dichterischen Sprache und der Popularität geoffenbart werden.

Das Bringen dieses streng nur auf den Einweihungsweg Bemessenen ist das völlig Neue auf dem Riesengebiet der okkulten Literatur.

Dieser Einweihungsweg ist das Fundament jeder Religion, doch in unerhört verschleierter, symbolischer Form.

Meine Bücher werden diese Schleier heben und die Schlüssel bringen.

Diesen Weg haben die europäischen magischen Meister, die unsterblichen abendländischen Bauhüttenmeister und die großen Eingeweihten der Völker der Erde uns in verschiedensten wunderbarsten und erhabensten Offenbarungen in tief geheimnisvollen verschiedenen Symboläußerungen hinterlassen.

Die europäischen Universitäten suchen dieses Geheimnis seit fast einem halben Jahrtausend, haben aber weder die Schlüssel zu den Symbolen noch den hinter diesen Vermächtnissen sich verbergenden ‚Einweihungsweg‘ entdeckt.

Nach fast zehnjähriger Forschung ist es mir gelungen, Schlüssel und Weg zu entdecken, und somit vermag ich dieses ewige und heiligste Urgut der Menschheit: das ‚Bauhüttengeheimnis‘, auf dem die ganze Kultur des Abendlandes steht, unserer nothaften Zeit wiederzugeben.

Ich weiß, dass diese Behauptung befremdlich klingen muss. Aber jeder Bahnbrechende wird anfangs immer bezweifelt und beargwöhnt. Das ist das Los jedes Neuen. Es ist nur zu sagen: dass dieses Größte der Menschheit nicht von mir gedacht und geschaffen ist. Ich habe es bloß wiedergefunden, aus seiner Verschüttung gehoben und stelle es neu vor die Menschen hin.

Irrtum und frommer Wahn sind nicht möglich, denn die abertausende von Vergleichen an ungezählten Objekten zeigen mir immer wieder, wie eines sich mit dem andern deckt, und das andere: dass die Symbole der verschiedensten Gebiete einander immerzu bestätigen und sich zur riesenhaften Einheit zusammenschließen.

Ich werde diesen ‚Einweihungsweg‘ in einer ganzen Zahl von Werken aus stets neuen Gesichtswinkeln und Kunstgebieten aufzeigen. Der Leser wird zum Schluss mit Erschauern sehen, wie alle Kunst- und Geistgebiete in den bewusst gelebten Frühzeiten nur diesem Einen und Höchsten gedient haben: der Aufzeigung und Offenbarung des ‚geistigen Entwicklungsweges der Menschen‘.“

Der Tierkreis

Eine zentrale Rolle im „Menschheits-Urwissen“ spielt laut Sterneder der Tierkreis. Der Tierkreis ist für ihn das älteste Wissen der Menschheit, der heilige Lebensboden, in dem alle großen Religionen wurzeln und der seit unvorstellbar langer Zeit existiert. Mit dem Tierkreis, so Sterneder, durchdringt der Menschengeist die gesamte Schöpfung, erkennt das Leben und in ihm den, der es geschaffen! Der Tierkreis ist das ewige „Urgerüst des Lebens“. In ihm haben die Menschen die unsichtbare „Schrift Gottes“ am Himmel sichtbar nachgezeichnet.

Die Bedeutung des Tierkreises ist für Sterneder so allgemeingültig und urgründig, dass sie alle Völker der Erde umfasse und durchdringe. Im Tierkreiswissen sieht er ein so gewaltiges und allgültiges Erkennen, dass rund um den Erdball alle alten Kulturvölker dieses Wissen besaßen: Sumerer, Ägypter, Chinesen, Babylonier, Inder, Perser, Phönizier, Germanen, Griechen, Peruaner, Mexikaner und viele andere.

Dabei ist zu unterscheiden zwischen dem, was Sterneder Tierkreiswissen nennt, und dem, was man landläufig als Astrologie kennt. Beides hat Sterneder sehr geschätzt, doch sind es grundsätzlich unterschiedliche Bereiche. Während die Astrologie – Sterneder hat sich ihr ausführlich in seinem Roman „Die Zwei und ihr Gestirn“ gewidmet – den Einfluss der Gestirne auf das irdische Leben beschreibt, enthüllt das Tierkreiswissen grundsätzliche Lebenszusammenhänge und den zwölfstufigen Entwicklungsweg alles irdischen Lebens.

Tierkreiswissen war für Sterneder das Wissen um die letzten und höchsten Geheimnisse des Lebens. Er war überzeugt, dass der Tierkreis seinen Ursprung in den Frühzeiten der Menschheit hat. In einer Zeit, in der die Völker der Erde noch in Natur und Himmel eingebettet und von tiefer Gottverbundenheit erfüllt waren.

Darin sieht Sterneder auch den Grund für das weitgehende Unverständnis unserer heutigen Zeit für das Tierkreiswissen. Der Tierkreis sei aus der Lebensanschauung der Frühmenschen entstanden und auch nur aus dieser heraus zu verstehen. Darum, so Sterneder, könne man das wahre Tierkreiswissen nur ergründen, wenn man sich die einstige Denkweise zu eigen mache. Diese Denkweise beschreibt er in seinem Buch „Tierkreisgeheimnis und Menschenleben“ so:

„Der Urgrund aller Schöpfung ist Gott.

Der ganze Weltraum ist von Gott durchdrungen und erfüllt. Jedes Geschöpf ist durchgottet.

Der Geist ist in Ewigkeit das Primäre!

Jedes stoffliche Gebilde ist nur seine sichtbare Offenbarung und seine Schöpfung.

Alles, was es an Erscheinungsformen gibt, ist nicht aus sich selbst entstanden, sondern von Gott vorgedacht.

Jede Lebensform ist ein sichtbar gewordener, stofflich geformter Gottesgedanke.

Die Wahrheit alles irdischen Seins ist darum nur der Geist. Dieser ist der ‚Gottesfunke‘.

Der Urgrund aller körperlichen Erscheinungsformen, ob im Gestirn, Mensch, Tier, in der Pflanze oder im Stein, ist darum die geistige Wesenheit.

Da diese unsichtbaren Wesenheiten aus Gott sind, sind sie unsterblich. Ihre sichtbaren Körper sind nur die nebensächlichen Hüllen, um sich durch sie offenbar zu machen.

Diese unsterblichen Geistwesenheiten, diese ‚Gottesfunken‘ sind auf einem ewigen Weltwanderungsweg durch viele Wiedergeburten mit dem schließlichen Endziel der Wiedervereinigung mit dem Ur-Gott aller Schöpfung.“

Die Menschen der Urzeit, erklärt Sterneder, fühlten noch das Lebendige der Erde und des Himmels. Sie wussten um den Schöpfer, Baumeister, Lenker und Erhalter des Lebens. Ihr Gott­erleben war kein übernommenes oder bloß gedachtes, sondern ein lebendiges und bewusstes. Für sie gab es nichts Höheres als die Gottheit. Ihr ganzes Dasein war darauf ausgerichtet, in Harmonie und Einheit mit ihrem Gott zu leben, Seine Gesetze zu befolgen und sich in Seine Ordnung einzufügen.

In seinem Vortrag „Das kosmische Weltbild“ schreibt Sterneder über diese Zeit:

„In jenen Frühzeiten ist es auch gewesen, in denen die Völker der Erde ihr bewusstes Gotterleben und Lebenswissen an die Scheibe des Himmels schrieben. Und wo all ihre Künste, ob Architektur, Bildhauerei, Malerei, Dichtkunst oder Musik nur dem einen und einzigen Zweck dienten: der Verherrlichung und Lobpreisung Gottes und der verschleierten Aufzeigung des geheimen, göttlichen Sinnes des Lebens.“

In seinem Roman „Also spricht die Cheops-Pyramide“ erklärt er dieses „an die Scheibe des Himmels schreiben“ näher:

„Als die Frühvölker zu dieser Ergründung des Lebensgeheimnisses vorgestoßen waren, begannen sie, dieses unsichtbare Leben an den Spiegelbildern der Geistwesen, der sichtbaren Körper der Geschöpfe, zu erforschen.

Da der Entwicklungsweg des Lebens am einfachsten bei den Pflanzen zu ergründen war, weil er bei ihnen in der kurzen, leicht überschaubaren Zeit der 365 Tage des Erdenjahres sich kundtat, durchforschten sie zuerst dieses Reich.

Und sie fanden, dass der Entwicklungsweg des pflanzlichen Lebens aus zwölf Stufen bestand.

Als sie diese zwölf Stufen ergründet hatten, wandten sie sich der Welt der Tiere zu. Und sie erlebten mit Staunen – auch der Weg dieses Reiches stand auf den gleichen zwölf Stufen.

Und als sie schließlich den Entwicklungsweg des Menschen durchforschten, tat sich ihnen das gleiche Ergebnis auf! Auch der Entwicklungsweg des menschlichen Lebens war genau auf die gleichen zwölf Stufen gestellt.

Und sie sahen mit Ehrfurcht, dass Gott den Weg alles irdischen Lebens in die EINHEIT gefügt hat.

Um dieses Staunen vollends zu krönen, fanden sie bei der Durchforschung des geistigen Weges des Menschen – der uns aus der Frühzeit als der sogenannte Einweihungsweg überliefert ist, in dem sich der Tiermensch zum Gottmenschen emporringt – genau dieselben zwölf Stufen!

So ist es begreiflich, dass für sie die ZWÖLF zur heiligen Zahl wurde.

Denn sie ist die Zahl, in der das unsichtbare Leben sich sichtbar offenbart.

Da die Frage um das Leben die älteste Frage der Menschheit ist und die errungene Erkenntnis des Lebens ihr heiligstes Wissen war, so ist den Völkern der Erde für dieses Urwissen keine Felsplatte breit und kein Bauwerk hoch genug gewesen, um es darauf aufzuzeichnen.

Darum schrieben sie dieses Urwissen an den Himmel, diese gewaltigste Scheibe der Erde.

Und das umso mehr, als innerhalb eines Jahres über diesen Himmel die Sonne ging, die ja ihrerseits wieder der Erhalter aller Geschöpfe auf Erden ist.

Denn ohne Sonne würde es auf der Erde wohl die von Gott ursprünglich erdachten und geschaffenen Geistwesen geben, nie aber wären die stofflichen Körper möglich!

Und so teilten sie das Himmelsrund, das in Wirklichkeit nur ein unermesslicher Ozean von Milliarden und Abermilliarden von Sternen, Sonnen und ganzen Spiralnebeln ist, also eine einzige Sternentafel ohne Anfang und Ende, gedanklich in genau 12 Felder, entsprechend den 12 körperlichen Entwicklungsstufen, in denen sich das in Wirklichkeit ewig unsichtbare geistige Leben in sichtbaren Körpern offenbart.

Und in diese 12 Felder senkten sie, ebenfalls wieder gedanklich, die von Ewigkeit her bekannten 12 Bilder, die es am Himmel sichtbar ebenso wenig gibt wie die 12 Felder.

Diese seltsamen 12 Bilder waren weder Spielerei noch Willkür, sondern die zutiefst durchdachten, erschöpfendsten und treffendsten Symbole für die 12 Entwicklungszustände alles irdischen Lebens.“

Die zwölf Stufen

Der Tierkreis war für Sterneder nicht nur die Offenbarung des irdischen, sondern auch des geistigen Lebens, der geistigen Entwicklung des Menschen. Auch sie vollzieht sich auf dem zwölfstufigen Pfad des Tierkreises und führt vom ichsüchtigen Stoffwahnmenschen zum kosmisch-geistigen Gottmenschen. Wie ge­nau dieser Weg aussieht, beschreiben die Beiträge dieses Buches.

Es sind verschiedene Auszüge aus vier Werken Hans Sterneders: den Einweihungsromanen „Der Wunderapostel“ und „Also spricht die Cheops-Pyramide“, dem Mysterienspiel über den Einweihungsweg „Die große Verwandlung“ und seinem großen Tierkreiswerk „Tierkreisgeheimnis und Menschenleben“.

Um den geistigen Entwicklungsweg des Menschen klar und nachvollziehbar herauszustellen, habe ich nur Passagen ausgewählt, in denen Sterneder ausdrücklich über diesen Weg schreibt. Zum besseren Verständnis vorab ein kurzer Überblick über die zwölf Stufen des geistigen Entwicklungsweges:

Die untersten Stufen führen den Menschen durch den Egoismus (1. Stufe, Widder) und den Stoffwahn des Materialismus (2. Stufe, Stier) zum Ahnen, dass es neben dem Stoff, dem Reich der Materie, auch ein Reich des Geistes gibt (3. Stufe, Zwillinge).

Im zweiten Viertel seines Weges kommt der Strebende vom Ahnen zum Erkennen und Wissen um dieses geistige Reich (4. Stufe, Krebs). Er will es sich erringen, stählt seinen Willen und schmiedet das Schwert seiner Willenskraft (5. Stufe, Löwe). Mit diesem Schwert vertreibt er die Leidenschaften und Begierden aus seiner Brust, widersteht den Versuchungen der Welt und ringt sich empor zur seelischen Reinheit (6. Stufe, Jungfrau).

Daraufhin erlebt er zu Beginn der zweiten Hälfte seines Weges eine Phase des inneren Friedens und der Harmonie (7. Stufe, Waage), sein Streben erlahmt, und er will auf ewig in diesem Glück verharren. Doch er fällt heraus aus jenem paradiesischen Zustand, fällt zurück in die stoffliche Lust des Geschlechtstriebes und gibt sich ganz der Trunkenheit flammender Leidenschaft hin (8. Stufe, Skorpion). Als ihm dann mit kaltem Schrecken bewusst wird, dass er gefallen ist, dass er seinen Frieden verloren hat, erfassen ihn Trauer, Sehnsucht und Heimweh; er schmiedet das zerbrochene Schwert seines Willens neu und ringt die Lust in sich nieder (9. Stufe, Schütze).

Im letzten Viertel seines Weges kämpft er sich dann in der Einsamkeit empor aus Fall und Dunkelheit, besiegt ein für alle Mal den Herrn des Stoffes, lässt alle irdische Verhaftetheit hinter sich und steigt empor ins Licht (10. Stufe, Steinbock). Jetzt gilt all sein Streben dem endgültigen Erringen des geistigen Reiches, und er wird zum Herrn beider Welten, der die Irdische Welt bezwungen und die Geistige Welt sich errungen hat (11. Stufe, Wassermann). Damit hat der Mensch sich bei lebendigem Leibe von allem Irdischen gelöst und sich ganz vergeistigt. Er schreitet durch das goldene Tor der Verwandlung und vollendet seinen Weg in der vollkommenen Meisterschaft des Lebens (12. Stufe, Fische).

Zeichen der Zeit

Betrachtet man die heutige Menschheit, stellt man fest, dass die einzelnen Menschen sich auf ganz unterschiedlichen Stufen des von Sterneder beschriebenen Weges befinden, dass aber die vorherrschenden Triebkräfte unserer Gesellschaft den beiden untersten Stufen Egoismus und Materialismus entstammen.

Das Gros der Menschen ist immer noch im Egoismus, der Negativeigenschaft der untersten Stufe, verfangen und lebt nur für den eigenen Vorteil, das eigene Vergnügen, die Befriedigung eigener Lüste und die Anbetung des eigenen Egos. Viele dieser Egoisten bereichern sich auf Kosten anderer und scheren sich sehr wenig um ihre Mitmenschen. Der Egoismus verhärtet die Herzen und tötet das Mitgefühl, sodass manch einer im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht und nicht die kleinste Spur von Mitgefühl für das Leid seiner „Opfer“ zeigt.

Das sinnfälligste Zeichen für die Vorherrschaft des Egoismus ist die Glorifizierung und Verherrlichung des Marktes und der Marktwirtschaft. Wie Priester, die ein goldenes Kalb anbeten, lobpreisen viele vermeintliche Experten die alleinseligmachende Allmacht des freien Marktes. Dabei lebt die Marktwirtschaft von der Konkurrenz – also vom Gegeneinander – und von der bedingungslosen Ausrichtung auf den eigenen Profit – also vom Egoismus. Nicht das Wohl der Allgemeinheit, sondern der eigene Vorteil steht im Zentrum dieses Wirtschaftssystems. Die Geschäftsführung eines Unternehmens kann sich nicht fragen: „Was können wir den Menschen Gutes tun?“, sondern sie muss fragen: „Womit können wir den größtmöglichen (eigenen) Gewinn erzielen?“

Ein kleines Beispiel mag dies verdeutlichen. Ein Pharmaunternehmen hat zwei Medikamente gegen Bluthochdruck entwickelt. Das eine senkt den Bluthochdruck für eine gewisse Zeit, muss also ständig neu eingenommen und somit auch ständig neu gekauft werden. Das andere Medikament heilt den Bluthochdruck mit einem Schlag, wird also nur einmal eingenommen und gekauft. Mit anderen Worten: Das eine Produkt des Unternehmens kann dauerhaft verkauft werden und schafft Stammkunden, das andere Produkt kann nur einmal verkauft werden und macht Kunden zu „Nichtkunden“. Moralisch steckt das Unternehmen in einem Dilemma, marktwirtschaftlich ist die Entscheidung ganz klar: Das erste Produkt ist wirtschaftlich erfolgreicher, es ist geeignet zur Neukundengewinnung, es schafft regelmäßig nachkaufende Stammkunden und ist somit auf langfristigen Erfolg ausgerichtet. Das zweite Produkt schafft zwar einmalig großes Neukundenpotenzial, zerstört aber den Markt und ist langfristig eine wirtschaftliche Katastrophe. Jedes normale Wirtschaftsunternehmen wird sich in einem solchen Fall für Produkt eins entscheiden, nicht weil die Manager besonders böse Menschen sind, sondern weil die Gesetze des Marktes es verlangen.

Ebenso wie im Egoismus steckt die Menschheit heute immer noch im Materialismus fest. Die meisten Menschen setzen ihre gesamte Zeit dafür ein, materielle und finanzielle Schätze zu sammeln, verwenden aber weder Zeit noch Energie darauf, sich geistige, ethische, moralische Reichtümer oder – biblisch gesprochen – Schätze im Himmel zu sammeln. Auch zeigt sich der vorherrschende Materialismus in dem immer noch weit verbreiteten Bestreben vieler Forscher und Wissenschaftler, die Materie als den Urgrund und die Ursache von allem, selbst des Lebens, zu beweisen und jegliche geistige Ursache zu leugnen.

Aber nicht alle Menschen stecken in den ersten beiden Stufen fest. Gerade in den letzten Jahrzehnten ist die Zahl derer, in denen das Ahnen der dritten Stufe erwacht, sehr stark gestiegen. Nicht nur dass viele Menschen sich wieder mit geistigen, spirituellen, esoterischen oder religiösen Fragen befassen und sich wieder mehr auf das Geistige, Göttliche ausrichten. Auch und gerade in vielen Wissenschaftszweigen zeigt sich das Ahnen der dritten Stufe. Immer mehr Phänomene, die wegführen vom Materialismus und erahnen lassen, dass nicht die Materie, sondern der Geist das Entscheidende ist, werden wissenschaftlich erforscht und durchleuchtet. Seien es universitäre Forschungen zur Kraft der Gedanken, zu Nahtoterlebnissen oder zu außergewöhnlichen physikalischen Phänomenen. Eine neue Richtung wurde eingeschlagen, und die Zahl der Forscher, die in diese Richtung gehen, wird immer größer.

So erfreulich es ist, dass immer mehr Menschen die dritte Stufe der Ahnung erreichen, so darf es nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich erst um die dritte von insgesamt zwölf Stufen handelt. Viele Menschen auf dieser Stufe verfallen, begeistert und berauscht von dem Neuen, das sich vor ihnen auftut, dem Irrglauben, sie wären bereits Wissende. Gerade in spirituellen und esoterischen Kreisen findet man viele Bücher oder Kundgaben solcher Menschen, die ihr noch ziemlich unausgegorenes Ahnen von der geistigen Welt verbreiten und damit mehr Verwirrung stiften als Segen bringen. Sie haben noch nicht das Wissen und Erkennen der vierten Stufe errungen, noch nicht auf der fünften Stufe ihren Willen gestählt und noch nicht auf der sechsten Stufe die Leidenschaften und Begierden aus ihrer Brust vertrieben, nicht den Versuchungen der Welt widerstanden und somit noch nicht die Reinheit des Herzens erlangt.

Die Zahl der wirklich Wissenden ist noch klein, Überwinder gibt es wenige, und wahre Meister wandeln nur sehr vereinzelt über diese Erde.

Der Weg der Überwindung des Stofflichen und der Erringung des Geistigen ist schwer und steil, und nur wenige sind ihn bereits gegangen. Aber gehen kann ihn jeder.

Göttliche Bergsteiger

Man kann sich diesen Weg veranschaulichen, wenn man Gott mit einem Berg vergleicht und den Weg zur Meisterschaft mit dem Besteigen dieses Berges. –

Inmitten einer großen Ebene liegt ein mächtiger, hoch aufragender Berg von gewaltiger Ausdehnung. Rund um diesen Berg leben verschiedene Völker. Die einen nahe dem Berg, die anderen weiter weg, die einen auf der Nordseite, die anderen auf der Südseite, die einen im Westen, die anderen im Osten. Sie alle gehen ihren alltäglichen Beschäftigungen nach. Die meisten dieser Menschen haben sich längst an den Berg gewöhnt. Sie sind so in ihre eigenen Angelegenheiten, Wünsche und Vergnügungen verstrickt, dass sie dem Berg keine Beachtung mehr schenken und ihn gar nicht mehr wahrnehmen. Ihr Leben findet in den Straßen und Häusern ihrer Städte statt, der Berg spielt dabei keine Rolle. Ihr Leben ist mühselig genug, was schert sie da noch irgendein Berg.

Es gibt aber auch Menschen, die der Berg auf irgendeine Art und Weise fasziniert oder anzieht. Manche von ihnen setzen sich über Jahre hinweg immer wieder auf ihre Hausdächer und betrachten ihn. Sie deuten das, was sie sehen, und erdenken sich allerlei Theorien. Sie diskutieren miteinander, haben unterschiedliche Standpunkte und ziehen teils widersprüchliche Schlüsse. Trotzdem sind sie die Fachleute für den Berg und predigen denen, die sich nicht die Mühe machen, den Berg selbst zu erkunden, was sie gesehen und was sie erdacht haben.

Allerdings beschreiben die Fachleute auf den verschiedenen Seiten des Berges den Berg sehr unterschiedlich. Denn der Berg sieht nicht überall gleich aus. Auf der einen Seite ist er steil und felsig, und die Fachleute, die ihn auf dieser Seite betrachten, sagen: „Der Berg ist steil und felsig.“ Auf einer anderen Seite aber steigt der Berg ganz sanft an und ist mit großen Wäldern überzogen, und die Fachleute dort sagen: „Der Berg ist sanft und bewaldet.“ Auf einer dritten Seite sind wunderschöne Wasserfälle und viele Almwiesen, und die Fachleute dort sagen: „Der Berg ist voller Wasserfälle und Almwiesen.“

Alle Fachleute, die den Berg beschreiben, haben auf ihre Weise recht, und doch sind ihre Betrachtungen und Theorien sehr unterschiedlich. Deshalb bezeichnen sie sich gegenseitig als Lügner oder bekämpfen sich sogar. Sie alle haben nur einen beschränkten Blick auf den Berg, sehen nur einen kleinen Teil von ihm und denken, der ganze Berg müsste so sein, wie sie ihn sehen.

Es gibt aber auch Menschen, die geben sich nicht damit zufrieden, die anderen als Lügner zu bezeichnen. Sie machen sich mehr Mühe und umwandern den Berg. Sie sehen auch die anderen Seiten und merken, dass auch die anderen Fachleute recht haben und der Berg auf den verschiedenen Seiten tatsächlich ganz unterschiedlich aussieht. Doch wenn diese Menschen zurück nach Hause kommen und von ihren Beobachtungen erzählen, werden sie von den heimischen Fachleuten als Lügner bezeichnet, werden beschimpft, als Spinner, Betrüger oder Irrlehrer abgetan. Denn was sie berichten, widerspricht allen Beobachtungen und Theorien der heimischen Fachleute.

Schließlich gibt es auch die Menschen, denen es nicht reicht, den Berg nur zu betrachten, sondern die ihn mit Haut und Haaren erleben und aus der Nähe erkunden wollen. Sie packen ihre Sachen und machen sich auf, den Berg zu besteigen.

Zunächst ist der Weg einigermaßen leicht. Es ist ein einfaches Wandern, und die Steigung macht noch keine Mühe. Doch schon bald wird es steiler und anstrengender. Es kostet zunehmend Kraft und erfordert Geschick, sich den Berg emporzuarbeiten. Manch einem wird es zu anstrengend, er kehrt um und beschränkt sich wieder auf die bloße Anschauung des Berges.

Manch andere kehren um, um unten zu berichten, was sie entdeckt haben. Sie haben vielleicht den versteckten Eingang zu einer Höhle und dort fantastische Tropfsteine oder kostbare Mineralien gefunden. Berauscht von diesen Schönheiten eilen sie hinunter ins Tal und erzählen davon. Doch auch sie werden als Lügner abgetan, und nur wenige glauben ihnen. Die Fachleute erklären, man könne keine Höhle sehen, und deshalb könne es auch keine geben.

Wieder andere halten an besonders schönen Fleckchen des Berges inne und bleiben dort, genießen die Aussicht hinab in die Ebene und den erhabenen Blick hinauf zum nahen Gipfel.

Doch dann gibt es auch die anderen, die Verwegenen, die Abenteurer, die sich von keiner Mühe oder Gefahr schrecken und von keiner Schönheit ablenken lassen. Sie wollen den Berg bezwingen und den Gipfel erreichen, komme, was da wolle.

Sie brauchen viel Kraft und Geschick, und ein ums andere Mal stoßen sie an ihre Grenzen, stecken in einer Steilwand fest, geraten in Sturm und Gewitter oder müssen sich durch Schnee und Eis emporkämpfen. Doch nichts kann sie aufhalten, nichts sie von ihrem Ziel abbringen. Immer vertrauter wird ihnen der Berg, immer tiefer erspüren sie sein Wesen und seine Kraft. Je höher sie steigen, umso klarer und frischer wird die Luft, immer mehr Glück und Freude erfüllt ihre Herzen, und sie wollen gar nicht mehr zurück in die Tiefe, wollen weiter, höher, wollen endlich den Gipfel erklimmen.

Und schließlich, nach langem, kräftezehrendem und mühevollem Aufstieg, der ihnen alles abverlangt hat, stehen sie oben auf dem Gipfel, blicken hinunter in die Ebene, schauen alle Seiten des Berges, sehen, wie weit er sich in alle Richtungen erstreckt, und erahnen, wie groß und mächtig er in Wahrheit ist, viel größer und mächtiger als alle Theorien sämtlicher Fachleute ihnen glauben gemacht haben. Und sie sinken in die Knie vor Ehrfurcht und neigen ihre Häupter. Unaussprechlich ist das Erleben in ihren Herzen.

Nun sind sie die wahren Fachleute. Sie kennen den Berg wirklich, haben die Höhen und Tiefen, die Gefährnisse und Schönheiten erlebt. Sie haben ihn gefühlt, geschmeckt, die Wiesen mit den duftenden Blumen durchwandert, den Geruch der Tannen und Fichten in sich aufgesogen, sich an Felsen und Steilhängen emporgekämpft, Gletscher überwunden und den Gipfel erklommen. Sie sind die Meister des Berges, die den Berg nicht nur aus der Ferne beobachten, ihn nicht nur theoretisch erkunden, sondern ihn erlebt und sich von seiner Majestät überzeugt haben.

Und oben auf dem Gipfel treffen sie andere Bergsteiger, die von anderen Seiten auf anderen Wegen den Berg erklommen und das gleiche Ziel erreicht haben wie sie, und sie alle einen sich zu einer großen Bruderschaft, einer großen Familie. Am liebsten würden sie alle auf dem Gipfel bleiben und dieses unaussprechlich große und erhabene Erleben für alle Ewigkeit genießen.

Doch ihre Gedanken werden hinuntergezogen in die Tiefe, zu den Menschen in den Tälern, in den Städten. Und eine Liebe entbrennt in ihnen. Sie wollen helfen, wollen auch die anderen Menschen auf den Berg führen und ihnen dieses großartige Erleben ermöglichen. Und so machen sich einige von ihnen auf den Abstieg, kehren zurück in die Tiefe und berichten von ihren Erfahrungen. Sie werden zu Bergführern, sammeln die Menschen um sich, die auch den Berg besteigen wollen, und führen sie hinauf, helfen ihnen in den Gefahren und zeigen ihnen die Schönheiten. Und so steigen immer mehr aus den Tiefen empor, hinauf auf den Berg und lernen ihn wirklich kennen und lieben ...

Die Höhenstufen des Geistes

So wie in diesem Bild ist es auch mit Gott und den Menschen. Die Fachleute in der Tiefe kennen ihn nur in der Theorie. Sie studieren alte – oder auch neuere – Schriften, stellen Überlegungen an, zimmern sich ihre eigenen Gedankengebäude und schaffen sich ihr eigenes Gottesbild, pressen Gott in ihre kleinen Vorstellungswelten und meinen, sie hätten Ihn erfasst. Alles, was nicht zu ihrer Vorstellung passt, lehnen sie ab und bezeichnen ihr Gottesbild als das alleinrichtige und alleinseligmachende.

Doch das alles hat keinen Wert. Der Mensch kann nur dann zu Gott finden, wenn er sich tatsächlich auf den Weg zu Ihm macht, wenn er Ihn erlebt, wenn er sich von Ihm und Seinem Dasein überzeugt. Es nutzt nichts, Ihn theoretisch zu kennen und sich theoretisch darüber auszulassen, man muss den Weg zu Ihm gehen, um Meister zu werden. Nur wer den Gipfel erklimmt, hat die Meisterschaft erreicht, ganz egal von welcher Seite er kommt und welchen Weg er wählt. Wichtig ist nur, dass er aufwärtsstrebt, sich nicht von seinem Ziel abbringen lässt und zum Gipfel vordringt.

Und so wie auf dem Gipfel des Berges die Bergsteiger zusammentreffen, die aus den unterschiedlichsten Richtungen auf den verschiedensten Wegen den Berg erklommen haben, so werden auch die Gottsucher am Ziel mit anderen zusammentreffen, die auf anderen Wegen gegangen sind, die aber das gleiche Ziel hatten. Und wie viele andere große Geister werden sie sagen: „Ich bin Christ, Buddhist, Hindu, Moslem und Jude.“

Der Wege sind viele, doch das Ziel ist das gleiche, und das Ziel ist Gott.

Hans Sterneder weist mit seiner Lehre vom Menschheits-Urwissen keinen Weg auf der einen oder anderen Seite des Berges, sondern – um im Bild zu bleiben – er gibt einen Überblick über die Höhenstufen, die auf allen Seiten des Berges gleich sind, und beschreibt, was das Entscheidende der einzelnen Stufen ist und wie sie am besten zu meistern sind.

Daher kann jeder Leser auf jeder Seite des Berges, also egal über welchen kulturellen oder religiösen Hintergrund er verfügt, die Schriften Hans Sterneders mit Gewinn für sein weiteres Leben lesen, kann sich von ihnen für seinen ganz persönlichen Weg zu Gott inspirieren und für sein eigenes Streben zur geistigen Meisterschaft motivieren lassen.

Ich wünsche jedem Leser, dass er sich von den Gedanken Sterneders begeistern lässt und sie als Ansporn nimmt, nicht nur den Berg zu betrachten, sondern ihn auch zu ersteigen, nicht nur von der Meisterschaft zu lesen, sondern sie auch zu erringen, nicht nur über Gott nachzudenken, sondern Ihn zu erleben, zu Ihm zurückzukehren und schließlich ganz eins mit Ihm zu werden. Mit Ihm, der unser aller Schöpfer und Vater ist.

Thomas Eich

Die großeVerwandlung

„Um dein Werk zu wirken und erfüllen zu können, musst du Meister werden!

Meister aber ist keiner geworden durch Lehre.

Meister muss jeder werden durch eigene Tat!“

„Gehe unermüdlich und freudig den königlichen Weg der ,Großen Verwandlung‘, damit du die Wiedergeburt erlangst und auferstehen kann in dir der Meister und erfüllen sein großes Werk der Lobpreisung Gottes und der erlösenden Befreiung der Menschheit!“

Der Schlüssel zu Menschheitsglück und Erdenfrieden

Die Menschheit steht in tiefster Not des Leibes und der Seele und schreit nach Erlösung. Alle Welt sagt, dass sie in diese Not gekommen sei durch die Kriege. Das aber ist nicht wahr, oder besser gesagt: Es ist nur indirekt wahr.

Die wirkliche Ursache und Wurzel unseres ganzen Elends, aller Not, alles Leides, aller Friedlosigkeit und Unsicherheit sind nicht die zwei Weltkriege, sondern jenes Unselige, das diese Kriege erst schuf und hervorrief: unsere verkehrte, gott- und geistabgewandte Lebensanschauung und Lebensführung!

Wenn wir also wollen, dass alles Elend und die chaotische Friedlosigkeit ein Ende nehme, dann müssen wir uns von unserer gänzlich verkehrten Lebensanschauung befreien und uns umstellen und verwandeln, so wie eine schwerfällige, erdgebundene Raupe sich verwandeln muss, wenn sie ein entfesselter, dem Licht zuschwebender Schmetterling werden will.

Also: Wir müssen vom fesselnden Stoff zum befreienden Geist, vom Vergänglichen zum Unsterblichen, vom blinden Wahn zur schauenden Wirklichkeit, vom Dämon zu Gott gehen.

Nur auf diesem Wege kommen wir von unserem trügerischen, materialistischen Weltbild zur ewig unverrückbaren kosmisch-geistigen Erkenntnis und durch diese zur Befreiung und großen Verwandlung: zur geistigen Auferstehung und zum inneren und äußeren Frieden.

Das ist der Weg zur Überwindung aller Kriege und aller Not.

Einen anderen Weg zur Erlösung und zum Frieden, wonach alle Menschen schreien, gibt es nicht! In keinem Himmel und auf keiner Erde.

Es ist der uralte Erlösungsweg, den die Weisen aller Völker der Menschheit seit undenklichen Zeiten gehen.

Viele Menschen erhoffen sich diese Befreiung und den Völkerfrieden vom Staat. Das aber ist der zweite große Irrtum.

Der Staat kann die Erlösung und Gesundung nicht geben, da er das Ganze, das Unpersönliche, und somit das Außen darstellt.

Jede Heilung aber kann nur von innen, vom Teil, vom Einzelnen ausgehen.

Das Innere, der Teil, die Zelle des Volksganzen aber ist der Mensch!

Die Heilung des Staates kann somit nur von Einzelmenschen vollzogen werden.

Es ist beim Volkskörper wie beim Leib des einzelnen Menschen: Sind die Blutzellen gesund, ist der Staat gesund.

Wenn aber, wie in unserer Zeit, durch die verkehrte Lebensanschauung der Einzelmensch krank ist, so ist es selbstverständlich, dass auch der Staat bis ins Mark krank sein muss.

Darum muss die Heilung vom einzelnen Menschen ausgehen!