Der große Prinz und das Glück - Bernd Helge Fritsch - E-Book

Der große Prinz und das Glück E-Book

Bernd Helge Fritsch

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Beschreibung

Rund 80 Jahre nachdem Antoine de Saint-Exupéry, Schriftsteller und Flugpilot, dem „Kleinen Prinz“ in einer afrikanischen Wüste begegnen durfte, erscheint wieder ein „Prinz“ von einem anderen Stern auf unserer Erde. Es ist der „Große Prinz“, der hier auf unserem Planeten das Leben und das Glück der Menschen studiert. In diesem Buch wurden seine Erfahrungen und Erkenntnisse über das „Glücklich-Sein“ niedergeschrieben. Es ist ein Buch, das uns das „Wunder Leben“ mit neuen Augen betrachten lässt. Es ist ein Buch, das uns dem Geheimnis eines „tiefen und anhaltenden Glücklich-Sein“ näher bringt.

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Seitenzahl: 190

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Buch

Rund 80 Jahre nachdem Antoine de Saint-Exupéry, Schriftsteller und Flugpilot, dem „Kleinen Prinz“ in einer afrikanischen Wüste begegnen durfte, erscheint wieder ein „Prinz“ von einem anderen Stern auf unserer Erde. Es ist der „Große Prinz“, der hier auf unserem Planeten das Leben und das Glück der Menschen studiert.

In diesem Buch wurden seine Erfahrungen und Erkenntnisse über das „Glücklich-Sein“ niedergeschrieben.

Es ist ein Buch, das uns das „Wunder Leben“ mit neuen Augen betrachten lässt.

Es ist ein Buch, das uns dem Geheimnis eines „tiefen und anhaltenden Glücklich-Sein“ näher bringt.

Der Autor

Dr. Bernd Helge Fritsch war ursprünglich erfolgreicher Rechtsanwalt in Graz.

Vor rund drei Jahrzehnten hat er sich aus der Anwaltstätigkeit zurückgezogen und ist seither als Schriftsteller und spiritueller Lehrer tätig.

Er verbrachte viele Jahre auf Reisen vorwiegend in Asien und Südeuropa, lebte in buddhistischen und hinduistischen Klöstern, studierte und praktizierte Zen.

Insbesondere durch seine Bücher „Glücksbalance“, „Das Kleinod des Shankara“ und „Wu Wei“ ist Bernd H. Fritsch für einen großen Leserkreis als inspirierender Buchautor bekannt geworden.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Der große Prinz

2. Was ist Glück?

Was bedeutet Glück?

;

Ist Glücklich-Sein erlernbar?

;

Sich öffnen für das Glück

;

Die Glückskette

;

Glück und seine Haltbarkeit

;

Veränderung - Teil des Glücks

;

Glück braucht Kontraste

;

Leid und Glück

;

Nützlich sein

;

Der kleine Prinz

3. Es ist deine Entscheidung!

Deine Entscheidung zum Glück oder Unglück

;

Gedanken und Gefühle

;

Jetzt oder nie!

;

Das Zauberwort

;

Beharrlichkeit

;

Dein innerer Dialog

;

Gedanken lenken

;

Gedanken schaffen Wirklichkeit

;

Achtsamkeit

;

Bewusst atmen

4. Authentisch leben

Sich voll einbringen

;

Achte mehr auf das „Wie“ als auf das „Was“

;

Die Berufung erkennen

;

Jede Zelle leidet, wenn ihr nicht glücklich seid.

;

Selbstverwirklichung ein Egotrip?

;

Liebevoll „Nein“ sagen

;

Verlorenes Glück

;

Lebe deine Wahrheit

;

Den richtigen Boden finden

;

Genügend Zeit haben

5. Ziele – Motor des Lebens

Träume leben

;

Wünsche

;

Lebensziele

;

Schnelles Glück oder Glück durch Tun

;

Einsicht oder Leid

;

Willensstärke

;

Hindernisse

;

Gefordert sein

;

Loslassen

;

Misserfolge

6. Glück und Wachstum

Immerwährendes Wachstum

;

Gute Intuition – Gute Entscheidungen

;

Die innere Stimme

;

Zeichen

;

Geheimnis guter Entscheidungen

;

Glück und Spiritualität

;

Bewusstes Atmen

;

Die große Leere

7. Angst oder Vertrauen

Der Angst ins Auge schauen

;

Tod und Leben

;

Das Schauspiel von Werden und Vergehen

;

Die Essenz jedes Menschen

;

Es gibt für jedes Problem eine Lösung!

;

Widerstand gegen das, was ist

;

Das Schicksal macht keine Fehler!

;

Verantwortlich sein

;

Leichtigkeit

;

Hoffnungslos?

8. Anerkennung, Neid und Eifersucht

Sucht nach Anerkennung

;

Sich mit anderen vergleichen

;

Schuldgefühle

;

Neid und Eifersucht

;

Sich eins fühlen

9. Sich selbst lieben

Selbstliebe

;

Fehlerscanner

;

Sich selbst verpflichtet sein

;

Gesundheit, Fitness

;

Freundschaften

10. Erfüllte Partnerschaft

Liebe bedeutet Schönheit erkennen

;

Was mich stört, ist mein Problem!

;

Zu sich stehen

;

Der Seelenpartner

;

Lasst Raum zwischen euch

;

Muss Scheiden weh tun?

;

Angst vor Nähe

11. Dankbarkeit

Wofür kann ich dankbar sein?

;

Den Tag richtig beginnen und beenden

12. Auch Prinzen haben Heimweh

Der eigene Stern

;

Abschied

13. Neunundneunzig Leitsätze zum Glück

Quellenangabe

Buchempfehlungen

Vorwort

Dieses Buch versucht das Mysterium des Glücks zu beleuchten und Anregungen für ein glückliches und erfülltes Leben zu geben. Soweit nichts Neues. Die märchenhaften Gestalten des „kleinen Prinzen“, wie ihn Saint-Exupéry beschreibt und des „großen Prinzen“, dem wir in diesem Buch begegnen, bringen zum Ausdruck, dass unser Erdenleben mit einer höheren Dimension verbunden ist.

Unser Verstand allein reicht niemals hin, die Wunder und Geheimnisse des endlosen Universums, unserer Mutter Erde und unseres scheinbar so kurzen und unbedeutenden Lebens zu enthüllen. Dasselbe gilt für das Glück. Allein die Tatsache, dass wir Glück empfinden dürfen, ist ein unfassbares Phänomen. Wir können dieses „Glücklich-Sein“ weder anschauen, angreifen, messen, physikalisch oder chemisch analysieren und dennoch ist es da.

Letztlich vermag allein unser Herz, unsere Liebe und Hingabe, die unendliche Schönheit und Weisheit des Daseins zu ergreifen. Wie der Fuchs zum kleinen Prinzen sagt*:

„Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“1

Wer will nicht glücklich sein? Angenehme Gefühle zu erlangen und unerfreuliche, schmerzvolle Gefühle zu vermeiden, ist die Motivation aller menschlichen Handlungen. Selbst wenn wir völlig „selbstlos“ handeln, tun wir dies deshalb, weil wir uns dabei besser fühlen, als wenn wir liebevolles Tun unterlassen. Glücklich-Sein ist für alle Menschen das entscheidende Lebensthema überhaupt.

Wer glücklich ist, ist eine Freude für seine Umgebung, ist gesünder, lebt länger, arbeitet besser, ist kreativer, vermag mit mehr Hingabe zu lieben. Ich bin überzeugt, dass unsere wichtigste Herausforderung auf dieser Erde darin besteht: „immer umfassender, tiefer und anhaltender glücklich zu sein“. Wobei dies zweifellos ein lebenslanger Lernprozess ist.

Natürlich gibt es noch immer Leute, die das Streben nach Glück mit einem unnötigen Egotrip gleichsetzen. Doch mir gefallen dazu die Worte des Ludwig Macuse:

„Wer aber auf das Glücklich-Sein verzichtet, erfüllt sein Dasein nicht. Denn jeder ist, der Anlage nach: eine neue Variante des Glücks!“

Vor zwei Fehlern will ich den Leser warnen, denn sie könnten sein Glück beeinträchtigen:

Erstens, hüte dich davor, dich klein zu machen, dich zu verurteilen, wenn du erkennst, dass du im Glücklich-Sein noch nicht vollendet bist, dass du Fehler machst, dass du noch einiges lernen kannst. Niemand ist perfekt, doch jeder ist auf seine Weise vollkommen!

Ausnahmslos jeder macht Fehler. Ausnahmslos jeder darf lebenslang lernen und sich entfalten. Entwicklung kennt kein Ende. Lerne dich zu lieben, wie du bist! Fehler machen zu dürfen, ist ein Geschenk der Freiheit. Betrachte Fehler nicht als Schande, sondern als Chance für Veränderung!

Zweitens, glaube kein Wort von dem, was du in diesem Buch „hören“ wirst. Die folgenden Zeilen dienen nur dazu, dich anzuregen deine eigene Wahrheit zu finden. Nur die lässt dich umfassend glücklich sein. Wie der große indische Weisheitslehrer Jiddu Krishnamurti sagt: „Folgst du dem Licht eines anderen, so gehst du in die Finsternis!“

 

* Alle Zitate betreffend „Der Kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry stammen aus dem gleichnamigen Buch der Verlags-AG Die Arche, Zürich - genaue Quellenangaben auf Seite 150 dieses Buches

1. Der große Prinz

Wie der kleine Prinz erklärt, bedeutet Glück seinen ureigenen Stern zu finden. Lass mich dazu mit einer indiskreten Frage beginnen: Hast du schon deinen höchstpersönlichen Stern gefunden? Nein? Du weißt gar nicht, was das ist?

Jeder Mensch besitzt tief in seinem Herzen einen ureigenen Stern. Doch für viele Menschen ist dieser Stern verborgen und dadurch weit entfernt. Doch die Sterne leuchten, damit jeder seinen eigenen finden kann.

Davon spricht auch der kleine Prinz des Saint-Exupéry, doch davon erfährst du später mehr in dieser Schrift.

Ich bin überzeugt, dass wir in unserem Leben das magisch anziehen, wofür wir unser Herz geöffnet haben. So hatte ich in meinem Leben das große Glück mit einigen besonderen Weisheitslehrern zusammen zu kommen. Vielleicht wollte das Schicksal das so, weil ich seit meiner Jugend eine unbändige Sehnsucht verspüre den Sinn des Lebens zu erkennen.

Vielleicht bin ich auch deshalb einigen großartigen Menschen begegnet und durfte von ihnen lernen, weil ich Freude am Schreiben habe und gerne das, was ich selbst erfahren durfte, in meinen Büchern weitergebe.

Wir nehmen das wahr und begegnen dem, was wir durch unsere Aufmerksamkeit, unser Interesse und unsere „Wellenlänge“ bereit sind zu empfangen. Deswegen entsprechen auch unsere Lebensumstände stets unserem Denken, unserem Glauben, unserem seelischen Entwicklungsstand. In diesem Sinn ist die Welt, die wir rings um uns wahrnehmen, tatsächlich ein Spiegel unseres Innenlebens.

Viele Jahrzehnte hindurch begleitet mich die Frage: „ Wie können wir tiefes, anhaltendes Glück erfahren?“

Wie für den griechischen Philosophen Epikur, ist auch für mich das Denken im Dienste des Glücks, die wichtigste Angelegenheit des Daseins. Ich hätte kein Problem damit, wenn mich jemand als „süchtig“ nach den Geheimnissen des Glücks bezeichnen würde. Schließlich streben alle Menschen - bewusst oder unbewusst - nach etwas, das sie gelegentlich tief in ihrer Seele bereits erfühlt haben, nach Schönheit, Liebe, Freude und Geborgenheit.

Auf Grund meiner Leidenschaft die Rätsel des Glücks zu erforschen, habe ich sogar meine sehr erfolgreiche Tätigkeit als Rechtsanwalt beendet und bin vor rund 20 Jahren in die weite Welt aufgebrochen um zu studieren, wo sich das Glück findet.

Alle wollen glücklich sein! Doch die wenigsten machen sich dieses Bedürfnis bewusst und entscheiden sich eindeutig und in aller Klarheit dieses Ziel umzusetzen. Doch wie auch der „kleine Prinz“ des Saint-Exupéry sagt:

„Die Leute schieben sich in die Schnellzüge, aber sie wissen gar nicht wohin sie fahren wollen. Nachher regen sie sich auf und drehen sich im Kreis…“2

Die Schnellzüge fahren manchmal nach Orten mit Namen wie „Wohlstand“, „Ruhm“, „große Liebe“. Doch nach oft langer Fahrt dürfen die Reisenden erkennen, dass alle Bahnstationen, und seien sie noch so anziehend, nicht das ersehnte Glück bringen.

Es stimmt zwar, dass Reichtum das Unglücklich-Sein etwas angenehmer macht; und dass berühmt, beliebt und geliebt zu sein, unserem kleinen Ich sehr schmeichelt. Doch Reichtum, Erfolg, Ruhm und sogar die „große Liebe“ stellen sich auf Dauer als unbrauchbar heraus um aus einem wenig glücklichen Menschen einen anderen zu machen.

Die Frage stellt sich, gibt es überhaupt sinnvolle „Regeln“ für das Glück? Können wir lernen umfassend glücklich zu sein und dies auch anhaltend bleiben? Oder ist Glücklich-Sein eine reine Glücksache?

Wenn Glücklich-Sein erlernbar ist, so ist es erstaunlich, dass die meisten Menschen darüber weder im Elternhaus noch in der Schule zielklar unterrichtet wurden. So wissen die wenigsten Menschen über die Prinzipien des Glückes Bescheid.

Genau genommen waren all die großen „Religionsstifter“ wie Moses, Jesus, Buddha, Mohamed in erster Linie Glücksforscher und wollten die Menschen zum Glück führen. Sie nannten das Glück das „Reich Gottes“, das „Paradies auf Erden“ oder „Erleuchtung“. Leider haben sich ihre Nachfolger oft weit von der Glücks-Mission entfernt und haben die Religion als Mittel zur Macht, als Privileg für die Anhänger, als Vorwand für Abgrenzung und Streit missbraucht.

Aber zurück zu dem, was ich eigentlich berichten möchte. Dieses Buch erzählt die „Geschichte vom großen Prinzen“. Natürlich wird bei diesem Titel mancher Leser sofort an die wunderbare Erzählung des „kleinen Prinzen“ von Saint-Exupéry erinnert. Nun, trotz gewisser Ähnlichkeiten handelt es sich beim „großen Prinzen“ um eine andere und doch nicht ganz andere Geschichte, wie der Leser bald erfahren wird. Auch sind sich der große und der kleine Prinz schon einmal begegnet. Aber davon später.

Alle fühlen sich auf Joya wie Königskinder. Der große Prinz meint sogar, dass auch alle Menschenkinder eigentlich Prinzessinnen und Prinzen und somit königlich sind. Doch leider wissen das die wenigsten und so fällt es ihnen schwer ihr Königsdasein auch zu leben.

Die Joyaner haben eine ganz andere Gestalt als wir Menschen auf dem Planet Erde. Ihre Gestalt konnte mir der große Prinz nicht richtig erklären, weil es auf unserer Erde nichts Vergleichbares gibt. Am ehesten gleichen diese Wesen den Elfen, wie wir sie aus Märchenerzählungen kennen. Sie haben nicht so einen dichten Körper wie wir, sondern ihre Gestalt ist sehr fein, fast durchsichtig. Die Farbe ihres Körpers wechselt laufend, entsprechend dem, was diese Prinzen gerade denken und fühlen. Es sind wunderbar zarte, zum Teil ineinander fließende Farben, ähnlich wie wir sie von den Farben der Wolken und des Himmels bei besonderen Morgen- oder Abendstimmungen kennen. Sie reichen von zartem türkisblau bis zu rosa, orange, lila und dunkelrot. Zugleich sind diese Farben sehr transparent, in etwa wie die Farben eines Regenbogens.

Diese Prinzen sind nicht so erdverbunden wie wir Menschen, sondern können durch den Raum schweben, wobei sie keine Flügel benötigen. Es genügt, wenn sie sich vorstellen, wohin sie fliegen wollen und schon gleiten sie in diese Richtung.

In seiner Heimat ist der große Prinz so etwas wie ein Naturforscher. Sein Spezialgebiet ist die Erforschung des Lebens der Menschen auf der Erde. Die Joyaner befinden sich offenbar auf einer anderen Bewusstseinsstufe als wir Menschen. Ich will sie nicht als höher oder besser als unsere bewerten. Doch es kann sein, dass wir von ihrer Andersartigkeit manches lernen oder übernehmen könnten. So spannend und interessant wie für uns das Leben auf Joya ist, so sehr sind die Prinzen fasziniert von dem, was sie auf unserer Erde vorfinden, wie die Menschen hier leben, denken und fühlen.

Der Stern Joya befindet sich weit, weit von unserem Sonnensystem entfernt irgendwo in einer der vielen Galaxien, die es im unendlich großen Weltall gibt.

An der Universität, an der auch der große Prinz arbeitet, haben die Prinzen besondere Vorrichtungen um uns Menschen ebenso nahe beobachten zu können, wie wir beispielsweise mit der Hilfe von Spezialvorrichtungen und besonderen Filmkameras das Leben der Ameisen unter der Erde oder in einem Ameisenhügel aufnehmen und sodann betrachten können.

Bei ihren Forschungen auf dem Stern Joya sind die Wissenschaftler nach ihrer Meinung zu sensationellen, fast unglaublichen Ergebnissen gekommen, wie die Menschen auf der Erde denken und fühlen. Insbesondere wurde festgestellt, dass die Menschen sehr viele Ängste haben, sich über unfassbar belanglose Dinge Sorgen machen, sich streiten und bekriegen und insgesamt wenig glücklich sind.

Der große Prinz wurde vor circa sieben Jahren (nach unserer Zeitrechnung – die Prinzen selbst haben einen ganz anderen Zeitbegriff als wir) auf die Erde geschickt, um hier die Forschungsergebnisse, die von Joya aus erzielt wurden, an Ort und Stelle zu überprüfen und zu ergänzen. Für die Joyaner bedeutet es keine besondere Schwierigkeit sich auf irgendeinen anderen Stern im Universum zu beamen.

Um hier auf der Erde mit den Menschen in Kontakt zu treten hat der große Prinz - quasi zur Tarnung - menschliche Gestalt angenommen, wobei er sich entschloss ungefähr so hoch gewachsen zu sein, wie der 2,13 Meter große deutsche Basketballstar Dirk Nowitzki. Er dachte sich nämlich, dass er so einen bessern Überblick bei seinen Beobachtungen haben könnte. Er ist zwar mit seiner Körpergröße eine auffällige Erscheinung, doch wenn man ihm begegnet, erkennt man nicht, dass er ein Außerirdischer ist. Von seinem Mittelscheitel fällt glattes, dichtes, dunkelbraun glänzendes Haar bis zu seinen Schultern. Sein Gesicht hat eine leicht bronzefarbene Tönung. Unter dunklen Augenbrauen blicken neugierig zwei blassblaue Augen hervor, die an die staunenden Augen eines Huskie erinnern. Meist gut gelaunt, huscht immer wieder ein spitzbübisches Lächeln über seine Lippen.

Bekleidet mit Jeans, Jeanshemd, einer in bunten Farben leuchtenden Krawatte und weißen Sportschuhen wirkte er wie ein Student, der unbeschwert seine Uni-Zeit zu genießen versteht.

Ich traf den großen Prinzen „zufällig“ (der Prinz meint, es gibt keine „Zufälle“, weil alles im Universum bestimmten Gesetzen folgt) erstmals in der Sportabteilung eines großen Kaufhauses. Er hatte nämlich Schwierigkeiten für seine Fußgröße entsprechende Schuhe zu bekommen. So dachte er, dass er vielleicht bei den Sportschuhen für Basketballspieler passende Schuhe finden würde, weil es ja viele sehr große Basketballspieler gibt. Da ich selbst gerade dabei war mir im selben Kaufhaus neue Basketballschuhe zu kaufen, stießen wir vor einem Schuhregal fast zusammen und kamen auf diese Weise rasch in ein Gespräch. Die „Chemie“ zwischen uns beiden stimmte sofort. Sein Interesse war die Kultur, das Denken und Fühlen der Menschen auf dieser Erde zu erforschen und ich erkannte rasch, dass ich wieder einmal einer Persönlichkeit begegnen durfte, mit der ich mich wunderbar über mein Lieblingsthema: „ Glücklich-Sein und erfolgreich leben“ austauschen kann. So entwickelte sich eine Freundschaft, die mich reich beschenkte.

Der große Prinz erzählte mir viel über seine Beobachtungen und Forschungsergebnisse in Sachen „Erdenmensch“ und auch einiges darüber, wie die Prinzen auf Joya leben, denken und fühlen. Die Essenz der Gespräche wurde in diesem Buch in möglichst einfacher und kurz gefasster Form niedergeschrieben.

2. Was ist Glück?

In der Natur der Dinge gibt es nichts Zufälliges, sondern alles ist aus der Notwendigkeit der göttlichen Natur bestimmt, auf gewisse Weise zu existieren und zu wirken.

Baruch de Spinoza (1632 –1677)

Was bedeutet Glück?

Bernd Helge:

Die meisten Menschen haben sehr diffuse Vorstellungen darüber was „Glück“ bedeutet. Wie meinst du kann man das menschliche Glück beschreiben?

Großer Prinz:

Von „Glück haben“sprecht ihr, wenn euch ein oder mehrere günstige „Zufälle“ treffen. Hingegen bedeutet für euch „Glücklich-Sein“ sich in einem zufriedenen, freudigen Zustand zu befinden.

Interessant ist der Zusammenhang zwischen „Glück haben“ und „Glücklich-Sein“. Nicht glückliche Zufälle bewirken Glücklich-Sein - wie viele denken - sondern Glücklich-Sein bewirkt glückliche Zufälle! Es werden in diesem Fall Ursache und Wirkung verwechselt. Glückliche Menschen ziehen „gute Zufälle“ ebenso an, wie unglückliche Menschen vom Pech verfolgt werden.

Dazu kommt, dass glückliche Menschen äußere Ereignisse ganz anders beurteilen als diejenigen mit einer negativen Lebenseinstellung. Glückliche Menschen können die Geschenke und Schönheiten des Lebens viel besser erkennen und befinden sich daher in einer „anderen Welt“ als Pessimisten.

Glücklich-Sein bedeutet gute Gefühle zu haben. Dabei gibt es natürlich eine unendliche Auswahl an solchen Gefühlen, beginnend bei ruhigen, besinnlichen, zarten bis hin zu leidenschaftlichen, rauschhaften, überwältigenden. Mit jeder Lebenssituation, mit jeder Stimmung können andere Glücksgefühle verbunden sein.

Grundsätzlich glückliche Menschen sind vergleichbar mit Musikliebhabern. Ein begeisterter Musikfreund wird mit guter Musik immer Freude haben. Er trägt Musik als Grundstimmung seiner Seele ständig mit sich. Beim Hören oder Spielen von Musik empfindet er unendliche Varianten von angenehmen bis wunderbaren oder tief bewegenden Gefühlen. Wer hingegen Musik nicht leiden kann, der empfindet sie als unangenehmes, lästiges Geräusch.

Ein „fortschrittlicher Glücksmensch“ befindet sich überwiegend in einer glücklichen Grundstimmung. Er ist immer empfangsbereit für schöne Gefühle aller Art. Selbst wenn er einmal traurig ist, wenn er unangenehme oder leidvolle Erfahrungen macht, verliert er dabei nicht die Verbindung zu seinem Innersten, zu Liebe, Schönheit und Vertrauen.

Ist Glücklich-Sein erlernbar?

Bernd Helge:

Ist Glücklich-Sein erlernbar oder ist es eine Frage der Veranlagung oder der Kindheitsprägungen, ob jemand eher zum Fröhlichsein oder zu Pessimismus neigt?

Großer Prinz:

Glücklich zu sein ist eine hohe Kunst. Und wie jeder Maler seinen besonderen Stil hat, so lebt und empfindet jeder Glück auf seine besondere Weise.

Die Begabung zum Glücklich-Sein ist jedem Menschen in die Wiege gelegt. Um allerdings ein großer Künstler zu werden ist neben Begabung auch Fleiß erforderlich. Veranlagung und Erziehung spielen sicher eine wesentliche Rolle für eure Denk- und Lebensgewohnheiten. Gewiss können Eltern die Glücksfähigkeit ihrer Kinder fördern oder behindern. Doch ihr solltet nicht glauben, dass eure Eltern „Schuld“ tragen an eurem Unglücklich-Sein. Vergesst eure Opferrolle! Wie Jean-Paul Sartre sagt:

„Man ist nicht das, was die Eltern aus einem gemacht haben, sondern das, was man aus dem macht, was die Eltern aus einem gemacht haben!“

Jeder Erwachsene kann an seiner Glücksempfänglichkeit arbeiten, kann seine anerzogenen Gewohnheiten formen und abändern. So sehr Jammern und Selbstmitleid das Unglück verstärken, so sicher führt aktive, selbstbewusste Veränderung zum Glück.

Viele sind der Ansicht, dass äußere Umstände darüber entscheiden, ob sie mehr oder weniger glücklich sein dürfen oder unglücklich sein müssen. Sie glauben, Glücksgefühle kommen und gehen wie das Wetter: Nach Sonnenschein kommt Regen und umgekehrt. „Und außerdem wird das Wetter immer schlechter!“ Sie sind der Meinung, dass sie keinen Einfluss darauf haben, ob sie ein glückliches Leben führen oder nicht. Diese Überzeugung hat allerdings fatale Konsequenzen. Denn die Folge ist, dass sich diese Leute hilflos fühlen, zu Depressionen neigen und keine Energie haben um ihr Glück selbst zu steuern. Wer glaubt, sein Glück nicht bestimmen zu können, für den wird dieser Glaube traurige Wirklichkeit.

Es stimmt, dass Gefühle wie Liebesempfinden oder Freude nicht „gemacht“ werden können. Glücksgefühle stammen aus der Ur-Essenz eures Seins. Es ist nicht notwendig, sie zu „machen“. Doch Gefühle sind lenkbar und bestimmbar durch eure Gedanken. Wenn ihr also eure Gedanken beherrschen und lenken könnt, so könnt ihr auch über euer Glück bestimmen. Richtig denken im Sinne von „glücklich“ denken ist sowohl machbar, als auch erlernbar.

Die menschliche Freiheit bedingt, dass ihr nicht glücklich sein müsst, doch ihr könnt es jederzeit. Das bestätigen alle großen Weisheitslehren.

Sich öffnen für das Glück

Bernd Helge:

Manche warten vergeblich ein Leben lang auf den Traumpartner, der sie glücklich machen wird, auf den Traumjob, auf eine große Erbschaft oder einen Lottogewinn oder gar auf die ultimative Befreiung durch irgendeinen Guru.

Großer Prinz:

Es sind niemals großartige Begebenheiten, die jemanden, der wenig glücklich ist, dauerhaft glücklich machen. Denn das Glücklich-Sein kommt nicht von außen. Die Fähigkeit zum Glück ist für jeden Menschen eine wunderbare Mitgift für sein ganzes Leben. Allerdings ist das persönliche Glücklich-Sein oft verschüttet durch Ängste, falsche Erwartungen, negative Denkmuster. Glücklich-Sein erlangt ihr schlicht und einfach dann, wenn ihr euch an diese Mitgift erinnert und euch für das stets vorhandene Glück öffnen könnt.

Ihr müsst nichts außerhalb von euch selbst erreichen, um glücklich zu werden. Das sollte euch Zuversicht geben. Weil das Glück kein Ding ist, lässt es sich auch nicht durch heftiges Bemühen erzwingen. Ganz im Gegenteil, je mehr ihr einem äußeren Glück nachjagt, desto sicherer wird es euch entwischen. Um Glück zu kämpfen macht unglücklich.

Ihr werdet hingegen rings um euch Glück finden, wenn ihr es versteht euren „Glücksscheinwerfer“ einzuschalten. Dieser Scheinwerfer sendet ein Licht aus, welches die äußeren Dinge und Ereignisse plötzlich anders erscheinen lässt. Durch sein Licht könnt ihr Schönheit und Erfreuliches besser erkennen und selbst Leid und unerfreuliche Dinge versteht ihr besser einzuordnen.

Ihr dürft bei eurer Glückssuche bei euch selbst beginnen. Wer sich selbst, seine wahre Natur findet, der öffnet sich für anhaltende glückliche Gefühle.

Wenn ihr unglücklich seid, so liegt das Problem immer bei euch. Ihr vermeint unglücklich zu sein, weil euch dies oder jenes stört, beunruhigt oder verzweifeln lässt. Doch in Wirklichkeit machen diese äußeren Umstände nur sichtbar, dass ihr mit euch selbst nicht zurecht kommt.

Viele Menschen versäumen das kleine Glück, weil sie auf das große vergeblich warten!

Die Glückskette

Bernd Helge:

Erklär´ bitte genauer wie dieser Glücksscheinwerfer funktioniert!

Großer Prinz:

Anhaltend glückliche Menschen haben bei ihrer Arbeit, in ihrem Alltag stets Zeit und Achtsamkeit für die vielen kleinen Schönheiten, Geschenke und Wunder ringsum und sind dafür dankbar. Sie sind auch dankbar, dass sie Aufgaben haben und für andere „ nützlich“ sein können.

Glück ist eine endlose Reihe von kleinen und größeren Momenten der Freude. Diese gilt es mit dem Scheinwerfer zu erfassen. Der Schalter zum Glück ist eine Entscheidung. Darüber sprechen wir später etwas ausführlicher.

Anhaltendes Glücklich-Sein ist ähnlich einer bunten, schlichten und doch herrlichen Halskette bestehend aus lauter schönen Steinen mit Namen wie: Schönheit wahrnehmen, Geborgenheit fühlen, jemandem vertraut sein, ein Lächeln, eine freundliche Geste, getane Arbeit, Duft einer Blume, heller Sonnenstrahl, eilende Wolke, Regentropfen, Wasserpfütze, Herbstblatt im Wind...