Der kleine Albert -  - E-Book

Der kleine Albert E-Book

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Beschreibung

Dieses Buch ist eine Sammlung unterschiedlichster magischer Schriften und Rezepte. Zum einen findet man in magisch-okkulten Kapiteln vieles über Gnome, Elementargeister und Alraunen sowie die Bereitung von Talismanen für Glück, Gesundheit und Erfolg. Einfache Hausmittel, z. B. für die Jagd oder Rezepte für Gewürzweine sind ebenso gesammelt worden wie Liebeszauber und Heilmittel gegen viele Krankheiten oder um das Leben zu verlängern und die Jugend zu erhalten. Weiterhin finden sich sympathisch magische Hausmittel und alchemistische Experimente in dem Buch. Viele Rezepte sind ziemlich gefährlich und gesundheitsschädlich - andere muten einfach nur kurios an. Der Autor tritt als Herausgeber und Übersetzer einer lateinischen Schrift auf. Er gibt zu, nicht alles selber erfunden zu haben und bezieht sich auf ältere Schriften und auf "die größten Philosophen", von denen er einige "Geheimnisse" übernommen habe. Durchaus fließen alte Rezepte, Talismane und Ideen ein, so begegnen uns Adaptionen und Zeichnungen alter Traktate von Agrippa, Paracelsus, Cardano etc. aus dem 16. Jahrhundert. Das Buch kann bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Die erste Druckfassung erschien in Frankreich im Jahre 1688. Hauptsächlich haben wir uns an die Fassung von 1704 gehalten. Der Appendix stammt aus Ausgaben nach 1704. Da dieser in fast allen späteren Ausgaben angehangen wird, haben wir ihn ebenfalls beigefügt.

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Seitenzahl: 177

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Die Schatzkiste wundervoller Geheimkünste der natürlichen Magie und der Kabbala

vom kleinen Albert

Genau aus dem original Lateinischen übersetzt, mit dem Titel

ALBERTI PARVI LUCII

Das Buch der wunderbaren Geheimnisse der Natur

Bereichert durch mehrere mysteriöse Figuren, um Talismane herzustellen, mit der Art und Weise, wie diese zu bereiten sind.

Genf, 1704

Inhalt

Die Geheimnisse, die in diesem kleinen Schatz enthalten sind.

Vorwort

Ein Hinweis, den Sie lesen sollten.

Der Schatz der wunderbaren Geheimkünste.

Die Talismane des Paracelsus.

OMOUSIN ALBOMATATOS.

Die Stunden am Tage und in der Nacht.

Seltsame, bewährte Geheimnisse

Wunderbare Geheimmittel

Vorwort

Das uns vorliegende Buch ist eine Sammlung unterschiedlichster magischer und naturphilosophischer Schriften und Rezepte. Zum einen sind es klassische Themen sympathisch magischer Hausschätze, ähnlich denen der Mosesbücher, zusammen mit Liebeszauber, medizinischen Traktaten und Schatzgräberritualen und der Bereitung von Talismanen. Aber auch magisch philosophische Abhandlungen und einfache Anekdoten vermeintlich magischer Experimente, die der Autor als Schwindel aufgedeckt hat, finden sich hier. Der Autor, der angibt nahezu alle Mittel selber durchgeführt zu haben, erweist sich als ein Praktiker. Das bezeugen allein seine alchemistischen Abhandlungen. Das Buch gibt einen Querschnitt des magischen Denkens und der Hausmittel jener Zeit wieder. Teils sind sie jedoch ziemlich gefährlich und gesundheitsschädlich – andere muten einfach nur kurios an.

Der Titel "Le Petit Albert" ist eine Anspielung auf den "Großen" also Albert der Große, der im 13. Jahrhundert lebte. Schon früh wurden ihm magische Schriften zugeschrieben. Der Autor versucht schon zu Beginn der Schrift gar nicht den Mythos aufrechtzuerhalten, dass dieses Buch aus dem 13. Jahrhundert stammt. Vielmehr tritt er als Herausgeber und Übersetzer einer lateinischen Schrift auf. Der Autor, dessen Name nicht genannt wird, gibt zu, nicht alles selber erfunden zu haben, sondern dass er sich auf ältere Schriften bezieht. Er beziehe sich auf "die größten Philosophen", von denen er einige "Geheimnisse" übernommen habe. Durchaus fließen alte Rezepte, Talismane und Ideen ein; so begegnen uns Adaptionen und Zeichnungen alter Traktate von Agrippa, Paracelsus, Gerolamo Cardano etc. aus dem 16. Jahrhundert. Das Buch kann bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Allein da Schusswaffen erwähnt werden, ist die Schrift wohl kaum älter. Die erste Druckfassung erscheint in Frankreich im Jahre 1688. Hauptsächlich haben wir uns an die Fassung von 1704 gehalten. Der Appendix stammt aus Ausgaben nach 1704. Da dieser in fast allen späteren Ausgaben angehangen wird, haben wir ihn ebenfalls beigefügt.

2013, Christian Eibenstein

Ein Hinweis, den Sie lesen sollten.

Dies hier ist eine Neuauflage des Buches „wunderbare Geheimnisse des kleinen Albert“, bekannt aus dem Lateinischen unter: „Alberti Parvi Lucii Libellus de mirabilibus naturae Arcanis“, der Autor, dem es zugeschrieben wird, war einer jener großen Männer, die von ignoranten Menschen der Magie beschuldigt wurden; (es war früher das Schicksal aller großen Geister, die Außergewöhnliches in der Wissenschaft erreichten, als Zauberer behandelt zu werden.) Dies ist vielleicht der Grund, warum der kleine Schatz mittlerweile so selten ist, denn weil Abergläubische Bedenken hatten, ihn zu verwenden, ging er fast verloren, doch ein edler Mann von Welt war neugierig (wie man versicherte) und bot mehr als tausend Gulden für ein einziges Exemplar; erst kürzlich entdeckten wir ihn in der Bibliothek eines großen Mannes wieder, der freundlicherweise der Öffentlichkeit diesen reichhaltigen Schatz nicht vorenthalten wollte. Es kann also jetzt für einen geringen Preis erstanden werden, ist nützlich und kann mit großem Gewinn verwendet werden. Wir haben es vorgezogen, die alte und ein wenig höfliche Sprache des Buches so zu belassen, wie wir sie vorgefunden haben, und nichts zu ändern, aus Sorge, die wahre Bedeutung zu entstellen. Außerdem wirst du sicher nicht böse sein, dass wir am Ende von diesem Schatz ein paar wunderbare Geheimnisse von einer Person mit großer Erfahrung hinzugefügt haben; und wie es oft in diesem Buch erwähnt wird, haben wir einige Geheimnisse über die Stunden der Planeten dargelegt, so findet man am Ende des Buches Tabellen, die die Zeit des Sonnenaufgangs für jeden Tag des Jahres angeben, damit man sich nicht in der Stunde täuscht, an dem jeder Planet regiert: Denn du solltest wissen, die erste Stunde rechnet man ab dem Sonnenaufgang, und nicht ab Mitternacht, wie manche irrtümlich behauptet haben.

Der Schatz der wunderbaren Geheimkünste.

Der wahrhaft Wissbegierige, der nach den Geheimnissen der seltensten und verborgensten Natur strebt, muss mit aufrichtigem Herzens die Augen des Verstandes vor dem öffnen, was ich mit großer Sorgfalt und Genauigkeit in diesem kleinen Buch gesammelt habe.

Dieses kann durchaus als ein universeller Schatz bezeichnet werden, weil doch der kleinste Raum die Wunder birgt, die der ganzen Menschheit zur Freude dienen, dem Edelmann wie dem Bürger, dem Kaufmann aus der Stadt wie dem Bauer vom Land, dem Krieger aber auch dem Friedlichen, dem Knappen wie dem Hausmädchen, der Schwangeren wie der Jungfrau, und vor allem dem guten Hausvater; sie werden aus meiner Erfahrungen zu ihrem Vorteil schöpfen, um ihre lebhaftesten Verlangen und ihre sehnlichsten Wünsche zu erfüllen.

Um allerdings eine gewisse methodische Ordnung in mein Werk zu bringen, und es für meine Leser nützlicher und angenehmer zu gestalten, werde ich die Themen jeweils getrennt behandeln, damit eine undifferenzierte Vermischung keine Verwirrung stiftet; ich meine damit, wenn ich zum Beispiel Geheimnisse der Liebe und des Krieges behandele, gebe ich sofort und ununterbrochen alles zu diesem Thema an; oder wenn es eine natürliche Verbindung gibt und ich an anderer Stelle weitere Geheimnisse zur Liebe oder zum Krieg passend angebe, so weise ich meine Leser darauf hin, und sage ihnen, wo sie diese Geheimnisse finden können.

Es ist ebenso wichtig, meine Leser darüber in Kenntnis zu setzten, dass – so erstaunlich die Geheimnisse auch sind, die ich ihnen in dieser kleinen Sammlung präsentiere – sie doch nicht über die geheimen Kräfte der Natur hinausgehen, das heißt, über die aller lebenden Geschöpfe, die in diesem riesigen Universum verstreut sind, ob im Himmel, in der Luft, an Land und im Wasser. Denn so steht es geschrieben, dass die Weisen durch die Weisheit die Sterne herrschen sollen, und uns ist gewiss, dass die Sterne durch ihren Einfluss dem Weisen, der Kenntnisse über ihre Einflüsse hat, nützlich sind.

Allerdings ist es notwendig, um den Einfluss der Sterne zu kennen, dass man ihre günstigen Konstellationen erkennt, als Aspekte oder als Bild, ihren Eintritt und ihren Aufenthalt in den himmlischen Zeichen. Was unter dem Begriff Sterne im Allgemeinen verstanden wird, sind die Planeten, die ihren eigenen Wochentag haben, Sonne für Sonntag, Mond für Montag, Mars für Dienstag, Merkur für Mittwoch, Jupiter für Donnerstag, Venus für Freitag, Saturn für Samstag.

Diejenigen, die nicht die erhabenen Wissenschaften der Philosophie und Astronomie studieren konnten, fragen Astrologen oder verwenden einen guten Kalender, wenn sie an einem Geheimnis arbeiten, das mit einem Aspekt oder einer Konjunktion der Sterne zusammenhängt, damit die Genauigkeit, die für das Werk wichtig ist, zu einem guten, nützlichen und förderlichen Ergebnis der Operation führt.

Man kann den wunderbaren Geheimnissen, die ich hier wiedergebe, keine Magie oder Teufelswerk nachsagen, auch wenn bestimmte Wörtern oder Figuren verwendet werden, so sind ihre enthaltene Kraft und Wirksamkeit unabhängig von Zauberei, so wie die alten weisen Hebräer sie in ihrer großen Religion verwendet haben. Die Geschichte und die Chroniken Frankreichs lehren uns, dass Karl von einem Papst ein kleines Buch empfangen hat, das ganz aus geheimnisvollen Figuren und Worten bestand, die diesem Fürsten erfreulicherweise bei zahlreichen Gelegenheiten diente, und dieses kleine Buch hatte den Titel enchiridium Leonis papæ1. Die Wunder, die in diesem kleinen Buch wiedergegeben werden, wurden zu Gunsten aller vollbracht, die es als lobenswerte sahen, sie haben den Ruhm des Buches gesichert, trotz all derer, die es als abergläubisch verschrien haben.

Zum Schluss möchte ich meine Leser darauf hinweisen, dass sie nichts gewöhnliches und triviales in diesem kleinen Buch finden werden, es ist wie ein Extrakt und ein Elixier, es unterstützt und perfektioniert die Natur in ihrer Kunstfertigkeit durch ihre wunderbarsten und okkultesten Kräfte. Ich lasse mich nicht zu der Eitelkeit verführen, alles als mein Eigentum oder meine Erfindung auszugeben. Ich gebe unumwunden zu, dass ich mich aus den Schriften der berühmtesten Philosophen bedient habe, die mit bewundernswertem Fleiß alles durchdrungen haben, was die Natur an Geheimnisvollen hat und am meisten versteckt. Es ist wahr, dass ich hier nichts leichtsinnig unterbreite, denn es gibt fast nichts, was ich nicht mit Vergnügen selbst ausprobiert zu habe.

Die Liebe zwischen Mann und Frau.

Hippomanes.

Es gibt für den Menschen nichts natürlicheres als zu lieben und geliebt zu werden, deshalb beginne ich meinen kleinen Schatz der Geheimkünste, um zu diesem Ziel zu gelangen, und ohne erst Venus und Amor anzurufen, die die beiden dominierenden Gottheiten dieser edlen Leidenschaft des Menschen sind. Ich würde sagen, dass Mutter Natur, die alles für den Menschen tut, jeden Tag viele Kreaturen hervorbringt, die für den Erfolg in der Liebe hilfreich sind. Oft findet man an der Stirn eines weiblichen Fohlens ein Stück Fleisch, wovon ich hier eine Abbildung wiedergebe, dafür gibt es eine wunderbare Verwendung, um Liebe zu stiften. Denn wenn man das Stück Fleisch, das die Alten Hippomanes2 nannten, in einem neuen, gut glasierten Topf in einem Brennofen trocknet, aus dem aber das Brot herausgezogen sein muss, trägt man es bei sich, und wenn es von der Person berührt wird, die wir lieben wollen, haben wir Erfolg. Kann man es einrichten, dass die Person davon nur die Größe von zwei Erbsen mit einer Flüssigkeit, Marmelade oder Kompott schluckt, dann ist der Effekt noch unfehlbarer. Und da der Freitag der Tag ist, der der Venus gewidmet ist, die über die Geheimnisse der Liebe regiert, ist es gut, an diesem Tag das Experiment durchzuführen. Siehe, was der berühmte Jean-Baptiste Porta3 sagte, was die überraschenden Eigenschaften des Hippomanes sind, um die Liebe zu entfachen.

Ein weiteres für die Liebe.

Entnimm dir Blut an einem Freitag im Frühling, gebe es in den Ofen, um es in einem kleinen Topf trocknen zu lassen, wie bereits erwähnt, zusammen mit den beiden Hoden eines Hasen und der Leber einer Taube. Pulverisiere alles ganz fein und lass ungefähr eine halbe Drachme4 davon die Person einnehmen, mit der du eine Absicht hegst, und wenn der Effekt nicht beim ersten Mal erfolgt, wiederhole es dreimal, und du wirst geliebt werden.

Ein weiteres für die Liebe.

Lebe mindestens fünf oder sechs Tage lang keusch, und am siebenten, der ein Freitag sein muss, essen und trinke eine Mahlzeit von hitziger Natur, die dich zur Liebe anregt, und wenn du dich in diesem Zustand befindest, führe ein ungezwungenes Gespräch mit dem Objekt deiner Leidenschaft, und sorge dafür, dass sie dir in die Augen schaut, und du in ihre, sei es nur für die Zeit eines Ave Maria: dann werden sich die Sehstrahlen treffen, diese mächtigen Vehikel der Liebe, sie dringen in das Herz ein, und die stolzeste und die kaltherzigste kann dir nicht widerstehen. Es ist ziemlich schwierig, ein schamhaftes Mädchen dazu zu bringen, einem Mann eine Zeit lang in die Augen zu schauen; aber man kann sie dazu bewegen, wenn man wie im Scherz sagt, man habe gelernt, ein Geheimnis aus den Augen zu erraten, ob sie bald heiraten werde, ob sie lange Zeit leben werde, ob sie in ihrer Ehe glücklich sein werde oder etwas anderes, was ihrer Neugierde schmeichelt, und sie hör nicht auf, den Mann anzublicken.

Ein weiteres für die Liebe.

Nimm einen goldenen Ring mit einem kleinen Diamanten, der noch nicht getragen wurde, seit er aus der Hand des Goldschmiedes kam, wickele ihn in ein kleines Stück Seide und trage ihn für neun Tage und neun Nächte zwischen Hemd und Haut über deinem Herzen. Am neunten Tag, vor Sonnenaufgang, graviere mit einem neuen Stichel das Wort Sheva in den Ring. Siehe zu, dass du dir Haare der Person besorgst, von der du geliebt werden willst, und binde sie mit dreien von deinen zusammen, dabei sprich: Oh Körper, kannst du mich lieben, und dass deine inbrünstig Absichten genauso erfüllt werden wie meine, durch die Kraft Sheva! Binde mit den Haaren einen Liebesknoten mit dem Ring fast genau in der Mitte des Knoten. Nachdem du ihn wieder in ein Seidentuch gewickelt hast, tragen ihn für weitere sechs Tagen auf dem Herzen, löse den Ring am siebenten Tag aus dem Liebesknoten, und schaffe es nun, dass der geliebte Mensch ihn annimmt. Die ganze Operation muss vor Sonnenaufgang nüchtern durchgeführt werden.

Ein weiteres für die Liebe.

Um nichts zu sagen, was die Sittlichkeit beleidigt, werde ich hier nichts wiedergeben, was ich von einem sehr geschickten Arzt zu lesen bekam, betreffend der Kraft des Spermas oder des Samens, um die menschliche Liebe zu erwecken, vor allem deshalb, da die Erfahrung nicht gemacht werden kann, ohne der Natur Gewalt anzutun, die uns aber genügend andere Mittel bietet. Daher habe ich stattdessen das Kraut, welches unter dem Namen Echter Alant bekannt ist, hier als Bild wiedergegeben.

Enula Campana.

Du muss es am Vorabend vom St. Johannistag5 nüchtern sammeln, im Monat Juni vor Sonnenaufgang, trockne es, zerreibe es mit grauem Ambra zu Pulver; nachdem du es neun Tage lang auf deinem Herzen getragen hast, lass es von der Person, von der du geliebt werden möchtest, schlucken, und der Erfolg wird sich einstellen. Das Herz einer Schwalbe, Taube oder Sperling, vermischt mit dem eigenen Blut der Person, die geliebt werden will, hat den gleichen Effekt.

Ein weiteres für die Liebe.

Ein Erfolg bei diesem Unterfangen kann auch mit Hilfe von Talismanen erlangt werden, die unter der Konstellation der Venus gefertigt werden, ich werde in diesem kleinen Buch später gestochene Modelle von sieben Talismanen abbilden, die unter der Herrschaft der sieben Planeten angefertigt werden können, und ich werde über die Art, wie dies zu tun ist, und über die Kräfte, die sie enthalten, sprechen. Betrachten wir das Thema, das von der Venus handelt. Diese Talismane wurden von den weisesten Kabbalisten gefertigt und richten sich nach den geheimnisvollen Zahlen und hieroglyphischen Figuren, entsprechend dem Planeten, aus denen sie ihre Eigenschaften beziehen, sie nennen es Tafel oder Siegel der Planeten oder der himmlischen Intelligenzen.

Ein weiteres für die Liebe.

Es gibt unter den Geheimnissen eines, das die weisen Kabbalisten den Liebesapfel nennen, und er wird folgendermaßen hergestellt. Gehe an einem Freitagmorgen vor Sonnenaufgang in einem Obstgarten, pflücken von einem Baum den besten Apfel; schreibe dann mit deinem Blut deinen Namen und Nachnamen auf ein kleines Stück weißes Papier, und in einer weiteren Zeile den Namen und Nachnamen der Person, von der du geliebt werden willst, und versuche nun drei ihrer Haare zu bekommen, und verbinde sie mit drei von deinen, so dass du die kleine Notiz, die du zuvor geschrieben hast, zusammen mit einer weiteren verbindest, auf dem das Wort Sheva steht, auch mit deinem Blut geschrieben. Spalte dann den Apfel in zwei Hälften, entnimm die Kerne und lege an ihrer Stelle die mit den Harren zusammengebundenen Zettelchen, und mit zwei kleinen spitzen Spießen aus Myrtezweige fügst du die beiden Hälften des Apfels wieder zusammen und lass ihn im Ofen trocknen, bis er hart und trocken ist, wie Dörräpfel in der Fastenzeit. Wickele ihn dann in Lorbeer- und Myrteblätter, und lege ihn unbemerkt unter das Kopfkissen des Bettes, wo die Geliebte schläft, und in kurzer Zeit erhältst du ein Zeichen ihrer Liebe.

Ein weiteres für die Liebe.

Es ist für einen Mann nicht genug, eine Frau nur vorübergehend oder einmal zu lieben, es muss eine fortgeführte und unauflösliche Liebe sein, und dazu braucht es ein Geheimnis, damit die Liebe der Frau sich nicht ändert oder erlischt. Dazu entnimm das Mark, welches du in dem linken Fuß eines Wolfes findest; mache eine Salbe mit grauem Ambra und Chypre-Pulver, trage die Salbe von Zeit zu Zeit auf, so dass die Frau dies riecht und sie wird dich mehr und mehr lieben.

Ein weiteres für die Liebe.

Es könnte schlimmsten Fall passieren, dass die Frau den Mann überdrüssig bekommt, wenn er den Akt der Venus nicht durchsteht, dann müssen die Vorkehrungen nicht nur darin bestehen, gute Nahrung zu sich zu nehmen, sondern sich auch durch die Geheimnisse stärken, die antike und moderne Forscher über die bewährten Wunder der Natur herausgefunden haben. Man muss, so sagen sie, einen Balsam aus Eidechsenasche, Johanniskrautöl und Moschus herstellen und sich den großen Zeh und die linke Niere eine Stunde vor dem Beginn des Aktes einsalben und man kommt zu Ehre und Freude im Spiel.

Ein weiteres für die Liebe.

Eine Salbe, bestehend aus dem Fett einer jungen Ziege, grauem Ambra und Moschus, führt zum gleichen Effekt, wenn damit die Eichel des Penis eingerieben wird, weil es ein Kribbeln erzeugt, und dies bereitet der Frau eine wunderbaren Freude beim Koitus.

Ein weiteres für die Liebe.

Wenn der Ehemann seine Frau gefühlskalt vorfindet, und sie an jeglichem Liebesspiel keinen Gefallen findet, gib folgendes zu Essen: Gänsehoden und Hasenbauch, schmackhaft gemacht mit feinen Gewürzen, und von Zeit zu Zeit Salat, zubereitet mit reichlich Rucola, Knabenkraut und Sellerie mit Rosenessig.

Gegen den Knotenzauber.

Unsere Vorfahren versicherten, dass der Vogel, der Grünspecht genannt wird, ein Allheilmittel gegen den Knotenzauber6 ist, wenn man ihn nüchtern gebraten mit gesegnetem Salz isst ... Wenn du den Rauch eines verbrannten Zahnes eines Mannes einatmest, der jüngst verstorben ist, wird der Zauber ebenfalls weichen ... Der gleiche Effekt tritt ein, wenn du Quecksilber in einen Haferstroh- oder Weizenstrohhalm gibst, und man diesen Halm aus Weizenstroh oder Hafer unter das Kopfkissen des Bettes legst, indem der schläft, dem der böse Zauber angetan wurde ... Werden Mann und Frau von einem Zauber heimgesucht, ist es notwendig, um geheilt zu werden, dass der Mann durch den Ehering pinkelt, der von der Frau gehalten wird.

Um einen Nestelband zu knüpfen.

Nimm die Rute7 eines Wolfes, der soeben getötet wurde, und nähere dich der Tür von demjenigen, dem du die Nestel knüpfen möchtest, rufe ihn bei seinem Namen, und sobald er antwortet, binde die Rute des Wolfes mit einem weißen Bindfaden, und er wird für den Akt der Venus unfähig sein, als wäre er kastriert. Die Erfahrung lehrt, um dies zu beheben oder diese Art der Verzauberung zu verhindern, trage man nur einen Ring, in dem das rechte Auge eines Wiesels eingefasst ist.

Um das übermäßigen Verlangen der Frau nach dem Akt der Venus zu mäßigen.

Pulverisiere die Genitalen eines roten Stiers und gebe von dem Pulver das Gewicht eines Talers in eine Brühe aus Kalbfleisch, Portulak8 und Lattich und gib es der begierigen Frau, und sie wird nicht mehr so aufdringlich sein, sondern sie wird eine Abneigung gegen alle venerischen Akte haben.

Gegen die Fleischeslust und um keusch zu leben.

Obwohl die mit Lattich und Portulak gewürzten Speisen nützlich sind, um die Glut der Begierde zu dämpfen, so finden wir doch diese nicht in allen Jahreszeiten vor, und wir können solcher Speisen überdrüssig werden, wie die Israeliten das Manna in der Wüste über hatten, deshalb hat uns die Natur viele andere Mittel zur Verfügung gestellt. Mache also ein Pulver aus Achat, gib es in einen Streifen Stoff, der in Wolfsfett getauchte wurde, und man umgürtet die Lenden mit diesem Band wie mit einem Gürtel, daneben trage der Mann das Herz einer männlichen und die Frau das einer weiblichen Wachtel, und es wird noch mehr Wirkung haben, wenn sie in einem Stück Wolfspelz gewickelt sind.

Um zu erfahren, ob ein Mädchen keusch ist oder ob sie berührt wurde und empfangen hat.

Nimm Gagat9 oder Pechkohle welches du zu einem ganz feinen Pulver zerreibst, lass das Mädchen davon das Gewicht eines Talers einnehmen und wenn das Mädchen berührt wurde, wird es für sie unmöglich sein, ihren Urin zu halten, und es wird unter sich gehen lassen: Wenn sie im Gegenteil keusch ist, wird sie mehr Urin als üblich halten. Gelber oder weißer Ambra10, aus dem man Ketten oder Rosenkränze fertigt, führen zum gleichen Ergebnis, wenn sie so vorbereitet werden, wie Gagat oder Pechkohle. Der Samen der Porzellanerde, Blätter und Wurzeln der Klette, pulverisiert und als Brühe oder in einer anderen Flüssigkeiten zu trinken gegeben, leisten die gleichen guten Dienste.

Ein weiteres zum gleichen Thema.

Nimm einen weißen Faden, miss damit die dicke des Halses des Mädchens, verdoppele die Länge, lass beide Enden mit den Zähnen des Mädchens halten, und ziehe den Faden aus, bis ihr Kopf hindurch passt, geht er leicht hindurch, ist es beschädigt, wenn es kaum geht, kannst du sicher sein, dass sie noch Jungfrau ist.

Um die verlorene Jungfräulichkeit wiederherzustellen.

Nimm eine halbe Unze geweihte venezianische Erde, ein wenig Milch aus Spargelblättern, eine viertel Unze salpetersaures Kali, aufgegossen mit Zitronensaft, oder mit dem Saft grüner Pflaumen, ein frisches Eiweiß mit etwas Hafermehl. Mache aus allem eine Kugel, die ein wenig fest ist, und führe sie in die Natur des entjungferten Mädchens ein, nach dem du sie mit Ziegenmilch aufgespritzt hast und salbe sie mit weißem, ungesottenem Pech ein. Bevor du das Geheimnis nicht vier oder fünf Mal ausgeführt hast, wird das Mädchen nicht die Mutter täuschen können, die sie untersucht. Spritzt man mehrere Tage die Natur des Mädchens mit Spargelwasser aus, destilliert mit Zitronensaft, hat dies die gleiche Wirkung wie die Salbe, die oben beschrieben steht.

Um zu verhindern, dass die Frau sich mit jemanden liederlich herumtreibt.