Der kleine Prinz - Antoine de Saint-Exupéry - E-Book + Hörbuch

Der kleine Prinz E-Book und Hörbuch

Antoine de Saint-Exupéry

5,0

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Beschreibung

Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry ist einer der zeitlosesten Klassiker der Weltliteratur und berührt seit Generationen Leser jeden Alters. Die poetische Geschichte über Freundschaft, Liebe und die Bedeutung des Herzens erzählt von einem kleinen Jungen, der verschiedene Planeten besucht und dabei auf außergewöhnliche Figuren trifft. Mit seiner einzigartigen Mischung aus Fantasie, Philosophie und feinem Humor lädt dieses Meisterwerk dazu ein, die Welt wieder mit den Augen eines Kindes zu sehen. Diese deutsche Ausgabe des weltberühmten Klassikers verbindet die magischen Originalillustrationen mit einer neu überarbeiteten, einfühlsamen Übersetzung, die den Zauber des französischen Originals perfekt einfängt. Das Buch eignet sich ideal als Geschenk für Kinder und Erwachsene, zum Vorlesen, zum Selbstlesen oder als hochwertige Sammler-Edition für Liebhaber zeitloser Literatur. Ob als liebevolle Erinnerung an die eigene Kindheit, als inspirierender Begleiter im Alltag oder als symbolisches Geschenk zu besonderen Anlässen - Der kleine Prinz ist ein Buch, das man immer wieder neu entdeckt.

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Seitenzahl: 72

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Zeit:1 Std. 46 min

Veröffentlichungsjahr: 2026

Sprecher:August Zirner

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Antoine de Saint-Exupéry

Der kleine Prinz

Antoine de Saint-Exupéry

Der kleine Prinz

Ins Deutsche übertragen von Marvin Haas

Die automatisierte Analyse des Werkes, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen gemäß §44b UrhG („Text und Data Mining“) zu gewinnen, ist untersagt.

1. Auflage 2026

© 2026 Marvin Haas

Layout und Satz: Marvin HaasIllustrationen und Covergestaltung: Marvin Haas

Übersetzung: Marvin Haas

Herstellung: epubli - ein Service der neopubli GmbH, Köpenicker Straße 154a, 10997 Berlin, Kontaktadresse nach EU-Produktsicherheitsverordnung: [email protected]

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Übersetzers

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Kapitel 25

Kapitel 26

Kapitel 27

Vorwort des Übersetzers

Der kleine Prinz gehört zu jenen seltenen Werken, die nicht einfach nicht altern wollen, die so zeitlos sind, dass Leserinnen und Leser jeden Alters berühren. Als ich mich an diese Übersetzung machte, hatte ich nicht vor, einen Klassiker neu zu erfinden. Ich wollte vielmehr jenem Ton gerecht werden, den Saint-Exupéry in seine Zeilen legte.

In keiner anderen Geschichte wird einem so bewusst, wie fragil Worte sind, wie leicht sie missverstanden werden können, und wie notwendig es ist, sie mit Sorgfalt zu tragen. Der kleine Prinz lernt, dass man nur mit dem Herzen wirklich sieht; ich habe beim Übersetzen gelernt, wie schwer es manchmal ist, das Herz einer Sprache in der anderen zum Klingen zu bringen.

Möge diese Übersetzung jene berühren, die sie lesen, so wie mich der Text berührt hat, während ich Satz für Satz darin weiterwanderte. Und möge sie im Sinne des kleinen Prinzen stets daran erinnern, dass das Wesentliche den Augen verborgen bleibt und nur mit dem Herzen erkannt werden kann.

Marvin Haas

Kapitel 1

Als ich sechs Jahre alt war, sah ich einmal ein wunderbares Bild in einem Buch über den Urwald, das „Erlebte Geschichten“ hieß. Es stellte eine Riesenschlange dar, die ein wildes Tier verschlang. Hier ist die Kopie der Zeichnung:

In dem Buch stand: „Die Riesenschlangen verschlingen ihre Beute im Ganzen, ohne sie zu zerkauen. Danach können sie sich nicht mehr bewegen und machen einen sechs Monate langen Verdauungsschlaf.“

Ich dachte damals lange über Abenteuer im Dschungel nach und es gelang mir schließlich, mit einem Farbstift meine erste Zeichnung anzufertigen. Meine Zeichnung Nummer 1 sah so aus:

Ich zeigte mein Meisterwerk den Erwachsenen und fragte sie, ob ihnen meine Zeichnung Angst mache.

Sie antworteten mir: „Warum sollte uns ein Hut Angst machen?“

Meine Zeichnung stellte aber keinen Hut dar. Sie zeigte eine Riesenschlange, die einen Elefanten verdaut. Also zeichnete ich das Innere der Riesenschlange, damit die Erwachsenen es verstehen konnten. Ihnen muss man immer alles erklären. Meine Zeichnung Nummer 2 sah so aus:

Die Erwachsenen haben mir geraten, die Zeichnungen von offenen oder geschlossenen Riesenschlangen sein zu lassen und mich lieber für Geographie, Geschichte, Rechnen und Grammatik zu interessieren. So gab ich im Alter von sechs Jahren eine vielversprechende Malerkarriere auf.

Ich war entmutigt durch den Misserfolg von Zeichnung Nummer 1 und Zeichnung Nummer 2. Die Erwachsenen verstehen niemals etwas von selbst, und es ist für Kinder ermüdend, ihnen immer und immer wieder alles erklären zu müssen.

Also musste ich einen anderen Beruf wählen und lernte, Flugzeuge zu steuern. Ich bin ein bisschen in der Welt herumgeflogen. Und die Geographie hat mir tatsächlich viel genutzt. Ich wusste auf den ersten Blick China von Arizona zu unterscheiden. Das ist sehr nützlich, wenn man sich in der Nacht verirrt hat.

So hatte ich im Laufe meines Lebens viele Begegnungen mit vielen ernsthaften Leuten. Ich habe viel unter den Erwachsenen gelebt und sie aus nächster Nähe beobachtet. Das hat meine Meinung aber nicht sonderlich verbessert.

Wenn ich einmal einen traf, der mir einigermaßen klarsichtig vorkam, machte ich an ihm das Experiment mit meiner Zeichnung Nummer 1, die ich immer bei mir trug. Ich wollte wissen, ob er wirklich so schlau war. Aber jedes Mal bekam ich dieselbe Antwort: „Das ist ein Hut.“ Also sprach ich weder von Riesenschlangen noch von Urwäldern noch von Sternen. Ich stellte mich auf seine Ebene. Ich sprach mit ihm über Bridge, Golf, Politik und Krawatten. Und der Erwachsene war hochzufrieden, einen so vernünftigen Mann kennenzulernen.

Kapitel 2

Ich hatte also ganz allein gelebt, ohne jemanden, mit dem ich wirklich hätte sprechen können, bis zu einer Panne in der Sahara, vor sechs Jahren. Etwas war in meinem Motor kaputtgegangen. Und da ich weder Mechaniker noch Passagiere an Bord hatte, machte ich mich daran, ganz allein eine schwierige Reparatur zu versuchen. Für mich ging es dabei um Leben oder Tod. Ich hatte kaum Wasser für mehr als acht Tage.

Am ersten Abend schlief ich im Sand ein, tausend Meilen von jeder bewohnten Gegend entfernt. Ich war einsamer als ein Schiffbrüchiger auf einem Floß mitten im Ozean. Ihr könnt euch daher meine Überraschung vorstellen, als mich beim Sonnenaufgang eine seltsame kleine Stimme weckte. Sie sagte:

„Bitte… zeichne mir ein Schaf!“

„Wie bitte?“

„Zeichne mir ein Schaf…“

Ich sprang auf meine Füße, als hätte mich der Blitz getroffen. Ich rieb mir die Augen. Ich schaute ganz genau hin. Und ich sah einen ganz außergewöhnlichen kleinen Kerl, der mich ernst ansah. Das ist das beste Porträt, das ich später von ihm machen konnte.

Aber meine Zeichnung ist natürlich viel weniger entzückend als das Original. Das ist nicht meine Schuld. Die Erwachsenen haben mich im Alter von sechs Jahren von meiner Malerkarriere abgehalten, weshalb ich nie gelernt hatte, zu zeichnen – außer geschlossene und offene Riesenschlagen.

Ich betrachtete dieses Wesen daher mit weit aufgerissenen Augen. Vergesst nicht, dass ich mich tausend Meilen von jeder bewohnten Gegend befand. Und dennoch wirkte mein kleiner Kerl weder verirrt noch todmüde, weder halb verhungert noch verdurstet noch verängstigt. Nichts an ihm sah aus wie ein Kind, das mitten in der Wüste verloren war, tausend Meilen von jeder bewohnten Gegend entfernt. Als ich mich endlich fassen konnte, sagte ich zu ihm:

„Aber… was machst du denn hier?“

Da wiederholte er ganz sanft, als ginge es um eine ernste Angelegenheit:

„Bitte… zeichne mir ein Schaf…“

Wenn etwas so rätselhaft beeindruckend ist, wagt man nicht zu widersprechen. So absurd es mir auch erschien, an einem Ort, so weit entfernt von jeglicher Zivilisation und in Lebensgefahr, holte ich ein Blatt Papier und einen Füllfederhalter aus meiner Tasche. Aber ich erinnerte mich daran, dass ich vor allem Geographie, Geschichte, Rechnen und Grammatik studiert hatte, und sagte dem kleinen Kerl (ein wenig gereizt), dass ich nicht zeichnen könne. Er antwortete:

„Das macht nichts. Zeichne mir ein Schaf.“

Da ich noch nie ein Schaf gezeichnet hatte, machte ich für ihn eine der beiden einzigen Zeichnungen, die ich beherrschte. Die von der geschlossenen Riesenschlange. Und zu meinem großen Erstaunen hörte ich den kleinen Kerl sagen:

„Nein! Nein! Ich will keinen Elefanten in einer Riesenschlange. Eine Riesenschlange ist sehr gefährlich, und ein Elefant ist sehr unhandlich. Bei mir ist alles sehr klein. Ich brauche ein Schaf. Zeichne mir ein Schaf.“

Also zeichnete ich:

Er schaute aufmerksam hin und sagte dann:

„Nein! Dieses da sieht schon sehr krank aus. Zeichne ein anderes.“

Also zeichnete ich:

Mein kleiner Freund lächelte freundlich, ein wenig nachsichtig:

„Du siehst doch… das ist kein Schaf, das ist ein Widder. Er hat Hörner…“

Also machte ich nochmals eine Zeichnung:

Aber auch diese wurde abgelehnt wie die vorherigen:

„Dieses ist zu alt. Ich will ein Schaf, das lange lebt.“

Also kritzelte ich – weil mir die Geduld ausging und weil ich endlich mit dem Auseinanderbauen meines Motors beginnen wollte – diese Zeichnung hier:

Und ich sagte:

„Das ist eine Kiste. Das Schaf, das du willst, ist darin.“

Zu meiner großen Überraschung erhellte sich das Gesicht meines jungen Kritikers:

„Genau so wollte ich es! Glaubst du, dass dieses Schaf viel Gras braucht?“

„Warum?“

„Weil bei mir alles sehr klein ist…“

„Es wird bestimmt ausreichen. Ich habe dir ein ganz kleines Schaf gegeben.“

Er beugte den Kopf über die Zeichnung:

„So klein nun auch nicht… Sieh nur! Es ist eingeschlafen…“

Und so machte ich die Bekanntschaft des kleinen Prinzen.

Kapitel 3

Ich brauchte lange, um zu begreifen, woher er kam. Der kleine Prinz, der mir viele Fragen stellte, schien die meinen zu überhören. Es waren von ihm nur zufällig geäußerte Worte, die mir nach und nach alles enthüllten. So fragte er mich, als er zum ersten Mal mein Flugzeug sah (ich werde mein Flugzeug nicht zeichnen, das ist eine Zeichnung, die viel zu kompliziert für mich wäre):

„Was ist das für ein Ding da?“