Der Mensch erschuf Gott - Marlon Baker - E-Book

Der Mensch erschuf Gott E-Book

Marlon Baker

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Beschreibung

Dieses Buch will niemanden seinen Glauben nehmen oder ihn davon überzeugen, dass er sich in die Irre hat führen lassen von Schriften, die von Menschenhand erschaffen wurden, um sich Dinge zu erklären, die man sich zur Zeit, als erste religiöse Schriften entstanden, schlicht nicht erklären konnte. Und so mussten Antworten auf die vielen Fragen gefunden werden, die sich der Mensch schon seit Urzeiten stellt. Woher komme ich? Warum existiere ich? Dieses Buch will als Denkanstoß verstanden werden, das nicht das Weltbild vieler Millionen Menschen aus den Fugen heben soll. Doch schon im Alter von 12 Jahren hinterfragte ich Religion im allgemeinen und begab mich selbst auf die Suche nach Antworten. Doch dabei wurden weitere Fragen aufgeworfen und letztendlich bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass der Mensch Gott erschuf, um sich vielerlei Dinge erklären zu können, aber auch, um einen Gesetzestext in den Händen zu halten, der heute noch Anwendung findet, wie ich an konkreten Beispielen darstellen werde. Dieses Buch ist in Zusammenarbeit mit vielen weiteren Autoren entstanden, die mir zu diesem Thema und Buchprojekt Texte zur Verfügung stellten, die jeweils einmal im Quartal ergänzt werden, sollten weitere Texte ins Buch aufgenommen werden, bzw. wird eine neue, überarbeitete Auflage erscheinen.

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Contents

Impressum

Einleitung und Vorwort

Gott als höhere Instanz

Das Paradies auf Erden

Die Schöpfung und seine Folgen

Gestatten, Gott, mein Name

Der Teufel in Menschengestalt

Und das Fegefeuer

Glaube und sein Ursprung

Da war doch noch wer

Auf ein Wort

Marlon Baker

Der

Mensch

Erschuf

Gott

nach

seinem

Ebenbild

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte Daten sind im Internet über ›http://dnb.d-nb.de‹ abrufbar.

1.Auflage / Dezember 2013

Die Originalausgabe erschien im Dezember 2013

im mysteria Verlag als Paperback und eBook

© 2013 mysteria Verlag / www.mysteria-Verlag.de

Publishing Rights © 2013 Marlon Baker

Alle Texte – ausschließlich der von Marlon Baker –

sind unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike»

verwendet worden, die auf wikipedia zu finden sind,

um weitere Recherchen anzustellen.

Buchsatz, Cover & Redaktion: www.AutorenServices.de

Coverillustration: © Marlon Baker

CreateSpace Independent Publishing Platform

ISBN-13: 978-1494323837

ISBN-10: 1494323834

Alle Rechte vorbehalten.

Einleitung und Vorwort

Dieses Buch will niemanden seinen Glauben nehmen oder ihn davon überzeugen, dass er sich in die Irre hat führen lassen von Schriften, die von Menschenhand erschaffen wurden, um sich Dinge zu erklären, die man sich zur Zeit, als erste religiöse Schriften entstanden, schlicht nicht erklären konnte. Und so mussten Antworten auf die vielen Fragen gefunden werden, die sich der Mensch schon seit Urzeiten stellt.

Woher komme ich? Warum existiere ich?

Dieses Buch will als Denkanstoß verstanden werden, das nicht das Weltbild vieler millionen Menschen aus den Fugen heben soll. Doch schon im Alter von 12 Jahren hinterfragte ich Religion im allgemeinen und begab mich selbst auf die Suche nach Antworten. Doch dabei wurden weitere Fragen aufgeworfen und letztendlich bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass der Mensch Gott erschuf, um sich vielerlei Dinge erklären zu können, aber auch, um einen Gesetzestext in den Händen zu halten, der heute noch Anwendung findet, wie ich an konkreten Beispielen darstellen werde.

Ich habe lange überlegt, wie ich diese Erkenntnis all jenen öffentlich machen soll, die ähnliche Erfahrungen machten, und so habe ich mich dafür entschieden, dieses Buch zu schreiben, und auch die dazugehörige Dokumentation (auf DVD erhältlich) zu produzieren, um wahrscheinlich ebenso vielen Millionen Menschen aus dem Herzen zu sprechen, die es jedoch nicht wagen, an diesem Konstrukt zu wackeln; oder befürchten, dass sie Repressalien ausgesetzt werden. Und natürlich hat das geschrieben Wort auch schon seit jeher eine Kraft (und Macht), derer auch ich mich bedienen will, wie so viele Menschen vor mir.

Nun, ich bin da hart im nehmen!

Schon oft bin ich auf Widerstand gestoßen, wenn ich allgegenwärtige (Wert-)Vorstellungen der Menschheit hinterfrage, und hier will ich Religion im allgemeinen unter die Lupe nehmen; auch wenn ich zu diesem Zweck Textstellen aus der Bibel wiedergebe, und nicht aus anderen Büchern religiöser Art.

Die Bibel schickt sich an, das Wort Gottes zu sein, oder das Buch der Bücher, und so kann das Buch es sicher vertragen, sich mal der Kritik auszusetzen, die nicht nur ich an ihr habe. Die Bibel ist voller Widersprüche und zeigt dem aufmerksamen Beobachter und Leser recht schnell, dass sie nur aus Menschenhand stammen kann, der seine (damaligen) Vorstellungen der Welt zu Papier brachte, und sogleich einen Gesetzestext schuf, unter dem wiederum Abermillionen Menschen leiden oder gar sterben mussten. Dabei hatte ich als Kind noch geglaubt, es sei „die frohe Botschaft», die uns mit ihr verkündet werden soll. Aber in der Bibel war ich auf einen Gott gestoßen, der rachsüchtig ist und dem Menschen gar nicht unähnlich – woraus ich schlussfolgerte, dass der Mensch Gott erschuf – und zwar nach seinem Ebenbild und aus einer Notwendigkeit heraus, die hier näher beleuchtet werden soll!

Alle Schlechtigkeiten, die ein Mensch verkörpern kann, verkörpert auch Gott, auch wenn doch stets vom liebenden Schöpfer die Rede ist, der den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen haben soll. Nun, wie viel Göttliches steckt in uns, und wie viel Menschliches steckt in Gott?

Dieser Frage will ich in diesem Buch nachgehen.

Außerdem will ich Denkanstöße geben, einmal gründlich über seinen Glauben, seine Religion und sein spirituelles Leben nachzudenken, und dass Sie sich diese Buch gekauft haben, ist schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtung. Damit zeigen Sie, dass Sie Zweifel haben, auf der Suche nach Antworten sind oder Ihre Fragen bislang nicht beantworten konnten.

Auch dieses Buch vermag nicht, auf alle Fragen Antworten zu geben, und sicher wird dieses Buch auch neue Fragen aufwerfen. Doch nach der Lektüre werden Sie um einige Erkenntnisse reicher sein und sicher ein viel spirituelleres Leben führen können, wie es bereits unsere Vorfahren taten, bevor erste religiöse Schriften aufkamen, um sie in die Schranken zu weisen.

Ich nehme hier die Religion unter die Lupe, die von Menschen gemacht wurde, und die nicht aus der ursprünglich reinen Spiritualität selbst erwachsen ist. Denn Religion ist so alt wie die Menschheit selbst, nur haben wir verlernt, auf unsere innere Stimme zu hören. Stattdessen lassen wir uns vorschreiben, was Religion ist und wie wir sie zu leben haben. Dabei bleibt etwas auf der Strecke, das es schon immer gegeben hat:

Das Ur-Wissen!

Und so erging es auch mir als 12jähriger Bub, der die Welt und den Glauben hinterfragte, und nicht nur in den eigenen Reihen dafür harsche Kritik einstecken musste. Doch ich ließ mich nicht länger hinters Licht führen. Ich konnte es in meinem Herzen fühlen, dass es da eine andere Wahrheit gibt. Und diese Wahrheit kam Stück um Stück.

Dieser Prozess hat bei mir viele Jahre in Anspruch genommen und es hat viel Kraft, Zeit und Energie gekostet, nach der Wahrheit zu suchen, die wie ganz selbstverständlich da draußen in der Welt zu finden ist. Von Niederschlägen und sogar dem Ausschluss einer Gemeinschaft, in die ich hineingeboren wurde, ließ ich mich nicht von meinem Pfad abbringen.

Und für jeden – dass werden Sie sicher merken, wenn Sie dieses Buch lesen – verläuft dieser Pfad anders. Denn die ausgetretenen Trampelpfade unserer Ahnen und Urahnen weisen einem nur die grobe Richtung. Den Feinschliff aber muss jeder an sich selbst vornehmen.

Wir werden als Rohdiamant geboren, der sich erst Ecken und Kanten abstoßen muss, um zur wahren Erkenntnis (und Erleuchtung) zu gelangen, dass die Wahrheit im Grunde so einfach ist – dass sie bereits auf der Hand liegt!

Doch warum hält man im 21.Jahrhundert an einem Buch fest, das einst von Menschenhand geschaffen wurde, um vor allem Menschen zu knechten, statt sie zu freidenkenden Individuen entwickeln zu lassen?

Wovor hat man Angst? Und wer hat diese Angst, dass wir am Ende uns nicht einem Gedanken, einer Botschaft oder einer religiösen Idee unterwerfen, sondern stattdessen frei sind von allen (künstlich auferlegten) Zwängen?

Ist es am Ende eine selbst ernannte Obrigkeit, die sich für Gottgleich hält, die uns in die Schranken weisen will, weil wir so besser kontrollierbar sind? Und wer maßt sich an, sich auf einen Thron zu setzen, um sich zu erheben und die anderen zu unterwerfen?

Nun, dies hat es schon unter den Urvölkern gegeben, dass sich einzelne aus einem Volk, einer Sippe oder Gruppe für göttlich hielten, oder gar von Gott berufen, um das Volk anzuführen. Und auch hier liegt der Verdacht nahe, dass Gott aus einer Notwendigkeit heraus erschaffen wurde, denn die fixe Idee, sich als Mensch über andere Menschen zu erhöhen, ist nichts Neues und der Stoff, aus dem zahlreiche Geschichten gestrickt sind. Streben zuweilen doch immer wieder einzelne Menschen nach der Weltherrschaft.

Dieses Motiv ist so alt wie die Menschheit selbst.

Schon in frühen Kulturen hat es Menschen gegeben, die sich berufen fühlten, ein Volk führen zu müssen, und da kam der Gedanke, eine höhere Instanz zu erschaffen, doch gerade recht. Denn wer würde es schon wagen, Gott infrage zu stellen? Gar an seiner Existenz zu zweifeln, wenn man nur alles erdenkliche unternimmt, den anderen eine höllische Angst einzujagen.

Und im Grunde sind alle religiösen Schriften auf dem Fundament der Angst erbaut, das jedoch erste Brüche bekommen hat, seitdem der Mensch begonnen hat, zu hinterfragen, was einem da alles aufgetischt wird. Und warum ist es vor allem die Angst, die als Antrieb des religiösen Motors herangezogen wird, und nicht die göttliche Liebe, die schon auf den ersten Seiten der Bibel auf der Strecke bleibt?

Fürchtet sich der Mensch so sehr vor dem Unbekannten, dass er alles schluckt, was man ihm zum Fraße vorwirft; auch wenn dies eine Pille mit bitterem Beigeschmack ist? Dabei ist Angst doch nur eine Illusion, die wie viele andere Dinge missbraucht werden, um ans Ziel zu kommen, Menschen glauben zu lassen, sie stünden in einer Schuld.

Und auch auf den ersten Seiten der Bibel lässt sich diese Schuld finden, indem uns ein schlechtes Gewissen eingeredet werden soll, wenn wir danach streben, Erkenntnis erlangen zu wollen.

Warum durften Adam und Eva nicht vom Baum der Erkenntnis oder vom Baum des Lebens naschen? Nun, ein dummes Volk lässt sich leichter in die Irre führen, als ein aufgeklärtes. Und schon während man darüber nachgrübelte, was alles in die Heilige Schrift aufgenommen werden sollte, ging es darum, das gemeine Volk auch weiterhin dumm zu halten. Denn dumme Menschen stellen eine höhere Instanz nicht infrage, erst recht nicht, wenn man ihnen unentwegt mit den Schrecken der Hölle droht.

Und als die Texte der Bibel, so wie wir sie heute noch kennen, von einer Handvoll Menschen ersonnen wurde, ging es in erster Linie nicht darum, den anderen erklären zu wollen, woher wir kommen oder welchen Sinn das Leben hat. Vielmehr ging es den Schöpfern (und Auftraggebern) dieser Schrift darum, einen Gesetzestext zu schaffen, der einem das Fürchten lehrt. Denn alle Verfehlungen sollten mit dem Höllenfeuer bestraft werden.

Und ein unaufgeklärtes und ungebildetes Volk ließ sich natürlich von solchen Geschichten beeindrucken, und die Schöpfer dieser Schriften erkannten ziemlich schnell, dass sie genau das Mittel gefunden hatten, um ihre Ziele zu erreichen. Niemand wagte, jemanden infrage zu stellen, der doch das Wort Gottes predigte. Und so wurde der gesamten Menschheit diese bittere Pille verschrieben, die eine Krankheit auslöste, die sich wie ein Virus ausbreitete und sich über den gesamten Erdball erstreckt.

Auch heute noch wird die Bibel dazu eingesetzt, Menschen das Fürchten zu lehren, statt ihnen eine frohe Botschaft zu verkünden. Und kein Buch der Welt hat so viel Leid und Tod über die Menschheit gebracht, weil natürlich die Zweifler eines solchen Manifests, und damit auch die Existenz einer höheren Instanz, dem Erdboden gleichgemacht wurden und werden.

Dabei hatten die Menschen einst eine Spiritualität, die frei von jeglichen Zwängen war, und die sich bei allen Urvölkern finden lässt. Doch der menschliche Faktor nach dem Streben der Weltherrschaft hat auch schon in frühen Zeiten der Menschheit Blüten hervorgebracht, die auch in diesem Buch beleuchtet werden wollen.

Menschen strebten schon immer danach, sich über andere zu erheben, und so war (und ist) es ein probates Mittel, sich des Göttlichen zu bedienen, das sich zwar niemand erklären kann, aber für so viel Ehrfurcht sorgt, um seine Ziele zu erreichen.

Und so erschuf der Mensch Gott … nach seinem Ebenbild, und aus der Notwendigkeit heraus, eine Lücke zu schließen, die sich immer dann auftut, wenn man beginnt, das Leben als solches zu hinterfragen, oder die Absicht, warum wir existieren. Und dabei sind die Antworten überall zu finden. Die Urvölker lebten noch im Einklang mit der Natur. Sie wussten um den Kreislauf des Lebens, und dass man sich nicht davor fürchten muss, zu sterben. Denn am Ende des Weges begegnet man nicht seinem Schöpfer oder dem Jüngsten Gericht, sondern schließt den Kreislauf, um in ihm neugeboren zu werden.

Das ist nicht sinnbildlich gemeint, so wie viele Dinge leider allzu oft sinnbildlich in den Köpfen von uns allen verankert ist, da es uns über Generationen hinweg eingetrichtert oder gar eingeprügelt wurde. Vielmehr ist es als Wiedergeburt zu verstehen, die sich dadurch manifestiert, dass wir uns im Laufe unseres Lebens unsterblich machen. Und das auf ganz verschiedene Weise, wie ich später noch aufzeigen werde.

Denn das war schon immer die größte Sehnsucht des Menschen, nach dem Tod nicht in Vergessenheit zu geraten, oder sein Leben verwirkt zu haben, weil man vielleicht nicht das erreichte, was man sich als Kind noch erträumte. Und viel zu viele träumen ihr Leben, statt ihren Traum zu leben. Doch dass soll hier nicht in den Mittelpunkt geraten.

Vielmehr wollen wir uns nun einigen Textpassagen aus der Bibel zuwenden, um zu ergründen, warum sie von Menschenhand erschaffen wurden, und warum es die Notwendigkeit gab, Gott zu erschaffen.

Marlon Baker, Dezember 2013

Gott als höhere Instanz

Zuerst einmal will ich beleuchten, warum wir uns so sehr danach sehnen, dass es einen Gott gibt, und das jemand persönlich dafür zur Verantwortung gezogen werden soll, Erde, Wasser und den ganzen Rest erschaffen zu haben – und das in Rekordzeit von nur 7 Tagen!

Vor allem die Verantwortung ist es, die der Mensch gern in fremde Hände legt, ob aus mangelndem Selbstvertrauen oder weil man sich in Sicherheit wähnen will, wenn es einmal dazu kommt, einen Schuldigen zu benennen. Denn wenn er nicht zur Verantwortung gezogen werden kann, lässt sich diese auf die Imagination des Göttlichen projizieren. Und ein Mensch der glaubt, auf Gott vertrauen zu können, verliert nicht selten den Glauben an sich selbst. So ergeht es vielen Menschen, die sich ganz und gar einer Religion unterwerfen, ohne auch nur zu hinterfragen, was das für Folgen haben könnte.

Allzu gern entziehen sie sich der Verantwortung, und ihre eigene Schöpfung, die sie letztendlich auch aus diesem Grund erschaffen hatten, soll als Prügelknabe dienen. Für was machen wir nicht alles Gott verantwortlich? Denkt man einmal darüber nach und schreibt sie auf, lassen sich in nur einer Stunde zahlreiche Blätter füllen.

So erging es auch mir, als ich mich auf dieses Buch vorbereitete und die größten Schlagwörter der Bibel aufschrieb, die in diesem Buch beleuchtet werden sollen: Schöpfung, Paradies, 10 Gebote, 7 Todsünden, Hölle, Angst und Furcht … Die Liste könnte unendlich fortgeführt werden (vielleicht in einem weiteren Band, sofern das Interesse besteht).

Aber eines trat sofort in den Vordergrund: Warum sehnen wir uns so sehr nach einem Schöpfer, der alles Leben erschaffen haben soll, wo wir doch selbst Schöpfer sind – und das jeden Tag aufs Neue! Wir gehören zum ewigen Kreislauf der Natur, und erst einmal ihre Schönheit entdeckt, braucht es keine Imagination mehr, um deren Schöpfung zu erklären oder gar zu rechtfertigen. Und die Sehnsucht geht noch weiter. Allzu gern wollen wir nach den Sternen greifen. Einige Menschen sehen unsere Zukunft sogar auf einem anderen Planeten, oder dass wir einst von einem anderen Planeten kamen, und die Erde somit von uns besiedelt wurde. Dieser Gedanke soll zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgegriffen werden.

Einen allmächtigen Gott zu erschaffen, den niemand infrage stellt, weil er mit ewiger Verdammnis eingeschüchtert wird, war seit jeher die größte Schöpfung, die ein Mensch hervorgebracht hat. Dabei ist unsere Imagination der größte Motor dieser Welt. Alles können wir erschaffen, solange wir es uns vorstellen können. Und wir können uns wirklich sehr viel vorstellen und somit auch viel erschaffen.

Zu Anbeginn der Zeit, als der Mensch noch keinerlei Ahnung vom Kreislauf des Lebens hatte, obschon er sich jeden Tag vor seinem Auge vollzog, hatte vor allem die Furcht seinen Anteil dazu beigetragen, dass der Mensch damit begann, sich Dinge zu erklären, die sich um ihn herum ereigneten. Und für den Menschen der Frühzeit musste es etwas von außen – etwas von oben – gewesen sein, das die Geschicke der Welt lenkt.

Denn die meisten Naturschauspiele ereignen sich am Himmel, vor denen sich der frühe Mensch fürchtete. Donnergrollen und Blitzschlag waren mit Angst und Schrecken besetzt, statt das Naturphänomen als solches zu erkennen, dass auch dieses ein Kreislauf war und ist. Und so wurde diesen Erscheinungen schnell Göttliches zugesprochen, weil man sich und seiner Sippe natürlich Erklärungen liefern wollte. Denn es liegt in der Natur des Menschen, dass wir Dinge hinterfragen und erforschen.

Doch das war die Geburtsstunde von Gott.

Jemand musste doch die Zügel in der Hand halten. Und plötzlich sahen sie Menschen in ganz banalen Dingen der Natur das Göttliche. Ehrfurchtsvoll begannen die Menschen, die Natur als Gott zu sehen, und die Erde als Schöpfer allen Lebens zu betrachten. Doch dieser reine und ursprüngliche Gedanke von Spiritualität sollte schon bald im Keim erstickt werden.

Erste Menschen glaubten, von dieser höheren Macht, von dieser höheren Instanz, berufen zu sein, um ihre Sippe zu führen. Und so stellten sich erste Menschen in den Dienst des Göttlichen, der nicht ganz frei von Hintergedanken war. Denn das Streben nach Macht liegt ebenso in der Natur des Menschen. Und wenn man seinen Mitmenschen glauben machen kann, von Gott berufen worden zu sein, öffnete dies einem viele Türen. Erst einmal auf einem Thron, um das Göttliche auf Erden zu repräsentieren, wagt es niemand mehr, diesem Menschen zu widersprechen. Und so nutzen diese Menschen ihr Macht, um Gesetzte und Regeln zu erlassen, die vor allem für sie hilfreich sind.

Rückblickend auf diese Zeit der Geburt und Schöpfung von Gott können wir also erkennen, dass es da schon um Macht ging, die man erlangen und kontrollieren wollte. Und natürlich war es auch erstrebenswert, andere Menschen zu unterwerfen, um sich über sie zu erheben (was leider auch in der Natur des Menschen liegt).

Somit lag es nahe, eine Kreatur zu erschaffen, die all das verkörpern sollte, auf die sich die Menschen keine Antwort geben konnten. Und erst einmal die Natur als Schöpferin allen Lebens aus den Augen verloren, erschuf der Mensch Gott nach seinem Ebenbild: väterlicher Charakter, weißes Haar … und auch den Naturschauspielen und -Gewalten selbst wurde eine Gottgestalt zugeschrieben, wie wir dies von den Griechen und nordischen Völkern kennen. Aber auch einige Menschen hielten sich für Gott, setzten sich auf einen Thron und knechteten die anderen zu ihren Gunsten.

Somit liegt es fast schon auf der Hand, warum an der größten kollektiven Schöpfung der Menschheit, die in allen Teilen der Erde zuweilen sonderbare Auswüchse annahm, und aus der selben geheimnisvollen Quelle entsprang, auch in unserer Zeit festgehalten wird. Auch heute wollen Menschen andere Menschen knechten, oder ihnen ein Leitbild geben, dass sich in Luft auflöst, wann man die richtigen Fragen stellt.

Und wozu dies alles? Wofür brauchen wir einen Gott?

Haben wir Gott letztendlich nur deshalb erschaffen, um alle Schuld von uns weisen zu können? Der Verantwortung wollen wir uns entziehen! Heute mehr denn je! Warum fangen wir nicht an, die Verantwortung für unsere Handlungen bei uns zu suchen, statt sie damit zu entschuldigen, dass sie von Gott vorgegeben sind? Warum vertrauen wir nicht auf uns selbst, und beten stattdessen eine Manifestation an, die sich in unseren Köpfen als letzte Instanz festgesetzt hat, wenn wir Hilfe benötigen?

Dabei können wir uns nur selbst helfen. In uns ist alles vorhanden, um Berge zu versetzen. Oder ist es letztendlich die Sehnsucht nach einem anderen und besseren Ort?

Viele glauben sogar, dass wir einst von einem anderen Planeten kamen, und dass wir die Erde besiedelten. Oder dass uns außerirdische Wesen besuchten, die sich mit dem vorhandenen genetischen Material auf der Erde kreuzten, um den Menschen zu erschaffen, der wiederum Gott erschuf, weil in ihm noch immer diese Sehnsucht nach den Sternen vorhanden ist, die unsere Schöpfer in uns einpflanzten.

Ganz gleich, aus welchem Blickwinkel wir es betrachten, wir kommen nicht umhin, den Menschen als Schöpfer Gottes zu enttarnen, der die Notwendigkeit sah, eine Figur ins Leben zu rufen, der wir vertrauen können, da wir das Vertrauen in uns selbst längst verloren haben.

Und was lag näher, als dieser Figur menschliche Züge zu geben. Gott wurde nach dem Ebenbild des Menschen erschaffen, um gleich mehrere Bedürfnisse zu befriedigen, nach denen sich so viele Menschen sehnen, jedoch nicht wissen, wie sie sie befriedigen sollen.

Und als Höhepunkt dieser Schöpfung kann Jesus verstanden werden, obwohl ich nicht zweifle, dass er gelebt hat. Doch sein Wirken wurde mit Absicht falsch interpretiert und in den Kanon der Bibel als das neue Testament aufgenommen. Hier wurde die frühe Geschichtsschreibung manipuliert, um Gott ein jüngeres Gesicht zu verleihen. Denn der Allmächtige mit weißem Bart geriet aus der Mode. Und Jesus wusste nicht, wie ihm geschah, als seine Lehren und sein Beispiel, ihm zu folgen, ein naturverbundenes Leben zu führen, derart missgedeutet werden konnte.

Insbesondere nach seinem Tod wurde er glorifiziert und zu dem gemacht, was er selbst nie sein wollte. Doch es lag nicht mehr in seiner Macht, diesen Auswüchsen Einhalt zu gebieten. Stattdessen wurde sich dieser junge Mann von einer Religion zu Eigen gemacht, die alles andere verkörpert, nur nicht das, was Jesus im Sinn hatte. Doch darauf komme ich später noch zurück, wenn wir uns entsprechende Passagen aus der Bibel näher betrachten.

Das Paradies auf Erden

Zuerst einmal wollen wir uns dem ersten Buch Moses zuwenden, der hier versucht, uns die Schöpfung aller Dinge zu erklären. Ich gebe hier nur einen Teil der Bibel wieder. Wer weiter recherchieren will, sollte sich eine Bibel zur Hand nehmen. So will uns die Bibel, auch Heilige Schrift genannt, die Schöpfung der Welt erklären:

Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Es war aber die Erde wüste und leer und Finsternis lag auf dem Ozean und der Geist Gottes schwebte über dem Gewässer.

Da sprach Gott: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war, und Gott trennte das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, die Finsternis aber nannte er Nacht. Und es wurde Abend und wurde Morgen, der erste Tag.

Da sprach Gott: Es werde ein Feste inmitten der Gewässer und bilde eine Scheidewand zwischen den verschiedenen Gewässern. Und es geschah so. Da machte Gott die Feste als eine Scheidewand zwischen den Gewässern unterhalb der Feste und den Gewässern oberhalb der Feste. Und Gott nannte die Feste Himmel. Und es wurde Abend und wurde Morgen, der zweite Tag.

Da sprach Gott: Es sammle sich das Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort, so dass das Trockene sichtbar wird. Und es geschah so. Und Gott nannte das Trockene Erde, die Ansammlung der Gewässer aber nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war.

Da sprach Gott: Die Erde lasse junges Grün sprossen, samentragende Pflanzen und Fruchtbäume, welche je nach ihrer Art Früchte auf Erden erzeugen, in denen sich Same zu ihnen befindet. Und es geschah so. Da ließ die Erde junges Grün aufgehen, samentragende Pflanzen je nach ihrer Art und Bäume, welche Früchte trugen, in denen sich Same zu ihnen befand, je nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und es wurde Abend und wurde Morgen, der dritte Tag.

Da sprach Gott: Es sollen Leuchten entstehen an der Feste des Himmels, um den Tag und die Nacht voneinander zu trennen, und sie sollen dienen zu Merkzeichen und zur Bestimmung von Zeiträumen und Tagen und Jahren. Und sie sollen dienen als Leuchten an der Feste des Himmels, um die Erde zu beleuchten. Und es geschah so. Da machte Gott die beiden großen Leuchten: die große Leuchte, damit sie bei Tage die Herrschaft führe, und die kleine Leuchte, damit sie bei Nacht die Herrschaft führe, dazu die Sterne. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, damit sie die Erde beleuchteten und über den Tag und über die Nacht herrschten und das Licht und die Finsternis voneinander trennten. Und Gott sah, dass es gut war. Und es wurde Abend und wurde Morgen, der vierte Tag.

Da sprach Gott: Es wimmle das Wasser von Gewimmel lebendiger Wesen, und Vögel sollen über der Erde hinfliegen an der Feste des Himmels. Da schuf Gott die großen Seetiere und alle die lebenden Wesen, die sich herumtummeln, von denen das Wasser wimmelt, je nach ihrer Art, dazu alle geflügelten Tiere je nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. Da segnete sie Gott und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und bevölkert das Wasser im Meer, und auch die Vögel sollen sich mehren auf Erden. Und es wurde Abend und wurde Morgen, der fünfte Tag.

Da sprach Gott: Die Erde bringe hervor lebendige Wesen je nach ihrer Art, Vieh und kriechende Tiere und wilde Tiere je nach ihrer Art. Und es geschah so. Da machte Gott die wilden Tiere je nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alle Tiere, die auf dem Boden kriechen, je nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war.

Da sprach Gott: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bilde, uns ähnlich, und sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel am Himmel und über das Vieh und über alle wilden Tiere und über alles Gewürm, das auf der Erde umherkriecht.

Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde – nach dem Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Weib schuf er sie. Da segnete sie Gott, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und bevölkert die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und die Vögel am Himmel und über alles Getier, das sich auf Erden tummelt!