Der Paladin 2 - Lars Albrecht - E-Book

Der Paladin 2 E-Book

Lars Albrecht

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Beschreibung

Nach seinem Sieg über den adligen Vampir erwacht Paul, der Paladin, mit einigen Blessuren, zum Glück aber immer noch als Mensch. Schon kurz darauf stellt er fest, dass er über Nacht zur weltweiten Berühmtheit geworden ist, sodass auch sein nächster Auftrag nicht lange auf sich warten lässt. Dieses Mal führt ihn sein Weg in die USA, in das verfluchte Dorf Quiet Mountain. Wird sein Einfallsreichtum auch dieses Mal ausreichen, um die übermächtigen Monster in die Knie zu zwingen?

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Seitenzahl: 40

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Lars Albrecht

Der Paladin 2

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Der Paladin II

Impressum neobooks

Der Paladin II

Gegen Mittag erwachte Paul auf dem unbequemen Fußboden einer ihm unbekannten Wohnung, weil ihm die Sonne mitten ins Gesicht schien. Seine Kehle war staubtrocken und sein Kopf schmerzte, als hätte er bis morgens durchgezecht. Er versuchte aufzustehen, doch sein linker Arm, auf dem er sich abstützen wollte, versagte ihm den Dienst.

Er brauchte eine Weile, ehe ihm klar wurde, wo er war und wie er dorthin kam: Gestern Nacht hat er diese Wohnung betreten, weil man Paul beauftragt hatte, dort einen Vampir umzubringen. In dieser Wohnung angekommen musste er aber leider feststellen, dass sein Ziel auch gleichzeitig sein Auftraggeber gewesen ist, der dieses doppelte Spiel getrieben hatte, um Paul in eine Falle zu locken. Gewaltiger Fehler, Paul konnte ihn vernichten…

Augenblick mal, bevor Paul den Vampir köpfen konnte, hatte dieser ihn doch gebissen.

In heller Panik blickte Paul aus dem Fenster direkt in die Sonne, was ihm zwar in den Augen, jedoch nicht auf der Haut wehtat. Paul hielt das schon mal für ein gutes Zeichen, auch dass seine Haut im Licht der Sonne nicht glitzerte, obwohl er gar nicht wusste, wie Vampire in Wirklichkeit auf die Sonne reagierten, oder wie lange die Verwandlung vom Menschen zum Vampir dauerte, deshalb wusste er auch noch nicht, ob oder was mit ihm noch geschehen sollte.

Er brauchte unbedingt Gewissheit. Mein Kreuz, wo ist mein Kreuz? Im Kampf gegen den Vampir hatte er ein Kreuz benutzt, um den Untoten auf Abstand zu halten. Paul musste wissen, ob er dieses noch in die Hand nehmen konnte.

Als allererstes fiel sein Blick auf seine Wasserpistole, mit der er seinen Gegner mit Weihwasser bespritzt hatte. Ohne zu zögern fiel er auf die Knie, öffnete den Verschluss, durch den man das Wasser sonst einfüllte, und schüttete sich den Inhalt in den Hals. Dass diese kleine Menge Weihwasser seinen gewaltigen Durst verringerte, fasste Paul ebenfalls als gutes Zeichen auf, dass er aber so einen Durst verspürte, beunruhigte ihn, denn in einem Film hieß es mal, dass Vampire in ihrer Verwandlungsphase viel trinken mussten… Wäre es möglich, dass gerade das stimmte?

Spiegel. Ich muss in einen Spiegel schauen. Paul sprang auf, verließ die Wohnung, rannte die Treppe hinab auf die Straße zu seinem Wagen und blickte in den Außenspiegel. Er sah sich selbst in die Augen, so wie es bei einem Spiegel zu erwarten war.

„Am besten rauch ich mir gleich mal eine, um mich zu beruhigen“, sagte Paul zu sich selbst, nahm sich einen Sargnagel und inhalierte den leicht giftigen Rauch, an dessen Folgen er wohl kaum sterben würde, da er sich sicher war, lange vorher schon auf gewalttätige Weise umgebracht zu werden.

Doch so sehr Paul es vor dem Gedanken auch grauste, selbst ein Untoter zu werden, ein unheiliges Dasein zu fristen, selbst das zu werden, was er seit seiner Jugend bekämpfte, genauso sehr enttäuschte es ihn, dass er sich kein bisschen anders fühlte. Bevor Paul diesen Auftrag angenommen hat, hatte er nicht einmal gewusst, dass es Vampire gab, hätte sogar darauf gewettet, dass Vampire tatsächlich nur Fabelwesen waren. Erst gestern Nacht ist er eines Besseren belehrt worden, doch diese erste Begegnung hatte gereicht, um Paul klar zu machen, wie gefährlich Vampire waren. Paul hatte auf seinen untoten Gegner geschossen, ihm ein Silbermesser ins Herz geworfen, jedoch ohne ihm auch nur Schmerzen zuzufügen, während ein einziger Tritt des Blutsaugers gegen Pauls Deckung gereicht hatte, um dessen Arm zu brechen. Solch eine gewaltige Kraft und Geschwindigkeit könnte Paul nur zu gut gebrauchen, denn unter all den Monstern, die Paul im Laufe seines Lebens bekämpft hatte, die nicht selten so gefährlich waren, dass Paul sie von anderen Monstern umbringen lassen musste, gab es so gut wie nichts, was es mit dem Vampir von letzter Nacht hätte aufnehmen können.