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Aktuelle Kurzgeschichten die kaum zu glauben sind, aber geglaubt werden müssen. Die Abgründe menschlichen Seins.
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Skandale, Unfassbares, Zeitbomben
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Seitenzahl: 136
Veröffentlichungsjahr: 2021
Der Sauhund und sein Halbbruder
KURZGESCHICHTEN
Die dunkle Seite der Seele
Impressum:
© 2021 Peter Haller
Herausgeber: PEPO Peter Haller
Autor, Illustrationen, Text: PEPO Peter Haller
Namen und Personen sind mit Ausnahme, der sich im öffentlichen Interesse befindlichen Protagonisten, ansonsten frei erfunden. Allfällige Ähnlichkeiten mit lebenden Personen wären zufällig. Tabelle Krankheiten S.164 Auszüge aus Wikipedia.
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Verlag & Druck:
tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
ISBN 978-3-347-29688-6 (Paperback)
ISBN 978-3-347-29689-3 (Hardcover)
ISBN 978-3-347-29690-9 (E-Book)
Vokabular
Sauhund zweifelhaftes Individuum, zeichnet sich vor allem durch übermässigen Egoismus und Narzissmus aus. Er ist das ICH und nicht das WIR. Seine Ziele sind Spaltung und Unfrieden. Hat in der modernen Welt nichts mehr in Führungspositionen wie Politik und Wirtschaft verloren.
Schweinehund ist das innere «Faultier», das in jedem Menschen sitzt. Diesen zu bekämpfen ist alltags Arbeit jedes Einzelnen, wichtig dabei authentisch, ehrlich und fair auch andern gegenüber zu bleiben.
Halbbruder hat alle Eigenschaften des Sauhundes gepaart mit sehr viel Hinterlist. Benützt jede Gelegenheit seinen persönlichen Vorteil aus einer geschützten Position auszunutzen und zuzuschlagen. Als Führer völlig ungeeignet.
«Rote Linie überschritten» viel zitiert und als Zeichen der Empörung genannt. Die damit weltweiten Verbrechen werden aber durch die gebetsmühlenartigen Wiederholungen weder geahndet noch verfolgt, ist daher eine der dümmsten politischen Aussagen. Völlig hilflose Institutionen wie u.a. die UNO bedienen sich gerne dieser Floskel, um danach wieder mit denselben, eigentlich schon lange in Haft gehörenden, politischen Schwerverbrechern gutgelaunte «Champagnerveranstaltungen» auf Kosten der Weltbevölkerung durchzuführen.
Der Planet Edre und die Mauer
50 Millionen Lichtjahre von unserer Heimat Erde kreist ein Planet mit einer ausgesprochen leuchtend blauen Corona im Sternenmeer des Kepler Universums. Der Planet war noch verhältnismässig jung und die Bewohner die Somoh standen erst am Anfang ihrer Entwicklung. Sie kannten weder Geld noch Handel. Hatten aber bereits mit Tauschen eine Art Handel begonnen, produzierten Kleidung, erzeugten Nahrung und Geräte des täglichen Gebrauchs. Es schien alles in bester Ordnung zu sein, ausser dass da eine Gruppe Störenfriede, die Soge, die ihr Unwesen trieben, welche wie selbstverständlich alles für sich beanspruchten, was möglichst ohne Aufwand irgendwie zu erbeuten war. Da gab es neben vielen glänzenden Steinen auch eine üppige Natur mit Pflanzen und Früchten, Gemüse und einer Gattung Laminas, Lebewesen welche die Somohs begleiteten und auch als Haus-Ereit hielten. Aber auch sehr wilde Wesen die Tsaebs waren unterwegs und suchten nach Nahrung. Die Tsaebs wurden aber von den Somohs auch gejagt und konnten ihnen so eine zusätzliche eiweisshaltige Nahrungsquellen erschliessen. Am Himmel kreisten dutzende von Nlegöven und legten Eier, die bereits viele Somohs als Delikatesse nutzten.
Die Soge hatten auch die grösste Quarzmine in Besitz genommen. Sie steckten sich so etwas wie Claims aus welche sie mit selbstgemachten Verträgen als alleinige Besitzer auswiesen. Sie waren auch die einzigen die Schulen betreiben konnten, da sie aus den Gewinnen des Quarzes alle sehr wohlhabend waren. Denn sie waren selten gute Handwerker, aber sie konnten die Somohs davon überzeugen, diesen Quarz als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Daher kam es, dass langsam eine kleine Wirtschaft mit Verkauf von Waren gegen Quarz entstand. Nur erschien der Gegenwert sehr bescheiden. Arbeitete ein Somoh 5 Stunden für einen Tonkrug erhielt er einen kleinen Quarz, welcher er am neu eröffneten kleinen Dorfmarkt gerade mal einen halben Schif (ein im Wasser lebendes Lebewesen) bekam. Viel zu wenig, und viele Somohs waren nicht zufrieden damit und es regte sich langsam, aber stetig Widerstand ob diesen Ungerechtigkeiten. Daher kam es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen diesen zwei Parteien, was immer öfters zu protestierenden Somohs Gruppen an der Grenze des abgesteckten Soge Claims führten.
Die Somohs setzten sich zusammen und sahen ein, dass sie jemanden brauchten der sie Vertreten musste. Es musste jemand sein der intelligent und gut reden konnte. Darauf beschlossen sie, dass eine Versammlung einberufen wurde, in welcher ein Chef, ein Vizechef und weitere zehn Somohs mit herausragenden Talenten als Delegation für eine Aussprache mit den Soges gewählt wurde. Als Präsident wurde schliesslich Nitram Rehtul gewählt, welcher auch schon früher bei vielen Schlichtungen aufgefallen war und so das Vertrauen der Somohs gewonnen hatte. Vizepräsidentin wurde Amtaham Ihdnag eine resolute Marktfrau, die schon manchem Soge mal einen Schif um die Ohren geschlagen hatte. Viele der Somohs hatten auch den Nachteil, dass sie weder lesen noch schreiben konnten. Daher musste auch noch ein des Lesens und Schreibens Kundiger ins Gremium gewählt werden. Davon gab es nur sehr wenige, denn die meisten waren noch nie auf einer Schule gewesen. Gewählt wurde Saduj Dassa, der schliesslich diese Position übernahm. Er durfte als eine der Ausnahmen die Schulen der Soges besuchen, da er in der Jugend mit einigen von ihnen befreundet war und immer noch viele kannte.
Der Präsident Sessylu Pmurt der Soge war wieder einmal äusserts wütend, auf die «kleinen Ungeziefer», wie er die Somohs nannte, welche ständig zu neuen Unruhen führten, die immer mehr zu eskalieren drohten. Vor allem störten ihn, dass ständig mehr innerhalb der Grenzen des von ihnen abgesteckten Claims «herumlungerten» und teilweise sogar freundschaftliche Beziehungen zu den Soges aufnahmen. Er berief daher seinen Stab und das Beratungsgremium zusammen, wo er eine sofortige massive Aufstockung des Sicherheitspersonals an der Claim Grenze befahl. Das Ganze war bereits gut vorbereitet, der Präsident sass an einem riesigen Tisch hatte eine grosse ledergebundene Mappe vor sich und zauberte eine unheimlich wichtige Miene auf sein schwammiges Gesicht. Hinter ihm standen sein ganzes «Claim Gremium» mit konzentrierter angespannter Körperhaltung, man würde wohl eine Nadel fallen hören. In einem an Spannung kaum zu überbietenden Szenario öffnete Sessylu Pmurt die Mappe wie im Zeitlupentempo und liess sich gleichzeitig eine Gänsefeder reichen. Nachdem der Gänsekiel mit genügend Farbe versorgt war, widmete er sich dem Inhalt, in der er sehr bedächtig etwas hineinkritzelte. Als der Präsident endlich fertig war, hob er die Mappe hoch und zeigte sie mit hocherhobenem Kopf und geschwellter Brust in alle Richtungen. Und tatsächlich man konnte seine Unterschrift, einen wirrer Haufen exzentrischer Striche erkennen, dass ein Dekret beglaubigte, welches die wenigsten richtig lesen konnten. Die Begeisterung war riesig der Applaus wollte kaum noch abreissen. Er liess sich feiern und könnte man ihm richtig in die Augen schauen, würde man den Grössenwahn und die Erkenntnis, dass er den Rest des Universums für Vollidioten hält, herausspüren.
Der Tag, der für die wichtige Aussprache kam rasch näher, ein zum ersten Mal durchgeführter Anlass das den Namen LEFPIG trug und den Frieden unter den Parteien so gut es ging, wieder in geordnete Bahnen lenken sollte. Auf diese Weise wurde es den Bevölkerungen mitgeteilt, welche ab so viel Intellekt sich nur noch demütig verneigen konnten. Das Versammlungszentrum füllte sich langsam mit den beiden Delegationen, da das ganze öffentlich war, kamen auch noch alle Vertreter sämtlicher bestehender Gruppen von beiden Seiten als Zeugen dazu, welche die genauen Beschlüsse später in die Bevölkerung tragen sollten. Pünktlich begann der LEFPIG und da weder ein Protokoll noch eine Sitzungsleitung geplant, geschweige denn vorgesehen war, nahm das Drama seinen Verlauf. Der Präsident der Soge, Sessylu Pmurt erklärte sich grosszügigerweise bereit, den Ratsvorsitz zu übernehmen. Die völlig überrumpelten Somohs hatten keine andere Wahl diesem selbstherrlichen Vorgreifen zuzustimmen, denn sie hatten sich dahingehend keine Gedanken gemacht, was sich jetzt im Nachhinein rächte.
Der selbsternannte Vorsitzende der LEFPIG und Präsident der Soge stand auf einem Podest und hob beide Hände und bat um sofortige Ruhe. Ohne sich überhaupt um die Anliegen der anderen Partei zu kümmern, setzte er sofort eigene Ideen in den Raum. Er begann mit den Worten; «Liebe Teilnehmer, durch die ständig zunehmenden Grenzüberschreitungen in unser Claim haben wir das Überwachungskonzept erneuert und verstärkt. Wir haben an unserem Grenzbüro eine Stelle eingerichtet, in dem jeder Soge und Sohmo einen Identifikationshaut aus Reiraus-Hornhaut beantragen kann. Darauf ist sein Name, Tag der Geburt graviert und ein Blutabdruck des linken und rechten Daumens angebracht. Der IFIKNO ist ständig in einem Lederbeutel mit sich zu tragen.
Es wird in Zukunft nicht mehr möglich sein für beide Parteien das abgesteckte Claim zu verlassen oder in die Claims zurückkehren, welche sich nicht entsprechend ausweisen können. Das Dekret tritt in den nächsten 14 Tagen in Kraft und jede Person trägt selbst die Verantwortung, dass er zu diesem IFIKNO kommt. Da platzte Amtaham Ihdnag, Marktfrau und Vizepräsidentin der Somoh der Kragen und sie stand wütend auf und schrie; «Hör mal Pmurt, du hast hier überall eine grosse Klappe und willst alles bestimmen. Komm ja nicht in die Nähe meines Marktstandes, sonst kriegst du einen Stachelschif um die Ohren.» Worauf ein Riesen Gelächter ausbrach und Pmurt voller Entsetzen über diese Unverschämtheit einen knallroten Kopf bekam und wütend auf den Tisch klopfte und beschwichtigend die Hände hob. Nachdem sich die Situation wieder etwas beruhigt hatte, nahm Pmurt das «Zepter» wieder in die Hand. Er verkündete, als ob nichts gewesen wäre seine weiteren Pläne. Alle Leute auch die Somohs dürfen innerhalb des Claims auch Arbeiten, zum Beispiel als Grenzkontrolleure und erhalten einen regelmässigen Lohn, zwar einen schlechten, aber besser als gar keinen. Wenn dies alles klappte können die Somohs freiwillig Arbeitsverträge abschliessen, welche sie in einen privilegierteren Stand brachte. Als der LEFPIG vorbei war brachen unter den Somohs riesige teilweise bösartige Meinungsverschiedenheiten aus. Die einen fanden den Plan von Pmurt gut und wollten so schnell wie möglich den IFIKNO beantragen und sich vielleicht sogar um eine Stelle bewerben. Die andern waren sehr aufgebracht, witterten sie doch bei diesem Schurken wieder eine heimtückische Falle. Sie wollten dem Ganzen einen Riegel schieben, aber wie? Der bisherige innere Frieden bei den Somohs war empfindlich gestört und die Streitereien nahmen zu. Es bildeten sich pro Pmurt Gruppen welch in allen Dörfern Unruhe stifteten. Plötzlich flackerten überall «Kleinkriege» auf bei denen nicht selten Verletzte zu beklagen waren. Gott sei Dank gab es bis jetzt keine Toten, aber wenn dies so weiterging war auch dies nicht auszuschliessen.
Es gingen die Wochen ins Land und viele der Somohs besassen nun den wichtigen IFIKNO und konnten die Grenze zum Claim, ohne behindert zu werden, betreten und wieder verlassen. Aber ebenso viele wollten von diesem Unsinn nichts wissen und wollten das Claim auch ohne Identifikation betreten. Dies führte zu vielen «Grenzkonflikten», die umso schlimmer waren, da inzwischen viel Somohs als Grenzwächter angestellt waren und nun gegen ihre eigenen Leute vorgehen mussten. Pmurt hatte inzwischen die Macht ganz an sich gerissen, hörte ständig von den Zwischenfällen und war sehr ungehalten über den Ungehorsam vieler Somohs und war gewillt diese Verbrecher, wenn nötig mit Gewalt zur Raison zu bringen. Darum rief er seinen im hörigen Stab und das Beratungsgremium zusammen, um neue Dekrete zu erlassen. Diese liefen wie gehabt im gleichen Muster ab, mit der üblichen Unterzeichnungs-Show. Es wurde beschlossen, beziehungsweise er beschloss, das zukünftige unberechtigte Grenzüberschreitungen eine sofortige Verhaftung nach sich ziehen würden. Die Missetäter würden in ein Straflager gebracht, wo sie unter unterirdischen Bedingungen arbeiten mussten.
Bei den Somohs die kein Freunde Pmurts waren brach helles entsetzen aus, und ihr Vorstand trat zusammen, um die Lage zu sondieren. Leider waren diese mehrheitlich sehr friedliebend und sich nicht gewohnt, gegen solche abscheulichen «Bösartigkeiten» ankämpfen zu müssen. Darum beschlossen sie es trotzdem noch einmal mit einer Aussprache mit Sessylu Pmurt zu versuchen. Man stimmte ab und es gab eine knappe Mehrheit für diesen Vorschlag. Viele waren auch dagegen da sie den Charakter dieses «Sauhundes», wie er hinter vorgehaltener Hand bereits genannt wurde, kannten und sich keine Hoffnungen auf eine Verbesserung der Lage machten. Und tatsächlich als sie mit ihrer Delegation von fünf Leuten bei Pmurt erschienen, lachte er sie höhnisch aus und nannte sie die grössten Pfeifen auf dem hiesigen Planeten. Dann rief er seinen Sicherheitsleuten und befahl ihnen ihre Identität zu überprüfen und den IFIKNO zu kontrollieren.
Da aber keiner einen solchen besass, wurden sie abgeführt und zu den übrigen verhafteten gesperrt. So etwas wie ein Gericht gab es nicht und wenn es eines gäbe wäre es Sessylu Pmurt in Personalunion. Die Delegation wurde in eine Höhle geführt wo bereits zahlreiche Somohs in Gefangenschaft gehalten wurden. Sie bekamen als Essen Abfälle von den Soges und mussten alles Mögliche für niedrige Arbeiten für diese verrichten. Trotzdem versuchten immer wieder Somohs die Gefangenen mehrmals, aber ohne Erfolg zu befreien. Aber sie wurden von ihren im Sold von Pmurt stehenden Halbbrüdern meist auch noch gefangen genommen. Damit das ganze ein endgültiges Ende findet, beschloss Sessylu Pmurt einen selbstherrlichen göttlichen Entscheid. Er befahl, dass dieses Gesindel an den Grenzen des Claims eine Mauer bauen sollte. So konnte man diese erbärmlichen sonst unnützen Lebewesen fernhalten und gleichzeitig so Beschäftigen, dass sie auf keine anderen dummen Gedanken mehr kamen. Er beschloss unter dem Vorsitz seines Stabs und den Beratungsrates mit einer Einstimmigkeit von einhundert Prozent, dass dieses neue Gesetz sofort in Kraft treten werde. Wiederum setzte er sein irres gekritzelt unter das Dokument. In den kommenden 3 Jahren bauten die Versklavten und Gefangen Somohs die Mauer. Viele hunderte starben unter den abscheulichen Bedingungen und wurden von den eigenen Leuten neben der Mauer in Massengräbern verscharrt.
Dass wir einfach die Augen aufmachen können, dabei denken das ganze findet ja zum Glück 50 Millionen Lichtjahre von uns entfernt statt. Denn eine so unwahrscheinliche Geschichte könnte es unter den Menschen sicher nie geben. Denn die stehen moralisch auf einem sehr viel höheren Niveau und haben anständige Richter, welche sicher eine solche «Sauhunderei» nie zulassen würden.
Edre als Scheibe und Brot für Spiele
Wir sind 10 Jahre später wieder auf dem Planeten Edre im Keppler Universum. Pmurt hatte inzwischen jede Opposition und als Alibi wichtig scheinenden Leute Posten mit dem Markenzeichen Kopfnicken um sich geschart. Durch diese «demokratischen» Schachzüge alle Macht an sich reissen können. Die allergrössten Streitigkeiten konnten beigelegt werden, das heisst sie waren offiziell einfach nicht vorhanden und nur wenige waren bereit ihr Leben zu riskieren in dem sie opponierten. Es gab schon noch einige militante Gruppen, die immer wieder mit kleineren und grösseren Anschlägen versuchten, die Machtverhältnisse zu destabilisieren. Daneben aber hatten sich die Somohs damit abgefunden, dass sie keine Chancen besassen die Herrschaft Pmurts zu durchbrechen. Umso mehr als er in der Zwischenzeit neben vielen Sicherheitskräften eine kleine bewaffnete Armee aufgebaut, welche jedes noch so belanglose Aufbegehren mit rücksichtsloser Gewalt in den Keimen erstickte.
Pmurt hatte aber noch viel grössere Pläne, er wollte die Herrschaft über ganz Edre erzwingen. Nur wusste niemand so genau wie gross Edre wirklich war, denn die Meinung vieler Sterngucker war das Edre eine Scheibe sei und niemand wusste, was passierte, wenn man über dessen Rand hinausfuhr. Eines Tages kam Saduj Toiraksi ein Halbbruder von ihm, welcher auch dem «Claim-Gremium» angehörte, zu ihm und erzählte, es gehe bei den Somohs ein Gerücht um, dass der Planet keine Scheibe, sondern rund sei. Obwohl Pmurt seinen Halbbruder für einen Vollidioten hielt und dieser Schleimer nur im Gremium Platz gefunden hatte, dass er ihn unter Kontrolle hatte. Er fragte ihn; «Wer behauptet so etwas, bring mir die Leute, die solchen Unsinn erzählen sofort zu mir». Toiraski trippelte von einem Bein aufs andere, das Ganze war ihm sehr unangenehm, worauf er antwortete; «Hochgeschätzter Pmurt, ich kenne Leute, die diesen Astrodeuter kennen, er soll Suirebit heissen und etwa zwei Tagesritte von hier wohnen». Pmurt runzelte die Stirne und kratzte sich lange am Hinterkopf, worauf er eine verschwörerische Mine aufsetzte und seinem Halbbruder ins Ohr flüsterte; «Bring mir diesen Kerl her, ohne jegliches Aufsehen, das Ganze ist geheim, niemand darf wissen, dass er hierhergebracht wird. Du nimmst morgen früh mit vier Männern den Weg unter die Efuh und reitest mit den Nedrepf zu ihm und nehmt ihn ohne grosses Aufsehen fest. Ich will ihn lebend, dass ihr zu ihm grosse Sorge trägt». Toiraksi verbeugte sich, hastete aus dem Raum, um seine Truppe für den morgigen Tag zusammenzustellen.
Nach vier Tagen meldete sich Toiraski zurück und sie führten Suirebit, dem sie einen Sack über den Kopf gezogen hatten, damit ihn niemand erkannte, bei Pmurt vor. Er begutachtet den Astrodeuter mit den Händen hinter dem Rücken verschränkt, wie ein Stück Schielf, dass man auf dem Markt kaufen konnte. Nachdem er ihn ein paar Mal umrundet hatte, blieb er schliesslich vor ihm
