Der Stigma-Begriff Ervin Goffmans. Verwendung und Möglichkeiten zur Beschreibung von Devianz und Sozialer Kontrolle - Sebastian Steidle - E-Book

Der Stigma-Begriff Ervin Goffmans. Verwendung und Möglichkeiten zur Beschreibung von Devianz und Sozialer Kontrolle E-Book

Sebastian Steidle

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Beschreibung

Essay aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Soziologie - Allgemeines und Grundlagen, Note: 1,3, Universität Augsburg (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Die Soziologie Ervin Goffmans, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit Erving Goffman den Begriff "Stigma" in die Soziologie eingeführt hat, erfuhr er eine stetig wachsende Rezeption. Ebenso hat der Begriff, in einem an die Soziologie angelehnten Sinne, auch teilweise schon Einzug in die Alltagssprache gefunden. In diesem Text sollen die Verwendung des Begriffs "Stigma", und die Möglichkeiten und Schwächen, die er für das beschreiben von Devianz und Sozialer Kontrolle bietet, erörtert werden. Der Begriff Stigma stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Mal oder Wunde. Er ist mit dem Begriff "stechen" verwandt. Stigmatisierung ursprünglich Tätowierung: die Narbung der Haut, meist derer von Vieh oder Sklaven, mittels Instrumenten wie Waffen, Loch- oder Brandeisen. Stigmata, die Spuren von Stigmatisierung, stellen somit zunächst unmittelbar körperliche Male dar, defekte im Sinne des Fehlens bzw. des Verlustes organischer Vollkommenheit. Auf die soziale Ebene übertragen weißen sie, darauf hin, dass ihr Träger gesellschaftlich unterlegen ist, dass er besiegt, unterworfen und geknechtet wurde. Im Christentum erfuhr der Begriff eine Umdeutung und wurde nunmehr auf die Wundmale Christi bezogen. Goffman jedoch benützt den Begriff nahe an seiner ursprünglichen Bedeutung, wobei er die Bedeutung über körperliche Defekte hinaus auch auf andersartige Merkmale einer Person ausweitet, die als Defekt oder als von der Norm abweichend angesehen werden. Des weiteren steht für Goffman nicht der das negativ Definierte Merkmal selbst, sondern die Stigmatisierung, also die aus dem Stigma herrührende Diskreditierung der Person, welche den Defekt trägt, im Vordergrund.

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