Der Teezauberer (eBook) - Ewald Arenz - E-Book

Der Teezauberer (eBook) E-Book

Ewald Arenz

4,6

Beschreibung

Was geschieht, wenn Träume wahr werden? Wenn die Welt beginnt, sich im Rhythmus der Gedanken eines Menschen zu drehen? Eigentlich müsste Jakob glücklich sein: Er liebt seine Frau, seine kleine Teehandlung, und er hat eine ganz besondere Fähigkeit - wenn er vorliest, werden die Geschichten vor den Augen seiner Zuhörer zu Bildern; die Namen von Teesorten werden zu duftender Sommerhitze oder kühlem Herbstwind. Doch eines Morgens im späten Frühling beginnt er zu verstehen, dass sein Reisen auf Worten ihn nirgendwo ankommen lässt. Eine vage Sehnsucht ist in ihm und nährt seine Träume - von einem Leben auf Tucholskys ›Schloß Gripsholm‹ oder im Chicago alter Filme und von seiner großen Liebe zu Musils ›Portugiesin‹. Getrieben von diesen Wunschbildern reist er in die Stadt, die schon immer ein Tor zu anderen Welten war - Hamburg. Dort wird ihm ein geheimnisvoller Tee serviert und das Wunderbare geschieht: Seine Traumwelt wird zur Wirklichkeit ...

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Seitenzahl: 164

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EWALD ARENZ

 

 

DER TEEZAUBERER

 

 

ROMAN

 

 

 

 

 

ars vivendi

 

 

Vollständige eBook-Ausgabe der im ars vivendi verlag erschienenen Originalausgabe (4. Auflage 2009)

© 2002 by ars vivendi verlag

GmbH & Co. KG, Cadolzburg

Alle Rechte vorbehalten

www.arsvivendi.com

 

Umschlaggestaltung: Philipp Starke, Hamburg

Datenkonvertierung eBook: ars vivendi verlag

 

eISBN 978-3-86913-325-6

Als Jakob dreißig Jahre alt war, lag er eines Nachts im späten Frühling auf dem federnden Kissen der Haare seiner Frau und zählte sein Leben, weil er fürchtete, wieder zu träumen. Am offenen Fenster entlang strich ein kühler Wind wie an der See.

Jede Tasse Tee, jede Tasse Kaffee, die in dieser Stadt getrunken wurde, war zuvor durch Jakobs Hände gegangen. Er besaß ein Großhandelshaus, und alle Geschäfte der Stadt, in denen Tee, Gewürze oder Kaffee gehandelt wurden, gehörten – auch wenn sie verschiedene Namen trugen – ihm.

Neben ihm lag seine Frau, deren Haare beim Gehen schwangen, als hätten sie winzige Glaskugeln an den Spitzen, in denen sich das Licht fing.

Zwischen Marietta und der Wand lag, das Gesicht rot und warm vom Schlaf, die Lippen ein wenig geöffnet, laut und ruhig atmend, ein kleines Mädchen.

Dann gab es einen besten Freund. Den man immer seltener sah. Jakob hatte manchmal Angst, ihn nur noch Freund nennen zu können.

Dann gab es, was Jakob sich als Schüler unter der großen Freiheit vorgestellt hatte: Im Café zu frühstücken und zu lesen; sehr früh, wenn die Stadt eben erst zu arbeiten beginnt.

Dann gab es gelegentlich einen Ritt durch einen Wald.

Es gab Sommermorgen.

Es gab Nächte, in denen Marietta und Jakob sich liebten, zusammen lachten und ineinander einschliefen.

Es gab Augenblicke auf einer Brücke über dem Fluß inmitten von schwirrenden Insekten und den Geruch von Holunder dazu.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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