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Um Künste thematisieren zu können, ist ein Weg zu finden, wie über sie gesprochen werden kann. Diesem Thema widmet sich der von Talmi herausgegebene Band in einer vergnüglichen Weise. Die Herausgeberin schlägt in ihrem Eingangsessay vor, zunächst in Kunsthandwerk und Künste zu differenzieren. Besondere Aufmerksamkeit erhalten in ihrem Text die Kriterien Autonomie und Angemessenheit. Allgemein betrachtet seien diese Kriterien jedoch auch für Wissenschaften und Philosophie veranschlagbar. Deshalb wären sie zu präzisieren. Kai Pege wendet sich allgemeinen Zeichen- und Symboltheorien zu, kann diese jedoch nur als unzureichend verwerfen, weil funktionale Unterschiede, die es in den Künsten gibt, nicht berücksichtigt werden können. Konkrete Künste behandeln Helge Bol und Mark Ammern, Bol die Musik, Ammern die Belletristik, mit besonderer Berücksichtigung von Autonomie und Angemessenheit. Zum Schluss bezieht Kathrina Talmi die Ökonomie und digitale Techniken ein und fordert nicht nur technisch mediale, sondern, mit einem Seitenblick auf die industrielle Revolution, auch inhaltliche Neuerungungen ein. Gemeinsam richten sich die Autoren gegen restaurative Tendenzen und auf eine Weiterentwicklung der Künste. Der Essayband ist erstmals in den Neunziger Jahren des 20. Jhds. im Druck erschienen. Kathrina Talmi hat die Neukonzeptionierung vorgenommen, ohne die Ausrichtung grundsätzlich zu verändern.
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Seitenzahl: 59
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Essays über Künste.
Hg.: Kathrina Talmi
AutorenVerlag Matern
Um Künste thematisieren zu können, ist ein Weg zu finden, wie über sie gesprochen werden kann. Die Herausgeberin schlägt in ihrem Eingangsessay vor, zunächst in Kunsthandwerk und Künste zu differenzieren. Besondere Aufmerksamkeit erhalten in ihrem Text die Kriterien Autonomie und Angemessenheit. Allgemein betrachtet seien diese Kriterien jedoch auch für Wissenschaften und Philosophie veranschlagbar. Deshalb wären sie zu präzisieren. Kai Pege wendet sich allgemeinen Zeichen- und Symboltheorien zu, kann diese jedoch nur als unzureichend verwerfen, weil funktionale Unterschiede, die es in den Künsten gibt, nicht berücksichtigt werden können. Konkrete Künste behandeln Helge Bol und Mark Ammern, Bol die Musik, Ammern die Belletristik, mit besonderer Berücksichtigung von Autonomie und Angemessenheit. Zum Schluss bezieht Kathrina Talmi die Ökonomie und digitale Techniken ein und fordert nicht nur technisch mediale, sondern, mit einem Seitenblick auf die industrielle Revolution, auch inhaltliche Neuerungen ein. Gemeinsam richten sich die Autoren gegen restaurative Tendenzen und auf eine Weiterentwicklung der Künste.
Der Essayband ist erstmals in den Neunziger Jahren des 20. Jhds. im Druck erschienen. Kathrina Talmi hat die Neukonzeptionierung vorgenommen, ohne die Ausrichtung grundsätzlich zu verändern.
1. EBook-Auflage 2014, Version 1.2 Copyright © 1997-2014 AutorenVerlag Matern Cover-Design: Joshua, unter Verwendung von Textures aus dem Portal: freetextures.org Zeichensätze: linuxlibertine.org www.softmaker.de (Cover) ISBN 9783929899184 (ePub) ISBN 9783929899191 (Kindle KF8) Alle Rechte vorbehalten
„Du warst von der Versöhnung nie so weit, Als da du wolltest mit der fieberheißen Verzweiflungsglut vertilgen allen Streit, Dich, Welt, und Gott in eins zusammenschweißen, Da bist du in die Arme mir gesprungen, Nun hab ich dich und halte dich umschlungen!“
– Kathrina Talmi –
Worte Kunst oder Künste sagen umgangssprachlich so gut wie nichts mehr aus. Sehr viele Menschen sind bereit, differenzlos alles mit Kunst zu bezeichnen, das sie traditionelle künstlerische Tätigkeiten oder Produkte assozieren lassen, auch ohne sie näher zu kennen. Diese assoziative Herangehensweise könnte ein typisches umgangsprachliches Verhalten sein, ohne es allerdings als Mittel einzusetzen oder auch nur zu bemerken. Die relative Schrankenlosig- und Breitenwirksamkeit, mit der dies geschieht, drängt auch in die Massenmedien, die in diesem Fall als Verstärker fungieren, nicht als Korrektur. Sogar die Paläonologie hat sich inzwischen solcher Worte bemächtigt, um vorgeschichtlichen Bewohnern der Erde, sobald ein paar Striche oder Farben auf Knochen oder Fels übriggeblieben sind, künstlerische Tätigkeiten nachzusagen. Inzwischen wurden auch Neanderthaler erfasst, deren Leben bislang als kunstlos galt, im Unterschied zu denen der frühen Homo Sapiens. Man könnte jeden Toten und noch Lebenden beglückwünschen, in diesem Kontext als kunstlos oder gar -feindlich zu gelten.
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