Die besten Kräutertipps gegen Husten - Arnold Achmüller - kostenlos E-Book

Die besten Kräutertipps gegen Husten E-Book

Arnold Achmüller

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Beschreibung

Husten, Schnupfen und Halsschmerzen gehören besonders in den kalten Monaten zu den typischen Alltagsbeschwerden vieler Menschen. Und gerade in diesem Anwendungsgebiet bietet die alpenländische Kräuterkunde zahlreiche therapeutische Möglichkeiten. Fast scheint es, als seien in der rauen Umgebung der Alpen besonders viele Heilmittel auf natürliche Weise vorhanden. Spitzwegerich, Holunder, Quendel, Königskerze, Isländisch Moos oder Brunnenkresse sind nur einige wenige von etwa zweihundert Heilpflanzen, die im Alpenraum für Krankheiten der Atemwege verwendet werden.

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Die besten KRÄUTERTIPPS gegen HUSTEN

Arnold Achmüller

Arnold AchmüllerDie besten Kräutertipps gegen HustenEdition RaetiaISBN: 978-88-7283-565-4

Dieses E-Book ist ein Auszug aus dem Buch

Arnold AchmüllerWickel, Salben und TinkturenDas Kräuterwissen der Bauerndoktoren in den AlpenISBN Print: 978-88-7283-534-0ISBN E-Book: 978-88-7283-563-0

Unser Gesamtprogramm finden Sie unter www.raetia.comFragen und Anregungen richten Sie bitte an [email protected]

Zum Autor

Arnold Achmüller, geboren 1982 in Bruneck, Studium der Pharmazie in Innsbruck und Wien, Mitarbeit an einer Medikamentendatenbank für das Gesundheitsbuch „Gesundheit aktiv. Was wirklich hilft“ von Kurt Langbein und Christian Skalnik (Ueberreuther), Referent zum Thema „Wildkräuter/Wildgemüse“ der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft in Dietenheim, seit 2007 Apotheker in Wien. Beschäftigt sich seit Jahren mit alpiner Kräuterkunde, hält Vorträge zum Thema und veranstaltet Kräuterwanderungen. Zusammen mit Astrid Felderer schreibt er in seinem Blog „Kraut und Wurzel“ über Heilpflanzen und deren Anwendung. Bei Edition Raetia „ Teufelskraut Bauchwehblüml Wurmtod – Das Kräuterwissen Südtirols“ (2012), „Wickel, Salben und Tinkturen. Das Kräuterwissen der Bauerndoktoren in den Alpen“ (2015).

Atemwegserkrankungen

Husten, Schnupfen und Halsschmerzen gehören besonders in den kalten Monaten zu den typischen Alltagsbeschwerden vieler Menschen. Und gerade in diesem Anwendungsgebiet bietet die heimische Kräuterkunde zahlreiche therapeutische Möglichkeiten. Fast scheint es, als seien in der rauen Umgebung der Alpen besonders viele Heilmittel auf natürliche Weise vorhanden. Spitzwegerich, Holunder, Quendel, Königskerze, Isländisch Moos oder Brunnenkresse sind nur einige wenige von etwa zweihundert Heilpflanzen, die im Alpenraum für Krankheiten der Atemwege verwendet werden.

Im Bereich der Volksmagie gehörte es bis ins 20. Jahrhundert in weiten Gebieten zum festen Ritual, am Palmsonntag drei Palmkätzchen der Salweide zu schlucken, um das ganze Jahr vor Fieber geschützt zu sein. Die Weide, im Speziellen die Weidenrinde, wirkt nämlich fiebersenkend und schmerzstillend. Durch dieses Ritual versuchte man sich prophylaktisch diese heilenden Eigenschaften zunutze zu machen.

Isländisch Moos enthält antibiotisch wirksame Flechtensäuren und Schleimstoffe. Irritierte Schleimhäute werden dadurch beruhigt und Hustenattacken gelindert.

Alpen-Mutterwurz → Das Bergwürzl

Ligusticum mutellina

Auch bekannt unter: Alpenbärenwurz, Alpenliebstock, Mutterwurz, Roter Bärenfenchel

SÜDTIROL: Madaun, Padaun

OSTTIROL: Kopritz

VORARLBERG/SCHWEIZ: Muttern

KÄRNTEN: Bergwürzl, Gopritz

BAYERN: Mardun

Der wissenschaftliche Name Ligusticum stammt laut dem griechischen Arzt Dioskurides (ca. 40–90 n. Chr.) vom häufigen Vorkommen dieser Pflanze in den ligurischen Alpen. Anwendungen und Geschmack der Alpen-Mutterwurz waren jenen von Liebstöckel, der erst im Mittelalter nach Europa importiert wurde, sehr ähnlich (Alpenliebstock). So ist auch verständlich, dass im Mittelalter der ursprüngliche Name (Ligusticum) der Mutterwurz auf Liebstöckel (Levistucum), der leichter in Gärten zu kultivieren war, übertragen wurde.

Die Alpen-Mutterwurz ist jedenfalls eine wichtige Pflanze der Frauenheilkunde. In der Antike galt die Mutterwurz als eine Heilpflanze, welche die Menstruation auslöst. Im Salzburger Flachgau kennt man sie bis heute zur Stärkung sexueller Vitalität der Frau. Und man sagt der Mutterwurz im Allgemeinen eine Erhöhung des Milchflusses bei stillenden Müttern nach.

In der Literatur des 19. Jahrhunderts wird die Alpen-Mutterwurz als vornehmstes Futterkraut der Alpen gelobt. Ein Schweizer Sennerspruch nennt die Alpen-Mutterwurz neben zwei anderen Pflanzen als hervorragendes Weidefutter:

Romene, Muttern und Adelgras,das Beste ist, was Chüeli fraß.

Schwingshackl, 1950

„Romene“ ist dabei ein volkskundlicher Name für das Alpenrispengras (Poa alpina