Die Bundesländer im Innovationswettbewerb 2009 -  - E-Book

Die Bundesländer im Innovationswettbewerb 2009 E-Book

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Beschreibung

"Die Bundesländer im Innovationswettbewerb 2009" dokumentiert die Bedingungen für Innovation in den deutschen Bundesländern. Auf der Basis empirischer und theoretischer Erkenntnisse beschreiben die Autoren einerseits den aktuellen Innovationserfolg der deutschen Bundesländer und andererseits die jeweiligen Bedingungen für Innovation, die die Grundlage für zukünftigen Erfolg sind. Die Ergebnisse werden als Indizes für den Innovationserfolg sowie die jeweiligen Bedingungen in den Bereichen Bildung, Forschung, Entwicklung und Unternehmertum dargestellt. Zudem zeigen sie die Breite des Innovationssystems und den staatlichen im Vergleich zum privatwirtschaftlichen Beitrag. Darüber hinaus geht der Band auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Innovationssystemen der Länder ein und erläutert eine Vielzahl von Aspekten, von der Frage nach der Effizienz bis zur geographischen Konzentration oder Ausgewogenheit.

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Seitenzahl: 244

Veröffentlichungsjahr: 2010

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet unter http://dnb.d-nb.de abrufbar.
© 2010 E-Book-Ausgabe (EPUB)© 2009 Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh
Verantwortlich: Dr. Thorsten HellmannLektorat: Dr. Arno Kappler, SoestHerstellung: Christiane RaffelUmschlaggestaltung: Nadine HumannUmschlagabbildung: LWA/Sharie KennedySatz und Druck: Hans Kock Buch- und Offsetdruck GmbH, Bielefeld
ISBN : 978-3-86793-146-5
www.bertelsmann-stiftung.de/verlag
Vorwort
Innovation ist in postindustriellen Gesellschaften der eigentliche Motor für Fortschritt und Wachstum sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht. Volkswirtschaften im Entwicklungsprozess wachsen vor allem durch vermehrten Einsatz und Qualitätsverbesserungen von klassischen Produktionsfaktoren wie Arbeit und Kapital. In entwickelten Ländern kommt dagegen der Schaffung von neuem Wissen und der Transformation in erfolgreiche Produkte, Verfahren und Organisationsmuster besondere Bedeutung zu. Damit leistet Innovation auch einen bedeutsamen Beitrag zur Schaffung neuer, zukunfts- und tragfähiger Arbeitsplätze. Während in Märkten für standardisierte, reife Produkte Arbeitsplätze meist nur durch Kostensenkungen entstehen, die oftmals mit Lohnsenkungen einhergehen, entstehen zukunftsfähige Beschäftigungsmöglichkeiten, die einem modernen Verständnis von Arbeitsplatzqualität entsprechen, vor allem in innovativen Unternehmen, da sich diese durch Technologievorsprünge vor Kosten- und Lohnsenkungswettbewerben schützen können.
Umfang und Qualität von Innovationen sind insbesondere davon abhängig, wie die Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und unternehmerische Umsetzung ausgestaltet sind. In Deutschland haben die Bundesländer einen großen Spielraum bei der Gestaltung der innovationsrelevanten Faktoren. So sind die Landesregierungen im Wesentlichen dafür zuständig, die Bereiche Bildung, Forschung und Wissenschaft zu finanzieren. Etwa 39 Prozent der deutschlandweiten Ausgaben in diesen Bereichen entfallen auf die Bundesländer. Zudem können die Länder aufgrund der Bildungshoheit auch die strukturellen Rahmenbedingungen für den Bereich der schulischen Bildung sowie der Lehre und Forschung an den Hochschulen setzen. Ferner beeinflussen die Bundesländer als Träger der öffentlichen Verwaltung unternehmerische Aktivitäten und somit die Umsetzung von Innovationen. Dies betrifft die Dauer von Verwaltungsvorgängen ebenso wie die Art der Umsetzung von Bundes- und Landesgesetzen. Dabei können die Länder auch auf indirektem Wege Einfluss nehmen, wie z. B. über die Bereitstellung der erforderlichen Infrastruktur. Schließlich lenken die Länder mit eigenen Fördermaßnahmen auch unmittelbar das Innovationsgeschehen.
Wie aber sind die Bedingungen für das Entstehen von Innovationen in den 16 Bundesländern ausgestaltet?
Wie erfolgreich sind die Länder mit ihrer jeweiligen Innovationspolitik?
Dies sind die zentralen Fragen, die im Brennpunkt der vorliegenden Untersuchung stehen. Dabei konzentriert sich die Analyse aufgrund der notwendigen Verfügbarkeit vergleichbarer Daten auf das Feld der Produktinnovationen. Für den Umfang von Prozess-, Organisations- und Marketinginnovationen liegen auf Ebene der Bundesländer bislang keine verlässlichen Daten vor. Auch soziale und politische Innovationen, die für die Entwicklung einer Gesellschaft ebenfalls von zentraler Bedeutung sind, müssen in dieser stark quantitativ ausgerichteten Vorgehensweise unberücksichtigt bleiben.
Um Innovationserfolge und -bedingungen in den Bundesländern messen und bewerten zu können, wird der gesamtwirtschaftliche Innovationsprozess in dieser Studie idealtypisch in die drei Bereiche (Grundlagen-)Forschung in öffentlichen Einrichtungen, Entwicklungsarbeit in Unternehmen und unternehmerische Umsetzung gegliedert.
Entsprechend dieser Überlegung werden die Erfolge der Bundesländer in den einzelnen Teilbereichen des Innovationsprozesses anhand quantitativer Indikatoren in einem Erfolgsindex abgebildet. Auch die Beschreibung und Bewertung der jeweils vorherrschenden Innovationsbedingungen fußt auf der Analyse von quantitativen Indikatoren, die ebenfalls getrennt für die Bereiche Forschung, Entwicklung und unternehmerische Umsetzung ausgewiesen werden. Zusätzlich wird über die »Breite des Innovationssystems« dargestellt, auf wie vielen Beinen die Innovationstätigkeit in den einzelnen Ländern steht, und im Vergleich zwischen staatlichem und privatem Beitrag zum Innovationssystem die Rolle des Staates besonders beleuchtet. Schließlich werden zentrale Indikatoren aus den Bereichen Schulbildung und Wissenschaft näher betrachtet, da diese in nahezu allen Teilen des Innovationsprozesses eine gewichtige Rolle spielen.
Ziel der Analyse ist, die zentralen Treiber für das Entstehen von Innovationen zu identifizieren und Transparenz über die unterschiedlichen Ansätze der Länder, Rahmenbedingungen für Innovation auszugestalten, herzustellen. Dabei liegt der Studie keine normative Vorstellung zugrunde, wie ein »gutes« Innovationssystem auszusehen hat. Die Analyse zeigt, dass vergleichbare Innovationserfolge auf sehr unterschiedlichen Wegen erreicht werden können.
Für ihre wissenschaftlich fundierte Konzeption und die ökonometrische Berechnung des dem Benchmarking zugrunde liegenden Modells der Messung von Innovationserfolgen und -bedingungen danken wir den drei Autoren der Studie, Prof. Dr. Norbert Berthold, Dominik Kögel und Matthias Kullas von der Universität Würzburg. Darüber hinaus gilt unser Dank den Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats des Projektes Benchmarking Deutschland Dr. Martin Ahbe (EU-Kommission, Brüssel), Dr. Hans Barth (Prognos AG, Basel), Prof. Dr. Egon Görgens (Universität Bayreuth), Dr. Rolf Kroker (Institut der deutschen Wirtschaft, Köln), Prof. Dr. Josef Schmid (Universität Tübingen) und Prof. Dr. Ulrich van Suntum (Universität Münster) für ihre gewohnt und bewährt konstruktive Begleitung und Unterstützung. Schließlich bedanken wir uns bei Andrea Kuhn für ihre wertvollen Anregungen und bei Philipp Niessen für die redaktionelle Bearbeitung des Manuskripts.
Eric ThodeSenior Expert Bertelsmann Stiftung
Dr. Thorsten HellmannProjektmanager Bertelsmann Stiftung
Inhaltsverzeichnis
Titel
Impressum
Vorwort
Executive Summary: Innovation in den Bundesländern - Erfolge und Rahmenbedingungen
I. Einleitung
Die Innovation in der Perspektive
Der Aufbau der Studie
Der methodische Ansatz
II. Das Innovationssystem
Ein Modell
Der Innovationsprozess in der Realität
Bestätigung des Modells durch ökonometrische Berechnungen
III. Bedingungen für Innovation
Forschung: Das erste Glied der Innovationskette
Unternehmertum: Von der Idee zum Produkt
IV. Ergebnisse
Der aktuelle Innovationserfolg: Der Erfolgsindex
Die Bedingungen für Innovation: Der Index der Innovationsbedingungen
Die Bedingungen für Forschung (Teilindex)
Die Bedingungen für Entwicklung (Teilindex)
Die Bedingungen für Unternehmertum (Teilindex)
Weitere Aspekte
V. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Innovationssystemen der Bundesländer
Erfolg und Bedingungen für Innovation
Das Innovationssystem der Länder nach ausgewählten Aspekten
Ausgewählte Aspekte innerhalb der Teilbereiche des Innovationssystems
VI. Politische Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen
Allgemeine Schlussfolgerungen
Innovation durch harte Faktoren erklärbar
Innovation besteht aus Forschung, Entwicklung und Unternehmertum
Von viel kommt viel
Verbesserungspotenzial durch mehr Effizienz
Breite des Innovationssystems
Nicht allein auf die Konzentration von Innovation in Agglomerationen setzen
Ostdeutschland ist auf dem richtigen Weg, zumindest Berlin, Sachsen und Thüringen
Weitere Schlussfolgerungen für den Bereich Forschung
Weitere Schlussfolgerungen für den Bereich Entwicklung
Weitere Schlussfolgerungen für den Bereich Unternehmertum
Schlussfolgerungen für den Bereich Bildung
Anhang I. Die wichtigsten Fakten für die einzelnen Bundesländer
Anhang II. Methodik des Bundesländervergleichs
Anhang III. Datendefinitionen und -quellen
Literatur
Executive Summary: Innovation in den Bundesländern - Erfolge und Rahmenbedingungen
Innovationen sind in entwickelten Volkswirtschaften ein zentraler Faktor für die langfristige Entwicklung von Wirtschaftsregionen. Indem Unternehmen neue Güter und Dienstleistungen erfolgreich auf den Märkten platzieren und indem sie mit verbesserten Produktionsverfahren sowie Organisationsformen Effizienzsteigerungen herbeiführen, erhöhen sie ihre Wettbewerbsfähigkeit und sichern ihren Fortbestand. Nach empirischen Studien ist technischer Fortschritt, der in engem Zusammenhang mit den Innovationen steht, für etwa ein Drittel des Wirtschaftswachstums verantwortlich (OECD 2008). Innovationen sind nicht zuletzt eine wichtige Voraussetzung für die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Innovationen schützen nicht nur vor dem Sog eines internationalen Lohnsenkungswettlaufs, sondern ermöglichen qualitativ hochwertige Arbeitsplätze, die angemessen produktivitätsorientiert entlohnt werden. Innovationen leisten damit auch einen erheblichen Beitrag zur einträglichen Teilhabe am Erwerbsleben.
Innovation benötigt allerdings die richtigen Rahmenbedingungen, um sich entfalten zu können. Die Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und die unternehmerische Umsetzung, ebenso wie für Bildung, bestimmen, wie leicht oder schwer es den Beschäftigten der Unternehmen eines Landes gemacht wird, neue Produkte, Prozesse oder Organisationsformen zu entwickeln und damit Neuerungen auf den Weg zu bringen, von denen der Fortschritt der Gesellschaft in wesentlichem Maße abhängt.
Für einen bedeutenden Teil der für die Innovation wichtigen Rahmenbedingungen ist die Politik der Bundesländer zuständig. Dazu gehören zunächst die Bereiche Bildung und Wissenschaft sowie zentrale Bereiche des Forschungssystems. Doch auch bei den Bedingungen für die unternehmerische Umsetzung von Inventionen in Innovationen spielen die Länder als Träger der öffentlichen Verwaltung eine bedeutende Rolle. Diese Gestaltungsspielräume können zu erheblichen Unterschieden in den Rahmenbedingungen führen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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