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Ein deutsches Ehepaar das in Spanien lebt und für Camping nur ein müdes Lächeln aufbrachte, wollte es ganau wissen und startete einen Selbstversuch. Der Wohnwagen wurde in Deutschland am Bodensee gekauft, und von dort nahm das Schicksal seinen Lauf. Quer durch die drei Länder passieren Dinge die man sich nicht ausmalen könnte. Diesem Reisebericht ist nichts hinzugefügt worden. Alles hat sich wirklich so abgespielt. Man kann es nicht glauben.
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Seitenzahl: 62
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Alfred Preis
Die Chaos Camper
Zurück zur Natur
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Liebe Leserin, lieber Leser.
Camping – zurück zur Natur
Die Chaos Camper
Dieser besagte Wowa
Alle Seitenteile fehlten. Sowie diverse Stangen.
Wieder im Tal angekommen
Am nächsten Tag,
Nachdem wir uns einige male verfahren hatten,
Wieder einmal
So sah der Eingangsbereich nicht aus
Die Bergabfahrt verlief angenehm,
Impressum neobooks
Animiert durch Erzählungen, untermauert mit Fotos
und E Mail Berichten über das Leben in der Natur und auf Campingplätzen, haben unsere Freunde Heidi und Dieter (der Familienname wird aus Datenschutzgründen nicht genannt) uns so neugierig gemacht, das wir es selbst ausprobieren wollten. Sie sollten wissen, dass wir bisher ein Leben in einem Wohnwagen oder Wohnmobil als das „Letzte“ ansahen und uns immer wieder fragten, warum sich Camper so was antun.
Kurz entschlossen kauften wir also einen sehr schönen gebrauchten Wohnwagen, mit 7 m. Länge, der schon recht komfortabel war, und nahmen uns auch vor, auf der Fahrt alle Freunde in Deutschland zu besuchen. Die einen länger, die anderen kürzer. Das daraus nichts wurde, konnten wir noch nicht ahnen, wir wussten ja nicht was auf uns zukam.
Von vorn herein wollte ich diesen Urlaubtrip schriftlich festhalten unter dem Arbeitstitel:
Nach 4 Wochen und 6276 Km und um viele Erfahrungen reicher, änderte ich den Titel in
Es handelt sich hier um einen Tatsachenbericht und nicht um einen Roman, es ist bei Zeus, nichts hinzugefügt und nichts weggelassen worden.
Bedanken möchte ich mich bei meiner lieben Frau Dizzi, die alle Strapazen fast klaglos über sich ergehen ließ.
Unseren Freunden Heidi und Dieter wünschen wir 4 Wochen Durchfall der übelsten Sorte, sowie 10 Folgen Lindenstr., die sie sich hintereinander anschauen müssen. Wir behalten uns vor, eine Schadenersatzklage in Höhe von 10.000€. wegen Vorspielung falscher Tatsachen und Körperverletzung zu erheben.
Dem Platzzuteiler in 26120 Chabeuil, einem französischen Mec, ( franz. Wort für ein Arschgesicht) wünschen wir die Pest an den Hals. Er hat uns im strömenden Regen den Platz Nr. 24 zugewiesen, wissendlich, das der Platz einen Lehmboden hat, auf dem 5 cm. Wasser stand, und ca. 60 qm. groß war.
Wie schon erwähnt, konnten wir nicht wirklich mitreden wenn das Thema Camping wieder einmal auf der Tagesordnung stand. Die größten Bedenken hatten wir, das die Sanitäreinrichtungen nicht unserer Intimsphäre entsprechen könnten. Also haben wir beschlossen es auszuprobieren, um doch vielleicht Gefallen an der Sache zu finden.
Im Internet fanden wir dann einen Weippert Wohnwagen der auf den ersten Blick unseren Vorstellungen entsprochen hat. Doppelbett, Waschbecken separat, und Toilette und Dusche zusammen. Wir haben uns für einen Wowa entschieden, da wir mehr Platz hatten und das Leben im Felde erst ausprobieren wollten. Zum Ausprobieren war uns ein Wohnmobil zu teuer. Sollte es uns nicht zusagen, so hätten wir direkt 30 oder 40 Tausend Euro am Fuß, und müssten beim Verkauf große Abstriche machen.
auf Einzelheiten gehe ich im weiteren Verlauf noch ein – stand in Ravensburg am Bodensee und musste dort abgeholt werden.
Freund Armin versorgte uns mit einem Navigationsgerät, das den Navi im Mercedes alt aussehen ließ.
Auch ein Flachbildschirm mit 19 Zoll und eingebautem DVD Player, sowie ein Receiver mit Premiere machte Armin ausfindig. Unser Fahrzeug war bei der Abreise so beladen, das man uns für Türken auf der Heimreise nach Anatolien halten konnte.
Selbst Inor, unser Familienhund, musste auf einen Teil seines Komforts verzichten.
Unsere Absicht war es, 2 oder vielleicht 3 Monate durch die Lande zu ziehen um Land und Leute kennen zu lernen, abseits von den Autobahnen. In freudiger Erwartung dessen, sind wir dann losgefahren.
So kamen wir denn in Bad Waldsee an, einige Km vor Ravensburg und wir entschlossen uns hier zu übernachten.
Beim abendlichen Spaziergang mit Inor stellte ich fest das in Bad Waldsee die Fa. Hymer angesiedelt ist, die vor einigen Tagen ein großes Jubiläumsfest gab, bei dem auch Heidi und Dieter anwesend waren. Allein schon vor der Fa. Hymer zu stehen, so habe ich Dieter verstanden, adelt den richtigen Camper.
An diesem Abend ging die Kacke schon los. Es regnete was vom Himmel kommen kann. Am nächsten Morgen das gleiche Bild…Regen…Pause …Regen….Pause…. wobei die Regenperioden immer länger wurden.
Da wir uns mit dem Verkäufer erst am Nachmittag verabredet hatten, fuhren wir zu einem Campingausstatter in der Nähe. Der Fa. Fritz Berger. Dort bekommt das Camperherz alles was es braucht, für viel Geld. Auch wir ließen dort ca. 300 € hängen für verlängerte Autospiegel, Melamin Geschirr, Gasflasche und was man so mit sich rumschleppt und doch nicht braucht. Wir wollten ja nicht mit null in das Profi - Camperleben einsteigen.
Und weiterhin Regen, Regen und nochmals Regen.
Der Wowa Verkäufer – Andreas – mit dem ich schon mehrmals telefoniert hatte, erwies sich als netter Kerl. Nachdem wir den Papierkrieg erledigt hatten –Versicherung, TÜV, Steuern und Kaufvertrag- mussten wir zur Übernahme noch einige Km fahren, da unser zukünftiges Zuhause in der Scheune eines Bauernhofes stand. Die ganze Einweisung und das erstmalige Ankuppeln an unser Auto fand im strömenden Regen statt, denn vor meiner Ankunft hat man logischerweise den Wowa ins Freie geschoben. Andreas, der sich genötigt sah die Ankuppelei selbst durchzuführen, sah aus, als hätte man Ihn aus dem Bodensee gezogen.
Auch meine Stimmung wurde nicht besser, als das Ding dann endlich am Haken hing. Leicht angeduscht und kalt, klemmte ich mich hinter das Steuer und zog zum ersten mal so eine Kartoffelkiste hinter mir her.
Ein Gespann – wie die Camper sagen – von 12 m Länge und einer Breite ( Wowa ) von 2.50 m und einem Gewicht von 1.500 Kg fährt sich nun mal nicht so gut wie ein Smart.
Nachdem ich auf weitere Instruktionen verzichtet habe, denn es regnete wie schon gesagt ununterbrochen, machten wir uns auf den Weg nach Tettnang auf den Campingplatz Badhütten. Hier wollten wir erst mal alles ausprobieren wie Vorzelt aufbauen, abkuppeln, Wagen ausrichten, Fernsehantenne und Fernsehgerät anschließen, u.s.w.
War ich bislang der Meinung das Therford eine englische Kampfhunderasse und Porta Potti ein italienischer Autodesigner ist, so wurde ich wiederum eines besseren belehrt. Es handelt sich schlicht und ergreifend um die sagenumwobene fest eingebaute Campingtoilette. „Die“ Campingtoilette die anscheinend nur in Notfällen benutzt wird. Aber alle Nase lang sieht man jemanden mit dem transportablen Unterteil des Chemieklos - man nennt das Kassette - durch die Gegend rennen. Es erinnert mich daran das keiner die Bildzeitung ließt, aber täglich werden 5 Mill. Exemplare gedruckt.
Man muss schon sagen das es eine Zumutung ist diesen Miniklo zu benutzen. Von der Größe her und auch vom Fassungsvermögen würde er gut in eine Vorschule passen. Altersklasse 4 – 6 Jahre.
Herr Therford hat es aber geschafft das seine Konstruktion als Standartmodell in fast allen Wowa und Wo-Mobilen eingebaut ist. Das von außen herausziehbare Unterteil, ist schon eine geniale Konstruktion. Aber Klo bleibt Klo. Ein besonderes Vergnügen ist es jedoch diesen Plumpsklo zu entleeren. Trotz Chemie und Parfüm stinkt das Ding immer noch ( erst recht bei hoher Temperatur ) und es ist an Peinlichkeit fast nicht zu überbieten, wenn man auch noch zum Entleeren anstehen muss.
Wenn man jedoch 250 Meter bis zum nächsten Sanitärgebäude rennen muss und es regnet in Strömen oder es ist schon dunkel, dann überlegt man sich doch ob man nicht besser diesen Porta Pippi benutzt.
