Die drei Steine der Macht - Sabine Kalkowski - E-Book

Die drei Steine der Macht E-Book

Sabine Kalkowski

4,8

Beschreibung

Max Anders ist eigentlich zu normal, um ein Held zu sein. Gerade in seinem Beruf als Bauingenieur gestartet, langweilt er sich fast zu Tode. Da wacht er eines Morgens in einer fremden Welt auf, wo er von einem einbeinigen Zwerg, einer jungen Abenteuererin und einem Hund gefunden wird. Max hat wenig Zeit sich zu fragen, ob das alles ein Traum ist. Als eine Wahrsagerin ihm erklärt, dass er Teil einer alten Prophezeiung ist und die Hauptrolle im Kampf um das Schicksal der "Anderwelt" spielt, muss er zeigen, wozu ein pragmatischer Mensch in einer phantastischen Welt fähig ist. Um zu bestehen, muss er sich nicht nur gegen kaltblütige Söldner zur Wehr setzen, sondern auch Drachen und Magier bekämpfen, um so die "Drei Steine der Macht" zu finden. Ein selbstironischer Urban-Fantasy-Roman!

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 552

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
4,8 (16 Bewertungen)
13
3
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Sabine Kalkowski

Die drei Steine der Macht

Originalsausgabe 2013

© MARLON 2013

Ein Imprint der Joh. Brendow & Sohn Verlag GmbH

Gutenbergstr. 1, 47443 Moers

www.marlon-verlag.de

1. digitale Auflage: Zeilenwert GmbH 2013

ISBN 9783943172379

Autor und Verlag haben das Buch sorgfältig geprüft. Für eventuelle Fehler kann dennoch keine Gewähr übernommen werden.

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der gesetzlich geregelten Fälle muss vom Verlag schriftlich genehmigt werden.

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titel

Impressum

Prolog

Teil 1 Der Hundertjahrezauber

Kap. 1: Die eine Wirklichkeit

Kap. 2: Die andere Wirklichkeit

Kap. 3: Kleider machen Leute

Kap. 4: Liebe geht durch den Magen

Kap. 5: Die andere Art der Fortbewegung

Kap. 6: Verräterische Ohren

Kap. 7: Die Furt

Kap. 8: Ein hoher Preis

Kap. 9: Vergebliche Vorsicht

Kap. 10: In der Falle

Kap. 11: Über Stock und Stein

Kap. 12: Altseeburg

Kap. 13: Der Hundertjahrezauber

Teil 2 Die Dracheninsel

Kap. 14: Die Suche beginnt

Kap. 15: Anhaltspunkte

Kap. 16: Sturmvogel

Kap. 17: Angeheuert

Kap. 18: Segel setzen

Kap. 19: Der Große Markt

Kap. 20: Piraten in Sicht

Kap. 21: Die Dracheninsel

Kap. 22: Hilfsmittel eines Diebes

Kap. 23: Wächter des Steins

Kap. 24: Der Stein der Macht

Kap. 25: Duft der Freiheit

Kap. 26: Heimat in Sicht

Teil 3 Der Wald der Schatten

Kap. 27: Land in Sicht

Kap. 28: Wahre Geschichten

Kap. 29: Einsame Wildnis

Kap. 30: Das Dorf der Toten

Kap. 31: Schneesturm

Kap. 32: Der Wald der Schatten

Kap. 33: Die Lichtung

Kap. 34: Das Himmelsvolk

Kap. 35: Agilwardus

Teil 4 Die Steine der Macht

Kap. 36: Der Auserwählte

Kap. 37: Die unbeantwortete Frage

Kap. 38: Dreifuß´ sechster Sinn

Kap. 39: „Sie ist weg!“

Kap. 40: Noch rechtzeitig gefunden

Kap. 41: Der letzte Kampf

Kap. 42: Die heilige Grotte

Kap. 43: Der unberechenbare Zauber

Prolog

Mit einem Ruck erwachte die alte Frau aus ihrem unruhigen Schlaf. Die gesamte Höhle leuchtete in einem goldenen Licht.

Es war wieder so weit.

Der Zauber hatte abermals einen Menschen auserwählt, um die drei Steine der Macht zu finden und zurückzubringen. Sie waren vor eintausend Jahren von drei Brüdern aus der heiligen Grotte gestohlen worden. Irgendwo auf dieser Welt würden die Steine nun ebenfalls aufleuchten und den Dieben verraten, dass die Suche erneut begonnen hatte.

Sie richtete sich mühsam auf, ignorierte das Reißen im Rücken und schob ihre Füße in die Schuhe vor ihrem Bett. Vor über zweihundert Jahren hatte der Geist der Weisen Magna von diesem Körper Besitz ergriffen. Nun war er alt, verbraucht und ausgehöhlt. Die Zeit des Übergangs nahte, sie fühlte es und war dankbar.

Die Mädchen waren bereit. Eine von ihnen würde das neue Gefäß der Weisen Magna, Hüterin der Steine der Macht, werden. Wenn die Suche vorüber war. Solange musste sie durchhalten, denn der Übergang brauchte ihre gesamte Kraft und Konzentration, die sie jetzt aber auf den Auserwählten gerichtet halten musste.

Ächzend erhob sie sich und ging langsam, einen Fuß vor den anderen setzend, in die heilige Grotte. Das goldene Licht, das von dem leeren Schrein ausging, pulsierte in dem Herzschlag eines Menschen. Schon begann es langsam zu verblassen.

Zweimal hatte sie in diesem Körper den Tod des Auserwählten gefühlt und siebenmal in den anderen Körpern davor. Würde es diesmal gelingen, oder würden sich die Brüder wieder als stärker erweisen?

Still wie eine Statue stand sie da und blickte auf das ersterbende Licht. Sie spürte das Pulsieren in sich. Bald würde sie es erfahren.

Teil 1Der Hundertjahrezauber

Die eine Wirklichkeit

Abrupt wurde Max Anders von dem schrillen Piepton seines Weckers aus dem Schlaf gerissen. Das Gesicht zur Grimasse verzogen, tastete Max in der Dunkelheit nach dem Knopf, der ihn von diesem schrecklichen Geräusch erlösen würde.

Geschafft.

Mit einem Seufzer ließ Max den Kopf zurück auf das Kissen sinken. Irgendwann bekam er noch mal vor lauter Schreck einen Herzinfarkt. Und das sollte die nächsten vierzig Jahre so weitergehen? Er war ja froh, dass er gleich nach seinem Studium einen Job bekommen hatte, aber irgendwie hatte er sich das Arbeitsleben etwas anders vorgestellt. Mit seinen 27 Jahren war er zwar nicht der Jüngste in der Firma, aber es war trotzdem schwer sich durchzusetzen, da ihm einfach noch die Erfahrung fehlte. Und dann dieser Umgangston. War das normal?

Warum nur musste er beim Aufladen helfen? Warum war das nicht gestern Abend erledigt worden? Immer lief in der Tischlerei, in der er arbeitete, alles so kreuz und quer.

Bevor ihm die Augen wieder zufallen konnten, machte er Licht und setzte sich auf. Der Wecker zeigte 4:00 Uhr an. Eine unmenschliche Zeit. Definitiv nicht zum Aufstehen geeignet. Er fuhr sich mit den Fingern durch die Haare und stöhnte leise. Sein Körper schrie nach Schlaf und gab ihm deutlich zu verstehen, dass er mehr als nur eine Tasse Kaffee brauchen würde, um in die Gänge zu kommen.

Max versuchte sich daran zu erinnern, was er geträumt hatte, bevor er hatte aufwachen müssen. Irgendetwas von Türen, die zu groß für die Öffnung waren, in die sie eingebaut werden sollten. Er träumte immer solche Dinge, wenn ein Auftrag in die Montagephase kam. Müde schob er die zerknüllte Decke zur Seite, stand auf und schlurfte ins Bad. Sein Spiegelbild sagte ihm, dass er genauso kaputt aussah, wie er sich fühlte.

Max quetschte den letzten Rest aus der Zahnpastatube auf die Bürste. Seine grün-braun gesprenkelten Augen fielen ihm immer wieder zu, während er sich die Zähne schrubbte. Dann versuchte er seine braunen Haare, die wie jeden Morgen in alle Richtungen abstanden, halbwegs in Form zu bringen. Es wurde mal wieder Zeit, dass er zum Friseur ging.

Vielleicht heute, auf jeden Fall würde er pünktlich gehen. Hoffentlich.

Das Auto sprang erst beim zweiten Versuch an.

„Reiß dich zusammen!“, sagte Max zu seinem alten Golf. „In zwei Wochen ist die Jahresinspektion, bis dahin musst du durchhalten!“

Ihm entging allerdings das seltsame Rasseln nicht, das gestern irgendwie noch nicht da gewesen war.

In der Firma war bereits Licht. Die ersten Elemente lagen schon auf dem LKW, und eine Stunde später fuhr der Laster dann wie geplant los. Max beschloss, sich dies rot im Kalender anzustreichen, denn normalerweise kam der Zustand ´planmäßig` in dieser Firma nicht vor.

Der Rest des Tages verlief dann allerdings alles andere als planmäßig. Max´ Hoffnungen, pünktlich nach acht Stunden das Gelände verlassen zu können, wurden zunichte gemacht, noch bevor er seinen Computer richtig hochgefahren hatte. Wie so oft kam der Chef ins Büro gestürmt, eine Skizze in der Hand. Er bräuchte diese ganz dringend als Zeichnung und die Kostenkalkulation dazu. Die Einwände, dass die Planung für den aktuellen Auftrag heute fertig werden müsste, wurden komplett ignoriert. „Nicht aufregen“, dachte sich Max. „Bloß nicht aufregen!“ Er atmete tief durch, ein und aus, ein und aus. Dann holte er sich aus der untersten Schublade seines Schreibtischs die Tafel Schokolade für den Notfall, stopfte sich drei Stücke auf einmal in den Mund und lutschte sie langsam auf. Er seufzte. Den pünktlichen Feierabend konnte er wohl vergessen. Wieder einmal. Resigniert holte er sich noch eine Tasse Kaffee und begann mit der Arbeit.

Am frühen Nachmittag kam der Chef wieder ins Büro gerannt. Der Architekt vom derzeitigen Auftrag bräuchte dringend die Planung zur Freigabe, die sollte doch schon längst fertig sein. Max holte tief Luft, um nichts Unüberlegtes zu sagen, und gab seinem Chef die Zeichnung und die Kalkulation, die er ja so dringend brauchte.

„Ich bin dabei!“, meinte Max.

Der Chef schaute auf das Papier in seiner Hand.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!