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Die Ermittlerin Layla und ihr Partner John bekommen es mit einer Mordserie an jungen Frauen zu tun und alle eine gewisse Ähnlichkeit mit der Ermittlerin haben. Da die Opfer alle zerfetzt und blutleer aufgefunden werden hat Seth Blane die Möglichkeit als neuen Kollegen der beiden sich in den Ermittlungen einzuschleusen. Schnell stellt sich heraus, dass er ein Vampir ist und seine eigenen Gründe hat um den Täter zu finden. Auch ihm wird schnell bewusst das etwas an der Ermittlerin anders ist. Derweil hat Layla mit persönlichen Herausforderungen und Geheimnisse zu kämpfen. Als sie dann auch Bekanntschaft mit dem Täter macht, wird alles verkompliziert. Denn der Täter ist auch ein Vampir. Mit ihm verbindet sie nicht nur seine Vergangenheit, sondern auch ein besonderes Band. Geheimnisse werden offenbart und die Geschehnisse nehmen ihren Lauf, von dem beide niemals erwartet haben.
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Seitenzahl: 304
Veröffentlichungsjahr: 2025
1.Kapitel - Layla
2.Kapitel - Seth
3.Kapitel - Layla
4.Kapitel - Seth
5.Kapitel - Layla
6.Kapitel - Damien
7.Kapitel - Seth
8.Kapitel - Layla
9.Kapitel - Seth
10.Kapitel - Layla
11.Kapitel - Damien
12.Kapitel - Layla
13.Kapitel - Seth
14.Kapitel - Layla
15.Kapitel - Damien
16.Kapitel - Layla
17.Kapitel - Seth
18.Kapitel - Layla19.Kapitel - Damien
20.Kapitel - Layla
21.Kapitel - Damien
22.Kapitel - Seth
23.Kapitel - Layla
24.Kapitel - Damien
25.Kapitel - Layla
26.Kapitel - Seth
27.Kapitel - Damien
28.Kapitel - Seth
29.Kapitel - Layla
30.Kapitel - Damien
31.Kapitel - Seth
32.Kapitel - Layla
33.Kapitel - Damien
34.Kapitel - Seth
35.Kapitel - Layla
36.Kapitel - Damien37.Kapitel - Seth
38.Kapitel - Layla
39.Kapitel - Damien
40.Kapitel - Layla
41.Kapitel - Damien
42. Epilog/Layla
Die Ermittlerin Layla und ihr Partner John bekommen es mit einer Mordserie an jungen Frauen zu tun und alle eine gewisse Ähnlichkeit mit der Ermittlerin haben. Da die Opfer alle zerfetzt und blutleer aufgefunden werden hat Seth Blane die Möglichkeit als neuen Kollegen der beiden sich in den Ermittlungen einzuschleusen. Schnell stellt sich heraus, dass er ein Vampir ist und seine eigenen Gründe hat um den Täter zu finden. Auch ihm wird schnell bewusst das etwas an der Ermittlerin anders ist. Derweil hat Layla mit persönlichen Herausforderungen und Geheimnisse zu kämpfen.
Als sie dann auch Bekanntschaft mit dem Täter macht, wird alles verkompliziert. Denn der Täter ist auch ein Vampir. Mit ihm verbindet sie nicht nur seine Vergangenheit, sondern auch ein besonderes Band. Geheimnisse werden offenbart und die Geschehnisse nehmen ihren Lauf, von dem beide niemals erwartet haben.
1.
Layla
Ich lenke das Auto durch die Straße. Mein bester Freund und Kollege sitzt neben mir und wirkt angespannt. Wieder ein Mord, es ist bereits der dritte in dieser Woche. Und wieder handelt es sich um eine junge Frau. Ich betrachte meinen Freund von der Seite. Seine Gesichtszüge sind starr, sein Körper vibriert vor Anspannung. Sein Blick funkelt vor Wut. Ich seufze „John beruhige dich endlich. Wir werden die Verantwortlichen schon finden und schnappen. Das haben wir bisher immer getan“. „Layla, es ist die dritte Leiche in der Woche! Alles junge Frauen auf derselben Art und Weise“. „Es ärgert mich genauso wie dich, ich will den Verantwortlichen genauso schnappen wie du“! Ich halte an der Straßenecke an und wir steigen aus. Dann laufen wir gemeinsam in die Gasse. Die Absperrung steht, unsere Kollegen laufen umher. Wir passieren die Absperrung, John geht zu einem der Kollegen und ich laufe zu Jen von der Pathologie, die vor der Leiche kniet. Ich betrachte das Opfer. Wieder eine schwarzhaarige junge Frau. Wie bei den anderen beiden Morden, ist ihre Kehle zerfetzt sowie ihre Kleidung. „Jen, kannst du schon etwas sagen“?Sie steht auf und betrachtet die Leiche. „Bisher kann ich nur sagen das es wie bei den anderen beiden war. Ihre Kehle wurde zerfetzt, auch die Vorgangsweise ist dieselbe. Wenn ich richtig liege, wird dieses Opfer auch blutleer sein. Wie bei den anderen beiden wurde sie an einem anderen Ort getötet und hier abgeladen. Ich habe hier nirgends Blut oder einen Hinweis gefunden. Das Einzige, was dieses Mal anders ist, sind die Einstiche am Handgelenk“. Sie kniet sich wieder hin, greift nach dem Handgelenk und dreht es, so dass ich zwei Stiche sehe. „Ich vermute mal das sie erst getötet, dann ihr Blut abgenommen und dann so zugerichtet wurde, bevor man sie hier abgeladen hat. Dieser Akt deutet eher darauf hin, dass die Opfer durch ein Wut Akt so zerfetzt wurden“. Ich ziehe die Brauen zusammen. „Merkwürdig, warum nimmt man den Opfern das Blut? Und wieso werden sie dann so zerfetzt, zumal sie bereits Tod waren“? Jen erhebt sich wieder und zuckt mit den Schultern. „Das ist euer Job das herauszufinden“. John gesellt sich zu uns. Er wirft erst mir, dann Jen einen Blick zu bevor er die Leiche betrachtet. „Jen kannst du mir bitte ihr Gesicht zeigen? Ich habe keine Handschuhe“. Jen nickt und bückt sich, dann dreht sie den Kopf des Opfers in Johns Richtung. Sie sieht angespannt zu John, der wiederum sprüht vor Zorn. Was entgeht mir hier? Ich schaue beide Erwartungsvoll an. Johns Blick trifft auf meinen. „Es ist kein Zufallsopfer. Der
Täter such sich gezielte Opfer aus“. Ich runzle die Stirn „und“? Ungläubig schaut er mich an „schau dir mal das Gesicht genau an“! „Sie ähneln sich, ich weiß“. John braust auf „Layla! Alle drei Opfer sind Mitte Zwanzig, groß und schlank. Alle drei sind weiß, lange schwarze Haare und haben ein schmales Gesicht. Das Einzige, was sich unterscheidet ist die Augenfarbe“! „Ja John das sehe ich selber“ gebe ich sarkastisch zurück. Jen erhebt sich seufzend und zieht ihre Handschuhe ab. Sie kommt auf mich zu und legt mir eine Hand auf den Arm. Layla liebes, was John damit sagen will, ist, entweder will jemand deine Aufmerksamkeit oder jemand sucht gezielt nach dir“. Verwirrt betrachte ich John und Jen. „Warum sollte das jemand tun“? „Layla, warum wissen wir nicht. Nur das alle drei Opfer Ähnlichkeit mit dir haben“. Ich schnaube „das ist vollkommener Blödsinn“! Ist es nicht, denn ich bin nicht normal. Eigentlich bin ich nicht einmal ein Mensch. „Dreißig Prozent aller Frauen könnten so aussehen. Das ist vielleicht nur Zufall, dass jemand es auf schwarzhaarige junge Frauen abgesehen hat. Dafür kann es haufenweise Gründe geben“! Beide betrachten mich, aber ich kann erkennen das sie nicht davon überzeugt sind. Dennoch scheinen sie es dabei zu belassen. „Gut. Wenn es erstmal nichts weitergibt, fahren wir zurück. Ich will schnellstmöglich den Bericht abgeben und dann nach Hause. Ich brauche meinBett“! John seufzt und nickt. Mein Nacken beginnt zu gribbeln und ein Schauer durchfährt meinen Körper. Langsam drehe ich mich um und beobachte die Gegend. Ich schließe die Augen, blende alle Stimmen und Geräusche aus. Dann strecke ich meine Sinne aus. Ich spüre nur John seine wilde Aura. Ich öffne die Augen, John steht vor mir und betrachtet mich. „Ist alles gut mit dir“? „Alles gut! Machen wir uns los“. John betrachtet mich nochmal kurz und dann laufen wir gemeinsam zum Auto. Ich reiche John die Autoschlüssel „du fährst. Ich will mit dem Bericht anfangen“. Er nimmt sie mir ab und steigt ein. Ich öffne die Beifahrertür, schaue mich noch einmal um und steige dann auch ein.
Auf dem Revier angekommen steuere ich direkt mein Büro an. John geht direkt zum Chief um zu berichten. Ich betrete mein Büro und lasse mich auf mein Bürostuhl fallen, dann beende ich mein Bericht. Danach verlasse ich mein Büro und halte bei Kat an. „Hier Kat, der Bericht. Er kommt in den Ordner zu den beiden letzten Fällen“. Traurig schaut sie mich an „wieder eine junge Frau“? ich nicke nur und laufe zum Büro vom Chief. Ohne anzuklopfen, betrete ich das Büro. John reicht mir einen Kaffee ohne mir in die Augen zu sehen. Wenn John mein Blick ausweicht, ist irgendetwas im Busch. Mein Blick schießt sofort zum Chief. Er bedenkt mich miteinem väterlichen Blick. Man wie ich diesen Blick hasse. Das tut er immer dann, wenn er mir etwas sagen wird das mir nicht gefällt. „Layla, John hat mir berichtet, dass es sich wieder um eine junge Frau handelt. Er hat mir auch gesagt, dass du die Gefahr nicht richtig einschätzt und dich weigerst zu glauben, dass alle Opfer Ähnlichkeit mit dir haben“. Deswegen weicht er meinen Blick aus. Dieser verdammte Feigling! „Na und? Dann haben sie eben etwas Ähnlichkeit mit mir, dass haben viele andere auch“! Streng schaut mich der Chief an „ich habe die Fotos der Opfer gesehen. Sie haben nicht nur ein wenig Ähnlichkeit, Layla! Wie dem auch sei“. Es klopft an der Bürotür und der Chief seufzt. „Herein“ donnert er. Die Tür öffnet sich und ein großer, schlanker Mann tritt ein. Ich mustere ihn, kurze schwarze Haare, trainierte Körper, seine Gesichtspartie ist ebenmäßig und kantig. Sein Ausdruck ist unleserlich. Sein Blick wandert von John zum Chief und dann zu mir. Leuchtend blaue Augen betrachten mich. Ich lege den Kopf schief und erwidere seinen Blick mit einer hochgezogenen Braue. Dann blinzelt der Typ ein paar Mal, und wendet er seinen Blick wieder ab. Der Chief seufzt genervt und dann schaut er wieder zu mir. „Layla, nimm das nicht auf die leichte Schulter. John und ich machen uns langsam sorgen. Ich habe deinen Vater versprochen auf dich aufzupassen. Deswegen bekommt ihr Unterstützung. Detektiv Blane wird absofort eure Unterstützung sein“. „Das ist nicht dein Ernst? Bisher sind John und ich ganz gut alleine klargekommen. Ich brauche und will kein Fremden an der Backe haben“! Der Chief donnert seine Hand auf den Tisch. John zuckt leicht zusammen, nur ich stemme meine Hände in den Hüften und starre den Chief genauso zornig an. „Layla Jackson! Du tust, was ich dir sage, sonst ziehe ich dich von dem Fall ab und du bekommst Büroarbeiten“! Ich schnaube „das glaubst du doch wohl selbst nicht. Ich bin die beste und davon abhalten kannst du mich sowieso nicht“! „Es reicht Layla, treib es nicht so weit! Ich weiß sehr wohl, wie gut du bist, aber glaube ja nicht das ich dich nicht abziehen würde! Alleine schon, weil du die potenzielle Gefahr nicht ernst nimmst“! Ich knurre „ist das ein Befehl des Bosses oder von meinem Onkel“? Der Chief seufzt „sowohl als auch“! Der Chief reibt sich übers Gesicht. „Layla, verstehe das bitte. Wir machen uns Sorgen“! Ich knurre erneut „na schön! Wie du willst, ich verschwinde jetzt“! Der Chief nickt und ich drehe mich zu John „wir sehen uns morgen du elender Verräter“! „Layla“? „Nein John heute nicht mehr“! Dann drehe ich mich zu dem Typen „stehst du mir in den Weg oder pfuscht du mir in die Arbeit, trete ich dir gewaltig in den Arsch“! Damit verschwinde ich aus dem Büro.
2.
Seth
Ich beobachte, wie sie vor Wut das Büro verlässt. Sie hat Feuer, das ist klar. Als ich ihre kupferfarbenen Augen sah, spürte ich ein Erkennen tief in mir. Es war nur nicht greifbar. Layla Jackson ist fünfundzwanzig Jahre alt, beide Eltern Tod, großgezogen von ihrem Onkel. Ihre Laufbahn ist außergewöhnlich. Bisher konnten sie alle Fälle schnell lösen. Nur dieses Mal wird der Ausgang nicht in ihrem Sinne ablaufen. Der Täter ist kein Mensch, sondern ein Vampir. Ich beobachte Layla Jackson schon seit dem ersten Mord. Die Pathologin habe ich bezirzt um Antworten zu bekommen. Alle drei Opfer waren junge Frauen, Anfang zwanzig. Alle drei fehlte das Blut und ihre Kehlen waren zerfetzt. Die Opfer weisen eine gravierende Ähnlichkeit mit Layla Jackson auf, was bedeutet das ein Vampir ihre Aufmerksamkeit will. Ich will wissen warum. Was ist an ihr so besonders, dass sie die Aufmerksamkeit eines Vampirs erregt hat? Das ist auch der Grund, wieso ich mich hier eingeschleust habe. Ich drehe mich um und schaue Chief Michaels an. „Reizend“ sage ich trocken. ChiefMichaels seufzt „ja, meine Nichte ist was Fremde betrifft, etwas schwierig“. Ihr Partner gluckst „das war aber nett ausgedrückt Chief“. Chief Michaels Mundwinkel zucken „stimmt. Aber eigentlich ist sie, naja sagen wir mal erträglich“. Ihr Partner lacht „sag doch wie es ist. Layla ist schwierig und stur, aber liebenswert“. Der Chief schmunzelt und nickt „ja sie ist ihrem Vater sehr ähnlich. Habt ein Auge auf sie. Sie unterschätzt die Gefahr, auch etwas, was sie von ihrem Vater hat“. Ein trauriger Ausdruck liegt auf seinen Zügen. Ich schalte mich ein. „Muss ich irgendetwas wissen, was nicht in der Akte steht“? Ihr Partner runzelt die Stirn. „Naja, es ist vielleicht weit hergeholt aber wir vermuten das der Täter die Opfer aus Wut so schändet. Laut Jen waren alle Opfer vor dem Schänden getötet. Und sie waren alle Blutleer. Entweder sucht er nach einer bestimmten Person oder er ist wütend auf irgendjemand der den Opfern gleicht“. Interessante Logik, ich verstehe, warum die beiden so gut sind. Beide sind intelligent und aufmerksam, gewissenhaft und gründlich. Diese Eigenschaften sind für Menschen selten. Ihr Partner seufzt „da wir eine Weile zusammenarbeiten werden, ich bin John. Unsere Layla kennst du nun jetzt auch“. Ich nicke „Seth reicht. Muss ich beim nächsten aufeinander treffen in Deckung gehen“? John grinst „naja, wenn heute Nacht nicht noch ein Mord geschieht, sollte sie etwas erträglicher sein. Niemand will eine wütende, unausgeschlafene
Layla“. „Gut zu wissen“ murmle ich. John grinst schief „du bekommst das schon hin“. Ich nicke und betrachte ihn. Mir fällt auf das er abstand hält und auch jetzt fällt mir ein das niemand mir die Hand reichte. In der Gasse konnte ich aber sehen wie Layla und John sich sehr wohl berührten. Soweit ich weiß, begrüßen sich Menschen mit einem Händedruck, John tat es jedoch nicht. Aber dennoch ist er freundlich. Das passt überhaupt nicht zusammen. Noch etwas, was ich herausfinden muss. Sowohl Layla als auch John sind auf menschliche Weise eigenartig. Wir verabschieden uns vom Chief und verlassen das Büro. Auch jetzt fällt mir auf das John wartet, bis ich als erstes das Büro verlasse.
3.
Layla
Unsanft werde ich aus dem Schlaf gerissen. Ich öffne nur ein Auge. Helligkeit, zumindest ist es Tag und ich habe mehr als nur drei Stunden geschlafen. Es klingelt wieder, mit einem stöhnen schmeiß ich die Decke zur Seite und rolle mich schwerfällig aus dem Bett. Das Klingeln hört nicht auf. Ich schlürfe zur Tür und reiße sie genervt auf. Sofort wird mir ein Becher Kaffee vor die Nase gehalten. Ich reiße John den Becher aus der Hand und trotte in die Küche. Ich lasse mich auf einen Hocker fallen und genieße den ersten Schluck. Im Augenwinkel sehe ich wie John die Tür hinter sich schließt und langsam zum Küchentresen kommt. Er stellt mir eine Tüte von der Bäckerei vor die Nase und wendet sich der Kaffeemaschine zu. Meine Kaffeemaschine läuft und ich trinke den Rest aus dem Becher leer. John setzt sich neben mich und schaut zu wie ich in die Tüte greife. Lecker Plunder, beherzt beiße ich hinein und vertilge es genüsslich. Dann schau ich John an. „Habe ich etwas verpasst, was ich wissen sollte“?John schüttelt den Kopf „nein. Ich bin kurz nach dir abgehauen“. „Und unser Anhängsel“? Er runzelt die Stirn „war nichts. Er war zurückhaltend und sprach nicht viel. Aber keine Ahnung, an diesem Seth Blane ist etwas merkwürdig“. Dann grinst er schief „eigentlich passt er perfekt zu uns“. Ich schnaube nur. Keine Ahnung wieso, aber ich will ihn nicht in meiner Nähe haben. Ich kann es nicht erklären warum. Mein Blick geht zur Uhr, scheiße wie lange habe ich denn geschlafen? Es ist schon drei Uhr nachmittags! „Ich gehe mich mal fertig machen“! „Lass dir Zeit Lay, Jen fängt erst in einer Stunde an“. Ich erhebe mich und schlendere ins Bad. Ich dusche ausgiebig, dann putze ich mir die Zähne. Ich betrachte meine Zähne. Mein Zahnfleisch rötet sich langsam. Also noch ein Zwischenstopp zu Mary. Ich wickle mir ein Handtuch um den Kopf und eins um den Körper und verlasse das Bad. Im Augenwinkel sehe ich das John mir bereits einen neuen Kaffee in den Becher füllt. Ich laufe in mein Schlafzimmer und hole mir Unterwäsche, Leggings und ein Wollpullover heraus. Dann ziehe ich mich an, löse das Handtuch vom Kopf. Kurz kämme ich sie mir durch und binde sie zusammen. Dann verlasse ich das Schlafzimmer. Ich greife nach meiner Waffe vom Tisch und befestige sie an meinem Oberschenkel, bedeckt von meinem langen Pullover. Dann greife ich nach meiner Dienstmarke und John reicht mir den Becher. Wir verlassen mein Haus und laufen zumAuto. Abrupt bleibe ich stehen und starre John verärgert an „ernsthaft“? John seufzt „nimm es hin Lay. Es ist ja nicht für ewig“. „Na schön, ich fahre“. Dann grinse ich John an. „Du mein lieber darfst dich dann hinten entspannen“. Kopfschüttelnd reicht er mir die Autoschlüssel und steigt hinten ein. Ich laufe um das Auto herum und steige auch ein. Ich spüre den Blick auf mir und drehe meinen Kopf. „Seth, richtig“? Der Typ nickt „genau Seth reicht völlig“! Ich ziehe eine Braue hoch. Was ist denn das für eine Antwort? „Na gut Seth reicht völlig. Wenn du nicht willst das wir den nächsten Baum umarmen, solltest du aufhören mich anzustarren“. John gluckst hinter mir und Seth schmunzelt „verstanden“. Mit einem nicken stelle ich meinen Becher in die Halterung und starte den Wagen. „Hoffen wir mal das heute nichts passiert. So trüb wie es aussieht, kommt bestimmt bald etwas runter“. Von hinten tätschelt John mir den Kopf und ich knurre. „Lay Schatz, ein bisschen Wasser tut dir nicht weh“. „Wenn du nicht zu Fuß zu Jen willst, hälst du da hinten den Rand“. „Seth mach bitte mal das Handschuhfach auf, Laylas Zuckerspiegel ist noch nicht auf Normalzustand“. Seth tut, was John sagt, und holt eine Tüte heraus. Seth hält sie mir hin. Ich greife in die Tüte ohne den Blick von der Straße zu nehmen. Ich hole das Plunderstück heraus und schiebe es mir in den Mund. Ich murmle mit vollem Mund „John du weißt ich liebe dich, aber ein Plunderstück“? „Was heißt
hier eins? Du vergisst, dass du bereits schon eins gegessen hast“? Ich verdrehe die Augen „das zählt nicht“. „Ich frag mich, wo du ständig das süße Zeug hin frisst“ murmelt John. Ich zucke mit den Schultern „guten Stoffwechsel“. „Jaja, wer weiß was du treibst, wenn du Feierabend machst“. John wackelt mit den Brauen. Ich schnaube „keine Zeit“. Im Augenwinkel bemerke ich das Seth unser Austausch genau verfolgt. Er räuspert sich „wie lange kennt ihr euch“? Ich ziehe die Brauen zusammen „seit klein auf“! Seth nickt langsam „merkt man. Ihr verhaltet euch nicht wie Kollegen“. Ich nicke und greife nach meinem Becher.
Ich bleibe vor der Klinik stehen. Wir steigen aus und ich richte mich an die beiden. „John gehst du mit Seth schon mal zu Jen? Ich muss noch schnell hoch zu Mary“. John runzelt die Stirn „sind deine Tabletten schon alle“? „Ja sind sie, ich hole mir nur noch schnell neue und komme dann nach“. „Ja ist gut, bestell ihr schöne Grüße“. Ich grinse und wir laufen hinein. John und Seth laufen nach links in den Gang und ich zu den Aufzügen. Dabei spüre ich den Blick von Seth auf mir. Ich trete in den Fahrstuhl und fahre in den fünfzehnten Stock. Dort angekommen gehe ich zum Empfangstresen. Schwester Anja schaut auf und lächelt. „Hallo Layla, möchtest du zu Mary“? „Ja wenn sie Zeithat“? „Moment ich rufe durch“. Anja greift nach dem Hörer und wählt eine Taste. „Mary? Layla ist da. Ja gut, sage ich ihr“. Dann legt sie auf „Mary ist im Raum sieben, sie erwartet dich“. „Ich danke dir“. Dann laufe ich los. Ich erreiche den Raum und öffne die Tür, dann trete ich hinein. Mary schaut mich liebevoll an. Sie ist Mitte dreißig, eine Hexe und in Laufe der Jahre hat sie irgendwie die Mutterrolle übernommen. Sie kennt mein Geheimnis, sie weiß, was ich bin. „Na meine kleine, ist es wieder soweit“? „Ja mein Zahnfleisch ist schon rötlich“. Sie nickt „hast du noch Tabletten“? „Ein paar habe ich noch, gehen aber auch langsam zu Ende“. „Gut, eins nach dem anderen“. Mary zieht ihren Kittel aus, macht ihr Handgelenk frei und setzt sich wieder. Ich greife nach ihrem Handgelenk, lasse meine Fänge ausfahren und beiße hinein. Ich trinke etwas und löse mich von ihr. Meine Fänge ziehen sich zurück und ich atme ein paar Mal tief durch. Dann schaue ich Mary an. „Geht es dir gut“? Sie lächelt „ja alles gut mein Kind. Zeig mir mal dein Zahnfleisch“. Ich öffne den Mund und sie untersucht es, dann nickt sie. „Die Rötungen sind weg“. Ich atme durch „und meine Augen“? Sie lächelt „alles wieder normal“. Dann steht Mary auf, öffnet ein Fach und reicht mir meine Tabletten. „Danke“ ich gebe ihr einen Kuss auf die Wange und verlasse den Raum.
4.
Seth
Stirnrunzelnd beobachte ich wie sie in den Fahrstuhl steigt. „Für was braucht sie Tabletten“? John schaut mich an „keine Ahnung, habe nie gefragt. Sie nimmt sie schon seit der Kindheit. Wer weiß, krank ist sie jedenfalls nicht. Also vermute ich mal irgendwelche Vitamine oder in der Art“. Möglich, aber irgendwie glaube ich das nicht. „Und diese Mary“? „Sie ist Oberärztin auf der Frauenstation. Zusätzlich ist sie auch bei einigen auch sowas wie eine Hausärztin. Layla gehört dazu. Wie schon gesagt, Layla vertraut keine Fremden. Es gibt nur sehr wenige die sie vertraut. Früher war Marys Mutter ihre Ärztin, seit Mary den Posten übernahm ist Layla bei ihr“. Langsam nicke ich. Diese Frau wird immer rätselhafter. Dann muss ich dieser Mary wohl mal einen Besuch abstatten. In der Pathologie angekommen begrüßt John die Pathologin. „Hey Jen, dass ist Seth Blane. Er wird uns eine Weile begleiten. Der Chief macht sich Sorgen um Layla“. Lächelnd nickt sie „Typisch Daniel. Wenn er könnte,würde er Layla in Watte packen“. John lacht „oh ja, das ist wohl wahr“. Jens funkelnde Augen richten sich auf mich. Sie streckt die Hand aus „schön dich kennen zu lernen, ich bin Jen“. Ich ergreife ihre „freut mich auch“. Sie lächelt „wo ist Layla überhaupt“? John winkt ab „sie kommt gleich. Sie ist kurz hoch zu Mary“. „Oh sind ihre Tabletten schon alle“? John nickt, dann schwingen die Türen auf. Layla stürmt herein. Ich runzle die Stirn, sie wirkt irgendwie aufgeputscht. Langsam ziehe ich die Luft ein, keine Aufputschmittel. „Layla langsam, Mary wieder Blut abgenommen“? Layla atmet kurz durch, kurz wirft sie mir einen Blick zu dann schaut sie wieder zu John. „Ja, jährlicher Routine check“. John nickt verständnisvoll und Jen räuspert sich. „Gut, wenn dann alle da sind, können wir uns jetzt auf die Leiche konzentrieren“. Layla kichert und haut John auf den Arm. „ Das kommt mir bekannt vor“. John grinst „stimmt, nur dass es in der Schule nicht um Leichen ging“. Jen wirft die Hände in die Luft „ihr zwei macht mich fertig! Wann werdet ihr endlich erwachsen“? Layla und John schauen sich an und grinsen Jen an. „Niemals“ geben beide lachend zurück. Jen schüttelt den Kopf „Seth ich hoffe du hast starke Nerven. Mit den beiden wirst du viel davon brauchen. Entweder ziehen sie sich gegenseitig auf, streiten oder benehmen sich so“. „Keine Sorge ich hatte bereits einen Vorgeschmack auf dem Weg hierher“. Jen und ich gehen voraus.
Layla und John folgen uns lachend und quatschend. „Die beiden lieben sich wie Geschwister und streiten sich gleichermaßen. Aber die beiden sind eine Einheit. Sie beide sind jeder für sich schon etwas Besonderes aber zusammen! Sie waren als Kinder schon unzertrennlich und beschützen sich auch gegenseitig. Sie wirken auf andere etwas eigenartig, weil sie keine Fremden vertrauen. Aber hast du erst einen Weg hineingeschafft, hast du die loyalsten Menschen. Das unterscheidet die beiden zu anderen Menschen“. Ja merkwürdig sind die beiden definitiv auch ihr verhalten sowohl für Mensch als auch im Vergleich zu übernatürliche. Ich schaue über die Schulter und betrachte beide. Sie haben jetzt die Köpfe zusammengesteckt und diskutieren. Jen stößt die Tür auf und wir betreten die Leichenhalle. Im Augenwinkel sehe ich wie Layla und John ernst werden. Jen zieht das Tuch von der Leiche und ich betrachte das Opfer genau. „Jen, ich habe die Akte gelesen und die Fotos gesehen. Alle drei Opfer sind identisch“. Jen zieht die Brauen zusammen. „Wenn du meinst das alle auf dieselbe Weise getötet wurden, ja davon gehe ich aus. Auch das alle Opfer vom Aussehen her die gleichen Merkmale aufweisen. Alle drei Opfer waren zwischen eins achtzig und eins neunzig groß, schlank, weiß und schwarzhaarig. Auch die Gesichtsmerkmalle weisen Ähnlichkeiten auf und das Alter. Das Einzige, was nicht identisch ist, ist die Augenfarbe und dasdieses Opfer am Handgelenk zwei Einstiche hat. Daher vermuten wir das den Opfern das Blut entnommen wurde. Wären die Opfer vorher zerfetzt, würden die Wunden anders aussehen“. Sie zeigt auf das zerfetzte Gewebe an der Kehle. Layla hat sich Handschuhe angezogen und tastet den Hinterkopf ab. „Hast du noch irgendwelche Einstiche gefunden, die man nicht sofort sieht“? Jen schüttelt den Kopf. Aber Layla tastet weiter den Nacken ab. „Jen kannst du sie mal zur Seite drehen“? Jen tut es und Layla schiebt die Haare nach oben, dann zeigt sie auf eine Stelle zwischen Haaransatz und Nacken. Jen betrachtet es stirnrunzelnd „was ist das? Es sieht aus wie ein Biss“? Layla nickt „wirklich klug. Eine Stelle, die kaum zu sehen ist, wenn man nicht gezielt danach sucht“. Jens Augen blitzen auf „ich werde davon ein Abstrich machen und untersuche die anderen beiden noch einmal genau“. Layla nickt „ruf an, wenn du etwas hast“. Jen winkt und beginnt mit ihrer Arbeit. „Jens Art zu sagen, wir sollen verschwinden“ schmunzelt John. Laylas lächeln wirkt gezwungen. Ihre Stirn legt sich in Falten und wirkt abwesend, als wir die Klinik verlassen.
5.
Layla
Vor der Klinik bleibe ich kurz stehen, schließe die Augen und atme tief durch. Dann öffne ich die Augen. Sowohl John als auch Seth beobachten mich. „Ich habe Hunger“ platzt es aus mir heraus. Seth zieht eine Braue hoch und John lacht leise. „Harrys Diner, Lay“? Ich grinse John an „oh ja mein Magen wird dich dafür lieben“! Das bringt sogar Seth zum Schmunzeln. Wir steigen ein, ich starte das Auto und gebe Gas. Keine zehn Minuten später halte ich vor dem Diner. Wir steigen aus und laufen los. Seth sieht uns verwirrt an „schließt du das Auto nicht ab“? Ich schnaube „niemand traut sich meinen Wagen auch nur zu berühren“! „Okay“ kommt es gedehnt von Seth. Ich renne praktisch ins Diner und steuere direkt unseren Tisch an. „Hey Harry“! „Hey kleines, ich bin gleich bei euch“. Als John und Seth auch sitzen, kommt Harry bereits mit einem Kaffee auf uns zu. Er stellt die Tasse vor mir ab „hier kleine“. „Du bist ein Schatz“. Harry lacht „so, was wollt ihr“? Ich grinse „also ich hätte gerne zwei Bürger, einmal große Pommes und Kartoffelecken.
Ach, und zwei Stück Apfelkuchen“. Harry lacht „also das übliche, für dich auch das übliche John“? „So ist es, Harry! Harry betrachtet Seth „dich kenne ich noch nicht, was solls für dich sein“? „Ich bin Seth, nur einmal Pommes und ein Kaffee“. Harry grinst „also essenmäßig passt du nicht dazu“. Dann betrachtet er Seth genau „aber sonst scheinst du zu den beiden zu passen“. Harry geht und ich betrachte Seth genau. Irgendetwas muss Harry gesehen haben was mir bisher entgangen ist. Gut er ist merkwürdig, ihm umgibt etwas, was er uns nicht Preis gibt, tun wir auch nicht. Nicht einmal gegenseitig. Aber sonst? Harry ist Empath, er liest nicht nur Gefühle, sondern erkennt auch Schwingungen. Naja egal, entweder verriet er sich oder auch nicht. So oder so geht er wieder irgendwann. Harry kommt mit seinen zwei Köchen und unser Essen. Harry stellt vor Seth eine Portion Pommes und eine Tasse ab und dann verteilt er mein und Johns essen. Ein Kellner hat bereits einen zweiten Tisch heran gestellt damit Platz genug ist. Harry klatscht in die Hände „so ihr lieben, dann lasst es euch schmecken“. Damit verlässt er uns und seine Angestellten folgen ihn. Dann hauen John und ich rein. Beide verputzen wir jeweils zwei Bürger und eine große Pommes. Ich meine Kartoffelecken und John seine Pizzabrötchen. Dann verschlinge ich meine zwei Stück Kuchen und John schiebt mir eins seiner Quarktaschen zu. Die ganze Zeit über starrtSeth uns mit großen Augen an. Als wir fertig sind, lehne ich mich entspannt und gesättigt zurück. „Das war gut“ seufze ich zufrieden. „Oh ja Lay. Ich liebe diese ruhigen Tage“ stimmt John zu. „Harry“? „Ja, liebes“? „Bekomme ich bitte noch ein Milchshake mit extra viel Schokolade und die Rechnung“. „Liebes, meinst du nicht, dass du genug Zucker hast? Denkst du daran das alles erstmal zu verdauen“? Ich verdrehe die Augen „du bist schlimmer als Onkel Daniel. Ich habe meine Tabletten, die mir dabei helfen, wie du weißt“! „Hast du denn heute schon eine genommen“? „Bekomme ich einen, wenn ich mit ja antworte“? „Layla Jackson, ich weiß, wann du lügst“! Ich schnaube „gut dann eben die Rechnung“! „Braves Mädchen“ er kommt zu uns und ich reiche ihm die Karte. Kurz verschwindet er und kommt mit meiner Karte samt Beleg zurück. Harry schaut John ernst an. „Sie bekommt kein Zucker mehr, hast du verstanden“? John nickt und ich verdrehe die Augen. Warnend schaut Harry mich an „Layla! Muss ich dich erst daran erinnern, was beim letzten Mal passiert ist“? Sofort weicht mir alle Farbe aus dem Gesicht. Harry nickt „das dachte ich mir“. Reumütig schließe ich die Augen „okay, bis morgen kein Zucker mehr“! Harry berührt meine Wange und sofort empfängt mich Liebe und Zuneigung und seine Aura füttert mich mit Wärme. Sofort bin ich ruhiger und entspannter. Harry löst seine Hand „du warst bei Mary“! Es ist keine Frage, sondern eineFeststellung. Er zieht die Brauen hoch, eine Aufforderung mental einzudringen. Ich lege meine Hand auf seine und dringe in seinen Geist. „Layla, nur das Hexenblut tut dir nicht gut, komm das nächste Mal zu mir. Du brauchst auch anderes zum Ausgleich“. „Ich weiß, ich spüre es selbst das es mich eher aufputscht als beruhigt. Harry ich habe Angst die Kontrolle zu verlieren“! „Ach Layla, nimm die Tabletten regelmäßig und komm das nächste Mal zu mir“. Ich trenne die Verbindung, stehe auf und gebe Harry einen Kuss auf die Wange. „W
