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Die kosmischen Unschrift sind Inschriften jenseits der irdischen Erreichbarkeit und regen den menschlichen Verstand an, über den Tellerrand zu hinauszuschauen. Ein außerirdischer Schöpfungsmythos erklärt die Entstehung des Lebens und der Geschichte chriaskianischen Urkultur.
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Seitenzahl: 24
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Gordon Goh
Die Götter von Chriaske
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Einleitungssatz
Im Äther
Experimentaluniversen
Die Ära der Urväter
Der chriaskianische Götterkrieg
Die Ära der Sekten und Magmakulte
Asmagur und die Nekromanten
Das erste Schlachtfeld
Kapitel 6: Warwons neue Armee
Impressum neobooks
Die Götter von Chriakse
von Gordon Goh
Krieg ist eine Urgewalt und es gab sie schon immer. Er ist älter als die Wiege der Menschheit und herrscht über alles, was lebt und denkt. Selbst Einzeller bekriegen sich untereinander, wenn es um wichtige Ressourcen geht. Wir haben den Krieg nie erfunden und wir kontrollieren ihn auch nicht. Eher kontrolliert er uns und zieht unsere Fäden, als wären wir seine hirnlosen Puppen, die zu seiner Belustigung nach seiner Pfeife tanzen müssen. Wir Menschen sind nur die intelligentere Affenvariante der Bakterien, eine neue Erfindung dessen, was uns sagt, wie wir uns gegenseitig umzubringen haben. Je intelligenter das Spielzeug des Kriegsgottes wird, desto absurder und unnützer werden die Motive, für die Leben anderes Leben auslöscht.
In tiefster Finsternis herrscht der Anfang allens. Ein Königreich der Götter. Schauplatz und Gebärmutter jeder Existenz und Nichtexistenz. Egal, ob etwas entsteht, untergeht oder nie existiert, der Äther beherbergt es. An diesem Ort gibt es keine Kausalität. Daher kann man nicht einfach sagen, ob jener Schauplatz in einem Szenario vergangener, gegenwärtiger oder künftiger Zeit stattfindet. Die Gesetze der Natur sind hier nicht relevant, denn eine Natur gibt es hier nicht. Im Äther wandern immer wiederkehrende Impulse aus grellem Licht durch eine schier undenkbare Dunkelheit. Doch Licht und Dunkelheit kann man es auch nicht nennen. Denn es gibt keine Augen, die sie wahrnehmen können. Farben existieren nicht. Die Impulse sind mehr eine Kraft gewesener und werdener Dinge, die alle zur gleichen Zeit sind und nicht sind. Und die Finsternis ist mehr eine Leere, als ob sich eine Singularität nach innen ausdehnen. Der Äther beherbergt noch etwas weiteres. Intermediäre Geschöpfe, die zwischen den Impulsen hin- und herwandern, sich von ihrer Kraft nähren und Ungleichheit auslösen. Diese Intermediärwesen sind ein Gewürm aus Chaos, schmarotzen an den Impulsen und plagen die Götter. Und eine weitere Plage, die hirngespinnste Gottes, bilden Geschwüre an den Impulsen und verbreiten einen ekelerregenden fauligen Geruch im Äther. Drei Könige herrschen über dieses Reich. Drei Götter, die jedem innewohnen und sich selbst Segen und Fluch zugleich sind. Ihre Körper haben keine uns begreifliche Form und sie zu definieren überfordert jeden Verstand. Sie bestehen aus fleischgewordenen Urtrieben und manifestierten Metaphern.
