Die Kunst des gepflegten Besaufens -  - E-Book

Die Kunst des gepflegten Besaufens E-Book

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Beschreibung

Welchen Cocktail bestelle ich, um nicht wie ein Teenie zu wirken? Was muss ich über Wein sagen, um als Kenner zu gelten? Wie vermeide ich einen Absturz in unpassenden Situationen? »Hauptsache, es knallt!« war gestern. Denn auch, wenn das Trinken in unserer Gesellschaft irgendwie dazugehört, gibt es einen riesengroßen Unterschied zwischen ungehobelten Säufern und stilvollen Genießern. Dieses Buch will dir den Spaß am Trinken nicht verderben, im Gegenteil: Es soll dir dabei helfen, dich so richtig schön zu amüsieren, ohne dich aus Versehen zum Deppen zu machen. In diesem Sinne: Prost

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Seitenzahl: 70

Veröffentlichungsjahr: 2020

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DIE KUNSTDES GEPFLEGTENBESAUFENS

DIE KUNSTDES GEPFLEGTENBESAUFENS

Was Dresscodes bedeuten, wie du Sekt von Champagner unterscheidest und trotz Firmenfeier deinen Job behältst

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen

[email protected]

Originalausgabe

1. Auflage 2020

© 2020 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Nymphenburger Straße 86

D-80636 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Text: Sandra Ruhland

Redaktion: Carina Heer

Umschlaggestaltung: Marc-Torben Fischer

Umschlagabbildung: Shutterstock.com/Alexander_P

Abbildungen Innenteil: Shutterstock.com/Shmitt Maria, Bastian Groscurth, studiovin, biletskiyevgeniy.com, Boule, vixenkristy, Food Impressions, Serhiy Shullye, r.classen, stockphoto-graf, Oliver Hoffmann, vipman, Pavel Aleks, yukitama, Dmity Trush, Brent Hofacker, MissNorbik, attaphong, Alexander_P

Layout und Satz: inpunkt[w]o, Haiger (www.inpunktwo.de)

Druck: CPI books GmbH, Leck

eBook: ePubMATIC.com

ISBN Print 978-3-7423-1337-9

ISBN E-Book (PDF) 978-3-7453-1024-5

ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-7453-1025-2

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.rivaverlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de

INHALT

Vorwort

Was ist eigentlich dieser Alkohol?

Einmal durchs Regal

Bier

Wein

Hartes Zeug

Veranstaltungen

In der Bar

Im Restaurant

Geschäftsessen

Büro-Weihnachtsfeier

Lieber ein Bier im Anzug als ein Gin Fizz ohne Hose – Wie ist das mit den Dresscodes?

Smart Casual

Business Casual

Business Attire

Informell

Cocktail

White Tie

Black Tie

Come as you are

Trinken daheim – Was muss eine gut ausgestattete Bar enthalten?

Die Hardware

Die Sache mit der Temperatur

Auf die gute Atmosphäre! – Trinken international

Fiese Fallen

Hochzeiten und Familienfeiern

Junggesellenabschied

Trinkspiele

Feierabendbier

Kater

Was ist eigentlich dieser Kater und was hat er für ein Problem mit dir?

Welche Schnapssorte macht am wenigsten Kopfschmerzen?

Was hilft wirklich?

Fun Facts

Test

Kann ich weitertrinken oder sollte ich JETZT nach Hause gehen?

Auswertung

Woran du merkst, dass alles zu spät ist

Dank

Das vorliegende Buch soll auf keinen Fallzu exzessivem Alkoholkonsum anregen.Übermäßiger Alkoholkonsum kann verheerende Folgen haben.

Für Papa. Es tut mir leid, dass ich immer noch nicht in der Lage bin, eine Bierflasche mit einem Feuerzeug zu öffnen.Es liegt nicht an dir. Wirklich.

VORWORT

Zunächst: Alkohol ist schädlich. Punkt. Und ja, auch ein kleines Glas. Nicht umsonst sollen Schwangere nicht trinken, sind zahlreiche Unfälle auf Alkoholeinfluss zurückzuführen und gibt es Entzugskliniken.

Warum trinken wir dann? Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus Sozialisierung, Traditionen, psychologischen Faktoren, Gruppenzwang und der Tatsache, dass es irgendwie einfach Spaß macht. Den Spaß will dir dieses Buch auch nicht verderben, im Gegenteil: Es soll dir dabei helfen, dich so richtig schön zu amüsieren und dich nicht aus Versehen zum Deppen zu machen.

Natürlich sind hier nicht alle Eventualitäten abgedeckt und oft wirst du denken: »Das sehe ich aber ganz anders!« – und das ist auch okay so, denn Stilempfinden ist subjektiv. Dennoch solltest du in diesem Buch für die meisten Gelegenheiten in deinem Trinkerleben die eine oder andere Empfehlung finden, die dir dabei hilft, mit Stil zu trinken – nicht als Säufer, sondern als Genießer.1

Prost!

WAS IST EIGENTLICH DIESER ALKOHOL?

Das Wort Alkohol leitet sich vom alten arabischen Wort kuhl ab, das unter anderem durch Destillation gewonnene Substanzen bezeichnet. Mit dem zugehörigen Artikel al wird daraus unter spanischem Einfluss alcohol. Die Alchimisten übernahmen das Wort und Paracelsus verwendete es im 16. Jahrhundert für die »Essenz des Weines«, Weingeist. Im Laufe der Zeit wurde der Begriff mal weiter, mal enger gefasst. Heute meint er im umgangssprachlichen Gebrauch ganz allgemein: ethanolhaltiges Getränk.

Genau genommen sind »Alkohole« jedoch eine bestimmte Gruppe chemischer Verbindungen. Daher kommen sie auch im Schulunterricht vor – und nicht, weil Chemielehrer auch einmal die Coolen sein wollen. Alkohole sind organische Verbindungen aus einem oder mehreren Kohlenstoffatomen und Hydroxygruppen (die kennst du vielleicht auch als OH-Gruppen). Der Alkohol, von dem wir hier immer reden, ist genau genommen nur einer von vielen verschiedenen Alkoholen und heißt Ethanol. Ethanol sieht so aus:

Also ein bisschen wie ein netter kleiner Dackel. Der Körper sind die Kohlenstoffatome, der Kopf die Hydroxygruppe und Beine und Schwanz Wasserstoffatome. Sieht harmlos aus, ist es aber nicht. Alkohol hat verschiedene negative Wirkungen auf unseren Körper, wovon wir erstmal nicht so viel mitkriegen, weil wir von den positiv wahrgenommenen Auswirkungen auf unser Gehirn abgelenkt sind: Alkohol dämpft Botenstoffe in unserem Gehirn, weshalb weniger Probleme zu uns durchkommen und wir alles so herrlich gedämpft wahrnehmen, er regt die Produktion von Glückshormonen an, entspannt und enthemmt uns.

Je nachdem, wie viel Alkohol du im Blut hast, passiert etwas mit dir:

0,3 Promille

Promille Du siehst nicht mehr so bombig, deine Aufmerksamkeit sowie deine Konzentration sind eingeschränkt. Zudem wirst du viel risikofreudiger.

0,5 Promille

Für Kleinkinder ist dieser Bereich bereits lebensgefährlich. Natürlich zischen die noch kein Bierchen, aber du merkst, dass Alkohol als Gift nicht ganz ohne ist.

0,8 Promille

Du siehst nun sehr viel schlechter als sonst, nämlich um bis zu 25 Prozent weniger. Möglicherweise hast du Gleichgewichtsstörungen. Du bist zudem enthemmt und überschätzt dich selbst – das ist der Bereich, ab dem du darüber nachdenkst, halbnackt auf dem Tresen zu tanzen. Da das hier ja ein Ratgeber ist: Tu das nie! Unter keinen Umständen!

1 Promille

Ab jetzt kommen noch Verwirrtheit und Sprechstörungen hinzu. Du lallst aber nicht nur Blödsinn, sondern findest zudem den Weg zum Klo und auch sonst wohin nicht mehr so gut. Deine Aggressionsbereitschaft steigt.

2 Promille (Betäubungsstadium)

Ab diesem Wert reagierst du kaum noch auf äußere Einflüsse, wirst dich wahrscheinlich erbrechen und deine Muskeln werden schlaff.

Darüber (ab 3 Promille: Lähmungsstadium)

Spätestens jetzt bist du reif für das Krankenhaus. Als Folge des Alkoholkonsums könntest du nun unterkühlt sein, kaum noch Reflexe haben, Gedächtnisverlust erleiden und im letzten Schritt sogar an Atemstillstand sterben.

Bei Menschen, die regelmäßigen Alkoholkonsum gewöhnt sind, verschieben sich die Grenzen mitunter nach oben. In dem Fall ist es aber bereits sehr wahrscheinlich, dass sie alkoholkrank sind. So weit soll es bei dir nicht kommen. In diesem Buch lernst du schließlich, dich gepflegt zu betrinken. Und dazu gehört, dass du die Stadien ab 1 Promille nur vom Hörensagen kennst.

Doch nun ist Schluss mit dem Miesmachen und es geht los zum Ursprung allen Übels ... Spaßes! Spaßes, meine ich.

EXKURS:ALKOHOLSUCHT

In diesem Buch geht es um gepflegtes Besaufen. Dabei soll nicht ganz außer Acht gelassen werden, dass der Akt des Besaufens so gepflegt sein kann, wie er will – Alkohol bleibt dennoch eine Droge und kann unter Umständen ein ganzes Leben versauen. Zum Beispiel, wenn man in eine Alkoholsucht gerät. Das hat dann wenig mit Charakterschwäche zu tun, denn es ist eine handfeste Krankheit. Betroffenen kann nur geholfen werden, wenn sie bereit sind, sich diese Krankheit einzugestehen. Hier findest du ein paar Warnzeichen, auf die du nicht nur bei dir selbst, sondern auch in deinem Umfeld achten solltest:

Ein starkes Verlangen nach Alkohol, zunächst nur in bestimmten Situationen, dann auch ganz generellToleranz gegenüber immer höheren Mengen AlkoholEntzugserscheinungen, wenn kein oder weniger Alkohol getrunken wirdAlkohol spielt eine immer größere Rolle im Alltag, Verzicht auf andere Hobbys oder TätigkeitenZunehmender Kontrollverlust über Häufigkeit und Menge des Konsums

Trinken wider besseren Wissens: Man weiß, wie schädlich es ist, dass die Familie, das Sozialleben, der Job oder der eigene Körper darunter leiden, kann aber nicht aufhören

Einen Selbsttest und weitere Informationen findest du unter anderem unter: www.kenn-dein-limit.de.

EINMAL DURCHS REGAL

BIER

Bevor wir zur Königsdisziplin »Wein« kommen, soll es hier zunächst um DAS Standardgetränk überhaupt gehen: Bier. Bier hat es tatsächlich geschafft, sich von grauer Vorzeit an (aka das Alte Ägypten) bis in die Moderne hinein einen Platz im Regal zu sichern und in so gut wie allen gesellschaftlichen Kreisen etabliert zu sein.

»Ja, aber – was bitte kann man denn bei Bier falsch machen?«

Oh, eine ganze Menge.

Bier-Geschichte zum Angeben