Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. Es vergingen mehrere Tage, bis sowohl Lars Hoppe als auch Bodo Weinmann merkten, dass die beiden ›Von und Zu's‹ in ihrem Team einen höflich-distanzierten, aber keinesfalls freundschaftlichen Umgang miteinander pflegten. Wenn einer von ihnen mit Oliver allein war, ging es locker und kameradschaftlich zu, spöttische Bemerkungen flogen hin und her, es wurden Späße gemacht. War Mariella dabei, schienen ›dem Neuen‹ regelmäßig die Gesichtszüge einzufrieren und die Stimme abhanden zu kommen. Und Mariella war ihnen gegenüber niemals so kalt und geschäftsmäßig, wie sie es zu Oliver war. Lars, als Teamchef, sah sich das eine Weile an, dann nahm er eines Abends, nach Dienstschluss, Mariella beiseite. »Was ist los mit euch beiden?«, fragte er. »Wieso mögt ihr euch nicht?« »Frag nicht mich, frag ihn. Von mir geht das nicht aus«, erwiderte sie kühl, um ihren älteren Kollegen nicht merken zu lassen, wie verletzend und auch verwirrend sie Olivers Verhalten fand. Sie verstand ja selbst nicht, was da eigentlich vor sich ging. Sie war sich keiner Schuld bewusst – wie auch? Sie kannte ihn doch überhaupt nicht, wie also hätte sie wissen sollen, was er gegen sie hatte? Und doch war es so, dass sie regelmäßig zu frieren begann, wenn er in der Nähe war, so frostig gab er sich ihr gegenüber, so feindselig war sein Blick, so kalt seine Stimme. Und das war genau seit der Sekunde so, in der er ihren vollen Namen gehört hatte. In dem Punkt irrte sie sich nicht, sie hatte die Veränderung seines Gesichtsausdrucks gesehen, als der Name ›Lisitz‹ gefallen war. Vorher war das anders gewesen, und auch das bildete sie sich nicht ein. Sie kannte sich mit Männerblicken aus, und aus seinem hatten Überraschung, Bewunderung und Anziehung gesprochen. Er hatte auf sie reagiert wie sie auf ihn, da konnte ihr niemand etwas anderes erzählen.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 116
Veröffentlichungsjahr: 2020
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Es vergingen mehrere Tage, bis sowohl Lars Hoppe als auch Bodo Weinmann merkten, dass die beiden ›Von und Zu’s‹ in ihrem Team einen höflich-distanzierten, aber keinesfalls freundschaftlichen Umgang miteinander pflegten. Wenn einer von ihnen mit Oliver allein war, ging es locker und kameradschaftlich zu, spöttische Bemerkungen flogen hin und her, es wurden Späße gemacht. War Mariella dabei, schienen ›dem Neuen‹ regelmäßig die Gesichtszüge einzufrieren und die Stimme abhanden zu kommen. Und Mariella war ihnen gegenüber niemals so kalt und geschäftsmäßig, wie sie es zu Oliver war.
Lars, als Teamchef, sah sich das eine Weile an, dann nahm er eines Abends, nach Dienstschluss, Mariella beiseite. »Was ist los mit euch beiden?«, fragte er. »Wieso mögt ihr euch nicht?«
»Frag nicht mich, frag ihn. Von mir geht das nicht aus«, erwiderte sie kühl, um ihren älteren Kollegen nicht merken zu lassen, wie verletzend und auch verwirrend sie Olivers Verhalten fand. Sie verstand ja selbst nicht, was da eigentlich vor sich ging.
Sie war sich keiner Schuld bewusst – wie auch? Sie kannte ihn doch überhaupt nicht, wie also hätte sie wissen sollen, was er gegen sie hatte? Und doch war es so, dass sie regelmäßig zu frieren begann, wenn er in der Nähe war, so frostig gab er sich ihr gegenüber, so feindselig war sein Blick, so kalt seine Stimme. Und das war genau seit der Sekunde so, in der er ihren vollen Namen gehört hatte. In dem Punkt irrte sie sich nicht, sie hatte die Veränderung seines Gesichtsausdrucks gesehen, als der Name ›Lisitz‹ gefallen war.
Vorher war das anders gewesen, und auch das bildete sie sich nicht ein. Sie kannte sich mit Männerblicken aus, und aus seinem hatten Überraschung, Bewunderung und Anziehung gesprochen. Er hatte auf sie reagiert wie sie auf ihn, da konnte ihr niemand etwas anderes erzählen. Was also war plötzlich in ihn gefahren, dass er sie behandelte, als hätte sie sich ein schweres Vergehen zuschulden kommen lassen?
»Was soll das heißen?«, fragte Lars. »Natürlich geht das auch von dir aus, ich bin weder blind noch taub! Du wirst zur Eiskönigin in seiner Gegenwart, Bodo ist das auch schon aufgefallen. So kennen wir dich überhaupt nicht.«
»Er hat angefangen«, sagte Mariella und bereute ihre Worte im selben Moment. Das klang wie im Kindergarten, und so kam es bei Lars auch an.
»Sag mal, spinnst du? Was soll das?«, fragte er unwillig. »Seit wann bist du zickig? Das passt nicht zu dir.«
Entsetzt stellte sie fest, dass ihr Tränen in die Augen stiegen. Das hatte ihr gerade noch gefehlt, dass sie jetzt vor Lars die Fassung verlor! Sie hatte sich seinen und Bodos Respekt mühsam erwerben müssen, und sie wusste ziemlich genau, was sie von ›Heulsusen‹ hielten. In ihrem Beruf musste man stark sein, sonst konnte man gleich einpacken.
Aber sie hatte ihn unterschätzt, denn plötzlich fand sie sich in seinen Armen wieder, während er ihr beruhigend auf den Rücken klopfte. »Schon gut, Kleine«, sagte er. »Ich hab’s ja nicht böse gemeint. Aber du musst schon den Mund aufmachen, wenn ich dir helfen soll.«
»Aber ich weiß wirklich nicht, was er gegen mich hat!«, rief sie. »Es hat angefangen, als er meinen Nachnamen gehört hat. Ihr beide wart abgelenkt, deshalb ist es euch nicht aufgefallen, aber ihm sind beinahe die Gesichtszüge eingefroren, als er ›Lisitz‹ gehört hat. Und seitdem ist er so. Was soll ich denn machen? Ihn freundlich umschmeicheln, wenn er deutlich zum Ausdruck bringt, dass er mit mir nichts zu tun haben will? Ich weiß nicht, was er hat, das schwöre ich dir, und ich kann doch nicht freundlich zu ihm sein, wenn er mich wie den letzten Dreck behandelt! Das würdest du auch nicht tun.«
Es erleichterte sie, sich Lars anvertrauen zu können. Sie war dumm gewesen, das nicht schon früher zu tun. Er würde dicht halten, wenn sie ihn darum bat, das wusste sie. Wenn es darauf ankam, war keiner so verschwiegen wie er.
Er schob sie ein Stückchen von sich. Ihr standen noch immer Tränen in den Augen, aber sie hatte sich wieder einigermaßen in der Gewalt. »Ist das wirklich so?«
»Ja, ganz bestimmt. Und das Verrückte ist …« Sie stockte, entschied sich dann aber doch, weiterzureden. »Es ist nicht das erste Mal, dass mir so etwas passiert. Ich hatte das neulich schon einmal, da war es eine alte Dame, die hat genau so reagiert, als sie meinen Namen hörte. So, als wäre es etwas ganz Furchtbares, Mitglied unserer Familie zu sein.«
Sie verschwieg ihm, dass es sich bei der alten Dame um Leonie von Avensberg handelte, die sie erst vor kurzem in elendem Zustand aus ihrer Wohnung gerettet hatten. So weit, fand sie, musste ihre Offenheit nicht gehen.
»Hast du mal deine Eltern gefragt?«
»Ja, aber die tun so, als wüssten sie nicht, wovon ich spreche.«
»Du glaubst ihnen das nicht?«
»Ich halte es für möglich, dass es etwas gibt, das sie mir nicht erzählen.«
Lars ließ sie los, als er merkte, dass sie wieder ganz gefasst wirkte. »Tut mir leid, dass ich dich so angemacht habe. Ich konnte mir dein Verhalten einfach nicht erklären. Aber wenn das so ist … Soll ich mal mit Olli reden?«
»Nein!« Sie hatte unwillkürlich lauter gesprochen. »Bitte nicht«, setzte sie leiser hinzu. »Wenn jemand mit ihm redet, muss ich das schon selbst sein. Aber im Augenblick fehlt mir dazu der Mut. Ich weiß auch gar nicht, wie ich so ein Gespräch beginnen sollte. ›Hallo, Olli, was hast du eigentlich gegen mich?‹ – das klingt dumm, oder? Er würde antworten: ›Nichts‹, und das wäre es dann. Aber trotzdem, rede bitte nicht mit ihm. Ich lasse mir etwas einfallen.«
»Das musst du auch, auf Dauer ist das nämlich kein Zustand. Wir sind ein Team, wir können nur gute Arbeit leisten, wenn wir auch gut zusammenarbeiten.«
Sie widersprach, wider besseres Wissen. »Aber wir arbeiten doch trotzdem gut zusammen.«
»Nur ist leider die Stimmung im Keller, das schlägt einem auf Dauer aufs Gemüt – und irgendwann macht es sich auch bei der Arbeit bemerkbar. Dieses ist ja erst der Anfang.« Lars tätschelte ihr väterlich die Wange. »Tut mir leid, Kleine, ist eine unangenehme Situation für dich, aber da hilft nur ein klares Wort. Vielleicht hast du ihm auf den Schlips getreten, ohne es zu merken?«
»Wann denn? Ich hatte doch überhaupt keine Gelegenheit dazu!«
»Frag ihn, dann weißt du es.«
»Und wenn er mir nicht sagen will, was er gegen mich hat?«
»Dann muss ich ihn mir wohl doch noch zur Brust nehmen. Und das werde ich auch tun, glaub mir. So, wie es jetzt ist, kann es auf Dauer nicht bleiben. Oder ich sorge dafür, dass wir nicht mehr zusammen eingeteilt werden. Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit.«
»Aber ihr kommt ja gut mit ihm aus«, sagte Mariella kleinlaut. »Und wir brauchten dringend Verstärkung.«
Lars nickte. »Wäre schade, wenn es scheitert, meiner Meinung nach.«
Mehr sagte er nicht, aber das war auch nicht nötig. Mariella hatte vorher schon verstanden, was er von ihr erwartete.
»Könntest du bitte Bodo nicht alles sagen, was ich dir jetzt erzählt habe?«
»Lass mich nur machen, ich sorge schon dafür, dass er noch eine Weile still hält, ohne dass ich ihm allzu viel verrate. Aber du musst mir versprechen, dass du die Sache bald klärst.«
»Ich verspreche es dir«, sagte Mariella kleinlaut, obwohl sie sich ein Gespräch mit Oliver nicht einmal vorstellen mochte. Ihr wurde ganz elend, wenn sie nur an seinen kalten Blick und seine noch kältere Stimme dachte.
»Gut, dann geh nach Hause und schlaf dich aus. War ein langer Tag heute.«
Sie umarmte ihn zum Abschied, was sie bisher allenfalls an seinem Geburtstag getan hatte. Er brummte verlegen, aber auch ein bisschen erfreut, tätschelte ihr noch einmal den Rücken und ließ sie gehen.
Auf dem Weg zu ihrer Wohnung wurde ihr klar, dass sie jetzt auf keinen Fall allein sein wollte, also änderte sie die Laufrichtung und klingelte wenig später bei Kathi, von der sie zumindest wusste, dass sie nicht im Dienst war.
»Ja, hallo?«
»Ich bin’s, Kathi, lass mich rein, ich muss mit dir reden.«
Als Mariella im obersten Stock eintraf, stand die Tür von Katharinas Wohnung offen, von ihr selbst war jedoch nichts zu sehen. Sie schloss die Tür.
»Ich bin in der Küche! Es gibt Suppe. Hast du Hunger?«
»Noch nicht, aber vielleicht gleich. Ich habe mich gerade bei Lars ausgeheult.«
Katharina stand am Herd und rührte in einem großen Topf, aus dem verführerische Düfte aufstiegen.
»Das riecht gut. Hühnersuppe?«
»Hm.«
»Ich glaube, dann habe ich doch Hunger.«
»Wieso hast du dich ausgeheult?«
»Der Neue«, sagte Mariella.
Katharine hörte auf zu rühren und drehte sich um. »Was ist mit ihm? Ihr wart doch so froh über die Verstärkung. Jetzt sag bloß, er ist ein Ekel.«
»Zu den anderen nicht, die finden ihn ganz toll. Mit denen macht er seine Scherze, außerdem hat er wirklich was drauf. Was die Arbeit angeht, kann man ihm nichts Schlechtes nachsagen, wirklich nicht.«
»Aber?«
»Aber mich behandelt er wie eine Schwerverbrecherin.« Sie beschrieb seine Reaktion, als er ihren Familiennamen gehört hatte.
Katharina fing langsam wieder an, in ihrer Suppe zu rühren. »Das ist aber sehr seltsam, das hast du doch gerade erst mit dieser alten Dame erlebt.«
»Eben. Ich frage mich, ob ich anfange, an Verfolgungswahn zu leiden.«
»Nee, dafür hast du kein Talent«, stellte Katharina fest. »Die Suppe ist fertig, wir können essen. Deck den Tisch, und dann setz dich. Willst du ein Glas Wein trinken?«
»Lieber nicht, ich bin sowieso etwas weinerlich, das wird durch Alkohol nicht besser.«
»Da könntest du Recht haben. Also nur Suppe.«
Katharina füllte die Teller, die Mariella auf den Tisch gestellt hatte und setzte sich ihrer Freundin gegenüber. »Die einfachste Erklärung ist, dass es in eurer Familie etwas gibt, das du nicht weißt. Und die Einzigen, die es dir erzählen können, sind deine Eltern.«
»Das habe ich ja schon versucht, ohne Erfolg.«
»Dann musst du es noch einmal versuchen – ich meine, wenn du nicht diese alte Dame und deinen Kollegen fragen willst, warum sie aus allen Wolken fallen, wenn sie deinen Namen hören.«
»Lars besteht darauf, dass ich mit Oliver rede, weil sonst der Frieden in unserem Team in Gefahr ist, sagt er.«
»Kann ich mir vorstellen«, meinte Katharina. »Das muss doch ätzend sein, wenn man mit zwei Leuten zusammenarbeiten muss, zwischen denen totale Funkstille herrscht. Oder die sich angiften, wenn sie doch mal ein Wort wechseln.«
»Angiften ist nicht das richtige Wort. Das ist einfach … eisig. Voller Verachtung. Ich schwöre dir: Selbst wenn du nichts getan hast, fängst du an zu überlegen, ob du wirklich so unschuldig bist, wie du gedacht hast.«
»Das muss ja ein toller Typ sein, wenn er dich so weit bringt«, bemerkte Katharina. Sie hatte es scherzhaft gemeint, aber Mariella brachte kein Lächeln zustande.
»Ja, ist er«, sagte sie nur.
Katharina ließ den Löffel sinken. »Was soll das denn jetzt heißen?«
»Was ich gesagt habe. Als ich ihn sah, dachte ich genau das: Toller Typ. Und er hat auf mich ähnlich reagiert. Es hat ein bisschen gekribbelt. Bis zu dem Moment, als er meinen Namen gehört hat.«
»Das wird ja immer interessanter. Kannst du mir mal sagen, wieso du mir das erst heute erzählst? Warum bist du nicht gleich am Montag gekommen?«
»Weil ich so durcheinander war, dass ich mit niemandem reden wollte. Außerdem habe ich da noch gehofft, dass sich das von alleine in Wohlgefallen auflöst, weil ich mir ja keiner Schuld bewusst bin. Aber das Gegenteil ist passiert. Er wird eigentlich jeden Tag ein bisschen eisiger, falls das überhaupt möglich ist.« Mariella unterbrach sich. »Die Suppe schmeckt übrigens toll.«
»Mhm, mir auch. Dann rede gleich morgen mit ihm, dann hast du’s hinter dir. Frag ihn, ob du ihm etwas getan hast. Irgendwas muss er dann ja sagen.«
»Da bin ich mir gar nicht so sicher. Ich traue ihm auch zu, dass er mich nur kalt ansieht und sagt, dass ich nicht so tun soll, als wüsste ich es nicht.«
Katharina griff zur Suppenkelle. Es wunderte Mariella, als sie ihren leeren Teller bemerkte. Also war sie wohl doch hungrig gewesen.
»Egal, was er möglicherweise sagt, du musst es auf jeden Fall versuchen. Vielleicht erfährst du dann ja auch, warum diese alte Dame neulich in Tränen ausgebrochen ist. Denn wahrscheinlich hängen diese beiden Vorfälle doch zusammen, meinst du nicht?«
»Doch«, sagte Mariella nachdenklich. »Anders ergibt das ja überhaupt keinen Sinn.«
Sie beschloss, die Sternberger Teenager zu kontaktieren. Die hatten, wie sie wusste, bislang noch nichts herausgefunden, genau so wenig wie sie selbst, aber sie hatte auch sehr wenig Zeit gehabt, um Nachforschungen anzustellen. Immerhin, vielleicht führte ja der Name ›Bodenstedt‹ endlich zu einer Spur.
Als sie sich später von Katharina verabschiedete, war sie froh, ihrer Freundin das Herz ausgeschüttet zu haben. Zwar war das Problem dadurch nicht gelöst, aber sie fühlte sich trotzdem erleichtert und ruhiger.
Warte nur, Olli, dachte sie mit plötzlich aufwallendem Zorn, ich werde mich nicht weiterhin von dir behandeln lassen wie ein lästiges Insekt!
*
Der Schwung, mit dem die Sternberger Teenager sich auf die Nachforschungen zu den Familien Lisitz und Avensberg gestürzt hatten, war erlahmt, da sie nichts wirklich Interessantes zutage gefördert hatten. Außerdem mussten sie sehr viel für die Schule arbeiten, so dass sie für zusätzliche Aufgaben keine Energie mehr aufbringen konnten.
Als Mariella sich meldete und erzählte, dass nun auch ihr neuer Kollege namens Oliver von Bodenstedt mit offenkundiger Ablehnung auf ihren Namen reagiert hatte, flammte das Interesse wieder auf, jedoch nur kurzfristig, denn die Schule war im Augenblick einfach wichtiger.
