Die Lügen der Anderen - Mark Billingham - E-Book + Hörbuch

Die Lügen der Anderen E-Book

Mark Billingham

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Beschreibung

In einem Hotel in Florida treffen zufällig drei Pärchen aus England aufeinander. Sie freunden sich an und verbringen die Tage gemeinsam unter der glühenden Sonne mit Drinks am Pool. Es scheint der perfekte Urlaub zu sein. Doch in der letzten Nacht vor der gemeinsamen Abreise verschwindet ein Mädchen aus dem Hotel, das später tot in den Sümpfen gefunden wird. Zurück in England bleiben die drei Paare in Kontakt. Um ihre frisch geknüpfte Freundschaft zu vertiefen und das Erlebte zu verarbeiten, laden sie sich reihum nach Hause zum Abendessen ein. So kommt es zu drei Begegnungen, bei denen die Paare am Esstisch über ihr Leben sprechen. Je mehr sie dabei voneinander erfahren, desto fremder und unheimlicher werden sie sich. Die abendlichen Treffen sind zunehmend geprägt von Merkwürdigkeiten, Misstrauen und dem beklemmenden Verdacht, dass hinter der Fassade des jeweils anderen nichts ist, wie es scheint; ein Verdacht, der sich schließlich auf schreckliche Weise bestätigt.

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Für Mom und Dad

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PrologFlorida

 

 

 

 

Alles wirkt falsch.

Das Licht, das im blauen Spiegel des Swimmingpools blinkt, die Sonnenhüte und die beschlagenen Bierflaschen in ihren Händen. Das Summen der Insekten. Der Geruch von warmer, mit Sonnenmilch eingecremter Haut.

Alles.

Angesichts dessen, was hier gerade vor sich geht, könnte die Szenerie nicht unpassender sein. Einer von ihnen meint, dass es ein bestimmtes Wort dafür gibt, für so einen … Zwiespalt, aber er kommt nicht drauf. Alle sechs hören nur zu und schütteln die Köpfe, bemühen sich angestrengt, die Frau nicht merken zu lassen, wie unbehaglich ihnen zumute ist – Gott, das fehlte noch –, aber das macht die ganze Situation nur noch schlimmer. Jetzt haben sie Angst, sie könnten zu locker wirken, geradezu gefühllos. So als wäre ihnen das vermisste Mädchen völlig egal.

Und das verursacht ihnen nur noch größere Schuldgefühle.

Dabei ist es im Grunde ja nur eine Frage zufälliger Umstände – »zur falschen Zeit am falschen Ort«, oder wie sagt man da? Denn die vergangenen dreizehn Tage sind einfach perfekt gewesen. Und haben sie nicht genau dafür bezahlt? Sind sie nicht hergekommen, um sich zu entspannen? Aber das ist vorher gewesen, bevor die Blaulichter zwischen den Palmen auftauchten. Bevor die Cops und die State Troopers mit ihren knisternden Funkgeräten hier einfielen.

Und dann ist da noch die Tatsache, dass die Frau selbst einen so sonderbar unbekümmerten Eindruck macht.

»Es ist absurd«, sagt sie, hebt die Hände. Als einer von ihnen aufstehen will, bedeutet sie ihnen, sie sollten doch sitzen bleiben. »Es ist mir wirklich peinlich, dass ich Sie mit dieser Sache überhaupt behellige.« Als jemand fragt, ob sie irgendetwas tun könnten, macht sie einen Schritt rückwärts und sagt: »Aber nein, alles in Ordnung, wirklich …«

Später unterhalten sie sich flüsternd, und einer der Männer meint: »Warum sollten wir uns schuldig fühlen? Ich meine, es haben ja nun wirklich genügend Leute nach ihr gesucht. Und ist ja nicht so, als hätten wir unsere Hilfe nicht angeboten.«

Seine Frau zuckt mit den Schultern. »Und an der Sonne können wir auch nichts ändern, oder?«

Ein paar nicken.

»Disparität«, sagt einer. »Das ist das Wort dafür, oder?«

Also nehmen sie die letzte gemeinsame Mahlzeit zu sich, versuchen, den letzten Abend ihres Urlaubs zu genießen. Sie sagen sich, dass die Tochter der Frau wahrscheinlich nur mal in die Shoppingmall gegangen sei, überlegen, ob sie nicht schon längst wiederaufgetaucht sei, und versuchen es herunterzuspielen, obwohl auch am nächsten Morgen die Streifenwagen noch immer da sind. Während des Flugs zurück nach Gatwick versuchen sie vergeblich zu schlafen. Mit geröteten Augen essen sie ihre in Folie verpackten Mahlzeiten und schauen sich Filme an. Ein paar von ihnen zupfen bereits an der Haut, die sich an Nase und Schultern löst. Sie sind guter Dinge, auch wenn jeder von ihnen an die Frau am Pool denkt und an das Lächeln, das zitterte und erstarb. Kaum hatte sie die Mundwinkel gehoben, erstarb das Lächeln wieder, und jedes Mal ein wenig schneller.

Sie denken daran, wie die Frau ständig wiederholte, dass sich alles aufklären werde, dass alles in Ordnung sei, erinnern sich daran, wie sie fast schon verärgert reagierte, wenn sie das Gefühl hatte, man würde Mitleid bekunden.

»Sie wird vermisst«, sagt die Frau. »Das ist alles. Nur vermisst. An etwas anderes sollten wir nicht einmal denken!« Und ihre Stimme hebt sich ein ganz klein bisschen und bricht, und kurz bevor sie die Sonnenbrille wieder zurechtrückt, liegt ein heftiger, angespannter Zug um ihre Augen.

»Meine Tochter ist nicht tot.«

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Erster TeilAngie und Barry

 

 

 

Von: Angela Finnegan ‹[email protected]

Gesendet: 16. Mai 17:31:01BST

An: Susan Dunning ‹[email protected]

Cc: Marina Green ‹[email protected]

Betreff: Dinner!!!

 

Hi, alle zusammen!

 

Wie es so geht: Man trifft im Urlaub nette Leute, und zum Abschied heißt es dann: »Wir müssen unbedingt in Kontakt bleiben!« Tja, ich wette, jetzt bedauert Ihr, dass Ihr mir Eure Mail-Adressen gegeben habt. Haha!

Aber im Ernst: Das war echt ein toller Urlaub, auch wenn er ein wenig merkwürdig zu Ende ging. Deshalb dachte ich, es wäre doch klasse, wenn wir uns mal alle treffen. Also, Barry und ich fänden es toll, wenn Ihr vier am Samstag, 4. Juni, zum Dinner kommen würdet. Ich weiß, es ist eine ziemliche Ecke bis zu uns raus nach Crawley, aber ich mache einen wirklich guten Brotpudding, und ich verspreche auch, ich schicke Sherpas los, falls Ihr Euch verfahrt!!

 

Redet mit Euren Männern und gebt mir umgehend Bescheid, aber ich hoffe schwer, dass Ihr alle kommt.

 

Liebe Grüße, Angie xxx

 

PS: Hab die Regionalzeitungen im Internet gelesen, noch immer keine Spur von dem armen Mädchen. Was muss die arme Mutter durchmachen. Echt schrecklich.

 

PPS: Weiß nicht mehr genau, aber war einer von Euch Vegetarier?

Eins

Angie ging langsam an den Regalen entlang, schob den quietschenden Einkaufswagen am hellen Fleisch vorbei, dann am dunklen Fleisch. Schließlich nahm sie etwas Speck mit – den brauchten sie sowieso –, dann machte sie kehrt und ging wieder zurück. Sie konnte sich einfach nicht entscheiden: Huhn oder Lamm, Koteletts oder Coq au Vin?

Ursprünglich hatte sie das Dinner unter ein Motto stellen wollen. Eine Art Urlaubsmenü, um sie alle an die zwei Wochen in Florida zu erinnern, mit Piña Coladas als Aperitif, Meeresfrüchte, vielleicht eine Muschelsuppe – falls sie überhaupt Muscheln auftreiben konnte –, dann irgendeinen Fisch als Hauptgang. Sie hatte sogar im Internet nach einem Rezept für Key Lime Pie gesucht. Aber Barry hatte nur die Augen verdreht, also hatte Angie die Idee fallen lassen.

Angie warf einen Blick in den Einkaufswagen und fragte sich, ob sie auch Eiscreme mitnehmen sollte, zu der Tiefkühlpizza, die sie für die Kinder ausgesucht hatte. Die war schnell gemacht, und außerdem war es ganz gut, wenn das Essen für die beiden schon fertig war, bevor die Gäste kamen. Sie wusste, Laura und Luke wäre es nur recht. Sie gingen solchen Veranstaltungen am liebsten aus dem Weg. Bloß nicht an dem öden Gelaber der Erwachsenen teilnehmen! Sie würden die Gelegenheit nutzen und den ganzen Abend vor dem Computer hocken. Angie hatte nichts dagegen. Aber nur, wenn die Hausaufgaben fertig waren!

Darum sollte sich Barry kümmern.

Angie griff nach einer großen Packung Hühnerbrust. Das Fleisch war bio, wie sie feststellte. Sie sah nach dem Preis und legte die Packung schnell wieder weg. Aber die Idee war gut. Lamm war okay, konnte aber schwierig sein, manche mochten es rosa, andere nicht, und Barry hatte ihr Coq au Vin schon immer gemocht. Sie griff nach einer billigeren Packung …

»Ich hab nur gedacht, das wäre doch ganz nett«, hatte Angie gesagt. »Mal was anderes.«

»Kapier ich nicht.«

»Da ist nichts zu kapieren, sollte nur witzig sein, das ist alles. Mal was Floridanisches kochen.«

»Was?«

»Etwas, das aus Florida kommt.«

»Ich weiß, was das Wort heißt«, hatte Barry mit zusammengekniffenen Augen gesagt. Er zerdrückte die leere Bierdose in seiner Hand, öffnete den Deckel des Mülleimers in der Küchenecke und warf die Dose hinein. »Ich kapier nur nicht, warum du so redest. So affig.«

»Vergiss es. Ist nicht so wichtig.«

»Die ganze Nummer ist affig, wenn du mich fragst.« Er knallte den Deckel zu und ging zum Kühlschrank.

»Dann mach ich eben Huhn oder so.« Angie griff nach dem Lappen, der über der Spüle hing. »In Ordnung?« Sie rieb an einem Fleck auf der Arbeitsplatte aus Granit und sah, wie ihr Gatte fast eine halbe Minute lang in den Kühlschrank starrte und dann die Tür schloss, ohne etwas herausgenommen zu haben. Die Stelle am Hinterkopf wurde immer lichter, fiel Angie auf, und das sommersprossige Fettröllchen über dem Hemdkragen wirkte ein wenig massiger. Dabei hatte sie gut reden.

»Okay«, sagte sie halblaut.

»Ja, meinetwegen.«

Er trat hinter sie, legte ihr die Hände auf die Schultern und gab ihr einen Kuss auf den Hinterkopf. Sie rieb weiter am Granit, obwohl der Fleck schon weg war.

»Ich weiß sowieso nicht, was der ganze Aufwand soll«, sagte Barry. Er löste sich von ihr und zog einen der Stühle an der Frühstückstheke zu sich. »Haben wir nicht genug Freunde?«

»Ist doch nur ein lockeres Beisammensein, mehr nicht. So eine Art Verlängerung des Urlaubs.«

»Und wozu soll das gut sein?«, fragte Barry. »Ich mein, am Ende wurde das Ganze ziemlich unangenehm.«

»Nur am Ende.«

»Wegen dem Mädchen und so.«

»Ein Grund mehr. Schließlich haben wir das gemeinsam erlebt, nicht?«

»Und dafür den ganzen Stress?«

»Den Stress habe nur ich«, sagte sie.

»Du weißt schon, was ich meine.«

»Du hast dich doch gut verstanden mit Ed und Dave, oder nicht?«

Barry zuckte mit den Schultern. »Die waren ganz nett.«

»Und mit den Frauen.«

Barry ließ langsam den Kopf kreisen. »Eds Frau war in Ordnung, aber die andere … wie hieß sie noch gleich, die Farbige … Marina … die ist mir ziemlich auf die Nerven gegangen.«

»Wirklich?«

»Ganz schön von sich eingenommen, finde ich.«

Angie nickte nur und beließ es dabei. Sie wusste ganz genau, dass er nur so tat, als hätte er Marina Green nicht leiden können. In Wirklichkeit war er scharf auf sie gewesen. Er stand nun mal auf große Brüste und extrem gefärbte Haare. Angie hatte ihn beobachtet, wie er sie heimlich beäugte und hinter seiner gefälschten Oakley-Sonnenbrille Glubschaugen machte, während er vorgab, Zeitung zu lesen, wenn sie in einem Bikini aus dem Pool stieg, der ihr viel zu klein war, wie alle sehen konnten.

»Also, ich finde sie nett«, sagte Angie.

»Wie du meinst.«

»Ich finde sie alle nett, und wenn du dir ein wenig Mühe gibst, wird das ein sehr schöner Abend.« Im Wohnzimmer wurden Stimmen laut. Großes Gezänk, wer was im Fernsehen sehen wollte. Angie öffnete die Küchentür und rief ihren Kindern zu, sie sollten sofort aufhören zu streiten. Als sie sich wieder umdrehte, stand Barry da und rieb sich den Bauch, der das kastanienbraune Polohemd ziemlich strapazierte.

»Und was ist mit deiner Diät?«, fragte er.

Angie dachte über die Tatsache nach, dass er sich offenbar mehr Sorgen über die paar Pfund machte, die sie zugenommen hatte, als über seine eigenen. Sie dachte an die zwei Dosen Bier, die er in der halben Stunde geleert hatte, seit er von der Arbeit nach Hause gekommen war, und an die Chipstüten, die sie ständig aus seinem Wagen fischte. »Ich esse Obst statt Pudding«, sagte sie. »Ist doch nur für einen Abend.«

»Von wegen, nur ein Abend.« Er schob eine Hand unter das Hemd und kratzte sich. »Erst laden wir sie ein, dann laden die anderen uns ein und so weiter.«

»Was ist denn daran falsch?«

»Hab ich doch schon gesagt, wir haben genug Freunde.«

»Wen zum Beispiel?«, fragte Angie.

»Entschuldigen Sie bitte, könnte ich wohl mal …«

Angie schrak auf und entschuldigte sich bei dem Mann, der die Hand ausgestreckt hatte, um an ihr vorbei nach etwas zu greifen. Sie schob den quietschenden Einkaufswagen beiseite und fragte sich, wie lange sie wohl dagestanden und das Fleisch angeglotzt hatte, als hätte sie sie nicht mehr alle. Sie schaute auf das Huhn, das sie immer noch in der Hand hielt.

Das glänzend rosige Fleisch presste sich eng an die Verpackungsfolie.

Angie ließ das Fleisch in den Einkaufswagen fallen und ging schnell zur Kasse. Sie dachte an das Essen am letzten Abend in Florida, an den blutroten Sonnenuntergang und an die Streifenwagen in der Ferienanlage. Schon sonderbar, fand sie, sie jetzt alle wiederzusehen, acht Wochen später, in einer ganz anderen Welt.

Ein unvergesslicher Urlaub, trotz allem.

 

Finnegan Bros. So stand es auf den Schildern und auf den Firmenwagen und auf dem völlig überteuerten Briefpapier, das er nie hatte anschaffen wollen.

Bros. Brothers. Ja, sie zwei waren Brüder … Davon merkte man nur leider nicht viel, fand Barry. Wenn er bedachte, wie man manchmal mit ihm redete, wie man ihn herumkommandierte und ständig hierhin und dorthin schickte wie einen Laufburschen.

Und das Schlimmste an der Sache: Adrian war jünger als er. Drei Jahre jünger. Aber während sich Barry die Hände schmutzig gemacht hatte, hatte Adrian sich einfach so lange auf dem College herumgetrieben, bis er irgendwann seinen bescheuerten Abschluss in Betriebswirtschaft hatte. Und jetzt hielt er sich anscheinend für Donald Trump persönlich. Als wäre seine Arbeit mit diesem College-Wisch mehr wert als Barrys.

Von wegen!

Barry donnerte mit der Handfläche auf das Lenkrad seines Audi, zog nach links und gab Vollgas, um einen Idioten zu überholen, der mit nicht mal siebzig auf der Überholspur vor sich hin döste wie ein ohnmächtig gewordener Volldepp.

Fünfundvierzig Minuten Autofahrt, nur um sich von irgendeinem Blödmann vorwerfen zu lassen, dass die Arbeiten an seinem Dachausbau »nicht zufriedenstellend erledigt« worden seien. Ein Fenster, das nicht richtig schloss, ein Heizkörper, der leckte, der übliche Scheiß. Fünfundvierzig Minuten hin, fünfundvierzig zurück, und das an einem Samstagnachmittag, während der Herr Bruder zu Hause hockte, auf Sky Sport schaute und mit den lieben Kinderchen spielte.

Er hatte eben verdammtes Glück, der Mistkerl. Adrian bekam seine verfluchten Gören wenigstens zu sehen.

An einem Samstag, Himmelherrgott! Als hätte er die Woche über nicht genug geschuftet … Und der Idiot war immer noch nicht zufrieden gewesen! Jammerte rum wie ein altes Weib, warf ihm Pfusch vor und kündigte an, er werde sich an Adrian wenden, der werde das schon regeln.

Typisch.

»Hätte gleich mit dem Chef reden sollen.« Das waren seine Worte gewesen. Barry hatte sich mit Mühe und Not beherrschen können, um dem kleinen Arsch nicht die Faust ins verschwitzte, rote Gesicht zu rammen … Ein Job, den er sicherlich »zufriedenstellend« erledigt hätte.

Es war Zeit für ein ernstes Gespräch, das wusste Barry. Zeit, die Dinge ein für alle Mal klarzustellen zwischen ihm und seinem Bruder. Was er sagen wollte, hatte er schon oft im Geiste geprobt, und die Liste der Kränkungen wurde länger und länger.

»Am Samstag, Adrian? Du willst mich wohl verarschen …«

Dabei war er im Grunde nicht sonderlich unglücklich darüber gewesen, rauszukommen. Angie putzte das Haus von oben bis unten, holte das gute Porzellan heraus, bereitete alles für das Dinner vor. Und sie war wohl ebenfalls froh, dass sie freie Bahn hatte, während sie die Kerzen aufstellte und die vermaledeite Katze striegelte.

»Du solltest endlich mal mit ihm reden.« Barry konnte sie regelrecht hören. »Du musst ihm sagen, dass du dir das nicht mehr gefallen lässt.«

Sie hatte leicht reden. Denselben Scheiß hatte er sich auch von seiner Ex anhören müssen.

Du musst dich gegen ihn behaupten, du bist schließlich der Ältere.

Sei ein Mann …

Er drückte auf die Hupe. Schon wieder so ein Idiot, der sich weigerte, Platz zu machen. Er sah, wie der Kerl in den Rückspiegel schaute. Barry hob die Arme und brüllte: »Na mach schon!«

»Barry ist der starke Arm der Firma, ich bin der Kopf.« Den Spruch gab Adrian gern von sich. Am besten noch mit einer Hand auf Barrys Schulter, und Barry rang sich ein Lächeln ab.

»Er lässt seine Muskeln spielen, ich meinen Charme …«

Und es stimmte sogar. Das war ja das Problem. War schon immer so gewesen. Dein kleiner Bruder … wickelt die Leute um den Finger … verkauft den Arabern Sand … Adrian brachte die Kundschaft an und machte ihnen Angebote, denen sie nicht widerstehen konnten. Und er hielt sie bei Laune, wenn die Arbeiten länger dauerten und teurer wurden als geplant. Er war es, der die Aufträge akquirierte, und das bezahlte den Audi und die Alimente und den Urlaub im verfluchten Florida, und deshalb sollte Angie einfach mal den Mund halten und aufhören, ihn damit zu nerven.

Das war auch der Grund, warum die Rede ungehalten bleiben würde, zumindest vorerst.

Barry drückte den Zigarettenanzünder rein und streckte dann die Hand nach der Schachtel Benson & Hedges auf dem Beifahrersitz aus. Als er die goldene Schachtel aufklappte, entfuhr ihm ein Seufzer, der zu einem Rülpser wurde. Das Letzte, was er jetzt brauchte, war eine bescheuerte Dinnerparty.

Was hatte sie noch mal kochen wollen? Was Floridanisches? Ich werd nicht mehr …

»Reiß dich zusammen!«, hatte Angie gesagt, mehr als einmal, und: »Zeig ein bisschen guten Willen«, dabei wusste er verdammt gut, was das heißen sollte: »Versuch mal, dich nicht zu besaufen und mich bloßzustellen.« Eine Schande, denn so ungefähr das Einzige, worauf er sich wirklich freute, waren ein paar abendliche Drinks und ein heimlicher Blick in eine gut gefüllte Bluse – wie die von dieser Marina. Und Angie hatte gut reden. Sie hatte in letzter Zeit doch selbst ziemlich gesüffelt. Im Urlaub hatte sie sich fast jeden Abend mit Wein und teuren Cocktails volllaufen lassen, hatte zu viel und zu laut geredet und über Eds blöde Witze gelacht. Und sie sagte ihm, er solle sich gefälligst benehmen!

Sie sollte ihn lieber mit mehr Respekt behandeln, fand Barry.

Er zündete sich die Zigarette an und öffnete das Fenster einen Spaltbreit.

Genauso schlimm wie sein Bruder …

Und Ed würde wieder nur blöde Witze reißen, ganz sicher, Dave würde lachen und Susan die Augen verdrehen. Dann würden sie darüber reden, wie schnell ihre Sonnenbräune verschwunden sei und wie höflich und freundlich die Leute überall gewesen seien, in den Läden, in den Restaurants, nicht so mürrisch wie bei uns.

Ed würde in seinem beschissenen amerikanischen Akzent sagen: »Have a nice day.« Und später würden sie dann über das vermisste Mädchen reden, wie denn auch nicht? Und genau darauf hatte Barry überhaupt keine Lust.

Zwei

»Sarasota verfügt über einige der schönsten Strände Floridas, dazu über eine aufregende Vielfalt an wild lebenden Tieren … Wegen seiner zahlreichen Museen, Galerien, Konzerte und anderer künstlerischer Veranstaltungen ist Sarasota heute auch als ›Küste der Kultur‹ bekannt.« Angela Finnegan legt den Reiseführer beiseite, den man ihr beim Autoverleih in die Hand gedrückt hat, als ihr Mann und sie den Leihwagen abholten. »Klingt gut, oder, Schatz? Wär doch aufregend, ein paar wilde Tiere zu Gesicht zu bekommen.«

Der Mann hinter ihr hört nicht richtig zu und brummt nur.

Angie nimmt sich den Computerausdruck vor, der im Zimmer auslag. »Siesta Key ist eine der Düneninseln, die die Sarasota Bay vom Golf von Mexiko trennen. In der Inselmitte gruppieren sich die Bars, Souvenirgeschäfte und Restaurants von Siesta Village um die Strandstraße. Ideal gelegen im Herzen dieser lebendigen Ortsgemeinde, bietet das Pelican Palms Resort den Urlaubsgästen und ›Zugvögeln‹ aus dem Norden erstklassige Unterkünfte.« Sie legt das Blatt beiseite und schließt die Augen. »Also, bisher gibt es nichts zu beanstanden. Ich finde es sehr hübsch, du nicht?«

Die Bezeichnung »Resort« für die Anlage ist allerdings ein wenig übertrieben. Bei Pelican Palms handelt es sich um fünfzehn Apartments mit einem, zwei oder drei Schlafzimmern, mit separatem Eingang, eigener Terrasse und Grill, dazu einem Gemeinschafts-Swimmingpool und zwei Whirlpools. Der Preis von 615 Dollar die Woche für ein Zwei-Bett-Apartment ist dabei wirklich moderat, vor allem wenn man bedenkt, dass zu jedem einzelnen Bungalow eine voll ausgestattete – wenn auch kleine – Küche gehört, und die Anlage ist nur einen »Steinwurf entfernt von mehr als einem Dutzend ausgezeichneter Restaurants und nur fünf Minuten vom einzigartigen Strand.«

»Ein preiswertes Paradies.« So hat ein zufriedener Kunde des Pelican Palms Resort den Ort beschrieben, auch wenn man natürlich nie sicher sein kann, wie ehrlich die Kommentare sind, die man auf diesen Websites findet. Es ist der zweite Morgen ihres Urlaubs, und schon um kurz nach elf ist die Temperatur auf 28 Grad Celsius gestiegen.

»Und es ist ja nicht so, dass wir die ganze Zeit hier verbringen werden, oder?«, sagt Angela Finnegan.

»Schätze nicht«, sagt ihr Ehemann.

»Jedenfalls nicht im Bungalow. Also, ich finde, es ist echt preiswert.«

Sie lässt die Beine in den Pool baumeln, hinter ihr breitet Barry Handtücher auf ihren Liegen aus. Seine Wampe hängt über dem Gummizug seiner bunten Vilebrequin-Shorts, und auf den Schultern hat er vom Vortag schon einen ersten Sonnenbrand. Angie ist, wie ihr Mann, sechsunddreißig und in der zweiten Generation London-irischer Abstammung. Anders als er verbirgt sie ihren Bauch unter einem leicht transparenten, geblümten Pareo-Strandtuch und einem marineblauen, einteiligen Badeanzug.

»Welchen Lichtschutzfaktor willst du?«, fragt Barry.

Eine dunkelhäutige Frau nähert sich ihnen und fragt mit britischem Akzent, ob die Liege neben Barry noch frei sei. Barry meint, klar doch, und als sich Angie umdreht, schaut die Frau zu ihr hin und sagt: »Ich glaube, wir hatten denselben Flug.«

Angie setzt sich auf die Kante ihrer Liege, die Frau setzt sich ebenfalls.

»Wo kommen Sie her?«, fragt Angie.

»Wir sind aus Forest Hill«, antwortet die Frau. »Südlondon.« Sie nickt in Richtung eines Mannes, der von einem der Whirlpools herüberwinkt. Ein drahtiger Typ, blass, seine hellen Haare wirken fettig, sind aber vielleicht nur feucht, und er trägt einen schütteren Bart. »Das ist Dave, und ich bin Marina.« Sie lächelt, entblößt ebenmäßige Zähne und sagt »Freut mich«, als Angie und Barry sich ebenfalls vorstellen.

Marina Green ist zweiunddreißig, farbig, hat glatte schwarze, an den Spitzen rot gefärbte Haare. Ihr Körper ist nicht makellos, aber sie bringt ihn in dem weiß-goldenen Bikini, den sie am Flughafen bei Monsoon gekauft hat, gut zur Geltung.

»Und Sie?«, fragt Marina.

»Bitte?«, meint Angie.

»Woher kommen Sie?«

»Crawley«, antwortet Angie. »Etwa fünf Meilen von Gatwick entfernt.«

»Wie praktisch«, sagt Marina.

Barry lacht. »Ich wusste doch, dass es einen Grund gibt, warum wir dort wohnen.«

»So schlimm ist es gar nicht«, sagt Angie. »Die Schulen sind ziemlich gut.«

»Aha.« Marina schaut sich um. »Ich habe gar keine Kinder gesehen.«

Angie grinst und beugt sich zu ihr hin. Verschwörerisch leise: »Die haben wir zu Hause gelassen. Wir wollten mal unsere Ruhe haben.«

Marina erwidert das Lächeln. »Das war einer der Gründe, warum wir das hier ausgesucht haben«, sagt sie. »Auf der Website stand nichts von Kinderspielplatz.«

»Wir auch«, bestätigt Angie.

»Wie viele Kinder haben Sie?«

»Drei zusammen«, antwortet Angie. Sie wirft Barry einen schnellen Blick zu. Er cremt sich gerade die Brust mit Sonnenmilch ein und scheint sich nicht sonderlich für das Gespräch zu interessieren. »Aber es leben nur zwei bei uns.«

»Aha«, macht Marina und reckt ihr Gesicht ein paar Minuten gen Sonne.

»Das gefällt mir«, sagt Angie und deutet auf den kleinen Diamanten, der in Marinas Nase steckt.

»Oh, danke«, erwidert Marina.

»Hat es wehgetan?«

»Weiß ich gar nicht mehr«, antwortet Marina und legt eine Fingerspitze auf den Diamanten. »Habe ich mir stechen lassen, da war ich noch Teenager. Ich glaube, ich wollte nur meine Mutter ärgern.« Sie sieht einen Mann, der mit zwei Flaschen Bier in der Hand den Pool umrundet, und nickt in seine Richtung. »Das da drüben sind auch Landsleute«, sagt sie. »Aus Nordlondon.« Der Mann kickt seine Sandalen von sich und stellt eine Flasche neben eine Frau, die mit dem Gesicht nach unten auf der Liege zu schlafen scheint.

»Ach wirklich?«

Der Mann dreht sich um, und Marina winkt. Der Mann hebt die Flasche zum Gruß, trinkt einen Schluck und schlüpft wieder in die Sandalen. Die beiden Frauen schauen zu, wie er auf sie zukommt.

»Er heißt Ed«, sagt Marina. »Und sie Sue, glaube ich. Sie sind schon eine Woche hier. Tja, sieht man ihnen an, oder?«

Abgesehen von seiner tiefen Bräune ist Ed Dunning groß und muskulös, Kopf und Brust sind gleichermaßen mit dichten schwarzen Locken bedeckt. Sein Bauch ist zwar nicht gerade ein Waschbrett, aber so flach, wie es sich ein Zweiundvierzigjähriger nur wünschen kann. Er lächelt, als er zu ihnen tritt, und schiebt die Sonnenbrille auf den Scheitel. »Ziemliches Prachtwetter.«

»Noch ein paar Briten«, sagt Marina mit Blick auf Angela und ihren Mann.

Ed schüttelt den Kopf. »Wir hätten doch nach Skegness fahren sollen«, meint er. »Es gibt einfach kein Entrinnen.« Er lacht über seinen eigenen Scherz, und Marina und Angie lachen mit. Marina stellt sie einander vor, Ed schüttelt Barry die Hand und meint: »Alles klar, Mann.«

Sie unterhalten sich ein paar Minuten über das Resort und über Sarasota, und mit leichtem Midlands-Akzent erzählt ihnen Ed, dass Sue und er das dritte Jahr in Folge hier seien. Angie meint, da müsse es ihnen aber wirklich gut gefallen, und er meint, es sei hier einfach spitze. Er sagt, dass er praktisch jede Ecke kenne. Barry und sie müssten sich alles anschauen. Die besten Bars und Restaurants, die Bootsfahrten, bei denen man nicht übers Ohr gehauen würde, die abgelegenen Strände, von denen die Touristen nichts wüssten. Er macht auf Amerikaner und sagt, er würde sich »die Insider-Infos von den Eingeborenen« besorgen.

»Und wo kann man gut essen?«, fragt Angie.

»Waren Sie schon bei SKOB?«

Angie schüttelt den Kopf.

»Siesta Key Oyster Bar«, sagt Ed. »Da müssen Sie unbedingt hin.« Er dreht sich um und zeigt. »Nur ein paar Minuten zu Fuß Richtung Strand. Fantastisches Essen, tolle Atmosphäre. Jeden Abend Livemusik, und man kann draußen sitzen.«

»Klingt gut«, meint Angie und dreht sich zu Barry um. »Was denkst du?«

Plötzlich wird es am flachen Poolende laut. Ein junges Mädchen, dreizehn, vierzehn, spritzt mit Wasser rum und ruft seiner Mutter etwas zu. Die Frau sitzt an einem Tisch unter einer hohen Kokospalme und raucht. Wasserstoffblond, in Jeans-Shorts und einem T-Shirt von American Eagle. Sie sieht nicht gerade aus wie die Mutter eines Teenagers. Sie legt einen Finger an die Lippen, aber das Mädchen ruft nur noch lauter und kreischt vor Freude, während sie mit den Händen aufs Wasser patscht. Das Mädchen ist ziemlich korpulent, mit Brüsten, die zu groß scheinen für ihr Alter, und auch wenn sie nicht kreischt, steht ihr der Mund offen.

Die Frau steht auf und drückt ihre Kippe aus. Sie sieht die Männer und Frauen, die über den Pool hinweg zuschauen, hebt entschuldigend die Hände und deutet ein »Sorry« an. Sie geht ans Wasser und sagt: »Bitte sei leise, Schatz …«

Ed sieht zu Angie und Marina. »Hören Sie, warum gehen wir nicht zusammen ins SKOB?«, fragt er.

Angie dreht sich instinktiv zu Barry um. Marina schaut zu Dave hinüber, der gerade aus dem Whirlpool steigt.

»Ich kenne den Burschen, der den Laden schmeißt«, sagt Ed. »Ich besorge uns einen anständigen Tisch auf dem Balkon. Quesadillas, Krabbenpuffer, Frozen Margaritas … wie klingt das?«

»Wollen Sie denn nicht mit Ihrer Frau essen?«, fragt Marina und schaut zu ihr hinüber. Sie sitzt auf der Liege und nimmt einen Schluck aus der Bierflasche. Die Frau lächelt und winkt. Sie ist schlank und schmalbrüstig, trägt einen breitkrempigen Sonnenhut und einen schwarzen Einteiler.

Ed verzieht das Gesicht. Jetzt lässt er den Proll raushängen und sagt: »Die macht, was ich ihr sage«, und lacht.

Wieder müssen Marina und Angie mitlachen, und Angie wird ein wenig rot.

»Überlegen Sie es sich.« Ed schaut von Angie zu Barry, dann wendet er sich zu Marina. »Und Sie reden mal mit …«

»Dave«, sagt Marina.

»Genau«, sagt Ed. »Keine große Sache, aber könnte doch ganz nett sein, oder?« Er dreht sich um, zuckt bei dem erneut einsetzenden Geschrei auf der anderen Poolseite zusammen, und sie schauen gemeinsam zu, wie die Frau dem Mädchen ein Handtuch über die Schultern legt und es sanft zurück in den Schatten führt.

Von: Edward Dunning <[email protected]>

Gesendet: 16. Mai 22:14:17BST

An: Angela Finnegan; Marina Green

Betreff: Re: Dinner!!!

 

Ed hier (Sue hat’s nicht so mit Mails usw.). Dinner klingt gut. Hoffe, M & D kommen auch. Die Sonne Floridas ist ziemlich weit weg, was? Vielleicht könnten die Mädels ja in Badeanzügen kommen, aus alter Tradition, und ich reib sie wieder mit Sonnenmilch ein. Ist eine schmutzige Arbeit, aber einer muss es ja machen! Ich bring den Margarita-Mix mit.

 

Bis bald

Ed x

 

Von meinem iPhone gesendet

Drei

Ed stieß ein gepresstes »Ja!« aus, als der lahme Versuch des Gegners, seinen Stoppball anzunehmen, an der Netzoberkante scheiterte. Er ballte die Faust, als er sich umwandte und ein paar Bälle am Zaun aufhob. Er schlug bei 40:15 auf, im entscheidenden Satz beim Spielstand von 4:3.

Er stopfte sich einen Ball in die Tasche und ließ einen zweiten springen.

»Na, komm schon«, flüsterte er.

Ed kannte den Typen kaum. Simon Soundso, kaufte und verkaufte Luxuslimousinen. Wichtig war, er war im Einzel drei Plätze über Ed, und das hieß, dass Ed nur noch ein paar Spiele entfernt war, sich einen sehr bedeutenden Skalp zu holen. Der Typ war ziemlich freundlich, und bis zu diesem Punkt war das Spiel friedlich verlaufen, doch als Ed jetzt beim Aufschlag einen Blick übers Netz warf, erkannte er, wie sehr Simon Dingsda den Punkt wollte.

Aber nicht so sehr wie ich, dachte Ed. Und deshalb trete ich dir jetzt in den Arsch.

Er warf einen Blick zu Sue hinüber, die an einem der Tische vor dem Clubhaus saß. Sie schaute ihm nicht zu. Wie schade, denn er spürte, er würde mit einem Ass aufschlagen, und er wollte, dass sie es mitbekam.

Sein erster Aufschlag ging dreißig Zentimeter ins Aus.

»Aus«, rief der Autohändler.

Wichser.

Der zweite Aufschlag war zu hoch und viel zu langsam, er gab seinem Gegner alle Zeit der Welt, an den Ball heranzukommen und ihn locker anzunehmen. Ed schaute zu Sue hinüber, um sicherzugehen, dass sie nichts davon mitbekommen hatte.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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