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Beschreibung

Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik, Note: 1,0, , Sprache: Deutsch, Abstract: Als „Königsform“ ist sie hochgepriesen und in fast allen Sender-Programmen ist sie fest integriert – die Fernsehreportage. Den Zuschauern wird die Wahrheit in authentischen Geschichten präsentiert, weshalb sie heute häufig als eine durchaus attraktive und einfache Form der Informationsbeschaffung genutzt wird. Sie wird dabei zu den informierenden Darstellungsformen gezählt. Doch in der heutigen Zeit der Massenmedien stehen besonders die Privat-Sender stark in Konkurrenz zueinander und der Kampf um die höchsten Einschaltquoten ist stärker denn je. Der Profit ist wichtiger, als eine gelungene und klassische Reportage zu senden. Stattdessen wird an dem Ereignis lieber noch etwas gefeilt und wohl brisante Details hinzugefügt, um den Zuschauern eine möglichst spannende Story bieten zu können.3 Auch das Streben nach Selbstverwirklichung, das viele Reporter bei der Produktion in den Vordergrund stellen, führt dazu, dass die objektiv informierenden Abschnitte immer mehr von den subjektiven Eindrücken des Reporters überschattet werden. Die Information rückt immer mehr in den Hintergrund. Das eigentliche Problem ergibt sich allerdings nicht aus dieser Bereitschaft der Reporter, die Wahrheit mit ihrer Subjektivität etwas um zu gestalten, sondern ergibt sich aus den Reaktionen der Zuschauer. Sie akzeptieren die gezeigten Reportagen und fordern immer noch brisantere und faszinierendere Geschichten. Dabei wollen sie nicht erkennen, dass das Gezeigte oftmals nicht der Wahrheit entspricht. Ertel beschreibt dieses Problem wie folgt: „Erstaunlicherweise gehört der Eindruck des Wahren, Objektiven oder Authentischen, den dokumentarische Bilder vermitteln, zu den Mythen der Moderne, die wirksam bleiben, obwohl sie längst durchschaut sind“. Man könnte sogar vermuten, dass die Zuschauer, ohne es zu wissen, durch die eingesetzten filmischen Mittel manipuliert werden. Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, für den Zuschauer zu klären, ob Fernsehreportagen heute mehr manipulieren als sie informieren. Zunächst wird der geschichtliche Hintergrund und die Entstehung ausgeführt. Anschließend werden die Merkmale, die Funktionalität und die Themenfelder einer Reportage genauer beleuchtet. Hier wird Fachliteratur zur Reportage aber auch zum Dokumentarfilm herangezogen. Zuletzt werden einige Elemente der Reportage bezüglich ihrer manipulativen und informativen Eigenschaften mit Hilfe von Literatur zur Filmanalyse analysiert und anhand von Beispielreportagen bekräftigt.

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Veröffentlichungsjahr: 2015

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Inhaltsverzeichnis

 

1. Negative Tendenzen der Fernsehreportage

2. Geschichte und Theorie der Reportage

2.1 Geschichtlicher Hintergrund und Entstehung der Reportage

2.1.1 Geschriebene Reportage

2.1.2 New Journalism

2.1.3 Fernsehreportage

2.2 Theorie der Reportage

2.2.1 Merkmale

2.2.2 Funktionalität

2.2.3 Themenfelder

3. Manipulative und informative Elemente der Reportage

3.1 Inszenierung

3.2 Kamera

3.3 Montage

3.4 Interviews mit Betroffenen

3.5 Ton, Musik und Geräusche

3.6 Klischees

4. Manipulation – ein unvermeidliches Begleitphänomen der Reportage?

5. Anhang

5.1 Literaturverzeichnis und Quellen

5.1.1 Sekundärliteratur

5.1.2 Reportagen-Verzeichnis

5.1.3 Filmverzeichnis

5.1.4 Interview

5.2 Screenshots (Abbildungen)

 

1. Negative Tendenzen der Fernsehreportage

 

 Als „Königsform“ ist sie hochgepriesen und in fast allen Sender-Programmen ist sie fest integriert – die Fernsehreportage. Den Zuschauern wird die Wahrheit in authentischen Geschichten präsentiert, weshalb sie heute häufig als eine durchaus attraktive und einfache Form der Informationsbeschaffung genutzt wird. Sie wird dabei zu den informierenden Darstellungsformen gezählt.[1]

 

Doch in der heutigen Zeit der Massenmedien stehen besonders die Privat-Sender stark in Konkurrenz zueinander und der Kampf um die höchsten Einschaltquoten ist stärker denn je.[2] Der Profit ist wichtiger, als eine gelungene und klassische Reportage zu senden. Stattdessen wird an dem Ereignis lieber noch etwas gefeilt und wohl brisante Details hinzugefügt, um den Zuschauern eine möglichst spannende Story bieten zu können.[3] Auch das Streben nach Selbstverwirklichung, das viele Reporter bei der Produktion in den Vordergrund stellen,[4] führt dazu, dass die objektiv informierenden Abschnitte immer mehr von den subjektiven Eindrücken des Reporters überschattet werden. Die Information rückt immer mehr in den Hintergrund. [5]

 

Das eigentliche Problem ergibt sich allerdings nicht aus dieser Bereitschaft der Reporter, die Wahrheit mit ihrer Subjektivität etwas um zu gestalten, sondern ergibt sich aus den Reaktionen der Zuschauer. Sie akzeptieren die gezeigten Reportagen und fordern immer noch brisantere und faszinierendere Geschichten. Dabei wollen sie nicht erkennen, dass das Gezeigte oftmals nicht der Wahrheit entspricht.[6] Ertel beschreibt dieses Problem wie folgt: „Erstaunlicherweise gehört der Eindruck des Wahren, Objektiven oder Authentischen, den dokumentarische Bilder vermitteln, zu den Mythen der Moderne, die wirksam bleiben, obwohl sie längst durchschaut sind“[7]. Man könnte sogar vermuten, dass die Zuschauer, ohne es zu wissen, durch die eingesetzten filmischen Mittel manipuliert werden.

 

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, für den Zuschauer zu klären, ob Fernsehreportagen heute mehr manipulieren als sie informieren.

 

Zunächst wird der geschichtliche Hintergrund und die Entstehung ausgeführt. Anschließend werden die Merkmale, die Funktionalität und die Themenfelder einer Reportage genauer beleuchtet. Hier wird Fachliteratur zur Reportage aber auch zum Dokumentarfilm herangezogen. Zuletzt werden einige Elemente der Reportage bezüglich ihrer manipulativen und informativen Eigenschaften mit Hilfe von Literatur zur Filmanalyse analysiert und anhand von Beispielreportagen bekräftigt.