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Seit hundert Jahren steht eine Insel, fernab des Festlandes unter der Herrschaft eines Tyrannen. Eine Gruppe von Abenteurern findet sich zusammen um die Insel von Karnabons Fesseln zu befreien. Fühle die Spannung, wenn die vier Abenteurer Hans, Melina, Sibilla und Lukas bei der Rettung von Mysantis, einer von Karnabons regierten und tyrannisierten Insel sich gegen Massen von Kriegerorgas und Trollen durchschlagen müssen! Werden sie es schaffen, Mysantis von seiner Tyrannei zu befreien? Eine Fantasygeschichte, die von Schülerinnen und Schülern geschrieben wurde. Als Basis diente das Unterrichtsmaterial „Mysantis“ der „Zeitschrift Deutsch 5-10 Nr. 30, 2012: Fantasy entdecken“ für dessen Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Verlages an dieser Stelle ausdrücklich gedankt wird.
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Seitenzahl: 49
Veröffentlichungsjahr: 2014
Ankunft auf Mysantis
Trolle
Durch die Adlerschlucht
Die verdorrten Ebenen
Kerberos
Das Tränengebirge
Karnabons Schloss
Das Ende
Die nachfolgende Geschichte ist eine Gemeinschaftsproduktion der Klasse 3a der Orientierungsschule Dreirosen in Basel-Stadt. Achtzehn Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen dreizehn und vierzehn Jahren haben mit dieser Geschichte eine Spur im Schulhaus hinterlassen. Beim Planen, Schreiben und mehrmaligen Überarbeiten wurde von Seiten der Lehrpersonen darauf verzichtet, Korrekturen und Änderungen vorzunehmen.
Lediglich durch die Auswahl des Aufgabenformats, der Arbeitsformen und des Arbeitsmaterials wurden Hilfestellungen geboten. Auch durften die Schülerinnen und Schüler nachfragen, wenn sie sich unsicher waren, beispielsweise ob die von ihnen gewählte Schreibweise regelkonform war. Ansonsten ist der gesamte Text, so wie er vorliegt, das eigenständige Werk der Schülerinnen und Schüler.
Grundstein für die Entstehung ist ein kompetenzorientierter Unterricht, aufbauend auf eine prozessorientierte Schreibdidaktik und einen strategieorientierten Rechtschreibunterricht. Die Schülerinnen und Schüler hatten Übung und Erfahrung sowohl im Kooperativen Lernen als auch in der Projektarbeit.
Als Basis diente das Unterrichtsmaterial „Mysantis“ der „Zeitschrift Deutsch 5-10 Nr. 30, 2012: Fantasy entdecken“ für dessen Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Verlages an dieser Stelle ausdrücklich gedankt wird.
Ebenso möchte ich an dieser Stelle meinem Kollegen Niklaus Kornfeld danken, der mich während der Arbeit mit den Kindern tatkräftig unterstützt hat.
Und natürlich danke ich den Schülerinnen und Schülern für die vergangenen drei Jahre: Ihr wart eine tolle Klasse.
Es hat mir oft viel Freude bereitet, euer Klassenlehrer sein zu dürfen. Herzlichen Glückwunsch zu eurer Spur, die ihr mit diesem Buch hinterlassen habt.
Stephan Schmidt
Klassenlehrer
Die Autoren
Der böse Ritter Karnabon regiert seit hundert Jahren über Mysantis. Überall im Osten lauern seine Kriegerorgas, die ihn beschützen. Die Hälfte der Insel ist schon verwüstet und ausgetrocknet. Das fruchtbare Land ist zur verdorrten Ebene geworden. Nun will er auch die andere Hälfte der Insel zerstören, doch vier tapfere Krieger wollen dies verhindern und opfern sich für diese Mission.
Es war ein sonniger Montagmorgen, als sich eine Truppe von Leuten am Hafen der Stadt traf. Ein grosses Segelschiff hatte dort geankert und viele Leute bestaunten es.
Auf einem schwarzen Schild stand in dicker, weisser Schrift „Rettung von Mysantis“ darauf. Nun trat Sibilla auf den Steg. Sibilla war eine der vier, die Mysantis retten wollten. Neben sie trat Melina, eine Wald-Elfin. „Gehörst du auch zur Rettungstruppe?“, fragte sie und Sibilla drehte sich rasch um. „Ja, ich bin Sibilla“, stellte sie sich vor und Melina lächelte. „Ich heisse Melina. Was ist das für ein Stab? Bist du eine Zauberin?“, wollte die Elfin wissen. Sibilla nickte. Plötzlich hörten beide eine fremde Stimme „Ich habe Hunger!!!“, rufen und blicken sich um.
„Gestatten? Lukas. Ich bin ein Kobold.“, sagte die Stimme. Melina blickte nun auf den einen Meter kleinen Knirps, der beide Mädchen angrinste. „Hallo…Lukas.“, stockte Sibilla nun und Melina stellte die beiden vor. Alle drei liefen nun in Richtung Steg und wollten das Boot betreten, da stand jemand Lukas auf den Fuss. „Autsch!“, schrie dieser, daher drehten sich Sibilla und Melina um, doch als sie sahen, wie gross die Person war, und wie sie aussah, die Lukas auf den Fuss stand, schrien beide. “Ist das etwa ein
Sibilla
Zyklop?“, fragte die Wald-Elfin immer noch total geschockt. Lukas starrte auf das Auge des Zyklopen und nickte. „Ich heisse Hans.“, sagte der Zyklop, doch sofort drang Gestank aus seinem Mund. Ein Geruch wie Knoblauch. „Du machst auch mit bei der Rettung von Mysantis, oder?“, war das einzige, was Lukas entgegnete. Hans nickte und alle gingen an Bord. Die Menschenmenge hatte sich wieder verzogen. „Kann jemand von euch Boot fahren?“, stellte Sibilla die Frage und Melina nickte. Das ganze Essen war schon aufs Boot geladen worden, somit ging Melina in die Steuerkabine und betrachtete den Raum. Es gab ein grosses Fenster, ein hölzernes Steuer und einen Kleiderhaken. Hans löste den Anker und Lukas sagte Melina, sie könnte starten.
Sibilla suchte nach einer Schlafkabine. Als sie eine Kabine fand, staunte sie nicht schlecht. Es enthielt ein riesiges Bett mit einer Leiter, einem Nachttisch aus Eichenholz mit Kerzen. Sie öffnete das Fenster und sofort wehte Wind ins Zimmer. Sibilla sog die Luft ein und genoss den Salzwassergeruch, der ihr in die Nase stieg.
Alle freuten sich, Mysantis retten zu dürfen, doch auch.
die Angst der vier war spürbar. Die Wellen klatschten nur so gegen das Schiff und der Wind blies gegen die Segel, das war gut. Lukas und Hans unterhielten sich über ihre
Melina
Vorstellung der Insel und Sibilla probierte Melina beim Steuern zu helfen, langsam wurde es Abend.
Kleine Wellen schwappten an das Schiff und versetzten die vier Abenteurer in eine angenehme Stimmung. Hans war es leid da zu sitzen und sich gegenseitig unsicher anzusehen, also fing er einen Dialog an: „Hey, Fröschchen welche ist deine Waffe?“ Lukas starrte den Zyklop wütend an, „Nenn mich nicht so! Du bist schliesslich auch grün!“ Melina kicherte belustigt, dieses gezicke erinnerte sie an zu Hause, da sich ihre Brüder ständig stritten.
„Welche Waffe?“, wiederholte Hans, den das Gelächter anscheinend nervte. „Eigentlich alle, aber zu diesem einen Abenteuer, von vielen, eine Keule.“ blaffte der Kobold und plusterte sich auf. Seine Keule war länger als sein Arm und hatte viele kleine Zacken. „Seit wann ist Mysantis von Karnabon übernommen worden?“, fragte Hans. „Seit hundert Jahren!“, antwortete Sibilla. „Ist er stark?“, wollte Hans wissen. „Ja, noch keiner hat ihn je besiegt.“ „Aber wir müssen es schaffen. Das ist unsere Aufgabe“, stellte Hans fest.
Lukas
Sibilla, die den Job als Steuermann übernommen hatte, verdrehte die Augen, während der Einäugige bewundernd nickte. „Seid still“, Melina starrte auf die untergehende Sonne, die den Himmel in Regenbogenfarben färbte, „und geniesst den Sonnenuntergang.“ Lukas schlug seine braunen Augen auf. Vor ihm stand der Mond in seiner ganzen Pracht. Er drehte sich auf die linke Seite und erblickte das fein gekleidete Mädchen.
