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Diese Serie von der Erfolgsschriftstellerin Viola Maybach knüpft an die bereits erschienenen Dr. Laurin-Romane von Patricia Vandenberg an. Die Familiengeschichte des Klinikchefs Dr. Leon Laurin tritt in eine neue Phase, die in die heutige moderne Lebenswelt passt. Da die vier Kinder der Familie Laurin langsam heranwachsen, möchte Dr. Laurins Frau, Dr. Antonia Laurin, endlich wieder als Kinderärztin arbeiten. Somit wird Antonia in der Privatklinik ihres Mannes eine Praxis als Kinderärztin aufmachen. Damit ist der Boden bereitet für eine große, faszinierende Arztserie, die das Spektrum um den charismatischen Dr. Laurin entscheidend erweitert. Der neue Dr. Laurin Nr. Die beiden Frauen, noch nicht wirklich alt, aber doch schon auf der Schwelle zu einem gewissen Alter, saßen unter einer ausladenden Rotbuche auf einer Bank. Eine von ihnen war bereits seit langem grau, die andere trotzte den Zeichen der Vergänglichkeit, indem sie ihre Haare noch immer dunkel färbte. Insgeheim fand sie, dass sie deutlich jünger aussah als ihre gleichaltrige Bekannte, die sie nur an diesem Ort traf. Sonst sahen sie sich nie, hier aber trafen sie sich fast täglich. »Da ist er wieder«, sagte die Dunkelhaarige und machte eine knappe Kopfbewegung nach links. Die Grauhaarige nickte. »Ja, ich habe ihn schon gesehen. Armer Kerl.« »Er wird nie darüber hinwegkommen, sagt meine Nachbarin. Du weißt schon, sie kennt die Eltern.« »Nach all den Jahren, und immer noch kommt er regelmäßig hierher.« Sie verfielen in Schweigen, während sie den jungen Mann beobachteten, der tat, was er immer tat, wenn er herkam. Er blieb eine Viertelstunde, dann entfernte er sich langsam, mit gesenktem Kopf. Er hatte nicht ein einziges Mal in ihre Richtung gesehen, aber auch das kannten sie schon. Er war immer so in Gedanken versunken, dass er seine Umgebung nicht wahrzunehmen schien. Beide Frauen sahen ihm nach. »Manchmal stelle ich mir vor, dass er auch als alter Mann noch hierherkommt«
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Seitenzahl: 114
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Die beiden Frauen, noch nicht wirklich alt, aber doch schon auf der Schwelle zu einem gewissen Alter, saßen unter einer ausladenden Rotbuche auf einer Bank. Eine von ihnen war bereits seit langem grau, die andere trotzte den Zeichen der Vergänglichkeit, indem sie ihre Haare noch immer dunkel färbte.
Insgeheim fand sie, dass sie deutlich jünger aussah als ihre gleichaltrige Bekannte, die sie nur an diesem Ort traf. Sonst sahen sie sich nie, hier aber trafen sie sich fast täglich.
»Da ist er wieder«, sagte die Dunkelhaarige und machte eine knappe Kopfbewegung nach links.
Die Grauhaarige nickte. »Ja, ich habe ihn schon gesehen. Armer Kerl.«
»Er wird nie darüber hinwegkommen, sagt meine Nachbarin. Du weißt schon, sie kennt die Eltern.«
»Nach all den Jahren, und immer noch kommt er regelmäßig hierher.«
Sie verfielen in Schweigen, während sie den jungen Mann beobachteten, der tat, was er immer tat, wenn er herkam. Er blieb eine Viertelstunde, dann entfernte er sich langsam, mit gesenktem Kopf. Er hatte nicht ein einziges Mal in ihre Richtung gesehen, aber auch das kannten sie schon. Er war immer so in Gedanken versunken, dass er seine Umgebung nicht wahrzunehmen schien.
Beide Frauen sahen ihm nach. »Manchmal stelle ich mir vor, dass er auch als alter Mann noch hierherkommt«, sagte die Grauhaarige. »Gestützt auf einen Stock oder einen Rollator. Vielleicht sitzt er auch im Rollstuhl, aber er kommt immer noch her, und immer noch sieht er nicht nach rechts und nicht nach links.«
»Ich glaube nicht, dass ich ihm das wünsche«, murmelte ihre Bekannte. »Er tut mir einfach nur leid. Aber was für eine treue Seele!«
Die Grauhaarige nickte, und dann schwiegen sie wieder, denn es gab nichts mehr zu sagen, zumindest nicht zu diesem Thema.
*
Valentina Rosenthal ging langsam durch eines ihrer Gewächshäuser. Es gab Tage, an denen sie es noch immer nicht glauben konnte, dass es ihr gelungen war, sich ihren Kindertraum zu erfüllen: Sie besaß ihre eigene Gärtnerei, deren Schwerpunkt die Rosenzüchtung war.
Es gab natürlich unendlich viele Witze darüber, dass sie angesichts ihres Namens ›Rosenthal’ ausgerechnet Rosenzüchterin geworden war. Sie nahm sie lächelnd zur Kenntnis. Vielleicht hatte der Name ›Rosenthal‹ ja tatsächlich etwas mit ihrer Berufswahl zu tun, ganz ausschließen konnte sie das nicht. Tatsache war jedenfalls, dass sie es schon als Kind geliebt hatte, im Garten ihrer Eltern zu arbeiten. Sie hatte Samen in der Erde versenkt und fasziniert beobachtet, wie daraus etwas gewachsen war.
Ihre Mutter war eine leidenschaftliche Gärtnerin, von ihr hatte sie viel gelernt, und irgendwann, während ihrer Teenagerzeit, hatte sie angefangen, sich für Rosen zu interessieren, vor allem für die alten englischen Sorten mit ihrem betörenden Duft. Es gab kein Buch über Rosen, das sie nicht verschlungen hätte, auch während ihrer Ausbildung hatte sie nur immerzu weiter gelesen.
Vor zwei Jahren hatte sie dann endlich aus ihrem Hobby, ihrer großen Leidenschaft, den Beruf machen können, von dem sie immer geträumt hatte. Natürlich wusste sie, dass sie bereits einen Spitznamen hatte. Man nannte sie ›die Rosenkönigin‹. Sie empfand den Namen als Ehrentitel und hatte sich geschworen, ihm gerecht zu werden. An Massenproduktion war sie nicht interessiert, zu ihr sollten Leute kommen, die Rosen liebten, so wie sie selbst.
Sie hatte auch einen kleinen Laden, in dem sie Schnittblumen verkaufte, darunter ein paar robuste Rosensorten, die sich gut für die Vase eigneten.
Ihre wahre Liebe aber gehörte den Rosenstöcken, die sich die Leute für ihre Gärten oder Terrassen kauften. Sie hegte und pflegte sie, bis sie die Rosenstöcke, so wie Eltern ihre Kinder, ihre eigenen Wege gehen ließ.
Sie verließ das Gewächshaus und eilte hinüber zu dem kleinen Laden, denn Nana war ganz allein dort, und die Anzahl der Autos auf dem Parkplatz ließ darauf schließen, dass einiges los war. Sie konnte bestimmt Hilfe gebrauchen.
Nana hatte eines Tages vor ihr gestanden und gefragt: »Könnte ich für dich arbeiten? Ich brauch nicht viel Geld, aber ich würde alles machen, was hier so anfällt. Wenn ich nur mein Zelt hier auf dem Gelände aufstellen könnte …«
Valentina lachte in sich hinein, als sie daran dachte. Nana war ein Jahr jünger als sie, sie hatte keine Ausbildung, war mit siebzehn aus der Pflegefamilie ausgerissen, in die man sie nach dem Unfalltod ihrer Eltern gegeben hatte, und um die Welt gereist. Irgendwie hatte sie sich durchgeschlagen und war nach mehreren Jahren nach München zurückgekehrt – mit vielen schönen, aber auch mit einigen weniger schönen Erfahrungen im Gepäck, und auf der Suche nach einer Arbeit, die sich mit ihrem unbändigen Freiheitsdrang vereinbaren ließ. Längst wohnte sie nicht mehr in ihrem Zelt, sondern sie hatte sich eine alte Garage auf dem Gelände der Gärtnerei umgebaut, ganz allein, ohne Hilfe. Es war eine richtig gemütliche Wohnung geworden, sogar mit Bad.
Zuerst hatte Valentina das Gelände gepachtet, aber nun brauchte der Besitzer Geld und war bereit, es zu verkaufen. Ihre Eltern würden ihr eine größere Summe leihen, trotzdem blieb es ein gewagtes Unterfangen, aber je länger sie darüber nachdachte, desto klarer wurde ihr, dass sie es riskieren wollte. Die Lage war ideal, nicht weit von München entfernt, mit guter Verkehrsanbindung. Sicherlich, die Umgebung war nicht eben schön, es war eine Art Industriepark, der sich hier angesiedelt hatte, aber sie hätte mehr Sicherheit für ihr junges Unternehmen, wenn sie nicht immer mit der Angst leben müsste, dass ihr demnächst der Mietvertrag gekündigt werden könnte und sie sich etwas Neues würde suchen müssen.
Sie betrat den Laden und erfasste die Lage nach Nanas erleichtertem Blick sofort. Das Geschäft war voll, ihre Freundin brauchte dringend Unterstützung. Sie wandte sich liebenswürdig an die nächste Kundin, und innerhalb von zwanzig Minuten hatten sie den ›Rückstau‹ abgearbeitet.
»Ich war drauf und dran, dich anzurufen«, sagte Nana. »Jetzt brauch ich erstmal einen Kaffee. Plötzlich kam eine ganze Gruppe hier rein, und ich wusste nicht mehr, wo mir der Kopf stand.«
Sie war eine kompakte, nicht sehr große Frau mit wuscheligen braunen Haaren und großen, ebenfalls braunen Augen. Ihre Stimme war oft etwas zu laut, ihr Lachen schien tief aus ihrem Körper zu kommen, es platzte wie eine Urgewalt aus ihr heraus. Manchmal sah sie Valentina an und sagte Dinge wie: »Neben dir komme ich mir vor wie ein Elefant im Porzellanladen. Du siehst aus wie eine Elfe, du bewegst dich wie eine und du sprichst auch wie eine.«
»Ich möchte mal wissen, woher du weißt, wie Elfen sprechen!«, sagte Valentina dann etwa, weil sie immer verlegen wurde, wenn Nana so etwas sagte.
Dabei fanden auch andere, dass Valentina etwas Elfenhaftes hatte, weil sie groß und sehr schmal war und sich so leicht und elegant bewegte wie eine Tänzerin. Ihre hellblonden Haare fielen ihr bis weit über die Schultern, was den Eindruck von Länge noch verstärkte. Sie hatte große grau-grüne Augen, und nicht wenige ihrer männlichen Kunden verliebten sich in sie, junge wie alte, aber sie zeigte sich dadurch wenig beeindruckt.
Arbeiteten die beiden jungen Frauen zusammen, fiel es noch mehr auf, wie sehr sie sich äußerlich voneinander unterschieden. Tatsächlich waren sie sich im Wesen ähnlicher, als man es zunächst vermutet hätte. Auch Valentina hatte einen draufgängerischen Kern, nur war sie, anders als Nana, in einem liebevollen Elternhaus aufgewachsen und hatte deshalb mit siebzehn nicht fliehen und sich in der Folge allein durchschlagen müssen. Sie waren nicht nur ein gutes Team, sondern auch enge Freundinnen geworden, die sich in jeder Situation aufeinander verlassen konnten.
Jetzt tranken sie beide einen Kaffee.
»Wir haben bombig verkauft«, sagte Nana strahlend. »Wenn das so weitergeht, wird das ein richtig guter Samstag!«
»Umso besser, ich brauche so viel Geld, wie ich nur kriegen kann«, seufzte Valentina.
»Hast du dich entschieden, das Grundstück zu kaufen?«
»So gut wie. Angst vor den Schulden habe ich immer noch, aber ich glaube, so eine Gelegenheit kommt nicht wieder.«
»Mir tut es nur leid, dass ich so eine arme Kirchenmaus bin, sonst würde ich dir helfen, das weißt du. Aber Geld habe ich keins. Das Einzige, was ich dir anbieten kann ist, dass ich auf mein Gehalt verzichte.«
»Soweit kommt’s noch.« Valentina stellte ihren leeren Kaffeebecher ab. »Ich gehe ins Büro und schicke die Bestelllisten raus, außerdem muss ich noch ein paar Rechnungen bezahlen. Wenn es hier wieder brennt, sag mir Bescheid.«
»Johnny ist auch da, er kann mir helfen. Du weißt, die Damen mögen ihn, bei ihm kaufen manche doppelt so viel wie bei mir.« Nana grinste.
Auch Valentina musste lächeln. Johnny – Jonathan Bürger – war eigentlich Fliesenleger, aber er trank gelegentlich zu viel und hatte deshalb schon drei Jobs verloren. Nun arbeitete er als Aushilfe bei ihnen, und es hatte sich herausgestellt, dass er im Grunde der geborene Gärtner war. Jedenfalls hatte er den berühmten ›grünen Daumen‹, denn alles, was er anfasste, gelang ihm. Außerdem war er groß, dunkelhaarig und attraktiv, und tatsächlich gab es Kundinnen, die vor allem seinetwegen kamen.
Für die Sache mit dem Alkohol hatten sie eine ziemlich einfache Lösung gefunden. Johnny trank nämlich nur gelegentlich, und er merkte es rechtzeitig, wenn der Drang zu trinken wieder stärker wurde. Er sagte dann Bescheid und zog sich zurück. Meistens tauchte er ein paar Tage später wieder auf, etwas zerknautschter aussehend als zuvor, aber immer voll guten Willens, das Trinken nun doch endgültig aufzugeben. Er hatte die Vierzig überschritten und merkte, dass er einen Vollrausch nicht mehr so gut wegsteckte wie als ganz junger Mann. Er brauchte länger, um sich zu erholen. Aber bislang war die Sucht jedes Mal stärker gewesen als die Einsicht.
Valentina und Nana hatten es aufgegeben, ihn bekehren zu wollen. Erstens nützte es nichts, im Gegenteil, und zweitens lief es viel besser mit Johnny, wenn er sich nicht unter Druck gesetzt fühlte. Es kam ihnen sogar so vor, als überkäme ihn die Lust zu trinken seltener, wenn sie sich überhaupt nicht dazu äußerten. Nach diesen Erkenntnissen richteten sie sich. Er hatte ein Problem, dessen war er sich bewusst. Und er wusste auch, dass er der Einzige war, der daran etwas ändern konnte. Er brauchte sie nicht, damit sie ihm das immer wieder sagten.
Valentina betrat ihr Büro und machte sich an die Arbeit. Sie schickte die Bestellungen ab und vergewisserte sich, dass genug Geld auf dem Konto war, bevor sie anfing, die noch ausstehenden Rechnungen zu bezahlen. Kein Zweifel, ihr junges Unternehmen lief gut, sie hatte sich sogar schon ein solides Polster zulegen können. Aber wenn sie das Gelände kaufte, war das natürlich weg, und stattdessen würde ein riesiges Loch klaffen … Denk nicht dran, befahl sie sich selbst, sonst kriegst du Angst und lässt diese einmalige Gelegenheit ungenutzt.
Als sie mit der Büroarbeit fertig war, stand sie auf und blickte zum Himmel. Es war zu trocken gewesen in den letzten Wochen, sie brauchten dringend Regen oder ihre Wasserrechnung würde wieder ins Unendliche steigen. Aber so sehr sie den Himmel auch nach einer Wolke absuchte: Sie konnte keine entdecken.
*
Daniel Beckmann schabte vorsichtig die Farbe des alten Fensters ab. Es war in einem hellen Beige gestrichen, aber er war sicher, dass die ursprüngliche Farbe anders ausgesehen hatte. Die Leute, die dieses alte, denkmalgeschützte Haus gekauft hatten, wollten es renovieren lassen und hatten offenbar nicht damit gerechnet, dass ihnen das Denkmalamt der Stadt so viele Vorschriften machen würde. Die Fenster im Treppenhaus waren die einzigen Bestandsfenster, die es noch gab, ansonsten waren überall moderne Fenster mit Plastikrahmen eingesetzt worden. Die würden alle ersetzt werden müssen.
Er schabte weiter, legte Schicht um Schicht frei: Nach dem hellen Beige kam Gelb, dann Grün, dann helles Braun, rötliches Braun, ganz dunkles Braun – und dieses erwies sich als ursprüngliche Farbe. Er musste lächeln. Das würde den neuen Hausbesitzern nicht gefallen: Dunkle Fensterrahmen! Aber sein Befund war eindeutig. Er schrieb alles auf, machte Fotos und beschloss dann, auch noch an einer anderen Stelle die Farbe abzukratzen, um sicherzugehen, bevor er seinen Bericht schrieb.
Er hatte jetzt schon mehrmals mit dem Denkmalamt zusammengearbeitet, und er war gut zurechtgekommen. Darüber war er froh. Natürlich träumte er davon, eines Tages mal den einen großen Auftrag zu bekommen, bei dem ein altes Kunstwerk begutachtet und dann restauriert werden musste, aber bis dahin würde er noch sehr viel mehr Erfahrungen sammeln müssen als bisher. Er war ja Berufsanfänger und wusste, dass er noch viel zu lernen hatte.
Auch an der zweiten Stelle erwies sich das ganz dunkle Braun als eine ursprüngliche Farbe, wie es zu erwarten gewesen war. Daniel war gerade dabei, auch diese zweite Stelle fotografisch zu dokumentieren, als der neue Hausbesitzer und seine Frau die Treppe heraufkamen, das Ehepaar Sellinger. »Und?«, fragte Frau Sellinger.
»Dunkles Braun«, antwortete Daniel. »Wenn Sie etwas näherkommen, zeige ich es Ihnen.«
Die beiden waren nett. Etwas unbedarft allerdings, und mit Fragen des Denkmalschutzes hatten sie noch nie etwas zu tun gehabt. Zuerst waren sie, wie erwartet, entsetzt über die Aussicht auf braune Fensterrahmen, wo sie doch weiße viel schöner fanden – und dann noch aus Holz! »Aber die muss man doch ständig streichen oder behandeln – oder nicht?«
»So schlimm ist das gar nicht mehr, das werden Sie sehen. Sie wollten Rollläden einbauen lassen, oder?«
»Allerdings, die Fenster gehen ja alle nach Süden.«
»Die Rollläden müssen auch aus Holz sein.«
Neues Entsetzen, aber Daniel erklärte den beiden geduldig, dass Holzrollläden zwar schwer waren, aber auch ihre Vorteile hatten: Sie schlossen dichter, hielten Licht, aber auch Wärme oder Kälte besser ab als solche aus Plastik. Dass sie außerdem viel teurer waren, erwähnte er allerdings auch, aber Geld spielte für die Sellingers nur eine untergeordnete Rolle, wie er mittlerweile wusste. Sie hatten genug davon.
