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Das spannende Märchen handelt von zwei Kindern, die beim Spielen im Wald eine ganz besondere Entdeckung machen. Nicht nur die Begegnung mit neuen Freunden,sondern auch die Feder des Glücksvogels spielt eine wichtige Rolle. Eine aufregende Schatzsuche beginnt. Leider bemerkt auch die hinterlistige Hexe die Schatzsucher. Wer löst wohl die Rätsel und findet so den Schatz? Das Buch ist mit vielen entzückenden Bildern illustriert.
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Seitenzahl: 36
Veröffentlichungsjahr: 2021
Ein herzliches Dankeschön an meinen Musiklehrer, Herrn Egon Schöffel, für die ganz reizenden Illustrationen zu diesem Märchenbuch.
Eine ganz besondere Entdeckung
Der Besuch mit der Graspfeife
Ein Blumenstrauß mit Nebenwirkung
Holderstrauch und Brunnenkresse
Das Kinderfest
Der Waldbrand
Die Schatzsuche
Die Hexe Zwiderwurz mischt mit
Das Lösungswort
Waldfee Viola weiß mehr
Der alte Buchenwald in der Nähe des kleinen Weilers Bibelsberg erfreut jeden Spaziergänger mit seinem satten, frischen Grün. Jetzt im Frühjahr wachsen zwischen den riesigen Bäumen jede Menge Bärlauchblätter. Seine zarten Blüten bilden bald einen herrlichen weißen Teppich. Doch keiner ahnt, dass hier auch ganz außergewöhliche Waldbewohner ihre Heimat haben. Im Verborgenen leben dort kleine Wesen, die normalerweise keiner zu Gesicht bekommt. Eines Tages jedoch werden sie durch einen Zufall entdeckt. Das besondere Glück hat ein Geschwisterpaar, als es im Wald spielt. Ihr Vater ist ein Stück entfernt mit Holzarbeiten beschäftigt. Der Junge sagt soeben zu seiner Schwester: „Emma, ich weiß, was wir spielen. Wir legen uns mit Holzstückchen die Umrisse eines Bauernhofs. Dann teilen wir die Räume ein. In den Stall kommt Laub als Einstreu für die Kühe und Kälber. Die Wiesen um den Hof belegen wir mit Moos.“
„Das ist eine gute Idee“, meint Emma. Sie schlägt vor: „Als Zaun für die Wiesen brechen wir einfach kleine Stecken ab. Die stecken wir senkrecht in den Boden. Ich sammle gleich ein paar verschieden große Fichtenzapfen. Die legen wir dann als Kühe und Kälbchen in den Stall.“ „Derweil kümmere ich mich schon mal um die Holzstecken!,“ antwortet ihr Bruder. Sogleich läuft das Mädchen ein Stück tiefer in den Wald hinein. Gerade sammelt es wieder einen Fichtenzapfen vom Waldboden auf. Es ist gar nicht so einfach welche zu finden, da hier viele Buchen aber nur einzelne Fichten wachsen. Da bemerkt Emma, wie sich etwas unter einem Farnwedel zwischen dem Moos bewegt. Sie sieht genauer hin und erkennt ein kleines Männchen, das eine Walderdbeere pflückt. Das Männchen läuft mit seiner Beere auf eine kleine Hütte zu. Aus der Hütte kommt ein anderer Winzling und freut sich über die Erdbeere, die ihm das Männchen mitbringt. Das kleine Häuschen ist aus Holzstücken und Rinde aufgebaut wie ein Zelt. Teilweise ist es mit Moos bedeckt und somit gut getarnt. Nicht weit davon entfernt entdeckt Emma noch weitere dieser Behausungen. Es scheint ein Dörfchen zu sein. Emma ist so überrascht über diese Entdeckung, dass kein Wort über ihre Lippen kommt. Schnell läuft sie zu Alex zurück. Der ist bereits mit dem Bau des Bauernhofes beschäftigt.
Er sagt: „Da bist du ja wieder! Du hast aber nicht gerade viele Zapfen gesammelt. Wir brauchen schon noch ein paar Kühe mehr.“„Alex, ich hab etwas ganz Seltsames gesehen! Komm doch mal mit, das muss ich dir zeigen! Sei aber ganz leise und mach nicht so große Schritte.“ „Na, da bin ich mal gespannt. Hast du vielleicht einen Maikäfer gefunden? Das wär ja wirklich was Besonderes.“ Die beiden schleichen zu der Stelle im Wald, an der Emma das Männchen beobachtet hat. Alex sagt leise: „Ich seh gar nichts, außer einer Menge Bäume.“ Emma flüstert: „Schau doch mal nach unten! Da sind winzige Hütten aus Holz und Moos.“ Vor den Hütten sind die Bewohner mit ihrer Arbeit beschäftigt. Jetzt kann auch Alex die winzigen Waldbewohner erkennen. Ihm steht der Mund offen vor lauter Verwunderung. Leise spricht er zu Emma: „Wer sind die denn?“ Emma antwortet: „Ich weiss es doch auch nicht.“ Da bemerken die Bewohner des kleinen Dörfchens, dass sie beobachtet werden. Deshalb rennen alle Winzlinge ganz schnell in ihre Hütten. Anscheinend ist es ihnen recht unangenehm, dass die Menschenkinder auf sie aufmerksam geworden sind.
Es dauert eine ganze Weile, dann kommt eines der kleinen Wesen wieder hervor. Es trägt, wie alle anderen zuvor, eine grüne Mütze, grüne Schuhe und über seiner Kleidung eine grüne Schürze. Die Schuhe sind aus den schmalen Gräsern geflochten, die oft im Wald wachsen. Die Mütze besteht aus getrocknetem Glockenhutmoos, das mit Baumharz zusammengeklebt ist. Emma und Alex