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Ein kleiner Spatz ist auf der Suche nach dem Christkind. Doch er kann es einfach nicht finden. Deshalb holt er sich Rat bei der klugen Eule. Bald darauf geht er mit dem Nikolaus auf eine ganz besondere Reise. Die fantasievolle Geschichte, über die Erlebnisse eines Spatzenkindes an Weihnachten, ist mit vielen entzückenden Bildern illustriert.
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Seitenzahl: 28
Veröffentlichungsjahr: 2020
Kommt mit auf eine ganz besondere Weihnachtsreise!
geschrieben von Gertrud Harzenetter gezeichnet von Egon Schöffel
Ein herzliches Dankeschön an meinen Musiklehrer, Herrn Egon Schöffel, für die ganz reizenden Illustrationen zu diesem Buch.
Die Spatzenfamilie
Das Badevergnügen
Der Winter hält Einzug
Das Missgeschick
Die Weihnachtsgeschichte
Die Suche nach dem Christkind
Der geheimnisvolle Rat
Der Nikolaus kommt
Die wichtige Frage
Die Weihnachtsreise beginnt
Der Besuch beim Christkind
Die Wunschzettel
Die Bescherung am Hl. Abend
Die Waldweihnacht
Es ist ein wunderschöner Frühlingstag. Ein kleines Spatzenkind schlüpft gerade aus dem Ei. Das jüngste der Spatzenkinder wird von der gesamten Familie schon mit Spannung erwartet. Es piepst: „Huch, ist das anstrengend!“, als es sich vollends aus dem Ei geschält hat. Danach streckt es sich erst einmal. Nun lernt es seine Vogelmama, seinen Vogelpapa und seine vier Geschwister kennen. Die Spatzenmama zwitschert: „Endlich ist die Familie komplett. Jetzt kann ich gleich die Eierschalen aus dem Nest transportieren.“ Die Vogeleltern fangen jeden Tag viele Insekten und füttern die Vogelküken damit. So geht es zwanzig Tage lang. Inzwischen sind die Vögelchen ordentlich gewachsen und endlich flügge.
Das älteste der Spatzenkinder piepst: „Ich will jetzt auch selber fliegen. Das probiere ich gleich aus. Wir haben unseren Eltern doch oft genug zugeschaut, wie das geht.“ Es bewegt seine Flügelchen und hebt vom Nest ab. Unter dem Dachvorsprung fliegt es hervor und landet etwas unsanft auf dem nächstgelegenen Apfelbaum. Der erste Flug ist geschafft. Das Spätzlein ist stolz auf seinen Erfolg und ruft den anderen begeistert zu: „Kommt doch auch herüber zu mir! Fliegen ist super!“ Die Vogeleltern haben alles beobachtet. Sie sind froh, dass ihr Nachwuchs nicht auf dem Boden gelandet ist. Da lauern nämlich, vor allem für so einen ungeübten Flieger, viele Gefahren. Es dauert nicht lange und die anderen Vogeljungen trauen sich auch loszufliegen. Nur das kleinste Vögelchen ist noch etwas ängstlich. Doch es wird von der Vogelmama durch gutes Zureden ermuntert. Sie zwitschert: „Komm, das schaffst du schon! Ich flieg auch mit.“ Da flattert es mit den kleinen Flügelchen und siehe da, es funktioniert. Es hebt ab und landet samt der Vogelmama glücklich bei seinen Geschwistern auf einem Ast. Da die Piepmätze erst lernen müssen, sich selber Mücken, Fliegen und Raupen zu fangen, betteln sie noch mit lautem Gezwitscher bei den Eltern um Futter. Täglich üben sie jetzt das Fliegen und flitzen durch den Apfelbaum. Es gelingt immer besser. Sie verfolgen einander durch die Äste und manchmal flötet einer: „Ich hab eine Mücke erwischt!“ Bald darauf sind sie Selbstversorger und endlich können sich die Vogeleltern von den anstrengenden Wochen erholen. Die Spatzenkinder schlafen inzwischen nicht mehr im Nest, sondern verbringen die Nacht in einer dichten Hecke. Einzig das jüngste Spatzenkind will sich immer noch jeden Abend im weichen Nest an die Vogelmama kuscheln. Außerdem liebt es das Geschichtenerzählen über alles. So sagt das Vögelchen jeden Abend, sobald es mit der Spatzenmama im Nest sitzt: „Bitte erzähle mir vor dem Einschlafen noch eine Geschichte!“ Zum Glück hat sie schon ganz viel erlebt und kennt deshalb eine Menge spannender Geschichten. Die Lieblingsgeschichte des Spätzleins ist das Erlebnis der Vogelmama, als sie in letzter Sekunde einem Raubvogel entkam, der sie fangen wollte.