Die Schmunzel-Manufaktur - Freddy Charles Rabak - E-Book

Die Schmunzel-Manufaktur E-Book

Freddy Charles Rabak

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Beschreibung

In Wien sagt man "Der Schmäh" (Witz) muss rennen" Freddy gibt ihm die Sporen und lockert kaum mal die Zügel. Weg von "Strizzi-Dealer- und Unterweltgeschichten. Weg von Zwängen und dem von ihm bestiegenen Ackergaul auf dem Pfad unpolitischer Querdenkerei galoppieren lassen. Seine nicht gerade prüde Gedankenwelt offenbart sich in einigen Kurzgeschichten, die nicht alle zum lachen sind. Er verarscht nämlich unzensiert Gott und die Welt

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Seitenzahl: 96

Veröffentlichungsjahr: 2021

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INHALT

Werde mal ein Kassiber schreiben

Forderung: Her mit Beichtmüttern!

Das wäre nicht einmal Sigmund Freud eingefallen

In memoriam Bassena-Tratsch

Wem die Stunde schlägt

Solche Gerüche und solche Gerüehe

Niemand krotzt mehr oh

Es krepiert auch niemand mehr

Blow Jobs, Hillary und Kuckuckseier

Das Kuschel-Wildschwein

Hunger haben ist schwer, vegan leben noch mehr

Nobel-Star-Edel- und ganz normale Huren

I werd narrisch

Einkaufs-Schwank in Corona-Zeiten

Der (Volks) Partei-Tribun

Mit 17 fing die Scheiße erst an

Den heiligen "Sonntagsschmaus" eingenommen?

Sinnbefreiter Schwachsinn

Gähn

Die ersten Menschen erfanden gleich die ersten Götter

Satiriker zu sein ist nicht immer fein

A schöne Leich

Das Kap der Hoffnungslosigkeit

Epilog

Zugaben: Vorsicht vor Schnee-Brunzer

Abzocker lauern immer und überall

Gegenderte Hähne u.a. wirres Zeug

Das wollte ich noch loswerden

Werde mal ein Kassiber...

...statt ein Vorwort schreiben, das ja in fast jedem Buch als "nicht sexuelle" Stimulation zu finden ist. Schon am Beginn eines Büchleins oder Buches soll ein kleines, vielleicht noch schwach loderndes Interesse nach einem kurzen Blick auf die ersten Seiten sich zu einem rasant im Gehirn ausufernden Flächenbrand in Form eines unlöschbaren Verlangens nach mehr Lese-Stoff entfachen.

Liebe unbescholtene Leserinnen und Leser! Sie werden sich vielleicht fragen, was die aus dem Jiddischen stammende Vokabel "Kassiber" bedeutet? Als ehemaliger Ganove ("Ganef"- ebenfalls aus dem Jiddischen) verrate ich es euch: "kessaw" steht für geheime Briefe, Zettel, bzw. Nachrichten.

In Wiener Häfen, also Gefängnissen, nennt man ganz persönliche und nicht immer freundliche Briefe zwischen Insassen und Komplizen mundartlich nicht Kassiber, sondern verwandelte sie zum "Gsiberl". Auch weniger oder mehr gebildete antisemitische Kriminelle gebrauchen dieses Wort, wie auch viele andere jüdische Vokabeln, die noch heute in der aussterbenden Wiener Gaunersprache Verwendung finden.

Sehen Sie dieses "Kassiber" an Sie, liebe Leser*innen, nicht als Geheimbotschaft, sondern als ein "etwas anderes" Vorwort für ein "ganz anderes" Buch von einem auch "anderen" Autor: Einem Unterwelt-Poet, den man auch "Strichphilosoph" oder "Cadillac-Freddy" nannte.

Ich war eben ein lasterhafter Mann, der Zeit seines Lebens dem lockenden, für mich hypnotisch wirkenden Rotlicht kaum widerstehen konnte. Abschrecken konnte mich höchstens der Blick in die Mündung einer 357er Magnum, Handschellen und rotierendes Blaulicht, das sich zum Takt von Sirenen nervig im Kreis drehte.

Ich bin ein Autor, (und ein Tor) der knapp vor seinem ersten Besuch mit Kollegen aus Stade in einem Bordell (gleich neben dem Hamburger Kult-Lokal "Ritze") um 21h noch felsenfest davon überzeugt und kopfschüttelnd ein "Ich werde nie fürs Ficken zahlen" in seinen nicht vorhandenen Bart murmelte. Es wurde 21:05 und meine deutschen Hawara und Kollegen hatten bereits mit geil aussehenden Huren den Lift nach oben, ins sexuelle Himmelreich, bestiegen. So handelte ich wie ein Politiker mit mir einen Kompromiss aus, der lautete "Einmal ist keinmal" und landete mit einem Mädchen in ihrem Verkaufsraum. Danach "bediente" ich mich noch viermal am reichhaltigen "Buffet" im Kontakthof, weil mein gegen den Hosenstall pochender, strammer Fred nicht ruhen wollte.

Was Sie in diesem Buch erwartet? Teils morbide Gedanken (sonst wäre ich kein Wiener), Phantasien eines Alp-Träumers, natürlich ziehe ich auch die Märchen der heiligen Schriften durch den Kakao, den es damals noch nicht gab und ich verrate ein Geheimnis über meine junge, aber schwerkranke Frau Ruth. Noch etwas, das in meinem Alter keine Rolle mehr spielen sollte: Dass ich mich als Versager und als Arschloch sehe und fühle.

Mein siebentes Buch soll sich aber, wie auch das "sexte", "Mutti, der Mann mit dem Schmäh ist da", von der Tetralogie über die Wiener Unterwelt ein wenig unterscheiden.

Langsam beende ich das bald nicht mehr dem heutigen Zeitgeist entsprechende Kassiber. Heute hat doch schon fast jeder "Haflinger" (Häftling), der etwas auf sich und seinen Ruf hält, ein Smartphone. Schmucklose Blechnäpfe, aus denen zu "schwerem, verschärftem Kerker", oft zusätzlich mit Fasttag, hartem Lager oder Dunkelhaft bestrafte Verurteilte den vorgesetzten "Schlick" fraßen, werden schon lange nicht mehr produziert. Übrigens: Die unbequemen Strohsäcke von damals haben als "Matratzen" in Stockbetten schon längst ausgedient. Besonders in den fast schon luxuriös ausgestatteten Liebeszellen könnten die als Liebestöter störend wirken.

PS: Falls Sie, liebe Leserin und lieber Leser, noch nie aus einem "eingedepschten Blechnapf gefressen" haben: Der Schriftsteller und ehemalige Häfenbruder Hans Fallada† hat mit dem Roman "Wer einmal aus dem Blechnapf fraß" dem Fressnapf ein literarisches Denkmal gesetzt. Ich las es "standesgemäß" im Knast, während ich aus einem Blechnapf eine eingebrannte Suppe löffelte und dazu eine Scheibe trockenes, hartes, schon einige Tage altes Brot in der Salzsuppe "verweichlichte".

Da fällt mir zu Liebeszellen ein "Gschichterl" ein:

Der "Berliner", der lässig durch Charlottenburg schlendert (samt Foto-Beweis), ist der verurteilte Polizisten-Killer Yassin A. (51). Obwohl er nach dem Absitzen seiner Haftstrafe eigentlich in seine Heimat, den Libanon, abgeschoben werden sollte, kann er jetzt frei und unbescholten durch die deutsche Hauptstadt spazieren. Grund: Er hatte in der JVA Tegel vier Kinder gezeugt! (Quelle: BILD.de vom 7.4. 2021)

Das Ergebnis der fruchtbaren Sex-Akrobatik: Yassin kassiert Dank des heute praktizierten Strafvollzugs Kindergeld und eventuell auch Hartz IV. Vielleicht ist der Herr Knast-Papa nun sogar Vereinsmitglied bei A.C.A.B - "All cops are bastards"? Ich gratuliere Yassin jedenfalls schon im Voraus zu den nächsten, hoffentlich in Freiheit produzierten "Gschroppen" (Kindern).

*

In diesem Buch erwarten Sie, liebe Leserinnen und Leser, satirischsarkastisch- ironisch geschriebene Gedanken und teils schräge Phantasien eines ehemaligen Langschläfers, Installateurs Ministrant Artist, Strizzi, Spieler, Kellner, Bordellbesitzer, Gefängnisausbrecher, Dealer, Ganoven, Mini-Revoluzzer,Träumer und nunmehrigen "Strichphilosophen, Unterweltpoeten oder einfach Cadillac-Freddy", der schon als kleiner Bub ein unpolitischer Querdenker und leicht cholerisch veranlagter Querulant war. Schon lange bevor es die heutigen "Querdenker" und deren Phrasen und Parolen gab. Natürlich darf eine kleine Prise Unterwelt als Buchstaben-Gewürz nicht fehlen. Wie auch die Storys, in denen sich Freddy rückblickend als Versager, sogar als "Oarschloch" sieht.

Her mit Beichtmüttern!

Es geht ausdrücklich nur um den katholischen Halleluja -Verein. Die Evangelischen haben bekanntlich Pastorinnen und sogar weibliche Bischöfe. Aber als streng gläubiger Atheist sehe ich durch eine ironisch-sarkastische Lupe im reichsten Männer-Gebetsverein der Welt einiges anders, das mich sogar noch einmal davon überzeugen könnte, meine Sünden ohne Buße und Reue zu beichten. Für einen Ablass oder eine Indulgenz, den historischen „Gnadenakt“, fehlt mir das nötige Bündel Geld, das ich lieber in einem Puff, Laufhaus oder in einer Bar bedürftigen Huren spende...

Frauen in der ehemaligen "Männerdomäne" Kirchenchor und sogar Ministrantinnen sind bei sogenannten Gottesdiensten nach fast zweitausend Jahren schon gestattet, obwohl vielen männlichen Rockträgern die traditionellen Buben im Rock lieber wären. Besonders, wenn sie auch, ist noch nicht sehr lange her, im Chor mit einer glockenhellen, sopranisierten Stimme (also enthodisiert) Frauen ersetzten.

Aber Mädels, die Messen lesen, Sterbende mit Öl einreiben und auch Beichten von Sündern annehmen und im Namen eines "Gottes" vergeben, sind kein Thema im Club der alten Herren.

Wäre doch mal was anderes, wenn jungfräuliche Priesterinnen, frisch aus dem Seminar an die Kirchen geliefert, mir und anderen Männern die oft unheilige Beichte abnehmen würden. Ich hätte fast nur Unkeusches und Sündiges in ein zartes Damenöhrchen zu flüstern.

Zum Beispiel, dass ich mein ganzes Leben lang nur aus reiner Lust und nicht, um Nachwuchs zu züchten, fickte. In einsamen Stunden echt geile und richtig versaute Pornos angesehen habe und mir dabei einen runtergeholt habe. Manchmal verlangte mein Trieb (oder gar der Teufel höchstpersönlich?) Zugaben!

Ich würde einer jungen (wäre Voraussetzung!) Dame im Beichtstuhl auch gestehen, dass ich insgeheim so manche Frau von Bekannten (Freunde gibts kane und beim Sex war ich mir der Nächste) heiß begehrt habe. Besonders in lauen Sommernächten wurde mir beim Schnackseln oft so heiß, dass ich sogar meine Socken dabei ausziehen musste.

Ob bei der Erwähnung folgender Todsünde mein inzwischen nicht vor Schreck steif gewordener Sündenpfahl zwischen den Gogerln (Eiern) verkrümmeln würde? Doch man soll auch einer künftigen Beichtmutter die vielen kleinen Morde an noch Ungeborenen nicht verschweigen.

Ich Massenmörder habe sehr viele künftige Kinder in offene Mund-"Höllen" oder in dichten Präservativen versenkt. Besonders leiden mussten meine verspritzten Spermien, wenn sie im "Tschuri-Fetzen", Waschlappen oder in billigen Servietten elendiglich vertrockneten und ihnen damit ihr Leben versaut wurde.

Übrigens würde ich im Fall der heiligen Fälle das erste Mal kniend masturbieren, wenn das ziemlich erregte Pfaffenweib mir die angeblich selig machende Absolution erteilt und mit sinnlicher Stimme meine Buße aufzählt. Aber vielleicht würde sie mir einen Rabatt zugestehen.

Ohne folgende Wünsche jedoch bringen mich nicht einmal 10 heilige Security-Engeln in den Beichtstuhl:

Frau Pfarrer sollte schon grell geschminkt sein, einen eng anliegenden Minirock, High Heels und Strapse tragen. Dann wäre ich sogar bereit, den bereits vollen und deswegen viertelstündlich entleerten Klingelbeutel zu füttern und mein Beutel wäre bis zum letzten Lusttropfen leer...

So nebenbei sei Historisches erwähnt:

Prostituierte, wahre "Lust-Expertinnen", wurden schon sehr lange vor unserer Zeitrechnung respektvoll Hetären genannt. Seufzend füge ich hinzu: Dieser Beruf, bzw. diese Berufung, war in der Antike noch sehr ehrenhaft und ein von Zeus und zahlreichen Göttern gesegneter Job. Auch der Blow-Job.

Damals sei das weibliche Priestertum durchaus legal gewesen. Ihre "Dienste" waren mit der Tempelprostitution als Darstellung der Fruchtbarkeit der Erde verbunden. Die von Zeus ernannte göttliche Ministerin in Sachen Sex war die als Skulptur noch immer sehr geil aussehende Aphrodite. Natürlich ohne Silikon in den von männlichen Bildhauern gestylten Marmorbrüsten. Sie wurde angebetet und ihr Ressort waren Schönheit und sinnliche Begierde.

Heutige "Religioten" würden die Göttin nie akzeptieren! Aphrodite ist (Götter sterben bekanntlich nicht, deshalb ist sie noch immer) mit Hephaistos, dem Gott des Feuers und der Schmiedekunst, verheiratet. Sie betrügt ihn allerdings mit Sterblichen und auch Unsterblichen. Also Kollegen ihres Mannes.

Vielleicht war auch ich schon mit einer Gesandten von ihr in einem Zimmer des ehemaligen "Nobel-Stundenhotels" Orient am Tiefen Graben? Ihr Mann scheint wegen diesem "Seitenhüpfer" jedenfalls nicht eifersüchtig und nachtragend zu sein oder er schmiedete gerade etwas. Scheinbar keinen Racheplan...

Da ich aber sichtbare Gottesbeweise will, bete ich lieber Aphrodites römische Zwillingsschwester an. Die Venus. Natürlich nicht die kleine, ziemlich fette Venus von Milo. Jeden Abend blinzelt sie mich kokett und vielleicht sogar schmachtend vom nächtlichen Himmel an.

Da ist noch eine eigentlich kaum erwähnenswerte, biblische Märchengestalt. Ein scheinbar dauerwichsender Mann, dessen Name sogar jedem bibelfesten Leser irgendwie geläufig ist: Onan (nicht zu verwechseln mit der Filmgestalt Conan, den Arnold Schwarzenegger verkörperte), den ich besonders im Knast fast jede Nacht notgedrungen keuchend anbetete.

Onan war einer der fünf Söhne vom alten Juda, der aus biblischen Gründen lieber seinen Samen auf die Erde fallen, eintrocknen und verderben ließ anstatt ihn seiner Frau Tamar zu spenden. Sie war nämlich bis zur Hochzeit mit Onan die Witwe seines Bruders. Er wichste unter den damaligen Umständen vielleicht lieber? Ob Tamar einen kräftigen Damenbart hatte und insgesamt so etwas wie hässlich war, steht nicht im Alten Testament. Oder war sie einfach frigide? Jedenfalls erzürnte Onans Verhalten Jhwh so sehr, dass er ihn mit dem Tod bestrafte. Wenn man das alte und neue Testament durchliest, war Jhwh, also Gott, ein skrupelloser Massenmörder. Er rottete ja auch schon viele Millionen Jahre vorher die Saurier aus.

Ich habe Jhwh zu meinem Glück noch nicht erzürnt und lebe noch...

PS: Wenn eine(r) meiner LeserInnen mehr über Onan oder gar Jhwh wissen will, bitte den allwissenden Dr. Google fragen und die damals äußerst komplizierte Beziehung von Gott zu den relativ wenigen Menschen, alle ohne Schulabschluss, nachlesen. Wie die Geschichte der Frau Lot, die sich auf der Flucht aus Sodom trotz göttlichen Umdreh -Verbots nach einem Wutausbruch Gottes, der gerade die Sündenpfuhle Sodom und Gomorrha fast orgiastisch in Schutt und Asche legte, umsah und strafweise zur Salzsäule erstarrte.