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Nach seinem Bestseller Adieu Rotlicht-Milieu erzählt Rotlicht-Rabak wieder aus seinem Leben: Kriminellen, Perversen, Zuhälter-Autos, Drogen und Prostituierte- Rabak ist mit Herz und Leidenschaft dabei. Aber auch Nasenbohrer & Co werden unter die literarische Lupe genommen, denn der Szene-Chronist will nicht nur Häfenpoet, sondern auch ein Schriftsteller sein, der sich mit Ironie, Satire, Sarkasmus und sogar Blödsinn der Erforschung von Alltags-Gustostücken widmet und dabei- von seinen großen Vorbildern Ephraim Kishon, Charles Bukowski, Loriot und Oscar Wilde inspiriert- eine von der Wiener Lebensart beflügelte Melange aus Drama, Lustspiel, philosophischer Abhandlung und Autobiographie präsentiert.
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Seitenzahl: 152
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Dieses Gesicht spiegelt mein Leben
Mein Leben im Schnelldurchlauf
Warum nur, Warum, Udo?
Frisch gepresste Lebenssäfte.
Eine Strich-Trilogie:
Clarence, die Zweitbraut
Der etwas andere Kriminalbeamte
Johann B. Ein tiefschwarzes Schaf
Ein verblasener Tagtraum
Man soll auch an die Zukunft denken
Neulich, als ich an den dummen Adam und seine...
Neulich, als ich über eine Todsünde nachdachte...
Ich werde Religionsgründer.
Aller guter Dinge sind nicht drei
Schulung: vom Amateur- zum Berufsverbrecher
Eine verhängnisvolle Silvester-Feier...
Das Märchen von einem 500er Mercedes.
Auf der Reeperbahn nachts um halb zwei....
Eine nicht alltägliche Betrachtung von Bestattungen...
Ein kurzes Blinzeln durch die Rotlicht-Brille
Das langsame Vergessen...
Neulich, in der Badewanne
Neulich, als mich ein einsames Huhn verführte..
Neulich, als ich im Auto saß...
Eine Kurz-Visite im Himmel
Mit der Naivität anderer Geld verdienen.
„Umschulung“: Wenn schon Betrüger, dann...
Trump schlägt Reformen für humane Exekutionen vor!
Klagen in Klagenfurt.
Eine ganz geile G`schicht...
Eine echte Wienerin, die unterging: Die Taubentant`
Nasenbohrer-News...
Dienerinnen der Liebe: Huren und Nonnen...
Wollen Auto verkaufen?
Jede einzelne der tief in die Haut eingravierten Falten und sämtliche Narben haben mich viel Adrenalin, Lange Nächte in verqualmten Beiseln, Hinterzimmern, Zellen, aber auch eine Menge Stoff, Koks, mit dem niemand heizte, und nicht mehr zählbare Drinks gekostet. Dazu wilde Schlägereien, Orgien, Suizidgedanken, aber auch Todesängste, Verzweiflung und einigen Ärger meißelten sich in meine Gesichtszüge und ich zahlte einen hohen Tribut ans Leben im Schatten des Riesenrades. Es war nicht nur finanziell teuer, um das jetzige, einzigartige und fast beendete Bildnis des Freddy Charles Rabak hinzukriegen. Verdammt noch mal, ich bin doch kein Dorian Gray, der Botox und Schönheitschirurgie nicht einmal vom Hörensagen kannte.
Foto: Götz Schrage
Ich schwöre, dass ich die reine und volle Wahrheit und nichts als die Wahrheit geschrieben habe. So wahr mir die Göttin der Liebe und der Schönheit, Venus, helfe!
Leider landete ich als spurtschnelles Sperma in einer Gebärmutter statt in einer Speiseröhre...
Als 18jähriger war ich kurz Lern-Pfleger bei Alkohol- und Drogensüchtigen am Steinhof. Ein Jahr später wollte ich meine ehemaligen Kollegen als Häftling besuchen. In unpassender Kleidung: Einer Zwangsjacke.
Mit 19 fing ich eine Lehre bei einer reiferen Hure an. Nach mehreren Lehrstellen besuchte ich mal einen Fortbildungskurs in Sachen Kriminalität in der elitären Verbrecher-Uni Stein an der Donau.
Danach machte ich bei Humboldt den Zuhälter und auch den Glücksspieler. Wahrscheinlich war ich beim falschen Kurs, denn ich wurde ein „unglücklicher Spieler“.
In den weiteren Jahren stellte ich intensive Feldforschungen in diversen Bordellen, Beiseln und Stoßhütten an. Auch in Hamburg, Kiel, Stade, Hanau und Frankfurt.
Einige Zeit verbrachte ich als Reisender in Strafsachen und besuchte mehrere JVA‘s und Nervenheilanstalten. Früher sagte man „Irrenhäuser“ dazu...
Ich testete die Aufmerksamkeit von Justizwachebeamten, indem ich 2x aus Gefängnissen ausbrach. Ich musste ja meinem Ruf als Entfesslungskünstler gerecht werden war.
Ich spielte als Kind gerne mit Pistolen. Leider löste sich, als ich schon erwachsen war, ein Schuss...
Einige Jahre verkehrte ich in der Hohen Gesellschaft, also High Society, und meine neuen Freunde stellten sehr hohe Ansprüche a die Qualität meiner Schneepisten „a la Columbia“.
Ich flüchtete für eine kurze Zeit, eigentlich war es ein Urlaub, nach Acapulco, um mexikanisches Gras zu testen. Als mein Gesicht von ausgeprägten Lachmuskeln dominiert wurde, kehrte ich nach Wien zurück, um sie bald bei einer zweijährigen Therapie wieder loszuwerden...
Ich war auch Frontmann und Sponsor meiner Band „Freddy und seine Strizzis“. Es waren „Strizzis“, weil sie dauern die Hand aufhielten. Meine Lieblingszahl ist übrigens SEX. Ich wurde am sexten Juli geboren, bin das sexte Mal verheiratet und die Zahl sechs ist ein Bindeglied zwischen fünf und sieben. Außerdem ist sechs in der Numerologie das Symbol für den Planeten Venus und ich liebe die Göttin Venus.
Heute besitze ich medizinisches Wissen, da ich 12 Jahre mit einer Ärztin verheiratet war. Darum weiß ich, dass Onanieren sehr gesund ist.
Nachdem sich meine Frau Andrea 2007 in Spanien das Leben nahm, behandelte ich meine andauernden Depressionen und Appetitlosigkeit ("speckte" in kurzer Zeit 24 Kilo ab) mit Marihuana und lernte schließlich im Internet meine jetzige Mitbewohnerin und Lektorin Ruth kennen. Ich adoptierte sie 2012 schließlich am Standesamt...
Warum ich schreibe? Ich will einfach den Schnellzug nach Alzheim verpassen...
Vom Vorsitzenden des Zentralrates ehemaliger Strizzis, Freddy Charles Rabak, nebenamtlich auch Chefredakteur von "Radio Blödsinn" und Vorstandsmitglied des "Unautorisierten Amtes" unterfertigt und bewilligt.
Heute bin ich 71 und warte auf das, was Udo am 23.04. 2011 in einem Interview mit der KRONE sagte: „Auch mit 77 kann man noch viel anfangen." Natürlich: Tauben füttern, in Wartezimmern von Rechtsanwälten und Ärzten Illustrierte lesen und fleißig sparen, damit man bei jedem Anlass wie Geburtstage, Weihnachten und Ostern Geschenke für die Kinder und Enkeln kaufen kann. Auf die Kleinen darf man auch öfters aufpassen. Aber nicht alle Großeltern können sich, wie Udo, die qualifiziertesten Babysitter oder Kindermädchen leisten.
Es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten für die Kategorie „Seventyseven Boys and Girls“ (hört sich schöner an), also die ganz normalen und alltäglichen „Durchschnitts-Altspatzen“, die nicht immer in „ehrenwerten Häusern“ leben, sondern in Bettburgen.
Vielleicht sollte man rüstigen Menschen ab 77 die Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen schmackhaft machen? Wie rasante Rollator-Rennen rund um einen Supermarkt? Als Preise könnten begehrte Artikel wie Kamille- oder Blasentees und Lutschbonbons winken.
Oder für die etwas rüstigeren Pensionisten eventuell ein kleines Wettrennen unter dem Slogan „Wer ist der Erste im Warteraum eines Urologen“ (Frauen beim Gynäkologen) veranstalten? Den glücklichen Gewinnern könnten verlockende Preise wie eine Monatspackung Kukident, Viagra-Pillen oder Windeln überreicht werden.
Manche LeserInnen werden vielleicht denken, dass meine letzten Zeilen respektlos sind und ich überlegte schon, sie zu löschen, aber ich finde, das Leben ist leider keine appetitliche Konditorei, in der man sein Dasein bei der freundlichen Serviererin „Aber bitte mit Sahne“ bestellen kann. Noch was, da in meinem Gehirn auch schon eine gewisse Vergesslichkeit Platz genommen hat: Ich habe das Geschriebene schon vergessen. Es geht mir ja in dieser Erzählung nur um den Udo Jürgens und sein Aussage "dass man auch noch mit 77 viel anfangen kann".
Ich denke, dass Udos „Mit 66 Jahren“-Hit noch immer viele Senioren, auch ohne Red Bull, beflügelt und Hoffnung samt Lebensfreude signalisiert.
Fängt das Leben auch für jene Rentner an, die sich in Ungarn oder Polen nach einem kostengünstigen Gebiss umsehen müssen und auf Sonderangebote für saugfähige Windeln warten? Oder für jene älteren Herren, die ihre länger gewordenen, einfach schlaffen Hoden sorgfältig in der Unterhose einrollen müssen, damit sie der Schwerkraft widerstehen können? Aber dafür gibt es preisgünstige Suspensorien. Sogar bei Amazon erhältlich...
Leider fehlt eine repräsentative Umfrage unter der Zielgruppe der 66-77-jährigen, ob nun ihr Leben wirklich erst beginnt.
Ich meine, mit jedem Tag vergrößert sich die Chance, das Wachstum von Radieschen aus einer anderen Perspektive, nämlich von unten, aus entspannten Augenhöhlen zu verfolgen. Oder man sitzt vielleicht im Sonderzug nach Alzheim? Ich hoffe, seine Abfahrtszeit zu vergessen.
Ich liebte und schätzte den Künstler Udo sehr und war natürlich bei einem seiner Konzerte in der Wiener Stadthalle. Auch damals war es schon „fünf Minuten vor Zwölf“, wenn man Pessimisten Glauben schenkt. Nach 38 Jahren, 2018, ist es übrigens noch immer so knapp vor 12 und wird es auch bleiben. Ist vielleicht diese mahnende Uhr einfach stehengeblieben und der Minuten-Zeiger verharrt noch lange an dieser Stelle? Das haben Uhren oft an sich.
Udo ist nun vermutlich im stinklangweiligen VIP-Himmel. Ohne 72 Jungfrauen wie im rivalisierenden Paradies. Da nützt nicht einmal der verzweifelte Ruf „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ Denn nicht einmal reizlose Engerln darf man im christlichen Himmels-Sektor „vernaschen“! Was lernt man noch aus dem Text von „Mit 66 Jahren“?
Man muss auch in der Pension keine Angst vor dem Alter haben, wenn man sich, wie Beamte, eine fette Pension „ersessen“ hat und gesund und jugendlich mit 53 in den unverdienten Ruhestand geht.
Für sie fängt ja das Leben oft schon mit über 50 und vollen Bezügen an und wer als Beamter jemals verträumt „Ich war noch niemals in New York“ mitsummte, kann sich dann diese Sehnsucht leisten. Vielleicht sogar in der Business-Class.
Wenn man das Vermögen und die Vitalität eines Udo Jürgens hat, kann man sich im hohen Alter auch eine junge und natürlich attraktive Pflegerin in Strapsen und reizender Wäsche zum lustigen und verspielten Windelwechseln leisten. Da denke ich an den Playboy-Herausgeber Hugh Hefner, der sich immer wieder gerne mit seinen „Häschen“ abbilden ließ.
Natürlich ohne Katheter oder Leibschüssel im Hintergrund. Vielleicht hat sich der alte Charmeur Hugh im Jenseits mit dem Mann, der laut eigenen Angaben „noch niemals in New York war“, angefreundet und sie schwelgen in Erinnerungen an irdische Genüsse und Gelüste (sehr, sehr leise, denn „Engeln hören mit“...) Wie über die vielen Haushaltshilfen aus dem Harem des Playboy-Herausgebers. So an die „17 Jahr, blondes Haar“, die nach dem servierten Kaviar- und Sekt-Frühstück auch noch sorgfältig die Klapper-Zähnchen mit Edel-Kukident reinigten und bei Bedarf mit dem zarten Zeigefingerlein die Prostata untersuchten und nötigenfalls massierten. Hugh hatte natürlich keine billigen Beisserchen, aber sicher eine vergrößerte Prostata. Bevor ich es vergesse, ganz was persönliches, lieber Udo:
Verzeih mir bitte. Ich denke noch heute an das wunderbare Abendessen, das Du mir und meiner damaligen Frau Karin nach deinem Konzert in der Wiener Stadthalle (1980) in der „Rauchkuchl“ bezahlt hast. Mein Freund Günter, der Ober-Kellner, schrieb damals die nicht unbescheidene Summe einfach zu Deiner Rechnung dazu. „Merci, für die Stunden“, Danke für die Einladung, Udo, und richte bitte dem Hefner aus, dass es mir leid tut, dass ich mir nie einen Playboy gekauft habe...
Beliebteste Selbstmordmethode von Zuhältern: Sie halten sich Nase und Mund zu.
Freddy Rabak
Leben Sie, liebe Leserinnen und Leser, gesund und lieben Sie frische Säfte? Auch jene Säfte, die in uns reifen? Natürlich kein Blut! Ich denke da an frisch vom Hahn gezapftes Sperma! Es soll angeblich ein wundervolles, sehr gesundes Säftchen und ein wahrer Jungbrunnen für Frauen sein. Ein Schönmacher, ein Gesundmacher und es macht happy! Sie glauben es nicht? Dann googeln Sie mal, Stichwort „Beautygeheimnis“ und „Sperma schlucken“. Falls Sie mehr über Nebenwirkungen erfahren wollen, lesen Sie keine Sperma-Packungsbeilage, sondern fragen Sie einen schwulen oder weiblichen Porno-Star mit sanftem Teint!
Die positiven „Beautygeheimnisse“ gelten wahrscheinlich nur, wenn sich zwischen den Spermien keine hinterhältigen Bakterien und gemeine Viren häuslich niedergelassen haben. So las ich auf WELT.de, dass Forscher in Spermien 27 verschiedene Virentypen entdeckt haben. Zu den ansteckenden Erregern gehören unter anderem Ebola-, HI-, Zika-, Marburg-, Hepatitis-B- und verschiedene Herpes-Viren. Da ist guter Rat teuer. Vielleicht sollten sich sexuell sehr aktive Menschen ein kleines Hauslabor mit Elektronenmikroskop anlegen?
Aber genug über den Lebenssaft, der auch Leben schafft.
Als experimenteller Hobbykoch versuche ich mich gerade an einer saftigen, vaginalen und nicht veganen Blutwurst, die besonders den männlichen Gaumen verwöhnen soll.
Verwenden Sie frische, saftige Tampons, die Sie vorher in karibischen Rum eingeweicht haben, um sie nach einer Stunde auszupressen. Meine Zutaten werden frisch von einem Gynäkologen geliefert. Aber ich kaufte auch schon beim Puff ums Eck blutfrische Ware ein.
Während ich die Tampons durch ein Sieb auspresse, denke ich über Verschiedenes nach. Wie über meine Hunde, die mich fünfunddreißig Jahre meines Lebens treu begleiteten und besonders Blutwürste liebten. Dabei kommen mir sehr gebräuchliche und ortsbedingt beliebte Vorstadt- Schimpfwörter wie „falscher-“, „fauler-“, „unnötiger-“, „scheiß-“ oder „blöder Hund“ in den Sinn. Sehr diskriminierend finde ich. Hunde sind des Menschen treueste und beste Freunde.
Warum eigentlich beschimpft ein Aggressivling seine Streitpartner relativ selten mit „Du schwuler Hund“? Dafür muss oft eine „schwule Sau“ herhalten. Etwas mollige, festere oder dicke Frauen werden von selbsternannten Ästheten oft mit „fette Sau“ (nicht Hund!) tituliert und die illuminierte Männerrunde am Stammtisch, bis auf einige „Betroffene“, die etwas Festeres am Herd stehen oder im Bettchen liegen haben, lacht auch noch darüber.
So werden Tiere zu Fabelwesen erhoben: Hunde und Säue, die sprechen können, fett, faul oder schwul sind. Dass Schweine von Menschen dementsprechend gemästet werden, um schnell fett zu werden, ist eine andere Geschichte. Die Sau ist jedenfalls ohne Schuld für ihr Aussehen und keiner werfe einen Stein auf sie. Was „schwule Säue“ angeht, so würde ich gerne einen Biologen kennenlernen, der das Sexualleben der Schweine studiert hat und mich über die Homosexualität von Schweinen aufklären kann. Meine vierbeinigen Kläffer zumindest waren alle Bi-Sexuell. Sie kannten den Begriff christlicher Keuschheit nicht. Sie schauten auch keine Pornos, hatten mit Sex-Hotlines nichts am Hut und adrette, vierbeinige Prostituierte an Straßenecken oder unter Laternen gab es auch keine.
Trotzdem wollten sie andere Hunde ohne jeglichen Genierer und ohne langes Vorspiel einfach ficken. Sie pflegten ihre Geilheit auch bei Menschen ohne Scheu auszuleben. Also eine Art von umgekehrter Sodomie, wenn auch nur an ausgestreckten Beinen. Doch erklären Sie mal einer Partnerin oder Ihrer Frau, warum die Hosenbeine Spermaflecken aufweisen, wenn sie nachts nach Hause kommen…
Um nicht auf den Hund zu kommen schließe ich nun das Kapitel Hunde. Aber auch über fette und/oder schwule Säue will ich kein Wort mehr verlieren. Bevor ich es vergesse: Das komplette Rezept für die vaginale Blutwurst erhalten Sie von mir wenn ich endlich das Gitterbettchen der psychiatrischen Klinik verlassen darf. Der weißgewandete Chefkoch dort interessierte sich übrigens sehr für diese einmalige Rezeptur. Bin schon neugierig, wann sich der Starkoch Jamie Oliver bei mir meldet...
Auf die oft gestellte Frage "ob sich Verbrechen lohnt" lautet meine Gegenfrage: „Lohnt sich schlecht bezahlte Sklavenarbeit?“ Freddy Ch. Rabak
Teil 1: „Clarence“, die Zweitbraut.
Ort: Eine Spelunke. Hauptdarsteller: Freddy Rabak. Sein auch ohne Maske brutal aussehender Freund Stefan. Die Geheimprostituierte Gerlinde. Sechs Komparsen: Eine verlebt aussehende, reifere Kellnerin. Zwei grell geschminkte Straßenmädchen mittleren Alters und vier Gäste aus dem Sozialamt-Milieu. Klappe, die Erste, Aufnahme: Frühjahr 1983. Im Laufe einer Sauftour mit meinem Freund Stefan kehrten wir im „Flüsterstüberl“, einer Quargel-Hütte am Max-Winter-Platz, ein. Eine „Bumsen“, die ich stocknüchtern nie betreten und auch eingesäuselt an keinem der nicht gerade einladend aussehenden Tische Platz genommen hätte. Vor der Eingangstür lehnte eine etwas alte Alte. Im Lokal waren wenige Gäste. Darunter ein Mädel, das dem Baby-Strich eher den Hauch eines Pensionisten-Strichs verlieh und vier Männer, die an ihren Bierflaschen nuckelten. Sie grüßten freundlich und ich antwortete mit einem „Hallo“. Die etwas festere Kellnerinein reiferes Mädel, das scheinbar niemals lachte- fragte nach unseren Wünschen. Wir bestellten zwei Whisky und da betrat ein molliges, junges Mädchen das Lokal. Natürlich keine Studentin oder brave Angestellte, sondern ein „Neuzugang“. Sie hatte fettig aussehende, blonde Haare, ungepflegte Fingernägel und für die Stabilisierung ihres Busens wäre ein Zweimannzelt empfehlenswert gewesen, sonst würden ihre Titten Dank der Schwerkraft am Boden schleifen. Ist natürlich übertrieben. Ein Einmannzelt hätte auch genügt, denn ihre Titten reichten höchstens bis zum Nabel. Sie stellte sich neben uns an die Buddel und bestellte bei der mürrischen Kellnerin ein Achterl Wein. Da auch wir an der Theke standen, kamen wir ins Gespräch, als sie mich im Feuer bat und sich eine Zigarette anrauchte. Stefan bestellte noch zwei Getränke und nach dem dritten Glas Bourbon wurde die Alte attraktiver und ich fing mit ihr ein Gespräch an. Meine „Anmache“ war eigentlich eine versteckte Verarsche, also ein „Häkerl“, und nicht ganz ernst gemeint. Stefan fragte im Laufe der Unterhaltung das stark schielende Mädchen mit seinem etwas brutal klingenden Eigen-Humor (er war auch in seinem Gauner-Leben nicht gerade sanft), ob sie wohl ihn oder mich oder beide gleichzeitig anschauen würde. Darüber konnte ich zwar nicht gerade herzhaft lachen, aber ein Grinsen huschte doch über mein Gesicht. Sie stellte sich als Gerlinde vor und ich erfuhr nun, dass sie in Linz von ihrem Alten, der sie angeblich immer schlug, abgehauen war. Sie erzählte, kein Quartier zu haben und in Hotels zu schlafen. Nun suche sie Schutz und einen halbwegs vernünftigen Beschützer. „Da bist du ja an die richtige Adresse geraten“, meinte ich lachend und bestellte das vierte Glas Whisky. „Wieso nicht“, lächelte Gelinde und stieß mit mir an, nachdem ich ihr einen Weinbrand bei der nicht gerade nüchternen Kellnerin, einer Strich-Veteranin, bestellt hatte. Gerlinde wusste, dass ich der Cadillac-Freddy sei, eine attraktive Frau hatte und einen goldfarbenen Firebird-Pontiac fuhr. Ich erklärte Gerlinde meine „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ und betonte, dass sie als Zweitbraut nur in der zweiten Reihe stehen würde, was sie ohne mit der Wimper zu zucken akzeptierte. Dabei dachte ich, dass ich ihr falsche Wimpern kaufen sollte. Wir wechselten keine schmachtenden Blicke und flüsterten keine heiße Liebeserklärungen. Wir schworen uns auch nichts und machten als Interessengemeinschaft einfach „alt“. Wir vereinbarten für den Abend einen Treffpunkt und das „Riesen-Baby“ begann, ihre Runden am Baby-Strich zu drehen. Als sie gegangen war, fragte ich die Kellnerin, ob sie das Mädel kenne. „Ja, aber nur flüchtig, wenn sie eine Pause macht.“ Weiters erfuhr ich, dass sie angeblich 22 war und von ihren Kolleginnen
