Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
In diesen warmherzigen Romanen der beliebten, erfolgreichen Sophienlust-Serie wird die von allen bewunderte Denise Schoenecker als Leiterin des Kinderheims noch weiter in den Mittelpunkt gerückt. Denise hat inzwischen aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle geformt, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. In Gut Schoeneich hatte die Familie von Schoenecker gemeinsam zu Abend gegessen und Henrik, der elfjährige Sohn war danach auf sein Zimmer gegangen. Am nächsten Tag stand für ihn eine wichtige Klassenarbeit an, für die er noch lernen wollte. Das Schuljahr war im vollen Gange. Henrik war zwar ein fleißiger Schüler, aber bevorzugt nur in den Fächern, die ihn wirklich interessierten. Denise und Alexander von Schoenecker hatten es sich auf der Couch gemütlich gemacht und ließen wie üblich ihren Tag Revue passieren. Alexander schenkte für sich und seine Frau ein Glas Rotwein ein und prostete ihr damit zu. Denise hatte ihren Rücken angelehnt und ihre schlanken Beine hochgelegt und ausgestreckt. Alexander nahm die Beine, legte sie über seine Oberschenkel und streichelte sie liebevoll. Jeden Tag freute er sich darüber, dass er diese wundervolle Frau an seiner Seite hatte. Denise bedeutete alles in seinem Leben. Und natürlich seine drei Kinder, die wunderbare Andrea, der gute Sascha und das Nesthäkchen Henrik. Aber auch Denises Sohn Nick von Wellentin-Schoenecker, den Sohn aus erster Ehe, liebte er wie sein eigenes Kind. Alexander von Schoenecker merkte in diesem Moment, dass sein Leben perfekt und er ein sehr glücklicher Mann war. Seine wunderbaren Gefühle wurden jäh gestört, als unerwartet das Telefon klingelte. Denise und Alexander schauten sich an und die Frau warf einen Blick auf ihre Armbanduhr. Sie stellte fest, dass es schon weit nach 21. 00 Uhr war und nicht eines der Mobiltelefone geklingelt hatte, sondern das Festnetztelefon. Es war ungewöhnlich, dass jemand auf diesem Apparat um diese Uhrzeit auf Gut Schoeneich anrief. Alexander legte die Beine seiner Frau vorsichtig zur Seite, erhob sich und ging in den Flur, um das Telefon abzunehmen. Er meldete sich mit den Worten »Alexander von Schoenecker«
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 119
Veröffentlichungsjahr: 2025
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
In Gut Schoeneich hatte die Familie von Schoenecker gemeinsam zu Abend gegessen und Henrik, der elfjährige Sohn war danach auf sein Zimmer gegangen. Am nächsten Tag stand für ihn eine wichtige Klassenarbeit an, für die er noch lernen wollte. Das Schuljahr war im vollen Gange. Henrik war zwar ein fleißiger Schüler, aber bevorzugt nur in den Fächern, die ihn wirklich interessierten.
Denise und Alexander von Schoenecker hatten es sich auf der Couch gemütlich gemacht und ließen wie üblich ihren Tag Revue passieren.
Alexander schenkte für sich und seine Frau ein Glas Rotwein ein und prostete ihr damit zu. Denise hatte ihren Rücken angelehnt und ihre schlanken Beine hochgelegt und ausgestreckt. Alexander nahm die Beine, legte sie über seine Oberschenkel und streichelte sie liebevoll. Jeden Tag freute er sich darüber, dass er diese wundervolle Frau an seiner Seite hatte. Denise bedeutete alles in seinem Leben. Und natürlich seine drei Kinder, die wunderbare Andrea, der gute Sascha und das Nesthäkchen Henrik. Aber auch Denises Sohn Nick von Wellentin-Schoenecker, den Sohn aus erster Ehe, liebte er wie sein eigenes Kind. Alexander von Schoenecker merkte in diesem Moment, dass sein Leben perfekt und er ein sehr glücklicher Mann war.
Seine wunderbaren Gefühle wurden jäh gestört, als unerwartet das Telefon klingelte. Denise und Alexander schauten sich an und die Frau warf einen Blick auf ihre Armbanduhr. Sie stellte fest, dass es schon weit nach 21.00 Uhr war und nicht eines der Mobiltelefone geklingelt hatte, sondern das Festnetztelefon. Es war ungewöhnlich, dass jemand auf diesem Apparat um diese Uhrzeit auf Gut Schoeneich anrief.
Alexander legte die Beine seiner Frau vorsichtig zur Seite, erhob sich und ging in den Flur, um das Telefon abzunehmen.
Er meldete sich mit den Worten »Alexander von Schoenecker« und ging mit dem Telefon am Ohr zurück zu seiner Frau ins Wohnzimmer. Diese schaute ihn fragend an, aber er zuckte vorerst nur mit den Schultern.
Dann hörte Alexander, wie am anderen Ende der Leitung jemand sagte: »Alexander, wie schön, dass ich dich sofort erreiche! Hier ist dein Großonkel Heribert aus Österreich. Erinnerst du dich an mich? Es ist schon so lange her, dass wir uns gesehen haben!«
Alexander von Schoenecker zog sichtbar die Augenbrauen zusammen und antwortete: »Heribert aus Österreich! Natürlich erinnere ich mich an dich. Du bist der Mann meiner Großtante Elisabeth, die Schwester meines verstorbenen Patenonkels Christian von Weidmann. Und wenn ich mich richtig erinnere, haben wir uns das letzte Mal auf der Hochzeit eurer lieben Tochter Hannah in Wien gesehen. Das ist aber wirklich schon viele Jahre her! Ich war damals gerade fertig mit dem Studium.« Auf eine Antwort wartend, hatte sich Alexander neben seine Frau Denise auf das Sofa gesetzt. Er hielt das Telefon nun so, dass Denise mithören konnte.
»Ja, genau der bin ich. Dein Großonkel Heribert und ich freue mich sehr, dass du mich sofort zuordnen kannst. Und selbst, dass wir uns lange nicht gesehen haben, weiß ich so einiges aus deinem Leben. Du hast drei wunderbare Kinder und lebst auf Gut Schoeneich mit deiner Frau Denise. Zu eurer Familie gehört der junge Mann Nick von Wellentin-Schoenecker. Mit seiner Mutter, deiner zauberhaften Frau, leitet er das Kinderheim Sophienlust!«
Alexander nickte, obwohl er wusste, dass das sein Großonkel nicht sehen konnte. Daher sagte er: »Das ist alles richtig. Ich wusste nicht, dass du so gut über mein Leben informiert bist!«
Am anderen Ende des Telefons lachte der Mann hörbar und erklärte: »Mein lieber Alexander, wir sind zwar räumlich weit voneinander entfernt, aber unsere Familie ist trotzdem eng verbunden. Unser Teil trifft sich regelmäßig auf dem Gut Herrenbronn außerhalb von Wien, um dort gemeinsame Stunden zu verbringen. Oft ist das Thema die große und weitverzweigte Familie. Jeder bekommt irgendetwas mit und teilte es mit den anderen. So sind wir immer auf einem guten Stand, wie die aktuelle Situation auch der entfernteren Familienmitglieder ist. Ich werde dich und deine wundervolle Familie zu dem nächsten Treffen auf Gut Herrenbronn einladen. Dann kann ich auch deine wundervolle Frau Denise kennenlernen. Das wäre mir eine große Freude und Ehre!«
Alexander von Schoenecker lachte nun auch: »Also, wenn ich das so zusammenfassen darf, bist du immer noch derselbe Charmeur, wie du es wohl schon immer gewesen bist. Meine liebe Mutter hatte immer von dir und deinem großartigen Charme gesprochen. Sie fühlte sich immer sehr glücklich, wenn sie von einem Fest kam, auf dem auch du anwesend warst. Aber abgesehen davon, finde ich Familientreffen auch immer sehr schön. Unser Teil der Familie von Schoenecker trifft sich auch mindestens ein Mal im Jahr. Aber, ich muss gestehen, dass ich mich bei diesen Treffen mehr über das landwirtschaftliche Geschehen auf den verschiedenen Guts- und Bauernhöfen unterhalte. Vielleicht liegt das daran, dass für mich die Landwirtschaft einen sehr hohen Stellenwert hat. Was nicht heißen soll, dass ich mich nicht für die Familie interessiere! Aber so genau wie du, bin ich nicht informiert!«
»Es ist alles gut so, wie es ist! Es ist wichtig, dass wir uns um unsere Kernfamilie, die in manchen Fällen ja schon mehr als 65 Personen beinhaltet, kümmern und hier Bescheid wissen. Ich interessiere mich eben zusätzlich für den Familienstammbaum und recherchiere zu diesem Thema auch viel!«, erklärte Heribert in einem freundlichen Ton.
Denise fasste den Arm von ihrem Mann und schaute ihn neugierig an. Alexander wusste sofort, was dieser Blick bedeutete. Daher fragte er seinen Großonkel direkt: »Es ist sehr schön, von dir zu hören, und ich hoffe, dir und deiner Familie geht es gut. Aber dein Anruf erreicht mich zu einer Uhrzeit, die ungewöhnlich ist. Daher hast du sicher ein besonderes Anliegen. Um was handelt es sich? Kann ich etwas für dich tun?«
»Da hast du natürlich Recht, lieber Alexander. Es handelt sich um eine etwas delikate Angelegenheit und ich hoffe, dass ihr uns helfen könnt.« Heribert macht eine kurze Pause und fuhr dann fort: »Es geht um eine junge Dame namens Isabella. Sie ist die Tochter eines sehr guten Freundes unserer Familie. Isabella hat gerade ihr Abitur bestanden und nun sollen die nächsten Schritte für ihre Zukunft gemacht werden. Da es in ihrem Zuhause zurzeit wegen den verschiedenen Möglichkeiten nicht einfach ist, den richtigen Weg zu planen, hat man beschlossen, Isabella für die Zeit bis zu ihrem 18. Geburtstag außerhalb unterzubringen.« Heribert machte eine hörbare Pause und sagte dann: »Und da habe ich sofort an Sophienlust gedacht!«
Denise und Alexander hatten aufmerksam zugehört und nickten jetzt gleichzeitig.
»Das war eine sehr gute Idee von dir Heribert! Sophienlust, das Kinderheim der glücklichen Kinder ist genau der richtige Ort für die junge Dame Isabella. Natürlich kann sie zu uns kommen. Wir freuen uns und versprechen, gut auf das Mädchen aufzupassen«, sagte Alexander und schaute zu Denise.
Heribert seufzte hörbar erleichtert und sagte: »Das ist gut zu hören und wir sind euch sehr dankbar!«
Dann fragte Denise: »Wann soll Isabella denn zu uns kommen?«
»Am besten so schnell wie möglich. Würde euch übermorgen passen?«, fragte der Mann am anderen Ende der Leitung.
Denise nickte und sagte: »Die junge Dame ist uns jederzeit herzlich willkommen. Am Mittwoch passt gut, dann kann ich morgen noch ihr Zimmer vorbereiten. Wie lange ist der Aufenthalt in Sophienlust geplant?«
Heribert antwortete auch diesmal sehr zügig: »Bis zu ihrem 18. Geburtstag. Der ist in fast genau zwei Monaten.«
Alexander von Schoenecker stellte fest: »Das ist ja gar nicht so lange. Die junge Dame wird sicher viel Spaß in Sophienlust haben!«
Heribert räusperte sich und erklärte: »Isabella wird von einem Fahrer gebracht werden und es wäre gut, wenn nicht nach außen dringen würde, dass sie bei euch ist. Keine Sorge, es geht alles mit rechten Dingen zu, aber Isabella kommt aus einer sehr angesehenen Familie, über die auch gerne in den einschlägigen Klatschblättern berichtet wird. Damit alle nun die Zeit genießen können, wäre es von Vorteil ihre Anwesenheit bei euch nicht groß publik zu machen!«
Denise schüttelte den Kopf, zuckte mit den Schultern und sagte: »Das ist kein Problem, sie ist nicht die Erste in Sophienlust, die man besonders gut schützen muss!«
Die drei telefonierten noch eine Weile und verabschiedeten sich dann, nicht ohne erneut zu versprechen, sich bald gegenseitig zu besuchen.
Am nächsten Morgen erzählte Denise ihrem Sohn Nick von dem Anruf und der Zusage das Mädchen Isabella aufzunehmen. Nick freute sich auf den Besuch der jungen Dame und half seiner Mutter, das Zimmer vorzubereiten.
»Sie ist erst 17 Jahre alt und hat schon das Abitur gemacht? Aus welchem Land kommt sie?«, fragte Nick seine Mutter.
»Ja, so wie Heribert das gesagt hat, hat sie ihren Abschluss schon fest in der Tasche. Sie ist sicher ein sehr kluges Mädchen. Ich weiß nicht genau, aus welchem Land sie kommt, Heribert war sehr geheimnisvoll. Und ich muss zugeben, dass ich gar nicht danach gefragt habe. Vielleicht dachte ich im ersten Moment, dass sie auch aus Österreich kommt.«
Nick schüttelte den Kopf, zuckte mit den Schultern und sagte: »Es ist ja auch egal, woher sie kommt. Hauptsache ihr gefällt es bei uns und sie fühlt sich wohl.«
*
Am Mittwoch während des Frühstücks informierte Nick die Kinder darüber, dass im Laufe des Tages ein neuer Gast in Sophienlust eintreffen würde. Die Kinder waren wie immer sehr neugierig und wollten mehr über den Gast wissen.
Aber Nick sagte nur: »Alles, was ihr wissen möchtet, fragt ihr Isabella am besten selbst, wenn sie da ist. Ich weiß auch nicht viel über sie und bin genauso gespannt wie ihr. Aber vielleicht will sie nicht viel von sich erzählen. Und das akzeptieren wir dann natürlich auch!« Nick von Wellentin-Schoenecker schaute mit ernstem Blick zu den Kindern und sah, dass diese nickten. Für die Kinder war es klar, die Privatsphäre der anderen zu respektieren. Einige der Kinder in Sophienlust hatten schon schreckliche Dinge in ihrem Leben erlebt und nicht jeder wollte darüber reden. Es war ein ungeschriebenes Gesetz in der Gemeinschaft, keinen Bewohner zu drängen oder neugierige Fragen zu stellen.
Als am Nachmittag die Kinder nach der Schule wieder in Sophienlust eintrafen, fragten sie zuerst nach dem neuen Gast. Aber Isabella war noch nicht gekommen und die Kinder verstreuten sich wieder im Haus.
Etwas später fuhr eine schwarze Limousine durch das schmiedeeiserne Eingangstor und hielt auf dem Parkplatz neben der steinernen Treppe zum Haupthaus. Einige der Kinder spielten auf der Rasenfläche neben dem Haus und hatten das Auto gehört. Sofort liefen sie zu dem schwarzen Wagen und blieben ehrfürchtig einige Meter davor stehen.
Die kleine Heidi rief: »Der hat ja schwarze Fenster, da kann man ja gar nichts durch sehen!«
Neugierig war sie ans Auto getreten und schaute in das hintere Fenster hinein. Ganz nah war sie mit ihrem Gesicht an der Scheibe, als diese langsam herunterfuhr. Erschrocken wich das kleine Mädchen erst zurück und schaute dann aber gebannt in das Wageninnere hinein.
Auf der breiten Sitzbank saß ein junges Mädchen und schaute genauso gespannt nach draußen. Erschrocken wich auch sie zurück, als auf einmal das Gesicht des kleinen Mädchens Heidi so nah bei ihr war.
Inzwischen war der kleine Junge Kim an den Wagen herangetreten. Als er seine Freundin Heidi und das Mädchen im Auto so erschrocken sah, musste er laut lachen. »Das ist ja lustig! Ihr macht ganz große Augen!«
Jetzt waren mehrere Kinder zu der schwarzen Limousine gekommen und schauten neugierig. Fabian Schöller begann sofort mit Martin Felder über die Automarke zu spekulieren. »Auf den ersten Blick ist gar nicht zu erkennen, welche Marke das ist! Ich habe so ein Wagen noch nie gesehen!«, sagte er und schaute zu seinem Freund.
Martin schüttelte den Kopf und antwortete: »Nein, ich auch nicht. Das muss eine ausländische Marke sein. Und schau mal, das Kennzeichen ist auch ganz ungewohnt. Gelb auf Schwarz. Woher das wohl stammt?«
Die vordere Tür auf der Fahrerseite öffnete sich und heraus stieg ein Mann, der freundlich lächelte. Er trug eine schicke schwarze Uniform und nahm sich nun seine Chauffeur-Mütze vom Kopf und verbeugte sich vorschriftsmäßig vor den Kindern.
»Guten Tag, werte Anwesende. Mein Name ist Hans Meier. Ich bringe die junge Dame Isabella zu Ihnen nach Sophienlust.«
Dann setzte er sich seine Mütze wieder auf den Kopf und öffnete die hintere Seitentüre und streckte seine Hand der jungen Damen auf dem Rücksitz entgegen.
Die Kinder von Sophienlust schauten gebannt der Szenerie zu. Eine so große Limousine mit getönten Fenstern und einem Fahrer in Uniform hatten sie noch nicht in echt gesehen, nur in Filmen.
Angelina Dommin, die alle wegen ihrer Sommersprossen nur Pünktchen nannten, stand mit Angelika und Vicky Langenbach am oberen Ende der steinernen Freitreppe. Gemeinsam beobachteten auch sie, was auf dem Parkplatz vor sich ging. Dann sahen sie, wie die junge Dame auf dem Rücksitz ihre Hand auf die des Fahrers legte und mit seiner Hilfe aus dem Wagen stieg. Das Mädchen war groß und schlank. Ihre langen braunen Haare waren offen und fielen sanft glänzend auf ihren Rücken. Sie trug einen modischen dunkelblauen Hosenanzug und schicke flache Schuhe in der passenden Farbe. Mit einem vornehmen, aber zurückhaltenden Gesichtsausdruck schaute sie sich vorsichtig um. Alles an dem Mädchen wirkte apart und elegant.
»Das sieht ja total aus wie im Film. Eine komplett eingeübte Szene!«, erklärte Vicky und schaute sich suchend um. »Vielleicht wird hier gerade ein Film gedreht und wir haben es nicht mitbekommen!«
»Ach Quatsch, das ist sicher eine Prinzessin oder so. Nur Adelige haben solche Autos und dazu noch Fahrer in Uniform!«, stellte Angelika fest und schaute gebannt weiter auf das Auto, den Chauffeur und das Mädchen.
Pünktchen war inzwischen die Stufen heruntergelaufen und stand jetzt neben der geöffneten Tür und sagte: »Herzlich willkommen in Sophienlust, liebe Isabella!«
Inzwischen hatte sich auch Nick und seine Mutter Denise den Weg zu dem Auto gebahnt und begrüßten den Fahrer und das Mädchen höflich.
Unvermittelt drehte Nick sich zu den Kindern und sagte: »Jetzt mach mal ein bisschen Platz, damit unser Gast Isabella sich noch bewegen kann!« Nick wirkte sichtbar nervös und fuchtelte mit den Armen. Er hatte nicht damit gerechnet, dass das Mädchen mit Chauffeur anreisen würde.
Denise wirkte gelassener, sie hatte schon mehrfach diese Art Wagen mit Fahrer gesehen. Ganz früher, als sie noch jung und am Anfang ihrer Karriere als Balletttänzerin stand, hatte sie einen Verehrer, der sie in so einem Wagen mehrfach abgeholt und ausgeführt hatte. Schnell schüttelte sie den Kopf und konzentrierte sich wieder auf das, was gerade vor ihr passierte.
