Die Windbringerchronik - Gunnar Matz - E-Book

Die Windbringerchronik E-Book

Gunnar Matz

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Beschreibung

Die Windbringerchroniken sind die Abenteuer des Zwerges Artax Windbringer und seiner Gefährten. Es sind Auszüge aus seinem Tagebuch. Teil 1 Wüstensonne erzählt die Ereignisse, die sich unter der heißen Wüstensonne Aventuriens zugetragen haben.

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Seitenzahl: 117

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Inhaltsverzeichnis

Teil 1 „ Wüstensonne“

Kapitel 1: Die Anreise

Kapitel 2: Verhandlungen

Kapitel 3: Ausgrabung

Kapitel 4: Das Gewölbe

Kapitel 5: Die Abreise

Kapitel 6: Ärger in Khunchom

Teil 1 „ Wüstensonne“

Kapitel 1

Die Anreise

Wir schreiben das Jahr 1033 BF.

Nach unserem Abenteuer in der Warunkei mussten wir uns erst einmal sammeln, was wohl jeder auf seine Art gemacht hatte. Ich habe die Zeit genutzt um mich bei einem Zirkel im Bornland wieder zu regenerieren und meine Fertigkeiten zu erweitern.

Was die anderen getan haben, wer weiß das schon, bei Alen habe ich jedenfalls festgestellt, dass er wohl emsig gelernt hatte. Bei unserem kürzlichen treffen kam er mir deutlich klüger vor. Lucan hatte unsere Gruppe vorerst verlassen. Was jetzt etwas seltsam ist, irgendwie ist unsere Gruppenkasse weg.

Hat Lucan sie? Es kann natürlich auch sein dass er das Geld für uns sicher angelegt hat. Ich finde das ist keine so schlechte Idee.

Ich erinnere mich noch an unsere Abenteuer im Norden, da waren das Geld und unsere Sachen ja weg, weil wir nur fliehen und nicht mehr zurückkehren konnten. Jetzt da wir wieder zusammen sind, wird es wohl wieder spannend werden.

Wir treffen uns jedenfalls in Festum, da kommen Erinnerungen hoch, heute zum Mittagessen.

Ich komme gerade aus dem Wald ins Gasthaus und sehe da auch schon meine Gefährten, ich kann schon sagen meine Freunde, mit so einem blassen schmächtigen Kerl in schwarzer Robe sitzen und sich unterhalten.

Wer ist das schon wieder, na dann finden wir das doch mal raus. Er heißt Jassafer ibn Dajin und er möchte uns gern begleiten. Wir sehen mal ob er nützlich ist. Aber warum müssen Menschen sich immer so seltsame Namen ausdenken? Das kann doch niemand aussprechen. Ach ja ich schweife ab.

Wir sitzen da so und unterhalten uns über unsere Abenteuer da kommt doch ein Bote und gibt Lena einem Brief, muss wichtig sein, sie liest ihn und sagt erst mal gar nichts und der Bote war auch irgendwer Wichtiges, aber seinen Namen hab ich schon wieder vergessen.

Nach einem Schluck erzählt uns Lena doch was in dem Brief stand. Er wäre von Hilbert von Puspereiken, irgend so ein Magier aus ihrem Heimatort der von uns erfahren hat und uns um Hilfe bittet. Warum nicht? Also los nach Khunchum, ähhh wartet wo ist das nochmal?

Wüste und Süden. Ok ich fahre aber nicht übers Meer!!!! Ha durchgesetzt, wir fahren auf dem Fluss, naja ein akzeptabler Kompromiss.

Khunchum ( 2 Monate später) Boah ist das warm hier und so viele Leute, aber ich habe andere Angroschim gehört.. wenigsten mal etwas das mich positiv überrascht hat.

Wir sollen zur Dracheneiakademie, ich mag ja keine Städte aber wir finden trotzdem hin. Die Akademie ist echt sehenswert!!! Spreche mal die Wachen (grimmige Kerle sind das und sie sind wohl Kor zugetan, jeder nach seiner Fasson) da am Tor an und trage vor was uns herführt. Wir werden nach der Überprüfung des Briefes herein gelassen, oh wie schön Schatten.

Wir sollen was machen? Unsere Schuhe ausziehen und Füße waschen, ok wenn sie es unbedingt wollen…. Ich durfte sogar ein Bad nehmen und sie haben mir kaltes Wasser gegeben, schön kühl so was bei der Hitze hier.

Hilbert empfängt uns und wir kommen schnell ins plaudern. Und irgendwann rückt er raus mit der Sprachen, uns erzählt uns dass wir eine Expedition in die Wüste vorbereiten sollen, sprich dort alles klar mach und dann Bescheid sagen damit sie nachkommen und die eigentliche Ausgrabung durchführen können. Wir bekommen dann sogar eine Gewinnbeteiligung, neben Ruhm und Ehre. Mal was neues. Wir sollen in die Wüste Khom reisen und dort bei einer Oase namens Birscha alles vorbereiten. Es sollen dort nach seinem Nachforschung jedenfalls Drachenartefakte liegen, er sprach von Vermächtnis von Pydarcor. Offiziell suchen wir aber nach alttulamidischen Überresten. Er meinte noch das es gefährlich wird, da es noch andere „Interessenten“ gäbe und allein die ganzen Fehden. Die Wüste und schon der Weg allein wären von Spionen gespickt. Deswegen schickt er uns als Teilhaber zur Vorbereitung dort hin. Je kleiner die eigentlich Expedition wird, desto besser lässt sie sich verbergen, klingt für mich logisch. Zum Verhandeln mit den dortigen Stämmen bekommen wir eine angemessene Reisekasse, die zum großen Teil aus Edelsteinen besteht. Die Leute hier lieben diese wohl sehr… Wir bekommen auch noch eine Liste mit Dingen die wir vor Ort organisieren sollen, das wird echt hart werden alles zu besorgen, aber wir sind ja schließlich Teilhaber….

Am Abend drauf gibt es eine Einladung zum Abendessen in der Akademie. Lauter wichtige Magier sind dabei, einige sind wohl nicht ganz so einverstanden damit das wir und Hilbert diese Expedition machen. Die Namen der Magier habe ich schnell vergessen, naja bis auf einen, Rakorium Muntagoris, der Erzmagier, ein griesgrämiger alter Mensch der wohl alles besser weiß was die Magie angeht. Aber ich bin ja einen friedliebende Person und bleibe gelassen bei seinen ewigen Wiederworten, Jassafer kocht allerdings innerlich. Ich fühle mit ihm. Und ich werde mich nie wieder auf eine Diskussion mit diesem Magier einlassen.

Wir stimmen zu und checken erst einmal im Hotel „erhabener Mahandi“ ( seltsamer Name) ein. Es ist wirklich sehr luxuriös und die Räume sind angenehm gekühlt. Aber wozu braucht man bei der Hitze Federbetten? Ist doch schon warm genug. Nach 2 angenehmen Tagen schiffen wir uns auf einem Flusssegler ein, wieder Schiff fahren, aber besser als bei der Hitze laufen. Unser Notmarker Pferd und den Karren verkaufen Lena und ich noch schnell, die Kleine kann schon gut verhandeln. Jedenfalls fallen die Kerle auch hier auf ihr Lächeln herein, gut für uns.

Die Flussfahrt ist sehr ruhig, liegt wohl daran, dass wir immer gegen den Strom fahren, aber selbst die heikelste Stelle in Raschthul passieren wir mit etwas Glück unbemerkt. Wir sind noch nicht aufgefallen, gut.

Nach endlosen 7 Tagen auf dem Fluss Mhanadi, erreichen wir Mherwed, hier ist nur Sand und es ist unsagbar heiß. Und was brabbeln die Leute hier? Es gibt auch nur noch Novadis . Ich verstehe nichts, aber Jassafaf kann sich hier artikulieren, gut das wir ihn mitgenommen haben, ist doch zu was Nütze das Kerlchen. Was mich fasziniert ist dass Lena auch etwas von dem versteht was hier gesprochen wird. Naja so kommen wir schnell an unser Ziel, ich sollte wohl Etappenziel sagen, die Zauberschule des Kalifen zu Mherwed. Ein besserer Anblick als die anderen Gebäude hier und boah ist das heiß hier. Ich schweife ab.

Wir fragen nach Merech ben Tuleiman und werden erstmals getrennt nach Weiblein und Männlein eingelassen. Zum Glück ist es hier angenehm kühl und es gibt die Möglichkeit sich zu waschen und zu trinken. Welch Wohltat für einen Angroschim aus dem Norden. Aber das die hier Sklaven halten finde ich nicht so toll, aber ich halte lieber meine Klappe.

Am Abend werden wir eingelassen und zum Glück spricht Merech Garethi. Wir unterhalten uns angeregt und er meint das wir am nächsten Tag nach Birscha aufbrechen werden und er schon alles Nötige in die Wege geleitet hat. Als Ortskundige begleiten uns sein Schwager und sein Neffe, dieser kann nur tulamidisch aber der Schwager spricht Garethi, zum Glück.

Es geht 7 Tage durch die Wüste, auf Kamelen, ähhh Kamele? Ich bin entsetzt als ich diese großen sabbernden Tiere sehe und frag mich wie ich da hoch und dann da oben bleiben soll, Jassafer geht es ähnlich. Sie bauen für mich eine Lastenplattform drauf und ich klammer mich daran dann fest. Das wird bestimmt nicht spaßig.

Wir bekommen noch 2 hilfreiche Artefakte mit, das Eine ist eine golden Taube, das ist wohl ein Luftdschinn drin, den wir losschicken sollen wenn alles fertig ist und einen Fingerring, da wäre ein Erzdschinn drin der uns im Notfall nützlich sein könnte. Ich packe die mal ein und gebe sie dann später Alen…wir sollen auf jeden Fall die südliche Route nehmen, die wäre wohl die Sicherste, ähhh nicht die Sichere, nein nur die Sicherste. Es gäbe neben den Wüsten typischen Gefahren - was sind Wüsten typische Gefahren? Ach so Verdursten, Schlangen, Skorpione, Sand und Räuber, wenn sonst nix weiter kommt.

Sand hier ist überall Sand und wir reiten schon im Gebirge und nicht mal in der Wüste direkt.

Sand im Mund, Sand in der Nase, Sand in den Augen und was ich am schlimmsten finde Sand in der Hose, das scheuert. Ach ja die Hosen sind hier luftig und dieses lange Tuch was man sich um den Kopf wickelt ist angenehmer als meine sonstige Ausrüstung, die liegt jetzt im Rucksack.

Torben hatte zu Beginn wohl etwas nicht ganz richtig gemacht mit seinem Turban, so nennen die hier das langen Tuch. Aber nach ein paar Meilen und mehr Sand im Mund haben unsere Führer ihm das nochmal gezeigt. Der Rest von uns hat es wohl instinktiv richtig gemacht… aber der Sand in der Hose ist zum Mäuse melken und wenn ich Lenas Gesicht so sehe geht's ihr ähnlich. Ich gebe ihr mal eine Salbe gegen die Schmerzen und behalte auch mir vor eine zu nehmen. Aber noch geht es…

Wir schlagen endlich ein Lager auf, unsere Führer meinen nachts wird es kalt werden.

Dann mach ich doch mal Feuer und Lena kocht uns doch tatsächlich was leckeres drauf. Es gab wohl etwas Tumult bei den Kamelen, aber der legte sich schnell. Nach dem Essen teilten wir noch Wachen ein. Alen sollte mich wecken, hmmm hat er nicht, ich bin trotzdem aufgewacht und sehe ihn da neben der Glut liegen, brrrr ist doch ganz schön kalt im Vergleich zum Tag. Naja Feuer geht schnell wieder an und da meint der doch er hätte mich geweckt, tztz im Traum vielleicht.

Der

Morgen graut und mir graut vor dem Morgen. Ich muss meinen wunden Hintern wieder aufs Kamel bringen, wie unangenehm. Wir reiten so vor uns hin als Helios zu mir hinunterstößt und mir das verschreckende Bild von vielen Kamelreitern zeigt welche auf uns zu preschen, na toll.

Wir sind auch schon entdeckt und da kommen sie angestürmt, die greifen uns wohl -grad an, heldenmütig spring ich vom Kamel, naja nicht ganz so heldenmütig, aber schon energisch. Sie stürmen links und rechts an uns vorbei und stecken dann ihre Waffen weg und begrüßen uns freundlich. Anscheinend haben wir gerade eine „Fantasie“ durchgemacht und bestanden, mal gut das ich keinen Sandsturm entfesselt habe. Sie laden uns ein und wir trinken Dattelschnaps, ich leider zu viel, denn ich kippe nach der zweiten Runde um. Torben aber zum Glück vor mir, sonst wäre das Gerede wieder groß.

Anscheinend denken die Novadis, Lena wäre die Frau von jemandem von uns, wir lassen sie mal in dem Glauben, dann hat die Kleine es hier leichter. Sind schon komische Leute.

Ich vermisse meine Wälder.

Wir schreiben den 16.Efferd und es ist unser dritter Tag in der Wüste.

Na toll jetzt gibt es nicht mal mehr die Hügel. Ich frag mich noch wie das werden wird, als mich plötzlich die riesige Leere der Landschaft übermannt und ich mich unter mein Kamel verkriechen muss. Als ich mich umsehe sehe ich das es Jassafaf genauso geht. Die anderen versuchen uns zu überreden dass wir doch mitkommen sollten, nach einer kleinen Weile sind ihre Versuche mit Erfolg gekrönt, Lena hat wohl einen guten Draht zu Jassafaf, Alen schafft es mit anderen Argumenten bei mir und wir können los.

Es ist so heiß hier, gefühlt wie an einer Schmiede. Zum Glück haben wir die passenden Sachen bekommen, sonst wäre es unerträglich. Wobei wenn ich mir Torben und Lena so ansehe kann ich deutlich sehen das sich nicht ganz so mit der Hitze anfreunden können, tja Nordländer halt.

Als es Abend wird schlagen wir ein Lager auf, ich mache Feuer und Jassafaf möchte es auch probieren und naja irgendwie schafft er es sich in die Hand zu schneiden, er kennt sich wirklich nicht mit der Wildnis aus, zumindest versucht er es.

Die Nacht bricht herein und Alen übernimmt die erste Wache. Später erzählt er uns noch das er was aufblitzen gesehen hat. Ich schlafe jedenfalls gerade als es taghell wird und wir alen und Torben rufen hören. Ich schwinge mir noch schnell meinen Gambeson über und stürme dann aus dem Zelt heraus. Dabei höre ich noch ein Gespräch zwischen Daijin und Jassafaf, irgendwas von Amulett anfassen und entsetzen darüber das Jassafaf das wohl nicht machen würde, ich glaub da gibt es ein Missverständnis. Naja, unwichtig, erstmal raus und unser Lager verteidigen. Es gibt einen heftigen Kampf mit Bogenschützen und Nahkämpfern und alles mit diesem Licht, also diesen Lichtkugeln die uns blenden. Noch so schnell wie es geht das Licht hinter den Rücken bringen, damit man auch sieht was man angreift. So, kurzen Überblick und schnell den ersten Zorn auf einen Gegner geworfen, der gerade mit Daijin kämpft, erfolgreich. Gleich noch einen hinterher, naja Daijin wird umgeworfen, warum stehen die auch so dicht beisammen. Weiter gezaubert auf einen der mich angreift, mit Erfolg.

Dann in den Nahkampf, ich treffe, er auch boah das war heftig. Jassafaf greift mit an , allerdings nicht so erfolgreich, ich treffe nicht so erfolgreich, er haut zu, mir wird schwarz vor den Augen und ich breche zusammen und alles wird schwarz um mich herum.

Als ich wieder aufwache sehe ich dass Jassafaf mich wieder geholt hat, ich sag ihm er solle meine Tasche mit den Tränken holen und nehme dann einen guten Schluck von dem hochwertigen Einbeerensaft, Scheiße schmeckt das Zeug toll. Ich möchte noch mehr..... der Rest sieht auch ganz schön mitgenommen aus, aber es werden alle versorgt.

Beim durchsuchen der Angreifer finden wir einen Steckbrief von dem Anführer der Räuber, ahhh die sind also schon bekannt, das meint auch unser Führer.

Der Räuber heißt Zhanduken und es ist ein Kopfgeld von 40 Marwedi. Das bessert doch unsere Kasse auf, also alles mitgenommen, was die Räuber besaßen, brauchen die ja eh nicht mehr und weiter umgesehen.

Da stehen doch glatt noch 5 Kamele plus Ausrüstung.

Prima, können wir gleich für unsere Expedition nutzen. Die Räuber haben noch spezielle