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Das Diercke Wörterbuch der Geographie ist seit über 30 Jahren das Standardwerk für SchülerInnen, StudentInnen, LehrerInnen, und DozentInnen. Die Neuausgabe enthält alle Fachbegriffe der modernen Geographie: darunter auch gesammelte Begriffe und Konzepte aus Nachbardisziplinen wie Bodenkunde, Geoinformatik und Vermessungswesen.
Ein Team aus erfahrenen HerausgeberInnen und AutorInnen hat die Inhalte von A bis Z aktualisiert und veraltete Begriffe aus dem Wörterbuch entfernt. Die Erläuterungstexte sind sprachlich modernisiert worden, sodass auch SchülerInnen, Laien und StudienanfängerInnen problemlos mit dem Werk arbeiten können. Für nahezu alle Begriffe liegt außerdem die englische Übersetzung vor.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 3162
Veröffentlichungsjahr: 2017
Breite und Tiefe des Wissens wachsen unaufhaltsam, ebenso unaufhaltsam schreitet die Spezialisierung der Fachwissenschaften voran. Von diesen Entwicklungen sind Wissenschaft, Praxis, Schule und Öffentlichkeit betroffen. Demzufolge nimmt der Bedarf an fachlich kompetenter Orientierung zu – besonders auch dann, wenn der Blick über den eigenen „Tellerrand des Wissens“ hinaus gerichtet ist. Hier hilft das DIERCKE-Wörterbuch Geographie.
Die Geographie hält sich zugute, den Zusammenhang Mensch-Gesellschaft-Natur-Technik-Umwelt-Raum integrativ, also gesamthaft, anzugehen. Diese integrative Sichtweise kann wegen der heutigen Wissensvielfalt keine Fachwissenschaft mehr realisieren. Auch methodisch ergeben sich für diesen Ansatz zahlreiche Fragen. Natürlich kann ein Wörterbuch nicht zu allen Fragen alle Wörter liefern, doch es erleichtert den Zugang, indem es ein breites Angebot an Fachbegriffen aus allen Disziplinen der Geographie und ihr nahestehender Fachgebiete bereitstellt. Sie ermöglichen eine fachübergreifende Verständigung. Zahlreiche Querverweise leisten dabei praktische Hilfe.
Internationale fächerübergreifende Projekte und Programme beziehen zunehmend den Menschen mit ein – auch solche mit naturwissenschaftlicher Zielsetzung, wie zum Beispiel die Earth System Sciences. Die Geographie, seit jeher auf den Zusammenhang Gesellschaft-Umwelt abzielend, fühlt sich von solchen Entwicklungen verstanden. Diese Problematik genießt seit dem „Erdgipfel“ – der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) im Juni 1992 in Rio de Janeiro sowie auf zahlreichen Folgekonferenzen – in der politischen und wissenschaftlichen Öffentlichkeit immer größeres Interesse.
Dass durch die Spezialisierung in den Wissenschaften – auch aus Gründen durchaus verständlicher fachlicher Profilierung – dem nicht oder in noch nicht genügendem Maße nachgelebt wird, ist eine ebenso unumstößliche wie bedauerliche Tatsache. Umso mehr sollten sich jene Fächer und Fachbereiche aufgerufen fühlen, inter- und transdisziplinär zu forschen und zu handeln, in denen dieser Gedanke traditionell zu Hause ist. Dazu gehört auch die Geographie. Daraus resultieren sowohl große innerfachliche Breite, als auch enge Vernetzungen mit vielen sozial- und naturwissenschaftlichen Nachbardisziplinen. Das DIERCKE-Wörterbuch Geographie möchte all dem durch Begriffsvielfalt Rechnung tragen. Dem wurde durch zahlreiche neue Begriffe entsprochen, die nicht zuletzt dem erweiterten Herausgeberkreis zu verdanken sind. Damit wird gegenüber den früheren Auflagen einmal mehr deutlich, dass das DIERCKE-Wörterbuch Geographie lebt und auf Dauer gerichtet ist. Das bedeutet aber auch Auswahl und Schwerpunktsetzungen, da der Inhaltsumfang des Werkes nicht vergrößert werden sollte.
Was bringt nun die Neubearbeitung? Sie schließt an das Vorgehen in der 15. Auflage (2015) an, indem der geographisch-raumwissenschaftliche und der klassisch-geowissenschaftliche Sektor des Werkes aktualisiert und weiter ausgebaut wurde. Gleichzeitig wurde der humangeographische Teil einer grundlegenden Aktualisierung unterzogen, indem die sozial- und kulturwissenschaftlichen Aspekte sowie die theoretisch-konzeptionellen Perspektiven der Geographie mit einbezogen wurden. Notwendig war dies auch, weil etwa ab 1980 das integrative Umweltdenken und seit neuer Zeit die Erdsystemwissenschaften und die damit verbundenen interdisziplinären Ansätze zu teils neuen, teils fächerübergreifenden Begriffen führten, die einen starken Gesellschaftsbezug aufweisen.
Seit der 13. Auflage werden für fast alle Begriffe englische Übersetzungen bereitgestellt. Auch in dieser Auflage hat sich bestätigt, dass die Frage der Übersetzung keine einfache ist, da selbst Fachübersetzerinnen und -übersetzer nicht zu allen Begriffen die gleiche Meinung haben. Ein kleiner Teil der im deutschen Sprachraum üblichen und in der Fachliteratur verankerten Begriffe war nur schwer zu übersetzen. Die HerausgeberInnen und AutorInnen sind daher für Hinweise zu den angebotenen englischen Begriffen dankbar. Ein Fachwörterbuch wie das hier vorliegende ist und bleibt eine „Dauerbaustelle“, auf der auch die Nutzerinnen und Nutzer helfend und anregend tätig sein dürfen. Rückmeldungen nehmen die Herausgeberinnen und Herausgeber gerne und dankbar entgegen.
Das Team der HerasugeberInnen und AutorInnen hat sich gegenüber der 15. Auflage gewandelt, um neue Ideen in das Werk einzubringen und um das Wörterbuch weiterzuentwickeln. Der Begründer des DIERCKE Wörterbuches Geographie und Herausgeber von 1984 bis 2015, Hartmut Leser, konnte Gabriele Broll und Heike Egner als Mitherausgeberinnen sowie Eberhard Rothfuß und Mark Vetter als Mitherausgeber gewinnen. Zugleich trat er aus dem Kreis der Autoren zurück und wird nach der 16. Auflage auch nicht mehr als Mitherausgeber aktiv sein.
Das Team der HerausgeberInnen und AutorInnen dankt dem Westermann Schulbuchverlag, in erster Linie Geschäftsführer Herrn Thomas Michael, sehr für eine verständnisvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Im Verlag waren es vor allem Frau Irene Reitmeier und Frau Annette Möhle, die sich engagiert, geduldig und einfallsreich um das DWG bemühten und durch Herrn Scholz bei der technischen Umsetzung intensiv unterstützt wurden. Die trotz zahlreicher technischer Herausforderungen immer zügige und freundliche Zusammenarbeit mit ihnen haben die Herausgeberinnen und Herausgeber sehr geschätzt und waren für die Fertigstellung des Buches unerlässlich.
Osnabrück/Klagenfurt/Basel/Bayreuth/Karlsruhe, im Sommer 2017 Gabriele Broll Heike Egner Hartmut Leser Eberhard Rothfuß Mark Vetter
