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Die Pflegewirtschaft entwickelt sich mit rasanter Geschwindigkeit. Die Herausforderungen sind immens: Der Fachkräftemangel, der digitale Wandel, neue politische Vorgaben. Wie sehen hier künftig innovative Geschäftsmodelle aus? Welche Strategien sind gefragt, um sich auch morgen erfolgreich am Markt zu behaupten? Antworten auf diese Fragen diskutieren und präsentieren die führenden Akteure der Szene beim jährlichen Strategiekongress "Altenheim EXPO". Dieser Tagungsband 2018 fasst die wichtigsten Ergebnisse für Sie zusammen. Erfahren Sie, was die Pflege heute bewegt und wohin es in Zukunft geht. Vom Aufbau sektorenübergreifender Versorgungsketten, den Auswirkungen der Pflegestärkungsgesetze bis zu Wegen aus der Fachkräftekrise. Sie erhalten einen profunden Überblick, lernen die Trends, die den Markt künftig bestimmen, kennen. Profitieren Sie vom Know-how renommierter Experten, um eigene Strategien zu entwickeln, Angebote anzupassen.
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Seitenzahl: 64
Veröffentlichungsjahr: 2018
Digital, vernetzt, innovativ
Der Tagungsband zur Altenheim EXPO 2018
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Foto Titelseite: plainpicture
Digital, vernetzt, innovativ
Der Tagungsband zur Altenheim EXPO 2018
Inhalt
Vorwort
Einführung
Bernhard Schneider:
Investitionsbarometer ALTENPFLEGE 2018 – Das Stimmungsbild unserer Branche
Kai Tybussek:
PSG II und III – Der Praxischeck mit Ausblick
Märkte, Konzepte, Digitalisierung
Dr. Lutz H. Michel FRICS und Udo Reichling:
Erfolgreich im Verbund – Wie der Aufbau von sektorenübergreifenden Angeboten strategisch gelingt
Axel Hölzer und Peter Wawrik:
Neue Versorgungsketten
Prof. Dr. Harald Schmitz:
Erfolgsfaktor Kapital im Konsolidierungs- und Konzentrationsprozess
Michael Uhlig:
Unternehmerisches Wagnis – Warum? Wie hoch? Wie abgebildet?
Prof. Helmut Kreidenweis:
Strategie 4.0 – Digitale Prozesse – innovative Technologien
Thomas Kolodziej:
Integrierte Versorgung intensivpflegebedürftiger Patienten
Martin Schäfer:
WohnenPLUS mit ALADIEN – Selbstbestimmung und Teilhabe im Alter
Ugur Cetinkaya:
Kein Wachstum ohne Personal
Bilder der Veranstaltung
Die neuen Pflegeimmobilien
Andreas Jantsch:
Strategien in Zeiten „überhitzter“ Immobilienmärkte
Stefan Drees:
Stationär im Quartier – Konzepte für eine gelingende Integration
Jan-Hendrik Jessen:
Gesundheits- und Sozialimmobilien
Norbert Erlach:
Aus Funktionalität wird Wohlfühlqualität – Mit innovativer Raumgestaltung
Oliver Warneboldt und Dr. Christoph Lüders, LL.M.:
M & A im Pflegemarkt – Strategische Gründe für Übernahmen/Kooperationen
Trends für Investoren
Hermann Josef Thiel:
Pflegeimmobilien – Diversifikation vor Expansion
Rolf Specht:
Quartiersentwicklung aus Sicht der Specht Gruppe
Anna Schingen:
Das neue Alter ist alterslos – Eine Gesellschaft im Wandel
Stefaan Gielens:
Growth and diversification strategy of a European player
Specials
Michael Uhlig:
Unternehmerisches Wagnis und Pflegesatzverhandlungsgeschehen
Dr. Michael Held, Faye Bürk und Toni Trautwein:
Servicewohnen – Das Klassifizierungssystem zur Beurteilung von Angeboten
Anja Möwisch:
Anja Möwisch: Quartierskonzepte mit digitaler Vernetzung
Prof. Ronald Richter:
Brennpunkt Nachtdienst I
Michael Wipp:
Brennpunkt Nachtdienst II
Jan Grabow:
Wirtschaftliche Spielräume nutzen
VORWORT
Was die Pflege bewegt
Steve Schrader, Chefredakteur Altenheim und CAREkonkret Matthias Ehbrecht, Chefredakteur CARE Invest
10 Jahre Altenheim EXPO – der Strategiekongress für Betreiber, Planer und Investoren feierte in diesem Jahr runden Geburtstag. Und mehr als 450 Teilnehmer und Aussteller feierten am 19. und 20. Juni im Hotel Estrel in Berlin mit. Eine Zahl, die zeigt: Die Altenheim EXPO hat sich in den vergangenen Jahren zu der zentralen Networking-Plattform der Altenpflege in Deutschland entwickelt. Wohin es in Zukunft geht, welche Trends den Markt bestimmen – all das erfahren und diskutieren renommierte Experten und Branchengrößen in Berlin.
Diskussionsstoff gab es in diesem Jahr genug. Der Fachkräftemangel, die digitale Revolution, neue politische Vorgaben: Die Herausforderungen für die stationäre Pflege sind immens. Und der Markt ist im Wandel. Die Konsolidierung schreitet weiter voran. Neue Konzepte und Player verändern die Pflegelandschaft.
Wie sehen hier innovative Geschäftsmodelle aus? Und welche Strategien sind gefragt, um auch morgen erfolgreich am Markt zu agieren? Antworten auf diese Fragen gaben die Referenten in mehr als 40 Vorträgen, Sessions und Diskussionsforen. Der Aufbau sektorenübergreifender Versorgungsketten stand dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Auswirkungen der Pflegestärkungsgesetze II und III oder Wege aus der Fachkräftekrise. Darüber hinaus wurden in verschiedenen Foren die rechtlichen und politischen Herausforderungen für Investoren und Betreiber im Markt der Pflegeimmobilien analysiert. Ein Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltung war die Keynote des TV-Philosophen Richard David Precht, der über Chancen und Risiken der digitalisierten Pflege sprach.
In diesem Tagungsband haben wir die Ergebnisse der Altenheim EXPO für Sie zusammengefasst. Sie erhalten einen umfassenden Überblick über das, was die Pflege heute bewegt sowie Anregungen und Tipps für eine erfolgreiche Zukunft!
EINFÜHRUNG
Investitionsbarometer ALTENPFLEGE 2018
Das Stimmungsbild unserer Branche in Deutschland
Bernhard Schneider
Bernhard Schneider,Hauptgeschäftsführer Evangelische Heimstiftung GmbH, Stuttgart
PSG II und III – Der Praxischeck mit Ausblick
Kai Tybussek
Kai TybussekRechtsanwalt, geschäftsführender Partner CURACON, Rechtsanwaltsgesellschaft mbH Ratingen
MÄRKTE, KONZEPTE, DIGITALISIERUNG
Erfolgreich im Verbund
Wie der Aufbau von sektorenübergreifenden Angeboten strategisch gelingt
Dr. Lutz H. Michel FRICS und Udo Reichling
Der Aufbau von sektorenübergreifenden Angeboten und der Erfolg derartiger Verbundangebote ist kein Zufall. Es handelt sich auch nicht darum, ob es gelingt, sich durch den Dschungel des Ordnungs- und Leistungsrechts so „durchzuschlagen“, dass man sich nicht im Unterholz verhakt und mit seinen hoch fliegenden Vorhaben scheitert. Und es ist auch nicht die Frage, ob es gelingt, das Verbundangebot – gleich welcher Ausprägung auch immer – baulich „richtig“ konzeptioniert am „richtigen“ Standort zu wettbewerbsfähigen Kosten zu errichten und zu positionieren. Das alles ist wichtig. Erfolgsfaktor Nummer 1 ist aber die Beantwortung der Strategiefrage: Ist das Projekt strategisch geplant, ist es Teil einer Unternehmensstrategie, die „hybride“ Wohn-Versorgungsformen im Markt platzieren will?
Dr. Lutz H. Michel FRICSDIS Institut für ServiceImmobilien GmbH, Hürtgenwald
Udo Reichling
Die Strategiefrage ist so wichtig, da das wirtschaftliche Umfeld dazu zwingt:
Die Bedrohungen entstehen durch die Fährnisse des Marktes und das Handeln der Wettbewerber. Es geht um die nachhaltige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, nicht um die Realisierung von Leuchttürmen!
Ziel muss sein, sich durch Verbundangebote einen nachhaltigen strategischen Vorteil zu verschaffen.
Das ist kein Spaziergang, weil die Märkte immer mehr zu Minenfeldern werden. Wir glauben zwar nicht an die „totale Disruption“, aber schon die klassischen Marktdeterminanten sind tückisch genug. Die „Digitalisierung“ ist dabei weder Allheilmittel, noch Schimäre. Sie kann abnehmen, weniger ersetzen. Und „Henry“, der Wiener Pflegeroboter, und seine KollegInnen werden das Rentenalter erreichen, ehe „humanoide Roboter“ Pflegekräfte wirklich ersetzen und so die eklatante Personalnot lindern können: Ob wir das allerdings wollen und ob uns das gut tut, sei hier dahingestellt.
Daran ändert nichts, dass der Markt insgesamt wächst, weil wir alle älter werden und länger leben.
Viel problematischer ist die „Strategie-Schere“ – hier bezogen auf die Kostenauswirkungen, die allein relevant sind, weil die Preise reguliert sind. Dabei sind es nicht nur Kosten, es sind auch die kostenverursachenden Faktoren, die Handlungsspielräume zunehmend einengen, weil sich der Regelkreis der Erfolgsfaktoren permanent ändert.
Man kann diese Effekte auch als „Quadratur des Kreises“ bezeichnen.
Was ist der Schluss aus alledem: Auch wenn die Nachfrage stark ist, die Betriebswirtschaft von Verbundangeboten ist das A und O, wenn der Anbieter von dem aktuellen Boom nachhaltig profitieren soll.
Die Wahrung von Mindestgrößen – „optimale Betriebsgrößen“ – und Kostenoptimierung bei gesicherter Marktattraktivität unter Wahrung der ordnungs- und leistungsrechtlichen Rahmenbedingungen ist Pflicht, nicht Kür: So braucht es erfahrungsgemäß etwa 20 „vorgeschaltete“ Kunden im ambulanten Dienst, um einen Tagespflegeplatz kontinuierlich auszulasten. Insellösungen haben kaum eine Chance.
Auch wenn die Auslastung gesichert ist, wird nicht jede Einrichtung prosperieren. Es gibt in unserer Erfahrung betriebliche Mindestgrößen, die unbedingt erforderlich sind, um die Fixkosten zu decken und profitabel zu arbeiten.
Aus alledem folgt ein Weiteres:
Mit neuen Produkten - und um solche handelt es sich bei ambulantisierten Heimen, Quartiershäusern und Kombinationsangeboten „hybriden“ Charakters - bewegt man sich konzeptionell in einem Spinnennetz. Nur ein Produkt, nur ein Standort, nur ein Vertriebskanal machen anfällig.
