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Jason erwacht in einem Albtraum: Über Nacht ist er von einem zwölfjährigen Jungen zu einem erwachsenen Mann geworden. Seine Hündin Sammy ist plötzlich riesig, und eine fremde Frau behauptet, seine Ehefrau zu sein. Verwirrt und verzweifelt sucht Jason nach Antworten und stellt fest, dass sein Leben nicht mehr das ist, was es einmal war. In einer Welt, die ihm sowohl vertraut als auch fremd erscheint, häufen sich die seltsamen Ereignisse. Mit jedem Schritt in seiner neuen Realität wird das Unfassbare zur Norm. Was ist Traum, was Wirklichkeit? Kann Jason den Geheimnissen auf den Grund gehen, bevor er den Verstand verliert? Ein packender Psychothriller über Identität, Erinnerung und die dünne Grenze zwischen Realität und Wahnsinn.
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Seitenzahl: 28
Veröffentlichungsjahr: 2024
Gosi L
Do you remember?
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Do you remember?
Impressum neobooks
Do you remember?
Nervtötend klingelte Jasons Wecker. Ohne die Augen zu öffnen, tastete er auf seiner Nachtkommode herum und hoffte, den Aus-Knopf zu finden. Nach einigen Momenten der Verwirrung gelang es ihm endlich. Er öffnete langsam die Augen und starrte an die weiße Decke. Jasons Kopf dröhnte, und seine Augen schmerzten. Obwohl er lange genug geschlafen hatte, fühlte er sich unglaublich müde und erschöpft.
Langsam setzte er sich auf, schwang die Beine über die Bettkante und ließ sie herunterhängen. Überrascht stellte er fest, dass seine Füße den Boden berührten. Verwirrt betrachtete er seine Beine. „Wie…? Gestern konnten meine Füße den Boden nicht erreichen. Ich kam gerade mal bis zur Mitte des Bettes.“ Er erhob sich unsicher und begann im Zimmer herumzulaufen.
Sein Zimmer war groß, aber eher spärlich eingerichtet. Ein Doppelbett stand in der Mitte, flankiert von zwei Nachtkommoden. Auf der rechten Seite neben der Tür erstreckte sich ein großer Schrank über die ganze Wand. Auf der gegenüberliegenden Seite stand ein kleiner Schreibtisch mit einem einfachen Bürostuhl, auf dem ein alter Computer thronte.
Jason fühlte sich eigenartig, so große Schritte machen zu können und alles aus einer höheren Perspektive zu sehen. „Es ist unmöglich, über Nacht so zu wachsen.“ Um sich selbst im Spiegel zu betrachten, ging er zu seinem Schrank, an dem ein Spiegel befestigt war. Als er sein Spiegelbild sah, weiteten sich seine Augen, sein Atem stockte, und er stolperte fast. „Wa… was ist mit mir passiert?“
Er trat näher an den Spiegel heran und musterte seinen Körper, der über Nacht gewachsen und breiter geworden war. Er betrachtete sein Gesicht und den gepflegten Vollbart, der ihm nun wuchs. Jason hatte einen durchschnittlichen Körperbau mit einer Größe von 1,80 m. Doch noch gestern war er zwölf Jahre alt, und jetzt sah er aus wie Mitte zwanzig. Seine zerzausten, schwarzen lockigen Haare und die braunen Augen waren gleichgeblieben.
Völlig fassungslos ignorierte er seine Morgenroutine. Ohne zu duschen oder sich die Zähne zu putzen, stürmte er, mit tausend Fragen im Kopf, die Treppe hinunter.
Plötzlich sprang ein riesiger Schäferhund an den Anfang der Treppe und brachte den ohnehin schon verwirrten Jason vor Schreck zu Fall. Der Hund, ein imposanter Schäferhund mit glänzendem Fell und wachen Augen, leckte begeistert Jasons Gesicht.
„Dir ist anscheinend das Gleiche widerfahren wie mir. Was, Sammy? Du bist so groß geworden,“ sagte er, während er dem Hund den Kopf streichelte. Sammy wedelte fröhlich mit dem Schwanz, als wollte sie bestätigen, dass sie das gleiche Schicksal teilte.
Plötzlich erschien eine hübsche Frau um die Ecke. Sie hatte halblange, rabenschwarze Haare, grün gräuliche Augen und ein niedliches Lächeln. Ihre Kleidung – ein grauer Rock und ein weißes Hemd – ließ darauf schließen, dass sie eine Geschäftsfrau war. „Was ist passiert? Ist alles in Ordnung, Schatz? Komm in die Küche, ich habe uns Frühstück gemacht,“ sagte sie freundlich.
Verwirrt betrachtete Jason die ihm unbekannte Frau. Ohne ein Wort zu sagen, folgte er ihr in die Küche. Auf dem Küchentisch standen zwei Teller mit Omelett, Brot mit Butter und zwei Tassen Kaffee. „Warum schaust du so verwirrt? Beeil dich, wir müssen in 15 Minuten los. Du bist immer noch in deinen Pyjamas. Iss schnell und zieh dich dann um!“ forderte sie ihn auf.
