Dr. Stefan Frank 2507 - Arztroman - Stefan Frank - E-Book

Dr. Stefan Frank 2507 - Arztroman E-Book

Stefan Frank

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Beschreibung

Meiner Schwester helfe ich selbst! Warum zwei Mädchen nicht zum Arzt gehen wollten Mit gequältem Blick schaut Laura auf ihren linken Arm, durch den ein stechender Schmerz rast. Als ihre Zwillingsschwester Sofie den Arm vorsichtig berühren will, zuckt sie erschrocken zurück. "Nicht! Sonst wird es schlimmer", erklärt sie mit gepresster Stimme. Beiden ist klar, dass Laura eigentlich zu einem Arzt gehen müsste. Doch zugleich wissen sie, dass dies nicht möglich ist. Niemand darf erfahren, dass es der Sechsjährigen nicht gut geht, sonst könnte das furchtbare Konsequenzen nach sich ziehen! Sofie wird sich einfach selbst um ihre Schwester kümmern. Aber so einfach, wie die beiden Mädchen sich das denken, ist es leider nicht. Lauras Schmerzen werden immer schlimmer, und bald wissen die Kinder sich keinen Rat mehr ...

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Seitenzahl: 119

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Inhalt

Cover

Impressum

Meiner Schwester helfe ich selbst!

Vorschau

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige eBook-Ausgabeder beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

© 2019 by Bastei Lübbe AG, Köln

Programmleiterin Romanhefte: Ute Müller

Verantwortlich für den Inhalt

Titelbild: Natali_Mis / iStockphoto

eBook-Produktion:3w+p GmbH, Rimpar

ISBN 9-783-7325-8275-4

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

www.bastei.de

Meiner Schwester helfe ich selbst!

Warum zwei Mädchen nicht zum Arzt gehen wollten

Mit gequältem Blick schaut Laura auf ihren linken Arm, durch den ein stechender Schmerz rast. Als ihre Zwillingsschwester Sofie den Arm vorsichtig berühren will, zuckt sie erschrocken zurück.

„Nicht! Sonst wird es schlimmer“, erklärt sie mit gepresster Stimme.

Beiden ist klar, dass Laura eigentlich zu einem Arzt gehen müsste. Doch zugleich wissen sie, dass dies nicht möglich ist. Niemand darf erfahren, dass es der Sechsjährigen nicht gut geht, sonst könnte das furchtbare Konsequenzen nach sich ziehen! Sofie wird sich einfach selbst um ihre Schwester kümmern.

Aber so einfach, wie die beiden Mädchen sich das denken, ist es leider nicht. Lauras Schmerzen werden immer schlimmer, und bald wissen die Kinder sich keinen Rat mehr …

„Bitte sehr“, sagte Dr. Stefan Frank. „Das ist für Laura und dich, Sofie. Weißt du, was das ist?“

Die kleine Sophie mit dem zarten Gesicht und den rotblonden langen Haaren betrachtete das Gerät, das er ihr in die Hand gedrückt hatte.

„Das hier kommt auf Lauras Brust und das hier in mein Ohr. Dann muss sie tief Luft holen und atmen und husten, und dann höre ich Geräusche und weiß, ob sie krank ist oder nicht.“

„Bravo!“ Dr. Frank nickte. „Du hast sehr gut aufgepasst, als ich es dir erklärt habe.“

„Du hast mir schon mal gesagt, wie es heißt, aber das habe ich wieder vergessen, Dr. Frank.“

„Es ist ein Stethoskop. Du kannst aber auch einfach Hörrohr sagen, das ist einfacher zu merken. Man hört damit, zum Beispiel, Atemgeräusche und Herztöne. Wenn es in der Brust so seltsam rasselt, dann weißt du, dass etwas nicht in Ordnung ist. Bei Laura kannst du bestimmt hören, dass sie jetzt, mit ihrem Husten, anders atmet als du.“

„Kann ich das echt behalten?“, fragte Sofie mit großen Augen.

„Natürlich. Es ist ein Geschenk, ich habe es extra für euch aufgehoben, weil ich weiß, wie gern ihr ‚Ärztin und Patientin‘ spielt. Und hier habe ich noch etwas für euch, aber vielleicht überlässt du es Laura, den Briefumschlag zu öffnen? Dann hat sie auch eine kleine Überraschung.“

Sofies Zwillingsschwester Laura war noch immer nicht ganz gesund, nachdem sie wegen eines grippalen Infekts eine Woche lang nicht zur Schule hatte gehen dürfen. Deshalb war sie auch heute noch lieber zu Hause geblieben, in der Obhut einer lieben Nachbarin.

„Danke sehr, Dr. Frank“, erwiderte Sofie. Ihre Augen leuchteten vor Freude.

Sie und Laura waren gerade eingeschult worden, beide waren sehr stolz darauf, jetzt Schulkinder zu sein.

Vera Breitner, die Mutter der Zwillinge, kehrte zurück ins Sprechzimmer, nachdem sie vorne am Empfang etwas geklärt hatte.

„Was hast du denn da, Sofie? Leg das bitte wieder hin, damit nichts …“

„Das gehört jetzt uns, Mami, Dr. Frank hat es uns geschenkt.“

Vera wandte sich mit fragendem Blick an ihren Hausarzt.

„Ich brauche das Gerät nicht mehr, Frau Breitner, und ich weiß doch, wie gern die Mädchen nachspielen, was sie hier oder bei ihrem Kinderarzt erleben.“

„Das ist sehr großzügig von Ihnen, Herr Dr. Frank, vielen Dank. Und was ist das für ein Umschlag, Sofie?“

„Da ist noch etwas für uns drin, aber ich gucke nicht rein, das darf Laura machen.“

„Ihr seid ja reich beschenkt worden.“

Sofie nickte. „Bei dir ist es immer sehr schön“, sagte sie ganz ernst zu Stefan Frank, der Mühe hatte, sich das Lachen zu verkneifen.

„Es freut mich, dass es dir hier gefällt, Sofie. Grüß Laura von mir.“

„Sie war traurig, weil sie nicht mitdurfte“, berichtete die Kleine. „Aber wenn sie sieht, was wir geschenkt gekriegt haben, freut sie sich und vergisst, dass sie traurig war. Sie ist auch schon fast wieder gesund.“

„Genug geplaudert, Sofie, wir halten Herrn Dr. Frank auf. Du hast doch gesehen, wie viele Leute im Wartezimmer sitzen“, mahnte Vera.

Aber Sofie konnte sich noch immer nicht trennen. Für ihren Geschmack waren sie viel zu selten in Stefan Franks Praxis – was daran lag, dass ihre Mama nicht oft krank war. Auch jetzt war sie nicht krank gewesen, sondern zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung gekommen.

Immerhin wohnten sie in der Nähe, sodass sie den Grünwalder Arzt gelegentlich auf der Straße trafen. Er nahm sich immer Zeit, ein paar Worte mit ihnen zu wechseln.

„Sagst du mir, was in dem Umschlag ist?“, bat sie keck.

Dr. Frank lachte. „Auf keinen Fall, es soll ja auch für dich eine Überraschung sein. Aber wenn ihr es seht, wisst ihr sofort, worum es sich handelt. Ich denke, das könnt ihr für eure Spiele auch gut gebrauchen.“

„Sofie!“, mahnte Vera erneut, und dieses Mal gab die Sechsjährige nach.

„Wir müssen leider gehen“, teilte sie Stefan mit.

Auch jetzt gelang es ihm, ernst zu bleiben.

„Mir tut es auch leid, Sofie, aber wir treffen uns ja bestimmt bald wieder. Vielleicht beim Bäcker.“ Er zwinkerte ihr zu.

Es gab eine neue Bäckerei in der Nähe, in der noch selbst gebacken wurde. Das Geschäft war von Anfang an ein Erfolg gewesen, und dort hatten sie sich in der Tat schon einige Male getroffen.

„Ja, hoffentlich“, sagte Sofie. „Bis bald, Dr. Frank.“

„Bis bald, Sofie, liebe Grüße an Laura. Frau Breitner, auf Wiedersehen.“

„Nochmals vielen Dank, dass Sie immer so nett zu den Mädchen sind“, flüsterte Vera ihm zu, bevor sie mit ihrer Tochter das Sprechzimmer verließ.

Stefan Frank lächelte noch, als Martha Giesecke das Sprechzimmer betrat.

„Fertig für die nächste Patientin, Chef?“, fragte sie. Dann erst sah sie sein Gesicht und lächelte auch. „Sofie hat sich wohl sehr gefreut über das Stethoskop?“

„Ja, und sie hat genau gewusst, was sie damit machen muss. Es ist immer schön, Laura und sie zu sehen. Das sind zwei liebenswürdige und aufgeweckte Mädchen.“

„Laura ist wohl noch krank?“

„Jedenfalls noch nicht wieder ganz gesund, sie hat sich wohl einen bösen Infekt geholt. Hoffentlich steckt sie ihre Schwester und ihre Mutter nicht noch an. Die Wohnung ist ja nicht sehr groß, die drei sind recht dicht beieinander.“ Stefan straffte sich. „Nun, das haben wir nicht in der Hand. Wer ist denn die nächste Patientin, Schwester Martha?“

„Frau Leyenthal. Sie sieht sehr elend aus.“

Dr. Frank wartete darauf, dass Martha Giesecke weitersprach, denn er sah ihr an, dass sie noch mehr zu sagen hatte. Sie arbeiteten jetzt schon sehr lange zusammen und kannten einander also gut. Martha war in dieser Zeit grau geworden, aber an ihrem fantastischen Gedächtnis hatte sich nichts geändert.

Noch immer wusste sie alle Patientengeschichten auswendig, und was ihr beim Blutabnehmen oder bei der Knochendichtemessung anvertraut wurde – ganz privat und im Vertrauen – vergaß sie ebenfalls nicht. Zudem wusste sie diese Informationen zu verknüpfen und war so mit der Zeit eine gute Diagnostikerin geworden.

Stefan Frank jedenfalls nahm immer ernst, was sie sagte. Sie hatte ihm schon manchen wertvollen Hinweis gegeben.

„Sie klagt über Schmerzen, eigentlich überall. Ihr ist elend, sie fühlt sich matt und erschöpft“, fuhr Martha fort. „Aber wenn Sie mich fragen, ist die tiefere Ursache, dass sie Kummer hat.“

Stefan war also vorbereitet auf das, was ihn erwartete, und es wunderte ihn nicht, dass er recht bald zu einer ähnlichen Einschätzung gelangte wie Martha Giesecke.

Es gelang ihm mit behutsamen Fragen, die ganze Geschichte aus der jungen Frau herauszuholen: Sie hatte ihren Freund mit einer anderen Frau gesehen und glaubte nun, dass er sie betrog.

Es kostete Dr. Frank eine halbe Stunde, bis er seine Patientin davon überzeugt hatte, dass sie mit ihrem Freund reden musste, um Klarheit zu gewinnen – und dass das, unabhängig vom Ausgang des Gesprächs, der erste Schritt zur Besserung ihres Zustands sein würde.

Nach zwei weiteren Patienten war seine Sprechstunde für diesen Tag beendet. Er verabschiedete sich von Martha Giesecke und ihrer jüngeren Kollegin Marie-Luise Flanitzer, die vorne am Empfang saß und die Praxisorganisation unter sich hatte, und ging nach oben in seine Wohnung.

Das Haus in der Gartenstraße im Münchner Vorort Grünwald, in dem er wohnte und praktizierte, gehörte ihm. Es war nicht sehr groß, aber seinen Ansprüchen genügte es. Vor allem hatte es einen Garten, in dem er seine geliebten Rosen züchten konnte.

Er zog sich um und machte sich auf den Weg nach Schwabing, wo sein Freund Ulrich Waldner eine Privatklinik führte, die in direkter Nachbarschaft zum Englischen Garten lag. In dieser Klinik hatte Stefan Belegbetten, und seinen dortigen Patienten stattete er jeden Tag einen Besuch ab.

Ulrich kannte er seit Studienzeiten, sie waren schnell Freunde geworden. Ulrich hatte sich dann entschieden, Chirurg zu werden, Stefan hatte von Anfang an angestrebt, eine Praxis als Allgemeinmediziner und Geburtshelfer zu eröffnen. Er war glücklich mit dieser Entscheidung.

Seit Ulrich sich seinen Traum von der eigenen Klinik erfüllt hatte, konnten sie endlich zusammenarbeiten. Für Stefan war der tägliche Weg nach Schwabing zwar aufwändig, aber auf diese Weise traf er Ulrich regelmäßig, sodass sie sich über alles austauschen konnten, was sie bewegte. Manchmal waren das rein private Angelegenheiten, oft aber ging es um Patientengeschichten.

Ihr fachlicher Austausch war ihnen beiden wichtig, ebenso wie der enge persönliche Kontakt.

Ulrich leitete die Klinik mit seiner Frau Ruth, die als Anästhesistin tätig war. Die beiden bewohnten eine großzügige Penthousewohnung über der Klinik, in der Stefan mit seiner Freundin Alexandra Schubert regelmäßig zu Besuch war. An diesem Abend jedoch würden sie zu viert essen gehen, in Schwabing.

Stefan Frank freute sich schon darauf. Ulrich hatte in den höchsten Tönen von einem neuen japanischen Restaurant geschwärmt.

Als er seine Patientenbesuche hinter sich hatte und endlich in Ulrichs Büro eintraf, war dieses leer. Stefan überlegte, ob sie sich vielleicht direkt im Penthouse verabredet hatten, aber er war eigentlich sicher, dass Ulrich im Büro auf ihn hatte warten wollen. Unschlüssig zog er sein Handy aus der Tasche, aber da bog Ulrich bereits um die Ecke.

„Tut mir leid“, rief er, „aber ich musste noch ein Problem lösen. Hallo, Stefan!“ Sie umarmten sich freundschaftlich. „Komm rein und setz dich noch einen Moment, ich brauche deinen Rat, bevor wir nach oben gehen und unsere Frauen abholen.“

„Ist Alexa schon hier?“

„Vor einer halben Stunde eingetroffen“, berichtete Ulrich.

„Was für einen Rat brauchst du?“

Ulrich grinste verlegen.

„Eine unserer jungen Schwestern“, begann er, stockte aber gleich wieder. „Leonie Hauenstein.“

Stefan schwante Schlimmes.

„Du willst mir jetzt aber nicht erzählen, dass du dich in sie verliebt hast, oder?“ Er hatte die hübsche Schwester Leonie schon einige Male gesehen, aber noch nie mit ihr zu tun gehabt, insofern konnte er sich kein Urteil über sie erlauben.

„Nein, nein, eher im Gegenteil. Frau Hauenstein jagt mir eher Angst ein.“

„Uli! Du bist ein gestandener Mann, du leitest diese Klinik, und du willst mir erzählen, dass du einer jungen Schwester nicht klarmachen kannst, dass sie dich in Ruhe lassen soll?“

„Oh, so einfach ist das nicht, sie belästigt mich ja nicht. Von außen gesehen würde man vielleicht sogar sagen: Es passiert überhaupt nichts. Aber sie sucht meine Nähe, das bilde ich mir bestimmt nicht ein.“

Er hob beide Hände.

„Ständig hat sie Fragen und taucht hier im Büro auf. Sie braucht einen Rat oder spielt die Hilflose, die Trost sucht … solche Dinge. Und wenn sie mich außerhalb des Büros anspricht, ist nie jemand in der Nähe. Rein zufällig sind wir dann immer allein auf weiter Flur. Mich macht das allmählich wahnsinnig.“

„Und wie reagierst du dann?“

„Na ja, ich versuche, sachlich auf ihre Fragen und Probleme einzugehen, aber manchmal, wenn sie ins Büro gekommen ist, will sie einfach nicht wieder gehen, dann muss ich sie beinahe hinausdrängen. Und …“

„Und was?“, fragte Stefan beunruhigt.

„Na ja, wenn ich aufstehe und zur Tür gehe, damit sie begreift, dass die Unterredung beendet ist, weicht sie nicht direkt zurück. Es ist so, als legte sie es direkt auf Körperkontakt an. Einmal ist sie mir tatsächlich um den Hals gefallen.“

„Dann rede entweder Klartext oder kündige ihr“, antwortete Stefan. „Wenn dein Bauchgefühl dir sagt, dass dir Gefahr droht, dann schaff die Gefahr ab. Ist sie noch in der Probezeit?“

„Ja, sie hat noch drei Monate, aber ich kann ihr fachlich nichts vorwerfen. Das ist ja das Schlimme: Alle sind von ihr begeistert, ich bin der Einzige, der ein komisches Gefühl hat. Sie arbeitet mehr, als sie muss, sie bildet sich weiter, sie geht sehr liebenswürdig mit den Patienten um. Wie soll ich begründen, dass ich sie nicht übernehme?“

„Hast du mit Ruth darüber gesprochen?“

„Nein“, gestand Ulrich zögernd. „Ich komme mir blöd vor, weil ich, wie gesagt, der Einzige bin, der sich in ihrer Gegenwart unwohl fühlt.“

„Rede mit ihr“, wiederholte Stefan. „Und wenn das nicht hilft, würde ich ihr noch vor dem Ende der Probezeit kündigen. Du schreibst ihr ein tolles Zeugnis und sagst, dass eure Pläne sich geändert haben und ihr nicht noch eine Schwester braucht. Fertig.“

„Das ist aber eine Lüge, wir brauchen noch eine Schwester. Besser sogar noch zwei oder drei, das weißt du selbst. Und du weißt auch, wie schwer es ist, gutes Personal zu finden.“

„Dann versuch es zuerst mit einem Gespräch. Es ist ja immerhin möglich, dass sie gar nicht weiß, wie ihr Verhalten wirkt. Sag ihr, dass du dich bedrängt fühlst. Und sprich gleichzeitig mit einem Anwalt, der dir besser sagen kann als ich, wie du ihre Ablehnung begründen musst. Falls du sie überhaupt begründen musst, ich kenne mich da nicht so aus.“

„Du lachst mich also nicht aus, weil ich mich so unwohl fühle mit dieser Frau?“

„Wie käme ich denn dazu? Solche Gefühle haben ja eine Ursache, und ich nehme nicht an, dass du dich irrst.“

„Ich habe mir ihren Lebenslauf noch einmal angesehen. Sie ist noch sehr jung, aber auffällig ist, dass sie nirgends lange geblieben ist – trotz ihrer unbestreitbaren fachlichen Qualitäten.“ Ulrich machte eine Pause. „Ich möchte nicht mit ihr sprechen, Stefan. Nenn es feige oder konfliktscheu oder wie auch immer, aber ich will so ein Gespräch mit ihr nicht führen.“

„Dann sprich mit den Leuten, bei denen sie vorher beschäftigt war. Vielleicht bekommst du da noch ein paar Hinweise, die dir weiterhelfen. Aber beeil dich – sieh zu, dass du das noch in ihrer Probezeit löst.“

Ulrich stieß hörbar die Luft aus.