Verlag: Evangelische Verlagsanstalt Kategorie: Religion und Spiritualität Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2015

Du bist mir nahe E-Book

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E-Book-Beschreibung Du bist mir nahe -

Bewusst leben, mit allen Sinnen wahrnehmen – das will jeder Mensch. Beten macht es möglich. Der evangelische Publizist Udo Hahn hat schöne und anrührende Gebete zusammengetragen, die dem Leben Tiefe geben. Sie wollen auch helfen, vom formulierten Beten zum eigenen Gebet zu finden und vom Nachbeten zum persönlichen Weiterbeten zu kommen. Indem wir alles ins Gebet nehmen – die Menschen, denen wir begegnen, das, was wir essen, unsere Arbeit oder die mühsamen wie die glücklichen Stunden eines Tages – leben wir bewusster und freier.

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E-Book-Leseprobe Du bist mir nahe -

EVANGELISCHE VERLAGSANSTALT Leipzig

Trotz intensiver Recherchen konnte nicht bei allen Texten die Urheberschaft geklärt werden. Sollten dadurch Rechte nicht berücksichtigt sein, ist der Verlag für einen Hinweis dankbar. Rechtsansprüche bleiben in jedem Fall gewahrt.

Bibliographische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

© 2015 by Evangelische Verlagsanstalt GmbH · Leipzig

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Gesamtgestaltung: Ulrike Vetter, Leipzig

Covermotiv: Coloures-pic/​Fotolia.de

1. digitale Auflage: Zeilenwert GmbH 2015

ISBN 978-3-37-404207-4

www.eva-leipzig.de

Inhalt

Cover

Titel

Impressum

Zum Geleit - Du bist mir nahe

Morgengebete

Abendgebete

Autorenverzeichnis

Zum Geleit

Du bist mir nahe

Du bist mir nahe – für manche Zeitgenossen mag dieser Titel gewagt, gar vollmundig klingen. Viele Menschen nehmen die Sorgen und Nöte des Alltags mit in die Nacht. Den einen rauben Ängste und Beklemmungen den Schlaf ganz und gar, den anderen sind sie morgens beim Aufwachen sofort wieder präsent. Wie soll da Gottes Nähe zu spüren sein?

Doch das gibt es auch: den unbeschwerten Sprung aus dem Bett – voller Elan werden Probleme zu neutralen Herausforderungen, die einfach anzupacken sind. Im Anblick der aufgehenden Sonne erwacht die Lebenslust – der Appetit auf das Frühstück, die Freude auf Menschen, die man treffen wird, das Interesse an der Arbeit – ja die Neugierde auf das Leben schlechthin.

Und manchmal erscheint der Alltag in vielen Schattierungen von grau: undefinierbar, unaufgeregt, unaufdringlich. Ich lebe – mehr ist nicht zu sagen.

Aber es gilt: Ich lebe, nicht: Ich werde gelebt. Dass Letzteres nicht geschieht, dazu hilft das Beten am Morgen und am Abend. Den Tag ins Gebet zu nehmen und am Abend loszulassen, sorgsam zwischen dem Gelungenen und dem Liegengebliebenen (was auch gut auf morgen verschoben werden kann) zu unterscheiden, um wirklich zur Ruhe zu kommen – das empfinden viele Menschen als eine wirksame Hilfe zum Leben.

Wer betet, hat die Hoffnung, dass ihm geholfen wird. Beten ist in bestimmten Lagen das Einzige, was ein Mensch tun kann, auch wenn sich konkret nichts verändert. Das Gebet hilft, eine bestimmte Situation auszuhalten. Es versetzt mich in die Möglichkeit, Ängste, Sorgen, Hoffnungen auszusprechen. Beten ist eine Haltung, die davon ausgeht, nicht alles allein schaffen zu müssen. Es gibt keinen Automatismus, dass das Gebet mein Problem löst. Es verändert nicht immer meine Situation, aber es kann den Betenden verändern, seine Einstellung zum Leben.

Im Gebet wird reflektiert, was ich selbst tun kann, was in meiner Macht steht und was außerhalb meines Einflusses steht. Vor diesem Hintergrund kann es zu einer realistischen Einschätzung eines Vorgangs kommen. Beten ist kein Ersatz für das individuelle Handeln. Was aber nicht vorher im Gebet durchdacht wurde, wird anschließend ohne Gott erledigt.

Das klingt ziemlich nüchtern, sachlich, vielleicht auch theologisch korrekt. Doch Beten ist etwas Individuelles. Insofern können diese Hinweise und auch die hier zusammengestellten Gebete nur eine Anregung darstellen, eine Ermutigung, es auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu sammeln.

Der Morgen und der Abend eignen sich in besonderer Weise für das Gebet. Eine – wenn man so will – säkulare Variante gibt es auch. Sie fehlt in praktisch keinem Lebenshilferatgeber und in keinem Buch über Selbstmanagement: den Tag bewusst zu beginnen – und ihn bewusst abzuschließen. So hilfreich das ist, so sehr unterscheidet sich dies doch vom Gebet. Im einen Fall bleibe ich ganz auf mich bezogen, im anderen Fall sehe ich in Gott das lebenswichtige Du.

Jörg Zink schreibt: »Die großen Lehrer der Meditation und des geistlichen Lebens weisen uns immer wieder auf die erste Morgenstunde hin und sagen: Nimm den Anfang des Tages wahr, er ist die Stelle, an der du die Ewigkeit berührst. In der Tat wäre uns in vielen Nöten und Krankheiten des Leibes und der Seele geholfen, wenn es uns gelänge, die erste Morgenröte von Eile, von Lärm und Ärger freizuhalten. Der Lauf des Tages hängt im Allgemeinen nicht von unseren persönlichen Vorstellungen ab. Er wird uns aufgezwungen. Aber der Anfang sollte uns gehören.« Zinks Rat lässt sich mühelos auch auf die Abendstunde übertragen, dass auch das Ende des Tages uns selbst bzw. Gott gehören sollte.

Udo Hahn

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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