Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Ellwangen ist eine kreative Stadt und gleichzeitig eine Stadt der Kreativen. Seit Jahren bereichern auch Autorinnen und Autoren die kulturelle Szene der „guten Stadt“ Ellwangen. In „Durchaus LesBar – Geschichten aus Ellwangen“ werden Ursel Mangold, Susanne E. Stengel und Henry Gerhard vorgestellt, die sich allesamt der Unterhaltungsliteratur in verschiedenen Genres widmen und sich mit ihren unterschiedlichen Werken bereits jeweils eine kleine, eigene Fangemeinde „erschrieben“ haben. Die drei spannen dabei einen Bogen von der Kurzgeschichte über fantasievolle Romane bis zu den Ellwangen-Krimis. Gemeinsam ist ihnen die Freude am Erzählen von Geschichten und an der Unterhaltung ihrer Leserinnen und Leser. Lassen Sie sich ein auf Geschichten, Märchen und Fabeln von Ursel Mangold, auf Kurzgeschichten und Romane von Susanne E. Stengel sowie Witziges und Lokalkrimis von Henry Gerhard.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 75
Veröffentlichungsjahr: 2016
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Gerhard Hutterer aus Ellwangen-Rindelbach begann Mitte der 1990er Jahre damit, seine persönlichen Gedanken in Kurzgeschichten zu fassen. Inspiriert durch seinen Beruf als Bundeswehroffizier handelte es sich dabei zunächst um spannende Agentengeschichten. Durch einen Zufall stieß er 2008 auf den Verlag Books on Demand GmbH (BoD), Norderstedt. Im gleichen Jahr erschien bei BoD sein Fachbuch „Im Dialog – Die Beurteilung von Soldaten“, mit dem er sich als Dozent im Personalmanagement der Bundeswehr auch einen ersten Namen als Fachbuchautor machte.
Ebenfalls 2008 gab er unter dem Pseudonym Henry Gerhard sein Debüt als Romanautor.
Bisher sind bei BoD von ihm erschienen:
© 2008 „Schüsse an der Heimatfront“ (Politthriller)
ISBN 978-3-8370-4413-3
© 2009 „Zusatzzahl dreizehn“ (Kriminalroman)
ISBN 978-3-8370-2045-8
© 2010 „Tabula rasa“ (Kriminalroman)
ISBN 978-3-8370-2470-8
© 2011 „Keine Tapas an der Jagst“ (Kriminalroman)
ISBN: 978-3-8423-6318-2
© 2013 „Der Tod im Wald“ (Kriminalroman)
ISBN: 978-3-8482-6732-3
© 2013 „Mord im Hasenlager“ (Kriminalroman)
ISBN: 978-3-7322-8358-3
Seinen bisher größten Erfolg feierte Gerhard Hutterer als Autor mit seiner Teilnahme am Ralf-Bender-Preis 2015, dem höchstdotierten deutschsprachigen Krimikurzgeschichtenwettbewerb, bei dem er den Sonderpreis für die witzigste Idee gewinnen konnte.
Seine Siegergeschichte „CSI Boandlkramer“ hat auch der Anthologie zu diesem Wettbewerb „Boandlkramer & andere Kriminalgeschichten aus dem Bayerischen Wald“, erschienen im Golbet-Verlag, (ISBN 978-3-9439-2610-1) den Namen geliehen.
Prolog
Ursel Mangold
Der Computer
Der Selbstmörder
Weltschmerz
Der Künstler und die Mäuse
Die Warnung
Der vergessene Koffer
Susanne E. Stengel
Heute schon geträumt?
Was vom Leben bleibt
Schatten der Vergangenheit
Fotoshooting
Henry Gerhard
Der Friedhof ist erst der Anfang
Die Busfahrt
Keine Tapas an der Jagst
Mord im Hasenlager
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
Ellwangen ist eine kreative Stadt und gleichzeitig eine Stadt der Kreativen. Dies macht sich jedes Jahr vor allem in den Sommermonaten bemerkbar, wenn sich von Juli bis September ungezählte Menschen aus nah und fern an den verschiedenen Aktionen des Programms „Sommer in der Stadt“ erfreuen.
Aus der Kernstadt Ellwangen, aber auch aus ihren Teilorten, kommen nicht nur musikbegeisterte Sänger und Musikanten, sondern seit Jahren bereichern auch bildende Künstler und Autoren die kulturelle Szene der „guten Stadt“ Ellwangen.
Letzteren soll „Durchaus LesBar – Geschichten aus Ellwangen“ eine Plattform bieten, um bei einem breiteren Publikum auf sich aufmerksam zu machen. Vorgestellt werden Ursel Mangold, Susanne E. Stengel und Henry Gerhard, die sich allesamt der Unterhaltungsliteratur in verschiedenen Genres widmen und sich mit ihren unterschiedlichen Werken bereits jeweils eine kleine, eigene Fangemeinde „erschrieben“ haben.
Die Drei spannen dabei einen Bogen von der Kurzgeschichte über fantasievolle Romane bis zu den Ellwangen-Krimis. Gemeinsam ist ihnen die Freude am Erzählen von Geschichten und an der Unterhaltung ihrer Leserinnen und Leser.
Lassen Sie sich ein auf Geschichten, Märchen und Fabeln von Ursel Mangold, auf Kurzgeschichten und Romane von Susanne E. Stengel sowie Witziges und Lokalkrimis von Henry Gerhard.
Das vorliegende Büchlein enthält bisher unveröffentlichte Texte, aber auch Leseproben bereits erschienener Bücher der drei Autoren.
Erlauben Sie mir an dieser Stelle noch eine kurze Anmerkung. Beim Kauf von Bekleidung greift mittlerweile die Unsitte um sich, dass man/frau sich als Kunde in den Geschäften vor Ort vom fachkundigen Personal intensiv beraten lässt und später die Ware dann doch vom Onlinehandel bezieht, weil man dadurch ein paar Euros sparen könnte. Machen Sie das beim Buchkauf bitte nicht, sondern machen Sie es höchstens umgekehrt! Informieren Sie sich auf den Internetplattformen der großen Anbieter, gehen Sie aber dann in ein lokales Buchgeschäft, um sich dort Ihr gewünschtes Buch zu kaufen. Selbst wenn es dort nicht ausliegt, ist es binnen kurzer Zeit für Sie verfügbar. Einerseits ist der Preis aufgrund der Buchpreisbindung in beiden Fällen gleich, andererseits tragen Sie damit zum Erhalt der kleinen Buchläden vor Ort bei, die auch einen ideellen Beitrag zur Förderung von einheimischen Autoren leisten.
Im Namen der in diesem Buch vertretenen Autoren möchte ich daher an dieser Stelle den beiden Ellwanger Buchhandlungen BuchBar (Marienstrasse) und Schäffler (Sulzgasse) herzlich für Ihre Unterstützung danken.
Als Herausgeber wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Lektüre. Vielleicht bietet Ihnen „Durchaus LesBar“ auch eine Anregung, Ihre eigenen Gedanken in Worte zu fassen und in Buchform zu veröffentlichen.
Gerhard Hutterer
im März 2016
Nicht erst seit gestern hat die Ellwangerin Ursel Mangold kleine Geschichten aufgeschrieben und einzelne davon schon erfolgreich einem begeisterten Publikum vorgetragen.
Mit dem Buch „Die Erzählerin – Geschichten – Märchen – Fabeln“ erschien schließlich 2014 eine Auswahl ihrer Gedanken, die sie in den letzten Jahren zu den unterschiedlichsten Themen zu Papier gebracht hat.
Der Band „Die Erzählerin“ enthält Kurzgeschichten über Alltägliches, Besonderes, Märchenhaftes, Fabelhaftes, aber auch Boshaftes und Spannungsgeladenes. Immer mit einem gewissen Augenzwinkern, gewürzt mit einer Prise hintergründigem Humor, beschreibt Ursel Mangold darin Personen und Begebenheiten, die sich so oder so ähnlich auch in Ellwangen zugetragen haben könnten.
Die beiden Beiträge „Der Selbstmörder“ und „Weltschmerz“ sind bisher unveröffentlichte Texte von Ursel Mangold, die jedoch bei einem Buchprojekt ab Herbst erscheinen werden.
„Der Computer“, „Der Künstler und die Mäuse“, „Die Warnung“ sowie „Der vergessene Koffer“ entstammen dagegen dem Buch „Die Erzählerin“.
So langsam beginne ich meinen Computer zu hassen. Was fällt ihm ein, einfach mein Geschriebenes zu klauen und irgendwo in seinen Eingeweiden zu verstecken?
Bis weit nach Mitternacht habe ich gestern versucht, Hunderte von Fenstern zu öffnen, „Suchen“ zu starten, Einfach- und Doppelklick, links und rechts auszuprobieren, nur um immer wieder „ist nicht verfügbar“ zu lesen.
Konfiguration, Verknüpfungen, Attribute, Indizierung, Komprimierung, Verschlüsselung. Was soll ich nur mit all diesen Worten anfangen? Nur weil ich vielleicht auf ein kleines Fensterchen geklickt habe, was ich vielleicht nicht hätte sollen, foppt mich dieser Kerl nun unentwegt.
Als ich Dir gestern die Mail über meine Erlebnisse schicken wollte, konnte ich nur noch ein leeres Blatt mit zwei kleinen Köfferchen entdecken. Und die Köfferchen entschwanden dann auch noch alsbald mit meiner Geschichte.
Ich habe den Computer bekniet, angefleht, bedroht, er soll mir sofort meine gestohlenen Blätter wieder herausrücken. Nichts! Ob ich wohl einen Hammer holen sollte, um mir seine Innereien vorzunehmen?
Oder vielleicht mache ich es so, wie mit meiner Personenwaage. Die zeigte jede Woche 500 Gramm mehr an, bis ich sie aus dem Fenster geworfen habe. Da lag sie dann und konnte mich nicht mehr ärgern. Mir wäre es viel lieber, der PC würde mir anzeigen, wann ich was groß oder klein schreiben muss und mir nicht immer so unsinnige Vorschläge bei manchen Wörtern machen.
Ja und jetzt ist mir aufgefallen, dass es „DER“ PC, „DER“ Computer heißt, nicht „DIE“. Männlich!
Kein Wunder, dass „ Frau“ mit der Technik nicht klarkommt.
Reinhard hatte genug vom Leben. Endgültig genug. So beschloss er, Schluss zu machen. Er erwog verschiedene Möglichkeiten, um aus dem Leben zu scheiden.
Erhängen. Jawohl. Er wollte sich erhängen. Dazu brauchte er einen Strick, ein Seil, ein Tau. Nichts aus Kunststoff oder gar Draht. Nein, es sollte ein Hanfseil sein. So richtig altmodisch. Das würde am ehesten seinen Ansichten, die er sein Leben lang vertreten hatte, entsprechen.
Nun, Hanfseile gab es nicht so unbedingt im Supermarkt. Es dauerte eine Weile bis er in einem leicht antiquierten Geschäft das Entsprechende fand.
Dienstag, fand er, war ein guter Tag zum Sterben. Also stieg er an einem Dienstag auf einen Stuhl, das Seil hatte er an einem Haken an der Decke befestigt, legte sich das Hanfseil um den Hals und stieß den Stuhl um.
Er zappelte ein paar Mal hin und her. Ein Slapstick wäre gewesen, wenn das Seil gerissen wäre. Oh nein, das Seil riss nicht. Aber der Haken an der Decke löste sich durch das plötzliche Gewicht Reinhards und er stürzte zu Boden.
Benommen rappelte er sich auf. Seine Nase blutete stark und später im Krankenhaus stellte man fest: Sie war gebrochen.
Das Richten der Nase war trotz Narkose eine schmerzhafte, über einige Wochen dauernde Erfahrung.
Nach der Einnahme von viel zu vielen Schmerzmitteln, kam Reinhard auf die Idee Schlaftabletten zu nehmen. Das wäre ein schmerzfreier Tod. Er würde überhaupt nichts mitbekommen.
In seinem Erste-Hilfe-Kasten war ganz hinten ein vergessenes Glas mit Schlaftabletten. Es war noch fast voll. „Am Besten, ich nehme alle“, dachte Reinhard. Er schluckte die Tabletten, bis ihm übel wurde und er sich sehr zusammen nahm, um nicht alles wieder auszuspucken. Dann legte er sich ins Bett.
32 Stunden später wachte Reinhard wieder auf. Er fühlte sich ausgeruht und glücklich, bis ihm einfiel, dass er sich doch das Leben nehmen wollte.
Die vielen Tabletten hatten schon längst das Verfallsdatum überschritten. Deshalb wirkten sie nur noch bedingt. Sie reichten eben nur zu einem langen, erholsamen Schlaf.
Reinhard war zornig. Sehr zornig. Aber es gab ja noch genügend andere Möglichkeiten.
So fuhr Reinhard, dieses Mal an einem Mittwoch, denn mit Dienstagen hatte er schlechte Erfahrungen gemacht, mit seinem Auto los. Da gab es diese große Betonmauer. Auf die würde er mit 180 Sachen zurasen. Bei seinem kleinen Auto würde von ihm und seinem Wagen nicht mehr viel übrig bleiben.
