Ein Jahr in London - Anna Regeniter - E-Book

Ein Jahr in London E-Book

Anna Regeniter

4,4

Beschreibung

Lebenstraum London: Mit Anfang 30 zieht Anna Regeniter in die schillernde Hauptstadt Großbritanniens. Selbstironisch erzählt sie vom Aufeinanderprallen ihrer Londonträume mit der Realität - von ihrem unglaublich komischen Alltag als Deutschlehrerin, von ihrem pakistanischen Zeitungshändler und ihrem griechischen Vermieter, von Cream Tea, Clubs voller Popstars und der entscheidenden Wahl des Lieblingspubs.

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Anna Regeniter

Ein Jahr in London

Reise in den Alltag

Für Hilde

Originalausgabe

6. Auflage 2009

© Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2007

Alle Rechte vorbehalten

www.herder.de

Datenkonvertierung eBook: le-tex publishing services GmbH, Leipzig

ISBN (E-Book) 978-3-451-33354-5

ISBN (Buch) 978-3-451-05741-0

August

Die Frau mit den langen, roten Locken an der Hotelrezeption spricht weder Englisch noch Deutsch. Sie spricht überhaupt nicht. Als ich ihr meinen Namen nenne, mustert sie mich kritisch, schaut in ein Buch und schüttelt dann den Kopf. Ich suche nervös in meiner Tasche nach der Hotelreservierung und halte sie ihr schließlich hin. Genauso wortkarg wie vorher schaut sie das Papier an, wirft dann ohne Erklärung einen Zimmerschlüssel auf den Tresen und zeigt zur Treppe hinter ihr. „Welcome to London“, murmelt sie mit schroffer Stimme.

Hier bin ich also! Vom Fenster meines winzigen Zimmers aus kann ich einen Teil der Charing Cross Road mit ihren vielen Secondhand-Buchläden sehen und ein bisschen weiter entfernt das imposante, weißgetünchte Gebäude der National Gallery. Dazwischen hupen schwarze Taxis und rote Doppeldeckerbusse um die Wette, und Zeitungsverkäufer preisen lauthals die neuste Ausgabe des Evening Standard an. „Neuer U-Bahn-Streik angekündigt! Heute nur zwanzig Pence!“

Seit ich vierzehn Jahre alt war, träumte ich davon, eines Tages in der Haupstadt Cool Britannias leben zu dürfen, und jetzt bin ich endlich angekommen. Ich denke an all die Sachen, die mir in der kommenden Woche bevorstehen. Das Vorstellungsgespräch als Deutschlehrerin an der Parkland High in Nordlondon findet erst in acht Tagen statt, aber bis dahin muss ich unbedingt eine Wohnung finden, und, fast noch wichtiger, Engländer kennenlernen.

Aber wo soll ich anfangen? Nachdem ich den Koffer ausgepackt habe, mache ich mir mit dem Wasserkocher, der in England zur Grundausrüstung gehört, eine Tasse Tee und beginne, in meinem dicken Reiseführer zu lesen. Darin heißt es, in London lerne man die Einheimischen am besten im Pub, im Park oder durch Freunde von Freunden kennen. Letzteres scheidet schon mal aus, da die wenigen Auswanderer unter meinen Bekannten sich alle entschlossen haben, in südlichere Gefilde als England zu ziehen.

Also habe ich zwei Möglichkeiten: Ich könnte mich in einen Pub setzen und dort warten, bis mich jemand anspricht, beziehungsweise mich selbst betrinken, so dass ich keine Scheu mehr habe, Fremde anzusprechen. Oder ich könnte mich mit einem Buch in den Park setzen und warten, bis ein selbstloser Londoner Mitleid mit mir empfindet. Die erste Option erscheint mir die weitaus angsteinflößendere, also mache ich mich am nächsten Tag mit meinem Reiseführer in der Hand auf zur .

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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