Ein Lebenspuzzle - Wolfgang Klawuhn - E-Book

Ein Lebenspuzzle E-Book

Wolfgang Klawuhn

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Beschreibung

EIN LEBENSPUZZLE Nach der Erstausgabe mit dem Titel "Trau Dich", einem Sachbuch zur Unternehmensführung, jetzt eine ganz neue Vorstellung des Autors. Anekdoten, Prosa, Poesie und Lyrik und ein wenig Politik. Eine neue Kategorie ist geboren: Das Erlebnisbuch. Eine Mischung aus Krassem und Banalem, unterhaltend, oft auch nachdenklich und eindringlich. Zeitkritische Passagen wechseln sich mit Erfahrungsberichten ab. Gedichte und Geschichten ranken sich um eine Zeit die man Leben nennt. Der Grundgedanke: Unterhaltsam Erfahrungen vermitteln. Am Ende steht ein Bild, das man sich selbst zusammenstellt.

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Seitenzahl: 255

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Wolfgang Klawuhn

Ein Lebenspuzzle

Das "Suffix" ein "Ismus"! / Kanzlers Nachtträume

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

GLOSSAR

Gedankensplitter

VITA

Impressum

Bücher die Gedankenspeicher.

Wie das Leben so spielt.

Die Wahrsagerin

Tipps und Tricks

Zitat / Cicero

Assoziationen / Bild 1

Erfahrungsbericht aus dem Unternehmeralltag

Strände der Welt / Bild 1

Bücher

Ein Kanzlertraum

Freundschaft „forever“ und dann das!

Der Augenblick

Strände der Welt / Bild 2

Unternehmens- und Lebenszyklus.

Mensch sein aber wie?

Mobbing

Be lucky

Die 1. Nacht von 9 durchwachten Nächten.

DU oder SIE, nur eine Generationenfrage?

Strände der Welt / Bild 3

Surrealismus

Typenlehre

Delegation / Erst fördern, dann fordern!

Assoziationen / Bild 2

Management by Terrier

Die 2. Nacht von 9 durchwachten Nächten.

Strände der Welt / Bild 4

Der direkte Vorgesetzte.

Quattro stazioni più una

In Grenzbereichen

„WINNER“ and „LOSER“

Strände der Welt / Bild 5

Die Meistersuche

Die 3. Nacht von 9 durchwachten Nächten.

Von Anfang und Ende

Frühlingstag im Herbst.

Die Ankündigung

Am Ende ein Nachruf

Abgesang

Zusammenarbeit mit Banken, geht das?

Arbeitsteilige Verantwortungslage

Freund und Feind

Der „getaktete“ Unternehmer

Eine „Kapitalvernichtungsmaschine“

Philosophier er nicht!

Strände der Welt / Bild 6

Lieblingsrezept Huhn Marengo

Träum doch!

Lieblingsgetränk

Ewigkeit trifft Unendlichkeit

Olga

Text Strände der Welt / Bild 1

Cafe Americano, die heiße Variante

Kommunikation

Mitarbeiterbesprechungen

BETRIEBSFRIEDEN / BETRIEBSKLIMA

Die 4. Nacht von 9 durchwachten Nächten.

Assoziationen / Bild 3

Was sind Mitarbeiter?

Text Strände der Welt / Bild 2

Der Sidecar / Kategorie Lieblingsgetränke

Ach bitte, nur ein bisschen

Café Cortado heiß an kalten Tagen

Lieblingsrezept von der Gans

Die Verhaftung

Vitello tonnato

Text Strände der Welt / Bild 3

Seezunge

Suche nach Freundschaft

Die 5. Nacht von 9 durchwachten Nächten.

Text zu Assoziationen / Bild 1

Flucht

Martin Luther King

Die verlorene Freundschaft

Gebet des älter werdenden Menschen

Das Suffix

Der Zug der Lemminge

Motivation

Text Strände der Welt / Bild 4

Geschäftsführer

Eine Schule ist noch kein Lebenszweck!

O S T E R N

Lammkeule

Text zu Assoziationen / zu Bild 2

Carpacio

Überlass es der Zeit

Die 6. Nacht von 9 durchwachten Nächten.

Text Strände der Welt / Bild 5

Das Suffix, das Gedanken steuert

Apfelspalten mit Calvados

Von Schwiegermüttern und „bösen“ Schwiegersöhnen

Veneziano (Aperol Spritz)

Oh, diese Jahreszeiten

Die 7. Nacht von 9 durchwachten Nächten.

Das Buch Genesis, Kapitel 11

Text Strände der Welt / Bild 6

Auf dem Balkon im Stau

Das Campingexperiment

Caffè Shakerato

Text zu Assoziationen / Bild 3

Wenn Frauen traurig sind

Coq au Vin

Vergänglichkeit

These und Antithese

Die Welt ist voll am Arsch!

Fromme Buben

Die 8. Nacht von 9 durchwachten Nächten.

Unverstand gebündelt

Weihnacht I

Weihnacht II

Ego

Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit

Freiheit ?

Freiheit, trotzig, aber wahr?

Die 9. Nacht von 9 durchwachten Nächten.

Sehnsucht

Silvester

Zum neuen Jahr

Geburtstag

Angst

Mysterium

Herbsttag

Impressum neobooks

GLOSSAR

Ich hab noch was zu sagen!EIN LEBENSPUZZLEvon W.O. KlawuhnAnekdoten, Prosa, Poesie, Essays und Lyrik.Miteinander verbunden schaffen sie dieses Erlebnisbuch.Krasses und Banales werden buntgemischt, wie das Leben so spielt.Unterhaltend, oft auch nachdenklich, zeitkritisch und eindringlich verläuft der Spannungsbogen.Der Grundgedanke: Wenn ein Leben unüberschaubar vielfältig, warum nicht einen Ausschnitt puzzeln? Am Ende steht ein Bild, das man sich selbst zusammenstellt.„Das Leben ist ein Puzzlespiel und wir? Wir puzzeln gerne mit!“Anekdoten aus dem Alltag von KleinunternehmenGedichte, man kann es auch Lyrik nennenGeschichten die das Leben schriebEmpfehlungen für ein UnternehmerdaseinLieblingsrezepteLieblingsdrinks (alle erprobt und deshalb empfohlen)Lieblingsgedichte von Dichtern und DenkernSprüche und Lebensweisheiten, bunt gestreutEssays Politik: 9 schlaflose Kanzlernächte.

Gedankensplitter

An einem frühen Morgen wachte er auf,Rieb sich die Augen und meinte,Dass irgendwo geschrieben steht,Er sei ein Poet.Warum also nicht, vom Leben berichten,Mit Prosa, Versen, Geschichten und Gedichten?Zwei Lieblingszitate des Autors und ein bisschen Selbsterkenntnis:„Der Mensch ist ein zielstrebiges Wesen, aber meistens strebt er zu viel und zielt zu wenig„(Günter Radtke, dt. Journalist u. Schriftsteller)„Dem weht kein Wind, der keinen Hafen hat, nach dem er segelt.“(Michel de Montaigne, frz. Schriftsteller, Philosoph)

„Nur was man gerne tut, macht man auch wirklich gut“(W.O. Klawuhn)Willkommen in einer Gedankenwelt, die bemüht zu ordnen und doch permanent im Chaos strandet, so chaotisch, wie ein Leben nur sein kann. Kommen Sie mit, ich lade Sie gerne ein.

VITA

Der Autor, ein Kriegskind, in die ersten Kriegsjahre des 2. Weltkriegs hineingeboren.Wirkungen unruhiger Zeiten bestimmten auch den Bildungsweg.Mittlere Reife, Maschinenbauerlehre, Jahre bei der Bundeswehr,über den 2. Bildungsweg die Fachschulreife mit anschließendem Studium und Abschluß Diplom-Wirtschaftsingenieur FHSeit 1972 Führungspositionen in der mittelständischen Wirtschaft.Zuletzt 1986 Geschäftsführer einer Verlagsauslieferung1991 Gründung der Unternehmensberatung W.O. Klawuhn,Bis heute selbständiger Unternehmensberater mit Erfahrungen aus über 300 Beratungsprojekten, branchenübergreifend in Mittelstandsunternehmen.2011 Autor eines Sachbuches mit dem Titel „Trau Dich“Seitdem schriftstellerische Ambitionen mit besonderer Affinität zum lyrischen Ausdruck, auch ernsterer Themen.

Impressum

W.O. Klawuhn, Bad PyrmontCopyright © 2021Alle Rechte vorbehaltenAlle in diesem Werk verwendeten Texte, Fotos und grafischen Gestaltungen sind urheberrechtlich geschützt. (Ausgenommen Zitate oder zitierende Texte)

Bücher die Gedankenspeicher.

Man reimt sich einfach einen RaumIn den man eintaucht in Gedanken,Man wählt ihn klein oder auch größer,Die Perspektiven schwanken.Ein Fixpunkt hilft bei der BetrachtungUnd man bewegt sich frei, wie es gefällt,Ohne schleichende Mißachtung,Für kurze Zeit in einer eigenen Welt.Man setzt Akzente, richtet ein,Schweift ab und kommt zurück.Einmal mit sich selbst, so ganz allein,Man findet sogar etwas GlückEin wenig Schmunzeln wenn du liest,So manchen Ernst auch findest,Verwundert wenn du plötzlich siehst,Das dieses Buch die Zeit nicht schindet.Man erschließt sich eine neue WeltDie Wege führen in die FerneUnd wenn das Buch dann zugeklappt,Erinnert man sich gerne.

Wie das Leben so spielt.

Hilfe zur Selbsthilfe wenn Ziele fehlen:Es gibt Lebenslagen, da sind viele Ziele erreicht und neue nicht in Sicht. Einige sind unendlich reich geworden und meinen sie seien angekommen. Andere sind noch auf dem Weg und zweifeln welcher denn der richtige ist, und einige sind einfach stehen geblieben und haben alles andere vor Augen, nur kein Ziel.Diese Situationen nutzen Menschen die vorgeben die Zukunft zu kennen. Oft stehen abenteuerliche Vorhersagen im Raum und Suchende sind gut beraten nicht unbedingt gleich alles für bare Münze zu nehmen.Aber entgegen weitverbreiteten Vorurteilen erfüllt die Wahrsagung doch einen Zweck, sie versetzt Suchende in eine Art Bereitschaftshaltung, quasi ähnlich der Standby-Funktion, wie man sie auch bei technischen Geräten kennt. Im Gedächtnis gespeichert, genügt schon ein kleiner Auslöser, ein Schalter, um jetzt auch aktiv eine Umsetzung zu erwägen.Diese Erfahrung machte auch eine einsame, ältere Dame:

Die Wahrsagerin

Vor Jahren starb der Ehemann eines Unternehmerehepaares. Die Kinder übernahmen, gut vorbereitet, den Betrieb. Die Ehefrau Renate, im Alter von 65 Jahren, zog sich aus allen betrieblichen und gesellschaftlichen Verpflichtungen zurück. Doch sie spürte bald die Einsamkeit und klagte einer Freundin ihr Leid. Die Situation nage an ihrer Seele und überhaupt ist alles langweilig und blöd. Die lebenslustige Freundin, mit wenig Zeit aber ganz viel Lust, hatte auch gleich einen Vorschlag: Wir besuchen eine Wahrsagerin! Da kenne ich eine, die kann… und die wird…! Überredung! Überredung! Gesagt getan!Nun sind Wahrsagerinnen, wenn man es ganz genau nehmen will, ja nicht gerade …; aber das weiß man ja und Vorurteile waren auch schon da.Nach einer geheimnisvollen Frage- und Antwortprozedur entwickelte die Wahrsagerin tatsächlich ein Zukunftsbild:- sie werden in nächster Zeit eine Reise machen- auf dieser Reise werden sie einen Mann kennenlernen- der Mann wird kein Adonis, aber vermögend sein.- sie werden zu ihm ziehen, bis ans Ende ihrer TageNun muss man wissen, dass die alleinstehende 65-Jährige Renate, eher introvertiert, weder Lust auf Reisen und schon gar nicht auf Männer hatte und somit das Eintreten der Vorhersage weit von sich, eher in den Bereich der Unmöglichkeit, verbannte. Da kam überraschend der Anruf einer Bekannten. Ich fliege nach Mallorca, suche eine liebe Begleitung. Da habe ich an dich gedacht. Überredung! Überredung! Man kann sich leicht denken was passieren wird.Eine kleine Bootstour auf dem Mittelmeer. Ein Mann fotografiert: das Meer, das Boot, das Meer und…, merken sie was? Er hat eine Frau fotografiert, sogar Blickkontakt gehabt, geht auf sie zu und in das Rauschen von Wellen und Wind mischt sich folgerichtig das Angebot: Wenn sie mir ihre Adresse geben, dann würde ich ihnen die Fotos gerne zuschicken. Es war sein letzter Urlaubstag. Sie sahen sich nicht wieder, aber Wochen später waren an einem Samstag im Briefkasten die Bilder und wieder eine Woche später stand er in der Tür.Wie in den 50er Jahren hatte er sein Auto weit weg um die Ecke geparkt, damit niemand auf seinen Besuch aufmerksam würde und wenn er sie später mit seinem Wagen abholte, an einer entfernten Ecke ihres Wohnblocks, dann lag stets eine rote Rose auf dem Beifahrersitz. Schon bald wollte man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und sie zog zu ihm, in seine Villa. Ab dieser Zeit standen Rosen in ihrem Zimmer, an ihrem Bett, bis ans Ende ihrer Tage.RESÜMEE:Lieber Leser, diese kleine Anekdote mag die Macht von Zielsetzungen vermitteln. Ein typischer Fall von „Indirekter Zielsetzung“.Die Wahrsagerin konnte nicht wissen was passieren wird, aber sie hat Ziele gesetzt. Die vermittelten Ziele wiederum haben es unserer Renate erst ermöglicht, Angebote anzunehmen, zumindest aber durch Rückversicherung auf die erinnerte „Prophezeiung“ diesen stets positiv zu begegnen.

Tipps und Tricks

Tipps und Tricks, die reichen aber nichtUm ein langes Leben auch zu meistern.Ein Spiegel bringt es schnell ans LichtMan muss und sollte auch begeistern.Ein offenes Gesicht,Die Augen wach,Auch gerade HaltungHelfen ungemein bei der Gestaltung

Zitat / Cicero

“Das Gesicht ist ein Abbild der Seele“„Quod est imago faciem meam“(Cicero (106 v. Chr. > 43 v. Chr. / Orator ad M. Brutum XVIII, 60)

Assoziationen / Bild 1

W.O.KlawuhnWas könnte das sein?Schemenhaftes Grau Assoziationen schafft.Gedanken dazu finden Sie unter Text zu Assoziationen / Bild 1

Erfahrungsbericht aus dem Unternehmeralltag

RisikooptimierungVielen Menschen sind Risiken einfach nicht bewusst.Sie arbeiten erfolgreich für einen Chef.Zufrieden kommen sie abends nach Hause und dann, beim Feierabendbierchen schleicht sich ein Gedanke ein: Was der kann, das kann ich doch auch!Und schon ist es passiert. Ohne Not begibt man sich in den Bannkreis von Risiken die man noch gar nicht kennt.Als Berater hatte ich so einen Fall. Das Fachwissen war groß, aber Gründungsgefahren völlig unbekannt.Nicht selten gehen Unternehmen mit vollen Auftragsbüchern unter weil zwar absehbar, aber dann doch immer wieder plötzlich, Liquidität fehltEndlich selbständig, jetzt alle Sicherungsleinen los?Die schwäbische Alb. Viel Wald, ab und zu erdbebengefährdet und im Randbereich, in der Umgebung von Stuttgart, viel Feinwerktechnik, Elektrik, Elektronik und IT. Dort ein Elektromeister einige Monate nach der Neugründung.Aufträge waren vorhanden. Viele Aufträge der öffentlichen Hand dabei. Diese wiederum als schlechte Zahler und Preiskämpfer über diverse Ausschreibungsverfahren bekannt. Es kam wie es kommen musste, Arbeit war da, Geld kam nicht rein und die Liquidität wurde eng und enger.Just in dieser Situation kam ich ins Unternehmen. Bereits die Anforderung von Buchhaltungsunterlagen löste Stress aus. Der Unternehmer beeilte sich aber zu versichern, dass in zwei Wochen der Engpass in der Verwaltung überwunden sei, denn seine Frau habe ihre bisherige Arbeitsstelle bereits gekündigt, habe eine kaufmännische Ausbildung und werde dann alle Daten der Betriebsabrechnung professionell auf dem Laufenden halten.Zunächst war ich erstaunt und dann, ein wenig später, entsetzt, möglicherweise auch verärgert. Der Unternehmer hatte im Überschwang recht guter Erwartungen und Prognosen, die keinesfalls als tragend einzustufende Ertragslage falsch eingeschätzt und indem er eine wichtige „Sicherungsleine“ einfach kappte, das Unternehmen sogar mit zusätzlichen Kosten belastet, auch seine private Einnahmensituation damit praktisch auf Null gesetzt.Man muss wissen, die Ehefrau hatte einen hochdotierten Posten als Chefsekretärin in einem Versicherungsunternehmen. War langjährige geschätzte Mitarbeiterin auf der Direktionsetage und man hatte sie nur widerstrebend und äußerst ungern ziehen lassen. Hinzu kommen leider einige negativ besetzte Erfahrungen in Bezug auf Beschäftigung von Familienmitgliedern in mittelständischen Betrieben. Jetzt bildeten gleich zwei Problemkreise Schnittmengen. Zum Einen die Familienaktion in einem noch nicht profitablen Unternehmen und zum Anderen die völlig unnötige Auflösung eines wiederum sicheren und profitablen Deckungsbeitrags zum Ausgleich der gemeinsamen Lebenshaltungskosten.Es gelang, das Ehepaar von der Rücknahme, der durch nichts zu rechtfertigenden Kündigung zu überzeugen. Ich „schnappte“ mir das Ehepaar und als wir beim Versicherungsdirektor auftauchten, brauchten wir unser Anliegen gar nicht erst weiter vorzutragen. Überglücklich nahm der die Kündigung zurück, und ein Aufatmen ging durch die Runde. Alle waren froh, dass nun wenigstens ein Teil des privaten Einkommens gesichert war.Die Buchhaltung hat übrigens später ein Steuerberater zu günstigen Konditionen übernommen. Auch ein Rat für Leitungen kleinerer Unternehmen: Beschäftigen Sie sich nicht mit der Verarbeitung von Zahlen, die beschreiben doch nur die Vergangenheit und Ihre eigene Zeit ist einfach zu kostbar, um „Buchhaltung zu machen!“ Aber mit den Ergebnissen sollten Sie schon arbeiten und auch die richtigen Schlüsse aus den Signalen Ihrer Kennzahlen ziehen.

Strände der Welt / Bild 1

W.O. KlawuhnEin Zyklus in 6 Bildern > Ein 6-Bilder PuzzleWas kann das sein, so geheimnisvoll, in waagerechter Pose?Gedanken hierzu finden Sie unter „Text zu Strände dieser Welt / Bild 1“

Bücher

Im Buch so manchen Spannungsbogen,Bin ich enttäuscht entlang geflogen.Weil was am Anfang glauben machte,Am Ende nicht Erkenntnis brachte.Manches Buch ist ein alternativer Fakt,Vorn verhüllt und bunt, aber hinten nackt.Vom Nobelpreis weit entfernt,Hab ich trotzdem was gelernt.Hätte ich es nicht gelesen,Wäre ich nicht dort gewesen,Wo ich niemals hingekommen.Gut, dass ich mir Zeit genommen.

Ein Kanzlertraum

Nacht für Nacht der Kanzler um den Schlaf gebracht.Er träumte einen Traum und der ging so:Wenn ich Bundeskanzler wäre...................!Immer wieder träumt er in der Nacht“Wenn ich Bundeskanzler wäre“und wenn er wieder aufgewacht,kann er Enttäuschung nicht verhehlen,auch Ohnmacht und eine bißchen Leere.Sein Bundeskanzler ist ein starker Chef,Er kämpft für Deutschland und die Sache.Er ist bei Nachbarn unterwegs,Warum das Rad ganz neu erfindenWenn`s nebenan erfolgreich läuft?Seine Nation, das ist EuropaUnd wenn Staaten miteinander leben,Dann müssen gemeinsam streben.Nicht eigensüchtig und zurückgewandt,Sondern eng verbunden, Hand in Hand.Er würde für Recht und Ordnung sorgen,Das eigene Wohl mit Augenmaß im Blick.Nachbarlich gemeinsam denkt er schon an Morgen,Alleine ist das Brett zu dick.Wichtig wär ein solidarisch machbares Programm,Das es Punkt für Punkt abzuarbeiten gilt.Nicht nur so gut, wie jeder einzelne es kann,Die Vergangenheit war viel zu wild.An dieser Stelle wird er immer wieder wach,Ihm fehlt der politische Wille!Programmatisch ist Europa viel zu schwach,Es wird gepokert, heimlich und in aller Stille.

Freundschaft „forever“ und dann das!

Partnerschaft kann auch Risiko bedeuten.Ich war wieder einmal auf dem flachen Land unterwegs. Ein Hilferuf hatte mich erreicht, aber ein Auftrag sollte erst erteilt werden, nachdem ein persönliches Gespräch stattgefunden hat. In einer idyllisch gelegenen Dorfgemeinde mit Burgruine und Dorfweiher lag an eben diesem ein Altenheim. Wie sagt man heute: Eine Senioren-Residenz und eine kleine Residenz war dieses Anwesen wirklich. Blumen überall, Laubengänge und Bänke, ein einladender Eingangsbereich und dieser positive Eindruck setzte sich im Inneren des Hauses fort. Übrigens ein kleiner abschweifender Hinweis sei an dieser Stelle erlaubt. Immer wenn ich auf ein gepflegtes Äußeres traf, konnte ich einigermaßen sicher sein, dass sich dieses positive Umfeldsignal auch in allen Bereichen der Unternehmen fortsetzte.Wenn Sie also vor einem Restaurant ungepflegte und unansehnliche Blumenkästen bemerken, in denen Gras und Löwenzahn eine karge Bleibe gefunden haben, wenn Blumenkübel und Rabatten Sie an Steppe erinnern, wenn auf den Innenfensterbänken die berühmten gelbwelken „Frauenzungen“ > Sansevieria Laurentii (die können, wenn die Pflege stimmt, so kraftvoll dekorativ auftreten) und andere „Dörrpflanzen“ ihr Leben fristen oder gar verblichene Kunstpflanzen dieses Ambiente ersetzen oder verstärken, dann, ja dannkönnen Sie davon ausgehen, dass Küche und Service diesem Gesamtkunstwerk nicht widersprechen, vielmehr genau diesem entsprechen werden und wenn Sie diese Signale nicht abschrecken, dann können Sie dort natürlich auch essen gehen……..Nach diesem kleinen Erfahrungsausflug aber wieder zurück zum Problem der Senioren-Residenz. In dem freundlich gestalteten Haus begrüßte mich mein ebenfalls freundlicher Gesprächspartner, ein Mitvierziger mit gepflegtem Äußeren. Wir zogen uns in sein Büro zurück, tauschten ein paar Nettigkeiten aus und kamen dann sehr schnell zum eigentlichen Anliegen.Vor acht Jahren habe er und ein langjähriger Freund Geld und Wohnort zusammengelegt und gemeinsam die heutige Senioren-Residenz GmbH gegründet. Mein Gegenüber brachte notwendige Ausbildung und Lizenz in die Neugründung ein und sein Freund deckte den kaufmännischen Part ab. Die Gemeinde unterstützte das Unterfangen und die erhoffte Nachfrage, da in der Fläche vorhanden, entwickelte sich stetig. Das Haus wurde angenommen und war bald gezwungen eine Warteliste zu führen. Auch der wirtschaftliche Erfolg blieb nicht lange aus und die Freunde erreichten nach einigen Jahren……., ja man kann durchaus von Wohlstand sprechen.Die Doppelleitung des Heims genoss im Umfeld hohes Ansehen, und die Philosophie des Hauses sprach sich herum. Im siebten Jahr (das verflixte siebente Jahr?) dann der Einbruch. Die Nachfrage ließ nach. Die Belegungszahlen waren rückläufig, das wirtschaftliche Ergebnis schnell negativ und nun saßen wir zusammen und ich merkte bald, der Auftrag lief auf die Lösung einer einzigen Frage hinaus. Welche Möglichkeiten gibt es, den Freund, der schon lange keiner mehr war, aus dem Unternehmen möglichst schnell und ohne wirtschaftlichen Schaden zu entfernen?Die Farbe der Ohren meines Gegenübers, die inzwischen auf dunkelrot gewechselt war, signalisierte die Anspannung, mit der er eine wahrlich bedrohliche Entwicklung schilderte. Vor etwa zwei Jahren habe der Mitgesellschafter privat einen Schicksalsschlag hinnehmen müssen. Seine Frau ließ sich scheiden und auch die beiden Kinder wurden Ihr zugesprochen. Von diesem Zeitpunkt an wurde das Verhalten des Mitgesellschafters unberechenbar und auffällig. Er war Stammgast in den beiden Kneipen des Ortes und an Sonntagen kurvte er mit einer fetten Harley Davidson durch den Ort ohne zu ahnen welch verheerende Wirkungen er bei den Bewohnern hinterließ, von denen ja nicht wenige Eltern und Familienangehörige seinem Haus anvertraut hatten. Auch ansonsten wurde er auffällig, randalierte hier und dort und irgendwie fühlte er sich zunehmend als Rocker und so sah er dann auch aus. In dem kleinen Ort waren die Auftritte zunehmender Gesprächsstoff und bald hieß es: „So verprasst der Kerl unser Geld, dass wir zur Pflege unserer Verwandten und Angehörigen bezahlen!“Immer öfter spielte auch Alkohol im Dienst eine Rolle. Das wiederum blieb auch vielen Heimbesuchern nicht verborgen. Nun war guter Rat gefragt, denn im Bewusstsein Ihrer damaligen Freundschaft waren beide Gesellschafter mit je einer 50%-Beteiligung im GmbH-Vertrag eingetragen. Eine Patt –Situation, die in der ersten Euphorie vereinbart, sich jetzt rächen sollte und gleich eine Empfehlung an alle GmbH-Gründer auslöst:Gestalten Sie bei einer GmbH-Gründung die Beteiligungen immer so, das die GmbH und ich betone hier ausdrücklich, nicht die beteiligten Personen, sondern die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), auch in schwierigen Situationen handlungsfähig bleibt. Resümee:Partnerschaft kann auch Risiko bedeuten, oder besser, bedeutet immer Risiko.Immer, wenn mehrere natürliche Personen eine Nachfolge antreten oder eine Unternehmensneugründung beabsichtigen, sollten persönliche Verhältnisse zueinander und untereinander nicht im Vordergrund stehen. Im Laufe des „Zusammengehens“ können Entwicklungen eintreten, die finanzielles oder gar unternehmensgefährdendes Chaos auslösen. Wenn dann die Verträge nicht das halten, was sie annahmen, dass sie es versprechen, dann ist „guter Rat teuer“, richtig teuer!Also wachsam und vorausschauend ein „Sicherungsnetz“ entwickeln. Ohne sind existentielle Gefährdungen einfach nicht auszuschließen. Wie so oft liegt im Volksmund ein gerüttelt Maß an Wahrheit: „Wenn´s um Geld geht, und früher oder später geht es immer um Geld, also wenn´s um Geld geht, dann hört die Freundschaft auf!“

Der Augenblick

Ein Moment in dem das Sein verschmilzt,Es geht weder vor, noch geht es zurück.Er zieht alles in seinen Bann,Das ist der Augenblick, der so was kann.Dieser Blitz in kaum messbarer Zeit,Egal wie lang der Tag, wie kurz die Nacht.In ihm vereint Glück und Leid, Sind schon vorbei bevor der erste Sprung gemacht.Kaum gespürt und schon vergessen,Wer hat ihn nicht besessen?Der Augenblick wie Perlen an einer Schnur, Es läuft die Uhr.Spät dann im Herbst der Blätter Reigen, Der Wind ihn durch die Straßen fegt,Wenn eines sich müde auf die Seite legt, Sich auch im Sturm nicht mehr bewegt.Dann ist der letzte nah,Doch nur für einen Augenblick, Noch niemals jemals sah,Das ein Augenblick auch kehrt zurück.Denn es geht weiter, immer weiterUnd so reihen sie sich ein, In endloser Folge als rastlose Reiter,Momente des Lebens, eben des Seins.

Strände der Welt / Bild 2

W.O. KlawuhnEin Zyklus in 6 Bildern > Ein 6-Bilder PuzzleWas kann das sein, so geheimnisvoll, im Punktelook?Gedanken hierzu finden Sie unter „Text zu Strände dieser Welt / Bild 2“

Unternehmens- und Lebenszyklus.

Ein Ausblick. So könnte es sein, muss es aber nicht. Entwicklungen unterliegen im Leben wie auch in Unternehmen Zyklen, die gesteuert oder zufällig Höhen und Tiefen bestimmen.Beide, Lebens- wie auch Unternehmenszyklen, gilt es in Einklang zu bringen und möglichst auch über einen längeren Zeitraum im Gleichgewicht zu halten.Dabei kann der eine oder andere Sinus schon mal das Geschehen dominieren.Ähnlich wie auf einer Achterbahn geht es rauf und runter. Dabei ist es wichtig immer wieder diejenige Höhe zu erreichen die einem dann bei der Talfahrt denjenigen Schwung erlaubt, um bei Durchquerung der Talsohle die folgende Steigung auch wieder voll zu meistern.Im Gegensatz zur Achterbahn kann es im wirklichen Leben aber auch gelingen längere Zeit auf dem Scheitelpunkt zwischen auf und ab zu verweilen.Das ist die Kunst, auf dieser Welle so lange wie möglich zu reiten, ihre Kraft und Schnelligkeit zu nutzen, denn die nächste Talfahrt kommt bestimmt.Die Kenntnis der Sinusproblematik bewahrt Akteure vor gefährlicher Überheblichkeit. Sie lässt Vorsorge betreiben ohne gleich jedes Risiko zu scheuen.Wer den Sinus beherrscht gibt zum richtigen Zeitpunkt Gas und der findet auch den richtigen Bremspunkt um endgültigen Absturz zu vermeiden.Der Versuch eines Leitfadens, denn zu wenige können oder wollen sich vorstellen was einen erwartet, nach dem Sprung in die Selbständigkeit.Unternehmer, echte Unternehmer, gehen nicht absichtlich pleite. Sie haben sich dann einfach nur im unternehmerischen Wagnis verschätzt, und die Schuld liegt sowieso allzuoft bei den Anderen.Das mag jetzt ein wenig verbittert klingen, aber ich habe es so viele Male selbst erlebt. Da ging der Markt kaputt, gaben die Banken kein Geld mehr, hat die Politik versagt, haben gierige Familienmitglieder das Unternehmen ausgezehrt, hat man über die Verhältnisse gelebt, wurden Aufträge angenommen, die über allen Möglichkeiten lagen, wurde nur mit Teilkosten kalkuliert und Marktpreise bis zum geht nicht mehr unterboten, war die Finanzierung von vorn herein nicht gesichert, wurden Entscheidungen verzögert und verschoben bis die Finanzdienste nicht mehr zu erwirtschaften waren, wurde aus dem Privatvermögen gutes Geld schlechtem hinterhergeworfen, hat man sich auf Andere verlassen bis man dann endgültig selbst verlassen war, ist man Steuersparmodellen hinterhergelaufen bis die Investments verramscht und die eingesparten Steuern ebenfalls untergegangen waren, hat man letztendlich nicht verstanden nach Art eines vorsichtigen und auch weitsichtigen Kaufmanns Unternehmens- und Lebenszyklen richtig zu deuten und planvoll zu gestalten.Für jede Entwicklungsphase gibt es besondere Anforderungen der Bewältigung. Das Bewusstsein um zyklisches Verhalten erlaubt es dann auch vorausschauend zu handeln.HINWEIS:(LJ) und (BJ) geben einen Anhaltspunkt zu den jeweiligen Zeitphasen.LJ > Lebensjahre des unternehmerischen Akteurs.BJ > Betriebsjahre18 Phasen der Entwicklung1. Die Idee (LJ21) (BJ0)

Sie wollen ein Unternehmen gründen oder eine Nachfolge antreten. Sie stellen sich Vieles vor, und wenn Sie dieses Buch gelesen haben, dann haben Sie bereits einen ersten Schritt getan, indem Sie Machbares vom Reich der Phantasie bereits zu unterscheiden wissen.Machen Sie aus Ihrer Idee ein Projekt und beginnen Sie dieses Projekt in alle Richtungen auf Machbarkeit und Erfolgsmöglichkeiten hin „abzuklopfen“. Wenn Sie bei Null anfangen, ich meine finanziell, dann werden Sie bei der Geldbeschaffung einige Schwierigkeiten haben. Aber Staat und Wirtschaft fördern gute Ideen, auch finanziell. Sie müssen sich nur bewegen, zunächst Ihren Hintern und dann auch den Kopf. Oder umgekehrt? Na egal, die Hauptsache Sie bewegen sich! Googeln Sie auf „Teufel komm raus“ und machen Sie sich schlau.2. Die Analyse (LJ22) (BJ0)

Sie müssen rechnen und immer wieder rechnen. Bleiben Sie auf dem Boden der Tatsachen und untersuchen Sie Ihr Projekt in Richtung Maximum und Minimum. Irgendwo dazwischen liegt die Lösung, aber rechnen Sie sich diese bitte nicht schön! Im bestehenden Unternehmen müssen Sie Wirtschaftlichkeit und Ergebnisaussichten unter die Lupe nehmen. Für die Neugründung gilt es Hochrechnungen anzustellen. Gehen Sie davon aus, was Sie bei aller Bescheidenheit am Anfang für sich und wenn sie schon denn schon existiert, Ihre Familie, monatlich zum Leben brauchen, denn genau dieser Betrag muss schnellstmöglich und monatlich durch Ihr Unternehmen erwirtschaftet werden.Wenn es ums „Übernehmen“ geht, dann stellt sich die Frage ob Sie nur Schulden übernehmen sollen. Suchen Sie akribisch die „Leichen im Keller“, denn wenn die nicht gefunden werden, dann tauchen die später in Ihrem Portemonnaie wieder auf.Die Ertragskraft der letzten 5 Jahre ist für Sie ein wichtiger Indikator und der Verschuldungsgrad, der Ihnen im Kapitel Betriebswirtschaft erläutert wird und natürlich auch bei Google.Wichtig sind auch die Erkenntnisse zu Standort und Markt! Eine Apotheke im Wald ohne Parkplatz und Laufkundschaft hat keine Chance, es sei denn im Internet. Ein Schuhanzieher in Afrika, wo alle Menschen barfuß oder in Sandalen laufen, hat keinen Markt, es sei denn im Internet. Auch eine Bikini-Boutique in einem 300 Seelen Dorf hat nur geringe Erfolgsaussichten. Es gibt eine Vielzahl von betriebswirtschaftlichen Analysemethoden. Die können Sie alle im Internet abrufen oder Sie kaufen sich Spezialliteratur, aber absolut wichtig ist nur eines, Sie bewegen Ihren H……… und analysieren Ihr Projekt so richtig durch. Und noch etwas: Seien Sie ehrlich zu sich selbst, bewahren Sie sich eine gesunde Skepsis gegen die tausend Meinungen Dritter und lassen Sie die rosarote Brille bis zum nächsten Urlaub auch in ihrem Etui.3. Die Entscheidung (LJ23) (BJ1)Alle Fakten liegen auf dem Tisch. Glauben Sie wenigstens. Sie sind von möglichem Erfolg überzeugt. Der Familienrat hat grünes Licht gegeben. Rechtsfragen wurden fachlich geklärt. Der Steuerberater, während der Analyse bereits beteiligt, sieht Chancen und Möglichkeiten. Möglicherweise „nickt“ ein Unternehmensberater das Vorhaben zusätzlich ab. Wenn Sie sich jetzt Ihrer Sache sicher sind, dann sollten Sie auch zum Notar gehen und anschließend mit Ihren Lieben ein Gläschen Sekt trinken, denn Sie haben eine wichtige Phase Ihres Lebens eingeleitet. Sie haben alles getan, um erfolgversprechend durchzustarten. Sie werden die Ärmel aufkrempeln und mutig kämpfen, aber so ganz sicher ist man sich ja nie.In diesem Zusammenhang fällt mir eine Begebenheit aus einem Auftrag ein. Auch in diesem Beispiel hatte man zu Beginn mit Sekt angestoßen und später gab es nur noch Selters und Tränen. So kann es enden, muss es aber nicht.4. Die Startsicherung (LJ23) (BJ01)Über Freundschaften und Partnerschaften haben wir schon gesprochen. Ein weiteres wesentliches Startproblem ist die unzureichende Finanzierung von Startvorhaben. In der Regel ist am Anfang Geld knapp. Ich meine die privaten Möglichkeiten, denn Geld wird angeboten „wie sauer Brot“, auch wenn immer gerne das Gegenteil behauptet wird. Der Staat hat ein gesteigertes Interesse daran, dass neue Unternehmen entstehen und bestehende gesichert werden. Er fördert Neugründungen und Nachfolgelösungen mit erheblichen und am Anfang auch günstigen Mitteln. Eine der Voraussetzungen ist ein schlüssiger „Businessplan“, also eine Unternehmensplanung, über die in einem anderen Kapitel berichtet wird. Die Benennung von Bankinstituten und Förderanstalten spar ich mir an dieser Stelle. Steht alles im Internet oder Sie erfahren es bei Ihrem Steuerberater. Viel wichtiger stufe ich ein, dass Sie jetzt wissen, dass es so was gibt und dass Sie alle Möglichkeiten auch wirklich „abklopfen“.Aber Vorsicht: Am Anfang sind die Zinsen niedrig und Darlehen auch über einige Jahre tilgungsfrei. Später dann, bei wachsenden Finanzierungsdiensten kann das große „Zähneklappern“ einsetzen. Sie sollten unbedingt in die Zukunft planen und jeder Zeit auch den Überblick behalten, über die Entwicklung Ihrer Finanzen. Ein halbes Jahr sollten Sie schon ohne Einkommen überleben können. Ein Zweitverdienst kann da sehr hilfreich sein, nicht Ihr eigener, sondern der des jeweiligen Lebenspartners. Das hilft am Anfang ungemein!5. Der Sturm und Drang, die Aufbauphase (LJ23) (BJ01)Jetzt geht es los! In ca. 5 Jahren sollten Sie es geschafft haben. Bis dahin müssen Sie „Hans Dampf in allen Gassen“ sein. Urlaub ist für Sie ein Fremdwort, ein 16-Stundentag möglicherweise die Regel.Ihre Familie, wenn Sie nicht als Single unterwegs sind, sieht Sie seltener und Sie müssen aufpassen, dass Ihre Kinder nicht Onkel oder Tante zu Ihnen sagen. Ich habe Unternehmensgründer erlebt, die nachdem das Büro angemietet und der Schreibtisch einen Platz gefunden hatte, sich erst einmal einen ausgiebigen Urlaub gönnten, ungelogen!

Andere wiederum saßen erwartungsvoll hinter Ihrem Schreibtisch und warteten auf die Flut, auf die Flut der Aufträge und waren ganz verwundert, dass immer nur Ebbe war. Aber diejenigen, die mit „Herzblut“ bei der Sache waren und Chancen auch als solche zu nutzen wussten, die Anfängerfehler erkennen und überwinden konnten, die planvoll vorbereitet und dabei auch kreativ die Aufbauphase durchliefen, die haben es dann auch zunächst einmal geschafft. Je nachdem, mit mehr oder auch weniger Erfolg. Es wird immer Senkrechtstarter geben, aber Marathon ist eigentlich die geeignete Disziplin, um etwas dauerhaft, wie sagt man so schön, nachhaltig, auf die Beine zu stellen.Lassen Sie sich also nicht entmutigen, trainieren Sie Ihre Möglichkeiten und verfahren Sie nach dem Beispiel eines Topvertreters: Wenn dieser am Vordereingang abgewiesen wird, dann kommt er eben durch die Hintertür, über die Küche wieder rein.6. Die Konsolidierung (LJ29) (BJ06)Erfolgreiche Unternehmen wachsen überproportional stark. Wenn Sie also in den letzten 5 Jahren erfolgreich waren, dann gönnen Sie Ihrem Betrieb jetzt eine Pause. Damit ist aber jetzt nicht die Einstellung aller Aktivitäten gemeint. Konsolidierung oder Konsolidation ist aus dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet Verfestigung oder Zusammenführung, im betriebswirtschaftlichen Sinn, auch Kostensenkung oder Schließung unprofitabler Bereiche.Wächst ein Unternehmen zu schnell, dann können Organisation oder Wirtschaftlichkeit oft nicht mithalten. Wenn die Mannschaft das Arbeitsvolumen nicht mehr schafft, dann werden eben noch zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Für Optimierungsüberlegungen bleibt da zunächst kaum Zeit. Das ist der Zeitpunkt der Wende. Sie haben inzwischen Mitarbeiter. Arbeitsteilung muss geordnet werden. Denken Sie jetzt über einen ordentlichen Stellvertreter nach. Wer könnte es sein, wer könnte es werden? Sie brauchen Entlastung und Sicherheit, Freiraum und Selbstfindung. Sie marschieren schließlich auf das verflixte siebente Jahr zu. Ihre Familie will Sie endlich wiederhaben. Sie stellen immer öfter die Sinnfrage und auch Artikel über Burnout lesen Sie aufmerksamer durch. Wenn Sie all dieses bemerken, dann ist Hopfen und Malz noch nicht verloren. Sie besitzen noch den notwendigen Anteil an Restsensibilität, um eine Wende auch selbständig einleiten zu können. Ganz anders der Typus des „Workaholics“. Der merkt gar nichts mehr.