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"Ein Lichtermeer" ist wie ein Meer von tausend Lichtern und ein Meer von Licht zugleich. 53 Lehrende spornen all jene, die das Friedenbringen erlernen wollen, dazu an, nach Freiheit zu streben, für sich selbst und für andere. Wie Licht in der Nacht zeigen sie einen Weg, der über Weisheit und Mitgefühl hinausführt, den Weg des allweisen, barmherzigen Hingeneigtseins. Unermüdlich beantworten sie die Fragen, welche Werke und Taten notwendig sind, um ein wahrhaft großes Licht in der Welt entzünden zu können. Sie lehren die Übenden, solch ein Licht zu sein, um allen Wesen, die in Finsternis und Angst leben, hell zu leuchten und den Weg in die Freiheit zu zeigen. Dieses Werk folgt der Weisheit jenes zweitausendjährigen Buches, das unter dem Namen Gandavyuha ("Eintritt in den Kosmos der Wahrheit") Eingang in den Kanon der Avatamsaka- bzw. der Kegon-Schriften gefunden hat. Der Titel des gesamten Kanons lässt sich im deutschen Verständnis in etwa wie folgt beschreiben: "Ein Werk der allweisen Barmherzigkeit, welche reine Lilien zur Ehre des großen, weiten, all-einen Lichts wachsen lässt". Es ist ein Werk, das durch seine leuchtende Kraft hilft, Zeiten der Kargheit und der Dunkelheit zu durchschreiten. In eben solch einer Zeit der inneren wie der äußeren Wüste ist dem Niederschreibenden dieser Schatz der Übertragung in die heutige Sprache anvertraut, verfasst in vollkommener Stille, in einer Höhle, auf einer Insel, dort wo das Leuchten in der Nacht wortwörtlich lebendig ist.
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Seitenzahl: 85
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Das Werk
53 Lehrende spornen all jene, die das Friedenbringen erlernen wollen, dazu an, nach Freiheit zu streben, für sich selbst und für Andere. Wie Licht in der Nacht zeigen sie einen Weg, der über Weisheit und Mitgefühl hinausführt, den Weg des all-weisen, barmherzigen Hingeneigtseins. Unermüdlich beantworten sie die Fragen, welche Werke und Taten notwendig sind, um ein wahrhaft großes Licht in der Welt entzünden zu können. Sie lehren die Übenden, solch ein Licht zu sein, um allen Wesen, die in Finsternis und Angst leben, den Weg in die Freiheit zu zeigen.
Das Werk folgt der Weisheit jenes zweitausendjährigen Buches, das unter dem Namen Gandavyuha („Eintritt in den Kosmos der Wahrheit“) Eingang in den Kanon der Avatamsaka- bzw. der Kegon-Schriften gefunden hat. Der Titel des gesamten Kanons lässt sich im deutschen Verständnis in etwa wie folgt beschreiben: „Ein Werk der allweisen Barmherzigkeit, welche reine Lilien zur Ehre des großen, weiten, all-einen Lichts wachsen lässt“.
Durch seine leuchtende Kraft hilft dieses Buch, Zeiten der Kargheit und der Dunkelheit zu durchschreiten. In eben solch einer Zeit der inneren wie der äußeren Wüste ist dem Niederschreibenden dieser Schatz der Übertragung in die heutige Sprache anvertraut. Die Verse sind in einer Höhle auf einer Insel in vollkommener Stille entstanden, dort, wo das Leuchten in der Nacht wortwörtlich lebendig ist.
In ausführlicher und buddhistischer Sprache ist dieses Werk über das Fernleihsystem der deutschen Universitätsbibliotheken kostenfrei zu erhalten, unter: Doi, Torakazu (1978): Das Kegon Sutra. Das Buch vom Eintreten in den Kosmos der Wahrheit.
Die Herausgeberschaft
Menschen, die das Üben des Friedens unterstützen oder sich selbst dem täglichen Üben widmen, liegt das Weitergeben der Schriften am Herzen, die den Weg des Friedens beschreiben. Unter dem Begriff „Blaue Zelle des Friedens“ verstehen sie einen Ort, an dem Frieden geübt wird. Dieser Ort kann jeder Mensch sein.
Die Veröffentlichung dieses Buches ist durch Geldgeschenke möglich geworden. Angesichts der Tatsache, dass jedes Herausgeben von Friedensschriften einer erneuten Sammlung von Almosen bedarf, gibt es die Idee, diese Arbeit mit Hilfe einer Stiftung zu unterstützen. Solch eine Stiftung kann das Weitergeben der Friedensübungen auf eine ähnliche Weise schützen wie eine Universität das Studieren von Wissenschaften oder wie ein Kloster das Erlernen selbstloser Fähigkeiten. Menschen, die sich dazu berufen fühlen, müssen nicht immer über umfangreiche finanzielle Mittel verfügen, sie können auch gemeinsam mit anderen, die ebenfalls in der Gesellschaft etwas bewegen möchten, Stiftende werden. Jene, die den Friedensweg in Form einer Stiftung schützen wollen, sind eingeladen, an folgende Adresse zu schreiben: Blaue Zelle c/o M. Landauer, Adenauerstr. 22, D-97232 Essfeld.
Weitere Veröffentlichungen
Der Gesang des Friedens
ISBN
978-3-7528-1218-3
Das Licht der Freiheit
ISBN
978-3-7431-5974-7
Frieden üben
ISBN
978-3-7528-1537-5
Dank
Widmung
Vorwort
Einführung
Das Beginnen des Weges
Der Herrlichkeit lauschen
Sich auf den Weg machen
Innehalten und Weitergehen
Das Sehen vollkommener Freiheit
Weisheit und Mitgefühl
Orte, an denen Heilige wohnen
Allseits-Liebende (ein Lobgesang)
Das Vollenden des Weges
Ein Geschenk der Güte
Allumfassendes Fähigsein
Vollkommen barmherzig-weises Hingegebensein
In Dankbarkeit neigen sich Stirn, Mund und Herz
zu allem Offenbarendem, welches das Licht vergangener Zeiten, das Licht gegenwärtiger Augenblicke und das Licht zukünftiger Möglichkeiten mit Milde und Güte in Form von Weisheit dem menschlichen Geist anvertraut und daran erinnert, was als immerwährendes Anliegen wie eine Bitte um Hingabe und Mitgefühl dem Herzen innewohnt.
zu allen Vorangehenden wie Jesus von Nazareth und Siddhartha Gautama, zu allen Weisenden wie Torakazu Doi, zu allen Lehrenden wie Heng Sure und Thich Nhat Hanh, die auf vielfache Weise in Worten und Taten zeigen, wie das Friedenbringen erlernt werden kann.
zu allen Müttern und Vätern wie Monika Böhme und Jörg Böhme, zu allen Unterstützenden wie Jo Schäfer, Micha Landauer, Merau Christos, Alla, Marek, Alex, Alex, Rachel, Tama Nowack, Hannelore Hubert, Hovhannes Martinyan, Daniel Schlett, Beate Wand und Inga Bendiks, zu allen Nachkommenden wie Anna Zoe Weinreich und Smilla Laska Wand, die menschliches Lernen ermöglichen.
zu allen Meistern, die das Hören, Denken und Schreiben beschützen, wie Quelle, Höhle, Wüste, Meer, Himmel, Universitäten, Bibliotheken, Klöster und Kappellen.
Möge diese Erinnerung
allen, die das Friedenbringen lernen wollen,
zur Verfügung stehen.
Menschen wie du und ich
üben dieses Leben zu meistern
und in allem frei und gelöst,
hell, leuchtend und licht zu sein.
Menschen wie du und ich
erfahren von Übung zu Übung
Befreiung und Erlösung,
Erhellung, Erleuchtung, Gelichtetsein.
Menschen wie du und ich
werden als Geübte zu Meistern,
die befreien und erlösen,
erhellen, leuchten und lichten.
Wo sind sie zu Hause,
die Stillen, die Lichten, die Kraftvollen,
wie ist ihr Leben, ihr Dasein,
wo wohnen sie und wie?
Wo die Stille licht und kraftvoll ist,
wo das Licht still und kraftvoll ist,
wo die Kraft still und lichtvoll ist,
dort ist das Dasein lebendig.
Wo die Wesen gestillt sind,
wo die Wesen gelichtet sind,
wo die Wesen gekräftigt sind,
da wohnen die Lebendigen.
Das Licht, das bleibt,
strahlt hinaus in die Welt –
wo ist Welt
und wo ist hinaus?
Es fragt nicht –
in seiner allumfassenden Güte
strahlt es still,
den Irrungen zu leuchten.
Das Licht, das bleibt und stillt,
weitet die Fragen ins Nichts,
es erhellt die Welt
zum Leben.
Als das Herz
den Klang der Verwirrung vernahm,
wendete es sich um,
der dunklen Wolke zu dienen.
Der Schritt hin zum Licht
hielt inne und gebot
sich zuzuwenden
den Gestalten der Finsternis.
Mit der Sonne im Rücken
wartet nun das Leben,
mit offenen Händen
den Verwirrten sich hinzugeben.
Im Licht ist das Licht licht,
das Ich wandelt sich
in tausend Gestalten
und kehrt zurück zum Einen.
Die Strahlen beleuchten
jede Finsterniskeit,
erleuchten die Ecken und Kanten
des wieder und wieder Geborenen.
In den Farben und Formen
ist das Licht tausend
und gelöst davon,
ist es eine lichte Gelichtetheit.
Mögen die verängstigten Wesen
Seelenfrieden erfahren
im Anblick
der einen Herrlichkeit.
Mögen sie Leichtigkeit verspüren
und aufatmendes Hellsein
im Herzen
der stillen Freude.
Mögen sie das Licht
schauen und nehmen können
und hindurchfluten lassen
durch alle Schmerzensglieder.
Aus der Stille
des einen großen Spiegels
des einen großen Meeres
treten die Übenden hervor.
Wie strahlende Schaumkronen
verschenken sie das Antlitz
der einen großen Sonne
der einen großen Stille.
Allumklingender Gesang
verkündet wie Lilien im Frühling
übergroße Herrlichkeit,
das Eine zu ehren.
Ewigkeit und Ewigkeit
vereinigen sich im Tanz
der Reinen, Lauteren, Gütigen,
von blühenden Lilien geschmückt.
Knospen entfalten sich,
verschenken der Vielfalt Klang,
Formen und Farben
reichen sich die Hände.
Zu einem einzigen Gesang
erhebt sich die Freude
der immer Geeinten
von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Licht von Juwelen,
Kränze von Blumen,
Schätze des Einen
sind Worte von Weisheit.
Grund und Boden bereiten sie,
Ursprung und Anfang bedenken sie,
ehren, erinnern, lobpreisen
die eine Wahrhaftigkeit.
Worte, reich an Juwelen,
Blumen und Kränzen,
verschenken sich denen,
die ihr Ohr neigen.
Wie kann ein Schweigen
Worte finden,
wie kann der Spiegel
sich allem hinneigen?
Leuchtende bringen sich dar,
verneigen sich, opfern sich
als Gedanken, wie Sterne
das All zu schmücken.
Liebende weihen sich
dem einen Spiegel
der nackten Wirklichkeit
und werden Weisheit.
Wenn der Mund nur Mund ist
und das Herz nur Herz,
wer sollte sprechen,
wenn nicht das Schweigen?
Das Heilige heilt,
das Eine eint,
das Lichte lichtet
und der Spiegel ist rein.
Mund und Herz
finden die Worte
in den Gestalten
der gegeben Geneigten.
Übende sind die Leuchtenden,
Lichtende sind die Leuchtenden,
Erhellende sind die Leuchtenden,
Übende sind wahres Licht.
Stilles Licht zeigt die Übung,
stilles Licht zeigt die Lichtung,
stilles Licht zeigt die Erhellung,
wahres Licht leuchtet.
Erleuchtet sind die Übenden,
übend sind die Erleuchteten,
wahres Licht sind die Bewahrenden,
bewahrend sind alle Gelichteten.
Die Predigt der Heiligen
lehrt das Leben der Heiligen,
lehrt barmherziges Handeln,
lehrt weises Geben.
Das Predigen der Heiligen
schenkt Herz und Vertrauen,
schenkt Weisheit und Mitgefühl,
schenkt Lehre und Leben.
Barmherzigkeit lehrend,
schenken die Weisen
die Lehre der Weisheit
aus lauterem Mitgefühl.
In der Höhle findest du Weisheit,
in den Bergen findest du Weisheit,
in der Hütte im Wald findest du Weisheit,
in der Wüste findest du Weisheit.
Wo findest du Barmherzigkeit,
wo findest du Mitgefühl,
wo findest du Nächstenliebe,
wo findest du Milde und Güte?
Menschen und Tiere lehren dich,
Städte und Straßen lehren dich,
Wunden und Schmerzen lehren dich –
lass die Schüler dir Lehrende sein.
Befreit in der Stille,
befreit von Gedanken,
befreit von Verlangen,
wirst du weise genannt.
Bleibst du frei unter Menschen,
bleibst du frei in den Städten,
bleibst du frei auch in Schmerzen,
bist du frei von Weisheit und Nennung.
Wahre Stille verschenkt sich frei,
wahre Stille befreit nicht
das niemals gefangen Gewesene,
wahre Stille ist groß an Gnade.
Die Weisheit,
welche die Hölle nicht kennt,
ist eine Weisheit
ohne Fleisch und Knochen.
Der Himmel,
der die Hölle nicht kennt,
ist ein Himmel
ohne Weite und Wahrheit.
Das Leben,
das die Hölle nicht kennt,
ist ein Leben
ohne Herz und Mitgefühl.
Du setzt alles auf Spiel,
wenn du dein Leben gibst
für die Kaltblütigen,
Gierigen, Hassenden.
Du setzt die Weisheit aufs Spiel,
die Klarheit, den Verstand,
du lädst Zweifel ein,
Alpträume, Misstrauen und Angst.
Auf dem Weg in die Hölle
verlierst du alles,
was nicht dir gehört
und weitest den Himmel in dir.
Versammelt sind die große Barmherzigkeit,
die allerhöchste Weisheit,
die Strahlen, die Stimmen, die Tugenden
die Lilien, die Edlen, die Schatzkammern.
Mit Klarheit und nächtlichem Leuchten,
mit blauen Blumengärten,
mit Reinheit und Güte geschmückt,
in tiefer Hingabe dienen sie den Heiligen.
Versammelt sind die Übenden und die Geübten,
der einen Herrlichkeit zu lauschen
und tausendfach die Stimme der Stille
allem Lebendigen zu offenbaren.
Unbegrenzt, unermesslich, unerschöpflich
verneigen sich die Übenden
vor allen Erhellten,
Gelichteten, Gereinigten.
Klaren Auges dienen sie
den lebenden Wesen
mit Worten, Taten und Hingabe,
wo die Stille zu Hause ist.
Von Übung zu Übung,
von Tat zu Tat
leuchten sie den Suchenden
den Weg von Weisheit und Mitgefühl.
