Ein Professor zum Verlieben? - Viola Maybach - E-Book

Ein Professor zum Verlieben? E-Book

Viola Maybach

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Beschreibung

Diese Serie von der Erfolgsschriftstellerin Viola Maybach knüpft an die bereits erschienenen Dr. Laurin-Romane von Patricia Vandenberg an. Die Familiengeschichte des Klinikchefs Dr. Leon Laurin tritt in eine neue Phase, die in die heutige moderne Lebenswelt passt. Da die vier Kinder der Familie Laurin langsam heranwachsen, möchte Dr. Laurins Frau, Dr. Antonia Laurin, endlich wieder als Kinderärztin arbeiten. Somit wird Antonia in der Privatklinik ihres Mannes eine Praxis als Kinderärztin aufmachen. Damit ist der Boden bereitet für eine große, faszinierende Arztserie, die das Spektrum um den charismatischen Dr. Laurin entscheidend erweitert. Die Studentin Mia Bernhardt ist, wie viele andere, in einen ihrer Professoren verliebt, den noch ziemlich jungen Manuel Wörth. Ihrem besten Freund Joshua Graumann schwärmt sie vom Professor regelmäßig vor. Dass Joshua sie liebt und diese Gespräche kaum erträgt, ahnt sie nicht. Irgendwann kündigt er ihr die Freundschaft. Dr. Laurin hat bei Joshuas Mutter Brustkrebs entdeckt, sie muss sich dringend operieren lassen. Mia hatte Joshuas Kummer darüber nicht einmal bemerkt. Jetzt sind sie beide unglücklich, jeder auf seine Weise. Mia merkt, wie wichtig ihr Joshua ist. Auf einer Studentenparty betrinkt sie sich so sehr, dass der Abend für sie ein böses Ende nimmt …

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Seitenzahl: 117

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Der neue Dr. Laurin – 40 –Ein Professor zum Verlieben?

Die schöne Mia gerät auf Abwege

Viola Maybach

»Danke, Mama«, sagte Joshua Graumann, als er seinen leeren Teller ein wenig zurückschob, »das hat wieder toll geschmeckt, aber ich bringe keinen Bissen mehr hinunter.«

Sara Graumann lächelte. »So soll es sein! Es macht einfach mehr Spaß, in Gesellschaft zu essen, entsprechend koche ich auch lieber, wenn es nicht nur für mich ist. Das ist eigentlich das Einzige, was mich an meinem Single-Dasein stört: Ich esse nicht gern allein.«

»Kein neuer Mann in Sicht?«, fragte Joshua.

Seine Eltern hatten sich einige Jahre zuvor scheiden lassen, und es war eine Erleichterung gewesen, auch für Joshua, als die Entscheidung endlich gefallen war. Er hatte damals ja noch zu Hause gewohnt, die ständigen lautstarken Streitereien also hautnah mitbekommen, sowie die rotgeweinten Augen seiner Mutter, die schlechte Laune seines Vaters, die stets bedrückende Atmosphäre in diesem Haus.

Nun war sein Vater weg, er hatte gerade eine neue Familie gegründet. Seit der Scheidung verstand Joshua sich viel besser mit ihm. Seine Eltern, so sah er das mittlerweile, hatten einfach nicht zueinander gepasst. Heute war sein Vater ein entspannter Mensch, und seine Mutter war direkt aufgelebt. Sie reiste viel mit einer ihrer Freundinnen, ging gern in Konzerte oder ins Theater, sie verpasste keine Ausstellung, und sie war sogar sportlich geworden. Er entdeckte immer neue Seiten an ihr und war froh, dass sie bereit war, ihr Leben endlich zu genießen. Sie war Logopädin, hatte vor der Scheidung halbtags gearbeitet und danach die Chance ergriffen, ihre Arbeitszeit aufzustocken, jetzt war es eine Dreiviertelstelle, das genügte ihr. »Ich will ja auch noch Zeit für mich haben«, hatte sie Joshua erklärt.

Sie sahen sich alle zwei Wochen zum Essen, manchmal auch öfter, je nachdem, wie es sich gerade ergab. Und immer war es schön für Joshua, bei seiner Mutter zu sein, die ihn verwöhnte. Sie telefonierten jeden zweiten oder dritten Tag mit­einander. Wenn es keine Neuigkeiten gab, wechselten sie dann nur ein paar Worte, dennoch war jedes Gespräch wichtig für beide, denn es hieß: Ich denke an dich.

Joshuas Mutter führte ihr eigenes Leben, und sie drängte sich nicht in seins. Er wusste von einigen seiner Freunde, dass diese Zurückhaltung nicht selbstverständlich war, deshalb wusste er sie umso mehr zu schätzen.

Sara beantwortete die Frage ihres Sohnes anders als erwartet. »So würde ich das nicht sagen.« Sie lächelte bei diesen Worten.

Joshua richtete sich auf. »Wie bitte? Soll das heißen, du hast jemanden kennengelernt, der dir gefällt?«

Bislang hatte ihre Antwort auf seine Frage nach einem neuen Mann in ihrem Leben stets gleich gelautet: »Mir geht es allein sehr gut, ich kann endlich so leben wie ich möchte, und ich sehe nicht ein, warum ich daran etwas ändern sollte.« Also hatte er automatisch angenommen, er werde diese Sätze auch jetzt wieder zu hören bekommen.

Eigentlich war es schon Antwort genug, dass sich die Wangen seiner Mutter rosa färbten und sie seinem Blick auswich. »Na ja«, sagte sie zögernd, »ich habe jedenfalls nach der letzten Lesung, auf der ich war, mit dem Mann, der neben mir saß, noch einen Wein getrunken. Wir haben uns sehr gut unterhalten. Seitdem haben wir uns noch einige Male getroffen und eigentlich von Mal zu Mal besser verstanden.«

»Mama, das sind ja tolle Neuigkeiten! Und wieso rückst du jetzt erst damit heraus?«

»Ich habe auf den richtigen Augenblick gewartet.« Sara lächelte. »Ich wusste ja, dass du mich über kurz oder lang fragen würdest. Außerdem wollte ich warten, bis ich sicher bin, dass ich diesen Mann in mein Leben lassen will. Ich habe schon einmal eine falsche Entscheidung getroffen, das reicht mir, wie du dir vielleicht vorstellen kannst.«

»Kann ich. Also, wer ist er? Was macht er? Geschieden, Witwer, ewiger Junggeselle?«

»Er ist Witwer, seine Frau ist vor fünf Jahren gestorben, er hat sie lange gepflegt und mir bei unserem letzten Treffen gestanden, dass es keine große Liebe war zwischen ihnen, wohl aber eine tiefe Freundschaft. Es hat mir sehr gefallen, wie er über seine Frau gesprochen hat, sie muss ein sehr liebenswürdiger Mensch gewesen sein. Er war nach ihrem Tod nicht nur traurig, sondern auch erleichtert, das hat er ganz offen gesagt, die Pflege war wohl sehr belastend. Er meinte, er hätte sich erst wieder an das ›normale‹ Leben gewöhnen müssen. Das konnte ich gut nachvollziehen. Er hat zwei Töchter, die nicht hier wohnen, mit beiden versteht er sich gut. Es gibt nur einen Punkt …«

Sara zögerte, fuhr dann aber fort: »Sein Beruf hat mich zunächst abgeschreckt.«

Joshua zog fragend die Augenbrauen in die Höhe. Was würde er jetzt zu hören bekommen? Welche Berufe würde er selbst als abschreckend bezeichnen? Ihm fiel auf Anhieb keiner ein.

»Er hat ein Beerdigungsunternehmen«, erklärte seine Mutter, »zusammen mit seinem Bruder, sie haben es von den Eltern übernommen. Das fand ich, als ich es hörte, irgendwie … bedrückend. Aber mittlerweile weiß ich, dass es das gar nicht ist. Bruno kann sehr gut mit trauernden Menschen umgeben, er findet auf Anhieb den richtigen Ton, ist mitfühlend, ohne die nötige Distanz aufzugeben. Ich habe das einmal zufällig mitbekommen. Bewundernswert.«

»Bruno also. Und wie weiter?«

»Leydinger. Er ist sechsundfünfzig Jahre alt, 1,82 groß, schlank, hellbraunes welliges Haar, braune Augen, schöne Stimme. Wie gesagt: Witwer, zwei Töchter, er wohnt noch immer in dem Haus, in dem früher die Familie gewohnt hat.«

»Wie du«, stellte Joshua fest.

»Ja, wie ich. Wenn der Garten nicht wäre … Aber an dem hänge ich. Das Haus ist mir längst zu groß.«

»Du könntest es mit wenigen Umbauten zu einem Zweifamilienhaus machen«, sagte Joshua.

Seine Mutter sah ihn erstaunt an. »Darüber habe ich noch nie nachgedacht«, gestand sie. »Ich hatte eher überlegt, in eine Wohnung zu ziehen und das Haus zu verkaufen. Aber, wie gesagt, der Garten …«

»Denk drüber nach«, schlug Joshua vor. »Dann kannst du hier unten wohnen bleiben, du könntest den Garten behalten und oben kannst du vermieten, so hättest du sogar noch ein paar Einnahmen.«

»Was habe ich doch für einen klugen Sohn! Wieso bin ich selbst noch nie auf diese Idee gekommen?«

»Weil du dich auf eine Wohnung fixiert hattest, nehme ich an. Auf weniger Platz, weniger Arbeit, etwas ganz Neues …«

»Ja, ich glaube, das war es eher, ich hatte mir für mich irgendwann einen Neuanfang vorgestellt, an einem Ort, der nicht mit Erinnerungen behaftet ist.«

»Na ja, vielleicht ziehst du ja irgendwann mit deinem Beerdigungsunternehmer zusammen«, flachste Joshua.

»So weit sind wir noch lange nicht! Außerdem hatte Bruno ähnliche Überlegungen wie ich angestellt: Ein Neuanfang in einer Wohnung, die seiner jetzigen Situation eher entspricht als ein ganzes Haus.«

»Für zwei Personen ist hier im Erdgeschoss allemal genügend Platz«, stellte Joshua fest. »Ich meine, falls du dir das mit dem Umbau überlegst.«

Sie nickte. »Zum Glück kann ich mir ja mit all meinen Plänen Zeit lassen«, sagte sie. »Das ist übrigens etwas, das ich sehr genieße, weißt du? Dass mich so leicht nichts mehr unter Zeitdruck setzt. Ich kann mir das in Ruhe ein halbes Jahr überlegen – oder auch noch länger, wenn ich mich jetzt außerstande sehe, eine Entscheidung zu fällen. Das ist meine Art von Luxus.«

Er beugte sich über den Tisch und griff nach ihrer Hand. »Ich wünsch dir alles Glück der Welt, Mama!«

Manchmal, wenn sie ihn ansah, hatte sie das Gefühl, in einen Spiegel zu blicken, denn sie sahen einander sehr ähnlich. Beide hatten sie dunkle Haare und dunkle Augen, ihre Gesichter waren schmal und länglich, beide hatten ein klassisches Profil – nur den Mund hatte Joshua von seinem Vater, er war größer und schmaler als ihrer. Sie war außerdem eher zierlich, Joshua überragte sie schon lange. Wer sie nebeneinander sah, wusste sofort, dass sie Mutter und Sohn waren.

»Wir lassen es langsam angehen«, erwiderte sie. »Ich habe übrigens noch Nachtisch. Wollen wir einen Espresso dazu trinken?«

»Gerne.«

Er räumte den Tisch ab, während sie den flachen Apfelkuchen aus dem Kühlschrank holte, den er so gerne aß, und den Espresso kochte. Als sie wieder am Tisch saßen, fragte sie beiläufig: »Was macht denn Mia?«

Joshuas Blick wurde finster, sie wusste also, was kommen würde, und innerlich seufzte sie. Mia und Joshua waren seit Jahren eng befreundet, und sie hatte insgeheim gehofft, aus ihnen würde einmal ein Liebespaar. Vielleicht hatte sie das nur gehofft, weil sie wusste, dass Joshua es hoffte? Sie wusste es nicht. Sie mochte Mia sehr, und eigentlich hatte sie auch immer gefunden, dass sie perfekt zu Joshua passte, aber auch das mochte daran liegen, dass sie sich Joshuas Sicht der Dinge zu eigen gemacht hatte. Jedenfalls war Mia ganz offensichtlich nicht in ihren Sohn verliebt, sondern wollte weiterhin nur seine beste Freundin sein. Es tat Sara weh zu sehen, wie sehr Joshua darunter litt.

»Sie ist in ihren Prof verliebt«, knurrte er.

»Wie bitte?«

Sara war sicher, sich verhört zu haben. Mia war eine intelligente junge Frau, wie konnte sie sich da in ihren Professor verlieben, der ja sicherlich zwanzig bis dreißig Jahre älter war als sie und ganz bestimmt eine Frau und Kinder hatte?

»Er ist einer der jüngsten Professoren der Republik«, teilte Joshua ihr mit, als hätte er ihre Gedanken gelesen. »Noch keine vierzig, aber schon jede Menge Veröffentlichungen und wahnsinnig beliebt, vor allem bei den Studentinnen. Die stürmen seine Vorlesungen, er ist ein richtiger Star an der Uni – und auch sonst. Er hat schon einen richtigen Bestseller geschrieben, und regelmäßig veröffentlicht er in den wichtigen wissenschaftlichen Zeitschriften.«

Endlich sah er seine Mutter an. »Und er sieht aus, wie ich mir immer Leute vorgestellt habe, die in Florida in einem riesigen Anwesen wohnen und mit ihrem eigenen Segelboot vor der Küste kreuzen. Oder die ihre Tage auf einem Golfplatz verbringen. Braun gebrannt, sportlich, das Haar von der Sonne gebleicht, blaue Augen, immer guter Dinge, lässig gekleidet, so dass er sich kaum von den Studenten unterscheidet – und witzig ist er auch noch. Seine Vorlesungen sind echt unterhaltsam, und er ist immer perfekt vorbereitet.«

»Klingt wie ein Traummann«, stellte Sara fest.

»Ja, das finden die Studentinnen auch, und deshalb sind alle in ihn verliebt. Wie gesagt: Mia auch.«

»Ist denn dieser Traummann noch zu haben?«, fragte Sara. »Ich meine, wenn er etwa vierzig ist …«

»Er hat eine Frau und zwei Kinder, jemand hat neulich behauptet, das dritte sei unterwegs. Aber ich habe auch schon gehört, dass Professor Wörth trotzdem hier und da mal etwas mit einer Studentin hat.«

»Dann soll er sich mal schön in Acht nehmen, dass das nicht offiziell herauskommt«, stellte Sara trocken fest.

»Er ist der Typ, der mit allem durchkommt, schätze ich. Deshalb kann ich ihn auch nicht leiden, obwohl seine Vorlesungen echt gut sind. Aber er hat ständig dieses Siegerlächeln im Gesicht …«

»Den Typ kenne ich«, sagte Sara. »Ich hätte nicht gedacht, dass Mia in der Hinsicht anfällig ist. Sie ist doch klug, da muss ihr doch klar sein …«

Joshua unterbrach sie. »Sie ist mit Blindheit geschlagen!«, sagte er so heftig, dass Sara es vorzog, nichts darauf zu erwidern. Sie wusste ja, dass er Mia Bernhardt liebte, auch wenn er ihr das nie erzählt hatte. Er hielt es für sein Geheimnis, und sie wollte ihm diese Illusion nicht rauben.

Sie konnte nur hoffen, dass Mia diese Schwärmerei für ihren Professor recht bald überwand und sich dann endlich in ihren besten Freund verliebte – oder dass Joshua über sie hinwegkam und eine andere junge Frau fand, in die er sich verlieben konnte.

So oder so: Liebe war eigentlich immer kompliziert, dachte sie, als Joshua sich eine halbe Stunde später von ihr verabschiedete. Darüber hätte sie selbst schließlich ein Buch schreiben können.

*

Mia Bernhardt saß in der Vorlesung wieder einmal ganz vorne und träumte davon, dass Professor Wörth ihr einen langen Blick und ein verstohlenes Lächeln schenkte, wenn er hereinkam. Das war schon zweimal vorgekommen, und sie wusste genau, was er ihr damit sagen wollte: Sie war seine Auserwählte, auch wenn der ganze Hörsaal voller hübscher Studentinnen war, die alle nur das Eine im Sinn hatten …

Mia seufzte, als sich eine leichte Unruhe erhob und Manuel Wörth in den Hörsaal eilte und leichtfüßig aufs Podium sprang, während er mit lautem Klopfen begrüßt wurde. Kein Blick in Mias Richtung, kein Lächeln. Der Tag, der eben noch voller Verheißungen gewesen war, verdunkelte sich, aber noch würde sie die Hoffnung nicht aufgeben.

Er begann sofort mit der Vorlesung, und Mia zwang sich, ihm zuzuhören, denn natürlich würden ihre Chancen bei ihm steigen, wenn ihre Leistungen herausragten. Es war schwer, sich zu konzentrieren, wenn sie ihn ansah, denn dann fing sie sofort an, davon zu träumen, wie er sie küsste und …

Er sah sie an, eine Sekunde, zwei Sekunden, und sie war sicher, dass dieses Lächeln in seinen Augen ihr galt, ihr ganz allein. Sie spürte, wie ihr das Blut in die Wangen schoss und sich ihr Mund von ganz allein zu einem Lächeln verzog. Er lächelte auch, dann hatte er sich bereits abgewandt. Er pflegte auf dem Podium hin und her zu wandern, wenn er seine Vorlesung hielt, und manchmal trat er auch ganz nah an den Rand des Podests. Wenn Mia sich einen Platz in der ersten Reihe erkämpft hatte, so wie heute, war sie ihm dann so nah, dass sie kaum noch atmen konnte. Das Herz schlug ihr bis zum Hals, alles Blut wich aus ihrem Gehirn, sie hätte die einfachste Frage nicht beantworten können.

Wie gut er aussah! Er war der attraktivste Mann, den sie je gesehen hatte und dass er ihr Professor war, erhöhte seine Anziehungskraft beträchtlich. Natürlich hatte sie gehört, dass er verheiratet war, aber es kam ihr nicht in den Sinn, dass das ein wesentliches Hindernis für sie sein könnte. Sie und er waren für­einander bestimmt, das fühlte sie ganz deutlich, und nichts und niemand würde sie aufhalten, denn er fühlte es auch. Er hatte sie eben wieder so angesehen, mit diesem besonderen Blick und dem Lächeln in den Augen, das nur für sie bestimmt war.

Sie würden zusammenkommen, sie und er, und dann …