Eine Kaffeegrundsatzentscheidung - Hartmut Felber - E-Book

Eine Kaffeegrundsatzentscheidung E-Book

Hartmut Felber

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Beschreibung

Ob es nun eine Kaffeegrundsatzentscheidung oder eine Kaffeesatzgrundentscheidung war, die Sie zum Kauf des Buches gebracht hat, wissen nur Sie. Mit dieser Entscheidung haben Sie die Möglichkeit Erkenntnisse darüber zu erlangen, was eine ablassbedürftige Notlage ist und was flotte Blomster sind. Was hat es mit den mysteriösen Fällen des Herrn Bäckermeisters auf sich und warum ist ein Garten ein unheilvolles Wesen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 74

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Eine

Kaffeegrundsatzentscheidun

g

Der zweite Selbstversuch Sinnfreiheiten oder Sinn frei auf

Papier zu bringen

von

Hartmut Felber

Impressum

© 2023Hartmut Felber

Umschlag, Illustration: Anette Felber

Druck und Distribution im Auftrag des Autors:

tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg, Deutschland

ISBN

 

Paperback

978-3-347-80886-7

Hardcover

978-3-347-80890-4

e-Book

978-3-347-80892-8

Großschrift

978-3-347-80900-0

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist der Autor verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne seine Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag des Autors, zu erreichen unter: tredition GmbH, Abteilung "Impressumservice", Halenreie 40-44, 22359 Hamburg, Deutschland.

Inhalt

Cover

Titelblatt

Urheberrechte

Danksagung

Ein Wochenanfang und kein Sex mit einer Ohrenärztin

Flotte Blomster

Grammatik, Phonetik und andere sprachliche Absonderlichkeiten

Die Zeit

Gammelfleischskandal

Upgrade

Restrisiko

Eine Kaffeegrundsatzentscheidung

Osten und Westen

Eine ablassbedürftige Notlage

Der Garten – das unheilvolle Wesen

Homeoffice

Die dreizehnte Geschichte

Die mysteriösen Fälle des Herrn Bäckermeisters

Ich bin in Trauer

Samstagfrüh

DerTod

Eine Kaffeegrundsatzentscheidung

Cover

Titelblatt

Urheberrechte

Danksagung

DerTod

Eine Kaffeegrundsatzentscheidung

Cover

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Danksagung

Ich danke meiner Tochter Freya für die Unterstützung, welche sie mir zur Entstehung dieses Buches zuteilwerden ließ. Meine Zeichenanwendung hat sie berichtigt und ausdrucksstarke Hinweise gegeben.

Ich danke meiner Frau Anette für die Erfüllung des Wunsches vieler Leser des Buches "Vom Gefühl eine Sektflasche zu sein" jede Geschichte im nächsten (diesem) Buch zu illustrieren.

Ich danke weiterhin meiner Nichte Anka für die abschließende Korrekturlesung. Dieses Buch ist mithin ein Familienprojekt.

Ein Wochenanfang und kein Sex mit einer Ohrenärztin

Üblicherweise beginnen die meisten Menschen ihre Woche mit dem Montag. Ich habe mich diesen Meistermenschen angeschlossen und beginne meine Woche ebenfalls mit dem Montag.

Montagfrüh halb sechs Uhr fühle ich mich an mein Bett gefesselt. Das Messer zum losschneiden befindet sich unleider außerhalb meiner gedanklichen Reichweite.

Dank moderner Technik versucht ein Nachrichtensprecher mir das Messer zu reichen. Nein, nicht in echt, nur mit Worten durch die Mattscheibe. Er berichtet darüber, wer und was so alles in den letzten vierundzwanzig Stunden über unsere Erde getrumpelt ist. Bei dem Gehörten fällt mir eine lyrische Wortfolge ein, welche ich unlängst irgendwo in den Weiten des Internets entdeckt habe. Leider hat sich der Autor nicht namentlich zu erkennen gegeben. Ich zitiere also diesen unbekannten Autor, dessen Worte so unheimlich gut zu dem Bericht des Nachrichtenmannes passen: "In des Geistes Dunkelheit weht ein Hauch von Dämlichkeit.“

Langsam finden Gedanken wieder Einzug in meinen Körper, vornehmlich in meinen Kopf. So überlege ich, wann wohl die beste Zeit zum Aufstehen wäre:

- wenn die Bettstarre den Bestatter schon auf den Plan gerufen hat und dieser mit einem Bandmaß vor meinem Schlafplatz steht,

- wenn das Klo die glückverheißendste Einrichtung zu sein scheint,

- wenn mein Chef anruft und mich fragt, ob ich nach fünf Tagen Abwesenheit nun endlich mal auf der Arbeit erscheinen will.

Eigentlich will ich nicht. Da es aber das Wort "eigentlich" eigentlich nicht gibt, möchte ich natürlich auf Arbeit erscheinen wollen müssen. Vielleicht könnte ich ja heute mal ein Arbeiterdenkmal sein, also einfach mal nur an Arbeit denken. Das würde vielleicht schon reichen, mir jedenfalls.

Mit gemochter und gemusster Willenskraft und ganz uneigentlich erreiche ich dann doch meinen Arbeitsplatz. Eigentlich ist heute kein Sprechtag, dennoch erreicht eine antwortbedürftige Kundin mein Arbeitszimmer. Sie fragt höflichkeitshalber, wie es mir geht. Ich verstehe die Frage als umfänglich gestellt und frage meinerseits nach, was sie denn am meisten interessiert. »Möchten sie wissen, wie es mir finanziell geht oder eher sexuell oder eher mein Familienleben oder mein Arbeitsleben oder meine Hobbys?« Soweit kommen wir aber nicht, da sie nicht wissen will, wie es mir sexuell geht und schnell das Thema wechselt. Ja, ich weiß, sie hat Höflichkeit gezeigt und ich das ganze Gegenteil. Das jedoch nicht grundlos.

Hätte sie mich gefragt, wie es mir gesundheitlich geht, hätte ich ihr vorgejammert, dass ich nun schon seit zwei Wochen Ohrenpein habe. Warum ich noch nicht beim Arzt war? Na ich sage mir: Was allein kommt, geht auch allein."

Aber manchmal sage ich zu mir selbst nicht die Wahrheit.

Ich fahre eine Stunde früher von der Arbeit los und begebe mich auf den Weg zur Ohrenärztin. Angekommen erklärt mir die Patientenanmeldekraft, dass heute keine Sprechstunde mehr stattfindet, weil der Computer kaputt ist. Ohne Computer gibt’s keine Behandlung. Warum ich nicht heute früh gekommen bin, wollte die Patientenabwimmelkraft wissen. Auf diese sehr intime Frage will ich ihr keine Auskunft geben. Allerdings denke ich, sie meint, warum ich die ohrenärztliche Sprechstundenzeit nicht schon in der Vormittagszeit genutzt habe. Ich erkläre ihr, dass ich dagearbeitet hätte. Sie meint, dass der Computer heute früh ebenfalls noch gearbeitet hätte, da hätte ich auch behandelt werden können. Ich gebe ihr die verbale Information, dass ich einen Arzt benötige und keinen Computer. Diese Worte machen weder den Computer heile, noch kann ich die der Ohrenärztin vorgeschaltete Patientenfilterservicemitarbeiterin überzeugen mich zwecks Behandlung der Ohrengöttin zuzuführen.

Vor mich unschöne Worte daher brabbelnd, entferne ich mich und begebe mich auf einen zehn Kilometer langen und mit langsam fahrenden motorbetriebenen Blechkisten zugestopften Weg zur nächsten Ohrenärztin. Dort angekommen, zeigt mir die Patientenanmeldekraft viele Karteikarten. Offensichtlich wäre hier ein Computerausfall kein Problem gewesen. Sie meint, die Karteikarten müssten alle noch vor mir behandelt werden und das würde dann sehr lange und damit zulange für mich dauern. Ich solle doch morgen früh wiederkommen. Aber vielleicht habe ich ja im Krankenhaus noch Glück. Auf der Suche nach Glück stellen sich mir verschiedene Barrikaden in Form von Umleitungsschildern und roten Lampen in den Weg. Ich kam pünktlich am Krankenhaus an. Pünktlich neun Minuten nach Ende der Sprechzeit. Um das festzustellen, muss ich den Parkzeitabkassierautomaten noch mit einem Euronen befriedigen. Ich bin jedoch nicht befriedet. Meine Frau empfängt einen genervten Fernruf von mir. Per Wissensübertragung möchte ich von ihr Kenntnis erlangen, ob sie noch eine Ohrenärztin kenne. »Ja« meinte sie, »sogar in unserem Heimatort.« Die Ärztin hätte sogar jetzt Sprechstunde, wenn sie nicht gerade Urlaub hätte.

Es ist Abend. Die Ohrenschmerzen lassen sich nicht durch einen Error schreibenden Computer, durch massenhaft ausgebreitete Karteikarten, durch Erreichen des Sprechzeitenendes oder durch den Anfang der Urlaubszeit besänftigen. Ich habe jetzt zwei Möglichkeiten: entweder ich ertrage den Schmerz mannhaft ohne Jammern und ohne Nachtschlaf und sitze am nächsten Tag mit Schmerzen und viel Müdigkeit hinter meinem Bildschirm oder ich bin schwach und entscheide mich für die Pille. In einem Psychologieforum finde ich ein tolles Argument für die Pille, nein, für meine Schwäche: Wenn Menschen Schwäche zeigen, zeigen sie, wer sie wirklich sind. Und da Authentizität normalerweise als sehr sympathisch empfunden wird, haben es solche Menschen auch einfacher, tiefe Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen.

Ich würde gern eine funktionierende Verbindung zu einer Ohrenärztin aufbauen.

Flotte Blomster

Was sind flotte Blomster?

Sind das vielleicht irgendwelche Geistwesen, welche sich mit erhöhter Geschwindigkeit fortbewegen? Ein Blomstermonster hätte doch sicherlich schon vom Namen her eine erschreckende Wirkung. In dem Geisterjägerfilm kam die Wortkombination jedoch nicht vor und die Erschaffer hätten sicher daran gedacht, diese Geisterform in dem fachlich fundierten geistreichen Filmwerk über Spukerscheinungen nicht zu vergessen.

Sind flotte Blomster möglicherweise schnelle Insekten? Die Beantwortung dieser Frage könnte gegebenenfalls durch einen Test erfolgen. Was würde passieren, wenn ich zu meiner Frau sagen würde: »Ich habe Dir flotte Blomster mitgebracht?« Ob sie dann gleich mit Insektenspray bewaffnet anrücken würde?

Eventuell sind es auch rasant arbeitende Versicherungsvertreter, die gegen die gefährliche Blomsterkrankheit Versicherungen verkaufen. Es wäre auch möglich, dass es sich dabei um ein Wetterphänomen handelt. Unwetterwarnung: »Es kommt am heutigen Tag zu schnell heranziehenden Blomsterstürmen.«