Eine kurze Geschichte der Funknachrichtenempfänger in Funktionsplänen 1929-1983 - Kurt Bergmann - E-Book

Eine kurze Geschichte der Funknachrichtenempfänger in Funktionsplänen 1929-1983 E-Book

Kurt Bergmann

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Beschreibung

Dieses Buch gibt an Hand übersicht­licher Funktionspläne einen Einblick in den langen technischen Entwicklungs­weg der Funknachrichtenempfänger für kommerzielle Funkdienste sowie den Amateurfunkdienst über den Zeitraum von 929 bis 1983 hinweg, also vom Zeitalter der Elektronenröhrentechnik bis zur ersten gesicherten Bewährungs­phase der Halbleitertechnik. Die Autoren haben im Rahmen des Amateurfunks über drei Jahrzehnte hin­ weg weltweite Funkverbindungen abg wickelt, dabei die oft extremen Anforde­rungen kennengelernt, denen Nachrich­tenempfänger gewachsen sein sollten, und hierbei über 70 Funknachrichten­empfänger oder Empfängerteile von Transceivern analysiert. Wer derartige Geräte sammelt oder ihre Funktionsweise kennen lernen möchte, dem geben die hier zusammengestellten Funktionspläne eine bestmögliche Hilfe­stellung. Das umfangreiche Literatur­ und Quellenverzeichnis öffnet zahlreiche Wege für ein eingehenderes Studium oder die Beschaffung von Unterlagen

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Seitenzahl: 57

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Die Urzeit – Geradeausempfänger

Tornister-Empfänger Torn.E.b. „Berta“, 1938

Lorenz Lo6K39, 1939

2. Die klassische Periode – Überlagerungsempfänger mit frequenzvariablem erstem Oszillator

Telefunken Spez. 281 Gr, 1929

Telefunken Peilempfänger E383N=EP2, 1933

Telefunken Horchempfänger Fu.H.E. 1, 1933

National HRO „Senior“, 1934

Hammarlund „Super Pro“ BC794, 1938

Bordempfänger Lorenz E10aK, 1939

Telefunken Fu.H.E.c, 1939

Mittelwellenempfänger Mw.E.c „Cäsar“, 1939

Telefunken Kw.E.a „Anton“, 1940

Hallicrafters „Super Skyrider“ SX-28, 1941

Lorenz Ln21021 „Schwabenland“, 1942

Telefunken E52 „Köln“, 1943

Hammarlund „Super Pro“ SP600, 1948

National HRO-60, 1952

Lorenz 6P203.A9, 1953

Telefunken E103Aw/4, 1953

Telefunken E127Kw/2, 1953

Siemens E303/305/306, 1953

Telefunken E127Kw/4, 1954

Siemens E309a, 1955

Hallicrafters SX100, 1955

Siemens E566/E310, 1957

Hammarlund HQ170, 1958

Hallicrafters SX122, 1964

Abschließende Bemerkungen zur Gruppe 2

3. Das Phänomen Collins – Überlagerungsempfänger mit quarzstabilisiertem erstem Oszillator

3.1 Abstimmbare erste ZF

Collins 75A-1, 1946

Collins 75A-2, 1950

Telefunken E104 Kw/4, 1953

Collins 75A-4, 1955

Collins R390A, 1956

Collins 51J-4, 1957

Collins 51S-1, 1961

Drake 2-B, 1961

Sommerkamp FR100B, 1965

Yaesu FR-101, 1974

3.2 Breitbandige erste ZF

Collins 75S-1, 1958

Collins 75S-3B, 1963

Squires-Sanders SS-1R, 1963

Empfangszug National NCX-5, 1965

Empfangszug Heath SB-101, 1967

Empfangszug Sommerkamp FT277, 1971

3.3 Zeitgenössische Kritik

4. Zwei Probleme stehen an – Die Frequenzaufbereitung mit kontinuierlichem VFO und der Einbereichsuper

Racal RA17, 1957

Siemens E311a, 1959

Rohde & Schwarz EK07, 1960

ITT Mackay Marine 3010-B, 1966

Rohde & Schwarz EK56, 1968

Racal RA-6217, 1968

Racal RA-1217, 1972

Telefunken E 863 KW/2, 1969

Empfangszug Yaesu FT-901DM, 1978

Empfangszug Yaesu FT-902DM, 1981

Empfangszug Kenwood TS-830S, 1981

5. Es muß doch auch einfach gehen – Das Premixer-Konzept mit fester erster Zwischenfrequenz

Empfangszug Drake TR-3, 1963

Empfangszug Drake TR-4, 1965

Empfangszug Drake TR-4C, 1972

Drake R-4, 1965

Hallicrafters SX-146, 1966

Empfangszug National NCX-500, 1968

Drake R-4C, erschienen 1973, modifiziert 1976

Empfangszug Yaesu FT-101ZD, 1979

Empfangszug Ten-Tec Omni B, 1979

Empfangszug Ten-Tec 560 Corsair, 1982

6. DIGITALANALOG – Einbereichsuper mit Frequenz-aufbereitung und kontinuierlichem VFO

Empfangszug Drake TR7, 1978

Drake R7, 1979

7. DIGITALDIGITAL – Einbereichsuper mit Vollsynthese für digitale oder quasikontinuierliche Einstellung

ITT Mackay Marine 3021A, 1973

RFT EKD 315, 1974

Rohde & Schwarz EK 049, 1975

Empfangszug Collins KWM-380, 1979

Meßempfänger Rohde & Schwarz ESH2, 1979

Rohde & Schwarz EK 070, 1980

Cubic HF-1030, 1981

Empfangszug Kenwood TS-930S, 1982

Empfangszug Icom IC-745, 1983

Literatur- und Quellenhinweise

Über die Autoren

Kurt Bergmann, DL9WW

Joachim Rockschies, DL6CX

Heinrich Spanknebel, DC6IB

Über den Verein

Die Gesellschaft der Freunde der Geschichte des Funkwesens (GFGF) e.V.

Historische Funktechnik hat viele Aspekte

Mitgliedschaft in der GFGF

Das leistet die GFGF

Über den Verlag

Impressum

Bergmann –Rockschies –Spanknebel

 

Einekurze Geschichte

derFunknachrichtenempfänger in Funktionsplänen

1929-1983

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schriftenreihe zur Funkgeschichte Band 10

Vorwort

 

Dieses Buch gibt anhand übersichtlicher, teils vereinfachter Schalt- und Funktionspläne einen Einblick in den langen technischen Entwicklungsweg der Funknachrichtenempfänger für kommerzielle Funkdienste sowie den Amateurfunkdienst über den Zeitraum von 1929 bis 1983, also vom Zeitalter der Elektronenröhrentechnik bis zur ersten gesicherten Bewährungsphase der Halbleitertechnik.

Die Autoren haben im Rahmen des Amateurfunkdienstes über drei Jahrzehnte hinweg weltweite Funkverbindungen abgewickelt, dabei die oft extremen Anforderungen kennengelernt, denen Nachrichtenempfänger gewachsen sein sollten, und parallel dazu über 70 Funknachrichtenempfänger oder Empfängerteile von Transceivern analysiert.

Wer derartige Geräte sammelt oder ihre Funktionsweise kennenlernen möchte, dem geben die hier zusammengestellten Funktionspläne eine bestmögliche Hilfestellung dafür. Das umfangreiche Literatur- und Quellenverzeichnis öffnet zahlreiche Wege für ein eingehenderes Studium oder die Beschaffung von Unterlagen.

Die GFGF hat dieses Standardwerk in den Jahren 2001 und 2002 bereits in zwei Auflagen veröffentlicht, die seit langem restlos vergriffen sind. Ich habe es deshalb nun im Jahr 2022 als E-Book neu aufgelegt, damit es sowohl Bewahren alter Technik als auch neuen Funkinteressierten nun unbegrenzt zur Verfügung steht. Die Texte wurden von kleinen Korrekturen abgesehen im Originalzustand belassen – also auch in der „alten“ Rechtschreibung.

Wolf-Dieter Roth, GFGF, DL2MCD, im Herbst 2022

1. Die Urzeit – Geradeausempfänger

Ein Funkempfänger muß im Regelfalle die folgenden grundlegenden Aufgaben erfüllen:

1) Selektion und Verstärkung der von der Empfangsantenne her eingehenden Hochfrequenzsignale.

2) Demodulation des verstärkten Hochfrequenzsignals zwecks Rückgewinnung der in der Schwingungsmodulation enthaltenen Tonfrequenzsignale. Bei unmodulierten Telegraphiesignalen muß zwecks Interferenzbildung eine Hilfsschwingung hinzugefügt werden.

3) Endverstärkung der gewonnenen Tonfrequenzsignale zur Abgabe an Kopfhörer oder Lautsprecher.

4) Mindestens manuelle, später auch automatische Verstärkungsregelung zwecks Vermeidung von Übersteuerungserscheinungen und zur Sicherung einer optimalen Wiedergabelautstärke.

Bei Geradeausempfängern erfolgt die Selektion des gewünschten Empfangssignals durch ab-stimmbare Schwingkreise. Die Verstärkung erfolgte in der hier betrachteten klassischen Zeit durch Elektronenröhren. Zur Demodulation wurde im Standardfalle die sog. Audionschaltung einer Elektronenröhre benutzt. Wird eine Hilfsschwingung benötigt, kann die Rückkopplung leicht überkritisch eingestellt werden, so daß die Audionschaltung in einen oszillierenden Zustand übergeht. Zur Erzielung der gewünschten Interferenz-Tonhöhe muß die Audion-Abstimmung entsprechend feinfühlig eingestellt werden.

Tornister-Empfänger Torn.E.b. „Berta“, 1938

Ein 3-Kreis-Empfänger mit 4 Röhren RV2P800, Fotos und Schaltbilder [2], [6], [7].

Lorenz Lo6K39, 1939

Sehr aufwendiger 6-Kreis-Empfänger mit 5 Verstärkerröhren RV12P2000. [2], [8].

Kritik: Die auf die jeweilige Empfangsfrequenz abzustimmenden Schwingkreissätze lassen sich nicht auf eine für die Nahselektion zweckmäßige Übertragungsbandbreite optimieren und sind sehr aufwendig. Beim hier als typisch gezeigten Entwicklungsstand gibt es noch keine automatische Verstärkungsregelung.

2. Die klassische Periode – Überlagerungsempfänger mit frequenzvariablem erstem Oszillator

Der Wunsch, die Schwingkreissätze eines Empfängers für die Nahselektion optimieren zu können, führte 1913/1914 zur Erfindung des Überlagerungsempfängers, anfangs Superheterodyn-Empfänger genannt [1, S. 47], abgekürzt auch Superhet oder sogar einfach Super.

Beim Überlagerungsempfänger wird der erwünschten Empfangsfrequenz eine weitere im Empfänger erzeugte Oszillatorfrequenz so zugemischt, daß als Interferenzprodukt eine Zwischenfrequenz (ZF) mit konstantem Nennwert entsteht.

Bei einer additiven Mischung wird die Summe aus Empfangsschwingung und Oszillatorschwingung einer Steuerelektrode mit gekrümmter, in der Steilheit sich ändernder Steuerkennlinie zugeführt, was u.a. zu einer Produktbildung zwischen beiden Schwingungen führt. Bei einer multiplikativen Mischung werden die beiden beteiligten Schwingungen zwei getrennten Steuerelektroden zugeführt, die sich von vornherein multiplikativ beeinflussen.

Die Multiplikation zweier Sinusschwingungen verschiedener Frequenz führt nach einem bekannten Additionstheorem zur Bildung der Summen- und der Differenzfrequenz:

Ein Empfänger wird dann in der Regel so konzipiert, daß die für eine erwünschte Empfangsfrequenz entstehende Differenzfrequenz der Zwischenfrequenz entspricht.

Dabei entsteht aber das Problem des Spiegelfrequenzempfangs: Legt man z.B. die Oszillatorfrequenz um die ZF höher als die erwünschte Empfangsfrequenz, so erzeugt ein zufällig um die doppelte ZF höher liegendes Eingangssignal die gleiche ZF, so daß eine selektive Trennung nicht mehr möglich ist. Außerdem können zufällig um die ZF auseinanderliegende Eingangssignale an nichtlinearen Kennlinien ebenfalls ZF-Signale erzeugen. Vor der Mischstufe eines Überlagerungsempfängers muß deshalb eine ausreichende Vorselektion gewährleistet sein.

Telefunken Spez. 281 Gr, 1929

Ein Großstations-Empfänger für transozeanischen Fernschreib-Betrieb [9] [10], damals eine Pionierleistung der Funkentwicklung [11] [12] [13]. Um bei einer ZF von 300 kHz durch die Vorselektion eine Spiegelfrequenzunterdrückung der Größenordnung 104