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Im ersten Band "Einer Reise durch die Weltgeschichte" habe ich begonnen mit dem Urknall, der Entstehung des Universums, dem Himmel, der Erde, dem Leben auf der Erde und alldem, was zum Leben und zu den Menschen auf der Erde gehört. Ich habe philosophiert über die Kriege und die Nachkriegszeit und vielem mehr. In diesem zweiten Band geht es hin zur heutigen Zeit mit immer wieder neu auftretenden Problemen, mit neuen Kriegen, Pandemien und Krisen auf der ganzen Welt. Festgestellt habe ich dabei: Die Menschheit wird einfach nicht schlauer! Sie lernt nicht aus ihren Erfahrungen! Weiter geht es dann mit dem, was einen Menschen oder das Menschsein ausmacht, mit den Tieren, der Natur, dem Verfall, dem Alter und was sonst noch so dazu gehört. Das heißt: Ich habe auch in diesem Buch philosophiert über Gott, das Leben und fast die ganze Welt. Wir alle fangen ja irgendwann von vorne an und müssen unseren Weg bis zum Tode gehen. Der Held unserer Zeit ist ein "Jedermann", ist die Summe eines jeden Lebens. Ich stelle mir in meinem Leben immer wieder die Frage: Bin ich heute weiser als in jungen Jahren? In manchen Bereichen ist das sicher der Fall. Ich muss aber auch erkennen, man lernt nie aus im Leben. Es gibt immer etwas, das man noch besser machen könnte. Die philosophischen Vertiefungen in manchen Abschnitten des Buches werden in ihrer Ernsthaftigkeit etwas "aufgeheitert" durch lustige Ge-schichten im Buch, durch Gedichte und Aphorismen, meist entstanden aus der Feder des Autors. Um so ein ganzes Leben zu meistern, braucht es oft auch Humor, dass man die "Fünfe" auch mal gerade sein lässt. Das Leben an sich ist ja ernst genug.
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Seitenzahl: 673
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Auch dieses Buch ist eine spannende Reise durch die Zeiten.
Am Anfang des Buches wird viel über das Leben im Allgemeinen bis hin in die heutige Zeit mit all ihren diversen Krisen und Problemen berichtet, aber auch über die Fortschritte in Medizin und Technik, nicht zuletzt über das Altern der Menschheit.
Der Autor philosophiert über bekannte Begriffe, die jedem im Leben begegnen und möchte damit zum Nachdenken anregen.
Dazwischen taucht immer wieder die Geschichte eines Lebens auf, mit Höhen und Tiefen, aufgelockert durch Gedichte aus der Feder des Autors oder versehen mit Weisheiten des Lebens, ausgedrückt in Aphorismen.
Leben ist das, was passiert,
während du noch dabei bist,
andere Pläne zu schmieden.
Vorwort
Über den Sinn des Lebens und die Sinnfrage
Über das Leben
Wendepunkte im Leben
Erdenweg - Gedicht
Fähigkeiten wie Sprechen, Schreiben, Rechnen, (die Zahlen)
Über die Zahlen
Wann und wo wurde die Null erfunden
Natürliche Zahlen
Zahlen-Systeme
Die verflixte Zahl7
Die Zahl 4
Die Zahl 3
Warum gerade Dreiheit
Einzelne Aspekte der Dreiheit
Gegner der Dreiheit
Über ein neues Weltbild
Das ausgeschlossene Dritte
Satz vom ausgeschlossenen Dritten
Über die Trinität
Die Drei in anderen Systemen
Die dritte Position – das Phänomen des Dritten
Der dritte Weg
Die Zahl 3 im Volksglauben und in der Narrativik
Weiße Taube - Gedicht
Über die Mathematik
Mathematik und Philosophie
Über die Äquivalenz
Über unsere Sprache
Der Begriff der Dialektik
Kurze Geschichte der Dialektik
Weiterentwicklung der Dialektik
Metapher
Über Aphorismen
Über Kommunikation und Kommunikationsprobleme
Über Verstehen und Missverstehen
Über die Körpersprache
Über die Erregungssprache
Gebärdensprache
Der Körper des Menschen
Über die Gesundheit
Über das Immunsystem
Gesundheit - Krankheit
Über die Krankheit
Über den Arzt oder Mediziner
Über Arzneimittel, Medizin oder auch Medikament genannt
Über die Naturheilkunde
Über die Homöopathie
Über Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege
Über den Schmerz
Den Schmerz aushalten während einer OP
Über die Ohnmacht (Synkope)
Die Sorgen der Menschen
Über die Moral
Über den Charakter
Über Verzeihung und Vergebung
Über den Einfluss
Über den Instinkt
Über die Intuition
Über die Psyche des Menschen
Über die Psychologie
Über Psychologie und Soziologie
Über Schwermut
Über die Melancholie
Über die Depression
Das Schicksal der Menschen
Über unsere Sinne
Zum Vergleich der Geruchssinn von Hunden
Über das Denken / Denken in der Umgangssprache
Über die Erfahrung
Schubladendenken (Vorurteile)
Über Sinn und Unsinn von Vorurteilen
Über das Urteil
Über das Gedächtnis
Gedächtnis und Suchen
Gedächtnis und Schreiben
Gedächtnis und Schlaf
Gedächtnis und Phantasie
Gedächtnis und Nähe
Der Körper und sein Gedächtnis
Über das Erinnern
Über Realität und Realismus
Über den Zufall
Über das Beinahe
Über die Gewohnheit
Über die Wahrscheinlichkeit
Über die Wirklichkeit
Über die Möglichkeit
Über die Notwendigkeit
Über die Unabänderlichkeit
Über die Wahrheit
Über die Illusion
Über Phantasien
Über den Mythos
Über Wunder, Wahn und Wirklichkeit
Über das Geheimnis und das Geheimnisvolle
Über Grenzerfahrungen
Kommen wir jetzt von der Philosophie zurück zur Natur
Die Natur war vor dem Menschen da
Einbeziehung der Natur in das Leben
Über den Wechsel der Natur und im Leben
Rhythmus der Natur
Naturgewalten und Naturkatastrophen
Über die Pflanzen
Über die Tiere
Haben Tiere ein Bewusstsein?
Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Tier
Die Unterschiede zwischen Mensch und Tier
Über die Affen
Verwandlung - Gedicht
Hinter tausend Stäben seine Welt
Der Panther – Gedicht
(
Rainer Maria Rilke 1875-1926)
Affensicht – Gedicht
Über Urraubtiere
Über Dinosaurier
Elementarteilchen unter sich
Über Quarks
Über Moleküle
Über den Staub
An den Staub - Gedicht
Über die Materie
Über Materie und Materialismus
Materie - Urknall
Atomkraft - Kernwaffen
Über die Chemie
Die Wissenschaft
Vergleich Naturwissenschaft - Geisteswissenschaft
Über die Esoterik
Doch nun von den Wissenschaften und der Esoterik zurück zum Thema Zeit
Gedanken über die Zeit
Über die Zeit
Die Zeit spricht - Gedicht
Elemente und Begriffe der Zeit
Über den Zeitgeist
Die Zeitmessung
Zeit und Warten
Zeit und Gedächtnis
Über die Ära
Über die Epoche
Sekunde und Minute
Über den Augenblick
Über den Moment
Über die Gegenwart
Über das Jetzt
Über das Nun
Aktuell und die Aktualität
Über die Geistesgegenwart
Über das Gestern und die Vergangenheit
Über die Zukunft
Leben und Zeit
Aussagen bekannter Philosophen über die Zeit
Sprichwörter über die Zeit
Über das Altern und die Unsterblichkeit
Das Alter
Leben und Tod
Zeit und Tod
Über die Sterbehilfe
Ewigkeit und Zeit
Über den Schlaf
Schlaf und Lernen
Über die Träume
Über die Hypnose
Über die Narkose - während einer OP
Über den Tod
Ritter, Tod und Teufel
Todestag - Gedicht
Philosophie des Todes
Historisches über den Tod
Gedanken über den Tod
Körper - Seele - Geist
Aufbewahrung - Gedicht
Unbekannter Zeitpunkt - Gedicht
Was uns bleibt
Heimgekehrtes Kind - Gedicht
Über die Trauer
Sterben in russischer Erde - Gedicht
Mein Vater - Gedicht
Dreimal habe ich um Dich geweint, Mutter
Am Grab der Mutter - Gedicht
Über die Unsterblichkeit
Über die Reinkarnation
Über das Nirwana
Über Todestrieb, Todestanz. Todesarten, Scheintot und Leichengift
Zurück in die Wirklichkeit
Tausend Jahre
Kommen wir aber nun wieder zurück zu meinem Leben
Von München in in die Einsamkeit der Berge im Allgäu
Über die Einsamkeit
Über die Ablehnung
Über das Erbarmen und die Barmherzigkeit
Bin ich eigentlich noch lebendig?
Der blaue Fluss
Briefe an einen Unbekannten
Über das Scheitern
Über den Erfolg
Die Erfolgsformel
Meine Suche nach dem Erfolg
Unerwarteter Besuch
Meine Vorfahren über Generationen
Besinnung
Einkehr ins Innerste
Selbstfindung - Gedicht
Über den inneren Frieden
Über die Mitte
Die Beste aller möglichen Welten?
Erinnerungen
Über Bücher
Antike Bücher
Über das Suchen, mein Suchen
Beim Morgenspaziergang durch den nahegelegenen Wald
Der vergessene Mensch
Das vergessene Dorf
Paradiesisches Sehnen - Gedicht
Gedanken über mein bisheriges Leben
Passagier im zugigen Wagen - Gedicht
Der Hausfreund – Herr Kleinlein
Nächtliche Begegnung
Eine weite Reise
Eine Reise durch den Tag – Dr. Klug
Morgendliche Begegnung
Wie leben wir ein gutes Leben?
Vertane Chance im Leben
Aus Fehlern lernen
Über Strategien und Taktik
Über den Wunsch allgemein / Über unsere Wünsche
Was wünscht sich die Menschheit
Das Weltgeschehen am Anfang des neuen Jahrtausends
Ein Blick in das neue Jahrtausend
Einwohner der Erde
Größe einzelner Länder
Die Krisen unserer Erde
Über Pest, Seuche und Pandemie
Die Viren
Die Bakterien
Über Mikroorganismen
Die Coronakrise
Historische Entwicklung in der Kommunikation
Gedanken über Medien
Der Hörfunk
Das Fernsehen
Die Zeitung
Medien und Politik
Die Medien und die Arbeitswelt
Über Publik Relation
Große Firmen
Die 10 größten Unternehmen Deutschlands und der Welt
Das Internet
Das Metaversum
Die digitale Welt
Mobile Geräte wie Notebook, Tablet-PC, Smartphone
WLAN - Wireless Local Area Network
Der Blog
Homeoffice
Microsoft, Apple und Co.
Netzwerke im WWW wie Facebook, Twitter u. a.
Gefahren im Internet
Über die Wirtschaft
Über das Geld
Die Kaufkraft des Geldes
Über die Banken
Die Silicon Valley Bank (SVB)
Über die Börse
Über die Inflation
Über Armut und Reichtum
Über das Eigentum
Die verschiedenen Energien
Über die Elektrizität
Industrie und Handel
Über die Arbeit
Arbeitstechnik, Arbeitsvorbereitung und Arbeitsmethodik
Über das Handwerk
Die modernen Arbeitszeitmodelle
Gewerkschaft / Streik
Die Maschinen
Über Autos
Über Flugzeuge
Luftfahrzeuge wie Hubschrauber, Space Shuttle u. a.
Über Drohnen
UFO’s – Unbekannte Flugobjekte
Roboter - Robotik
Die Umwandlung von analog in digital
Mikroelektronik
Der Mikrochips
Vorläuferleistungen – Gedicht
Einige wichtige Erfindungen im Laufe der Jahrtausende
Die Gutenberg-Bibel
Die Erfindung des Telefons
Das Mobiltelefon
Der Fortschritt
Über die
Forschung
Die Weltraumforschung
Die Biotechnologie - Biomethaverse
Die Biologie
Die Genforschung
Genforschung - Gedicht
Die moderne Welt und die Philosophie
Das humanistische Manifest
Was Philosophen dazu sagten - Emanuel Kant
Karl Marx und Friedrich Engels und andere
Über die Philosophie
Gefangen im Netz der Ismen
Was ist Philosophie und was ist praktische Philosophie?
Wer und was ist ein Philosoph?
Philosophen sollten sich mit dem praktischen Leben beschäftigen
Weiterentwicklung der Philosophie – Neuere Ansätze
Über den Weg
Über die Ziele der Philosophie
Jeder Mensch hat eine Weltanschauung
Über die Zirkularität und den Kreislauf
Die Gesellschaftstheoretiker
Es entstand die „Alternative Szene“
Wende in der Politik, der Umzug von Bonn nach Berlin
Über das Aktuelle und das Bleibende
Unsere Zukunft
Nationale Politik
Beobachtungen eines Zeitungslesers Dr. Dieter Schlau:
Die Rolle der Pädagogik muss neu beobachtet werden
Über Werte
Werte – Kommen wir nun zur Praxis
Der Wert an sich
Über Vorzug, Vorrang und Privileg
Neue Lust auf Politik
Über das Ideal
Über den Idealismus
Ideen- und Werteaufnahme
Über angeborene Ideen
Wagen wir ein Fazit – Dr. Josef Klug
Ideen zu einer Weltregierung oder zu einem Weltstaat
Philosophische Ansätze zum Weltstaat
Die Putin-Krise – Krieg in Europa
Der Konflikt in Nahost
Fridays for Future
Der Klimawandel
Über den Wald, die Bäume und den WWF
Die Umwelt und der Umweltschutz
Die Luftverschmutzung
Unser Abfall
Das Thema Lärmbelästigung
Über die Wasserknappheit auf der Erde
Über die Wetterlage
Über den Naturschutz
Wo fallen die Entscheidungen über die Probleme der Menschheit?
Politik und Wirtschaft als Schicksalsgemeinschaft
Über die Berater in Politik und Wirtschaft
Die täglichen Nachrichten
Gedanken zur heutigen Zeit
Ereignisse, die die Welt verändert haben
Die heutige Zeit
Über die Moderne
Die Moderne und die Zeit
Über ein neues Zeitmodell
Die Geschichte ist noch nicht vorbei
Über Humanität
Über die Freiheit – unser wichtigstes Gut
Eine weite Reise
Der Held unserer Zeit
Die Todesfälle im Umfeld häufen sich
Einmal wird die Nacht nicht weichen - Gedicht
Endstation ohne Sehnsucht
Novemberminiatur – Gedicht
Du bist alt geworden
Als ich der Jüngste war - Gedicht
Blick in die Vergangenheit
Damals - Gedicht
Über Senioren
Viele bekannte Menschen haben sich zum Thema Alter schon geäußert
Behördliche Mitteilung - Gedicht
Ein Gespräch mit Frau May über das Alter
Traumalter - Gedicht
Meine Gedanken über akademische und praktische Philosophie
Die Erfinder der Zukunft
Warum sich sorgen?
Über die Freude
Über Humor, Lachen, Heiterkeit
Wir sind am Ende unserer Reise
Über die Klugheit und die Weisheit
Über die Weisheit und die Lebenskunst
Der Stein der Weisen
Nachwort
Danksagung
an alle die Menschen, die diese Abhandlungen lesen werden:
Welche Anregungen für den Leser diese Zeilen haben, in welcher Stimmung dieses Manuskript angenommen, wie der Inhalt auch immer beurteilt wird, es sind meine Gedanken über das Leben und ein Philosophieren über Vieles mehr.
Seit meinem 23. Lebensjahr arbeite ich an diesem Manuskript, ich feile und verbessere, ich verwerfe und prüfe die Ergebnisse aus den Erfahrungen des Lebens.
Ich behandelte diese Zeilen wie einen sorgsam gehüteten Schatz. Niemand wusste davon. Ich wagte nicht, Teile davon zu veröffentlichen. Über alles musste ich erst letzte Gewissheit haben. Erst, was vor mir besteht, kann vor anderen bestehen.
Was sind das für Abhandlungen, die nun folgen?
Es ist die Geschichte meines Denkens. Es ist der Lebenslauf meiner geistigen Probleme, es ist der Kampf und meine Auseinandersetzung mit der Welt und den Menschen.
Ich nenne dieses Manuskript ein philosophisches. Ich nenne meine Ergebnisse ein philosophisches System. Ich setze der Philosophie der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft diese, meine Philosophie entgegen.
Da ich weder durch Geburt, Abstammung, Frühentwicklung, hervorragende schulischen Leistungen, noch durch meinen Beruf dazu ausersehen scheine, mich mit Philosophie zu beschäftigen oder philosophische Abhandlungen zu verfassen - so muss ich denen, die in meinem Tun eine Anmaßung erblicken könnten, klar und unmissverständlich meinen Anspruch bekanntgeben, das heißt, dass ich zuvor etwas über mich berichten will.
Ich habe seit meiner Jugend den Wunsch, vom eigenen Leben und Sein zu erfahren. Ich suche in allen Briefen, Büchern, Zeitschriften, Rundfunk- und Fernsehsendungen etwas von mir und etwas für mich. Nur selten bekam ich vollwertige Nahrung. Ich fand die Nahrung, die ich einfach brauchte, in den Schriften der Philosophen und in Gesprächen mit einer kleinen Gruppe geistig ernsthaft Interessierter. Hier waren die Aussagen und Informationen, die ich zu tiefst suchte. Hier waren die meinem tiefsten Wesen entsprechenden Gedanken.
Warum sollte ich mein Wesen nicht annehmen? Hätte ich es verleugnen sollen, Zugeständnisse machen an meine Umwelt? Nein. Mir wurde immer klarer, dass ich meine Aufgabe darin finde, aus meinem Interessengebiet ein Werk zu machen, ein System zu schaffen. Wenn ich mein Leben rückwirkend betrachte, muss ich sagen, dass ich viele meiner Vorsätze und Pläne nicht ausgeführt habe. Ich muss jedoch feststellen, dass ich trotz Anfechtungen und persönlichen Miseren, mein lebenslanges Ringen und das Wollen zu diesem Werk, nicht aufgegeben habe.
Wir stellen uns oft die Frage nach dem Sinn des Lebens und dem Sinn des Seins überhaupt. Wenn das Leben nicht weitergeht, was hätte es dann für einen Sinn?' Wir stellen uns schon die Sinnfrage, obwohl wir nicht einmal die Sinnaufgabe des eigenen Lebens gestellt haben. Was will das Leben eigentlich von mir?
Wenn unser Verstand erwacht, erwacht auch die Frage nach dem Sinn. Sinn ist eine Sache, die aus dem Verstand kommt (ist eine warum-Frage). Die Sinnfrage ist nicht mit der Todesfrage allein zu verknüpfen, sondern auch mit der Lebensfrage. Wir kommen durch die Sinnfrage zu einer unangebrachten Transzendenz.
Der Sinn ist 'innen', ist Immanenz. Schon im Wort Sinn steckt „in und innen“. Innen ist nah, nicht fern, ist in mir, ist in uns.
Wenn Goethe sagt: 'Sinn des Lebens ist das Leben selbst', so meint er ebenfalls das Immanente.
Der schöpferische Mensch ist der Sinngebende. Der Mensch ist fokussiert auf den Gesamtsinn. Dass unser Dasein einen höheren Sinn hat, aber die Frage ist ja 'für wen' hat das Dasein einen höheren Sinn (nicht warum hat es einen höheren Sinn). Die Suche nach dem Sinn des Menschen müssen wir innerhalb des Menschen suchen. Unsere Innerlichkeit ist gefordert.
Das Leben will etwas von uns - die Entfaltung der eigenen Person. Die neugewonnene Haltung befreit uns Stück für Stück. Die auslaufende Zeit wird eine erfüllte Zeit. Den Sinn unseres Lebens haben wir uns selbst zu schaffen.
Die Tat, die gute Tat ist das Ziel des Sinnvollen. Wir müssen, um sinnvoll handeln zu können, positiv denken. Sinnlosigkeit ist negativ. Wir müssen nur verstehen, was eine Sache für einen Sinn hat, z. B. Besuch bei Herrn x, Aussage von Herrn y, usw.
Alles hat seinen Sinn. Das Gegenteil wäre die Nutzlosigkeit, das vergebliche Bemühen. Wir müssen Sinn von Zweck trennen. Sinn von Zweck trennen ist wichtig.
Ein weiteres Gegenteil wäre Unsinn. Was ist Unsinn? Wir suchen ihn nicht. Wir machen ihn oft. Aber: der Mensch ist nicht auf der Suche nach Unsinn. Der Mensch ist primär auf der Suche nach Sinn, hat einen Willen zum Sinn. Sinn und Identitätssuche setzt oft nach der Pubertät ein. Sinn und Werte werden dann wichtig.
Es muss zu einem inneren Sinnfindungs-Gespräch kommen, in dem mein einmaliger Charakter, meine einmalige Individualität von mir selbst anerkannt werden muss. Sinn wird dann zu einer objektiven Größe, mein Sinn wird mein Objekt, den ich als Mensch, als Subjekt zu erfüllen habe.
Der Sinn ist eine Grundkategorie der menschlichen Existenz und der menschlichen Wirklichkeit. Die Existenz, die Sinnsuche geschieht aber im Geist (Entelechie). Der Sinnanruf an mich ist oft leise, verborgen. Wir müssen diesen Anruf, den Willen zum Sinn in uns selbst verstärken. Das geht nur durch eine auf uns selbst konzentrierte, geistige Aufmerksamkeit.
Der Wille ist hier ein Entscheidungsfaktor. Er muss das Werterleben des Sinnes stärken. Ich muss das, was ich für mich geistig entschieden habe, geistig präsent halten. Das ist die Leistung des Willens.
Ich, als diese konkrete, einmalige, individuelle Person bin aufgerufen, die mir maximal mögliche Aufmerksamkeit auf meinen Sinn zu gestatten.
Es kommt zu meiner Lebensidee, aber diese Idee ist nicht angeboren, sondern sie ist Teil einer späteren Entwicklung (Ideen- und Werteaufnahme). Wir dürfen diese Idee nicht entgleiten lassen, denn sie ist ein Wert, der mich selbst angeht und ich muss sie öfter und immer wieder anschauen. Wir müssen diese Idee in der vollen Gegenwart, in der Kontemplation immer wieder betrachten. Das ist die einzige große Leistung unseres Willens.
Wenn ich an einer anderen Stelle sage: Wille in der Abhandlung über den Willen, heißt das 'Beginnen', dann ist dieses Beginnen auch die konzentrierte Weiterführung der Idee. Hier schließen sich Wille und Idee zu einer Einheit zusammen. Die Aufgabe, der Sinn meines Willens wird hier in einer neuen Konkretion gefasst.
In einer Logos-Betrachtung, in einem Sinn im Sein muss der Sinn meines Lebens, muss meine Aufgabe verstanden werden. Der Sinn, dass die Idee aufleuchtet, ist noch nicht alles. Sie muss zum System gebracht werden. Sie muss zum mir selbst gebracht werden. Es ist die Selbstgestaltungskraft meines Seins. Das einzige Material, das uns kostenlos zur Verfügung steht, ist das Lebensmaterial. Dieses aber muss zu meinem Material umgesetzt werden.
Eine alte talmudische Weisheit sagt: „Der Mensch wird des Weges geführt, wenn er mit ganzer Seele wirkt.“ (Logostherapie von Viktor Frankl, österreichischer Neurologe).
Wenn ich an den Sinn glaube, dann glaube ich, steht mein Ich nicht (mehr) in der Spannung zwischen dualen Polen. Der Sinn führt mich heim, indem er mich von der Transzendenz befreit, mich nicht zu ihr hinführt, indem er mich vom einseitigen Verstandesdenken befreit. Der Sinn geht nicht irgendwo hin, sondern es ist ein Bleiben in mir.
Buddha sagte z. B.: „Ich sterbe nicht, ich gehe nicht irgendwo hin.“ Buddha stellte die Sinnfrage, das warum nicht, sondern die Frage nach dem wie. „Wie kann ich mich befreien?“
Leben - Wissen vom Ich. Mein Ich ist etwas, das leben will. Leben heißt: mit einem Körper dabei sein. Das Leben kommt vor aller Erkenntnistheorie und aller Philosophie. Leben und Gegenwart verschwistern sich. Leben: ein Grund selbst zu sein, eine unteilbare Einheit mit sich selber zu sein. Keine Diesseits- und Jenseits-Spaltung, keine Transzendenz am Anfang, sondern Leben ist die unbezweifelbare Realität.
„Das Leben ist das Licht des Menschen“, heißt es im Johannes-Evangelium. Gegensatz ist die Finsternis. Leben ist die größte Offenbarung. Eine primäre Tatsache ist mein Leben. Nur das Leben kenne ich, den Tod, die Finsternis, kenne ich nicht.
Lebenskunst: Wir sagen ja zum Leben, wir denken, weil wir leben. Es ist mein Leben, unser Leben. Die Lebenskunst ist es, mit dem Leben fertig zu werden und sich darüber zu freuen. Der Weise kennt die Kunst, seine Lage zu ändern, indem er sich selbst wandelt und erneuert.
Obwohl es Hochs und Tiefs gibt, müssen wir die Zwischenräume zwischen beiden in Richtung Hoch verlagern, das Leben wichtiger nehmen, eine Analyse des Jahreslaufs vornehmen. Die Elemente der Rhythmik werden zu einer Quelle der Lebensführung. Nicht allgemein der Mensch, sondern ich als Mensch.
Man sollte sich die Frage stellen: Bin ich eigentlich lebendig? Ich will nicht nur leben, ich will lebendiger werden. Bedenke die kurze Dauer deines Lebens, dein Leben auf der Erde insgesamt. Das menschliche Leben ist ein Bruchteil des unermesslichen kosmischen Lebens. Wir kennen nur das Leben auf der Erde. Also haben wir eine relative Sicht auf das Leben. Mein Leben ist Dasein auf Zeit. Wir sollten ab und zu eine Analyse des eigenen Lebens durchführen, sich dabei aber nicht so wichtig nehmen, das gibt Beruhigung.
Das Leben geht nicht auf meinen Beschluss zurück. Die Zeugung war vorher. War ich gewollt? Leben wird weitergegeben von einem System zum anderen. Zwei Lebewesen, Vater und Mutter, geben das Leben weiter. Beide tauschen sich aus, und bilden dadurch ein neues Leben. Generationsreihen, die einander die Fackeln des Lebens anzünden.
Kinder werden von Eltern geboren, diese wiederum von ihren Eltern und so fort, diese wiederum vor langer Zeit von Adam und Eva.
Nun kommen wir zu einer neuen Tatsache, zur Akzeleration, d. h. der Beschleunigung des Wachstums. Menschen werden heute größer als früher, der Vater war 1.80 m groß, der Sohn 1.85 m, der Enkel schon 2 m.
Lebensverlängerung, das Älterwerden. Wie alt Adam und Eva waren, das wissen wir nicht. Früher lebten die Menschen vielleicht 50 Jahre, heute 80 Jahre, später vielleicht 100 Jahre.
"Das Leben ist eine Serie von Wiederholungen", schrieb Peter Sloterdijk, daher kann man es verbessern.
Ärzte können das Leben verlängern. Gesunde Ernährung und bewusste Kalorienzufuhr können sich positiv auf das Leben auswirken. Wir begrüßen das Leben bei der Geburt (Freude am Kind). Freunde und Bekannte kommen, das Kind wird vorgestellt. Das Dasein wird bejaht, z. B. bedeutet das, ich wollte dich, du bis es wert erkannt zu werden.
Durch dieses, mein Dasein, habe ich den Beweis, dass mir die Möglichkeit zu einer Verkörperung gegeben wurde. Ich wurde zur Inkarnation zugelassen. Zunächst also das Leben positiv sehen, dass ich ausgewählt wurde, leben zu dürfen. Weil ich schon geboren wurde und da bin, soll ich mich positiv annehmen oder sagen: Heute ist einer der glücklichsten Tage meines Lebens. Ich habe keinerlei Sorgen und Probleme. Sich sagen: Ich habe alles, was ich brauche. Die Existenz ist mein Zuhause. Ich bin kein Fremder hier. (Bhagwan). Wir leben, nacheinander, nebeneinander, auseinander.
Meine positivste Erfahrung: Mutter, ich freue mich, weil ich lebe. Diese Wahrheit, die ich als 11-jähriger Knabe erfahren habe, dieses Ja zur Geburt und mein Dank an das Leben, war meine bisher positivste Lebensbehauptung.
"Wir sind in diese Welt gekommen nicht nur, dass wir sie kennen lernen, sondern, dass wir sie auch bejahen." schrieb Rabindranath Tagore (Bengalischer Philosoph).
Einer der radikalsten Aufgaben der Philosophie besteht darin, unser Leben, diese Realität, zu definieren. Nun ist das Leben etwas, das unübertragbar ist. Niemand kann etwas für mich tun. Es ist ein abstrakter Begriff, aber es ist mein individuellstes Sein.
Jeder Mensch ist in eine Zeit geboren. Er was nie der Mensch, sondern immer ein Mensch zu einer bestimmten Zeit, einer bestimmten Nationalität und Tradition und einer bestimmten Familie.
Es gibt immer wieder einen Punkt in unserem Leben, an dem wir vor der Wahl stehen: Weitermachen wie bisher oder neue Wege gehen, die Richtung ändern, einfach etwas Neues ausprobieren.
Etwas ändern, ist immer mit einem Risiko verbunden, die Angst kommt auf, daher fallen Veränderungen den Menschen schwer. Mit etwas Mut können sich dann aber ganz neue Seiten auftun im Leben. Diese Chance sollte man wahrnehmen. Es eröffnen sich neue Horizonte, es geschehen Dinge, die man nicht für möglich gehalten hätte.
Das Leben verläuft nicht immer gerade aus. Meist sind es kurze Momente, die das ganze Leben verändern. Es finden einschneidende Erlebnisse und Entscheidungen statt. Sie geschehen meist unerwartet. Dann ist oft ein Richtungswechsel notwendig, ein Wendepunkt im Leben. Die Menschen neigen dazu sich Ziele zu setzen, ihr Leben lange im Voraus zu planen. Das Leben findet aber statt, während wir Pläne machen.
Plötzlich treten Ereignisse in unser Leben, die wir nicht auf dem Schirm hatten. Dann heißt es reagieren. Das kann die Geburt eines Kindes sein, der Tod eines Elternteils, der Tod des Mannes, der Frau, der Verlust der Arbeit oder des Vermögens, eine schlimme Krankheit von Angehörigen, eine Straftat von außen, die unser Leben verändert, eine Katastrophe und vieles mehr.
Was ist dann zu tun? Welche Abzweigung nehme ich an der Kreuzung? Welche Entscheidungen treffe ich?
Das wichtigste ist schon einmal, dass wir erkennen, wir sind an einem solchen Wendepunkt angekommen. Viele Menschen verschließen in Ihrer Angst die Augen, wollen das nicht sehen, wollen nicht aus ihrer Komfortzone heraus.
So ein Wendepunkt bietet aber auch die Chance, wieder selbst die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Sei es durch einen Jobwechsel, die Auflösung einer unglücklichen Ehe, ein Amt aufgeben, das einem die Zeit zum Leben raubt, oder auch einfach kürzer zu treten, weil der Körper nicht mehr mitmacht, weil wir krank geworden sind.
Der Mensch fragt sich dann: „Warum gerade ich?“.
Manchmal kann eine Veränderung Schwierigkeiten oder Hindernisse mit sich bringen. Diese müssen überwunden werden. Es lohnt sich meist, die nötige Energie dafür aufzubringen. Stellen Sie die Meinung anderer nicht über ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Wie heißt es so schön: „Gut Ding braucht Weile.“ Geben Sie sich Zeit.
Nicht jeder kann ein selbstständiger Unternehmer sein, aber jeder kann der Chef seines Lebens sein. (Helmut Preußler)
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„Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern.“
(Konfuzius)
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„Alle denken nur darüber nach, wie man die Menschheit ändern könnte, doch niemand denkt daran, sich selbst zu ändern.“ (Leo Tolstoi)
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„Nicht die stärksten Spezies werden überleben, sondern alle, die sich den Veränderungen am besten anpassen können.“
(Charles Darwin)
