Einfach Dostojewski - Reinhard Scheffler - E-Book

Einfach Dostojewski E-Book

Reinhard Scheffler

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Beschreibung

Gesamtüberblick Dostojewskis Werke mit 1000 einfachen Textstellen Worte aus der Blütezeit der russischen Literatur Inhalt: Alle Werke (Romane, Erzählungen, Berichte ...) Kennst du alles von Dostojewski? Einfache Gliederung der Textstellen nach Werken Der vergessene Humor Dostojewskis Endlich keine wissenschaftliche Abhandlung Für alle Leser

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Seitenzahl: 126

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Inhalt

Vorwort

Ein grüner Junge

Der Idiot

Der Spieler

Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

Die Erniedrigten und Beleidigten

Arme Leute

Tagebuch eines Schriftstellers

Böse Geister

Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner

Aufzeichnungen aus einem Totenhaus

Winterliche Bemerkungen über sommerliche Eindrücke

Der ewige Gatte

Weiße Nächte

Verbrechen und Strafe

Onkelchens Traum

Die Sanfte

Die Brüder Karamasow

Herr Prochartschin

Roman in neun Briefen

Die Hauswirtin

Polsunikow

Das schwache Herz

Der Christbaum und die Hochzeit

Netotschka Neswanowa

Ein kleiner Held

Die fremde Frau und der Mann unter dem Bett

Eine garstige Anekdote

Das Krokodil

Der ehrliche Dieb

Bobock

Traum eines lächerlichen Menschen

Quellennachweis

Vorwort

Ungewöhnlich ist dies schon, daß Frau Dostojewskaja einen Tag nach dem Tod ihres Mannes den Maler kommen läßt. Bei genauer Betrachtung könnte dies jedoch sogar der höchst persönliche Wunsch des Schriftstellers gewesen sein, denn seine Verehrung für J. N. Kramskoi ging über das normale Maß hinaus. Er pflegte nicht nur Kontakt zu ihm, sondern erwähnte ihn mehrmals in seinen Werken. Ob nun die Theorie stimmt, wo er nicht nur seiner Frau mitteilte, daß er heute sterben wird, sondern auch gemalt werden möchte, lassen wir lieber im Dunklen. Besser ist es, 200 Jahre nach seiner Geburt eine neue Kerze anzuzünden.

Wozu benötigte ein Mensch im 19. Jahrhundert eine Kerze – oftmals zum Lesen. Gibt es eine bessere Würdigung für diesen einzigartigen Schriftsteller, als Worte aus seiner Feder mit den Augen der Erleuchtung zu sehen. Genauer betrachten, hinterfragen – schnell lesen ist zu einfach für dieses Genie. Viele seiner Themen haben an Aktualität kaum etwas verloren und wenn es oftmals nur zwischenmenschliche Beziehungen sind.

Diese Textstellen aus seinen Werken sollen natürlich eine Würdigung bzw. auf unsere Zeit bezogen, eine Anregung darstellen. Diese Auswahl ist nicht nur rein persönlich, sondern würde ebenfalls von Übersetzung zu Übersetzung unterschiedlich ausfallen. Doch es sind seine Worte! Auf den ersten Blick scheint vieles verwunderlich: Wieso schimpft der Frauenverehrer über das weibliche Geschlecht – so sprechen jedoch die Verbannten in Sibirien. Genug der Vorrede! Falls diese Textauszüge es schaffen, das Interesse an Dostojewski zu wecken, wäre das der größte Lohn für die mühevolle Arbeit.

Der Autor

Ein grüner Junge

Man muß schon allzu erbärmlich selbstverliebt sein, um über die eigene Person schreiben zu können, ohne sich zu schämen. (S. 7)

Die Reflexionen können allerdings sehr wohl trivial sein, weil das, was man am höchsten schätzt, für den Außenstehenden absolut wertlos sein kann. (S. 8)

Ich habe gerade durchgelesen, was ich vorhin geschrieben habe, und sehe, daß ich viel klüger bin als das Geschriebene. Wie kommt es nur, daß bei einem klugen Menschen das Ausgesprochene viel dümmer ist als das, was in ihm zurückbleibt? (S. 8)

…, daß manche Frau durch ihre Schönheit, oder wodurch auch immer, in einem einzigen Augenblick einen Menschen berühren kann; an einer anderen muss man ein halbes Jahr herumkauen, um sie zu durchschauen und sich in sie zu verlieben, genügt es nicht, sie nur anzusehen, und auch nicht die Willfährigkeit zu allem, was sie wünscht, sondern man müsste darüber hinaus noch eine besondere Gabe besitzen. (S. 16)

Ich habe von den lasterhaftesten Menschen gehört, daß ein Mann, der mit einer Frau zusammenkommt, sehr oft in völligem Schweigen zu Werke geht, was natürlich der Gipfel des Monströsen und Ekelhaften ist, … (S. 18)

Gefühle jedoch lassen sich ohne Fakten nicht beschreiben. (S. 27)

Man zieht sich erbost zurück und schwört, daß sich morgen so etwas nicht wiederholen wird, aber morgen ist es wieder dasselbe. (S. 43)

Sie polstern sich hinten mit frou-frous aus, um zu zeigen, daß sie belles femmes sind: vor aller Augen! …, kein heranwachsender Knabe kann das übersehen, das ist niederträchtig. (S. 44)

Und überhaupt kann ich den weiblichen Gang nicht leiden, zumal von hinten gesehen, … (S. 45)

Mir hat der Hauslehrer Vorhaltungen gemacht, als ich schon mit 11 Jahren zu lange vor den Figuren im Sommergarten verweilte. (S. 46)

Nicht jeder ist es wert, beachtet zu werden – ein hervorragender Grundsatz. (S. 49)

Glaube mir, das Leben jeder Frau, was sie auch predigen mag, ist nichts als ein ewiges Suchen nach Unterordnung … (S. 49)

In der Welt behält immer die Gemeinheit das letzte Wort, … (S. 51)

Schade, wenn du am Ende des Lebens sagen müßtest: Ich weiß ganz und gar nicht, wozu ich auf der Welt gelebt habe! (S. 52)

… das heimliche Bewußtsein eigener Macht tut unermeßlich wohler als offenkundiges Herrschen. (S. 62)

Jeder Gedanke, selbst ein flacher, scheint, solange er noch unausgesprochen bleibt, tiefer, und der in Worte gefaßte – lächerlicher und gewöhnlicher. (S. 62)

Die Nachfrage bestimmt den Markt; … (S. 68)

…; obwohl er meistens schwieg, dominierte er das Gespräch. (S. 73)

Ich kann mir eine Situation einfach nicht vorstellen, in der es irgendwann nichts zu tun gäbe! … Es gibt so viel zu tun, wenn man sich aufmerksam umsieht, daß ein Leben dafür nicht ausreicht. (S. 76)

Man muß nach dem Gesetz der Natur und der Wahrheit leben. (S. 76)

Ich verstehe nicht, wie es möglich ist, unter dem Einfluß eines beherrschenden Gedankens, dem sich Verstand und Herz vollkommen unterwerfen, noch für etwas zu leben, das außerhalb dieses Gedanken liegt? (S. 76)

Alles Leben ist vergänglich, alle Menschen seien sterblich, … (S. 78)

Diesen Wunsch, mich jemand an den Hals zu werfen, damit ich als guter Mensch anerkannt, umarmt werde und ähnliches (mit einem Wort: eine Sauerei), … (S. 79)

Meiner Meinung nach hat jeder Mensch ein Recht auf seine Gefühle … Nach seiner Überzeugung … Wobei niemand sie ihm vorwerfen darf. (S. 80)

Die persönliche Freiheit, das heißt meine ureigenste, sie steht für mich an erster Stelle, und alles weitere geht mich nichts an. (S. 81)

Ich bin keinem gegenüber verpflichtet. Ich entrichte der Gesellschaft meinen Obolus in Form von Steuern, dafür, daß man bei mir nicht einbricht, mich nicht überfällt und mich nicht umbringt, und darüber hinaus darf niemand etwas von mir verlangen. Vielleicht habe ich persönlich auch noch andere Ideen und werde einmal den Wunsch haben, der Menschheit zu dienen, und werde es vielleicht auch tun und werde es vielleicht zehnmal mehr tun als alle Prediger; ich bin nur dagegen, daß jemand sich das Recht herausnimmt, es von mir zu verlangen, … (S. 81)

…, daß es nichts Schwierigeres gibt, als eine Antwort auf die Frage zu finden: Wozu soll man unbedingt ein edler Mensch sein? (S. 82)

Was schert mich die Frage, wie es in tausend Jahren um diese Ihre Menschheit stehen wird, wenn ich dafür nach Ihrem Codex weder Liebe noch ein künftiges Leben, noch Anerkennung für meine Taten zu erwarten habe? (S. 83)

… die heutige Zeit ist die Epoche des goldenen Mittelmaßes und der Gefühlsarmut, der Vorliebe für Ignoranz, Faulheit, der Unlust zu handeln und des Anspruchs auf Fix - und - Fertiges. Niemand will sich Gedanken machen; nur selten kommt jemand auf eine eigene Idee. (S. 91)

Liebe die Tugend und fliehe das Laster: Was könnte, scheint es einfacher sein? Schön, setzen Sie sich doch einmal für die Tugend ein, und fliehen Sie ein einziges Ihrer Laster, versuchen Sie es doch mal-na? Genauso ist es. (S. 113)

Beharrlichkeit beim Anhäufen selbst von Kopeken-Beträgen führt auf die Dauer zu einem kolossalen Resultat … – selbst die einfältigste Form von Kapitalbildung, wenn nur mit Ausdauer betrieben, garantiert den Erfolg mit mathematischer Sicherheit. (S. 114)

Die Kräfte auf dieser Welt sind sehr verschieden. Willenskräfte und Wunschkräfte ganz besonders. (S. 115)

Bin ich nicht selbst, statt der anderen der Schuldige? (S. 125)

…, daß die einfachsten Ideen am schwersten zu verstehen sind; jetzt füge ich hinzu, daß sie auch am schwersten darzulegen sind, … Für Ideen gilt auch das Gesetz der Umkehrung: Triviale Ideen, platt und kurzlebig werden unglaublich schnell angenommen, … (S. 134)

Billiges ist nie von Dauer. (S. 134)

Daß alles gut sei, bedeutete für sie nämlich dasselbe wie, alles wie früher. (S. 145)

Besonders gut ist der Ausdruck, daß die Frau eine große Macht sei, … (S. 151)

…, daß der Müßiggang von niemand so sehr geliebt wird – wie von dem ewig werktätigen Volk. (S. 151)

Das Beste, mein Lieber, ist dein Lachen. Man kann es sich kaum vorstellen, wieviel jeder Mensch dadurch gewinnt, sogar in seinem Äußeren. (S. 156)

Nicht alles läßt sich in Worten wiedergeben, manches sollte man besser niemals erzählen. (S. 177)

…, ein Dummkopf ist immer mit dem zufrieden, was er gesagt hat, und spricht außerdem immer mehr aus als nötig, das tut er gern auf Vorrat. (S. 178)

Wenn die Institution der Ehe allein von den Frauen abhinge – nicht eine einzige Ehe hätte Bestand. (S. 182)

…, jene Ehrfurcht nämlich, die eine Voraussetzung für eine höhere Gleichheit ist, mehr noch, ohne die, meiner Meinung nach, niemand den ersten Platz erreicht. (S. 189)

…, durch das Fehlen der geringsten Überheblichkeit, wird der höchste Anstand erreicht, und es erscheint ein Mensch, der sich selbst achtet, ohne an seiner Situation, wie sie auch sei, und an seinem Los, wie es auch ausfalle, zu zweifeln. (S. 189)

Diese Fähigkeit sich selbst zu achten, gerade in seiner persönlichen Situation – die ist auf der Welt sehr selten, … (S. 189)

…, mit Gewalt kann man keinen lieb werden. (S. 190)

Jeder frühe Morgen übt auf die Natur des Menschen eine ernüchternde Wirkung aus. Manch feuriger nächtlicher Traum verflüchtigt sich mit dem Morgenlicht und der Kälte, und zwar vollständig; … (S. 196)

In jedem Leben gibt es Vorhaben und Träume, die so exzentrisch scheinen, daß sie auf den ersten Blick unfehlbar als Wahnsinn betrachtet werden können. (S. 197)

Zeig mir dein Zimmer, und ich erkenne deinen Charakter. (S. 203)

Die letzten Gedanken können zuweilen absolut nichtssagend sein. Einmal beklagt sich ein solcher Selbstmörder in einem solchen Tagebuch darüber, daß ihm in einer so bedeutsamen Stunde nicht ein einziger höherer Gedanke gekommen sei, sondern im Gegenteil, nur belanglose und leere. (S. 235)

Wenn der heutigen Generation die literarische Ader abgeht, so besitzt sie doch andere Vorzüge. (S. 262)

Den Wunsch zu schwindeln, mit der Absicht, seinen Nächsten zu beglücken, findest du sogar in unserer besten Gesellschaft, … (S. 296)

Liegt denn das alles nur am Materiellen, wird denn die heutige Welt nur an den Finanzen zugrunde gehen? (S. 303)

…, beschäftige dich mit Bauwesen oder Advokatur, um dich im Verlauf echter und ernsthafter Arbeit zu beruhigen und das Nebensächliche zu vergessen. (S. 304)

…, es gibt doch nichts Höheres, als nützlich zu sein. (S. 305)

Der Mensch ißt sich satt und weiß von nichts mehr; im Gegenteil, er wird sofort sagen: »So, nun bin ich satt, und was jetzt?« (S. 305)

Mein Freund, bedenke, daß Schweigen guttut, gefahrlos ist und schön. (S. 305)

Mein Freund, die Menschen so zu lieben, wie sie sind, ist unmöglich. (S. 307)

Liebe zur Menschheit bezieht sich nur auf jene Menschheit, die du dir selbst in deiner Seele erschaffen hast. (S. 308)

Der Begriff Ehre bedeutet Pflicht. (S. 312)

Solange in einem Staat ein führender Stand dominiert, ist dieses Land stark. Der führende Stand hat immer eine Vorstellung von seiner Ehre und seine Ehrbegriffe, die vielleicht auch fehlerhaft sein mögen, aber fast immer als ein festes Band dienen und das Land stark machen; dies ist von moralischen, aber vorwiegend politischen Nutzen. (S. 312)

Aber wenn jemand Ehre predigt, muß er selbst Ehre im Leib haben – … (S. 318)

…; und wenn Sie meiner Seele Licht schenken wollen, so kehren Sie um, nehmen Sie Platz und hören Sie nur noch zwei Worte. (S. 360)

Mein Lieber, man muß im Leben lernen, die kleinen Malheure zu ertragen. Ein Leben ohne Malheurs lohnt sich nicht. (S. 374)

Eine kluge Frau hat mir einmal gesagt, ich hätte nicht das Recht, andere zu richten, weil ich das Leiden nicht kenne, denn um als Richter zu urteilen, müsse man das Recht dazu erlitten haben. (S. 374)

…; nur Egoisten drücken sich mit Vorliebe abstrakt aus. (S. 375)

Liebe muss verdient werden. (S. 376)

Und merke dir, mein Lieber, daß alle vorzeitig erteilten heilsamen Ratschläge nichts anderes als ein Eindringen in ein fremdes Gewissen auf fremde Kosten sind. (S. 382)

Sie lobten mich jesuitisch, auf Kosten der Wahrheit, nur um mir weiter zu gefallen. (S. 382)

Ja, natürlich, zwei Worte können genügen, um sich auszusprechen. (S. 428)

Knappheit ist die erste Bedingung für das Künstlerische. Aber wer sich nicht langweilt, den sollte man auch länger leben lassen. (S. 452)

…, ich bin nicht gekommen, um aus leerem auszugießen! (S. 461)

Jeder Mensch, wer er auch sei, bewahrt ganz gewiß eine Erinnerung an ihm Zugestoßenes, was er als etwas Phantastisches, Besonderes betrachtet oder angesichts dessen er dazu neigt, es für wundersam zu halten, sei es ein Traum, eine Begegnung, Weissagung, Vorahnung oder sonst etwas dieser Art. (S. 485)

Wen man am meisten liebt, den kränkt man auch am ehesten. (S. 499)

Am häufigsten offenbart das Lachen des Menschen etwas Banales, etwas, was den Lachenden gleichsam erniedrigt, … (S. 504)

Die überwiegende Mehrzahl der Menschen kann gar nicht richtig lachen. (S. 505)

Mancher verrät sich durch sein Lachen, und man erkennt plötzlich sein innerstes Wesen. Sogar ein kluges Lachen kann mitunter abstoßend sein. (S. 505)

Das Lachen setzt Arglosigkeit voraus, aber die Menschen lachen meistens boshaft. (S. 505)

Fröhlichkeit – das ist der Charakterzug, der den Menschen am schlimmsten verrät. (S. 505)

Nur ein Mensch der höchsten und glücklichsten Entwicklung lacht ansteckend, das heißt, unwiderstehlich und wohlwollend. (S. 505)

Lacht der Mensch gut, dann ist er ein guter Mensch. (S. 505)

…, daß das Lachen die verläßlichste Kunde von der Seele gibt. Man sehe die Kinder: Die einen lachen ein vollkommenes Lachen, und das macht sie so bezaubernd. (S. 506)

Wiederum, wenn man dem Tod mit Murren oder mit Verdruß entgegentritt, so ist auch dies wiederum eine große Sünde. (S. 508)

Es fällt dem Menschen schwer, von jeder Sünde zu wissen, was sündig ist oder nicht. (S. 508)

Und das höchste Geheimnis ist das, was die Seele des Menschen im Jenseits erwartet. (S. 509)

…, aber all diese Geheimnisse hat der Verstand schon längst enträtselt, und was noch nicht enträtselt ist, wird eines Tages vollständig enträtselt werden, … (S. 509)

… hat Gott ihm den Odem des Lebens eingehaucht: Lebe und erkenne. (S. 509)

Trachte danach, alles zu erkennen, damit du, wenn du einem Gottlosen der Mutwilligen begegnest, ihm keine Antwort schuldig bleibst … (S. 510)

… – wie kommt’s, daß Sie das Gelübde nicht ablegen, um eine größere Vollkommenheit zu erlangen? …, aber auf meine Pfeife Tabak kann ich eben nicht verzichten, … (S. 511)

Der Mensch straft sich selbst. (S. 513)

Dem Gedenken an einen Menschen ist eine Grenze von nur hundert Jahren gesetzt. (S. 514)

Welcher Dritte könnte je die Beziehung zweier Liebenden bis auf den Grund durchschauen? (S. 520)

…, eine starke Liebe zu einem Schwachen ist mitunter unvergleichlich heftiger und qualvoller als die Liebe zwischen ebenbürtigen Charakteren, … (S. 520)

Die Seele in mir, dachte ich, ist einzig; soll ich sie verderben, werd ich keine andere finden, … (S. 534)