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Beschreibung

Bei unserem ersten Messeauftritt in Frankfurt am Main 1990 wurden Wetten abgeschlossen, wie lange es dieser neue Verlag wohl machen würde. An ein Vierteljahrhundert hat damals niemand gedacht, vielleicht nicht einmal die Gründer selbst.
Inzwischen sind mehr als 800 Bücher im Ch. Links Verlag erschienen, und jedes von ihnen hat seine eigene Geschichte. 25 davon werden in diesem Buch erzählt und mit kleinen Lesestücken präsentiert, quer durch die Jahre und die unterschiedlichen Reihen. Sie zeugen vom allmählichen Wachsen des Verlages, von programmatischen Entscheidungsprozessen, Rechtsstreitigkeiten, Flops und »Dauerbrennern« und der Freude, sich mit einem engagierten Programm in gesellschaftliche Debatten einzumischen und - im besten Fall - Dinge bewegen zu können.
Eine Chronik, viele Fotos und eine Bibliographie runden dieses dritte Verlagsbuch ab.

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EPUB
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Seitenzahl: 324

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Christoph Links (Hg.)

Christoph Links (Hg.)

Einmischung erwünscht

25 Jahre Ch. Links Verlag

Wir danken René Böll für die Einwilligung zur Verwendung des Titels »Einmischung erwünscht«, unter dem von seinem Vater Heinrich Böll 1973 ein Band mit »Schriften zur Zeit« im Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen ist.

Bis auf zwei Fotos stammen alle Abbildungen aus dem Archiv des Verlages. Foto S. 157: AFROTAK-TV-cyberNomads Foto S. 249: Bodo Hoeppner

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar.

1. Auflage, Februar 2015 (entspricht der 1. Druck-Auflage von September 2014) © Christoph Links Verlag GmbH Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. (030) 44 02 32-0www.christoph-links-verlag.de; [email protected] Redaktion: Edda Fensch Layout und Satz: Nadja Caspar, Ch. Links Verlag

Inhalt

Vorwort

Einmischung erwünscht – Das aktuell-politische Sachbuch

Liane v. Billerbeck / Frank Nordhausen: Scientology. Wie der Sektenkonzern die Welt erobern will

John Goetz / Conny Neumann / Oliver Schröm: Allein gegen Kohl, Kiep & Co. Die Geschichte einer unerwünschten Ermittlung

Andrea Röpke / Andreas Speit (Hg.): Blut und Ehre. Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland

»Weiße Flecken« der Geschichte – Historische Dokumentationen

Hermann Weber: »Weiße Flecken« in der Geschichte. Die KPD-Opfer der Stalinschen Säuberungen und ihre Rehabilitierung

Hermann Frank Meyer: Blutiges Edelweiß. Die 1. Gebirgs-Division im Zweiten Weltkrieg

Kai Schlüter (Hg.): Günter Grass im Visier – Die Stasi-Akte. Eine Dokumentation mit Kommentaren von Günter Grass und Zeitzeugen

Spurensuche vor Ort – Bildbände, Reiseführer, Pocketausgaben

Heinz Knobloch / Michael Richter / Götz Thomas Wenzel: Geisterbahnhöfe. Westlinien unter Ostberlin

Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland / Bundeszentrale für politische Bildung (Hg.): Bonn – Orte der Demokratie. Der historische Reiseführer

Martin Kaule: Prora. Geschichte und Gegenwart des »KdF-Seebads Rügen«

Literarische Publizistik – Große Reportagen, eindrucksvolle Porträts

Christoph Dieckmann: My Generation. Cocker, Dylan, Lindenberg und die verlorene Zeit

Alexander Osang: Im nächsten Leben. Reportagen und Porträts

Roland Garve / Frank Nordhausen: Kirahé – Der weiße Fremde. Unterwegs zu den letzten Naturvölkern

Musikalische Begleitung – Versuche der Programmerweiterung

Arno Frank Eser: Konstantin Wecker. Der Himmel brennt

Heinz Rudolf Kunze: Vorschuß statt Lorbeeren. Lieder und Texte 2000 – 2002

Analysen und Dokumente – Studien zur DDR-Gesellschaft

Eckhard Jesse (Hg.): Eine Revolution und ihre Folgen. 14 Bürgerrechtler ziehen Bilanz

Maria Nooke, Lydia Dollmann (Hg.): Fluchtziel Freiheit. Berichte von DDR-Flüchtlingen über die Situation nach dem Mauerbau

Rat für mündige Leser – Die Reihe »Lebenswelten«

Bettina von Kleist: Wenn der Wecker nicht mehr klingelt. Partner im Ruhestand

Millay Hyatt: Ungestillte Sehnsucht. Wenn der Kinderwunsch uns umtreibt

Deutschlands vergessene Kolonialgeschichte – Zwei besondere Reihen

Marianne Bechhaus-Gerst / Mechthild Leutner (Hg.): Frauen in den deutschen Kolonien

Holger Stoecker / Thomas Schnalke / Andreas Winkelmann (Hg.): Sammeln, Erforschen, Zurückgeben? Menschliche Gebeine aus der Kolonialzeit in akademischen und musealen Sammlungen

Mit Links in die Welt – Länderporträts

Norbert Mappes-Niediek: Österreich für Deutsche. Einblicke in ein fremdes Land

Ruth Kinet: Israel. Ein Länderporträt

Rasso Knoller: Nordeuropa. Porträt einer Region

Sonderausgaben – Bücher in besonderer Ausstattung

Michael Succow / Lebrecht Jeschke / Hans Dieter Knapp (Hg.): Naturschutz in Deutschland. Rückblicke – Einblicke – Ausblicke

Stefan Wolle: Die heile Welt der Diktatur. Alltag und Herrschaft in der DDR 1949 –1989

Anhang

Verlagschronik 2009 bis 2014

Bibliografie 2009 bis 2014

Vorwort

Wozu braucht man eigentlich noch Verlage? Im Zeitalter digitaler Bücher und ständig neuer Self-Publishing-Plattformen kann jeder Autor doch seinen Text problemlos allein in die Welt schicken. Es stört kein Lektor, der mit irgendwelchen »Verbesserungsvorschlägen« nervt, keine Herstellungsabteilung drängt zum eiligen Korrekturlesen des Umbruchs, kein Vertriebsmitarbeiter will eine Vorstellung auf der Vertreterkonferenz, die Pressechefin lässt einen in Ruhe und drängt nicht zur Teilnahme an kontroversen Rundfunkdebatten, die Kollegin aus dem Veranstaltungsressort scheucht einen nicht zu Lesungen in die Provinz. Es zählen allein der eigene Text und die Resonanz im weltweiten Netz – wenn der Leser denn überhaupt auf das Buch stößt.

Bei 90 000 Neuerscheinungen pro Jahr auf dem deutschen Markt – wovon weniger als 10 Prozent rezensiert werden – und knapp zwei Millionen lieferbaren Titeln im Angebot kann es allerdings überaus sinnvoll sein, das eigene Buchvorhaben mit einem Verlag in Angriff zu nehmen, der seinen Büchern durch Veranstaltungen, Rezensionen, Präsenz im Buchhandel und auf Nebenmärkten eine öffentliche Wahrnehmung ermöglicht. Bei strittigen Themen ist zudem eine juristische Absicherung garantiert. Gerade wenn man als Autor mit seinem Werk Wirkung erzielen, sich in öffentliche Debatten einbringen und in gesellschaftliche Vorgänge einmischen will, sind die Verlage mit ihren Netzwerken bewährte Partner und Multiplikatoren. Eine denkbare Adresse wäre dann zum Beispiel der Christoph Links Verlag.

Wie der vorliegende Band anhand von 25 exemplarischen Beispielen zeigt, ist es uns ein Anliegen, Büchern zur bestmöglichen Wirkung zu verhelfen, sie in geeigneter Form an möglichst viele Leser zu vermitteln. Dass jedes Buch dabei seine eigene, mitunter recht abenteuerliche Geschichte hat, wird auf den folgenden Seiten deutlich. Erzählt wird die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte ausgewählter Titel aus dem inzwischen recht breit gefächerten Verlagsprogramm, verbunden mit einem Textausschnitt des jeweiligen Buches. In der anschließenden Chronik der letzten fünf Jahre kann man nachlesen, wo unsere Autoren überall im Einsatz waren, um für ihre Werke zu streiten. Ergänzend zu den beiden vorigen Jubiläumsbüchern »Über unsere Bücher lässt sich streiten« (1999) und »Mit Links überleben« (2009) gibt es auch wieder eine Bibliographie der zuletzt erschienenen Titel, in die erstmals auch alle elektronischen Ausgaben mit aufgenommen wurden.

Wenn in den nächsten Jahren Autoren und Verlage das eingegangene Bündnis so erfolgreich fortsetzen werden, versprechen wir neuerliche Jubiläumsbände mit spannenden Geschichten.

Christoph Links August 2014

Einmischung erwünscht – Das aktuell-politische Sachbuch

Liane v. Billerbeck, Frank Nordhausen

Scientology

Wie der Sektenkonzern die Welt erobern will

Erstauflage August 2008, Nachauflagen im Dezember 2008, Taschenbuchausgabe bei S. Fischer, September 2011

Anliegen unseres Verlages ist es vom ersten Tag an gewesen, mit Büchern in aktuell-politische Debatten einzugreifen und zu wichtigen sozialen Vorgängen vertiefende Hintergrundinformationen zu liefern. Das wurde bereits im Startprogramm 1990 deutlich, als wir uns mit »Privilegien, Amtsmissbrauch und Schiebergeschäften« in der untergehenden DDR und dem aufkommenden »Rechtsextremismus im vereinten Deutschland« beschäftigten, gefolgt von einem kritischen Report zu den Praktiken der Treuhandanstalt bei der Privatisierung ostdeutscher Betriebe (Martin Flug: »Treuhand-Poker. Die Mechanismen des Ausverkaufs«, März 1992). Dieser Band brachte uns auch den ersten Prozess ein, da sich ein ehemaliger Treuhand-Manager durch ein Pressezitat im Buch ehrkränkend dargestellt fühlte. Das Ganze konnte mit einem Vergleich beigelegt werden.

Das richtige juristische Feuerwerk begann dann mit dem Band von Liane v. Billerbeck und Frank Nordhausen über den Sekten-Konzern Scientology. Ich durfte in den nächsten Monaten die Landgerichte von Hamburg, Köln, Bonn, München und Berlin kennenlernen. Es gab drei Siege, einen Vergleich und eine Niederlage. Wir waren zum Glück vorsichtig gewesen, hatten stets nur kleinere Auflagen gedruckt und zur jeweils anstehenden Nachauflage erforderliche Änderungen oder Anonymisierungen vorgenommen. Als alle Schlachten geschlagen waren, konnte der Band unbeanstandet in mehreren Lizenzausgaben erscheinen.

Nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems in Osteuropa versuchten nicht nur Nationalisten und Ultrareligiöse das ideologische Vakuum zu besetzen, sondern auch obskure Psycho-Sekten und Anhänger von Scheinreligionen, denen es eigentlich darum ging, den Menschen mit erfolgversprechenden Seminaren das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dabei war man keineswegs zimperlich und versuchte Kritiker möglichst mundtot zu machen. Anfänglich geschah dies vor allem auf dem Klagewege. Da aber die Medien intensiv darüber berichteten und uns auch in den Auseinandersetzungen couragiert unterstützten, änderten viele Sekten ihre Strategie. Als 2008 von Billerbeck und Nordhausen ein zweites Buch über Scientology erschien, in dem es vor allem um die Welteroberungspläne der geheimnisvollen Organisation mit ihrem Werbeträger Tom Cruise ging, blieb es juristisch ruhig. Das mag auch damit zusammenhängen, dass wir nach den Erfahrungen der ersten Veröffentlichung nunmehr jeden Fakt mit einem detaillierten Quellenbeleg versehen hatten und das Buch mehr als 1000 Fußnoten aufwies. Die deutsche Scientology-Sprecherin Sabine Weber hatte zunächst im Vorfeld versucht, uns von der Publikation abzubringen, und besuchte mich dazu sogar im Verlag, doch als dies nicht verfing, gingen Mitglieder der Organisation nach der Veröffentlichung dazu über, Lesungen von uns zu stören und dort die Diskussion an sich zu reißen. Doch dies griff nicht mehr, die öffentliche Meinung hatte sich inzwischen deutlich gegen den Sekten-Konzern gewendet, der 15 Jahre zuvor noch unter dem Schutz der Religionsfreiheit gesegelt war.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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