ELEMENTE DER GESUNDHEIT - 2011 -  - E-Book

ELEMENTE DER GESUNDHEIT - 2011 E-Book

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Beschreibung

Experten aus verschiedensten Bereichen der Medizin, die sich alle einer ganzheitlichen, auf das Wohl des Patienten zentrierten Medizin verpflichtet fühlen, haben Ihr Wissen in diesem Buch zusammengefasst. Hierbei wird ein weit gefächertes medizinisches Spektrum auf sehr hohem Niveau präsentiert, von der naturwissenschaftlich fundierten Ganzheitsmedizin auf aktuellstem Stand bis zur Ebene des geistigen Heilens. Diese Fülle von Informationen, die nicht von Theoretikern, sondern von praktisch tätigen Therapeuten dargestellt wird, wird auf allgemein verständliche Weise vermittelt. Es ist erklärtes Ziel der mitwirkenden Therapeuten, praktisches Gesundheitswissen zu vermitteln, das von interessierten Laien eigenverantwortlich genutzt werden kann. Die OPEN MIND ACADEMY steht für eine wachsende Gruppe von Wissenschaftlern, Ärzten und Therapeuten, die mit wachem und offenem Geist die Ursachen von Krankheiten betrachten, analysieren und rein am Erfolg der Patienten orientiert behandeln. Diese Persönlichkeiten bringen ihre Kraft, ihr Wissen und ihre Energie honorarfrei in die OPEN MIND ACADEMY ein geleitet von der Suche nach Wahrheit und der Liebe zu ihren Mitmenschen. Im Mainstream vereinigt sich genormtes Wissen, welches oft über lange Zeiträume nicht in Frage gestellt wird, da deren Mitglieder - Mainstream gemäß angepasst und autoritätshörig sein müssen, um das bewährte Denken zu bewahren. Zum Positiven verändert wurde unsere Welt allerdings immer von Querulanten wie Einstein oder Mozart diese Menschen, die den Weg zur Quelle gegen den Strom suchen, braucht unsere Zeit, in der wir erkennen müssen, dass der Mainstream uns nicht aus der Sackgasse führen wird, in die wir durch den Mainstream geführt worden sind. Der Nachteil der Querdenker-Persönlichkeiten besteht darin, dass sie schwer zu organisieren sind, da dies ihrem Naturell widerspricht! Die OPEN MIND ACADEMY könnte aufgrund ihrer Zusammensetzung, Zielsetzung und Organisationsstruktur diese Aufgabe erfüllen und dem erkrankten Patienten das Wissen geben, das er benötigt, um seine eigene Heilung in die Hand zu nehmen und voran zu treiben. ZIEL DES BUCHES Mit diesem Buch möchten wir zwei Gruppen von Lesern ansprechen. Zum einen Menschen, die sich über wichtige Gesundheitsfragen unserer Zeit informieren wollen. Zum anderen möchten wir erkrankte Menschen mit unserem Buch ansprechen, welche Informationen über ihr Krankheitsbild suchen. Für Letztere sind zum Teil sehr detaillierte Hinweise aufgenommen worden.

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Seitenzahl: 478

Veröffentlichungsjahr: 2012

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IMPRESSUM

Titel: ELEMENTE DER GESUNDHEIT – 2011

Herausgeber: Dr. Ulrich Volz, Ulrich Volz gemeinnützige GmbH

Lektorat: Alexandra Fehl

Fotonachweis: bei den Autoren

ePUB-Herstellung: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de

ISBN: 978-3-8442-0961-7

Copyright: Eigenverlag der Ulrich Volz gemeinnützige GmbH, Uferpromenade 4, 88709 Meersburg, Germany

Alle Rechte der Verbreitung und Vervielfältigung, auch durch Film, Fernsehen, Funk, elektronische Bücher, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger jeglicher Art und Speicherung und Verbreitung in Datensystemen sowie auszugsweiser Nachdruck sind vorbehaltlich und müssen durch den Verlag genehmigt werden. (UrhG §§ 1-69g; Meersburg, den 16.10.2011)

Ulrich Volz gemeinnützige GmbH

Uferpromenade 4

88709 Meersburg

Germany

www.ulrich-volz-stiftung.de

DISCLAIMER

Die Studien und Erkenntnisse über die Anwendungen in diesem Buch wurden sorgfältig recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen wiedergegeben.

Alle Informationen ersetzen in keinem Fall den Rat und die Hilfe eines Arztes oder Heilpraktikers.

Der Verlag und die Autoren übernehmen keine Haftung für Schäden, die sich durch unsachgemäße Anwendung der dargestellten Behandlungsmethoden oder Rezepturen ergeben. Sie übernehmen auch keinerlei Verantwortung für medizinische Forderungen.

Der Verlag und die Autoren übernehmen keinerlei Haftung für die Vollständigkeit und Wirksamkeit der hier vorgestellten Methoden und Verfahren.

Bei Produktempfehlungen oder anderer geschützter Dinge wurde aus Platzgründen auf das entsprechende Zeichen verzichtet. Alle in diesem Buch genannten Produkte oder Dinge können nach deutschem oder internationalem Recht besonders geschützt sein. Die Nennung dieser Bezeichnungen ohne den Hinweis auf ein eingetragenes und/oder geschütztes Waren-/Marken- oder sonstiges Schutzzeichen ist daher nicht als Verletzung der Schutzrechte dieser Bezeichnungen und nicht als Schädigung der Firmen, die diese Rechte besitzen, zu verstehen.

Der Verleger sowie die Autoren erklären hiermit, dass zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Ausgabe keine illegalen Inhalte auf den genannten Internet-Seiten und weiterführenden Internet-Adressen erkennbar waren.

INHALT

IMPRESSUM

DISCLAIMER

INHALT

VORWORT DES HERAUSGEBERS

I. EINLEITUNG

II. GENERELLE PRINZIPIEN IN BEZUG AUF URSACHE, DIAGNOSE UND BEHANDLUNG VON ERKRANKUNGEN

1. körperliche/physische Ebene

1. Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

2. geistige/psychische Ebene

1. Bewusstseins-Medizin

2. Human Needs Psychology

3. Norbekov-System

3. seelische/spirituelle Ebene

1. Achtsamkeit

4. Phänomene und Physik von subtilen Energien

1. ORB-Phänomen-Forschung

2. Erörterung und Ergebnisse

5. subtile Energien / Behandlung von Erkrankungen

1. ganzheitliche Therapien

2. alternative Heilung

3. Geistheilung/vom Geist geleitetes Heilen

III. ERKRANKUNGEN UND BELASTUNGEN

1. Allergien / Neurodermitis

2. chronische Infektionen

3. Krebs

4. Diabetes / Adipositas (Fettsucht)

5. Gefäßerkrankungen / Herzerkrankungen

6. neurodegenerative Erkrankungen

1. Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

2. Multiple Sklerose (MS)

3. Parkinson

4. Morbus Alzheimer

7. ADHS / Autismus

8. HPU/Stoffwechselstörung

9. Aids

10. Belastungen im zahnmedizinischen Bereich

1. Belastungen durch Dentallegierungen

2. Belastungen durch Amalgam

3. Belastungen durch wurzelbehandelte Zähne

4. Belastungen durch Kieferentzündungen/NICO

5. Belastungen durch Titan

11. Belastungen durch Impfungen

12. hormonelle Regulationsstörungen

IV. GLOSSAR

VORWORT DES HERAUSGEBERS

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie halten dieses Buch in den Händen, weil Sie Ihre Gesundheit erhalten oder aber Ihre Gesundheit wieder herstellen wollen. Damit haben Sie einen ersten richtigen und wichtigen Schritt getan: Sie haben diese wichtige Sache selbst in die Hand genommen! Lebenslanger und vollständiger Erhalt der Gesundheit bzw. die Wiederherstellung der Gesundheit kann ausschließlich auf der Basis von Eigeninitiative, Achtsamkeit, Disziplin und Liebe erfolgen. Hilfe von außen wird in den seltensten Fällen vollständige Heilung bringen, sondern nur Unterstützung und Linderung.

In 20 Jahren Arbeit mit vielen schwerkranken Patienten habe ich gesehen, dass immer jene Patienten, die sich auf ihre Gesundheit konzentrieren und fokussieren („where the focus goes, energy flows“) und die Verantwortung nicht nur für ihre Heilung, sondern auch für ihre Krankheit übernehmen, die schnellsten, tiefgreifendsten, vollständigsten und größten Erfolge zu verzeichnen haben. Oft machen Patienten den Fehler, dass sie sich von ihrer Krankheit distanzieren mit dem Gefühl, die „Krankheit ist zu mir gekommen“ also soll mir auch ein Arzt oder Medikament die Krankheit wieder wegnehmen. Dem ist aber nicht so: Wir selbst gehen zu der Krankheit und begünstigen deren Entstehung durch unser Verhalten, unsere Lebenssituation, durch Ernährung, mangelnde Bewegung, aber auch durch signifikante emotionale Ereignisse, die wir unbewusst zur Programmierung von Störungen im emotionalen und seelischen Bereich verwenden. Oft bringen Erkrankungen auch Vorteile mit sich oder stellen die Lösung für eine auswegslose Situation dar.

Der Begründer der abendländischen Medizin, Ibn Sina oder auch Avicenna genannt, und Herausgeber des erst 1986 aus dem Sufi ins Russische und mittlerweile auch ins Englische übersetzten „Kanon der Medizin“, weigerte sich stets Patienten zu behandeln, die noch auf der Seite der Krankheit standen. Erst, wenn diese sich auf seine Seite, auf die Seite der Gesundheit begaben, begann er mit der Behandlung.

Mit diesem Buch, das Sie in den Händen halten, möchten die Mitglieder der OPEN MIND ACADEMY die Krankheit genau so verstehen und die Ursachen auf allen Ebenen erkennen und auch dort die einzigen umfassenden Heilungsmöglichkeiten sehen, Ihnen ein Hilfsmittel an die Hand geben, das Ihnen Impulse gibt und Lösungsmöglichkeiten aufzeigt, sodass Sie Ihren eigenen Heilungsweg auf den drei Ebenen: Körper, Geist und Seele beginnen können.

Es handelt sich nicht um eine Ansammlung von Beiträgen verschiedener Autoren, sondern um eine ausgiebig diskutierte Meinung dieses Autorenkreises.

Diese erste Ausgabe ist sicherlich noch nicht vollständig und fehlerfrei, sondern darf als Basis für einen permanenten Entwicklungsprozess verstanden werden, in den immer weitere, diesem Ziel verpflichtete Ärzte, Forscher und Persönlichkeiten beitreten.

Es ist beabsichtigt, dieses Buch fortwährend zu ergänzen, zu korrigieren und zu verbessern. Jährlich möchten wir eine neue Ausgabe veröffentlichen, die sich in den Regenbogenfarben von Jahr zu Jahr zu einem Gesamtwerk aneinanderreiht und in unserem Sinn irgendwann ein bedeutendes Standardwerk der allumfassenden ganzheitlichen Medizin darstellen wird.

Bereits für das Jahr 2012 ist geplant, unsere englischsprachigen Mitglieder der OPEN MIND ACADEMY zu integrieren und das Buch in Deutsch und Englisch herauszugeben.

Wir wünschen Ihnen nun viel Freude beim Lesen dieses Buches und hoffen, dass Sie viele für Ihre Gesundheit wichtige Impulse aus dieser Quelle schöpfen können.

Konstanz, im Oktober 2011

Dr. Ulrich Volz

I. EINLEITUNG

BEDINGUNGEN VON GESUNDHEIT - LEBEN ALS BALANCE

Die Evolution hat über Millionen von Jahren ein fehlerfreies, perfektes Endergebnis in Form des Homo sapiens hervorgebracht, der allerdings im 21. Jahrhundert keine “artgerechte Haltung“ mehr erfährt.

Unser Tagesablauf entspricht heutzutage nicht den Vorgaben der Evolution, sich gesund zu ernähren, sich ausreichend im Freien zu bewegen und für genügend Schlaf zu sorgen, speziell auch vor Mitternacht, damit der Körper das so wichtige Melatonin freisetzen kann.

Die zunehmende Entstehung vor allem chronischer Erkrankungen ist eine zwangsläufige Folge.

Haben wir die Möglichkeit, dies zu ändern? Antworten darauf werden Sie in diesem Buch ausreichend finden.

Die Entwicklung von chronischen Zivilisationskrankheiten des Herzkreislaufsystems, von Krebs oder degenerativen rheumatischen Erkrankungen wird zudem noch durch Umwelteinflüsse gefördert. Wir kennen sie alle und haben sie mittlerweile weitgehend in unser Leben als „normal“ integriert. Denken wir z. B. an Lärm oder Mobilfunkstrahlung, so nehmen wir eine Stressbelastung meist nicht bewusst wahr. Dennoch wird unser körpereigenes Reparatursystem durch diese schädigenden Einflüsse permanent beansprucht.

Auf den verschiedenen Ebenen unseres Organismus stellen wir ein Überangebot (Reiz) oder ein Unterangebot (Mangel) fest. So können Reize in Form von Lärm, Umweltgiften oder Mobilfunkstrahlung auftreten. Mängel können durch das Fehlen sauberer Luft, ausreichender Bewegung, einer angemessenen Wasserzufuhr oder von genügend Schlaf verursacht werden.

Ein Schmerzmittel therapiert sowohl Reiz- als auch Mangelzustände, da beispielsweise der Kopfschmerz durch Mangel an Flüssigkeit, Sauerstoff und Bewegung und andererseits durch einen Reiz (Überangebot) in Form von Lärm oder auch Alkohol ausgelöst worden sein kann.

Halten Sie für ein paar Minuten inne, wenn Sie diese Zeilen lesen, und überlegen Sie, was hiervon auf Ihr derzeitiges ganz persönliches Leben zutrifft.

Es ist extrem wichtig, dass wir chronische Erkrankungen auf allen Ebenen begreifen. Zu den einzelnen Ebenen - Körper, Seele und Geist - kommen wir noch im Laufe dieses Buches.

Unser Körper hat hervorragende Selbstheilungskräfte. Wenn wir sie liebevoll achten und unterstützen, beispielsweise indem wir in eine artgerechte, heilsame Signalumgebung zurückkehren, dann haben wir bereits einen großen Beitrag zu unserer Gesundung geleistet.

Was auf der psychischen Ebene gilt: das Gefühl kommt nicht zu uns, sondern wir gehen zum Gefühl, ist auch auf die körperliche Ebene zu übertragen: Die Krankheit kommt nicht zu uns, sondern wir gehen zur Krankheit. Wir haben dies meist durch einen Mangel an Achtsamkeit und Disziplin verursacht, z. B. im Hinblick auf Ernährung, Bewegung, Ruhe, Schlaf – ganz allgemein gesprochen durch die Art und Weise unserer Lebensführung. Wenn wir jedoch die volle Verantwortung für unsere aktuelle Situation übernehmen und auf allen drei Ebenen (Körper, Seele und Geist) die Reiz- und Mangelzustände analysieren und ausgleichen, kann eine vollständige Heilung selbst in schwersten Krankheitsfällen möglich sein. Damit verbunden ist die Erkenntnis, dass wir in der „Box“, in der wir krank geworden sind, nicht gesund werden können.

Die explosionsartige Zunahme der chronischen Erkrankungen mit äußerst geringer Heilungsquote, trotz Zunahme der medizinisch-technischen Möglichkeiten, zeigt, dass neue Wege der Behandlung gefunden werden müssen. Die derzeitigen Therapiekonzepte führen oft dazu, dass der Patient sofort zum Pflegefall wird und die letzen Monate oder Jahre seines Lebens erheblich leidet.

Neue Wege werden wir jedoch nur finden können, wenn wir das Arzt-Sein wieder zu einer Tiefe zurückführen: nicht nur Mediziner, sondern auch Seelenarzt und Heiler zu sein. Dieser Aufgabe fühlen sich die Autoren dieses Buches verpflichtet.

Die Erhaltung oder Wiederherstellung unserer Gesundheit ist ein komplexes Geschehen. Dennoch gibt es einige grundsätzlich wichtige Gesichtspunkte, die bei jedem therapeutischen Prozess eine große Rolle spielen. Jedes lebendige System ist nur so lange lebensfähig, solange eine innere Instanz die Lebensfunktionen aufrechterhält. Begriffe wie „Innerer Arzt“ „Selbstheilungskräfte“ oder „Eigenregulationsfähigkeit“ werden für diese Instanz verwendet. Diese innere Instanz ist die erste und wichtigste Quelle der Gesundheit und Gesundwerdung. Folgerichtig ist es für gesundheitsvorsorgende Maßnahmen, aber auch für therapeutische Prinzipien essentiell, konstruktiv mit dieser Instanz zu arbeiten. Dies geschieht bisher nur ansatzweise.

Im Laufe unserer Zivilisation haben wir im Grunde lebensfeindliche Bedingungen geschaffen, die es gilt, genau zu betrachten.

Der chronisch erkrankte Mensch hat, bis er in diese Krankheitsphase kam, einen langen, oft verzweifelten Weg in Form von Ausgleichsversuchen seines „Inneren Arztes“ hinter sich, die irgendwann das gesunde System überfordern.

Wir sind aus unserer Mitte geraten, sagen wir auch oft in diesem Zusammenhang.

Für die Aufrechterhaltung, gleichermaßen aber auch für die Wiederherstellung von Gesundheit im Falle von Erkrankung gibt es eine zentrale Ebene, ohne die Gesunderhaltung oder Heilung undenkbar ist: die Regulationsebene des vegetativen Nervensystems. Wir alle haben schon von Sympathikus und Parasympathikus gehört.

Aufbauende, nährende, regenerierende und heilende Qualitäten sind nur möglich in der Phase der Parasympathikus-Aktivität und werden blockiert in der Phase der Sympathikus-Aktivität. Wenn ich von einem Löwen angegriffen werde, sollte ich nicht meinen Verdauungsschlaf fortsetzen (Parasympathikus), sondern alle Kräfte mobilisieren (Sympathikus, „Stressachse“), um zu überleben. Die eine Polarität kann nicht gleichzeitig mit der anderen Polarität aktiv sein.

Leistungsdruck, beginnend schon im Vorschulalter, permanente Mehrfachbelastungen, Existenzängste, Hetze, Freizeitstress, anhaltende Hochleistungen zum Wahren des äußeren Scheins sind Kennzeichen einer Lebensweise, die zwangsläufig in Erkrankung münden muss.

Die Polarität der Muße, des Nichtstuns, der Entspannung und Erholung und der heiteren Leichtigkeit des Seins kommt definitiv zu kurz.

Wir brauchen: Innehalten, zur Besinnung kommen, uns herauslösen aus der Massenhypnose der Leistungsgesellschaft, erspüren, „was unser Herz zum Singen bringt“ (Robert Betz).

Es gilt, unsere äußere „Signalumgebung“ zu analysieren und in Richtung evolutionär angemessener Einflüsse zu verbessern. Hierzu gehört:

Eliminieren von toxischen Belastungen, Elektrosmog, Lärm, Hektik, sich fernhalten von Menschen, die einem nicht gut tun, sich hinwenden zu einer natürlichen Umgebung, gesunder Ernährung, ungestörtem Schlafplatz, liebevollen Menschen.

Weitere Informationen hierzu finden Interessierte unter: www.zahnklinik.de/detox-clinic

Wer gesund bleiben oder es wieder werden möchte, sollte zum Experten des Gesundheitswissens werden und die übliche Fixierung auf Krankheit (eines der Lieblingsthemen in den unterschiedlichsten Begegnungssituationen) freundlich, aber bestimmt verabschieden.

„Where the focus goes, energy flows!“: Wer gesund werden möchte, muss sich auf Gesundheit fokussieren und nicht auf seine Krankheit.

Einer der Begründer der abendländischen Medizin, Avicenna oder auch Ibn Sina, beschreibt in seinem „Kanon der Medizin“, dass er grundsätzlich nur Patienten behandelt, die sich auf die Seite der Gesundheit stellen. Patienten, die immer noch auf der Seite der Krankheit standen, hat er abgelehnt zu behandeln, da aus seiner Sicht ein Erfolg ausgeschlossen war. Der „Kanon der Medizin“ ist heute immer noch hochaktuell und kann in englischer Sprache im Buchhandel bezogen werden.

Mit dieser Fokussierung auf Gesundheit ist schon der erste Schritt getan, um die innere Signalumgebung zu stärken. Hierzu gehört die Klärung negativer Emotionen und seelischer Traumata, die, oft aus der Kindheit stammend, das Leben beherrschen und die Parasympathikus-Polarität einengen oder sogar lahmlegen; die Arbeit an unseren Gedankenmustern und das Entdecken der großen Kraft unseres Geistes; das Erwachen als schöpferischer Mensch, der seine Realität, in liebevoller Verbundenheit mit der großen Einheit des Lebens, selbst kreiert.

Das gibt unserem Inneren Arzt mächtigen Rückenwind und alle Zellen und Organe können buchstäblich aufatmen.

BEDINGUNGEN VON GESUNDHEIT – DIE ROLLE VON SPIRITUALITÄT

Gehen wir noch einen Schritt weiter und öffnen uns den spirituellen Welten. Dann können wir geistige Helfer bitten, die in allem Respekt vor unserem Entwicklungsweg und unserem freien Willen das ihre tun, um unseren Weg der Gesundheit und des seelisch-geistigen Wachstums zu fördern.

Seit dem Beginn des newtonschen Zeitalters vor etwa 300 Jahren ist es außerordentlich schwer für eine Person mit traditioneller westlicher Bildung, die Existenz einer großen, bewussten und einflussreichen Wirklichkeit außerhalb unserer physikalischen Realität zu akzeptieren oder auch nur in Betracht zu ziehen.

Der bekannte Physiker und Nobelpreisträger Max Planck (1858 – 1947) formulierte dies so: „Als Physiker, also als Mann, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, nämlich der Erforschung der Materie diente, bin ich sicher frei davon, für einen Schwärmgeist gehalten zu werden. Und so sage ich Ihnen nach meiner Erforschung des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich! Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingungen bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält. Da es im ganzen Weltall weder eine intelligente noch eine ewige Kraft gibt, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten, intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie! Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen angehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber Geistwesen nicht aus sich selbst sein können, sondern geschaffen worden sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer so zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: GOTT.“

Die Schwierigkeit der Anerkennung einer höheren Wirklichkeit besteht sogar für diejenigen von uns, die im Laufe ihres Lebens mehrmals echte Wunder erlebt haben; sei es, dass wir unerklärliche Heilungen an anderen Menschen gesehen haben, sei es, dass wir sie an uns selbst erfahren haben. Wir können sogar so weit gehen, dass wir diese Ereignisse als eine Art von Wunder beschreiben. Wir können sogar zugeben, dass das, was wir gesehen oder erlebt haben, auf einer Intervention einer außerhalb von uns selbst liegenden Kraft beruht. Aber tief in unserer inneren Welt, dort, wo unser Verstand uns prägt, wo niemand Anderes hineinschauen kann, in dem, was wir als unsere Essenz ansehen, was aber in Wirklichkeit nichts Anderes ist als unser eigenes konditioniertes

Sein, dort ist es anders. Dort sind die meisten von uns immer noch an die Regel gefesselt, dass das, was wir nicht mit unseren Sinnen erfassen können, was wir nicht berechnen oder mit normalen, allgemein akzeptierten wissenschaftlichen Methoden erklären können, nur eine unbedeutende Anekdote war. Dort war es schlechthin für uns nichts als Hörensagen oder vielleicht Alchemie oder Quacksalberei – und das ist ja für eine gebildete Person unwürdig auch nur in Betracht zu ziehen.

Die “intellektuelle Verleugnung” einer höheren Wirklichkeit ist unendlich tief in uns verwurzelt. Sie ist außerordentlich mächtig. Sie regiert unser Leben. Das geschieht oft mit tragischen Konsequenzen, weil es uns den unendlich großen Vorteil vorenthält, der sich ergibt, wenn man im Einklang mit der mächtigen, ungesehenen Wirklichkeit lebt, die unser Sein durchdringt. Besonders tragisch ist es, dass sie den Einfluss dieser anderen Wirklichkeit auf unser physisches Leben behindert.

Wenn es einen Weg gäbe, dass wir der jenseits des Physikalischen liegenden Wirklichkeit näher kämen und sie akzeptieren könnten, dann würde es uns leichter fallen, von dem Hilfsangebot aus dieser nicht-physikalischen Wirklichkeit, vor allem in Notzeiten, Gebrauch zu machen. Vielleicht würde uns in der Stunde einer schweren Krankheit, wenn unsere westliche Medizin am Ende ihrer Weisheit ist, eine tiefe Erkenntnis, dass wir mehr als physische Wesen sind, die an Raum und Zeit gebunden sind, helfen und eine neue Chance für gesundes Leben geben.

Es ist daher von größter Wichtigkeit, einige physikalische Phänomene näher zu beleuchten, die sich uns, wenn sie auch vielleicht nicht vollkommen mit unserem gegenwärtigen wissenschaftlichen Verständnis erklärbar sind, mit überzeugendem Realismus präsentieren. Ein solches Bemühen kann die Verbindung zwischen der weltlichen physikalischen und der umfassenden spirituellen Wirklichkeit konkretisieren. Denn letztlich gibt es keine Heilung – auf keiner Ebene des menschlichen Seins – ohne Mitwirken aus der spirituellen Wirklichkeit. Daher ist es ratsam, uns gegenüber neuen Einsichten zu öffnen, die uns helfen können, unsere Vorurteile gegenüber der Existenz und Kraft der spirituellen Wirklichkeit abzubauen.

Besonders bedeutsam wären hier Untersuchungen von Phänomenen, die ein besseres Verständnis von dem anbieten, was wir als “subtile” Energie bezeichnen. Was ist subtile Energie? Was ist sie im Vergleich zur physikalischen Energie? Sind Gedanken und Bewusstsein subtile Energien? Was hat subtile Energie mit der angeborenen Intelligenz von biologischen Zellen zu tun? Wie ist sie an Heilung beteiligt? Ist physische Heilung mehr als eine Reparatur von physischen Bausteinen – den Atomen und Molekülen in unseren Zellen? Was ist es, das den Zellen die Anweisungen gibt, ihrer Bestimmung nach zu funktionieren? Wenn sie inkorrekt arbeiten, mit was können sie reprogrammiert werden? Alle diese Fragen müssen gestellt werden, wenn wir zu einem besseren Verständnis des Phänomens “Heilung” schlechthin kommen wollen.

Zu den Phänomenen, die bekannt sind und die Informationen zu diesen Schlüsselfragen anbieten, gehören Emotos Wasserkristallbilder, das Orb-Phänomen und psychoenergetische Effekte im physikalischen und biologischen Bereich (Tiller- bzw. Baxter-Effekt).

In diesem Buch gehen wir detaillierter auf das Orb-Phänomen ein. Es liefert Ansätze zu Quantifizierung von subtiler Energie. Es ist eine wichtige Schlussfolgerung aus diesen Untersuchungen, dass subtile Energie primär in der Form von Bewusstsein arbeitet. Sie ist das “Gehirn” der physikalischen Wirklichkeit. Subtile Energie dirigiert, physikalische Energie bewegt. Die beiden sind in einer symbiotischen Relation. Das eine ersetzt nicht das andere, sondern hängt von ihm ab. Vorausschauende Ärzte und Heilpraktiker haben das schon seit Langem gewusst: Die Verwendung subtiler Energie ist nicht „anstelle von“, sondern „komplementär zu“ konventionellen medizinischen Therapieansätzen zu sehen. Die Vertreter auf beiden Seiten des Gesundheitswesens werden die Heilkunst gemeinsam zu neuen Höhen entwickeln, wenn sie nicht länger in einer Haltung des „entweder – oder“ verharren, sondern sich eine Philosophie des „sowohl – als auch“ zu eigen machen.

II. GENERELLE PRINZIPIEN IN BEZUG AUF URSACHE, DIAGNOSE UND BEHANDLUNG VON ERKRANKUNGEN

1. körperliche/physische Ebene

URSACHE

Es gibt nicht die eine Ursache für eine Krankheit. Vielmehr entstehen Erkrankungen aus einem Zusammenwirken von inneren und äußeren Faktoren, nämlich der:

»individuellen Empfänglichkeit eines Menschen (Konstitution, Disposition, genetische Veranlagung, Vorbelastungen oder Schädigungen, geistige und seelische Faktoren wie Verhaltensmuster oder emotionale Belastungen) und

»äußeren Einflüsse (Ernährung, elektromagnetische Belastungen, toxische Belastungen wie Rauchen, Stäube, chemische Substanzen, Krankheitserregern und anderen Faktoren)

Die meisten Menschen sind mit sehr guten Abwehrmechanismen ausgestattet, weshalb auch Raucher 90 Jahre alt werden können und nur 10 % aller Raucher Lungenkrebs bekommen.

Diese Abwehrmechanismen werden jedoch immer mehr beansprucht, denn die Belastungen, denen wir ständig ausgesetzt sind, werden immer vielfältiger und intensiver. Andererseits steht es um die aufbauenden Faktoren, wie gesunde Ernährung oder Regenerationsräume, im Alltag immer schlechter.

Das Gleichgewicht ist gestört und es kann, insbesondere bei chronischen Erkrankungen, sehr schwer sein, dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, insbesondere bei der Anwendung herkömmlicher Therapiemaßnahmen.

Es entstehen jedoch sehr Erfolg versprechende neue Therapieprinzipien. Hierbei erweisen sich Erkenntnisse der Grundlagenforschung als äußerst fruchtbar. Ein bedeutsames Konzept ist die Cellsymbiosis-Therapie, nach Dr. Heinrich Kremer. Das neue Wissen über die Funktionsweise unserer Zellen, mit der Erkenntnis der Mitochondriopathie als zentralem Faktor bei der Entstehung chronischer Erkrankungen, ist fundamental wichtig. Wir erkennen mehr und mehr, dass wir nicht Sklaven unseres Erbgutes sind.

Für Therapeuten und Patienten ergibt sich eine völlig neue Perspektive der Freiheit, durch eigenverantwortliches Handeln und wirksame Therapieprinzipien ein gestörtes Gleichgewicht wieder herzustellen.

Jede Erkrankung hat ihre eigene Vorgeschichte. Bei manchen Erkrankungen werden einzelne Faktoren besonders hervorgehoben, z. B. Sonnenbrand bei der Entstehung von Hautkrebs oder Rauchen bei der Entstehung von Lungenkrebs. Dennoch sind auch diese Erkrankungen multifaktoriell. So erkennt auch die etablierte Medizin, z. B. bei der Entstehung eines Herzinfarktes ein Zusammenwirken unterschiedlicher „Ursachen“ wie Bewegungsmangel, Stressbelastung, Bluthochdruck oder Fehlernährung.

Dieses Erklärungsmodell gilt im weitesten Sinne für alle Erkrankungen, weshalb sich die Therapieprinzipien nicht wesentlich unterscheiden, also ähnlich sind für so unterschiedliche Krankheitsbilder wie Krebs, neurodegenerative Erkrankungen oder Allergien. In den speziellen Kapiteln wird deshalb immer wieder auf diesen allgemeinen Teil verwiesen werden.

Im Folgenden wollen wir wesentliche Faktoren der beiden genannten Gesichtspunkte der Empfänglichkeit und der äußeren Einflüsse nennen, soweit sie zur körperlichen Ebene zählen.

Individuelle Empfänglichkeit (prädisponierende Faktoren)

»Genetische Faktoren: Gen-Defekte, Mangel an Entgiftungs- und anderen Enzymen oder Stoffwechselstörungen, wie Hämatopyrrolurie, epigenetische und transgeneratorische epigenetische Faktoren

»Vorbelastung über die Mutter, z. B. psychische Faktoren (Stress, etc.), physische Faktoren (z. B. Quecksilber oder PCB über die Plazenta)

»Vorschädigungen aufgrund früherer Erkrankungen, Verletzungen oder Behandlungen, wie Zustand nach Chemotherapie oder belastender Zahnversorgung

»Belastungen durch chronifizierte Infekte (Viren, Bakterien, Parasiten, etc.) wie Borreliose oder EBV

»Belastungen aufgrund früheren Fehlverhaltens, wie Fehlernährung mit Vitalstoff mangel und Schädigung von Zähnen (Karies), Rauchen, Sonnenbrände.

»Die so wichtigen Persönlichkeitsmerkmale, wie Introvertiertheit („schluckt allen Ärger runter“) oder mangelnde Motivation zu Bewegung, zählen zur seelisch-geistigen Ebene.

ÄUSSERE EINFLÜSSE

Ernährung

»Mangelernährung: immer weniger Vitalstoffe in den Nahrungsmittel durch ausgelaugte Böden, minderwertige Neuzüchtungen und industrielle Nahrungsmittelverarbeitung

»Belastete Nahrungsmittel: Pestizidbelastung, hoher Glutengehalt im Weizen durch Züchtung, gentechnologische Veränderungen, höheres Allergisierungspotential (auch für verzögerte IgG-Nahrungsmittelunverträglichkeiten), Zusatzstoffe, toxische Substanzen durch Verarbeitung (Trans-Fette, Acrylamid, AGES)

»Der Ausgleich von Mikronährstoffdefiziten ist heute von großer Bedeutung. Doch können Nahrungsergänzungsmittel selbst zu einem Belastungsfaktor werden, wenn sie unangemessen verwendet werden, eine ungenügende Qualität aufweisen oder schädliche Zusatzstoffe enthalten.

Elektromagnetische Felder („Elektrosmog“)

»niederfrequente Felder (Haushaltsgeräte, Computer, Nachttischlampe, etc.)

»aus Wechselstrom resultierende magnetische Felder (Hochspannungsmasten, etc.)

»in zunehmendem Maße hochfrequente Felder (Handys und Handymasten, WLAN, Schnurlostelefone, besonders DECT, Bluetooth, insgesamt alle kabellosen Technologien, nicht nur im EDV-Bereich)

»besonders zu nennen ist hier der durch Elektrosmogbelastungen, aber auch durch geopathogene Zonen gestörte Schlafplatz.

Die Grundlagenforschung liefert plausible Erklärungsmodelle für die massiv schädigende Wirkung der vom Menschen geschaffenen elektromagnetischen Felder. Gravierende Auswirkungen auf unsere Zellsysteme sind von Wissenschaftlern in vielen Studien belegt worden.

Schwermetalle

Quecksilber (aus Amalgam, über die Mutter, durch Impfungen, Fisch, u. a. (Nähere Infos siehe unten)

»Blei (aus Luft, Trinkwasser, Erde)

»Platin und Palladium (aus Zahnversorgung, Luft, Stäuben, Ernährung, Autokatalysatoren)

»Kadmium (aus Saatbeize, Katalysatoren und Zigarettenrauch)

»Zinn (Tributylzinn in Fischen, aus Anstrichen von Schiffen, oder Amalgam)

Chemische Substanzen

»über die Luft in Innenräumen und im Freien, Rauchen, durch die Ernährung, durch Reinigungsmittel, durch Kosmetika

»durch medizinische Maßnahmen wie Medikamente, Impfungen, Chemotherapie

Physikalische Faktoren

»Lärm

»Mangel an Sonnenlicht (Vit.-D-Mangel), mangelnde Dunkelheit (nachts), Fernsehen

Infektionen

Häufige Erreger chronischer Infektionen sind Viren (besonders das Epstein-Barr-Virus EBV), Bakterien (Yersinien, Chlamydien, Borrelien, die besonders diskutiert werden, demnächst aber sicher auch vermehrt Clostridien), sowie Parasiten (Würmer, Amöben, u. a).

Das wichtige Gebiet der Mikronährstoffmängel ist im Sinne einer kompakten Darstellung in den Abschnitt „Behandlung“ integriert. Im Folgenden erläutern wir, aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung, die Problematik von Amalgam und Quecksilber.

Schwermetalle: Quecksilber-, Amalgam-Problematik

Amalgam ist ein Gemisch aus einem Legierungspulver und 50 % elementarem Quecksilber. Quecksilber wird als das giftigste, nicht-radioaktive Element angesehen. Es ist weit giftiger als Arsen, Blei, Fluor oder Kadmium oder andere Elemente in Amalgam. Im Gegensatz zu anderen Metallen verdampft Quecksilber bereits bei Zimmertemperatur und breitet sich so weltweit aus. Auch im Mund verdampft es und wird in dieser Form sehr gut in der Lunge aufgenommen.

Es ist unbestritten, dass Quecksilber aus Amalgam, Fisch und anderen Quellen vermehrt aufgenommen und im Körper gespeichert wird. Von der offiziellen Medizin, insbesondere der Zahnmedizin, wird aber angenommen, dass diese Mengen nicht krankmachen, was in Dr. Mutters Buch „Amalgam - Risiko für die Menschheit“ eindrucksvoll widerlegt wird.

Der Quecksilbergehalt in der Umwelt - und insbesondere im Fisch - hat in den letzten 25 Jahren um das 3- bis 5-fache zugenommen, in den vergangenen 300 Jahren um das 20- bis 100-fache.

Quecksilber kann prinzipiell jede Zelle unseres Organismus schädigen und deshalb an einer Fülle von Symptomen und Krankheitsbildern ursächlich beteiligt sein. Besonders gefährdet ist das Zentralnervensystem.

Seine Giftigkeit wird durch das gleichzeitige Vorhandensein von anderen Metallen oder auch Hormonen, Antibiotika oder Pestiziden, denen wir ebenfalls immer mehr ausgesetzt sind, um ein Vielfaches gesteigert.

Die außerordentlich starke Bindungsfähigkeit zu Körperstrukturen ist eine Ursache dafür, dass Quecksilber in manchen Geweben eine extrem lange Halbwertszeit besitzt (z. B. im Gehirn über 18 Jahre). Anaerobe Keime (Bakterien, die unter Luftabschluss leben) im Kiefer können Quecksilber in hochgiftige organische Quecksilberformen umwandeln. Diese „oralen Supertoxine“, die sicherlich zu den giftigsten existierenden Substanzen gehören und die stärksten Nervengifte sind, dürften nach Meinung einiger Experten eine der Hauptursachen für schwere chronische Erkrankungen des Nerven-systems, insbesondere der tödlich verlaufenden Amyotrophen-Lateral-Sklerose (ALS), aber auch vieler anderer Erkrankungen sein.

Aus diesen Gründen ist es deshalb, insbesondere bei schweren chronischen Erkrankungen, von immenser Bedeutung, sorgfältig chronische Entzündungsherde in Mund, Zahnfleisch und Kieferknochen, die manchmal noch mit Quecksilber und anderen Schwermetallen durchsetzt sein können, aufzuspüren und zu beseitigen.

DIAGNOSE

Ein Großteil der prädisponierenden Faktoren lässt sich nur durch sorgfältige Patientenbefragung (Anamnese) und selten labortechnisch erfassen. Günstiger sieht es bei den äußeren Einflussfaktoren aus, wobei auch hier viele Faktoren, wenn überhaupt, nur durch aufwändige Laboruntersuchungen nachgewiesen werden können.

Mängel an Entgiftungs- und anderen Enzymen, Gen-Defekte

Mängel werden über chemische Reaktionen (phänotypisch) oder genetisch untersucht. Hierbei werden Änderungen an Chromosomen, die an der Enzymbildung beteiligt sind, nachgewiesen. Es gibt jedoch sehr viele ähnliche Entgiftungsenzyme und Mängel an einigen dieser Enzyme. Ein Mangel an einem oder mehreren Enzymen bedeutet deshalb nicht gleich eine erhöhte Krankheitsbereitschaft oder gar eine „klare Ursache“ für eine Erkrankung, sondern nur einen weiteren Mosaikstein, der eine Problematik andeutet. Wichtige Enzyme für die Entgiftung sind Glutathion-Transferasen, Glutathion Peroxidasen, Cytochrom P, Superoxiddismutase. Das Enzym COMT wandelt Adrenalin in Noradrenalin um und hat damit auch großen Einfluss auf Erkrankungen.

Elektrosmog

Auch für den Laien geeignete Messgeräte zur Erfassung dieser Belastungen sind heute leicht erhältlich (z. B. E-Spion von Endotronic). Da die elektromagnetischen Felder (EMF) oft gepulst gesendet werden, ist eine Messung der Spitzenwerte, der Messung der Durchschnittswerte vorzuziehen. Je nach Frequenz sind die EMF unterschiedlich schädigend. Bei einigen Geräten wird versucht, dies z. B. durch die Veränderung des Messtons darzustellen („wenn es laut knattert, ist das nicht so gut“) um so eine grobe Orientierung zu ermöglichen. Genaue Messungen sind sehr schwierig und deshalb professionellen Untersuchern, z. B. Baubiologen mit einer entsprechenden messtechnischen Ausstattung, vorbehalten. Im Niederfrequenzbereich (Steckdosen, Kabel, Lampen, etc.) ist die Messung für den Laien im Allgemeinen einfacher durchzuführen (Messgeräte z. B. bei Conrad Elektronic).

Schwermetalle

Die meisten Schwermetalle lassen sich - zumindest grob - über eine Haarmineralanalyse abschätzen. Es ergibt sich eine summarische Aussage, bezogen auf die Wachstumszeit der entnommenen Haare. Selbst wenn eine Verunreinigung von außen zu erhöhten Werten führte, so zeigt auch dies eine Exposition gegenüber Schwermetallen an. Die Interpretation der Höhe der Werte ist allerdings mit großer Vorsicht vorzunehmen. Einige Schwermetalle werden zumindest von einigen Menschen nicht in die Haare eingebaut (siehe Quecksilber bei autistischen Kindern), sodass niedrige Werte eine Schwermetallbelastung nicht ausschließen!

Im Blut sind in der Regel nur sehr kurz zurückliegende Belastungen nachzuweisen, im Urin nur wenig länger zurückliegende. Deshalb empfiehlt sich eine vorherige Mobilisation (z. B. DMPS, DMSA, Koriander, etc.) vor der Testung in Urin und Stuhl. Ausnahmen gibt es: z. B. das vor allem in Knochen eingelagerte Blei, bei dem auch lange zurückliegende Belastungen zu erhöhten Werten in Blut und Urin führen. Es gibt deshalb auch eindeutige, allgemein anerkannte wissenschaftliche Nachweise zur Giftigkeit von Blei, im Gegensatz zu Quecksilber!

Labortests wie der LTT (Lymphozytentransformationstest), der ELISA-Test oder der Titanstimulationstest, zeigen eine Allergieneigung gegenüber einem Metall, nicht jedoch seine Menge im Körper.

Zu beachten ist auch, dass viele Schwermetalle in unterschiedlichen Formen vorkom-men. Manche dieser Formen sind relativ harmlos, z. B. bei Arsen. Andere Elemente sind sogar wichtig. So ist z. B. Chrom als Co-Faktor für einige Enzyme essentiell und es liegt oft ein Mangel vor. In speziellen Formen (Chrom VI) ist es jedoch sehr giftig.

Besonderheiten bei Quecksilber

Es gibt kein Messverfahren, das den Gehalt an Quecksilber in den relevanten Organen, insbesondere Nervengewebe verlässlich misst. Werte im Blut oder spontane Urinwerte spiegeln eine akute oder anhaltende Belastung wider, jedoch nicht zurückliegende Belastungen.

Die Haarmineralanalyse reicht schon weiter zurück, kann aber trotz hoher Belastung in der Vergangenheit negativ sein (siehe autistische Kinder).

Die Stuhlanalyse ist schwierig, schon wegen der Sammelbedingungen. Sie erfasst, das über die Nahrung eingenommene und das aus dem Körper über den Darm ausgeschiedene Quecksilber, ohne dass man zwischen diesen beiden Quellen unterscheiden kann. Das allgemein im Körper abgelagerte Quecksilber wird nicht erfasst, außer es hat eine Mobilisation davor stattgefunden.

Der DMPS-Test hat einen hohen Stellenwert. Er erfasst jedoch das im Gehirn abgelagerte Quecksilber nicht. Das Resultat hängt, neben der Quecksilber-Belastung, auch von der Ausscheidungsfähigkeit des Patienten und vielen Messbedingungen ab.

Das Sicherste ist immer noch die Abschätzung der Belastung aus der Anamnese. Diese und die genannten Tests zusammen sind wie ein Mosaik, das, wenn alles passt, ein einigermaßen klares Bild ergibt.

Chemische Substanzen

Hier gibt es ein zentrales Problem. Wir wissen über die biologische Wirkung der allermeisten Chemikalien (über 99 % der geschätzten drei Millionen Substanzen) nur sehr wenig. Dies bedeutet, dass wir auch nicht wissen, ab welchen Werten sie im Körper gefährlich werden. Greenpeace hat durch Messungen, z. B. bei EU-Abgeordneten, weit über 100 Chemikalien im Blut festgestellt. Es ist völlig unklar, wer aufgrund dieser Belastung erkranken wird.

Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Chemikalien wurden nicht untersucht. In der Presse tauchen deshalb in der Regel nur Berichte über einige „alte Bekannte“ auf, so z. B. Dioxine, PCB oder das hormonähnliche Bisphenol A, das als Weichmacher, z. B. in Babyschnullern, in Deckeln von Gemüsegläsern, aber auch im Kassenzettel aus Thermopapier im Supermarkt auftaucht. Messungen sind sehr teuer und Normwerte existieren in der Regel nicht. Deshalb fahnden selbst Umweltärzte nur sehr selten nach Chemikalien - und dies nicht, weil Chemikalien harmlos wären.

Infektionen (Viren, Bakterien, Parasiten)

In der Schulmedizin werden Antikörper zum Nachweis der meisten Erreger verwendet. Antikörper der Klasse IgM zeigen im Allgemeinen eine akute, Antikörper der Klasse IgG eine überwundene Infektion an.

Weitere Methoden sind der direkte Nachweis von Teilen der Erreger mit besonderen Verfahren, z. B. PCR (polymerase-chain-reaction), bei der winzige Mengen von Teilen der Erreger vervielfältigt werden und dann nachgewiesen werden können.

Andere Laborverfahren, die immunologische Reaktionen auf Erreger nachweisen (z. B. LTT, ITT oder cellspot), sind noch nicht allgemein etabliert. Es ist noch nicht endgültig geklärt, inwieweit sie nur einen Kontakt mit dem Erreger anzeigen oder eine Krankheitsaktivität.

Dennoch sind auch diese Verfahren bei unklaren Krankheitssituationen sehr wertvoll und tragen mit anderen Gesichtspunkten und Testresultaten dazu bei, ein klareres Bild zu erhalten.

BEHANDLUNG

Prinzipien

Die Stärkung dessen, was den Menschen gesund erhält, wird auch als Salutogenese bezeichnet. Sie ist mindestens so wichtig wie die Vermeidung und Behandlung dessen, was krank macht.

Hier sind insbesondere zu nennen:

»gesunde Ernährung

»angemessene Bewegung, möglichst im Freien

»viel an die Sonne unter Vermeidung von Sonnenbrand

»eine gesunde Geisteshaltung

Daneben gilt es, die o. g. prädisponierenden und belastenden Faktoren, so weit es im individuellen Fall möglich ist, zu mindern.

Manchmal ergibt sich aus der Vermeidung eines Faktors auch eine neue Belastung, z. B.:

»Austausch von Amalgam durch Kunststoff,

»Angst durch Kenntnis möglicher Schädigungen, ohne die verantwortlichen Faktoren vermeiden zu können,

»Folgen von Antibiotika-Therapien bei Infektionen oder finanzieller Stress durch teure Vermeidungsstrategien oder Therapien.

Die Therapie auf der körperlichen Ebene umfasst demnach allgemein:

Die Optimierung der Ernährung, auch zum Auffüllen von Vitalstoffen; die Gabe von Mikronährstoffen, am besten nach Feststellung von Mängeln durch Labor-Diagnostik.

Das Vermeiden schädlicher Einflüsse, z. B. von elektromagnetischen Feldern, Amalgam etc.

Allgemeine Maßnahmen der Lebensführung und Therapiemaßnahmen, die selbst durchgeführt werden können wie gesunder Schlaf, körperliche Aktivität, Licht, Infrarotsauna, Kneipp und andere. Insbesondere im Falle von genetischen Ausleitungsstörungen sind regelmäßige Ausleitungskuren sehr zu empfehlen!

Spezielle Therapiemaßnahmen durch einen Therapeuten, z. B. allgemeine und spezielle Ausleitung, TCM, Homöopathie, Kräuter, Osteopathie, Eigenblut, etc.

1.Ernährung und Mikronährstoffe

Was eine gesunde Ernährung ausmacht, ist generell umstritten. Die Mitglieder der O.M.A. sind sich zwar in vielen Punkten - bezüglich gesunder Ernährung - einig, die allgemeinen Richtlinien ergeben sich sowohl aus der Beobachtung in der Natur, des Studiums der Langlebigkeit und weiteren Studien. Wir haben jedoch auch teils unterschiedliche Ansichten dazu, z. B. wie weit gegangen werden muss, dass eine Ernährung als gesund angesehen werden kann. Wir gehen davon aus, dass es große individuelle Unterschiede zwischen den Menschen gibt.

Vor diesem Hintergrund sind die folgenden allgemeinen Empfehlungen zu verstehen. Wenden Sie sie eigenverantwortlich an und beurteilen Sie sie selbst hinsichtlich ihrer Wirkung und Verträglichkeit, gegebenenfalls auch in Absprache mit ihrem Therapeuten.

Lebensmittel, die als Mittel zum Leben zu verstehen sind, müssen von möglichst hoher Qualität sein. Sie sollten möglichst aus Freilandanbau ohne künstlichen Dünger und Pestiziden stammen, weil dann weniger Nitrate, Pestizide, Schwermetalle und mehr Wirkstoffe enthalten sind (der Durchschnittsdeutsche nimmt 4,5 Liter an Spritzmittel pro Jahr zu sich, wenn er sich konventionell ernährt).

Ideal ist jede Art von Rohkost, denn das Erhitzen zerstört viele Vitalstoffe (ab 43 Grad die Enzyme und ab 70 Grad die meisten Vitamine). Andererseits werden einige Lebensmittel durch das Erhitzen bekömmlicher und die „Traditionelle Chinesische Medizin“ (TCM) zeigt uns, dass manche Menschen ein erhöhtes Bedürfnis nach „Wärmendem“ haben, das über die Nahrung selbst, aber auch durch erwärmte Nahrung befriedigt werden kann. Wenn wir auf unseren Körper hören und unsere Bedürfnisse wahrnehmen, so liegen wir häufig richtig.

Die Basis der Ernährung bilden Salate, Gemüse, Kräuter, Obst, wertvolle Öle und Vollkornprodukte.

Kohlenhydrate

Der glykämische Index zeigt, wie schnell Kohlenhydrate in Glukose umgewandelt werden, ins Blut gehen und zu einer Insulinausschüttung durch die Bauchspeicheldrüse führen. Alle Kohlenhydrate mit hohem glykämischem Index, also insbesondere Zucker (auch Honig und Rohzucker) und weißes Mehl sind zu meiden.

Strittig ist z. B., inwieweit nahezu alle Kohlenhydrate zu meiden sind. Viele Studien legen nahe, dass eine starke Einschränkung von Kohlehydraten gut ist. Viele Menschen fühlen sich jedoch ohne diese unwohl. Strittig ist auch, inwieweit Obst mit seinen guten Inhaltsstoffen besonders gesund ist oder wegen seines Fruchtzuckergehaltes (Fruchtzucker ist auch ein Kohlenhydrat mit relativ hohem glykämischem Index) eher zu meiden ist. Gemüse, Salate und Kräuter schätzen wir deshalb generell gesünder ein als Obst, das durch den Fruchtzuckergehalt (Fruktoseintoleranz) auch bei manchen Menschen zu Unverträglichkeiten führt. Zuckerarmes Obst (z. B. Brombeeren, Heidelbeeren, etc.) sind ein möglicher Kompromiss.

Bei einer Ernährungsform mit sehr wenig Kohlehydraten spricht man von ketogener Diät (weniger als 20 g Kohlenhydrate pro Tag!). Sportler wenden sie häufig an, um Fett abzubauen und Muskeln aufzubauen und bei sehr schweren Erkrankungen empfehlen auch wir zumindest einen Versuch mit ketogener Ernährung.

Eiweiße (Proteine)

Hier gilt es, mehr pflanzliche als tierische Eiweiße zu sich zu nehmen. Ideal sind Salate und Gemüse, in kleineren Dosen auch Kartoffeln (nicht erlaubt bei ketogener Diät), mit (verträglichen) Hülsenfrüchten und Ei oder, soweit vertragen, gewünscht und ethisch vertretbar, Milchprodukte oder Fleisch aus artgerechter Tierhaltung. Ziegenmilch ist gut verträglich und trägt zur Entgiftung bei.

Soja ist am verträglichsten, wenn es, wie in Japan üblich, fermentiert wurde.

Fette

Ungesättigte Fettsäuren sind für die Gesundheit wichtig. Grundlagen bilden die einfach ungesättigten Fettsäuren, die sich besonders in Oliven finden. Olivenöl hat, gegenüber z. B. Rapsöl, weitere gesunde Inhaltsstoffe, die auch gegen Krebs helfen sollen.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind sehr wichtig, wobei ein Gleichgewicht zwischen Omega-6-Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren herrschen soll. Bei normaler Ernährung sind Omega-6-FS deutlich im Übergewicht, sodass Sie aktiv auf Omega-3-FS achten sollten, die in großen Mengen in speziellen wilden Fischsorten, gewissen Algen, in Leinsamen und Leinöl, deutlich geringer auch in Rapsöl und Walnüssen vorkommen. Empfehlenswert sind z. B. zwei bis drei Esslöffel frisch gemahlener Leinsamen mit seinen positiven Wirkstoffen.

Näheres hierzu auch im Abschnitt über Mikronährstoffe.

Fisch ist häufig mit Schwermetallen belastet und deshalb sehr zurückhaltend zu bewerten, ebenso wie Innereien, die ja Entgiftungsorgane der Tiere sind.

Auch gesättigte Fettsäuren sind wichtig und gesund, wenn sie die richtige Länge haben, so genannte kurzkettige Fettsäuren. Diese finden sich in nicht gehärteten Palm- oder Kokosölen. Diese halten von allen Fetten auch am ehesten Hitze aus, können also zum Kochen verwendet werden. Aus den ungesättigten (gesunden) Fetten werden dagegen unter Wärmeeinfluss sogenannte Trans-Fettsäuren, die sehr ungesund sind. Margarine z. B. sollte deshalb gemieden werden. Je ungesättigter die Fettsäuren, desto empfindlicher reagieren sie auf Wärme. So ist Leinöl z. B. in dunklen Flaschen im Kühlschrank aufzubewahren und innerhalb von zwei bis drei Wochen zu verzehren.

Pflanzenhilfsstoffe, Faserstoffe (sog. Ballaststoffe)

Ballaststoffe dienen der Gesunderhaltung, wehren Infekte ab und können Krebs verhindern. Sie sind v. a. in Salaten, Gemüsen, Kräutern, Wildkräutern und Vollkornprodukten enthalten.

Nachfolgend eine Auswahl an Gemüse- und Salatsorten, die bevorzugt werden sollten:

Kopf-, Feld-, Schnitt-, Eisberg- und Endiviensalat, Zuckerhut, Radicchio, Batavia, Chi-coree, Rucola, Portulak, Selleriestangen, Lauch, Petersilie, Basilikum, Gartenthymian, Majoran, Kohlrabi, Fenchel, Gurken, Zucchini, Tomaten, Weiß-, Rot- und Blumenkohl, Brokkoli, Karotten, Rote Beete, Sellerie- und Petersilienwurzel, Retticharten, Radieschen, Zwiebeln, Knoblauch, Pastinake, Topinambur, frische Maiskolben, Rüben.

Bezüglich Wildkräutern empfehlen wir, diese selbst zu sammeln. So verbinden sie sich mit der Natur und kommen an die frische Luft. Sie sollten aber gerade in der Anfangsphase neben der Hilfe von Büchern (z. B. "Essbare Wildpflanzen" von Steffen G. Fleischhauer) im Zweifel immer sachkundigen Rat einholen, welche Pflanze genau sie gesammelt haben, bevor Sie sie essen.

Hier eine kleine Auswahl der häufigsten in Deutschland vorkommenden Wildkräuter, Sträucher und Bäume, von denen die Blätter, Blüten, Früchte und Samen verzehrt werden können:

Linde, Birke, Weißdorn, Weide, Ahorn, junge Buchenblätter, Fichtennadeltriebe, Brombeere, Himbeere, Erdbeere, Heidelbeere, Klee, Löwenzahn, Brennnessel, Spitz-und Breitwegerich, Schafgarbe, Stern- und Vogelmiere, Käsepappel (wilde Malve), Frauenmantel, Bärwurz, Dost, Johanniskraut, Nachtkerze, Borretsch, Margerite, Wiesenbocksbart, Gänseblümchen, Pippau, Veilchen, Vergissmeinnicht, Pimpernelle, Wiesenbärenklau, wilder Schnittlauch, Bärlauch, Gras (insbesondere im Winter), Moosarten.

Hier eine kleine Auswahl von Kräutern:

Thymian, Rosmarin, Oregano, Petersilie, Salbei, Kresse, Basilikum, Pfefferminz, Melisse, Dill, Schnittlauch, Knoblauch, Goldrute (nicht zu oft), Koriander (Vorsicht, wenn noch mit Quecksilber belastet).

Wildkräuter lassen sich am besten aufnehmen, wenn sie in einem kräftigen Mixer mit Wasser zu einem Saft, so genannten „grünen Smoothies“ verarbeitet werden, die zum besseren Geschmack mit Obst (wenn verträglich und Kohlenhydrate erlaubt) oder noch besser mit Gemüse ergänzt werden.

Als Regel gilt, dass Sie viele Gewürze, Gewürzkräuter und Wildkräuter mit in Ihre Ernährung aufnehmen sollten.

Allgemeine Ernährungsempfehlung

Die nachfolgenden Ernährungsempfehlungen sind allgemein gehalten, da jeder Mensch individuelle Bedürfnisse hat. Sie sollen helfen, die oben erwähnten Gesichtspunkte sofort und einfach umzusetzen.

»Keine Fertigprodukte, kein Zucker, kein Süßstoff, kein Glutamat, wenig Trockenfrüchte.

»Mindestens 5 mal am Tag frisches Gemüse, Salate, Kräuter und Wildkräuter (ist besser) oder Obst.

»Je nach Stoffwechseltyp und Erkrankung sollte der Anteil an Rohkost 50 - 100 % betragen. Generell empfiehlt man, es sich zur Gewohnheit zu machen, zu jeder Mahlzeit eine Rohkosteinheit zu sich zu nehmen.

»Kokosöl, rotes Palmöl oder -fett (nicht gehärtet) zum Kochen und Braten.

»Hochwertiges Leinöl oder Olivenöl für Salate, etc.

»Als Ersatz für Zucker ist Stevia, oder Xylit möglich (Bezug u. a. über Internet).

»Getränke: Wasser, ggf. mit Umkehrosmose gereinigt (eventuell auch remineralisiert), grüner Tee (kühlend), 10 Min. ziehen lassen, Yogi-Tee (wärmend).

»Trank des Lebens, evtl. in Molke-Kwass, mit letzten 100 ml jeweils neuen Trank ansetzen.

»Allergiker müssen Kreuzallergien bei Obst und Gewürzen beachten, oft werden die Zutaten aber nach längerer Kostumstellung dann doch gut vertragen.

Morgens sehr gut: Spezial-Leinsamen-Müsli

- Bio-Leinsamen, 2 - 3 EL oder mehr - macht satt,

-Anis, Zimt, Koriander, Kardamon, Schwarzkümmel reichlich

-(für guten Geschmack, für Verdauung, gegen Infekte, bei Krebs).

-Mariendistelsamen 1 EL (Reformhaus, Apotheke), (Flavonoide und gut für die Leber),

-alles fein mahlen (z. B. elektr. Kaffeemühle), in Wasser oder grünem Smoothy einweichen,

-dazu Obst der Saison, oder Granatapfelelixier,

-gentechnikfreies Soja-Lecithin-Granulat (1 EL) oder 1 rohes Eigelb.

Ergänzend oder alternativ (auch fein mahlen oder reiben):

-Bio-Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Mandeln, Nüsse

-selbst gequetschten Hafer (wenn Kohlenhydrate nötig) gekochte Hirse oder Vollkornreis (nach TCM bei Wärmemangel),

-süße Sahne oder Molke (wenn weitere Kalorien oder Eiweiße nötig sind)

-würzige Alternative mit Gemüse, z. B. Karotten, Kräutern, Kurkuma, Kümmel, o. ä.

-Salat mit Wildkräutern für alle, die gerne kauen.

Wenn Gekochtes oder Kohlenhydrate nötig, Allgemeines beachten:

-glutenfreies Getreide bevorzugen: Reis, Hirse, Buchweizen, Quinoa (besonders geeignet, da es einen sehr niedrigen glykämischen Index hat), Amaranth, Mais, (Hafer) oder

-Kartoffeln mit viel Gemüse (Hauptanteil der Mahlzeit!),

-bei Verlangen und Verträglichkeit auch Bio-Fleisch, Milchprodukte,

-echte Gemüse- oder Fleischbrühe mit Gewürzen und Kräutern.

Grüne Smoothies (Anleitung)

- sind im Mixer (mind. 1000 W) hergestellte Getränke aus Wildkräutern, Blattgemüse, Gemüse und Obst (bei Fructoseintoleranz zum Süßen "Stevia" oder "Xylit"). Sie können gut als Einstieg in eine gesunde Ernährung verwendet werden.

-Zum Einstieg auf einen guten Geschmack achten und die tägliche Einnahme, lieber süß, etwas mehr Obst und nicht ganz so viele Kräuter.

-Mit der Zeit soll sich das Verhältnis zu (Wild-) Kräutern/Blattgemüse hin, ändern.

-Smoothies können ergänzend oder ausschließlich eingenommen werden und zu jeder Tageszeit. Sie sind auch gut zur Arbeit mitzunehmen und für Kinder geeignet.

-Smoothies alle 1 - 2 Tage zubereiten. In Portionen von 250 - 500 ml trinken, zur besseren Aufnahme 30 Minuten vor bzw. nach anderen Mahlzeiten.

-Rest in Portionen in (dunklem) Glas im Kühlen aufbewahren. Durchaus ist auch die Aufbewahrung in einer Thermosflasche möglich. Nicht zu große Gefäße, damit keine Luft darin bleibt.

-Kräuter abwechseln, da die Abwehrstoffe der Pflanzen meist gesund sind, aber auch belasten können (Alkaloide).

-Ergänzung mit würzigem (Ingwer, Zimt, etc.) möglich, auch mit Gehaltvollem wie Avocado oder Kokos (-milch).

-Im Winter auch Sprossen möglich (oder Pulver aus Weizengras, etc.)

Grundrezept:

-1 - 2 Tassen entspricht 250 - 500 ml.

-1 - 2 Tassen Wildkräuter, Kräuter oder Blattgemüse/Salat (Spalte 1 - 3)

-1 - 3 Tassen nicht stärkehaltiges Gemüse oder Obst (Spalte 4 - 5)

-1 - 2 Tassen Wasser

-ergibt 750 -1500 ml Smoothy, reicht 1 - 2 Tage (oder viel kürzer, da lecker!)

-Einfache Rezepte (1 Kraut mit 1 Frucht mixen) bevorzugen.

Anbei eine Tabelle, die Sie selbst entsprechend Ihren Bedürfnissen individuell ergänzen können:

... und viele mehr!

Biologisch artgerechte Nahrung für den Menschen (nach Dr. J. Mutter - einer der Autoren der OPEN MIND ACADEMY).

Eine extreme Form der Ernährung empfehlen wir für extreme Erkrankungen, wie Krebs oder schwere neurologische Erkrankungen. Für einige Patienten ist das sehr gut, aber nicht für alle!

Mikronährstoffe

Es stellt sich die Frage, ob in unserer heutigen Zeit allein über die Nahrung eine ausreichende Versorgung mit allen notwendigen Mikronährstoffen möglich ist. Bewiesen ist, dass Menschen, die einen optimalen Gehalt an Vitaminen, Mineralen und weiteren wichtigen Stoffen im Blut haben, gesünder sind und wenn sie erkranken, dies dann besser überstehen.

Die Zufuhr einzelner Vitamine und Minerale kann dagegen schädlich sein, wie die Einnahme von ß-Carotinoiden oder auch Vitamin E (jeweils einzeln genommen) bei Rauchern zeigte, die danach erhöhte Raten an Lungenkrebs hatten, oder von Selen, das bei langjähriger unkontrollierter hoher Einnahme das Diabetes-Risiko erhöhte.

Wie ist das zu erklären? Vitamine haben oft die Aufgabe, reaktive Abbauprodukte (sog. freie Radikale) aus Stoffwechselprozessen abzufangen. Man spricht von einer antioxidativen Wirkung und nennt sie auch Radikalfänger. Wenn sie diese freien Radikale aber eingefangen haben, sind sie selbst reaktiv und müssen diese Moleküle wieder abgeben können. Dies geschieht im Wechselspiel mit anderen Vitaminen, Proteinen und insbesondere auch Pflanzenhilfsstoffen wie Flavonoiden, z. B. Curcumin. Auch liegen Vitamine in der Natur oft nicht nur in einer, sondern mehreren Formen vor und es ist nicht sicher, ob es nicht, wie bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, auch hier auf das Gleichgewicht der verschiedenen Formen untereinander ankommt.

Wir sind der Ansicht, dass, so weit es möglich ist, Mangelzustände durch Laboruntersuchungen erfasst und diese behoben werden sollten.

Dies ist nicht für alle Vitamine und Minerale möglich, sodass wir die zeitweise Gabe einer Vielzahl von Vitaminen und Mineralen in Kombination mit anderen Hilfsstoffen auf der Basis einer guten Ernährung als das Beste ansehen.

Wichtige Mikronährstoffe im Einzelnen

B-Vitamine

Durch den Konsum von Auszugsmehlen und Industriezucker haben heutzutage viele Menschen eine nicht ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen. Diese unterstützen andere Vitamine wie Beta Karotin, Vitamin A, Vitamin E und Vitamin C.

Vitamin B2 und B3 (Niacin) sind u. a. wichtig zur Energieerzeugung in den Mitochondrien. Sie sind sehr instabil und werden (außer B12) schnell vom Körper aufgenommen und wieder ausgeschieden.

Vitamin B6 ist unverzichtbar bei der Herstellung von Glutathion aus Homocystein (und daher wichtig um erhöhte Homozysteinwerte zu senken), Phospholipiden (in den Nervenzellen), bei der Bildung von Gallensäuren und Hämoglobin, ist sehr wichtig in der Schwangerschaft und bei der Bildung von Serotonin (einem Neurotransmitter im Gehirn).

Vitamin B12 (zu messen über die Methylmalonsäure im Urin) und Folsäure (auch wichtig für Eiweisstoffwechsel und für die Träger unserer Erbinformationen: den Nucleinsäuren) wirken bei der Blutbildung und bei der Funktion des Gehirns mit.

Eine wirksamere Form des Vitamin B1 ist das fettlösliche Benfothiamin1.

Vitamin B2 (wichtig für die Haut, Schleimhäute und bei der Energiegewinnung) und B3 (Niacin, wichtig für das Nervensystem, die Zellreparatur und die Erhaltung der Sauerstoffkapazität im Blut). Gerade bei genetisch bedingter Erhöhung des Lipoprotein alpha (s. Diagnostik), bei zu viel Cholesterin (Low Density Lipoprotein) und bei psychiatrischen, bzw. neurologischen Erkrankungen ist die hoch dosierte Gabe von Vitamin B3 bis über 3 g/Tag erfolgreich.

Vitamin C

Die täglich einzunehmende Menge beträgt 1 bis 3 g. Affen, die uns genetisch zu über 98 % ähneln, essen eine tägliche Ration von 4,5 g Vitamin C, was für den Menschen einer Dosis von fast 10 g gleichkommen würde. Die billigste Variante ist, sich Ascorbinsäure zu kaufen und diese mit einem natürlichen Kalk (z. B. Dolomit) und Wasser aufzulösen. So entsteht ein abgepuffertes Magnesium- und Calcium-Ascorbat. Natürliches Vitamin C mit Bioflavonoiden ist noch besser - oder ein gepuffertes Vitamin-C-Präparat. Bei Patienten mit Schwefelmangel (Mangel an Cystein, Glutathion) kann Vitamin C prooxidative Wirkungen entfalten. Deshalb sollte es hier mit Acetylcystein kombiniert werden (s. u.). Vitamin C unterstützt das Immunsystem, ist unabdingbar zur Herstellung von Bindegewebe und somit notwendig für die Elastizität der Blutgefäße und für die Durchblutung. Außerdem verhütet es die Bildung der krebsauslösenden Nitrosamine.

Vitamin D

Vitamin D ist in den letzten Jahren in den Mittelpunkt der medizinischen Forschung gerückt. Deshalb wollen wir es hier ausführlich abhandeln.

Es werden immer wieder neue Wirkungen entdeckt. Eine Vielzahl von Krankheiten kann durch eine Unterversorgung mit Vitamin D begünstigt werden. Dies gilt nicht nur für die mangelnde Calciumeinlagerung in den Knochen bei Kindern (Rachitis) oder Erwachsenen (Osteomalazie, Osteoporose), wie es schon lange bekannt ist.

Auch Autoimmunerkrankungen (z. B. Polyarthritis) und Infektanfälligkeit, neurologische und psychiatrische Erkrankungen wie Multiple Sklerose (MS) oder Parkinson, bzw. Depression und Schizophrenie, alle weitverbreiteten Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und des Stoffwechsels und insbesondere Krebserkrankungen aller Arten, werden z. T. drastisch durch einen Vitamin-D-Mangel begünstigt. So wird z. B. das Risiko, an Pankreaskrebs zu erkranken, bereits durch die tägliche Einnahme von 400 IU Vitamin D um die Hälfte reduziert.

Diese Erkenntnisse erhalten einen außerordentlichen Stellenwert, wenn man sich der Tatsache bewusst wird, dass über 50 % der mitteleuropäischen Bevölkerung einen Vitamin-D-Mangel hat; im Winter liegt er sogar über 80 %!

Vitamin D schützt den Körper effektiv vor Infektionskrankheiten, z. B. Grippe, indem es die Bildung von körpereigenen Abwehrpeptiden anregt. Menschen, welche in größerer Höhe oder näher zum Äquator wohnen, haben eine höhere Lebenserwartung und weniger Krankheiten. Dieser Effekt ist wohl dadurch bedingt, dass die UVB-Strahlung, welche in der Haut die Vitamin-D-Bildung anregt, in diesen Gebieten höher ist.

Bei Schwangeren ist bei einem Vitamin D-Mangel die Knochendichte ihrer Kinder noch im 9. Lebensjahr vermindert.

Für die Messung ist es wichtig, nicht das fertige Vitamin D im Blut zu messen (1,25-OH-Calciferol), sondern das 25-OH-Calciferol, auch 25-OH-Vitamin D3 genannt. Dies hängt damit zusammen, dass 1,25-OH-Calciferol auch bei generellem Vitamin-D-Mangel sogar durch das bei einer Vitamin-D-Unterversorgung vermehrt gebildete Parathormon erhöht sein kann. Optimale Werte für 25-OH-D3 sind im obersten Referenzbereich gelegen (in der Regel zwischen 50 - 100 ng/ml), da die „Normalbevölkerung“ schon an einer nicht optimalen Vitamin-D-Versorgung leidet und die Referenzwerte einen Durchschnitt haben, der in der Bevölkerung schon abnormal niedrig gemessene Werte darstellt. Nach neusten Ergebnissen sind alle Werte unter 30 ng/ml als Mangel anzusehen. 1,25-OH-Calciferol wird bei Nierenkranken gemessen, die das 25-OH-Calciferol nicht in diese aktive Endform umwandeln können.

Bisher wurde eine tägliche Aufnahme von nur 400 IU Vitamin D empfohlen. Praktisch in allen Studien zeigte sich mit dieser niedrigen Dosierung kein gesundheitsfördernder Effekt. Mittlerweile werden mindestens 800 - 5.000 IU Vitamin D empfohlen und selbst bei der Einnahme von 10.000 IU Vitamin D über 5 Monate zeigte sich kein negativer Effekt. Normalerweise wird Vitamin D aus Cholesterin in der Haut durch UVB-Strahlung gebildet und dies ist die beste Art der Vitamin-D-Versorgung, welche eine Vitamin-D-Einnahme an Wirkung übertrifft.

Durch eine Ganzkörpersonnenbestrahlung (am besten nackt) können bis zu 20.000 Einheiten Vitamin D in der Haut gebildet werden. Dabei muss beachtet werden, dass durch die Sonnenbestrahlung keine Vitamin-D-Vergiftung ausgelöst werden kann, da zu viel produziertes Vitamin D wieder durch das Sonnenlicht zerstört wird. Es ist also auch besser, sich mehrfach kurz als einmal lang der Sonne auszusetzen. Viele Menschen meiden seit einigen Jahren die Sonne (wegen der in den Medien und von Medizinern geschürten Angst vor Sonnenstrahlung) oder benutzen Sonnenschutzmittel, welche die lebenswichtige UVB-Strahlung abblocken und zusätzlich möglicherweise einen schädlichen Effekt auf Haut, Organismus und Umwelt haben. Sonnencremes mit Lichtschutzfaktoren von 15 reduzieren z. B. die Vitamin D-Bildung in der Haut um 99 %. Mittlerweile wird aber geschätzt, dass Sonnenlicht 30 mal mehr Krebs verhütet als es auszulösen.

Im Winter, Frühjahr und Herbst ist zudem die UVB-Strahlung in Deutschland unzureichend, insbesondere in den Städten, da durch die Luftverschmutzung nur noch wenig UVB-Licht zum Boden gelangt. Dies erklärt die Beobachtung, dass in diesen Jahreszeiten die Krankheitshäufigkeit (auch Herzinfarkt) zunimmt. Hier ist eine zusätzliche Bestrahlung durch UVB-verstärkte Solarien oder durch Einnahme von Vitamin-D-Präparaten wichtig.

Vitamin E

Vitamin E ist ein wichtiges Antioxidans und wirkt entgegen von Vitamin C nicht im wässrigen Bereich, sondern im fettigen Gewebe und wird fast überall im Körper gebraucht.

Dieses Vitamin ist „unschuldigerweise“ wissenschaftlich in Verruf geraten, da seine Effektivität bei verschiedenen Krankheiten angezweifelt wird. Es werden sogar schädliche Wirkungen suggeriert. Vitamin E besteht aus vier verschiedenen Tocopherolen (alpha-, beta-, gamma-, delta-Tocopherol) und vier verschiedenen Tocotrienolen (alpha-, beta-, delta-, gamma-Tocotrienole). Vitamin E, das nur aus alpha-Tocopherol besteht, sollte nicht eingenommen werden.

Eine gute Quelle für das gesundheitsfördernde, gemischte Vitamin E ist Weizenkeimöl, biologisches rotes Palmfett, rohe und frische Weizenkeime und rohe oder gekeimte Sonnenblumenkerne. Weizenkeimöl hat den höchsten Vitamin E-Gehalt, der auch durch seine hoch ungesättigten Fettsäuren nicht verbraucht wird. Im Gegensatz zu Leinöl hat es einen Vitamin-E-Überschuss. Da Leinöl aber andere sehr wirksame Substanzen enthält, sollte es am besten zusammen mit etwas Weizenkeimöl oder rotem Palmfett genossen werden.

Vitamin K

Vitamin K kommt in Gemüse, vor allem in fermentierten Nahrungsmitteln vor und wird auch von einer gesunden Darmflora hergestellt.

Vitamin K aktiviert die Blutgerinnung, hat eine Krebs verhütende Wirkung, ist wichtig für die Gesundheit von Herz und Kreislauf und ist unverzichtbar bei der Knochenbildung. Vitamin-K-Mangel verursacht also Osteoporose, Krebs und Herzinfarkt.

Coenzym Q10

Dieses Ferment der Atmungskette ist unabdingbar für die Energieerzeugung in den Mitochondrien. 50 % des im Körper befindlichen Q10 sind in den Mitochondrien gespeichert. Der Gesamtbestand liegt bei 0,6 - 1,5 g. Bei vielen Erkrankungen ist Q10 erniedrigt zu messen als cholesteringebundenes Q10, insbesondere bei Krebs, Herzmuskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Alzheimer, Parkinson, Schilddrüsenüberfunktion und Müdigkeits-Syndrom. Cholesterinsynthese-Enzym-Hemmer (CSE-Hemmer), wie Statine, führen zu einem Mangel an Q10 und können für Muskelschwächen, Impotenz und Auflösung von Muskelzellen verantwortlich sein. Ein Mangel an Q10 kann auch durch eine Unterversorgung mit B-Vitaminen (Pantothensäure, Niacin, B6, B12 und Folsäure), Vitamin E, und Phenylalanin, bzw. Tyrosin ausgelöst werden.

Bei einem Mangel, welcher im Alter über 50 Jahren und bei Vergiftungen häufig auftritt, sollte Q10 gegeben werden. Dabei zeigt sich oft eine Verbesserung von Gehirn- und Nervenfunktion, der Herzfunktion (antiarryhtmische und Blutdruck stabilisierende Effekte); eine Leistungssteigerung, Normalisierung des Körpergewichtes und immunstabilisierende Wirkungen sind beschrieben. Q10 ist hilfreich bei Zahnfleischerkrankungen.

Omega-3-Fettsäuren

Etwa 90 % der Menschen können aus der, vor allem in Leinöl vorkommenden Omega-3-Fettsäure, nämlich alpha-Linolensäure (ALA), die wirksamen höherkettigen Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA), Docosapentaensäure (DPA) und Eicosapen-taensäure (EPA), welche auch in Fischölen vorkommen, selbst herstellen. Etwa 10 % der Bevölkerung, insbesondere Menschen mit Hautekzemen, Allergien oder schweren Krankheiten, sind dazu nicht mehr in ausreichendem Maße in der Lage. Sie sind auf die Zufuhr der fertigen langkettigen Omega-3-Fettsäuren (DHA, EPA) angewiesen. Nach einer gewissen Zeit der Einnahme kann die körpereigene Produktion aus alpha-Linolensäure wieder angekurbelt werden.

In unserer Zeit ist die Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren (alpha-Linolensäure), welche in den meisten Pflanzenölen (Distelöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl, Maiskeimöl) und in nahezu allen Getreidesorten vorkommt, viel zu hoch. Sie hemmt die körpereigene Produktion von höherkettigen Omega-3-Fettsäuren aus alpha-Linolensäure. Zu „Urzeiten“ war das Verhältnis der Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren 1 : 1.

Gesund ist bereits eine Relation von 1 : 1,5 bis 1 : 2. Heute ist die Realität jedoch ein Verhältnis von 1 : 20 - 1 : 50 zuungunsten der Omega-3-Fettsäuren. Das Missverhält-nis, zu messen über ein Fettsäureprofil, verstärkt Entzündungsprozesse. Wirksamere, aber auch teurere Öle als Fischöle werden aus Krill - welche zusätzlich hochpotente Wirkstoffe (Phosphatidylserin, Astaxanthin, Zeaxanthin und Lutein) enthalten - oder aus Kaltwasseralgen gewonnen. Natürliches Astaxanthin gilt als eines der besten Antioxidantien und soll über 550-fach wirksamer als Vitamin E sein.

Fette von Tieren, welche Wildkräuter essen (enthalten in Milch oder Fleisch von Weide- oder Wildtieren) und Eigelb von Hühnern die Leinsamen essen, weisen zum Teil höhere Anteile an DHA und EPA auf als Fische selbst.

Bei Krankheiten sollten mindestens 500 mg DHA und 800 mg EPA aufgenommen werden.

Chrom

Chrom ist Bestandteil des Glucosetoleranzfaktors und spielt somit eine Rolle beim Zuckerstoffwechsel. Diabetiker haben meist eine Unterversorgung mit Chrom.

Kupfer

Kupfer ist wichtig zur Wundheilung, Immunfunktion, Gehirnfunktion und zur Kollagensynthese (Bindegewebeaufbau). Bei Bindegewebsschwäche kann deshalb auch ein Kupfermangel bestehen. Kupfer ist jedoch meist zu viel vorhanden, sodass grundsätzlich kein Kupfer ergänzt werden sollte – außer in Ausnahmefällen oder bei langen Ausleitungskuren (hierbei wird Kupfer ausgeleitet).

Magnesium

Magnesium schützt das Herz und wirkt gegen Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen. Es lindert Verspannungen und Schmerzen und ist wichtig bei Osteoporose und ADHS. Es reduziert - ebenso wie Vanadium, Mangan und Chrom – den Heißhunger auf Süßigkeiten. Es vermindert das Risiko für Diabetes und Nierensteine, stimuliert das Immunsystem und steigert die Energie. Es sollte im Vollblut oder in Erythrozyten gemessen werden. Es sollten mindestens 300 mg Magnesium pro Tag eingenommen werden. Natürlicher Dolomit-Kalk, besonders Dolomit-S-Dolpes enthält kein Blei und enthält, im Gegensatz zu anderen Dolomitprodukten, eine hohe Menge an Magnesium (s. auch die Hinweise unter Vitamin C).

Eine weitere gute Quelle ist mit Magnesium abgepufferte Milchsäure (Mg-Laktat).

Mangan

Mangan spielt eine Rolle bei den Entgiftungsenzymen in den Mitochondrien (Superoxiddismutase II= SOD2). Außerdem ist es notwendig für die Gelenkgesundheit, d.h. bei Arthrose oder Arthritis.

Molybdän

Molybdän ist Co-Faktor des Enzyms Sulfittransferase und spielt somit eine Rolle im Schwefelstoffwechsel. Es ist wichtig für die Gesundheit unserer Gelenke. In den Mitochondrien wird Molybdän in der Atmungskette benötigt. Es hat sein Lichtabsorbtionsmaximum im Gelbbereich und unterstützt damit auch den Photonentransfer in den Mitochondrien. Ohne Molybdän ist eine ordnungsgemäße Funktion dieser für unsere Gesundheit essentiellen Prozesse unmöglich.

Selen

Selen ist wichtig für die Umwandlung des Schilddrüsenhormons Tetrajodthyronin (T4) zu dem aktiven Trijodthyronin (T3). Es wird für die Entgiftung der in den Mitochondrien entstehenden freien Radikalen mittels des Enzyms Glutathionperoxidase benötigt. Selen bindet Quecksilber und kann es somit unschädlich machen.

Deutschland und andere europäische Länder sind Selenmangelgebiete. Menschen mit Selenmangel haben ein erhöhtes Risiko an Krebs zu erkranken, insbesondere an Prostatakrebs. Selen ist vor allem in Para- und Kokosnüssen, in Getreide (aus den USA) und in Meeresfrüchten enthalten. Bio-Produkte enthalten meist höhere Mengen.

Zink