Engagierte Unternehmen -  - E-Book

Engagierte Unternehmen E-Book

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Beschreibung

Unternehmen, die sich engagieren und Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen, investieren damit in die Rahmenbedingungen ihres eigenen Erfolges. Eine familienbewusste Unternehmenskultur ist dabei ein wichtiger Faktor. Spannend und relativ neu ist die Zusammenarbeit von Wirtschaftsunternehmen mit gemeinnützigen Institutionen. Der vorliegende E-Book-Reader ergänzt die Schwerpunktausgabe "Engagierte Unternehmen" unseres Magazins change im März 2012. Die Beiträge präsentieren Praxisbeispiele für Corporate Social Responsibility in 14 deutschen Unternehmen. Zudem widmen sie sich den verschiedenen Facetten des Erfolgsfaktors Familie. Bei den Beiträgen handelt es sich um Auszüge aus Büchern des Verlags Bertelsmann Stiftung.

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Seitenzahl: 355

Veröffentlichungsjahr: 2012

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbiografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet unter http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Reihe change | reader
Band Engagierte Unternehmen
E-Book zum Magazin change Ausgabe 1/2012
© 2011 E-Book-Ausgabe (EPUB)
© 2012 E-Book-Ausgabe
Verlag Bertelsmann Stiftung, GüterslohVerantwortlich: Christiane RaffelUmschlaggestaltung: Bertelsmann StiftungUmschlagabbildung: TommL/iStockphoto
ISBN : 978-3-86793-423-7
'www.bertelsmann-stiftung.de/verlag''www.bertelsmann-stiftung.de/verlag'www.change-magazin.de
Vorwort
Unternehmen, die sich engagieren und Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen, investieren damit in die Rahmenbedingungen ihres eigenen Erfolges. Eine familienbewusste Unternehmenskultur ist dabei ein wichtiger Faktor. Spannend und relativ neu ist die Zusammenarbeit von Wirtschaftsunternehmen mit gemeinnützigen Institutionen.
Der vorliegende E-Book-Reader ergänzt die Schwerpunktausgabe »Engagierte Unternehmen« unseres Magazins change im März 2012. Die Beiträge präsentieren Praxisbeispiele für Corporate Social Responsibility in 14 deutschen Unternehmen. Zudem widmen sie sich den verschiedenen Facetten des Erfolgsfaktors Familie. Bei den Beiträgen handelt es sich um Auszüge aus Büchern des Verlags Bertelsmann Stiftung. Weitere Informationen zu unseren Verlagsprodukten finden Sie unter 'www.bertelsmann-stiftung.de/verlag'.
Wir freuen uns über Ihr Interesse und wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.
Regina KörnerLeiterin Kommunikationder Bertelsmann Stiftung
Inhaltsverzeichnis
Titel
Impressum
Vorwort
Verantwortung für die Gesellschaft – verantwortlich für das Geschäft (Leseprobe)
Vorwort
Allianz AG – Betreuung und Reintegration von Unfallopfern
Die Allianz AG
Die CSR-Strategie des Unternehmens
»Critical Issue«: soziale und berufliche Folgen von Unfällen
Das Projekt »rehacare«
Die Perspektive der Agentur für Arbeit
»Learnings« und Ausblick
Axel Springer AG – Transparenz in der Holz- und Papierkette
Die Axel Springer AG
Die CSR-Strategie des Unternehmens
»Critical Issue«: Raubbau natürlicher Ressourcen
Das Projekt »Transparenz in der Holz- und Papierkette«
Die Perspektive von Greenpeace Russland
»Learnings« und Ausblick
BASF AG – Initiative Zukunft Rhein-Neckar-Dreieck
Die BASF AG
Die CSR-Strategie des Unternehmens
»Critical Issue«: nachhaltige Standortentwicklung
Das Projekt »Zukunftsinitiative Rhein-Neckar-Dreieck«
Die Perspektive der Fuchs Petrolub AG
Die Perspektive des Raumordnungsverbands Rhein-Neckar (ROV)
Die Perspektive der Stadt Heidelberg
»Learnings« und Ausblick
B. Braun Melsungen AG – Familie und Beruf vereinbaren
Die B. Braun Melsungen AG
Die CSR-Strategie des Unternehmens
»Critical Issue«: Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Das Projekt »Beruf & Familie« – ein Programm mit Tradition
Die Perspektive des Servicebüros »Lokale Bündnisse für Familie«
»Learnings« und Ausblick
Deutsche Bahn AG—Kampf gegen Korruption
Die Deutsche Bahn AG
Die CSR-Strategie des Unternehmens
»Critical Issue«: Korruption
Das Projekt »Korruptionsbekämpfung bei der Deutschen Bahn AG«
Die Perspektive von Transparency International
»Learnings« und Ausblick
Deutsche Telekom AG—Neue Technologien und Wissensvermittlung an Schulen
Die Deutsche Telekom AG
Die CSR-Strategie des Unternehmens
»Critical Issue«: neue Technologien und Wissensvermittlung an Schulen
Das Projekt »Schulen ans Netz« der Deutschen Telekom und des BMBF
Die Perspektive des BMBF
»Learnings« und Ausblick
E.ON AG—Prävention von Jugendarbeitslosigkeit
Die E.ON AG
Die CSR-Strategie des Unternehmens
»Critical Issue«: Ausbildungsstellenmangel und Jugendarbeitslosigkeit
Das Projekt »Gemeinsam gegen Jugendarbeitslosigkeit«
Die Perspektive der Arbeitsagentur
»Learnings« und Ausblick
HeidelbergCement AG—Klimaschutz in Indonesien
Die HeidelbergCement AG
Die CSR-Strategie des Unternehmens
»Critical Issue«: Klimawandel
Das Projekt »Joint Implementation bei Indocement«
Die Perspektive des Öko-Instituts
»Learnings« und Ausblick
KarstadtQuelle AG – Verantwortung in der Lieferkette
Die KarstadtQuelle AG
Die CSR-Strategie des Unternehmens
»Critical Issue«: Globalisierung und erweiterte Produktverantwortung
Das Projekt »Sektorenmodell der Außenhandelsvereinigung des Deutschen ...
Die Perspektive des BMZ
Die Perspektive von Misereor
»Learnings« und Ausblick
Münchener Rück – Internationales Engagement zum Klimaschutz
Die Münchener Rück-Gruppe
Die CSR-Strategie des Unternehmens
»Critical Issue«: der Klimawandel und seine Folgen
Das Projekt »Internationale Aktivitäten der Münchener Rück zum Klimaschutz«
Die Perspektive von Germanwatch
»Learnings« und Ausblick
OTTO – Armutsbekämpfung durch Ressourcenschutz
Die OTTO Group
Die CSR-Strategie des Unternehmens
»Critical Issue«: Afrika – Verlierer der Globalisierung
Das Projekt »Cotton – made in Africa«
Ausblick: Teilhabe der Afrikaner am Wirtschaftsprozess fördern
Solvay GmbH – Ökobilanzierung von Chemikalien
Die Solvay GmbH
Die CSR-Strategie des Unternehmens
»Critical Issue«: Einfluss von Chemikalien auf die Umwelt
Das Projekt: Ökobilanzierung von Chemikalien
Die Perspektive des Umweltbundesamts
Die Perspektive der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
»Learnings« und Ausblick
Volkswagen AG – Regionalentwicklung aus Standortinteresse
Die Volkswagen AG
Die CSR-Strategie des Unternehmens
»Critical Issue«: Arbeitslosigkeit am Standort Wolfsburg
Das Projekt »AutoVision«
Die Perspektive der Stadt Wolfsburg
»Learnings« und Ausblick
WestLB AG – Sozial- und Umweltverträglichkeit von Projektfinanzierungen
Die WestLB AG
Die CSR-Strategie des Unternehmens
»Critical Issue«: große Infrastrukturprojekte auf Kosten der Umwelt und der ...
Das Projekt »Sicherung der Sozial- und Umweltverträglichkeit von Projektfinanzierungen«
Die Perspektive von urgewald
»Learnings« und Ausblick
Glossar
Grenzgänger, Pfadfinder, Arrangeure (Leseprobe)
Brückenbauer für neue Kooperationen zwischen Unternehmen und gemeinnützigen ...
Erste Verständigungen und offene Fragen. Zur Debatte um das bürgerschaftliche ...
Mittlerorganisationen als »Brückenbauer« zwischen Unternehmen und ...
Anforderungen und Perspektiven
Literatur
Mittlernetzwerke in Deutschland - bagfa: Bundesarbeitsgemeinschaft der ...
Freiwilligenagenturen als lokale Akteure
Entwicklung und Potenziale aus Sicht der bagfa
Zukunft
Literatur
UPJ: Bundesweites Netzwerk für Corporate Citizenship und Corporate Social ...
Was macht UPJ zur Förderung von Corporate Volunteering, Corporate Citizenship ...
Unternehmensnetzwerke - Unternehmen: Partner der Jugend (UPJ). Aktiv im Gemeinwesen
Profil des Netzwerks
»Corporate Volunteering« als Baustein von Corporate Citizenship
Corporate Citizenship Clubs
econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.
Profil und Ziele
Engagement und Aktivitäten
econsense und seine Mitglieder
Corporate Volunteering im Netzwerk
Runder Tisch Jugend und Wirtschaft im Land Brandenburg
Aktivitäten
Corporate Volunteering
Potenzial und Perspektive
Netzwerk Ruhrgebiet
Ehrenamt & Wirtschaft: das Unternehmensnetzwerk im Saarland
Verschiedene Wege der Vernetzung als Antwort auf die regionalen Bedingungen
Corporate Volunteering: Unternehmensengagement mit Personal und Kompetenz
Unternehmen – engagiert in Köln
Unternehmen tragen mit: das Netzwerk in Nürtingen
Familie bringt Gewinn (Leseprobe)
Familienorientierte Personalpolitik aus Unternehmersicht
Verborgene und offene Kosten mangelnder Vereinbarkeit im Mittelstand
Die Palette familienorientierter Personalpolitik ist bunt
Flexible Arbeitszeiten erleichtern den Familienalltag
Familienprogramm ermöglicht Auszeit
Familienorientierte Personalpolitik in Zahlen
Familienfreundliche Unternehmenskultur und Innovationsfähigkeit
Einleitung
Warum wir eine familienfreundliche Unternehmenskultur brauchen
Was eine familienfreundliche Unternehmenskultur auszeichnet
Was wir tun müssen
Fazit
Implementierung familienfreundlicher Maßnahmen: Wie setzen sich gute Ideen in ...
Familienbewusste Unternehmenskultur und Personalentwicklung
Vielfältigkeit ist nur mit Einfühlungsvermögen und Toleranz möglich
Vielfältigkeit fördert Karriere – auch Mütter haben dabei alle Chancen
Familienfreundlichkeit rechnet sich
»Work-life balance« vorleben und nicht vorbeten
Kommunikation entscheidend für »work-life balance«
Flexible Arbeitszeiten und gesteigerte Produktivität im Dienstleistungszentrum Duisburg
»Work-life balance« geht auch in der Elternzeit weiter
Wie wirkt sich »work-life balance« auf das Unternehmen und den Mitarbeiter aus?
Literatur
Arbeit und Leben in Balance – Herausforderungen für die Personalpolitik
Veränderte Rahmenbedingungen unternehmerischen Handelns
Das Wichtigste: Beschäftigung und Beschäftigungsfähigkeit
Arbeitszeitverkürzung für alle
Spezielle Arbeitszeitangebote für viele
Globaler Konzern mit lokaler Verantwortung – Volkswagen, Eltern und Kinder in Wolfsburg
»Work-life balance« auch für das Management
Ausblick
Familie gewinnt (Leseprobe)
Lätzchen und Krawatte binden – familienfreundliche Unternehmen sind ein Gewinn ...
Volkswirtschaftlich sinnvoll: Mütter und Väter im Beruf
Viel Engagement der Unternehmen, fehlende Kinderbetreuungsplätze
Wie familienfreundlich ist die deutsche Wirtschaft?
Zunehmend gefragt: familienfreundliche Personalpolitik
Literatur
Erfolgsfaktor Familie: Betriebswirtschaftlicher Nutzen einer familienbewussten Personalpolitik
Familienfreundlichkeit als zentrale Voraussetzung für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit
Familienfreundlichkeit: als strategisches Thema ein Muss für die Wirtschaft
Betriebswirtschaftliche Vorteile familienbewusster Personalpolitik
Familienfreundlichkeit: harter Standortfaktor für die Regionen
Fazit: Jetzt handeln!
Literatur
Familien fördern, ethisch handeln
Ethik als Grundlage eines familienfreundlichen Managements
Von der sozialen Marktwirtschaft zum ethisch handelnden Unternehmen
Ethik-Charta
Praktische Familienförderung bei Hipp
Welt gestalten, Ethik und Familienfreundlichkeit leben
Verantwortung für die Gesellschaft – verantwortlich für das Geschäft (Leseprobe)
Auszug aus:Birgit Riess (Hrsg.) Verantwortung für die Gesellschaft – verantworlich für das GeschäftEin Management-Handbuch Gütersloh 2006 ISBN 978-3-89204-865-7 (Print) ISBN 978-3-86793-175-5 (PDF) ISBN 978-3-86793-176-2 (EPUB) © Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh
Vorwort
Betrachtet man die diversen Erhebungen, mit denen Unternehmen international wie national zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung befragt werden, erkennt eine große Mehrheit eine über reine Profitmaximierung hinausgehende Rolle in der Gesellschaft an. Angesichts der ebenfalls vielfältig erhobenen Meinungsäußerungen von Politikern1, Interessengruppen und Bürgern drängt sich hingegen eine ganz andere Wahrnehmung auf. Das ist insoweit nicht verwunderlich und vor allem nicht neu, als es schon immer unterschiedliche Sichtweisen auf die Rolle des Unternehmens in der Gesellschaft gegeben hat, die die jeweiligen Standpunkte und Erwartungshaltungen widerspiegelt. Warum aber nimmt die Intensität dieser Debatte seit wenigen Jahren derart zu, und warum wird sie von Unternehmensseite unter dem Begriff »Corporate Social Responsibility« (CSR) auch in Deutschland verstärkt geführt?
Vor allem die Globalisierung und die damit einhergehende Ökonomisierung weiter Lebensbereiche hat die Frage nach der Verantwortung der Unternehmen aufgeworfen. Weltweit organisierte Wertschöpfungsketten sowie die Verlagerung von Produktionsstandorten sind Stichworte, die die Vorteile, aber auch die Nachteile globaler Produktionsverflechtungen beschreiben. Und diese bekommen auch die hoch entwickelten Industrieländer zu spüren. Darüber hinaus wachsen die Kosten für die Exklusion der Menschen in den armen Ländern der Welt ständig an: in Form von Umweltzerstörung, Migrationen, Seuchen, Kriegen, Drogen, Kriminalität und Terrorismus. Und das merken auch die global agierenden Unternehmen: Armut und Unterentwicklung in der globalisierten Welt wirken sich unmittelbar auf die Unternehmenstätigkeit aus. Und zu den größten Risikofaktoren für wirtschaftliche Prosperität zählen instabile bzw. ständig wechselnde politische Verhältnisse. Aus all dem ist mittlerweile eine veränderte Erwartungshaltung der Öffentlichkeit gegenüber dem Unternehmenshandeln erwachsen, die sich Bahn bricht in globalen Initiativen wie dem Global Compact oder aber in weltweit organisierten Kampagnen von Nichtregierungsorganisationen gegen tatsächliche oder vermeintliche Vergehen von Unternehmen. Unternehmen waren nie isoliert von gesellschaftlichen Erwartungen. Was heute anders ist, ist der intensive Druck, aber auch die zunehmende Komplexität der maßgeblichen Kräfte, die Geschwindigkeit, mit der sie sich verändern und die Fähigkeit von Aktivisten, die Öffentlichkeit zu mobilisieren. Der Philosoph Peter Sloterdijk brachte es in einem Vortrag auf den Punkt: Die Welt hat eine Dichte erlangt, in der die Tat unmittelbar zum Täter zurückkommt.
Hieran zeigt sich, dass »gutes« Unternehmenshandeln nicht ausschließlich moralischen Wertmaßstäben unterworfen ist. Vielmehr liegt es im strategischen Interesse der Unternehmen, Verantwortung gegenüber der Gesellschaft zu übernehmen. Gesellschaftliche und politische Kräfte können die strategische Landschaft ganzer Industrien fundamental verändern. Sie können die Reputation von Unternehmen torpedieren, gleichzeitig aber auch wertvolle Marktchancen eröffnen. Etwa wenn neue gesellschaftliche Bedürfnisse oder neue Konsumpräferenzen sichtbar werden. Oder wenn es darum geht, exzellente Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen. Aus diesem Blickwinkel wird das Management der gesellschaftlichen Verantwortung zum kritischen Erfolgsfaktor, und es steht in keiner Weise mit dem Gewinnprinzip im Widerspruch. Daher auch der Titel des Buches: Verantwortung für die Gesellschaft – verantwortlich für das Geschäft.
Vor allem multinationale deutsche Unternehmen nähern sich immer stärker diesem Ansatz von CSR an, der ein strategisches gesellschaftliches Engagement mit der Absicherung des operativen Geschäfts verknüpft. Er ergänzt sozusagen das traditionelle deutsche Verständnis: Insbesondere mittelständische und eigentümerdominierte Unternehmen betrachten Verantwortung gegenüber der Gesellschaft seit jeher als Teil ihrer Grundhaltung, die sich dementsprechend in klassischem Mäzenatentum und in Sponsoringaktivitäten in den Bereichen Kunst, Kultur und Sport äußert. Beide Positionen machen denn auch das spezielle deutsche Profil von CSR aus. Hinzu kommen die spezifischen Ausprägungen der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland, die die kulturellen und regulatorischen Rahmenbedingungen für das Unternehmenshandeln darstellen. Vieles, was beispielsweise im angloamerikanischen Kontext von Unternehmen als CSR-Aktivität ausgewiesen wird, ist hier verbindliche gesetzliche Vorgabe und lässt keinen Raum für freiwilliges Unternehmenshandeln. Auch die Mentalität, bei gesellschaftlichen Problemen zuallererst nach dem Staat zu rufen, löst oftmals massives Misstrauen gegenüber CSR-Aktivitäten von Unternehmen aus. In dieser Gemengelage suchen viele Unternehmen heute einen neuen Weg, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, mit dem sich betriebliche Ziele und gesellschaftlicher Nutzen verbinden lassen. Für diese Unternehmen ist das Managementhandbuch geschrieben.
Warum und vor allem wie Unternehmen mit der Herausforderung umgehen, dergestalt gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen, hängt von vielen Faktoren ab: Branchenzugehörigkeit, Unternehmenskultur und Tradition, Organisation der Wertschöpfungskette etc. Ratschläge auf die Frage, was ein Unternehmen denn konkret tun sollte, gehen daher am Problem vorbei. Daher hat die Bertelsmann Stiftung mit Unterstützung von IFOK – Institut für Organisationskommunikation einen prozessorientierten Managementansatz entwickelt, mit dem Verantwortliche im Unternehmen eine Vorgehensweise ableiten können, um geeignete Themen zu definieren, einen strategischen Ansatz zu entwickeln und entsprechende Projekte mit ausgewählten Partnern aus Staat und Non-Profit-Sektor umzusetzen. Der vorgestellte Ansatz ist damit anschlussfähig hinsichtlich bereits bestehender Managementmodelle und gleichzeitig – was im Hinblick auf die Bedeutung von trisektoralen Kooperationen unabdingbar ist – anschlussfähig für politische und zivilgesellschaftliche Akteure.
Entwickelt wurde der Managementansatz auf der Basis von 14 Fallstudien. Diese Beispiele stellen Unternehmen vor, die mit CSR-Projekten gesellschaftlich relevante Probleme aufgreifen und in Zusammenarbeit mit öffentlichen Verwaltungen und Non-Profit-Organisationen zu erfolgreichen und glaubwürdigen Lösungen kommen. Dabei gibt die Palette der Themen (Arbeitsmarkt, Jugendarbeitslosigkeit, Klimawandel, Gesundheit, regionale Strukturentwicklung oder Entwicklungszusammenarbeit) einen Hinweis darauf, welche Potenziale in solchen sektorübergreifenden Kooperationen stecken.
Die Erkenntnisse aus den Fallstudien wurden mit einer Vielzahl von betrieblichen Experten und Vertretern aus öffentlichen Verwaltungen und Non-Profit-Organisationen im Rahmen eines innovativen Projektansatzes diskutiert, auf ihre Übertragbarkeit geprüft und in den prozessorientierten Managementansatz integriert.
Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle allen Experten, die an den Fallstudien mitgewirkt haben, und allen, die in den verschiedenen Foren und Workshops ihre Sachkenntnis eingebracht und damit einen wichtigen Beitrag zu diesem Handbuch geleistet haben.
Birgit Riess
Allianz AG – Betreuung und Reintegration von Unfallopfern
Einen »business case« für das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen nachzuweisen gilt als die Königsdisziplin in der CSR-Debatte. Der Allianz ist dies gelungen. Sie hat ein Projekt aufgesetzt, das sowohl einen eindeutig sozialen Lösungsansatz adressiert als auch einen »business case« aufweist: Durch die bessere Reintegration von Unfallopfern, für die die Allianz Schadensersatz leisten muss, wird der Versicherer entlastet, und Unfallopfer finden einen Weg zurück in das Arbeitsleben oder werden dabei unterstützt, sich eine eigene Existenz aufzubauen. Der Nutzen ist für die Allianz und für die Gesellschaft gleichermaßen hoch. Die Mehrkosten gegenüber einer herkömmlichen Rehabilitations-Maßnahme trägt das Unternehmen – es kann sich dadurch aber auch vom Wettbewerb differenzieren. Dieses Beispiel zeigt daher in besonders eindrücklicher Weise, dass gutes CSR-Management mit gutem unternehmerischen Handeln gleichzusetzen ist.

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