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Das Buch erläutert die Prinzipien des Selbst- und Stressmanagements durch zielgerichtete Steuerung des eigenen Verhaltens.Zunächst wird ein dreiphasiges Selbstregulationsmodell vorgestellt und auf den Lehrerberuf bezogen. Anschließend werden zu jeder Modellphase in einem interaktiven Dialog mit dem Leser individuelle Handlungsstrategien entworfen und Entlastungsstrategien für das Stressmanagement empfohlen. Zahlreiche Tipps, Checklisten und strategische Hinweise erleichtern die konkrete Umsetzung in den eigenen Arbeitsalltag.
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Seitenzahl: 110
Veröffentlichungsjahr: 2012
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Meike Landmann
Entspannt durch den Schulalltag
Selbst- und Stressmanagement fürLehrerinnen und Lehrer
3. Auflage
Vandenhoeck & Ruprecht
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in derDeutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
ISBN 978-3-525-61047-3ISBN 978-3-647-61047-4 (E-Book)
© 2011, 2008 Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, GöttingenInternet: www.v-r.deUmschlagabbildung: www.digitalstock.deAlle Rechte vorbehalten. Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages. Hinweis zu § 52a UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne vorherige schriftliche Einwilligung des Verlages öffentlich zugänglich gemacht werden. Dies gilt auch bei einer entsprechenden Nutzung fürLehr- und Unterrichtszwecke. Printed in Germany.
Druck und Bindung: Hubert & Co, Göttingen
Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier.
Inhalt
Wozu dieses Buch?
Berufliche Belastungen im Lehrerberuf
Theoretische Grundlagen: Der Selbstregulationsansatz
Vor dem Handeln (die präaktionale Phase)
Während des Handelns (die aktionale Phase)
Nach dem Handeln (die postaktionale Phase)
Selbstmanagement und Selbstregulation im Beruf
Selbstmanagement für Ihren Alltag
Strategien vor der eigentlichen Handlung
Zielsetzung: Zielklärung und Zielformulierung
Ressourcenaktivierung
Handlungsplanung
Strategien während der Handlung
Herstellen günstiger Arbeitsbedingungen
Umgang mit inneren Störquellen
Strategien nach der eigentlichen Handlung
Umgang mit Erfolgen
Umgang mit Misserfolgen
Der Umgang mit Stress im Lehrerberuf
Theoretische Grundlagen: Was ist Stress überhaupt?
Macht Stress krank?
Stressmanagement für Ihren Alltag
(S) Veränderung der Situation
(O) Bewertung der Situation
(R) Umgang mit der Situation
(K) Vorbeugen gegen langfristige Konsequenzen
Ihr persönliches Veränderungsmanagement
Auf einen Blick – Checklisten
Literaturhinweise
Danksagung
Wozu dieses Buch?
Das vorliegende Buch richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer und erläutert grundlegende Prinzipien und Strategien sowohl des Selbst- als auch des Stressmanagements. Dabei fokussiert es auf den Gedanken der Selbstregulation, also der zielgerichteten Steuerung und Regulation des eigenen Verhaltens. Das Buch gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil werden Strategien zur Optimierung des eigenen Selbstmanagements vorgestellt, im zweiten Teil Handlungsmöglichkeiten zum Umgang mit beruflichen Belastungssituationen aufgezeigt. Zuvor wird jeweils die theoretische Basis näher erläutert. Im Fall der Selbstregulation wird ein dreiphasiges Selbstregulationsmodell dargestellt. In Bezug auf die stresstheoretischen Grundlagen wird das SORK-Modell erklärt. Anschließend werden zu allen Modellphasen Handlungsstrategien für den Arbeitsalltag vorgestellt und auf den Lehrerberuf bezogen. Zielsetzung des Buches ist es, zum einen kurz und übersichtlich ein Grundverständnis des Selbstregulationsansatzes zu vermitteln und zum anderen mittels vieler Übungen, Tipps und Strategien die konkrete Umsetzung des Selbst- und Stressmanagements im eigenen Arbeitsalltag anzuregen.*
* Einzelne Übungen und Inhalte zum Thema Selbst- und Stressmanagement beruhen auf einem Trainingskonzept zum Umgang mit Stress, das von Michaela Schmidt und Meike Landmann (2007) entwickelt und durchgeführt wurde.
Berufliche Belastungen im Lehrerberuf
Herr Mayer ist gerade von der Schule nach Hause gekommen. Er freut sich auf etwas Ruhe und darauf, sich ein paar Minuten schweigend in den Garten setzen zu können. Heute fühlt er sich sehr gestresst - vor allem, weil ihm ein Elterngespräch noch im Magen liegt. Es ist nicht so gelaufen, wie er es sich vorgestellt hat. Im Grunde war mit den Eltern einfach nicht zu reden. Oder ist er das Gespräch vielleicht ganz falsch angegangen? Er hat jetzt noch ein paar Stunden, bevor er zum Elternabend wieder an die Schule muss. Diesen Zeitraum möchte er nutzen, um die letzten Klassenarbeiten zu korrigieren, die er morgen eigentlich zurückgeben will. Außerdem muss er sich noch auf kommende Woche vorbereiten. Mit einem Blick auf den Stapel Klausuren und auf die Uhr kommt er zu dem Schluss, die Unterrichtsvorbereitung doch wohl eher aufs Wochenende zu verschieben. Bei dem Gedanken an die anstehende Arbeit geht er dann doch nicht in den Garten, sondern gleich an seinen Schreibtisch. Als er seine Tasche vor seinem Schreibtisch abstellt, fällt sein Blick auf einen Brief vom Finanzamt. Ihm fällt siedend heiß die anstehende Steuererklärung ein. Auch das noch! Dafür wollte er ja noch Unterlagen kopieren. Als er am Schreibtisch sitzt, klingelt das Telefon. Er lässt den Anrufbeantworter anspringen. Da er jedoch kein abgetrenntes Arbeitszimmer hat und der Anrufbeantworter so eingestellt ist, dass man die Ansage mithört, kann er verfolgen, wer angerufen hat. Es ist der Hausmeister der Jugendherberge, der wegen der bevorstehenden Klassenfahrt anruft. Mist, da hätte er besser ans Telefon gehen sollen. Am besten, er ruft gleich zurück. So etwas ist ja immer recht wichtig. Nachdem er das Telefonat beendet hat, geht er in die Küche und holt sich erst mal etwas zu trinken. Dort spricht ihn seine Tochter an, die eine Frage zu ihren Hausaufgaben hat. Er vertröstet sie mit schlechtem Gewissen auf heute Abend. Als er wieder an seinem Schreibtisch sitzt, fällt ihm ein, dass seine Notizen für dieKorrektur der Klausur noch im Wohnzimmer liegen. Dort hat er gestern Abend nach dem Abendessen gearbeitet.
Dieses Fallbeispiel von Herrn Mayer ist natürlich rein fiktiv. Aber vielleicht ist es Ihnen an der einen oder anderen Stelle bekannt vorgekommen. Es zeichnen sich darin typische Situationen des Alltags von Lehrkräften ab wie beispielsweise die Aufteilung des Arbeitsalltags in einen Bereich an der Schule und zu Hause, die damit verbundenen unterschiedlichen Arbeitsorte, Zeitverlust durch mehrmalige Anreise an die Schule, Zeit- und Termindruck und fließende Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben. Eine wichtige Fähigkeit, um den Anforderungen des Lehrerberufs gerecht zu werden, ist sicherlich die Kompetenz vorhandene Zeit effektiv planen und sich selbst gut organisieren zu können. Dies wird im Lehrerberuf deshalb besonders wichtig, weil unmittelbar auch immer das Privatleben betroffen ist. Untersuchungen zeigen, dass Eigeninitiative und die zielgerichtete Steuerung des eigenen Verhaltens Schlüsselqualifikationen sind, die nachweislich zur Arbeits- und Lebenszufriedenheit, zur beruflichen Zielklärung, zum Berufserfolg, zur beruflichen Selbstverwirklichung und generell zur Bewältigung einer sich kontinuierlich verändernden Umwelt beitragen. Der Schulung und dem Erwerb von entsprechenden Fähigkeiten kommt somit ein hoher Stellenwert zu, auch im Hinblick auf die Bewältigung der besonderen An- und Herausforderungen des Lehrerberufs.
Nach Kretschmann fühlen sich 33% der Lehrerinnen und Lehrer stark bis sehr stark gestresst und nur ca. 20% erreichen die Regelaltersgrenze von 65 Jahren. Andere Studien kommen zu noch drastischeren Ergebnissen. Diese hohe Quote von über 80% an Frühpensionierungen wegen Berufsunfähigkeit und vorgezogenem Ruhestand kann als Indikator für das Ausmaß des Belastungserlebens im Lehrerberuf verstanden werden. Äußere Gegebenheiten, die als belastend empfunden werden, sind beispielsweise physische Anforderungen wie Lärm- und Sprechbelastung, vergleichsweise geringe Freiheitsgrade in Bezug auf berufliche Ziele und die eigene Berufslaufbahn, fehlende soziale Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen sowie Schulleitung mit der Folge des »Einzelkämpfertums«, die Konfrontation mit einem schlechten Berufsimage des Lehrerberufes in der Geseilschaft und die Anpassung an derzeitige massive Reformprozesse und den damit einhergehenden »Optimierungsdruck« im Bildungswesen.
Weiterhin müssen Lehrkräfte in ihrem Beruf in der Regel vielfältigen Ansprüchen von unterschiedlichsten Seiten – von den Schülerinnen und Schülern, den Eltern, dem Kollegium und der Schulleitung – gerecht werden. Entsprechende Gespräche oder auch der Umgang mit schwierigen Schülerinnen und Schülern können ebenfalls als Belastung empfunden werden. Die tatsächlich erlebte Beanspruchung durch diese äußeren Gegebenheiten hängt natürlich von vielen weiteren Faktoren ab wie beispielsweise den vor Ort bestehenden Bedingungen, der Schulform, der sozialen Unterstützung, der Anzahl und der Art außerschulischer Aktivitäten, den eigenen Leistungsansprüchen oder auch den individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten der jeweiligen Person.
Ein weiteres Charakteristikum des Lehrerberufes ist die Aufteilung in zwei unterschiedliche Arbeitsbereiche: Schule und Heimarbeitsplatz. Das Arbeitsumfeld in der Schule zeichnet sich durch vorgegebene Strukturen und einen festen Zeitrahmen aus. Das Arbeiten zu Hause erfordert hingegen eine massive, eigenständige Strukturierung und gute Organisation des Arbeitsumfeldes. Wenn dies misslingt, kann es in der Folge zu einer unguten Vermischung zwischen Heimarbeitsplatz und Privatleben kommen, was wiederum zu einem erhöhten Belastungserleben führt.
In Bezug auf die oben beschriebenen Belastungsfaktoren im Berufsbild von Lehrerinnen und Lehrern stellt die Fähigkeit des Selbstmanagements, des Umgangs mit Belastungssituationen und der zielgerichteten Steuerung des eigenen Verhaltens eine wichtige Bewältigungsressource dar. Deshalb werden im Folgenden wesentliche Grundlagen dieser Fähigkeit trainiert. Weiterhin wird auf förderliche Strategien und Übungen eingegangen, die hilfreich sind, um das eigenen Selbstmanagement zu verbessern und Belastungserleben bzw. Stressempfinden zu reduzieren.
Um einen möglichst hohen, persönlichen Nutzen aus diesem Buch zu ziehen, ist es hilfreich, wenn Sie vorher Ihre ganz persönliche Fragestellung zu diesen Themen definieren. Beispielsweise könnte eine Fragestellung lauten: »Ich möchte mein Selbstmanagement verbessern und hierzu einige ganz konkrete, leicht umsetzbare Arbeitstechniken kennenlernen.« oder »Ich möchte herausfinden, wie ich trotz meiner beruflichen Belastungen zwischendurch entspannen und auftanken kann.« Wenn Sie vor der Lektüre dieses Buches wissen, was genau Sie kennenlernen oder optimieren möchten, können Sie die enthaltenen Informationen und Übungen ganz gezielt für Ihr persönliches Anliegen nutzen.
1. Ihre persönliche Fragestellung an dieses Buch
Bitte nehmen Sie sich einige Minuten Zeit und formulieren Sie Ihre persönliche Fragestellung.
Meine persönliche Fragestellung lautet:
Theoretische Grundlagen: Der Selbstregulationsansatz
Grundlage für die zielgerichtete Steuerung des eigenen Verhaltens ist die Theorie der Selbstregulation. Diese geht über den Begriff »Selbstmanagement« hinaus, der häufig als eine lose Sammlung von Selbstorganisations- oder Zeitmanagementstrategien verstanden wird. Selbstregulation umfasst nicht nur Techniken zur besseren Zeiteinteilung oder Selbstorganisation, sondern strukturiert diese mit dem Zweck der Regulation von Gedanken, Gefühlen und Verhalten in Bezug auf die Erreichung persönlicher Ziele. Wichtig sind hierbei vor allem die Planung und die fortwährende Anpassung eingesetzter Techniken anhand von Feedbackprozessen über mehrere Handlungsschritte hinweg. Das heißt, es wird überprüft, ob die ausgewählten Strategien auch tatsächlich zum gewünschten Ergebnis geführt haben oder ob vielleicht besser andere Techniken eingesetzt werden sollten. Zur Erläuterung dieses selbstregulierten, zielgerichteten Handelns eignet sich das Modell von Schmitz. In seiner ursprünglichen Form dient es zur Konzeption von Trainings zum selbstregulierten Lernen, die mit großem Erfolg gemeinsam mit Schülern, Eltern und Lehrern durchgeführt werden (eine praxisnahe Übersicht über verschiedenen Trainingsprogramme zur Förderung von Selbstregulation geben Landmann/Schmitz 2007). In Bezug auf selbstreguliertes Handeln und im Kontext zielgerichteten Selbstmanagements kann das ursprüngliche Modell modifiziert werden. Entsprechend angepasst ist es in Abbildung 1 dargestellt.
Nach diesem Modell wird eine Handlung in drei Phasen unterteilt:
– die präaktionale Phase vor dem Handeln,
– die aktionale Phase während des Handelns und
– die postaktionale Phase nach dem Handeln.
Abbildung 1: Komponenten des Selbstmanagements nach dem Selbstregulationsansatz
Vor dem Handeln (die präaktionale Phase)
In der präaktionalen Phase, also der Phase vor dem Handeln, geht es um das Setzen von Zielen und das Planen von Handlungen. Es hat sich gezeigt, dass gut definierte Ziele und eine detaillierte Handlungsplanung massiv zu einem erfolgreichen Handlungsergebnis beitragen. Wesentliche Rahmenparameter, die auf die Zielsetzung und die Handlungsplanung Einfluss nehmen, sind die aktuelle Situation (also die momentanen Gegebenheiten wie Arbeitsbelastung, zur Verfügung stehende Zeit etc.), die zu bewältigende Arbeitsaufgabe (also die Aufgabenstellung), die Bedürfnisse und die Motive der handelnden Person (also die Dinge, die der Person selbst wichtig sind und die die Person zum Handeln motivieren/antreiben) sowie das Ausmaß der internen und externen Ressourcen (also z. B. Qualifikationen, Kompetenzen, Vorwissen, Kontakte, Netzwerke). Hieraus wiederum resultieren die aktuell vorhandene Motivation zur Aufgabenbewältigung, die momentane Befindlichkeit (bei schwierigen Aufgaben z. B. Angst oder Unlust, bei herausfordernden und interessanten Aufgaben z.B. Hoffnung auf Erfolg, (Vor-)Freude oder Neugier) und das Ausmaß der Selbstwirksamkeit in Bezug auf die Aufgabenbewältigung (d.h. die subjektive Einschätzung, ob man die bevorstehende Aufgaben und Situationen bewältigen kann). Die Selbstwirksamkeit ist eine ganz wesentliche Voraussetzung erfolgreichen Handelns. So führt eine hohe Selbstwirksamkeit dazu, dass man zuversichtlicher an eine Aufgabe herangeht, sich höhere Ziele setzt und infolgedessen mehr Anstrengung investiert und mehr Ausdauer zeigt. In Abhängigkeit von den eben beschriebenen Modellkomponenten der ersten Phase werden schließlich Ziele gesetzt und wird deren Umsetzung geplant (siehe hierzu auch das Kapitel Selbstregulation und Selbstmanagement im Beruf).
Während des Handelns (die aktionale Phase)
In der aktionalen Phase wird gehandelt. Es werden also die Handlungsstrategien, die in der ersten Phase geplant wurden (z.B. Techniken zur Selbstorganisation), umgesetzt und es wird eine bestimmte (Arbeits-)Leistung erbracht. Für das Gelingen ist natürlich relevant, welche Handlungsstrategien eingesetzt werden (z.B. Prioritäten setzen, Grenzen setzen) und ob sich diese für die gegebene Situation als funktional erweisen. Weiterhin sind aber auch metakognitive Strategien wie Überwachung, Planung und Regulation des eigenen Handelns für einen erfolgreichen Handlungsabschluss wichtig. Um eine Aufgabe auch gegen Widerstände und (innere oder äußere) Ablenkungen durchzuhalten, benötigt man volitionale Strategien (Willensstrategien). Diese unterstützen den Handelnden bei der Sache zu bleiben und durchzuhalten. Ebenso nimmt das Ressourcenmanagement, also die Bereitstellung der internen (z. B. Kompetenzen, Konzentration, Aufmerksamkeit) und externen (z. B. Gestaltung der Arbeitsumgebung, Zusammenarbeit mit Kollegen, Organisation von Arbeitsmaterialien) Ressourcen, Einfluss auf das Arbeitsergebnis. Da die Überwachung des eigenen Handelns für die Regulation des eigenen Vorgehens und für die Zielerreichung besonders wichtig ist, wird die so genannte Selbstbeobachtung in dem Modell explizit aufgeführt. Die Wichtigkeit der Selbstbeobachtung spiegelt sich in Untersuchungen wider, die zeigen, dass allein die kontinuierliche Beobachtung des eigenen Verhaltens zu einer Verhaltensänderung in die gewünschte Richtung führt. Im Kontext von Lernverhalten bei Schülern und beruflicher Zielerreichung bei Berufstätigen werden deshalb Selbstbeobachtungstagebücher mit großen Erfolgen eingesetzt.
Nach dem Handeln (die postaktionale Phase)
