Es ist Zeit, im Licht zu sein - Roberta Theiler - E-Book

Es ist Zeit, im Licht zu sein E-Book

Roberta Theiler

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Beschreibung

Die Autorin erzählt, wie sie die Welt schon früh anders wahrnahm als andere Menschen. Dinge und Wesenheiten sah und fühlte, die nicht zur physischen Welt gehörten. Dies versetzte sie anfänglich in Angst, bis sie erkannte, dass sie die Gaben des Hellsehens, Hellhörens und Hellfühlens hatte. Mit einfühlsamen Worten erzählt sie aus ihrem Leben und ihren Erlebnissen; so zum Beispiel über ihre tiefen Einsichten durch die Reinkarnationstherapie oder wie sie Menschen und Tiere in der Phase des Übergangs in die geistige Welt begleitete. In ihrer offenen Art nimmt sie den Leser mit auf ihre Reise heilender Erfahrungen und hilft ihm dabei, auch sein inneres Licht zu finden und zu leben. "In der Tiefe unseres Herzens tragen wir alle den Wunsch, unser inneres Licht wieder zu spüren und zu leben."

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 208

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Inhaltsverzeichnis

Impressum 3

Widmung 4

Prolog 5

Meine Entscheidung 7

Meine ersten Jahre auf Erden 9

Zwischenwelten 13

Das leise Erwachen von der Dunkelheit ins Licht 18

Weckruf 23

Wie ich über das Leben denke 35

Meine Erfahrungen mit Rückführungen 42

Der Nebel verdeckt das strahlende Licht 50

Das Gesetz von Ursache und Wirkung 52

Das Gesetz der Resonanz 52

Das Leben, Spiegel meiner Seelenenergie 54

Das Spiel des Lebens und deine Spiegelbilder 58

Das Leben, ja das ganze Universum meint es gut mit dir 65

Lass los und werde frei 70

Höre auf deine Intuition 71

Gedanken und Gefühle 79

Gedanken machen Gefühle und beeinflussen deine Gesundheit 84

Deine Gedanken bilden deine Wirklichkeit 89

Tauche in die wahre Liebe ein 94

Liebe ist überall 97

Verwandle Angst in Liebe 101

Verzeihung und Lösungsarbeit 105

Aus Dankbarkeit wird Frieden 108

Erfahrungen mit Sterbenden, die mich mit Dankbarkeit erfüllten 110

Meine tierischen Begleiter 115

Hände weg von Drogen - Glücklich machen sie dich bestimmt nicht 121

Dein Körper, Tempel deiner Seele 127

Atme 135

Bleib in Bewegung 138

Lächle 142

Schlussgedanken 145

Literaturhinweise 147

Dank 148

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie­.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fern­sehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und ­auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

© 2022 novum publishing

ISBN Printausgabe: 978-3-99131-538-4

ISBN e-book: 978-3-99131-539-1

Lektorat: Leon Haußmann

Umschlagfoto: Roberta Theiler

Umschlaggestaltung: Livia Neuenschwander

Layout & Satz: novum publishing gmbh

www.novumverlag.com

Widmung

In Liebe für meine Kinder Céline und Maic

sowie für all die Menschen,

die die Dunkelheit hinter sich lassen möchten

und bereit sind, sich aufzumachen auf den Weg

zum inneren Licht.

Prolog

Rund um mich herum erhellen die schnell aufeinander folgenden Blitze die Nacht. Die Angst in unserem Zugabteil ist förmlich mit Händen zu greifen. Alle beten im Flüsterton, mit ängstlichem Blick nach draußen.

Und schon wieder erhellt ein gewaltiger Blitz die dunkle Nacht, gefolgt von grollendem Donner. Die Nacht hat kaum Macht über die Dunkelheit. Ein Blitz folgt dem anderen und macht die Nacht zum Tag. Der Zug rattert unbeirrt auf den Geleisen in Richtung Schweiz.

Die Angst der Mitreisenden hat die Wirkung auf mich nicht verfehlt, und so sitze auch ich, zusammen mit meiner Mutter, ängstlich in meinem Zugabteil und beobachte das Geschehen. Doch was dann geschieht, verändert mein Leben!

Plötzlich sehe ich ein Licht. Dieses Licht kommt nicht von außen, nein es kommt von innen. Es strahlt aus meiner Mitte, ein wunderschönes, beruhigendes Licht. Ich bin wie gebannt, fühle und sehe nur noch dieses strahlende Licht. Alles in mir wird ruhig und ich fühle, wie mich tiefe Liebe erfüllt.

Dieses Licht dehnt sich immer weiter aus. Nach und nach löse ich mich förmlich in meinem Menschsein auf. Ich löse mich vollkommen auf und werde zu reiner schwingender Energie. Diese Energie dehnt sich auf das ganze Zugabteil aus, durchdringt alle Menschen, dehnt sich immer weiter aus, bis zu den Hügeln, die man im Blitzgewitter sehen kann, bis über die Erde hinaus ins Universum.

In diesem Zustand fühle ich absoluten Frieden und Einssein mit allem Sein. Ein unbeschreibliches Gefühl tiefer Ruhe und bedingungsloser Liebe durchströmt mich. In diesem Moment, in der mich die Lichtenergie vollständig durchflutet und sich ins Unendliche ausdehnt, wird mir bewusst, wer ich in Wahrheit bin, wie ich gemeint bin und welche wunderschöne, großartige Kraft in mir ist. Mir wird bewusst, dass – wir alle Eins sind –, alles eine einzige Energie ist –, alles miteinander verbunden ist –, nie Trennung existierte –, alles ineinander fließt –, alles in absoluter Liebe geschieht –, alles gut ist, so wie es ist.

Wir haben die Fähigkeit, ja auch stets die Möglichkeit, im Frieden, Glück, Liebe und Einssein hier auf Erden im Mensch-Sein zu leben, wenn wir nur verstehen würden, wer wir in Wahrheit sind.

Ich weiß nicht, wie lange ich im Zustand dieser Wahrnehmung war, aber ich wusste bereits zu diesem Zeitpunkt, dass es mein Leben bis in die Tiefen meines Seins verändern wird. Es war ein überwältigendes und unbeschreibliches Erlebnis und ich trug die Erinnerung daran viele Jahre still in mir, ohne mit jemandem darüber zu sprechen.

Es durchflutete mich ein so unglaublich starkes Gefühl des Glücks, des Friedens und der Liebe, wie ich es noch nie erlebt hatte. Ich wusste nun mit absoluter Sicherheit, dass wir hier auf Erden den Himmel leben können, da er nirgends anders zu finden ist als in uns selbst.

So begann meine Reise zu diesem gelebten Glück, zu diesem Frieden und dem Gefühl der inneren Freiheit, in diesem Zug von Italien in die Schweiz.

Bei diesem alles verändernden Erlebnis war ich gerade mal 13 Jahre alt und es würde noch Jahre, nein Jahrzehnte dauern, bis ich meinen Weg aus der inneren Dunkelheit ins Licht fand.

Lass mich dir von dieser Reise erzählen …

Meine Entscheidung

Meine Entscheidung ist gefallen. Ich gehe zurück zur Erde, in die physische Welt. Es quält mich die Frage, ob es die richtige Entscheidung ist?

Ich fühle Angst in mir, doch ich weiß, dass die Zeit gekommen ist, meine Aufgabe, meine Bestimmung zu vollenden. Der Augenblick, wieder als Mensch geboren zu werden, steht kurz bevor.

(An meine Geburt und an die Zeit danach konnte ich mich Jahrzehnte später bei Rückführungen wieder erinnern)

Der Moment naht. Noch fühle ich mich geborgen und beschützt, es ist warm und sicher.

Plötzlich stößt es mich in eine Richtung, mein kleiner Körper bewegt sich, wird bewegt. Große Angst erfüllt mich. Was passiert mit mir?

Egal wie groß die Angst zu sein scheint, ich habe keine andere Möglichkeit, als es einfach zuzulassen.

Es wird plötzlich hell, viel zu hell und laut. Panik! Schaffe ich es, Mensch zu sein? Habe ich von neuem die Kraft, im menschlichen Dasein meinen Weg zu gehen? Die Angst wird stärker und ich spüre, wie sich ein Teil meiner Seelenenergie zurückzieht, sich von mir trennt. Für diesen hoch schwingenden Seelenteil ist die Zeit noch nicht da, um im Menschsein zu inkarnieren. Er wird erst viel später (durch eine schamanische Arbeit der Seelenrückholung) zurückkommen und den Weg durchs Menschsein gehen. Erst viele Jahrzehnte später, wenn ich Vieles, das mich belastet, transformiert habe.

Ich fühle mich durch den Geburtsvorgang, und durch das Zurückziehen eines Seelenteils wie gelähmt. Was um mich herum geschieht, nehme ich nicht wirklich wahr. Ein Gefühl des Verlassenseins und der Leere, dehnen sich in mir aus. Es entsteht eine große Sehnsucht nach Frieden, Einheit und Sicherheit.

Ich fühle mich schwach und möchte wieder zurück ins Licht. Doch das geht nicht, denn ich habe mich auf einer höheren Ebene entschieden, hier auf Erden zu sein, und in Liebe meiner Bestimmung gerecht zu werden. Schon einmal, ein paar Jahre zuvor, hatte ich nicht den Mut, in dieselbe Familie hinein geboren zu werden und verließ den Körper vor der Geburt. (Die Tatsache, dass ich diejenige totgeborene Tochter war, erkannte ich erst Jahrzehnte später, völlig überraschend, bei einer kinesiologischen Sitzung.)

Diesmal bleibe ich hier. Auch wenn mir bewusst ist, dass ich schon oft hier auf Erden war, fällt es mir nicht leicht, hier zu sein und mich in dieser Energie zurechtzufinden. Werde ich es schaffen? Habe ich die Kraft, meinen Weg durchs Leben zu gehen?

Viele Jahre werden vergehen, bis ich mich im Menschsein glücklich und geborgen fühle.

Meine ersten Jahre auf Erden

Viele fremde Gesichter einer Großfamilie bestaunen mich. Ich bin die Jüngste von acht Kindern und habe drei Brüder und vier Schwestern. Ob sie mir vertraut sind, weiß ich nicht.

Ich erhalte Fürsorge, und doch fühle ich mich allein und verlassen.

Für meine Mutter ist es sicher nicht einfach, die ganze Kinderschar großzuziehen. Viel Zeit für jedes einzelne hat sie nicht, zudem ist das Geld immer knapp und belastet die große Familie.

Etwas in mir erinnerte sich an die Zeit in der geistigen Welt und die Sehnsucht, dorthin zurückzukehren, ist groß. Und diese Sehnsucht ist viele Jahre sehr präsent. Dadurch fühlte ich mich hier auf Erden lange Zeit nicht wirklich zu Hause. Es fiel mir schwer, mich in meinem kleinen Körper zurecht zu finden. Das Leben als Kind forderte viel Kraft von mir.

Bereits während der ersten Jahre meiner Kindheit hatte ich einige Erlebnisse, die mein späteres Leben prägten. Es ist erstaunlich, wie uns gewisse Erlebnisse tief verletzen, und wie viel Zeit wir danach brauchen, um die dadurch entstandenen Blockaden wieder zu transformieren. Aus meiner heutigen Sicht sind diese Erlebnisse in der Tat nur deshalb zustande gekommen, weil wir bereits eine bestimmte Überzeugung in dieses Leben mitgenommen haben. Wir haben es in den „Rucksack“ der Sachen, die wir aufarbeiten wollen, gelegt und mitgenommen.

Dazu ein Gedicht von Hermann Hesse.

Das Leben, das ich selbst gewählt

Eh’ ich in dieses Erdenleben kam,

ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.

Da war die Kümmernis, da war der Gram,

da war das Elend und die Leidensbürde.

Da war das Laster, das mich packen sollte,

da war der Irrtum, der gefangen nahm.

Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,

da waren Hass und Hochmut, Stolz und Scham.

Doch war da auch die Freude jener Tage,

die voller Licht und schöner Träume sind,

wo klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage,

und überall der Quell der Gaben rinnt;

wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,

die Seligkeit des Losgelösten schenkt,

wo sich der Mensch, der Menschenpein entwunden,

als Auserwählter hoher Geister denkt.

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,

mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel,

mir ward gezeigt die Wunde, draus ich blute,

mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.

Und als ob ich so mein künftig’ Leben schaute,

da hört’ ein Wesen ich die Frage tun:

Ob dies zu leben ich mich traute,

denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme –

Dies ist das Leben, das ich leben will!

gab ich zur Antwort mit entschloss’ner Stimme

und nahm auf mich mein neues Schicksal still.

So ward geboren ich in dieser Welt,

so war’s, als ich ins neue Leben trat.

Ich klage nicht, wenn’s oft mir nicht gefällt,

denn ungeboren hab ich es bejaht.

Nach der Geburt entsteht eine Art Nebelschleier und wir vergessen, wie das Leben wirklich gemeint ist und weshalb wir hier sind. Sonst würde das „Spiel des Lebens“ nicht spannend sein. Denn es ist in der Tat ein Spiel, unser Leben, und zwar unser eigenes Spiel, das ganz nach unseren eigenen Wünschen gespielt wird.

Kinder haben oft noch eine Ahnung, woher sie kommen, aber mit der Zeit vergessen es die meisten.

In Wahrheit sind wir eine wunderschöne Seelenenergie, die eigentlich wüsste, warum alles so geschieht, wie es geschieht. Doch wir müssen in die Vergessenheit gehen, damit wir unsere Erfahrungen im Menschsein machen können. Wüssten wir die ganze Zeit, wer wir sind, könnten wir die Gefühle des Menschseins nicht auf dieselbe Weise erleben und leben. Wir würden die Möglichkeit verlieren, all unsere noch unaufgearbeiteten Verletzungen und Blockierungen, auch Schattenseiten genannt, die wir aus anderen Inkarnationen mitnehmen, transformieren zu können. Aber wir kommen mit dem Wunsch hierher, um genau dies zu tun, damit wir wieder frei sind von seelischem Schmerz und unsere wahre, lichtvolle Energie leben können.

So kann es sein, dass wir im Leben mit vielen verschiedenen, leider oft auch sehr schmerzvollen Themen in Berührung kommen, die sehr traumatisch sein können. Doch auch diese sind nur dazu da, dass wir sie bei Gelegenheit heilen und transformieren, was zugegeben oft unendlich viel Mut und Kraft erfordert. Es braucht auch Mut, anzuerkennen, dass du selbst der Drehbuchautor bist, der die wichtigsten Eckpfeiler für dein Lebensspiel oder dein Lebenstheater geschrieben hat. Denn je nachdem, was in deinem Leben geschieht, möchtest du die Tatsache, dass es selbst gewählt sein soll, lieber von dir weisen.

Auch ich hatte Erlebnisse in meinem Leben, die ich als Erwachsener nicht so einfach als selbst gewählt akzeptieren konnte.

Ich kann mich zum Beispiel daran erinnern, dass ich als Dreijährige ein Erlebnis hatte, das mich viele Jahre emotional beschäftigte.

Mein gleichaltriger Nachbarsjunge und ich fanden heraus, welchen anatomischen Unterschied es bei Mädchen und Jungs gibt. Wir hatten wohl bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Gelegenheit, das andere Geschlecht zu sehen. Wir spielten miteinander und nach einiger Zeit musste er dringend pinkeln. Ich war erstaunt, dass er nicht auf die Toilette sitzen musste, sondern dies stehend erledigen konnte. So haben wir, ganz unschuldig wie wir waren, entdeckt, dass wir offenbar nicht ganz gleich gemacht sind. Was für eine Entdeckung! Wir waren uns auch keines unrechten Verhaltens bewusst, als wir uns mit großem Staunen betrachteten. Dies änderte sich, als seine Mutter den Raum betrat. Sie schrie mich an, was für ein durchtriebenes, schlechtes Mädchen ich doch sei. Ich konnte nicht verstehen, wovon sie sprach, aber ihre Energie, die sie mir entgegenschleuderte, spürte ich in allen Zellen meines Seins. Ich war zutiefst erschrocken und erschüttert. Die Überzeugung, dass ich etwas richtig Schlimmes getan habe und deshalb schlecht war, begleitete mich auf meinem weiteren Weg durchs Leben.

Dieses Erlebnis bestätigte in mir das Gefühl, das ich schon eine Weile hatte, nicht liebenswert, nicht gut genug und nicht wichtig zu sein. Es fühlte sich in mir dunkel und schwer an. Der Schock saß so tief, dass ich mit niemandem über dieses Geschehen sprechen konnte. Eine Leere breitete sich in mir aus und auch das Gefühl, hier auf der Erde am falschen Ort zu sein. Vielleicht kennst du das auch?

Wenige Jahre später, als ich zirka sechs Jahre alt war, erlebte ich mehrfach sexuelle Übergriffe eines Bekannten. Auch hier erzählte ich es keiner Menschenseele. Ich wusste als kleines Mädchen gar nicht, wie ich damit umzugehen hatte. War nicht ich die Schuldige? Haben Erwachsene nicht immer recht?

Leere und tiefe Dunkelheit erfüllten mich immer mehr und mehr. Ich hatte das Gefühl, dass es nirgends ein Fünkchen Licht gab. Alles fühlte sich schwer und belastend an. Die Sehnsucht, zurückzugehen, woher ich kam, wuchs. Zurückzukehren in die Harmonie, in die unendliche Liebe, an die ich mich immer noch ein wenig erinnern konnte, wurde zu einen großen Wunsch. Man nennt dies auch Todessehnsucht.

Zwischenwelten

Ich weiß, dass es einige Menschen gibt, die das Gefühl haben, nicht die nötige Kraft für die Wirren und Schicksale des Lebens zu haben. Wenn dann die Überforderung zu groß ist, möchten sie das Leben beenden. Doch ob der Schmerz dann tatsächlich beendet ist?

Ich habe da andere Erfahrungen gemacht. Durch meine Hellsichtigkeit habe ich schon Seelen gesehen, die in einer Art Zwischenwelt „stecken“ geblieben sind. Es sind oft Seelen, die freiwillig aus dem Leben geschieden sind. Aber es kann auch sein, dass Gewalt eine Rolle gespielt hat oder dass jemand sich aus Liebe und dem Bedürfnis, für den anderen da zu sein, entschieden hat, in der Nähe zu bleiben. Mit Sicherheit gibt es noch viele andere Gründe, die dazu führen können, dass eine Seele noch in einer Zwischenwelt verharrt. Das heißt jetzt natürlich nicht, dass jeder, der freiwillig sein Leben beendet, in der Zwischenwelt bleibt. Ich kann da nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten.

Einmal wurde ich in eine Kita gerufen. Dort geschahen wohl eigenartige Sachen, die sich die Leiter nicht erklären konnten und die ihnen auch ein wenig Angst machten. Es gab dort viele schön eingerichtete Zimmer und ich freute mich, mit wieviel Liebe alles gestaltet war. Nun gab es im oberen Stock ein Zimmer, in dem sich einige Kinder fürchteten. Es gab solche, die dort keinen Mittagsschlaf machen wollten, weil sie Angst vor dem „Mann“ hatten. Verschiedene Kinder, aus verschiedenen Gruppen, die sich untereinander nicht kannten, äußerten dieselben Ängste. Sie waren nicht davon abzubringen, dass dort ein Mann im Zimmer war, der ihnen Angst machte. Interessant dabei war, dass ihn nicht alle Kinder sahen. Es sind immer nur einige Kinder, die noch die Sicht in die geistige Welt haben, bei den anderen wurde der Schleier bereits vor das Bewusstsein gezogen.

Als ich in diese schöne Kita kam, bemerkte ich auf der energetischen Ebene bald, dass da jemand sein musste, der nicht mehr in dieses alte Bauernhaus gehörte. Als ich in einem wundervollen, großen Spielzimmer vorbeikam, spürte ich eine Kälte in mir. Auf der Gefühlsebene nahm ich wahr, dass sich hier vor langer Zeit jemand erhängt hatte. Wie ich im Gespräch mit der Kitaleiterin erfuhr, gehörte dieser Bereich früher zur Scheune. Im obersten Stock, in einem kleinen Zimmer mit sechs hübschen Bettchen, erkannte ich eine männliche Seele.

Er war überrascht, dass ich ihn sehen konnte. Ich stellte mich vor und begann ein Gespräch mit ihm zu führen und wollte wissen, warum er noch da war, wenn er doch seinen Körper schon vor langer Zeit verlassen hatte. Er teilte mir mit, dass er vor langer Zeit Knecht auf diesem Bauernhof war und sich sehr verliebt hatte. Diese Liebe wurde jedoch nicht erwidert. Das brach ihm sein Herz. Er konnte diesen furchtbaren Schmerz nicht mehr ertragen und erhängte sich in der Scheune.

„Und nun, plötzlich, sind da so viele Kinder, die alles durcheinanderbringen und einen Heidenlärm machen“, meinte er. Das störe ihn sehr. Schließlich sei das sein Kämmerlein. Ich erklärte ihm, dass er nicht mehr hier hingehöre und es für ihn Zeit ist, ins Licht zu gehen. So dass seine Seele den Weg weiter gehen könne. Er glaubte mir erst, als ich eine Art „Portal“ öffnete.

Die geistige Welt zeigte mir, wie ich es öffnen kann und wie ich den Seelen aus der Zwischenwelt beim Übergang helfen konnte. Als er mir nicht traute, wurde ich angewiesen, dieses Portal zu öffnen. Durch dieses sehr geschützte Portal ist es offenbar vorangegangenen Seelen möglich, sich zu zeigen und jemanden „abzuholen“. Kurz nachdem ich es also geöffnet hatte, kam eine wunderschöne, lichtvolle Seele, die ich als eine Frau wahrgenommen habe. Der Knecht erkannte sie sofort, denn es war seine große Liebe, die ihm beim Übergang helfen durfte. Als ich ihn dann noch einmal fragte, ob er nun bereit ist, zu gehen, antwortete er freudig mit ja. So trat er ins Portal ein und die beiden verschwanden im Licht.

Eine solche Arbeit ist immer von unbeschreiblicher bedingungsloser Liebe und Schönheit durchdrungen und erfüllt, für das es nicht wirklich Worte gibt.

Eine andere Geschichte handelt an einem anderen Ort, an den ich gerufen wurde. Meine Tochter arbeitete dort und sie berichtete mir, dass ihr immer jemand aus einer anderen Seinsebene bei der Arbeit über die Schulter schaue und sie das so gar nicht mochte. Sie bat mich, an ihrer Arbeitsstelle vorbeizukommen. Tatsächlich war dort eine männliche Seele. Als ich mich ihm vorstellte, traute er mir keineswegs. Auch er war erstaunt, dass ich ihn sehen konnte. Die Kommunikation mit ihm ergab, dass er vor einigen Jahren, als das Gebäude noch anders genutzt wurde, in eine Schießerei verwickelt war und erschossen wurde. Nachforschungen haben ergeben, dass sich diese Geschichte wohl so zugetragen hatte. Warum er nicht ins Licht gehen konnte, habe ich nicht erfahren. Ich sagte auch ihm, dass ich ihn ins Licht bringen könne, wenn er das möchte. Er war sehr misstrauisch und äußerte die Angst, dass ich ihn sicher in die Hölle schicken würde. Ich sagte ihm, dass es so etwas wie die Hölle nicht wirklich gibt. Ich bat die geistige Welt um Hilfe. Sie sagten mir, dass es Zeit ist, das Portal zu öffnen, gesagt, getan …und schon kamen mehrere Lichtwesen, um ihn willkommen zu heißen. Auch hier war die Liebe, die von diesen Seelen ausgesandt wurde, einfach unbeschreiblich. Mir kommen immer die Tränen, weil es so schön ist und in mir die Sehnsucht nach dieser unbeschreiblichen Liebe wieder aufflammt. Als er dann die Lichtwesen sah, die kamen, um ihn zu begleiten, erhellte sich sein Gesicht und er fing an zu strahlen. Eine von ihnen war wohl seine Großmutter gewesen. Nun war auch er mehr als damit einverstanden, den Weg durch das Portal ins Licht zu gehen. Und ich war dankbar, dass ich ihm dabei helfen durfte.

Ein anderes Mal war es ein Mann, der viel zu früh an einer Krankheit verstorben war und einen sehr starken Wunsch in sich trug, für sein Kind und seine Frau da zu sein. Nur können Seelen aus der Zwischenwelt nicht wirklich helfen. Sie werden eher als störend wahrgenommen. So auch in diesem Fall. Nach einigen Erklärungen war er bereit, durch das Portal ins Licht zu gehen.

Als Kind und Jugendlicher wusste ich noch nichts von Zwischenwelten. Doch hatte ich immer das Gefühl, dass es nicht richtig wäre, einfach zu gehen, auch wenn während meiner Kindheit und Jugend immer wieder die Sehnsucht in mir aufstieg, zurück in die geistige Welt zu gehen.

Nein! Tief in mir wusste ich, dass dies nicht richtig wäre!

Ich habe mich entschieden, Mensch zu sein. Wie ich später erkennen durfte, aus Liebe zu den Menschen. Aber zu der Zeit meiner Kindheit und meiner Jugend und noch viele Jahre mehr fühlte sich das Leben an wie ein Kampf.

Die Jahre vergingen, und meine Todessehnsucht wurde größer. Ich hatte einfach keine Freude am Leben und konnte nichts Schönes darin entdecken und das, obwohl ich in einer wundervollen Familie aufwachsen durfte.

Mit den Jahren fiel ich immer mehr in die Vergessenheit darüber, wer ich in Wahrheit bin und konnte mich nicht mehr an mein wahres Sein erinnern. Die Dunkelheit erfüllte und umgab mich immer mehr und mehr …

… bis zu diesem Zeitpunkt, als ich mit 13 Jahren mit meiner Mutter im Zug von Italien in die Schweiz unterwegs war.

Dieses fast unbeschreibliche Erlebnis veränderte alles in mir. Als sich dieses Licht, diese gefühlte bedingungslose Liebe in mir ausdehnte, wich jede Angst, jede Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit von mir. Es war unbeschreiblich. Tiefer Frieden und Liebe erfüllten mich. In diesem Moment wusste ich, dass jeder Mensch dieses Licht in sich trägt, jeder Mensch ist dieses Licht.

Ich war unendlich dankbar und glücklich, auf dieser Welt endlich Licht und Frieden zu spüren. Wir alle sind dieses Licht, auch wenn wir es nicht mehr wahrnehmen können. Wir alle sind ein großartiges und mächtiges, spirituelles Wesen, mit einer körperlichen Erfahrungswelt. Wir tragen ein unglaublich großes Potenzial in uns. Jeder von uns!

Leider blieb bei mir vorerst diese Euphorie nicht für lange Zeit in diesem Maße bestehen. Meine Schattenseiten, die transformiert werden wollten, kamen ganz langsam wieder in mein Bewusstsein zurück und verdunkelten das Licht. Doch die Erinnerung blieb. Ich wusste in jeder Zelle meines Seins, dass wir im Stande sind, dieses Licht, diesen Frieden, die tiefe Liebe und die damit verbundene Freude hier auf Erden zu leben!

Das leise Erwachen von der Dunkelheit ins Licht

Ein paar Jahre später, machte ich mich auf die Suche danach, wie ich meine Schattenseiten heilen und transformieren konnte. Ich wusste, dass ich nur zum inneren gelebten Licht kommen werde, wenn ich durch die Dunkelheit hindurch gehe und sie transformiere.

Glücklicherweise gibt es in der heutigen Zeit unendlich viele Wege und Möglichkeiten, dies zu tun. Und es gibt mit Sicherheit für jeden das Richtige.

Die erste Wendung in meinem Leben begann, als ich mit 17 Jahren das Buch von Dr. Joseph Murphy „Die Macht des Unterbewusstseins“ las. Dieses wundervolle Buch lag bei uns im Wohnzimmer und gehörte meiner Mutter. Ich war sehr dankbar, dass es mir in die Hände fiel und verschlang gierig Seite um Seite.

Er schrieb, dass wir selber für unser Leben und unsere Sicht auf das Leben verantwortlich sind. Die Erkenntnis, dass ich selber für mein Glück verantwortlich sein soll, war mir zu diesem Zeitpunkt tatsächlich neu. Viele weisen diese Tatsache von sich. Sie machen lieber andere Menschen oder Umstände für ihr Unglücklichsein, ihren Schmerz und ihr Leben, das vielleicht nicht so optimal verläuft, verantwortlich. Ich war da bestimmt keine Ausnahme.

Nach der Erkenntnis, dass wir selber für uns und unser Glück verantwortlich sein sollen, wollte ich es genau wissen. Ich begann, Menschen zu beobachten, fragte nach ihrer Lebenseinstellung und wie sie mit ihren Problemen gelernt haben umzugehen. Denn meine Lebenseinstellung kannte ich nur zu gut. Die lautete folgendermaßen: „Das Leben ist wie eine Hühnerleiter, kurz und von oben bis unten verschissen!“ Diese Einstellung hatte ich tatsächlich. Das, obwohl ich dieses wundervolle Erlebnis mit 13 Jahren hatte. Ich wusste tief in mir, dass wir ein Lichtwesen sind, aber ich war trotzdem gleichzeitig der Meinung, dass wir dem Leben irgendwie ausgeliefert und uns die Hände gebunden sind. Dass es einfach nicht in unserer Macht liegt, etwas zu verändern. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Idee, wie ich dieses innere Licht, diesen Frieden, im Alltag leben könnte.

Heute kann ich meine damalige Einstellung kaum mehr nachvollziehen, aber zu jener Zeit empfand ich das so. Ich hatte immer das Gefühl, dass das Leben sehr anstrengend ist und von mir viel Kraft forderte. Dank dem Buch von Dr. Murphy bekam ich eine neue Sicht auf mein Dasein.