0,99 €
Niedrigster Preis in 30 Tagen: 2,99 €
Das Paradies? Nicht wirklich! Eva hat keinen Bock mehr, dass ihre katholischen Eltern in allem rumschnüffeln und ihr Leben kontrollieren. Obwohl ihr Mann, Adam, der Pfarrer des Ortes ist und sich mit Kaffee und Schnaps im Dorf einen Namen gemacht hat, fliehen die beiden aus dem beschaulichen Schönbach. Auch trotz der neuen Abwrackprämie des Gehwagenherstellers Lettwitz, eskaliert die Lage in Schönbach daraufhin und die Kirchengemeinde ruft die heilige Inquisition ins Leben, um Eva und Adam zu suchen. Als dann auch noch Atommüll ins Spiel kommt und Eva und Adam bei gesuchten Ökoterroristen Unterschlupf suchen müssen, ist der Schlamassel perfekt.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 244
Veröffentlichungsjahr: 2024
Tom Auller
Eva & Adam brechen aus
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Widmung
Prolog
Zwei
Get to know Schönbach
Hausbesuche
Schönbach again
Die Predigt
Geheimer Pakt
Intermezzo im Wald
Wer eine Sache klug führt, findet Glück (Sprüche 16,20)
The Ausriss
Die drei, nicht von der Tankstelle
Jack
Texas Hold´em
Im Fegefeuer
Inquisition
Herzdame
Prost
Baustelle
Beweisewand
Heiss. Heiss.
Was muss, das muss
Kurz zuvor
Erleuchtung
Wo zum Teufel?
Ungesalzene Chips
An alter Wirkungsstätte
Aus
Die Suppe ist gekocht
Im Fegefeuer
Eine neue Zuflucht
Bürgerwehr
Vier Freunde und kein Hund
Die erste Schicht
Klicken im Wald
Magda weint nicht mehr
Werner Überwachungsapparat 2.0
Maria und Jakob
Ein neuer Morgen
Geschäftsmänner werden aktiv
Ratlosigkeit
Schwarz
Schwarze Seele
Das Dorf ist am Limit
Brainstorming
Schönbach first
A good chess move
Grantula
Krisentreffen
Letzter Akt.
Auf zur Kirche!
Geschäftsmänner hören mit.
Wirklich letzter Akt
Epilog
Impressum neobooks
Für Lena.
"Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist, der da war und der da kommt (2.Brief Petrus,1). Amen. Liebe Follower...".
"Verdammt", dachte Adam, "Das wollte ich doch streichen."
Er räusperte sich kurz, lächelte dann freundlich und korrigierte sich:
"Liebe Gemeinde, wir haben uns heute hier versammelt, um unserem lieben Gott zu danken...".
Pfarrer Assmann war nun einunddreißig und hatte in seinem Leben nichts Handfestes gelernt. Mit zwanzig war er von der Schule abgegangen, um unerfolgreich zu studieren. Aus Faulheit oder mangelnder Intelligenz. Er war der Ansicht, dass es das Erstere gewesen war. Sein Vater - Gott habe ihn selig - das Letztere. Seit drei Jahren war er nun Pfarrer. Wie genau das passieren konnte, war ihm eigentlich schleierhaft.
Er hatte damals sein Studium abgebrochen und war von Gelegenheitsjob zu Gelegenheitsjob getingelt: Er war Kellner in unterklassigen Restaurants oder am Zapfhahn von Bierwagen auf unterklassigen Festivals und schenkte dort bestenfalls auch nur unterklassiges Bier aus. Für 15 Minuten war Adam auch als menschliches Straßenschild für einen Kiosk unterwegs, da er das Schild aber weder schwingen noch richtig rum halten konnte, intensivierte er diese Art der Arbeit nicht mehr. Der Kioskbesitzer intensivierte die Zusammenarbeit mit Adam aber auch nicht. Zuletzt hatte er als Sicherheitsfachmann für die Firma SichertSicherts gearbeitet. Sein Chef, Herr Sichert, hatte sogar die Wochenendseminare der Fortbildung bezahlt. Deshalb mochte Adam ihn. Als er nämlich mal kurze Zeit als Paketbote tätig war, musste er das Auslieferungsfahrzeug selbst mieten, selbst den Sprit zahlen und auch sonst quasi alle Kosten tragen. Bei der Firma SichertSicherts fühlte er sich deshalb wohl. Der Lohn war für ihn zweitrangig und reichte zum Leben. Pluspunkt dieser Art der Beschäftigung war, dass er oft bei Festivals arbeiten durfte und so viel von der Stimmung und der Musik mitbekam.
An einem Wochenende fand in einem Dorf ein kleines Festival statt. Wobei die Bezeichnung Festival nicht so recht passte. Es war vielmehr ein kleines Gelage, das zentral vom Ort organisiert wurde. Aber es sollte freie Verpflegung und den üblichen Nachtzuschlag geben. Das waren genug Argumente für Adam und so war er wie immer voll motiviert bei der Sache. Bei einer Routine-Einlasskontrolle sprang ihm eine junge Frau direkt ins Auge. Da es üblich war, dass Frauen von Frauen kontrolliert wurden, musste Adam auf eine gründliche Leibesvisitation erstmal verzichten, durfte aber die Tasche der Frau durchsuchen und kam so mit ihr ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass die Frau Eva hieß. Es stellte sich ebenfalls heraus, dass Eva eigentlich gar nicht auf dem Fest sein durfte, weil sich herausstellte, dass Evas Eltern herausgestellt hatten, dass sich das nicht ziemte. Adam versprach Eva natürlich nicht darüber zu sprechen und sie den Abend über gut im Auge zu behalten, natürlich im Sinne der Eltern. Nicht alles, was an diesem Abend geschah war wohl im Sinne der Eltern, aber es war im Sinne von Eva und Adam. Es war auch nicht im Sinne von Herrn Sichert, der seinen treusten Mitarbeiter an diesem Abend quasi an die Kirche verloren hatte. Nur das wussten alle an diesem Abend noch nicht. Adam zog zu Eva aufs Dorf, zu den Eltern. Und das, obwohl er immer gewisse Stereotype gegen Dorf-Menschen gehegt hatte und eigentlich nie einer von ihnen werden wollte. Das Gaffen, das Nachfragen, das neugierige Lästern und das Tratschen gehörten für ihn zu den Todsünden. Die Stadt war mehr sein Ding gewesen: Immer in Bewegung, nie wirklich dunkel und immer traf man andere Menschen. Jetzt sah er die Welt anders. Aus Liebe zu Eva oder aus devoter Haltung. Er sprach von der Liebe.
Eva war die Frau von Adam. Eva war aber auch die Tochter von Johannes. Johannes war der Mann von Magda und Magda war die Mutter von Eva. Die Tochter von Magda, also Eva, saß vor ihrem Haus und strickte. Sie strickte für den Onlineverkauf, den sie seit einigen Wochen gemeinsam mit ihrer Mutter betrieb. Das Unternehmen ihrer Mutter war seit Generationen in der Hand der Familie. Nun war der Onlineshop dazu gekommen.Der Onlineshop von Magda war zu erreichen unter www.gottteeswelt.org und hatte ein Angebot an verschiedenen Utensilien für den häuslichen Gebrauch. Bestickte Teeuntersetzter waren ebenso zu erstehen wie Becher und Kannen, die Magda in Handarbeit bemalte. Darauf zu sehen waren neben religiösen Symbolen auch Schriftzüge. So zierte eine Kanne: „Wärme dich mit Gottes Gaben.“ Gottes Gaben waren verschiedene Teesorten, die ebenfalls geordert werden konnten. Der Tee „Jesus“ war der beliebteste – Inhaltsstoffe: Weihrauch, Myrrhe und ein Stück Kreuzesholz. Alle Teesorten wurden in der heimischen Küche selbst zusammengestellt. Für eine Sammelbestellung musste Eva nun 37 Teeuntersetzer mit Kruzifix nähen. Zunächst hatte sich Magda gegen die Idee gesträubt, denn dieses neumodische Zeug war nichts für sie, aber schon nach kurzer Zeit war der Online-Shop erfolgreich gestartet, wurde gut nachgefragt und die Mutter war stolz auf sich und ihre Tochter. Das behielt sie aber meist für sich.
Der Zufall wollte es, dass der Gelegenheitsjobber und ehemalige Dauerstudent Adam, gerade mit der Tochter des Kirchenvorstehers, Eva, angebandelt hatte und dass der Pfarrer der Gemeinde, Friedhelm, kürzlich verstorben war. Nicht etwa aus Altersschwäche, nein es war der Teufel gewesen, da waren sich alle einig. Friedhelm war 33 Jahre lang Pfarrer der Gemeinde gewesen und an einem strahlenden Sommertag war er mit seinem kleinen Ruderboot hinaus gefahren, um zu Fischen. Es biss tatsächlich was an – wer hätte gedacht, dass in dem Tümpel noch Leben war – und Friedhelm zog und zog, um den Fang an Bord zu bringen. Es war etwas Schweres und er zog mit aller Kraft. Kurz bevor der Fang sichtbar wurde, riss die Rute und Friedhelm kippte mit dem Boot um. Mit Müh und Not konnte er sich ans Ufer retten. Erschöpft und Nass machte er sich auf den Heimweg. Nochmal Glück gehabt dachte er. Dann urplötzlich war es aus. In der Zeitung stand, dass Friedhelm von Weltraumschrott erschlagen wurde. Genauer gesagt von einem Kugeltank der N.A.S.A.. Unwahrscheinlich, aber möglich. Für seine Freunde und für die Gemeinde war klar, dass da Luzifer selbst seine Finger im Spiel gehabt hatte. Friedhelm war genau 33 Jahre, 6 Tage, 6 Minuten und 6 Sekunden Pfarrer der Gemeinde gewesen. So munkelte man. Einen fähigen Nachfolger hatte es noch nicht gegeben und so wurde die Idee geboren, dass Adam quasi prädestiniert für diesen Posten war. Er war ein Mann, liiert mit der Tochter des Kirchenvorstehers Johannes und auf der Suche nach fester Arbeit. Diese Aspekte genügten dem Dorf. Da war man pragmatisch. Es solle bitte einer aus der Dorfgemeinde sein, besser ein Mann und jung wäre auch nicht schlecht, dann muss man nicht, wie im Vatikan alle fünf Jahre einen neuen Häuptling ausrufen.
Es wurde geheiratet, Adam bekam den Nachnamen Assmann und durch die guten Kontakte seines Schwiegervaters zum Pfarrerausbilder Eberhard wurde Adam im Schnellverfahren an einer bekannten Fernuni und diversen Wochenendseminaren zum Pfarrer. Eigentlich brauchte Adam dafür ein abgeschlossenes Studium der Theologie oder der Religionspädagogik, aber Eberhard sah den Druck der Gemeinde und handelte dementsprechend. Er kannte Johannes schon ewig und die beiden hatten sich ein ums andere Mal aus der Patsche geholfen. Eberhard ging tief in sich und suchte Zwiesprache mit Gott, der ihm letztlich das OK dafür gab, Adam in den Stand eines Pfarrers zu berufen. Mit farbigem Kasel und allem drum und dran. Heinrich aus dem Dorf war während der Debatte um einen neuen Pfarrer-Kandidaten auf die Idee gekommen, dass eine Geschlechtsumwandlung bei Eva doch eine charmante Lösung gewesen wäre. Eva brachte alles mit, außer, dass sie eine Frau war. Eva fand die Idee nicht so charmant und so musste es eben notgedrungen eine andere Lösung geben. Die Heirat hatte einen Hauch Unromantisches: Die Eltern der Braut organisierten alles. Adam bekam den Anzug vom Schwiegervater, Eva ein Kleid der Mutter. Adams Familie wurde nicht eingeladen. Wozu auch? Es reichte, wenn das Dorf da war und Adam schien das nicht zu stören. Zumal er ein Einzelkind war, sein Vater nicht mehr lebte und er zu seiner Mutter keinen Kontakt mehr pflegte. Aber das wusste niemand außer Eva. Wozu auch? Die Trauung fand in der altehrwürdigen Kirche des Dorfes statt.
"Willst du?"
"Ja!"
"Willst du?"
"Äh"
"Dann seid ihr!"
Eva und Adam, die sich die Trauung in der durchaus schönen Kirche etwas romantischer und gemütlicher vorgestellt hatten, wurden aus der Kirche gezerrt und bekamen dann in der Gaststube „Bei Reumanns“ die obligatorische Hochzeitsuppe mit anschließender guter Hausmannskost vorgesetzt. Johannes hielt eine Rede. Er sei stolz auf seine Eva und immerhin hatten sie jetzt wieder einen Pfarrer. Ende gut alles gut. Abends im Bett sprachen Eva und Adam über ihren Tag, den beide wie in Watte erlebt hatten. Waren sie jetzt wirklich verheiratet? Einfach so? Ohne zutun? Natürlich liebten sie sich, aber irgendwie war alles so schnell gegangen. Zu schnell.
"Gottes Wege sind eben unergründlich!", sagte Adam.
"Du bist nicht gläubig, nur weil du jetzt der Pfarrer bist, also lass´ diese Sprüche!" entgegnete Eva etwas gereizt.
Schon während seines Studiums war Adam es gewohnt gewesen, sich schnell Wissen anzueignen, dass ihn nicht wirklich interessierte. So war es nun auch mit der Religion gewesen. Er war nie gläubig gewesen, aber verstand sich durchaus darauf, so zu tun als ob. Seine Frau Eva stand ihm beiseite. Sie war streng religiös aufgewachsen und konnte Adam so ziemlich alle Fragen zu Gott und der Religion beantworten. Natürlich hatte Adam sich gefragt, warum es denn ein männlicher Pfarrer sein sollte. Da hatte Schwiegervater Johannes ihm geantwortet:
"Mein Sohn. Die Wege des Herrn sind nun mal unergründlich. Sieh, unsere liebe Gemeinde ist es nun mal gewohnt, eine männliche Stimme zu hören. Auch waren bislang alle Pfarrer der Gemeinde männlich. Warum sollte man Dinge ändern, die immer gut funktioniert haben? So stand schon in der Bibel: "und werde sie heimbringen, dass sie inmitten Jerusalems wohnen sollen, und in Beständigkeit und Wahrheit sollen sie mein Volk und will ihr Gott sein." (Scharja 8:8)
Adam verstand nicht alles auf Anhieb was in der Bibel stand. Aber darum ging es ja auch nicht. Johannes Auftritt war überzeugend. Das imponierte ihm. Damit war das Kapitel für Adam abgeschlossen und wenn er ehrlich war, hatte es ihn gar nicht so schlimm erwischt. Er hatte ein Frau und einen todsicheren Job. Nach den elend langen Wochenendseminaren hatte er sein Wissen wieder vergessen und somit zwar keine Ahnung von der Materie, aber er hatte Eva und das Internet. Das heilige Internet.
Schönbach war ein kleiner Ort mit 2664 Einwohnern und ebenso vielen Kühen. Eigentlich waren es sogar mehr Kühe als Einwohner. Der heutige Markttag versprach ein heißer zu werden. Ein leichter Sommerwind trug bereits früh am Morgen warme Luft ins Dorf, die sich auf dem Marktplatz mit Kaffee, Fisch, Brötchen und weiteren Gerüchen vermischte. Obwohl es früh war, drängten sich die Schönbacher bereits dicht an dicht mit ihren Wagen durch den Ort. Es herrschte zwar dichter Verkehr, aber Stau kannte man hier eigentlich nicht. Alle fuhren in gemäßigtem Tempo und so zog sich eine lange Schlange langsam in Richtung Marktplatz. Fast jeder im Dorf hatte einen Wagen und die meisten hatten ihren von Fuchs, dem fliegenden Händler, der zwei bis drei Mal im Monat auf dem Markt aufschlug und neue Schnäppchen im Gepäck hatte. Fuchs war der Gehwagenhersteller des Vertrauens. Zu seinen Verkaufsschlagern zählten verzierte Trombosestrümpfe, Pillendosen und besonders Gehwagen.
Den Ansturm auf Gehwagen hatte man unter anderem auch dem Bürgermeister zu verdanken, der für Fuchs kräftig die Werbetrommel gerührt hatte. Der Bürgermeister war dabei nicht ganz selbstlos vorgegangen, in Anbetracht dessen, dass er selbst eine Provision von zehn Prozent auf jeden verkauften Gehwagen bekam. Die neuerlich eingeführte Abwrackprämie für Gehwagen hatte die Sache nochmal angekurbelt und viele stiegen direkt auf die neusten Modelle um: Doppelbereifung mit Alljahresreifen und Scheibenbremsen. Sicher war nun mal sicher. So war es dazu gekommen, dass mittlerweile alle über 50 einen Gehwagen besaßen, viele sogar zwei: „Was man hat, das hat man!“, munkelte man im Dorf!
In der heutigen Hochphase des Wochenmarktes war besonders viel los. War die Anfahrt zum Markt noch reibungslos verlaufen, so setzte auf dem Markt ein Chaos ein. Alle versuchten die besten Waren zu ergattern und fuhren kreuz und quer ohne Rücksicht auf Verluste. So blieb es nicht aus, dass man sich ins Gehege kam. Oma Heinrich und Opa Sigurdsson gerieten dabei mit ihren Wagen so dicht aneinander, dass Schlimmeres nur knapp verhindert werden konnte, weil Oma Heinrich im letzten Moment voll in die Scheibenbremsen ging und noch knapp vor der Sonderangebotskiste mit Kürbissen zum Stehen kam. Dabei war Oma Heinrich von der Macht der Bremsen aber so überrascht worden, dass sie kopfüber zwischen die Hokaidos fiel. Opa Sigurdsson konnte sich mit seiner waghalsigen Aktion zwar den letzten Eisbergsalat sichern, zog aber den Unmut der anderen Marktteilnehmer auf sich und wurde daraufhin von den anderen Rollatorfahrern tüchtig ausgeklingelt. Aber wenn die Schönbacher eines nicht waren, dann war es nachtragend und so herrschte alles in einem eine friedliche Stimmung.
Der konservative Bürgermeister hatte an seinem Parteistand sein bestes Lächeln aufgesetzt. Dieses Lächeln konnte aber nicht darüber hinweg täuschen, dass es dem Ort wirtschaftlich und finanziell nicht besonders gut ging. Um an neues Geld für die Sanierung der Straßen zu gelangen hatte der zuständige Ausschuss beschlossen, die Hundekotbeutel gegen ein Entgelt an den Verbraucher abzugeben. Die befürchtete Folge, dass nun alle Hunde ihre Notdurft verrichteten, ohne, dass die Besitzer diese beseitigten, erfüllte sich. Die logische Konsequenz konnte an dieser Stelle nur eine Erhöhung der Hundesteuer sein, um die erhöhten Kosten für Kontrollen und Kotbeseitigung zu decken. Gleichzeitig stieg der Unmut der hundebesitzenden Bevölkerung. Die nicht ganz so konservativen Sozialdemokraten witterten ihre Chance und schlugen sich auf die Seite der Hundebesitzer und forderten einen Kostendeckel für die Kotbeutel und eine Rabattaktion, wonach reiche Hundebesitzer mehr zahlen mussten als arme. Auch in anderen Belangen klafften die beiden politischen Lager auseinander. Der zunehmende Vandalismus beispielsweise sei eine Folge der letzten Legislatur und der nachfolgende Machtwechsel die Quittung dafür gewesen. Wie allerdings dem Vandalismus entgegengetreten werden sollte, vermochten beide Lager nicht zu sagen. Nur in der Tatsache, dass es bestimmt die Jugendlichen seien, waren sie sich einig. Auch die vermeidlich aggressiven, gelangweilten Jugendliche beschlossen heute mal nicht die Bahnautomaten am Bahnhof zu demolieren, sondern aßen Chips vor dem einzigen Supermarkt des Dorfes und kurbelten damit den mauen Umsatz des Tante-Emma-Landes mächtig an.
Natürlich waren nicht partout alle Jugendlichen Vandalismus-Wütige, sondern hauptsächlich die sozial schwachen und Immigranten, wie die Politiker sich ausdrückten. Aber infrastrukturell gesehen hatte der Ort auch herzlich wenig anzubieten, was Jugendliche beschäftigen konnte. Ein Schwimmbad gab es nicht, geschweige denn ein Kino. Auf dem einzig bespielbaren Fußballplatz steckte ein Schild "betreten verboten" und alle anderen Grünflächen waren voller Hundekot. An so einem schönen Tag wie heute wollte man aber nicht streiten, sondern freute sich über das tolle Wetter. Die Menschen waren irgendwie auch glücklich mit dem was sie hatten. Eine typische Woche strukturierte sich durch Kirchengänge und die Gartenpflege. Gegen die Vorgärten der Schönbacher konnte eine Bundesgartenschau als unordentlich und unkrautbewachsen bezeichnet werden. Das Wort akkurat traf es bei weitem nicht mehr.
Die Sonne stand hoch über Schönbach. Die 30 Grad waren längst überschritten, doch die Schönbacher waren immer noch rege unterwegs. Als der letzte 6er Träger Eier und die letzte Salami den Besitzer gewechselt hatten, löste sich die Menschenmenge auf. In alle Richtungen verteilten sich die Menschen und nutzen jede Gasse, um vom Marktplatz zu gelangen. Damit es keine Zusammenstöße gab, gingen die Schönbacher in langen Reihen. Zwar versuchte Opa Sigurdsson noch Oma Heinrich zu überholen, aber dieses Mal war Oma Heinrich auf der Hut und parierte den Angriff. Danach verlangsamte sich der Tross und man hatte das Gefühl, dass der erste bereits zu Hause war, als der letzte den Platz verließ. Und so staunte auch Adam beim ersten Mal nicht schlecht, als er mit seinem Fahrrad an einer Kreuzung zum Stehen kam. Von der der rechten Seite der Kreuzung näherten Menschen aus allen Gassen und Straßen und sortierten sich zu einer langgezogenen Schlange. Noch nie hatte er so viele Gehwagen auf einen Haufen gesehen. Ohne sich zu rühren, stand er einfach regungslos da. Gelegentlich winkte einer der Schönbacher ihm zu und er winkte perplex mit offenem Mund zurück. Nach geschlagenen zwanzig Minuten war der letzte Wagen verschwunden und er wurde von der Hupe eines dreier Golfs aus seiner Trance gerissen. Im Auto saßen randalier-süchtige Jugendliche.
Mittlerweile waren Eva und Adam schon drei Jahre verheiratet. Eine zweite Ehe mit einem koffeinhaltigen Heißgetränk bestand bei Adam aber schon länger. Als kleiner Junge war er in den 25-Liter-Kaffeekocher der Oma gefallen – es war nach einem Fest und der Kaffee war zum Glück nur lauwarm - und seit dem süchtig. Er trank bei weitem zu viel davon, das wusste er. Aber er konnte nicht mehr ohne. Vor allem nicht, wenn er im Namen Gottes unterwegs war und ein offenes Ohr für seine Gemeinde brauchte. Bei seinen vielen Hausbesuchen als Pfarrer oder anderen Angelegenheiten im Namen der Kirche, kam er so oft nicht drum herum, einen Kaffee zu nehmen. Auch aus Höflichkeit. Er hätte auch Korn oder einen Mümmelmann nehmen können, was im Ort bereits früh morgens in rauen Mengen floss, aber Kaffee war ihm dann doch lieber.
Eva hatte ihm zu Weihnachten einen Kaffeezähler geschenkt. Nach jedem getrunkenen Kaffee griff Adam sich kurz in die Hose und klickte unauffällig seinen Kaffeezähler um eine Stelle weiter. Am Abend konnte er dann schauen wie viele es waren. Gestern waren es siebzehn gewesen. Er überschlug im Kopf:
„Siebzehn mal, vielleicht 150 Milliliter pro Tasse, ergibt etwa 2500 Milliliter. Das wiederum sind ziemlich genau 2,5 Liter und so viel Flüssigkeit sollte man ja zu sich nehmen, oder? Also halb so schlimm!“
Hausbesuche machte Adam täglich, außer Sonntags. Heute war nicht Sonntag und nach dem Frühstück ging er zum Kirchenschuppen, der gleich neben einem alten Plumpsklo lag. Das Plumpsklo war außer Betrieb und diente alleine einer gewissen Zweisamkeit Eva und Adams, wenn sie mal nicht gesehen werden wollten. Eva hatte das Plumpsklo mit Kerzen und kleinen Snacks eingedeckt, falls sie längere Zeit untertauchen mussten, was in letzter Zeit häufiger vorkam, da Evas Eltern einen gewissen Kontrollzwang an den Tag legten. Neben dem Plumpsklo lag der Schuppen. Ein alter Holzschuppen mit Wellblechdach und einer quietschenden Tür. Adam quietschte und schob im Anschluss sein Rad vor die Tür. Eva kam Adam entgegen und wollte die Zeitung holen.
„Schatz, sieh mal, mein Pfarr-Rad“, grinste Adam.
Nur er lachte. Eva gab ein ironisches „Ha“ von sich verdrehte die Augen und kehrte mit der Zeitung unterm Arm zum Haus zurück. Adam schwang sich aufs Rad und fuhr dann gemütlich durchs Dorf. Die Schönbacher waren morgens entweder zur Arbeit oder bereits in ihren Vorgärten unterwegs, reinigten ihren Rinnstein, bekämpften Ameisen mit einem Bunsenbrenner oder bließen mit einem Laubbläser Laub zurück auf das Nachbargrundstück, dahin wo es hergekommen war! Meist hatte Adam feste Hausbesuche, die vorher angemeldet werden mussten. Wenn dem nicht so war, dann fuhr Adam schlicht durch das Dorf und wurde früher oder später auf einem Kaffee (oder Schnaps) in eins der Häuser gebeten. Heute musste Adam bereits drei spontane Kaffee ablehnen und sein Kaffeezähler blieb unbenutzt. Er war heute mit Familie Reeders verabredet. Sie waren streng gläubig und kamen jede Woche mehrfach in die Kirche, um zu beten, mit dem Pfarrer zu reden, zu beichten oder einfach nur für sich zu sein und die Ruhe der Kirche zu genießen. Da gehörte es zum guten Ton, dass man den Pfarrer der Gemeinde einmal im Monat zu sich nach Hause einlud, um ihn dort mit Speis und Trank zu versorgen. Pflichten die mit Speis und Trank zu tun hatten, gefielen Adam immer besonders. Susanne und ihre Tochter Luisa-Maria hatten einen Kirschkuchen gebacken und hinten im Garten eingedeckt, während Mathias und sein Sohn Lukas im Carport standen und den gestern gewaschenen 7er Golf Kombi mit Wachs polierten. Pfarrer Assmann kam just in dem Moment auf die beiden zu gelaufen und grüßte mit einem freundlichen „Grüß Gott allerseits!“. Mathias und Lukas grüßten und pausierten ihre Waschaktion widerwillig. Sie führten Adam am Carport vorbei in den Garten und platzierten ihn auf einem Plastikstuhl mit verstellbarer Lehne und bunt gemusterten Kissenbezug. Adam genoss kurz den Blick in den Garten. Die Sonne schien warm in sein Gesicht. Er bekam warmen Kirschkuchen und Kaffee. Adam griff sich unbemerkt in die Hose und der Kaffeezähler erwachte wieder zum Leben. Es entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch und Mathias nutze die Gelegenheit, sich über seine Weltanschauung auszulassen, die allerdings für keinen am Tisch neu war. Er wetterte über steigende Benzinpreise und die Massen von Migranten, die nach Deutschland gekommen waren. Susanne schaute meistens beschämt beiseite oder kompensierte sich über Gastfreundlichkeit und so hätte Adam neben dem Kaffeezähler eigentlich auch einen Kuchenzähler benötigt.
Währenddessen saß Eva am Küchentisch ihrer Eltern und schaute verdrossen aus dem Fenster und beobachtete eine Amsel, die in ihrem Nest saß und daran herum bastelte. Vor ihr auf dem Tisch lag ein halbfertiger Strick-Tassenuntersetzer, der einen goldenen Kelch zeigte. Eva dachte nach und war unzufrieden. Zwar war ihr Arbeitsweg nicht so weit, das musste sie zugeben, aber den ganzen Tag mit ihrer Mutter mit Stricken zu verbringen, war auch nicht das Wahre. Vor einigen Jahren hatte sie ihr Abitur nachgeholt und wollte eigentlich studieren oder eine Ausbildung machen, mit dem Ziel endlich mal aus Schönbach raus zu kommen. Doch dann hatte sie Adam kennengelernt und alles war anders gekommen.
„Eva“, sagte eine milde Stimme und Eva dreht sich um.
„Du musst den heute noch fertig machen.“, sagte Magda zu ihrer Tochter, die aus ihrer Lethargie gerissen wurde.
Schönbach galt als eine der letzten christlichen Hochburgen. Nahezu alle Einwohner waren gläubig und praktizierten ihren Glauben öffentlich und diszipliniert. Die alte Kirche war der Mittelpunkt des Dorfes. Religiös wie gesellschaftlich. Geographisch war sie es nicht. Sie lang ein paar Meter abseits des Dorfes neben einem kleinen verschlafenen Wald und war durch eine Allee zu erreichen. Natürlich gab es die Politik, aber was war schon die Politik. Es hielt sich eh niemand an seine Versprechen. "Nur der Gott hält, was er verspricht.“, pflegte man hier zu sagen. Das ganz große und von allen getragene Ziel des Dorfes war es, einmal zum Papst zu reisen, von ihm gesegnet und in seiner Predigt genannt zu werden. Dann wäre wirklich alles perfekt. Der einzige Verkehrskreisel im Dorf beherberge ein großes Holzkreuz, das parallel als Schwarzes Brett diente. Die Schönbacher waren aber nicht ganz zufrieden damit, dass Jesus und das Kreuz regelmäßig mit Infos benagelt wurden. Jesus und Nagel war irgendwie komisch und so wurde das Schwarze Brett weiterentwickelt. Statt Jesus der Tortur weiterer Nägel auszusetzen, wurde eine Leine gespannt und die Infos konnten bequem mit Wäscheklammern daran befestigt werden. So hielt Jesus Leine alle auf dem Laufenden darüber was gerade in Schönbach geschah: Bibelrunden, Pfadfindertreffen für die Kinder, Kirchenchor oder wann die nächste Gemeinderatssitzung stattfand. Der Vorteil der Verkehrsinsel lag darin, dass Infobriefe für anstehende Aktionen direkt in die Autos hinein gegeben werden konnten. Wenn man den Ort also über die Verkehrsinsel verließ und langsam fuhr, bekam man den Flyer direkt ins Auto gereicht und musste nicht anhalten und aussteigen. Praktisch. Ein kleiner Nachteil war, dass es sich dort regelmäßig staute, da einige Interessierte mehrere Runden fahren mussten, um einen Flyer zu bekommen. Erschwerend kam hinzu, dass jeder zweite Interessierte nicht motorisiert, sondern mit dem Gehwagen unterwegs war und sich das Tempo so minimalisierte.
Der Pokerabend allerdings war eine Instanz in Schönbach. Wie der Gottesdienst. Dafür brauchte man keine Flyer drucken oder den Termin an Jesus Leine anpinnen. So gesehen war der Pokerabend die einzige Sünde – neben den horrenden Alkoholmengen, aber darüber sprach natürlich niemand. Einmal in der Woche trafen sich die Herren in der Dorfkneipe "Bei Reumanns" und spielten Poker. Es ging offiziell um die Dorfrangliste und Spaß und inoffiziell um Geld und Ehre. „Das bisschen Sünde darf man sich schon erlauben.“, fanden alle Anwesenden und schließlich war der Pfarrer der Gemeinde auch immer dabei. Doch ein dunkles Unheil war über das Dorf gezogen: Der Pfarrer wurde vom Teufel geholt, der neue Pfarrer war gar keiner und dann sollten auch noch nicht christliche Flüchtlinge aufgenommen werden. Die Welt war also aus den Fugen geraten.
Adam hielt seine Sonntagspredigt. Die Kirche war wie immer gut besucht, nur zwei Bänke waren noch frei. Und sogar einige Jugendliche des Dorfes hatten es in die Kirche geschafft. Auch wenn Adam wusste, dass sie nur wegen der Stempel für ihre Kommunionskarten gekommen waren. Zum Ende des Gottesdienstes spielte die Orgel und Adam stellte sich an den Ausgang, um seine Gemeinde zu verabschieden.
"Schöne Predigt, Herr Assmann.", dankte ihm Frau Rohwer.
"Wie Sie immer so schöne Worte finden. Wunderbar."
Adam bedankte sich und wünschte ihr einen gesegneten Tag. Eigentlich war er selbst erstaunt darüber, dass es so gut funktionierte. Er hatte keine Theologie studiert und auch keinen Schimmer davon, wie man eine Predigt aufbaute, aber durch die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft und dadurch, dass auch die Kirche erkannte, dass das Internet eine super Plattform zur Verbreitung von Inhalten war, konnte Adam auf eine nahezu unendliche Quelle an Predigten aus dem Internet zurückgreifen. Am liebsten sah er sich Videos an, um auch die "heilige Körpersprache" zu üben. Hin und wieder passierte es ihm zwar, dass er vergaß, ein Wort zu ersetzen und statt „Gemeinde“ dann „Follower“ sagte, aber alles in allem schien es den Leuten nicht aufzufallen und alle waren zufrieden mit seiner Arbeit. Erst neulich hatte er auch eine Dokumentation über Kinderpfarrer gesehen. Über einen vierjährigen, der in einer Kirche ins Mikrofon schrie und Gott pries, über einen elfjährigen, der kranke und alte Menschen heilte. Beeindruckend, fand Adam, aber für seine Kirche vielleicht einen Tick zu doll. Die Menschen hier mochten es eher gediegen und ruhig, aber auch dafür gab es reichlich Material.
„Die Wege des Internets sind halt unergründlich“, dachte Adam und schmunzelte.
Vielleicht könnte er auf die Idee der Kinderpfarrer zurückkommen, wenn er mit Eva selbst ein Kind bekommen würde. Das Thema „Wann bekommen die Assmanns endlich ein Kind?“ rückte in der inoffiziellen Tratschrangliste des Dorfes derweil immer weiter nach oben. Auf Platz eins war immer noch unangefochten der ungeklärte Tod des alten Pfarrers, danach folgte „die Familie mit dem Kopftuch“ und dann kamen die Assmanns. Die „Familie mit dem Kopftuch“ war eine geflüchtete Familie aus Syrien. Ein Ehepaar mit drei Kindern, die seit zwei Monaten im Dorf untergebracht waren. Nicht, weil das Dorf sich für die Unterbringung eingesetzt hatte, sondern weil es faktisch dazu gezwungen wurde.
„Es führt kein Weg dran vorbei.“, stellte Bürgermeister Krabbe fest.
„Wir sind als Kommune in diesem Kreis verpflichtet eine Wohnung für Flüchtlinge bereitzuhalten.“
„Außerdem nennt man das Nächstenliebe!“, ergänzte Johannes Assmann, der Kirchenvorsteher der Gemeinde.
Nach längerem hin und her, ein paar Stereotypen und ein paar Protesten wurde eine Wohnung von der Familie bezogen und ganz so schlimm fand das Dorf die Familie dann doch nicht. Nur das mit dem Kopftuch, dass verstehe man nicht, aber wenn sie sich hier gut einpassten, dann werde es schon gehen. Die Gemeinde hatte sogar einen kleinen Präsentkorb vor die Haustür gestellt. Magda Assmanns berühmter Kirschkuchen von der Kirchengemeinde und eine Auswahl der guten Salami vom Schlachter. Alles natürlich vom Büro des Bürgermeisters. Mehr Nächstenliebe geht ja wohl nicht.
Nachdem alle die Kirche verlassen hatten, brachte Adam die Kollekte in das Pfarrzimmer und räumte den Altar auf. Anschließend fuhr er nach Hause und setzte sich an seinen Schreibtisch, um seinem zweiten Beruf in der Privatwirtschaft nachzugehen. Die Firma Voicetec hatte seit gut einem Jahr ihren Hauptsitz kurz außerhalb des Ortes. Voicetec produzierte und verkaufte Mobiltelefone, Software und Navigationssysteme. Adam war es durch ein nächtliches Treffen gelungen, bei der Herstellung der Navigationssysteme mitzuwirken. An jenem Abend saß Adam gerade an seinem Computer im Pfarrzimmer, um seine nächste Predigt vorzubereiten, als es an der großen Eingangstür der Kirche klopfte. Adam ging zur Tür und lugte durch den selbst angebrachten Spion. Er sah zwei Männer in Nadelstreifen.
"Was kann ich in Gottes Namen für Sie tun?", fragt er durch die verschlossene Tür.
"Guten Abend. Mein Name ist Phillips und das ist mein Kollege Conrad. Wir kommen von der Firma Voicetec und wollten uns vorstellen. Wir sind jetzt ja quasi Nachbarn."
"Ah, verstehe. Ich habe den Schlüssel nicht bei mir. Bitte gehen sie links um die Kirche und biegen Sie dann direkt wieder rechts ab. An der kleinen weißen Tür haben sie ihr Ziel erreicht. Ich mache Ihnen dann auf."
