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Seit über 2000 Jahren regen Fabeln zum Nachdenken über die Gesellschaft an. Warum nicht auch im Jahr 2018?
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 22
Veröffentlichungsjahr: 2018
Im Schuljahr 2017/18 habe sich die Schülerinnen und Schüler des Lateinkurses 10 der Gesamtschule Kamen mit dem Thema Fabeln befasst.
Im Rahmen des Unterrichts wurden verschiedene Fabeln des römischen Autors Phaedrus gelesen, übersetzt und interpretiert. Dabei spielte auch die Untersuchung der Texte auf rhetorische Mittel eine Rolle, die der antike Autor zur Gestaltung inhaltlich besonders wichtiger Textstellen verwendet hat.
Mit dem Wissen um den typischen Aufbau einer antiken Fabel und der Kenntnis verschiedenster rhetorischer Mittel – von A wie Alliteration bis Z wie Zeugma – bestand die Aufgabe darin, selbst eine Fabel zu schreiben und in dieser die relevanten Textstellen mit rhetorischen Mitteln hervorzuheben.
Die Ergebnisse können sie sehen lassen! So wurde die Idee geboren, die Fabeln in einem Buch zusammenzufassen und zu veröffentlichen.
Viel Spaß beim Analysieren und Interpretieren – oder einfach nur beim Lesen!
Arnd Joeres
Kamen, im Juni 2018
Das Pferd und das Schwein
Das Reh und der Bär
Der egoistische Löwe und die Maus
Der einäugige Hirsch
Der Frosch und die Schlange
Der Fuchs und der Löwe
Der Fuchs, die Schlange und der Habicht
Der Hirsch und die Wölfe
Der Kater und die Maus
Der Löwe und der Igel
Der Fuchs und der Pinguin
Die drei Raben und der Papagei
Die Frösche in der Milch
Der Spatz, die Krähe und Isegrim, der Wolf
Die Maus und der Bär
Die schlaue Maus, der Elefant und der Bär
Die Ziege und der Tiger
Die dumme Ziege und die schlaue Mücke
Hylax, Äugler und Braun
Die Maus und der Adler
Diese Fabel ist für alle geschrieben, die meinen, sie wären mehr wert als andere.
Ein Pferd und ein Schwein treffen sich am Weidezaun.
Das Pferd spricht zu dem Schwein: „Na, Borstenvieh? Zählst du schon deine Tage, bis du und deine Familie geschlachtet werden?“
Aber das schlaue Schwein sagt: „Aber nein! Wieso sollte ich? Ich genieße jeden neuen Tag und denke nicht an morgen. Vielleicht solltest du das auch mal machen.“
Doch das Huftier macht einen Schritt auf das Schwein zu und sagt: „Du willst mir sagen, was ich tun soll?“
„Für dich nicht so auf, will dir doch nur helfen.“
„Ich bin schöner, stärker und viel intelligenter als du, als dass ich Tipps von dir annehmen müsste!“
Da ruft der Bauer sein Pferd und unterbricht so das Gespräch.
„Guck, selbst der Bauer möchte mehr mit mir zu tun haben als mit dir“, meint das Pferd noch und läuft zu dem Transporter.
